Weiter zum Hauptinhalt
Die Hauskosten müssen sich mit dem Budget in der Waage halten - so planen Sie Ihr Haus mit dem Sparschwein im Blick
Der einfachste Weg, Ihr Traumhaus zu bauen

Was kostet ein Haus? Überblick der Hausbau-Kosten

Vergleichen Sie Hausangebote & Kosten und planen Sie Ihr Traumhaus – mit über 2.500 Häusern von mehr als 300 Anbietern
Hausbau-Assistenten starten
Das beste Preis-Leistungs Verhältnis
Immer kostenlos & unverbindlich
Geprüfte Baupartner in jeder Region
Kostenersparnis & Zeitgewinn
Machen Sie sich von Beginn an einen Überblick zu Ihren Hausbau-Kosten mit Hilfe unserer Übersicht zu den verschiedenen Kostenpunkten.
Dr. Aviva Köberlein
Aktualisiert am 15. Januar 2026

Jede Baufamilie stellt sich vor Realisierung ihres Vorhabens die Frage: Wie viel kostet ein Hausbau? Hausbau-Kosten umfassen eine Vielzahl an Einzelleistungen, die sich in entsprechenden Finanzpositionen niederschlagen. Doch mit den reinen Baukosten ist es nicht getan. Wir zeigen Ihnen, mit welchen weiteren Ausgaben Sie rechnen müssen, damit Sie eine realistische Budgetplanung vornehmen können.

Alle nachstehend genannten Angaben zu Kosten beim Hausbau sind vor diesem Hintergrund als Orientierungswerte zu verstehen – mit (teils erheblichen) Abweichungen nach oben und unten. Wir betrachten dabei einzelne Blöcke von Kosten beim Hausbau bzw. -erwerb, darunter Kosten für das Grundstück, Kosten des Bauwerks, Kosten für den Keller und Ähnliches und nennen reale Preisspannen. Die Gesamtrechnung ergibt sich aus der Addition der einzelnen relevanten Posten.

Dr. Aviva Köberlein
Aktualisiert am 15. Januar 2026

Was kostet ein Haus 2026? Schnellantwort

Ein schlüsselfertiges Einfamilienhaus mit 150 qm Wohnfläche kostet 2026 durchschnittlich rund 405.000 Euro ohne Grundstück. Hinzu kommen ca. 20 % Baunebenkosten sowie weitere Kosten für Keller, Fundament und Außenanlagen. Mit Grundstück hängt der Gesamtpreis stark von der Lage ab; als grobe Faustregel können die Gesamtkosten etwa beim Doppelten des Hauspreises liegen (siehe Beispielrechnung).

Angebote für Häuser auf einen Blick

Kosten eines Hauses – Ein Puzzle aus vielen Teilen

Ein Bauprojekt gleicht einem Puzzle – mit der Besonderheit, dass jedes Teil extra Kosten beim Hausbau verursacht und die Gesamtrechnung sich aus der Summe der einzelnen Teilposten ergibt. Die Höhe der Kosten für ein Haus wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst:

  • Marktlage
  • Lage des Grundstücks
  • Grundstücksbeschaffenheit
  • Umfang des Bauvorhabens
  • Baumaterialien
  • Hausgröße
  • Fertigstellungsgrad
  • gewählte Ausstattung
  • Unterkellerung
  • Qualität

Angesichts dieser vielen Variablen ist es kaum möglich, pauschale Angaben zu Hausbau-Kosten zu machen. Selbst wenn Baukosten pro qm 'heruntergebrochen' werden, bleiben erhebliche Bandbreiten, die wir Ihnen im Folgenden aber eingehend erläutern.

Haus bauen lassen: Kosten in grober Aufstellung mit Beispielrechnung

Einen einleitenden Überblick über das Spektrum möglicher aktueller Kosten beim Hausbau soll folgende Tabelle gewähren. Hier finden Sie durchschnittliche Hauspreise für verschiedene schlüsselfertige Ausführungen eines Hauses mit 140 qm Wohnfläche, verteilt auf zwei Vollgeschosse, auf 400 qm Baugrund (inkl. Grundstücksnebenkosten, aktuelle Werte des Statistischen Bundesamts/Destatis). Mehr zu den verwendeten Durchschnittswerten für die Hausbau-Kosten mit Grundstück erfahren Sie in den folgenden Abschnitten. Beachten Sie: Diese Zwischensummen bei den Baukosten sind nicht abschließend, ergänzende Informationen erhalten Sie in den Kapiteln zu Fundament, Außenanlage oder Baunebenkosten.

Tabelle: Ø Kosten 2026 für ein Haus mit 140 qm nach Ausführung & Region
BudgetStandardPremiumØ Baugrund BayernØ Baugrund Thüringen
329.000 Euro378.000 Euro560.000 Euro166.690 Euro37.664 Euro

Haus bauen: Kosten für das Grundstück

Bauland ist knapp und in den letzten Jahren immer kostspieliger geworden. Einflussfaktoren sind vor allem Lage und Region: Grundstückspreise sind am teuersten in Städten und Ballungsgebieten. Deutlich günstiger sind beim Haus bauen Preise für Grundstücke noch auf dem Land. Es gibt ein erhebliches West-Ost-Gefälle und ein weniger ausgeprägtes Nord-Süd-Gefälle. Die höchsten Preise für Bauland gelten in Berlin, Hamburg, in den Regionen Rhein-Ruhr und Rhein-Main-Neckar, im Großraum Stuttgart, in München und Südbayern. Selbstverständlich ist auch die jeweilige Lage vor Ort relevant. Von weit unter 100 Euro bis zu 1.000 Euro pro Quadratmeter für ein Grundstück ist alles möglich.

Auch der Erschließungsgrad spielt eine Rolle: Erschlossene Grundstücke sind immer teurer als unerschlossene. In diesem Fall müssen als Nebenkosten beim Hausbau noch anfallende Erschließungskosten mit berücksichtigt werden. Dazu gehören unter anderem Anschluss an Wasser, Kanalisation, Strom und Gas. Die Kosten hierfür können sich bei um die 20.000 Euro befinden, sofern alle Anschlüsse durchgeführt werden müssen

Ein wichtiger Posten bei den Hausbau-Nebenkosten ist die Grunderwerbsteuer. Sie variiert von Bundesland zu Bundesland. Spitzenreiter sind beispielsweise Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Schleswig-Holstein mit 6,5 % des Grundstückspreises, in Bayern beträgt die Grunderwerbsteuer nur 3,5 %.

Beispiel: Ein 500 Quadratmeter großes Grundstück würde bei einem Quadratmeterpreis von 284 Euro (aktueller Durchschnitt für baureifes Wohnbauland laut Statistischem Bundesamt) und einem Steuersatz von 6,5 % 151.230 Euro kosten, davon sind 9.230 Euro Grunderwerbsteuer.

Zu weiteren Nebenkosten beim Hausbau siehe Absatz 'Hausbau-Nebenkosten bzw. Nebenkosten beim Erwerb'.

So viel kostet ein Haus: Ausgaben für das eigentliche Gebäude

Für die Errichtung eines Hauses gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Der Klassiker ist das Massivhaus, das Stein auf Stein gebaut wird. Daneben repräsentieren Blockhäuser und Fertighäuser – teils auch aus massiven Materialien – die dominanten Bauweisen. Mehr als jeder fünfte Neubau entsteht laut einer Pressemeldung des Statistischen Bundesamts von 2025 als Fertighaus.

Die Baukosten pro qm beeinflusst die Bauweise übrigens heutzutage nicht mehr, generell fallen ohne Baunebenkosten und Sonderwünsche bei Ausstattungen (z. B. exklusive Bodenbeläge, Keller, individueller Erker und Ähnliches) bedingt durch die Lohnentwicklung und die hohe Nachfrage in den letzten Jahren für ein mittelpreisiges Haus heute 2.700 Euro pro Quadratmeter an.

2.700 Euro Baukosten pro qm

So viel betragen die reinen Kosten für ein Haus ab Oberkante Bodenplatte im mittleren Preissegment.

Neubau-Kosten nach Ausbaustufe & Qualitäts-Einstufung

Bei schlüsselfertigen Fertighäusern und massiven Häusern von einem Full-Service-Hausanbieter sind die Hausbau-Kosten nicht zwangsläufig geringer. Auch hier müssen schließlich Architektur- und Planungsleistungen einkalkuliert werden. Es sind aber Synergieeffekte möglich, die sich beim Haus bauen auf den Preis auswirken. Außerdem haben Sie hier eine hohe Kalkulations- und Planungssicherheit. Vielfach gelten Festpreise und Bauzeitgarantien. Ansonsten werden die Baukosten wie beim herkömmlichen Hausbau maßgeblich dadurch bestimmt, für welches Hausangebot und für welche Ausstattungsqualität Sie sich entscheiden (siehe Grafik rechts) – insbesondere die Ausbaustufe spielt eine entscheidende Rolle. Mit Ausbau- oder Bausatzhäusern muss oft deutlich weniger gezahlt werden. Das lohnt sich aber nur, wenn Sie den Auf- bzw. Ausbau selbst günstiger durchführen können.

Grafik mit Preisangaben zu Hauskosten pro Quadratmeter 2026
Tabelle: Ø-Werte Hausbau-Kosten nach Ausbaustufen für 100 qm ab OK Bodenplatte
BausatzhausAusbauhausSchlüsselfertiges Haus
130.000 Euro200.000 Euro270.000 Euro

Hausbau: Preise & Kosten für Bodenplatte und Keller

Manches Objekt wird heute ohne Keller gebaut. Damit spart man zwar Kosten beim Hausbau, verzichtet aber auch auf wertvollen Stauraum. Daher sollte die Entscheidung für oder gegen einen Keller stets gut überlegt sein. Eine nachträgliche Unterkellerung wird meist noch teurer. Wenn Sie sich für einen Keller entscheiden, müssen Sie mit Kellerkosten von im Schnitt 750 Euro bis 1.750 Euro pro Quadratmeter mehr im Vergleich zu einer Bodenplatte rechnen.

Die große finanzielle Bandbreite erklärt sich aus unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten und Kelleranlagen von Nutz- bis Wohnkeller. Bei hochstehendem Grundwasser wird zum Beispiel eine kostenintensive 'weiße Wanne' benötigt.

Bei reinen Bodenplatten ohne Keller kalkuliert man zwischen 15.000 und 30.000 Euro als Zusatzkosten beim Hausbau, von einfachem Fundament bis zur Thermobodenblatte.

Beispiel: Ein 80 Quadratmeter großer Nutzkeller mit in einer durchschnittlichen Kostenlage von 1.000 Euro pro Quadratmeter würde danach überschlägig 20.000 Euro (Bodenplatte) + 750 Euro/qm x 80 qm (Mehrpreis Keller) = 80.000 Euro kosten. Denn eine Bodenplatte muss in jedem Fall unter das Haus, egal ob ein Keller gebaut wird oder nicht. Die Kosten lohnen sich aber im Hinblick auf die dazugewonnene Wohn- & Nutzfläche durchaus, wie folgende Tabelle verdeutlicht:

Tabelle: Vergleich Hausbau-Kosten mit Bodenplatte oder Keller
Faktoren150 qm Haus mit Bodenplatte120 qm Haus mit Keller
Hauspreis (2.700 Euro/qm)405.000 Euro324.000 Euro
Kosten Bodenplatte25.000 Euro20.000 Euro
Zusatzkosten Nutzkeller 80 qm (750 Euro/qm)-60.000 Euro
Wohn- & Nutzfläche insgesamt150 qm200 qm
Kosten insgesamt430.000 Euro404.000 Euro

Kosten beim Hausbau für die Ausstattung

Beim Bauträger oder Hausanbieter wird in der Regel eine Standardausstattung angeboten. Abweichungen davon gelten als Sonderwünsche, die extra bepreist werden. Hier sollten Sie unbedingt einen großzügigen Puffer einkalkulieren, denn die Mehrkosten für spezifische Ausstattungen können schnell mehrere zehntausend Euro betragen.

Einige Beispiele für Ausstattungsextras sind:

  • Elektrische Rollläden statt mechanischer
  • Hochwertigere Türen
  • Mehr Steckdosen und Anschlüsse als vorgesehen
  • Größere Badewanne oder Dusche
  • Einbau eines Kamins
  • Zusätzlicher Balkon
  • Einbau eines Wintergartens
  • Umsetzung einer Terrasse

Das sind nur einige Beispiele von Faktoren, die zusätzliche Kosten beim Hausbau verursachen können. Wie sehr solche Sonderausstattungen zu Buche schlagen, hängt nicht nur von den eigenen Wünschen ab, sondern auch vom gebotenen Standard. Der ist der Bau- bzw. Leistungsbeschreibung zu entnehmen, die daher stets sorgfältig geprüft werden sollte.

Baukosten für Garage oder Garagen-Alternativen

Garage, Carport oder einfach nur ein Stellplatz – das sind die grundlegenden Entscheidungen für Autobesitzer beim Hausbau. Auch diese Anschaffung zählt zu den Ausstattungsmölichkeiten. Bei Garagen gibt es verschiedene Lösungen:

  1. Integration in den häuslichen Keller oder freistehend
  2. Fertiggarage oder gemauert

Entsprechend variieren beim Haus bauen die Kosten. Einfache Carports sind schon ab 1.000 Euro zu haben, bei Garagen fangen die günstigsten Fertig-Angebote bei etwa 3.000 Euro an. Zusammen mit weiteren Kosten (Bodenplatte/Fundament) liegt die Kostenuntergrenze bei etwa 5.000 Euro. Abhängig vom Baumaterial bestehen nach oben kaum Beschränkungen. Am teuersten, dafür massiv, sind gemauerte Garagen. Für um die 30.000 Euro ist eine komfortable Lösung zu haben. Am wenigsten Kosten beim Hausbau verursacht natürlich ein einfacher Stellplatz, der Wagen ist dann aber auch weitgehend ungeschützt.

Mehr zu Garagen-Kosten beim Hausbau

Hausbau-Kosten für die Außenanlage

Die Grundstücksgeographie und die Grundstücksgröße bestimmen neben den eigenen Vorstellungen die Kosten der Außenanlagen.

  1. Für Terrassen kann mit Kosten von etwa 100 bis 250 Euro pro Quadratmeter gerechnet werden, je nach Material (z. B. Betonplatte, Naturstein) und Unterbau.
  2. Gartenwege sind oft günstiger (z. B. Kies, einfache Pflastersteine), teils ab 50 Euro pro qm.
  3. Ein Rasen als Rasensaat kostet nur wenig, bei Rollrasen sind 6 bis 10 Euro pro Quadratmeter ein Orientierungswert. Mit Verlegung/Untergrund liegen die Kosten deutlich höher (z. B. zusammengenommen 15 bis 25 Euro/qm inklusive Arbeit bei professioneller Verlegung).
  4. Für Hecken und andere Pflanzen fallen die Kosten stark je nach Art, Größe und Menge an; Heckenpflanzen werden häufig pro laufendem Meter kalkuliert (z. B. 10-40 Euro pro lfm für Pflanzenmaterial), sodass ein Gesamtbudget von 1.000 bis 2.000 Euro für eine mittelgroße Bepflanzung realistisch ist, aber je nach Anspruch auch darüber liegen kann.

Hinzu kommen gegebenenfalls noch zusätzliche Kosten beim Hausbau für Terrassenüberdachung, Gartenzaun, Gartenmauer und/oder ein Gartenhaus. Teuer wird es bei Wünschen wie einem Swimmingpool oder Teich.

Somit ist dieser Bestandteil der Hausbau-Kosten sehr variabel und kann sich schnell auf um die 30.000 Euro belaufen. Allerdings lässt sich die Außenanlage auch im Laufe der Zeit fertigstellen und braucht daher nicht direkt finanziert werden.

Hausbau-Nebenkosten bzw. Nebenkosten beim Erwerb

Die Nebenkosten beim Hausbau bzw. -kauf werden häufig in Kalkulationen vernachlässigt, sind aber alles andere als eine kleine Ausgabe am Rande. Neben der Grunderwerbsteuer sind Notar- und Grundbuchgebühren, eventuell auch eine Makler-Courtage zu berücksichtigen. Beim Hauskauf sind hier mehr als 10 % der Kaufsumme durchaus möglich. Wer nicht kauft, sondern selbst baut, hat einen Kostenvorteil, weil die genannten Nebenkosten nur für das Grundstück anfallen. Der eigentliche Bau bleibt außen vor. Bauen mit Bauträgern entspricht eher einem Hauskauf, hier können die Nebenkosten des Hausbaus begrenzt im Rahmen der Vertragsgestaltung beeinflusst werden.

Bei den Baunebenkosten kommen noch kleinere Positionen hinzu, z.B. Kosten für:

Alle Baunebenkosten übersichtlich aufgeführt mit Beispielrechnung

Hausbau: Kosten der Finanzierung

Die Finanzierung beeinflusst die gesamten Hausbau-Kosten erheblich, auch wenn Finanzierungskosten nicht direkt bauwirksam sind. Zinsen für Kredite summieren sich im Zeitablauf. Ein Hypotheken-Darlehen über 400.000 Euro zum Zinssatz von 4 % und mit 30 Jahren Laufzeit verursacht Zinskosten von gut 287.500 Euro. Eine günstige Finanzierung hilft Kosten beim Hausbau zu verringern. 0,25 % weniger beim Zinssatz im Beispiel würden bereits 20.400 Euro Zinsersparnis und monatlich rund 57 Euro weniger Rate bedeuten. Das beste Angebot erhalten Sie auch hier durch Vergleich. Noch stärker reduziert sich die Zinslast bei Aufstockung des Eigenkapitalanteils – sofern das möglich ist.

Öffentliche Förderprogramme wirken ebenfalls kostensenkend. Sie unterstützen die Finanzierung mit niedrig verzinsten Darlehen (u.a. Förderung für klimafreundliche Neubauten). Ob Förderdarlehen oder normaler Bankkredit – es fallen auch noch Kosten für die Absicherung an.

Icon Finanzierungsberatung

Haben Sie bereits eine Finanzierung für Ihr Traumhaus?

Die passende Finanzierung sollte nicht nur die besten Konditionen, sondern auch Ihre Lebenssituation berücksichtigen. Lassen Sie sich persönlich von einem Experten beraten.

Gratis Angebot einholen

Höhere Baukosten für mehr Energieeffizienz

Sowohl Baufirmen als auch Baufamilien legen immer größeren Wert auf Energieeffizienz im Haus. Verschiedenste Energiestandards, von Effizienzhaus 40 bis hin zum Plusenergiehaus, können bei den meisten Häusern umgesetzt werden. Je höher dabei der Standard, desto höher sind auch die Kosten beim Hausbau. Bauwillige sollten sich allerdings von den Baupreisen bei hohen Energiestandards nicht abschrecken lassen, denn das Sparpotenzial auf lange Sicht genau wie die Nachhaltigkeit des neuen Zuhauses rechnen sich.

Denn der Einbau von Solaranlage, Wärmepumpe und alternativen Heizsystemen schlägt sich zwar zunächst auf den Baupreis des Hauses nieder, jedoch amortisieren sich die Kosten im Laufe der Zeit. Da ein Haus oftmals eine Investition für das gesamte Leben ist, sollten Sie also einmal mehr abwägen, ob sich die anfänglichen Mehrkosten für ein Energieeffizienzhaus nicht doch lohnen. Nicht nur ist dies umwelt- und klimaverträglicher, sondern federt auch künftige gesetzliche Verschärfungen ab.

Zusammenfassung der Haus-Kosten beim Neubau mit Beispielrechnung

Beispielhafte Berechnung der Kosten für ein Haus: Schlüsselfertiges Einfamilienhaus mit 140 qm Wohnfläche und 2 Etagen ohne Keller (Preis pro qm: 3.000 Euro) auf einem 500 qm Grundstück in Brandenburg (Preis pro qm: 237 Euro für baureifes Wohnbauland laut Destatis - Erschließungskosten entfallen)

Hauskosten

Tabelle: Zusammensetzung der Kosten für ein Haus mit Beispielwerten
KOSTENPUNKTPREIS
Hauspreis420.000 Euro
Baugenehmigung (0,4 % der Bausumme)1.680 Euro
Bodenplatte25.000 Euro
Fertiggarage8.000 Euro
Mehrkosten für Sonderausstattung25.000 Euro
Außenanlage17.500 Euro
Prüfstatiker2.500 Euro
Versicherungen1.200 Euro
Gesamtkosten für das Haus500.880 Euro

Grundstückskosten

Tabelle: Zusammensetzung der Kosten für ein Grundstück inkl. Nebenkosten mit Beispielwerten
KOSTENPUNKTPREIS
Grundstückspreis (237 Euro/qm)118.500 Euro
Maklerkosten (7,14 % des Grundstückskaufpreises)8.460,90 Euro
Notarkosten (2 % des Grundstückspreises)2.370 Euro
Grundbucheintragung1.000 Euro
Grunderwerbsteuer (6,5 % des Grundstückkaufpreises)7.702,50 Euro
Bodengutachten1.500 Euro
Baumfällung (2 Bäume)1.000 Euro
Vermessung2.500 Euro
Erdarbeiten (Bodenaushub und Abtransport)10.000 Euro
Baustelleneinrichtung (Strom, Wasser, Baustraße)2.000 Euro
Gesamtkosten für das Grundstück155.033,40 Euro

Addiert man alle Kosten für Haus (500.880 Euro) und Grundstück (155.033,40 Euro) zusammen (unter Beachtung der meisten Nebenkosten beim Hausbau) so landet man bei unserem Beispielhaus schließlich bei einer Gesamtsumme von 655.913,40 Euro.

Daran wird deutlich, dass neben dem angegebenen Hauspreis und dem reinen Preis für das Grundstück noch weitere Kosten von rund 120.000 Euro hinzukommen.

Haus bauen – Kosten sparen

Grundsätzlich ist es möglich, mit Eigenleistungen – der berühmten Muskelhypothek – Kosten beim Hausbau zu sparen. Häufig werden die erzielbaren Einsparungen aber überschätzt. Mehr als 5 bis 10 % der gesamten Baukosten sind in der Regel nicht machbar.Der Grund: durch eigenen Arbeitseinsatz lassen sich nur Lohnkosten sparen, nicht Materialkosten. Außerdem ist bei Eigenleistungen zu berücksichtigen, dass man als Baulaie weniger versiert ist als ein Profi-Handwerker und Zeit für Mitarbeit – berufsbedingt – nur begrenzt zur Verfügung steht. Typische leicht umsetzbare Eigenleistungen sind Tapezieren und Streichen, Boden verlegen oder den Garten anlegen.

Wie kann ich beim Hausbau am meisten sparen?

Die größten Sparhebel bei den Hausbau-Kosten sind ein kompakter Grundriss, weniger Komplexität (Dachformen/Erker), realistische Ausstattung, gezielte Eigenleistung und der genaue Vergleich von mindestens 3 Angeboten mit klarer Leistungsabgrenzung.

Hausbau-Kosten: Häufige Fragen

Erste Veröffentlichung am 20. Juni 2019, überarbeitet am 15.01.2024

Sind Sie bereit, Ihr Traumhaus zu finden?
Hausbau-Assistenten starten