Sind "gebrauchte" Fertighäuser problematisch?

Immer wieder erreichen uns Anfragen, die Altbauten und die Altbausanierung speziell bei Fertighäusern betreffen. "Alte Fertighäuser" wird auch gesagt und "gebrauchte Fertighäuser" gemeint, die in den Jahren 1965 bis 1980 gebaut worden sind. Die Anfragen kreisen fast immer um zwei gleichlautende Probleme. Einmal geht es darum, ob wir Tipps für gewünschte Umbauten geben oder sogar alte Baupläne beschaffen können. Und dann will man von uns wissen, ob solche Häuser "wie ich gehört habe" mit Schadstoffen belastet sind.

Bauplan muss vorhanden sein

Woher sollen  wir  Bauunterlagen von schätzungsweise 4.000 bis 10.000 verschiedenen Fertighaustypen haben? Den Bauplan muss der Erstbesitzer haben (ohne Baupläne keine Baugenehmigung). Der Käufer muss ihn also vom Erstbesitzer verlangen. Sonst soll er das Haus gar nicht erst kaufen. Irgendwelche Tipps zum Umbau oder zur Sanierung einzelner Häuser können wir natürlich auch nicht geben, denn dann müßten wir alte Baupläne studieren und den freischaffenden Architekten Konkurrenz machen. Das ist nicht unsere Aufgabe. Wenden Sie sich an einen Architekten oder an eine Zimmerei  oder (noch besser, wenn es den Hersteller noch gibt) direkt an den Hersteller. Sollte dieser vom Markt verschwunden sein, können wir Ihnen absolut nicht helfen. Wie auch? Unsere Internetdienste bestehen "erst" seit 1996. Wie sollen wir wissen, welche Firma 1973 oder 1980 ihre Geschäftstätigkeit aufgegeben hat? Dies der Klarstellung wegen, denn es vergeht kaum eine Woche, ohne dass man uns zu diesem Komplex anmailt. 

Spezialfirmen übernehmen Sanierung eines alten Fertighauses

Dennoch ein guter Tipp: Mit der Sanierung älterer Fertighäuser und speziell mit zusätzlicher Wärmedämmung, um auch diese Häuser auf neuzeitlichen Stand zu bringen, gibt es Spezialfirmen. 

Sehr wohl können wir aber etwas sagen zu den angeblich "verseuchten alten Fertighäusern". Derartige Anfragen betreffen vor allem drei seit Jahrzehnten erfolgreich im Fertighausbau tätige Firmen. Diese Firmen bestehen heute noch und sie unterhalten sogar einen Stab von Mitarbeitern, der sich um Altlasten kümmert. Wer tut das schon? 

Keines der Fertighausfirmen hat sich damals etwas zuschulden kommen lassen. Im Gegenteil: Sie waren gezwungen, bestimmte Produkte zu verwenden, die allesamt bauamtlich zugelassen waren (!), sonst wären die Baugenehmigungen gar nicht erst erteilt worden. 

Ein Beispiel aus dem Massivbau: Decken aus Tonerdeschmelzzement waren in den 60-er Jahren bauamtlich zugelassen und statisch durchgeprüft. Und dann sind die Dinger doch  heruntergedonnert. Wollen Sie heute dem Bauunternehmer nachsagen, er wäre in einen Skandal verwickelt gewesen, nur weil er etwas getan hat, was ausdrücklich erlaubt war? Wollen Sie heute einem KFZ-Hersteller vorwerfen, dass jemand 1970 umgekommen ist, nur weil im Auto kein Airbag eingebaut war? Damals kannte man noch keinen Airbag.

Viele Gefahren waren früher nicht bekannt

Damals kannte man auch nicht die Gefahren, die in Asbestzementplatten stecken können (nicht müssen) und man wußte auch nichts von Ausgasungen bei bestimmten Holzschutzmitteln oder Klebstoffen in Holzwerkstoffplatten. Wenn wir von "man" sprechen, dann meinen wir den Massivbau, den Fertigbau und vor allem die einschlägigen amtlichen Prüfinstitutionen bis hin zur DIN-Organisation, die beispielsweise für bestimmte Bauanwendungen den Einsatz von Asbeststoffen  vorschrieb. 

Die ganze Diskussion um Altlasten wird dadurch geradezu schizophren, dass man einen Hersteller 1970 hätte verklagen können, wenn er z.B. in bestimmten Bereichen keine Asbeststoffe verwendet hätte, da seine Bauausführung ja nicht der DIN-Norm entsprach. Heute  möchte man ihn am liebsten wegen Asbestverseuchung und der dadurch ausgelösten Krebsgefahr verklagen (was aber nicht mehr geht),  weil  er derartige Produkte verbaut hat.

Luft- und Materialproben nehmen

Unser guter Rat, wenn Sie ein Fertighaus aus den Anfangsjahren des Fertigbaus kaufen wollen: Nehmen Sie zunächst einmal Luft- und Materialproben und lassen Sie diese analysieren. 

Und wenn es einen Befund gibt, so besprechen Sie mit dem Fertighausanbieter, was zu tun ist. Dieser hat Sanierungskonzepte in der Schublade. Gibt es den Hersteller nicht mehr, so liegt es an Ihnen, ob Sie das "alte" Fertighaus kaufen wollen oder nicht. Eine etwaige notwendige Sanierung kann ggf. eine Zimmerei oder ein Architekt vor Ort mit Ihnen bewerkstelligen. 

Bei einer Luftschadstoffsanierung (die bekanntesten Schadstoffe sind Formaldehyd und PCP) kommt ein spezielles Vlies zum Einsatz. Dieses Vlies ist aus technisch spezifizierter Schafwolle. Das Vlies löst eine chemische Reaktion aus, bei der die Schadstoffe in das Wollfasermolekül eingebaut werden. Die Wolle gibt den Schadstoff nicht mehr ab. Da es sich um eine chemische Reaktion handelt, kann man diese Verfahren bei Asbest leider nicht anwenden. 

Nicht verantwortlich zu machen ist im übrigen ein Hersteller für Ausgasungen aus irgendwelchen Wand- und Deckenverkleidungen oder Bodenbelägen, die der Hauskäufer als tüchtiger Heimwerker selbst beschafft und verlegt hat. 

Die Krone der zum Teil öffentlich und diffamierend geführten Diskussion war nämlich der Fall eines Hauskäufers, der sein Haus von innen sozusagen "verbrettert" und - damit nur ja nichts an die guten Paneele kommt - diese gleich zweifach mit einem Holzschutzmittel behandelt hatte, das selbst damals  nur  für den Außeneinsatz zugelassen war. 

Der Wettbewerb zwischen Massivhaus- und Fertighausanbietern ist hart. Da sich der Fertigbau stetig Marktanteile dazuholt, kommen einige Massivbauer auf die Idee, die Fertigbauweise zu diffamieren. Unter anderem werden dann Uralt-Zeitungsausschnitte herumgereicht und Einzelfälle zu einem Branchenproblem hochstilisiert. 

In Fertigbaukreisen berüchtigt ist ein offensichtlicher Querulant, der eine regelrechte Pressekampagne gegen einen Hersteller führt, weil tatsächlich (aus den hier dargelegten Gründen) damals Baustoffe verwendet worden waren, die man heute nicht mehr verwendet. Den Hersteller gibt es noch heute und er hat dem Mann mehrfach Sanierungskonzepte unterbreitet. Welcher Massivbauer tut das schon bei Häusern, die er vor 20 oder 30 Jahren gebaut hat?

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