Bad mit bunter Tapete

Badplanung - Ein neues Bad gestalten und ideal einrichten

Von Celine Hausenstein Am 25. November 2021

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Früher war das Badezimmer ein reiner Funktionsraum. Heute hegen viele Baufamilien den Wunsch, eine eigene kleine Wellnessoase zu gestalten und die Badplanung mit Blick auf den Wohlfühlfaktor vorzunehmen. Was in großen Bädern leicht fällt, kann in kleinen Räumen eine echte Herausforderung werden. Das deutsche Durchschnittsbad hat eine Fläche von 7,8 Quadratmetern und damit eine Größe, auf der alle wichtigen Sanitärinstallationen Platz finden und in den Badplan einbezogen werden können. Hier erhalten Sie wichtige Tipps für die Badgestaltung und Empfehlungen dazu, wie Sie ein harmonisches und funktionales Bad einrichten.

Platzbedarf im Badezimmer

Mindestgrößen für:

Dusche

Eine Dusche sollte mindestens 80 x 80 cm groß sein. Ist das Bad kleiner, fällt die Dusche bei vielen Bauherren noch kleiner aus. Für einen komfortablen Ein- und Ausstieg und ein wohltuendes Gefühl beim Duschen empfiehlt es sich, die bodengleiche Dusche oder die Kabine mit 1 qm einzuplanen und davor ausreichend Freiraum zu belassen. Ehe Sie die einzelnen Elemente im Badezimmer planen und den Platz für die Dusche auswählen, sollten Sie den Raum in seine Bereiche aufteilen.

Badewanne

Beim Kauf einer Badewanne sind Ihrer Phantasie kaum Grenzen gesetzt. Allerdings findet eine große, freistehende Whirlwanne nicht in jedem Badezimmer Platz. Die Standardwanne ist 170 cm lang und 80 cm breit. Möchten Sie ein größeres Modell in die Badplanung einbeziehen, benötigen Sie auf jeden Fall neben der Stellfläche auch ausreichend Freiraum für den Ein- und Ausstieg. In Ihrem Badplan sollten Sie für die Wanne 5,3 qm als Mindestmaß einrechnen. Das ist natürlich in einem Durchschnittsbad nur schwer möglich, sodass sich in diesem Fall eine Dusche oder eine kleine Duschwanne eher empfehlen.

Waschbecken (Einzel- oder Doppelwaschtisch)

Klassische Einzelwaschtische sind rund 60 cm breit und stehen 50 cm von der Wand in den Raum hinein. Damit die tägliche Hygiene nicht problematisch wird, sollte der Waschtisch zusätzlich mit einem Wandabstand von 50 cm geplant werden. Doppelwaschtische erfreuen sich wachsender Beliebtheit und spielen gerade bei Familien eine wichtige Rolle. Um hier ausreichend Platz zu haben, sollte die Wandfläche für den Waschtisch mit 2 Becken mindestens eine Länge von 150 cm aufweisen.

Toilette

Wenn Sie Ihr Badezimmer planen, ist die Toilette eines der wichtigsten Ausstattungsdetails. Auch wenn sie nicht im zentralen Mittelpunkt steht, gibt es bei Toiletten einige Punkte zu beachten. Standard-WCs sind 40 cm breit und 60 cm lang. Sie beanspruchen daher nur eine Fläche von 0,6 qm. Doch wenn die Toilette zu nah an der Wand oder unmittelbar gegenüber des Waschbeckens platziert wird, fehlt der Bewegungsfreiraum. Kompliziert wird die Montage unter Dachschrägen. Hier sollten Sie darauf achten, dass die Deckenhöhe mindestens 145 cm beträgt und damit das Anstoßrisiko beim Aufstehen ausschließt. Für die Montage in engen, schlauchförmigen Bädern behalten Sie einen Mindestabstand von 50 cm zwischen Ihren Knien im Sitzen und der gegenüberliegenden Wand im Fokus.

Möglichkeiten für Duschen

Es gibt geschlossene und offene, verglaste und gemauerte sowie bodengleiche Duschen und Duschwannen. Immer beliebter werden Regenduschen, die das Wasser sanft über den Körper rieseln lassen und einen hohen Wellnesswert haben.

  • Offene Duschen eignen sich am besten für große, barrierefreie und tageslichtdurchflutete Bäder. Sie sind ein Blickfang, der Ihnen eine besonders dekorative Fliesenwandgestaltung ermöglicht.
  • Die geschlossene Dusche ist der Klassiker, der in den meisten Fällen mit einer Duschwanne errichtet wird. Geschlossene Duschen sind meistens an zwei bis drei Seiten verglast, während die Rückwand gefliest ist. Alternativ kann eine geschlossene Dusche auch gemauert und mit einer Glastür versehen werden.
Regendusche und schwebender Waschtisch im Bad
Eine Regendusche für besonderen Komfort
Ob geschlossene oder offene Dusche: Ein Highlight in jedem Bad ist die Regendusche. Wenn Sie Wellness in der schönsten Form genießen möchten, sollten Sie nicht auf eine Regendusche verzichten.

Möchten Sie ein barrierefreies Bad gestalten, bauen Sie die Dusche ebenerdig und verzichten auf einen erhöhten Einstieg.

Können Sie sich zwischen Wanne und Dusche nicht entscheiden, ist die Duschwanne eine beliebte Kombination für erfrischende Duschen und wohltuende Sitzbäder.

Möglichkeiten für Badewannen

In der klassischen Badgestaltung ist eine Einzelwanne mit 170 cm Länge und 80 cm Breite eine gute Lösung. Sie kann an der Wand oder frei im Raum stehen.

  • Die Doppelbadewanne ist breiter und kann bei ausreichend Platz auch quadratisch sein und über eine Whirlfunktion verfügen.
  • Platzsparend ist eine Eckbadewanne, die es in unterschiedlichen Größen und damit auch als Lösung in kleinen Badezimmern gibt.

Früher wurden Badewannen eingebaut und mit Fliesen verkleidet. Heute setzen sich freistehende Modelle durch und führen die Verkaufscharts für Badewannen in allen Größen an. Der ästhetische Faktor spielt bei der Auswahl freistehender Wannen eine erhebliche Rolle.

Offene Regendusche, Eckbadewanne und Sauna im Bad

Möglichkeiten für Waschbecken

Das Waschbecken ist ebenso wie die Toilette ein Grundelement in der Badplanung. Es kann auf einem langen Fuß freistehend im Raum platziert, an der Wand montiert oder eingebaut werden.

  • Freistehende Waschbecken wirken sehr schlank und benötigen keinen Unterschrank, wodurch sie ebenso wie wandhängende Modelle ohne Unterschrank ideal für barrierefreie Bäder sind.
  • Wenn Sie unter dem Waschbecken Stauraum benötigen, kann ein Unterbau- oder Aufsatzwaschbecken eine gute Lösung sein.

Bis auf freistehende Modelle sind Waschbecken immer als Einzel- oder Doppelwaschtisch erhältlich.

Doppelwaschtisch an Trennwand im Bad

Sanitär und Badmöbel optimal platzieren

Lange vor der Einrichtung sollten Sie sich ausführlich mit der Badplanung beschäftigen. Eine gute, praktische Aufteilung macht auch aus kleinsten Bädern eine Oase des Wohlbefindens. Die Toilette sollte nach Möglichkeit von der Wanne und der Dusche getrennt werden. Eine halbhohe Wand kann die räumliche Teilung schaffen und den direkten Blick auf das WC vermeiden. Besteht die Möglichkeit, wird die Toilette am besten getrennt vom restlichen Badezimmer installiert. In diesem Fall benötigen Sie auch kein Gäste-WC und können sich sicher sein, dass Sie zu jeder Zeit ganz in Ruhe duschen oder sich ein entspannendes Bad gönnen können.

Eine Trennwand in der Mitte des Badezimmers kann gleichzeitig als Abgrenzung für die Dusche fungieren. Gleichzeitig liefert sie zusätzliche Stellfläche auf der anderen Seite, beispielsweise für einen Doppelwaschtisch. Diese Badgestaltung eignet sich jedoch nur für größere Badezimmer ab ca. 10 qm. Für ein harmonisches Gesamtbild wählen Sie Ihr Sanitär und die Badmöbel im einheitlichen Design.

Versteckte Toilette im Bad

Häufige Fragen zur Badplanung.

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