Weiter zum Hauptinhalt
Die Hauskosten müssen sich mit dem Budget in der Waage halten - so planen Sie Ihr Haus mit dem Sparschwein im Blick
Der einfachste Weg, Ihr Traumhaus zu bauen

Was kostet ein Haus? Überblick der Hausbau-Kosten

Vergleichen Sie Hausangebote & Kosten und planen Sie Ihr Traumhaus – mit über 2.500 Häusern von mehr als 300 Anbietern
Hausbau-Assistenten starten
Das beste Preis-Leistungs Verhältnis
Immer kostenlos & unverbindlich
Geprüfte Baupartner in jeder Region
Kostenersparnis & Zeitgewinn
Machen Sie sich von Beginn an einen Überblick zu Ihren Hausbau-Kosten mit Hilfe unserer Übersicht zu den verschiedenen Kostenpunkten.
Dr. Aviva Köberlein
Aktualisiert am 4. August 2026

Jede Baufamilie stellt sich vor Realisierung ihres Vorhabens die Frage: Wie viel kostet ein Hausbau? Hausbau-Kosten umfassen eine Vielzahl an Einzelleistungen, die sich in entsprechenden Finanzpositionen niederschlagen. Doch mit den reinen Baukosten ist es nicht getan. Wir zeigen Ihnen, mit welchen weiteren Ausgaben Sie rechnen müssen, damit Sie eine realistische Budgetplanung vornehmen können.

Alle nachstehend genannten Angaben zu Kosten beim Hausbau sind vor diesem Hintergrund als Orientierungswerte zu verstehen – mit (teils erheblichen) Abweichungen nach oben und unten. Wir betrachten dabei einzelne Blöcke von Kosten beim Hausbau bzw. -erwerb, darunter Kosten für das Grundstück, Kosten des Bauwerks, Kosten für den Keller und Ähnliches und nennen reale Preisspannen. Die Gesamtrechnung ergibt sich aus der Addition der einzelnen relevanten Posten.

Dr. Aviva Köberlein
Aktualisiert am 4. August 2026

Hausbau-Kosten: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Hausbau-Kosten 2026: Typischer Angebotspreis rund 2.700 Euro/qm schlüsselfertig (2.296 Angebote von 103 Anbietern auf Fertighaus.de, alle Bauweisen & Haustypen)

  • EFH 150 qm schlüsselfertig: Mittlerer Hauspreis rund 381.000 Euro ab OK Bodenplatte

  • Schlüsselfertiges Fertighaus als EFH 11 % teurer als Massivhaus (2.816 vs. 2.402 Euro/qm; Grund: meist umfangreichere Ausstattung)

  • Preisverteilung: 13 % sehr günstig (<2.200), 23 % günstig, 36 % mittelpreisig, 24 % gehoben, 4 % Luxus

  • Grundstück: bundesweit im Schnitt 302 Euro/qm baureife Wohnbaufläche (Destatis 2025)

  • Gesamtkosten (Haus + Fundament + Grundstück + Nebenkosten + Außenanlage): als Faustformel rund das Doppelte des Hauspreises

Was kostet ein Haus 2026? Schnellantwort

Ein schlüsselfertiges Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche kostet 2026 üblicherweise rund 381.000 Euro ohne Grundstück (eigene Auswertung von 114 Angeboten im Bereich 148-152 Quadratmeter auf Fertighaus.de, Stand 04/2026). Hinzu kommen circa 20 Prozent Baunebenkosten sowie weitere Kosten für Keller oder Bodenplatte, Grundstück und Außenanlagen. Mit Grundstück hängt der Gesamtpreis stark von der Lage ab; als grobe Faustregel belaufen sich die Gesamtkosten etwa auf das Doppelte des Hauspreises (siehe Beispielrechnung).

Angebote für Häuser auf einen Blick

Kosten eines Hauses – Ein Puzzle aus vielen Teilen

Ein Bauprojekt gleicht einem Puzzle – mit der Besonderheit, dass jedes Teil extra Kosten beim Hausbau verursacht und die Gesamtrechnung sich aus der Summe der einzelnen Teilposten ergibt. Die Höhe der Kosten für ein Haus wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst:

  • Marktlage
  • Lage des Grundstücks
  • Grundstücksbeschaffenheit
  • Umfang des Bauvorhabens
  • Baumaterialien
  • Hausgröße
  • Fertigstellungsgrad
  • gewählte Ausstattung
  • Unterkellerung
  • Qualität

Angesichts dieser vielen Variablen ist es kaum möglich, pauschale Angaben zu Hausbau-Kosten zu machen. Selbst wenn Baukosten pro qm 'heruntergebrochen' werden, bleiben erhebliche Bandbreiten, die wir Ihnen im Folgenden aber eingehend erläutern.

Haus bauen lassen: Kosten in grober Aufstellung mit Beispielrechnung

Einen einleitenden Überblick über das Spektrum möglicher aktueller Kosten beim Hausbau soll folgende Tabelle gewähren. Hier finden Sie durchschnittliche Hauspreise für verschiedene schlüsselfertige Ausführungen eines Hauses mit 140 qm Wohnfläche, verteilt auf zwei Vollgeschosse, auf 500 qm Baugrund (inkl. Grundstücksnebenkosten, aktuelle Werte des Statistischen Bundesamts/Destatis).

Mehr zu den verwendeten Durchschnittswerten für die Hausbau-Kosten mit Grundstück erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

Beachten Sie: Diese Zwischensummen bei den Baukosten sind nicht abschließend, ergänzende Informationen erhalten Sie in den Kapiteln zu Fundament, Außenanlage oder Baunebenkosten.

Tabelle: Ø Kosten 2026 für ein Haus mit 140 qm nach Ausführung & Region
Budget Standard Premium Ø Baugrund Bayern (424 €/qm, 500 qm) Ø Baugrund Thüringen (93 €/qm, 500 qm)
330.000 € 383.000 € 454.000 € 231.000 € 51.000 €

Grundstückspreise jeweils inkl. Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer Bayern 3,5 % / Thüringen 5,0 %, Notarin & Grundbuch ~2 %, Maklercourtage Käuferanteil ~3,57 %). Hauspreise: empirische Perzentile für schlüsselfertige EFH mit 135–145 qm auf Fertighaus.de (Angebotsanzahl = 274, Stand 04/2026). Budget = 25. Perzentil, Standard = Median, Premium = 90. Perzentil.

Haus bauen: Kosten für das Grundstück

Bauland ist knapp und in den letzten Jahren immer kostspieliger geworden. Einflussfaktoren sind vor allem Lage und Region: Grundstückspreise sind am teuersten in Städten und Ballungsgebieten. Deutlich günstiger sind beim Haus bauen Preise für Grundstücke noch auf dem Land. Es gibt ein erhebliches West-Ost-Gefälle und ein weniger ausgeprägtes Nord-Süd-Gefälle. Die höchsten Preise für Bauland gelten in Berlin, Hamburg, in den Regionen Rhein-Ruhr und Rhein-Main-Neckar, im Großraum Stuttgart, in München und Südbayern. Selbstverständlich ist auch die jeweilige Lage vor Ort relevant. Von weit unter 100 Euro bis zu 1.000 Euro pro Quadratmeter für ein Grundstück ist alles möglich.

Auch der Erschließungsgrad spielt eine Rolle: Erschlossene Grundstücke sind immer teurer als unerschlossene. In diesem Fall müssen als Nebenkosten beim Hausbau noch anfallende Erschließungskosten mit berücksichtigt werden. Dazu gehören unter anderem Anschluss an Wasser, Kanalisation, Strom und Gas. Die Kosten hierfür können sich bei um die 20.000 Euro befinden, sofern alle Anschlüsse durchgeführt werden müssen

Ein wichtiger Posten bei den Hausbau-Nebenkosten ist die Grunderwerbsteuer. Sie variiert von Bundesland zu Bundesland. Spitzenreiter sind beispielsweise Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Schleswig-Holstein mit 6,5 % des Grundstückspreises, in Bayern beträgt die Grunderwerbsteuer nur 3,5 %.

Beispiel: Ein 500 Quadratmeter großes Grundstück würde bei einem Quadratmeterpreis von 302 Euro (aktueller Durchschnitt für baureifes Wohnbauland laut Statistischem Bundesamt) und einem Steuersatz von 6,5 % 160.815 Euro kosten, davon sind 9.815 Euro Grunderwerbsteuer.

Zu weiteren Nebenkosten beim Hausbau siehe Absatz 'Hausbau-Nebenkosten bzw. Nebenkosten beim Erwerb'.

So viel kostet ein Haus: Ausgaben für das eigentliche Gebäude

Für die Errichtung eines Hauses gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Der Klassiker ist das Massivhaus, das Stein auf Stein gebaut wird. Daneben repräsentieren Blockhäuser und Fertighäuser – teils auch aus massiven Materialien – die dominanten Bauweisen. Mehr als jeder vierte Neubau entsteht laut einer Pressemeldung des Bunds Deutscher Fertigbau von 2026 als Fertighaus.

Über alle Bauweisen gemittelt fallen ohne Baunebenkosten und Sonderwünsche bei Ausstattungen (z. B. exklusive Bodenbeläge, Keller, individueller Erker und Ähnliches) für ein mittelpreisiges Haus heute 2.700 Euro pro Quadratmeter an.

2.700 Euro Baukosten pro qm

So viel betragen die reinen Kosten für ein Haus ab Oberkante Bodenplatte im mittleren Preissegment.

Neubau-Kosten nach Ausbaustufe & Qualitäts-Einstufung

Bei schlüsselfertigen Fertighäusern und massiven Häusern von einem Full-Service-Hausanbieter sind die Hausbau-Kosten nicht zwangsläufig geringer. Auch hier müssen schließlich Architektur- und Planungsleistungen einkalkuliert werden. Es sind aber Synergieeffekte möglich, die sich beim Haus bauen auf den Preis auswirken. Außerdem haben Sie hier eine hohe Kalkulations- und Planungssicherheit. Vielfach gelten Festpreise und Bauzeitgarantien. Ansonsten werden die Baukosten wie beim herkömmlichen Hausbau maßgeblich dadurch bestimmt, für welches Hausangebot und für welche Ausstattungsqualität Sie sich entscheiden (siehe Grafik rechts) – insbesondere die Ausbaustufe spielt eine entscheidende Rolle. Mit Ausbau- oder Bausatzhäusern muss oft deutlich weniger gezahlt werden. Das lohnt sich aber nur, wenn Sie den Auf- bzw. Ausbau selbst günstiger durchführen können.

Grafik mit Preisangaben zu Hauskosten pro Quadratmeter 2026

Zur Einordnung der Preiskategorien in der Grafik: Rund 13 Prozent der schlüsselfertigen Angebote auf Fertighaus.de liegen unter 2.200 Euro pro Quadratmeter (sehr günstig), 23 Prozent zwischen 2.200 und 2.500 Euro (günstig), 36 Prozent zwischen 2.500 und 3.000 Euro (mittelpreisig), 24 Prozent zwischen 3.000 und 4.000 Euro (gehoben) und 4 Prozent über 4.000 Euro (Luxus). Das Gros des Angebots befindet sich damit klar im mittleren Segment.

Tabelle: Mittlere Werte Hausbau-Kosten nach Ausbaustufen für 100 qm ab OK Bodenplatte
Ausbaustufe Median Euro/qm Preis 100 qm EFH
Bausatzhaus 1.269 rund 127.000 Euro
Ausbauhaus 1.994 rund 201.000 Euro
Schlüsselfertig 2.831 rund 289.000 Euro

Typische Werte für EFH mit 90-110 qm Wohnfläche, alle Bauweisen (eigene Auswertung Fertighaus.de, Stand 04/2026). Beachten Sie: Bei 100 qm liegt der Quadratmeterpreis über dem allgemeinen Median (2.695), weil sich technische Fixkosten auf weniger Wohnfläche verteilen. Detaillierte Analyse im Ratgeber Kleine Häuser am teuersten pro Quadratmeter.

Hauspreis nach Bauweise

Ein häufig unterschätzter Preisfaktor ist die Bauweise. Schlüsselfertige Fertighäuser (Holzrahmen- bzw. Holztafelbau) kosten allgemein rund 2.814 Euro pro Quadratmeter, Massivhäuser rund 2.402 Euro (eigene Auswertung von 2.296 Angeboten auf Fertighaus.de, Stand 04/2026). Die Lücke von rund 400 Euro pro Quadratmeter schrumpft allerdings, wenn man Anbieterstruktur und Ausstattungsumfang herausrechnet, da der reine Preisaufschlag nach Konstruktionsart etwa 300 Euro pro Quadratmeter ausmacht.

Bei einem Einfamilienhaus mit 150 Quadratmeter entspricht das einer Differenz von rund 62.000 Euro. Dieser Unterschied spiegelt vor allem den häufig umfassenderen schlüsselfertigen Ausstattungsumfang bei Fertighäusern wider. Innerhalb beider Bauweisen gibt es große Preisspannen, weshalb ein konkreter Angebotsvergleich verlässlicher ist als sich pauschal auf eine günstigere Bauweise zu stützen.

Beispielsweise bei 120 qm sind die Listenpreise beider Bauweisen ähnlicher, der Abstand verringert sich hier von 412 auf 296 Euro pro Quadratmeter. Denn schlüsselfertige Fertighäuser kosten bei 120 Quadratmetern Wohnfläche im Median rund 2.750 Euro pro Quadratmeter, Massivhäuser rund 2.455 Euro – ein Preisunterschied von rund 35.000 Euro (eigene Auswertung von 170 Angeboten im Bereich 115–125 Quadratmeter, Stand 04/2026).

Hauspreis nach Haustyp

Auch der Haustyp beeinflusst den Quadratmeterpreis. Bei 140 bis 160 Quadratmetern Wohnfläche zeigt sich folgende Rangfolge (jeweils Median, schlüsselfertig): Stadtvilla rund 2.493 Euro pro Quadratmeter (günstigste Form dank kompakter Grundfläche mit zwei Vollgeschossen), Satteldach-Klassiker rund 2.545 Euro, Bungalow rund 2.730 Euro (Aufpreis rund 7 Prozent wegen größerer Dach- und Fundamentfläche) und Cubushaus rund 2.859 Euro. Wer bei der Hausform flexibel ist, kann über die Wahl der Form einen vierstelligen Betrag sparen.

Tabelle: Angebotspreise EFH nach Hausform (Schlüsselfertig, alle Bauweisen, mit 140–160 qm Wohnfläche)
Hausform Anzahl Angebote Median €/qm Einordnung
Stadtvilla 106 2.493 günstigste Form
Satteldach-Klassiker 291 2.545 Standard
Bungalow 42 2.730 Aufpreis ca. 7 %
Cubushaus 46 2.859 teuerste Standardform

Hausbau: Preise & Kosten für Bodenplatte und Keller

Manches Objekt wird heute ohne Keller gebaut. Damit spart man zwar Kosten beim Hausbau, verzichtet aber auch auf wertvollen Stauraum. Daher sollte die Entscheidung für oder gegen einen Keller stets gut überlegt sein. Eine nachträgliche Unterkellerung wird meist noch teurer. Wenn Sie sich für einen Keller entscheiden, müssen Sie mit Kellerkosten von im Schnitt 750 Euro bis 1.750 Euro pro Quadratmeter mehr im Vergleich zu einer Bodenplatte rechnen.

Die große finanzielle Bandbreite erklärt sich aus unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten und Kelleranlagen von Nutz- bis Wohnkeller. Bei hochstehendem Grundwasser wird zum Beispiel eine kostenintensive 'weiße Wanne' benötigt.

Bei reinen Bodenplatten ohne Keller kalkuliert man zwischen 15.000 und 30.000 Euro als Zusatzkosten beim Hausbau, von einfachem Fundament bis zur Thermobodenblatte.

Beispiel: Ein 80 Quadratmeter großer Nutzkeller mit in einer durchschnittlichen Kostenlage von 1.000 Euro pro Quadratmeter würde danach überschlägig 20.000 Euro (Bodenplatte) + 750 Euro/qm x 80 qm (Mehrpreis Keller) = 80.000 Euro kosten. Denn eine Bodenplatte muss in jedem Fall unter das Haus, egal ob ein Keller gebaut wird oder nicht. Die Kosten lohnen sich aber im Hinblick auf die dazugewonnene Wohn- & Nutzfläche durchaus, wie folgende Tabelle verdeutlicht:

Tabelle: Vergleich Hausbau-Kosten mit Bodenplatte oder Keller
Faktoren 150 qm Haus mit Bodenplatte 120 qm Haus mit Keller
Hauspreis (größenspez. Median) 382.000 € (150 × 2.545 €/qm) 308.000 € (120 × 2.567 €/qm)
Bodenplatte (250 €/qm) 25.000 € (100 qm) in Kellerkosten enthalten
Nutzkeller (1.000 €/qm) 80.000 € (80 qm)
Wohn- & Nutzfläche insgesamt 150 qm 200 qm (120 + 80 qm Keller)
Kosten insgesamt 407.000 € 388.000 €

Kosten beim Hausbau für die Ausstattung

Beim Bauträger oder Hausanbieter wird in der Regel eine Standardausstattung angeboten. Abweichungen davon gelten als Sonderwünsche, die extra bepreist werden. Hier sollten Sie unbedingt einen großzügigen Puffer einkalkulieren, denn die Mehrkosten für spezifische Ausstattungen können schnell mehrere zehntausend Euro betragen.

Einige Beispiele für Ausstattungsextras sind:

  • Elektrische Rollläden statt mechanischer
  • Hochwertigere Türen
  • Mehr Steckdosen und Anschlüsse als vorgesehen
  • Größere Badewanne oder Dusche
  • Einbau eines Kamins
  • Zusätzlicher Balkon
  • Einbau eines Wintergartens
  • Umsetzung einer Terrasse

Das sind nur einige Beispiele von Faktoren, die zusätzliche Kosten beim Hausbau verursachen können. Wie sehr solche Sonderausstattungen zu Buche schlagen, hängt nicht nur von den eigenen Wünschen ab, sondern auch vom gebotenen Standard. Der ist der Bau- bzw. Leistungsbeschreibung zu entnehmen, die daher stets sorgfältig geprüft werden sollte.

Baukosten für Garage oder Garagen-Alternativen

Garage, Carport oder einfach nur ein Stellplatz – das sind die grundlegenden Entscheidungen für Autobesitzer beim Hausbau. Auch diese Anschaffung zählt zu den Ausstattungsmölichkeiten. Bei Garagen gibt es verschiedene Lösungen:

  1. Integration in den häuslichen Keller oder freistehend
  2. Fertiggarage oder gemauert

Entsprechend variieren beim Haus bauen die Kosten. Einfache Carports sind schon ab wenigen Tausend Euro zu haben, bei Garagen fangen die günstigsten Fertig-Angebote bei etwa 3.000 bis 4.000 Euro an. Zusammen mit weiteren Kosten (Bodenplatte/Fundament) liegt die Kostenuntergrenze einer einfachen Fertiggarage bei mehreren Tausend Euro. Abhängig vom Baumaterial bestehen nach oben kaum Beschränkungen. Am teuersten, dafür massiv, sind gemauerte Garagen. Je nach Größe, Ausstattung und Ausführung können die Gesamtkosten etwa 20.000 bis 40.000 Euro oder mehr betragen. Am wenigsten Kosten beim Hausbau verursacht natürlich ein einfacher Stellplatz, der Wagen ist dann aber auch weitgehend ungeschützt.

Mehr zu Garagen-Kosten beim Hausbau

Hausbau-Kosten für die Außenanlage

Die Grundstücksgeographie und die Grundstücksgröße bestimmen neben den eigenen Vorstellungen die Kosten der Außenanlagen.

  1. Für Terrassen kann mit Kosten von etwa 100 bis 250 Euro pro Quadratmeter gerechnet werden, je nach Material (z. B. Betonplatte, Naturstein) und Unterbau.
  2. Gartenwege sind oft günstiger (z. B. Kies, einfache Pflastersteine), 35 bis 80 Euro pro Quadratmeter.
  3. Ein Rasen als Rasensaat kostet nur wenig, Rollrasen kostet als Material je nach Qualität etwa 5 bis 12 Euro pro Quadratmeter. Für Lieferung und Verlegung können insgesamt etwa 15 bis 25 Euro pro Quadratmeter anfallen. Wird der Untergrund umfassend vorbereitet, etwa durch Fräsen, Planieren oder Aufbringen von Humus, können die Gesamtkosten jedoch auch etwa 25 bis 55 Euro pro Quadratmeter erreichen.
  4. Für Hecken und andere Pflanzen fallen die Kosten stark je nach Art, Größe und Menge an; Heckenpflanzen werden häufig pro laufendem Meter kalkuliert (z. B. 15-90 Euro pro lfm für Pflanzenmaterial). Ein Gesamtbudget von etwa 1.000 bis 2.000 Euro für eine mittelgroße Bepflanzung kann daher realistisch sein, sollte aber je nach Umfang, Pflanzenqualität und erforderlichen Pflanzarbeiten entsprechend angepasst werden.

Hinzu kommen gegebenenfalls noch zusätzliche Kosten beim Hausbau für Terrassenüberdachung, Gartenzaun, Gartenmauer und/oder ein Gartenhaus. Teuer wird es bei Wünschen wie einem Swimmingpool oder Teich.

Somit ist dieser Bestandteil der Hausbau-Kosten sehr variabel und kann sich schnell auf um die 50.000 Euro und mehr belaufen. Allerdings lässt sich die Außenanlage auch im Laufe der Zeit fertigstellen und braucht daher nicht direkt finanziert werden.

"Insgesamt schätze ich den Außenbereich auf 50.000 bis 100.000 Euro – und fertig sind wir immer noch nicht. Wer baut, sollte den Außenbereich von Anfang an viel großzügiger kalkulieren."

Emma, Bauherrin aus dem Berliner Umland

Hausbau-Nebenkosten bzw. Nebenkosten beim Erwerb

Die Nebenkosten beim Hausbau bzw. -kauf werden häufig in Kalkulationen vernachlässigt, sind aber alles andere als eine kleine Ausgabe am Rande. Neben der Grunderwerbsteuer sind Notar- und Grundbuchgebühren, eventuell auch eine Makler-Courtage zu berücksichtigen. Beim Hauskauf sind hier mehr als 10 % der Kaufsumme durchaus möglich. Wer nicht kauft, sondern selbst baut, hat einen Kostenvorteil, weil die genannten Nebenkosten nur für das Grundstück anfallen. Der eigentliche Bau bleibt außen vor. Bauen mit Bauträgern entspricht eher einem Hauskauf, hier können die Nebenkosten des Hausbaus begrenzt im Rahmen der Vertragsgestaltung beeinflusst werden.

Bei den Baunebenkosten kommen noch kleinere Positionen hinzu, z.B. Kosten für:

  • Baugenehmigungen - 0,2 bis 0,7 % der Bausumme
  • Baustatikprüfung - 1.600 bis 2.700 Euro
  • Prüfstatik - 1.000 bis 2.500 Euro
  • Vermessungskosten - 1.000 bis 3.000 Euro
  • Bauversicherungen - einige Hundert bis einige Tausend Euro, abhängig davon, welche Versicherungen abgeschlossen werden und wie hoch die Bausumme ist.
  • Baumfällung - ca. 500 bis 2.000 Euro pro Baum je nach Aufwand
  • Baustelleneinrichtung - 2.000 bis 3.000 Euro
  • Erdarbeiten - Die Kosten lassen sich nur schwer pauschal pro Kubikmeter angeben. Sie hängen unter anderem von Bodenart, Aushubmenge, Zugänglichkeit, Maschinenaufwand, Verfüllung und insbesondere den Kosten für Abtransport und Entsorgung ab. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus können die gesamten Erdarbeiten schnell etwa 20.000 bis 30.000 Euro erreichen.
Alle Baunebenkosten übersichtlich aufgeführt mit Beispielrechnung

Hausbau: Kosten der Finanzierung

Die Finanzierung beeinflusst die gesamten Hausbau-Kosten erheblich, auch wenn Finanzierungskosten nicht direkt bauwirksam sind. Zinsen für Kredite summieren sich im Zeitablauf. Ein Hypotheken-Darlehen über 400.000 Euro zum Zinssatz von 4 % und mit 30 Jahren Laufzeit (vollständige Rückzahlung, klassisches Annuitätendarlehen) verursacht Zinskosten von gut 287.600 Euro.

Eine günstige Finanzierung hilft Kosten beim Hausbau zu verringern. 0,25 % weniger beim Zinssatz im Beispiel würden bereits 20.900 Euro Zinsersparnis und monatlich rund 58 Euro weniger Rate bedeuten. Das beste Angebot erhalten Sie auch hier durch Vergleich. Noch stärker reduziert sich die Zinslast bei Aufstockung des Eigenkapitalanteils – sofern das möglich ist.

Öffentliche Förderprogramme wirken ebenfalls kostensenkend. Sie unterstützen die Finanzierung mit niedrig verzinsten Darlehen (u.a. Förderung für klimafreundliche Neubauten). Ob Förderdarlehen oder normaler Bankkredit – es fallen auch noch Kosten für die Absicherung an.

Icon Finanzierungsberatung

Haben Sie bereits eine Finanzierung für Ihr Traumhaus?

Die passende Finanzierung sollte nicht nur die besten Konditionen, sondern auch Ihre Lebenssituation berücksichtigen. Lassen Sie sich persönlich von einem Experten beraten.

Gratis Angebot einholen

Höhere Baukosten für mehr Energieeffizienz

Sowohl Baufirmen als auch Baufamilien legen immer größeren Wert auf Energieeffizienz im Haus. Verschiedenste Energiestandards, von Effizienzhaus 40 bis hin zum Plusenergiehaus, können bei den meisten Häusern umgesetzt werden. Je höher dabei der Standard, desto höher sind auch die Kosten beim Hausbau. Bauwillige sollten sich allerdings von den Baupreisen bei hohen Energiestandards nicht abschrecken lassen, denn das Sparpotenzial auf lange Sicht genau wie die Nachhaltigkeit des neuen Zuhauses rechnen sich.

Denn der Einbau von Solaranlage, Wärmepumpe und alternativen Heizsystemen schlägt sich zwar zunächst auf den Baupreis des Hauses nieder, jedoch amortisieren sich die Kosten im Laufe der Zeit. Da ein Haus oftmals eine Investition für das gesamte Leben ist, sollten Sie also einmal mehr abwägen, ob sich die anfänglichen Mehrkosten für ein Energieeffizienzhaus nicht doch lohnen. Nicht nur ist dies umwelt- und klimaverträglicher, sondern federt auch künftige gesetzliche Verschärfungen ab.

Bauherr Alex berichtet:

"Der Schritt von KfW 55 auf KfW 40 mit QNG hat uns grob 20.000 Euro Mehrkosten verursacht. Dem stehen aber rund 50.000 Euro gegenüber, die wir über die Laufzeit an Zinsen sparen – plus der Vorteil, dass wir mit dem hocheffizienten Haus dauerhaft weniger Energie verbrauchen. Über die Jahre gerechnet hat sich das klar gelohnt."

Alex, Bauherr aus Stade, Niedersachsen

Zusammenfassung der Haus-Kosten beim Neubau mit Beispielrechnung

Beispielhafte Berechnung der Kosten für ein Haus: Schlüsselfertiges Einfamilienhaus mit 140 qm Wohnfläche und 2 Etagen ohne Keller (Preis pro qm: 2.692 Euro, Median der aktuellen Listenpreise bei 135-145 qm) auf einem 500 qm Grundstück in Brandenburg (Preis pro qm: 221 Euro für baureifes Wohnbauland laut Destatis - Erschließungskosten entfallen)

Hauskosten

Tabelle: Zusammensetzung der Kosten für ein Haus mit Beispielwerten
KOSTENPUNKT PREIS
Schlüsselfertiges Einfamilienhaus 376.880 €
Baugenehmigung 1.508 €
Bodenplatte 17.500 €
Sonderausstattung 25.000 €
Außenanlage 56.532 €
Prüfstatiker 2.500 €
Versicherungen 1.200 €
Gesamtkosten Haus ohne Grundstück 480.620 €

Für ein schlüsselfertiges Haus dieser Größe könnte sich die Sonderausstattung beispielsweise aus folgenden Punkten zusammensetzen:

Tabelle: beispielhafte Preisauflistung von Sonderausstattungen
Sonderausstattung Beispielhafter Mehrpreis
Hochwertigerer Bodenbelag, z. B. Parkett statt Standardbelag ca. 4.000 €
Hochwertigere Fliesen und Sanitärausstattung ca. 4.000 €
Elektrische Rollläden bzw. Raffstores ca. 3.500 €
Zusätzliche Steckdosen, Netzwerk- und Beleuchtungsauslässe ca. 1.500 €
Smart-Home-Basisinstallation ca. 2.000 €
Hochwertigere Innentüren ca. 2.000 €
Zusätzliche Elektroausstattung in Küche und Hauswirtschaftsraum ca. 1.000 €
Aufpreis für höherwertige Armaturen und Duschabtrennung ca. 2.000 €
Sonstige individuelle Ausstattungswünsche ca. 5.000 €
Gesamt ca. 25.000 €

Grundstückskosten

Tabelle: Zusammensetzung der Kosten für ein Grundstück inkl. Nebenkosten mit Beispielwerten
KOSTENPUNKT PREIS
Grundstückspreis (221 €/qm) 110.500 €
Maklerkosten (3,57 %) 3.943 €
Notarkosten (1,5 %) 1.657,50 €
Grundbuchkosten (0,5 %) 552,50 €
Grunderwerbsteuer (6,5 %) 7.182,50 €
Bodengutachten 1.500 €
Baumfällung (2 Bäume) 1.000 €
Vermessung 2.500 €
Erdarbeiten (Bodenaushub und Abtransport) 10.000 €
Baustelleneinrichtung (Strom, Wasser, Baustraße) 2.000 €
Gesamtkosten für das Grundstück 140.835,50 €

Wer ein Haus bauen möchte, sollte folglich bei der Kalkulation nicht nur den Hauspreis und die Grundstückskosten berücksichtigen. Neben dem Kaufpreis für das Grundstück und den Kosten für das schlüsselfertige Haus fallen zahlreiche weitere Hausbaukosten und Baunebenkosten an.

In unserem Beispiel kostet das schlüsselfertige Einfamilienhaus mit 140 qm Wohnfläche 376.880 Euro. Für das 500 qm große Grundstück werden 110.500 Euro angesetzt. Hinzu kommen unter anderem Kosten für die Bodenplatte, Sonderausstattung, Außenanlagen, Grunderwerbsteuer, Makler, Notarin und Grundbuch, Vermessung, Bodengutachten sowie Erdarbeiten.

Insgesamt ergeben sich für das Haus 480.620 Euro und für das Grundstück 140.835,50 Euro. Die Gesamtkosten für den Hausbau inklusive Grundstück belaufen sich damit auf 621.455,50 Euro.

Das Beispiel zeigt: Der reine Hauspreis und der Grundstückspreis machen nur einen Teil der tatsächlichen Kosten für den Hausbau aus. In diesem Fall kommen zusätzlich rund 134.000 Euro für weitere Kosten und Baunebenkosten hinzu. Wer die Hausbaukosten realistisch kalkulieren möchte, sollte diese Positionen daher von Anfang an in die Finanzierungsplanung einbeziehen.

Haus bauen – Kosten sparen

Grundsätzlich ist es möglich, mit Eigenleistungen – der berühmten Muskelhypothek – Kosten beim Hausbau zu sparen. Häufig werden die erzielbaren Einsparungen aber überschätzt. Mehr als 5 bis 15 % der gesamten Baukosten sind in der Regel nicht machbar.Der Grund: durch eigenen Arbeitseinsatz lassen sich nur Lohnkosten sparen, nicht Materialkosten. Außerdem ist bei Eigenleistungen zu berücksichtigen, dass man als Baulaie weniger versiert ist als ein Profi-Handwerker und Zeit für Mitarbeit – berufsbedingt – nur begrenzt zur Verfügung steht. Typische leicht umsetzbare Eigenleistungen sind Tapezieren und Streichen, Boden verlegen oder den Garten anlegen.

Wie kann ich beim Hausbau am meisten sparen?

Die größten Sparhebel bei den Hausbau-Kosten sind ein kompakter Grundriss, weniger Komplexität (Dachformen/Erker), realistische Ausstattung, gezielte Eigenleistung und der genaue Vergleich von mindestens 3 Angeboten mit klarer Leistungsabgrenzung.

Hausbau-Kosten: Häufige Fragen

Erste Veröffentlichung am 20. Juni 2019, zuletzt überarbeitet am 04.08.2026

Sind Sie bereit, Ihr Traumhaus zu finden?
Hausbau-Assistenten starten