Erdaushub für Hausfundament

Erdaushub - Entsorgung und Kosten

Von Celine Hausenstein Am 31. Mai 2021

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Der Bau eines Kellers und die Anlage von Gartenelementen - wie Zufahrt, Zisterne und Gartenteich - sind mit einem Erdaushub verbunden. Da es in der Mehrzahl der Fälle nicht möglich ist, die komplette Menge an Erde anderweitig auf dem eigenen Grundstück zu verwenden, müssen sich Bauherren frühzeitig damit auseinandersetzen, wie überflüssige Erde entsorgt werden kann. In jeder Region findet sich eine Deponie, die Erde aus Baugruben aufnimmt.

Beachtenswertes rund um das Thema Erdaushub

Rückt ein Bagger auf einem Baugrundstück an, fällt innerhalb kurzer Zeit eine große Menge an ausgehobener Erde an. Abhängig von dem Gebiet, in dem ein Haus mit Keller gebaut oder sonstige Gartenelemente angelegt werden, hat die Erde eine andere Farbe. Dies hängt mit dem Bodenaufbau zusammen. Es gibt beispielsweise Tonböden, lehmhaltige Böden oder Sandböden, die eine unterschiedliche Schwere aufweisen. Besonders glücklich können sich Bauherren schätzen, die einen mittelschweren Lehmboden mit Anteilen aus Sand und Ton besitzt. Er besitzt hinsichtlich der Nährstoffaufnahme und Wasserspeicherung Eigenschaften, die Gärtner in hohem Maße schätzen.

Ist ein Baugrundstück vor Baubeginn wild mit Sträuchern, kleinen Bäumchen oder gar großen Bäumen bewachsen, befinden sich in dem Aushub Wurzelwerk und Äste. In einigen Gegenden kommen beim Ausheben der Baugrube Steine und Felsen zum Vorschein. Große Exemplare - beispielsweise aus Granit - können später zum Anlegen einer Natursteinmauer genutzt werden. Manchmal verbergen sich unerwartete Dinge im Erdinneren. Es kommt immer wieder vor, dass ein Grundstück in früheren Zeiten von den Bewohnern eines Ortes als wilde Müllhalde genutzt wurde. Auch Reste von Häusern, die in früheren Zeiten auf einem Baugrundstück standen, können darunter sein.

Um den Erdaushub entsorgen zu können, ist es wichtig, Wurzelwerk, Äste, große Pflanzenreste, Steine, Kunststoffe, Mauerreste, Holz, Glas oder gar Chemikalien zu trennen. Viele Bauherren haben das Glück, dass sie die Erde entsorgen können, ohne aufwendige Sortierarbeiten in Angriff nehmen zu müssen. In dem Fall wird reine Erde auf einem großen Haufen gelagert und per Lastwagen wegbefördert. Alternativ ist es möglich, die Erde in Container zu füllen, die im Anschluss abgeholt, entleert und bei Bedarf wieder auf die Baustelle befördert werden.

Sonderfall Mutterboden

Die oberste Bodenschicht darf nicht zu einer Entsorgungsstelle bzw. Deponie gebracht werden. Der sogenannte Mutterboden enthält wertvollen Humus, der sich - im Gegensatz zu unteren Erdschichten - zum Bepflanzen geeignet. Nach § 202 BauGB (Baugesetzbuch) ist der Mutterboden "in nutzbarem Zustand zu erhalten und vor Vernichtung oder Vergeudung zu schützen".

In der Praxis wird dieser Paragraf sorgsam eingehalten. Beginnt ein Baggerfahrer damit, eine Grube auszuheben, trägt er zuerst die oberste Erdschicht auf dem genutzten Teil des Baugrundstücks ab und lagert sie sorgfältig auf einem separaten Haufen. Dann erst wird die Baugrube mit den unteren Erdschichten ausgehoben. Am Ende der Bauphase wird der fruchtbare Mutterboden wieder auf dem zuvor eingeebneten Baugrundstück verteilt. Im Anschluss kann der Garten angelegt werden.

Möglichkeiten und Kosten für das Entsorgen von Erde

Es ist möglich, dass Bauherren das Bauunternehmen, das sich um den Rohbau kümmert bzw. schlüssel- oder einzugsfertig baut, damit beauftragen, die Erde zu entsorgen. Dies ist eine elegante Lösung. In vielen Fällen wird überflüssige Erde ohne große Zwischenlagerung auf der Baustelle direkt auf einen Lastwagen geladen, der zwischen der Baustelle und der Entsorgungsstelle pendelt. Alternativ kümmert sich ein Containerdienst um die Bereitstellung und das Entleeren der mit Erde gefüllten Container.

Baugruben werden größer als die Fläche des eigentlichen Gebäudes ausgehoben. Dies ist wichtig, damit Bauarbeiter und andere Handwerker alle notwendigen Arbeiten durchführen und sich frei bewegen können. Ein Teil der Erde muss aufgehoben werden, um das Loch nach Abschluss des Kellerbaus zu verfüllen sowie am Ende der Bauarbeiten die Grundfläche des Gartens bei einem Hanghaus endgültig auf das Niveau des Kellergeschosses und bei einem ebenerdigen Wohnhaus auf das Niveau des Erdgeschosses anzugleichen.

Fachgerecht Erdaushub zu entsorgen, ist auf speziellen Deponien möglich. Informationen - inklusive Öffnungszeiten und anderen Vorschriften - finden Bauherren auf der Internetseite der zuständigen Stadt- und Gemeindeverwaltung. Handelt es sich um reine Erde, lohnt es sich, Internet- und Zeitungsinserate zu beachten. Es kommt vor, dass auf anderen Baustellen Erde zum Auffüllen benötigt wird und sich so die Entsorgungskosten verringern lassen.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Erdaushub

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