Konzept regenerative Energien im Haus

KfW Förderung für Effizienzhaus 40 EE, 40 NH & 40 Plus

Von Celine Hausenstein Am 29. September 2021

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Die KfW Förderung bezeichnet Förderungen energieeffizienter Baumaßnahmen, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen. Bauherren können sowohl beim Neubau, als auch bei der energetischen und barrierefreien Sanierung von Bestandsimmobilien profitieren. Durch die Umstellung der EnEV auf das GEG hat sich auch die KfW Förderung für 2021 geändert. Förderungen erhalten Sie durch günstige Kredite mit einem attraktiven Tilgungszuschuss pro Jahr und Projekt.

Förderung für energieeffiziente Neubauten läuft wieder an

Anfang April gab die Bundesregierung bekannt, dass ab dem 20. April das Effizienzhaus 40 wieder gefördert wird. Im Januar 2022 kam es zunächst zu einem Förderstopp aufgrund einer hohen Antragsflut durch die angekündigte Abschaffung der KfW 55 Förderung. Mehr dazu lesen Sie in unserem News-Artikel.

Veränderungen 2021 - Was ist neu?

Zum 01. Juli 2021 wurden die Standards für Effizienzhäuser geändert und neue Sonderformen eingeführt. Unverändert bleibt der KfW-Standard Effizienzhaus 40 Plus. Neben den Neueinstufungen der Effizienzstandards sieht die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) Zuschüsse für einzelne Sanierungsmaßnahmen vor. So haben Sie als Bauherr die Möglichkeit, Ihre alte Ölheizung gegen ein umweltschonendes Heizsystem auszutauschen und mit bis zu 45 Prozent Zuschuss von der KfW Förderung in 2021 zu profitieren. Hier ist eine einmalige Austauschprämie enthalten, die beispielsweise bei Umrüstung auf Wärmepumpen, Biomasseheizanlagen und Hybridheizungen mit erneuerbaren Energien gezahlt wird. Die Austauschprämie wird nur ausgeschüttet, wenn Sie aktuell mit Öl heizen und das System vollständig umstellen.

Seit 2021 werden auch Nichtwohngebäude gefördert, sofern sie die energetischen Anforderungen erfüllen und einem der zuschussfähigen Standards entsprechen.

Effizienzhaus 40 Erneuerbare-Energien-Klasse (EH40 EE)

Neu eingeführt wurde der Standard Effizienzhaus 40 Erneuerbare-Energien (kurz: EH40 EE). Hierbei handelt es sich um ein Bestandsgebäude, das nach der energetischen Sanierung maximal 40 Prozent des laut GEG zulässigen Energiewertes pro Jahr verbraucht und davon 55 Prozent des Energiebedarfs für Wärme und Kälte aus erneuerbaren Energien erbringt.

Eine Einstufung in die Sonderform "Effizienzhaus EE" bei Sanierungen setzt voraus, dass die Umstellung auf erneuerbare Energien nach Ihrem Kauf passiert und noch nicht im Gebäude vorhanden war. Von dieser Förderung profitieren vor allem Bauherren, die eine Immobilie mit Ölheizung kaufen und die das alte Heizsystem vollständig austauschen

Tipp
Als förderfähige Bestandsgebäude zählen auch denkmalgeschützte Immobilien, deren Energieversorgung in Kälte- und Wärmetechnik auf die neuen Standards umgestellt wird.

Effizienzhaus 40 Nachhaltigkeits-Klasse (EH40 NH)

Bauen Sie neu, können Sie vom Effizienzhaus 40 Nachhaltigkeit (kurz: EH40 NH) Zuschuss profitieren. Bei dieser Förderung handelt es sich um einen Bonus, der bei Ausstellung des Nachhaltigkeitszertifikats „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ (QNG) gewährt wird. Eine Kombination aus EH40 EE und EH40 NH ist nicht möglich. Wenn Sie sich beim Neubau für das KfW 40 NH Förderpaket entscheiden, übernimmt eine sachkundige Zertifizierungsstelle die Überprüfung der Maßnahmen unter Einbezug der Einhaltung aller erforderlichen Bestimmungen. Der Fokus richtet sich auf die Heizungsanlage und auf die Dämmung der Gebäudehülle.

Um die hohen Anforderungen für das EH40 NH zu erfüllen, sollten Sie Ihr Konzept für den Neubau von einem Spezialisten für Effizienzhäuser planen und erstellen lassen.

Kurzfristig und langfristig sparen
Ihr umwelt- und klimaschonendes Eigenheim lohnt sich nicht nur aufgrund der attraktiven Fördermittel von bis zu 45 Prozent. Perspektivisch werden Sie viel Geld sparen, da die Heiz- und Klimatisierungskosten durch die moderne förderfähige Anlage nachhaltig sinken.

Wie hoch sind die Zuschüsse?

Vorab: Sie können sowohl für die Altbausanierung als auch beim Neubau von einer attraktiven KfW Förderung 2021 profitieren. Wenn Sie den Energiezustand EE oder NH erreichen, waren pro Wohneinheit Zuschüsse von bis zu 33.750 Euro möglich. Mit der Neueinführung der Förderung im Frühjahr 2022 wurde die Fördermenge halbiert. Für ein EH40 EE erhalten Sie nun bis zu 15.000 Zuschuss, bei einem EH40 NH oder EH40 Plus liegt der Investitionszuschuss bei 18.750 Euro. Die Summe von 150.000 Euro ist der KfW Kredit-Höchstbetrag, der pro Wohneinheit möglich ist. Die Höhe der Bezuschussung richtet sich natürlich nach den Ausgaben, die Ihnen für den nachhaltigen Neubau entstehen.

Infografik zeigt die möglichen Fördersummen für energieeffiziente Neubauten
Hinweis
Für die Optimierung einer bestehenden Ölheizung gibt es keine KfW Fördermittel, sodass sich der Einbau einer Ölheizung allein aus diesem Grund nicht mehr lohnt.

Kosten für KfW 40 Effizienzhaus

Wie viel Ihr Effizienzhaus mit KfW 40 Standard im Endeffekt kostet, hängt natürlich von der Wohnfläche und den gesamten Ausstattungsmerkmalen ab. Prinzipiell können Sie mit zusätzlichen Bauwerkskosten von 260 bis 300 Euro/qm rechnen. Das heißt unter dem Strich, dass ein 100 qm großes Effizienzhaus eine Baukostenerhöhung von 26.000 bis 30.000 Euro mit sich bringt. Je nach technischer Ausstattung liegen die Mehrkosten in ihrer Gesamtheit zwischen den bereits angesprochenen 26.000 Euro und einer Summe von bis zu 100.000 Euro.

Sanieren Sie eine Bestandsimmobilie auf KfW 40 Standard, belaufen sich die Sanierungskosten ebenfalls auf einen Betrag zwischen 40.000 und 100.000 Euro. Soll lediglich die Heizungsanlage umgerüstet und die Dämmung der Gebäudehülle belassen werden (weil sie bereits dem förderfähigen Standard entspricht), sinken die Kosten auf den Kaufbetrag und die Installation der neuen Wärmetechnik.

Häufige Fragen zu den neuen KfW 40 Standards:

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