Passivhaus mit Photovoltaik

Vakuumdämmung: Einsatzgebiet, Vorteile & Kosten

Von Clara Flemming Am 13. August 2021

Für welche Hausart interessieren Sie sich?

Hausbau-Assistenten starten

Beim Hausbau oder im Rahmen der energetischen Sanierung Ihrer Bestandsimmobilie stehen Sie vor der Frage der Wärmedämmung. Mit Vakuumdämmplatten entscheiden Sie sich für eine innovative und schlanke Lösung, die durch beste Eigenschaften überzeugt. Das Dämmsystem wird in Passivhäusern verwendet, was allein schon für seine Vorzüge spricht. Doch auch für die Altbausanierung können Sie Vakuumdämmplatten kaufen und sich für eine kostensparende Methode entscheiden. Hier erfahren Sie, warum sich die Dämmung lohnt und mit welchen Kosten Sie rechnen sollten.

Was ist eine Vakuumdämmung?

Der Begriff steht für dünne Dämmplatten, die fachlich richtig Vakuumisolationspaneele - kurz VIP heißt. Wie kann ein Vakuum dämmen? Das Prinzip der dünnen Dämmplatten beruht auf der Warmhaltefunktion der Thermoskanne. Hier gibt es zwei Seitenwände, zwischen denen eine dünne Luftschicht, das Vakuum, eingeschlossen ist. Ähnlich ist eine Vakuumdämmplatte aufgebaut, deren Stützkern aus porösem mineralischem oder synthetischem Material besteht. Durch die Porosität des Innenkerns zwischen den Außenschichten wird die Wärmeleitfähigkeit auf ein Minimum gesenkt, ohne dass dazu dicke Dämmmatten notwendig sind.

Wenn Sie Vakuumdämmplatten kaufen, entscheiden Sie sich für eine innovative Lösung der Innendämmung ohne Raumverlust. Im Gegensatz zu anderen Dämmstoffen ist bei Vakuumplatten keine dicke Materialschicht für den gewünschten Dämmeffekt nötig. Dass die Wärme innerhalb des Hauses bleibt und nicht nach außen abgegeben werden kann, beruht auf dem Füllkern, dem die Luft fast vollständig entzogen wurde.

Woraus bestehen Vakuumdämmplatten?

Die Vakuumdämmplatte besteht aus zwei dünnen Außenwänden, zwischen denen ein offenporiger Stützkern verarbeitet wurde. Dieser besteht bei den meisten Herstellern aus mineralischem, in Form gepresstem Kieselsäurepulver. Hierbei handelt es sich um eine chemische Sauerstoff-Siliziumverbindung, deren Wärmedämmwirkung deutlich über anderen Dämmstoffen liegt. Aus diesem Grund ist eine sehr geringe Plattenstärke möglich, was sich wiederum positiv auf die Innendämmung ohne Grundflächenverlust auswirkt. Die Außenhülle besteht aus einer Metallfolie, die den Gasdruck senkt und so ein fast perfektes Vakuum erzeugt.

Alles in allem begeistert die Vakuumdämmung durch viele positive Eigenschaften:
  • geringe Dämmplattendicke bei minimaler Wärmeleitung
  • einfache Montage
  • geeignet für dünne Wände, Decken und Dachausbauten
  • deutliche Platzersparnis
  • recycelbar
  • umweltfreundlich und nicht brennbar
  • lange Haltbarkeit ohne Dämmverlust

Wann werden Vakuumdämmplatten eingesetzt?

Hauptsächlich werden Vakuumdämmplatten beim Bau von Passivhäusern verwendet. Doch auch in der energetischen Altbausanierung zeichnet sich die dünne Innendämmung durch viele Vorteile aus. Sie dämmen platzsparend und gewinnen dadurch mehr Wohnraum.

In Objekten mit einem hohen Energiebedarf profitieren Sie von den schlanken Dämmplatten, deren geringe Wärmeleitung für sich spricht und Ihnen eine spürbare Senkung der Heizenergiekosten gewährleistet. Die moderne Technologie des Vakuums ist optimal für Niedrigenergiehäuser und Immobilien, die förderfähig gedämmt werden.

Alternative zur Außendämmung
Überall dort, wo eine Außendämmung baustatisch nicht möglich ist, kann das Vakuumdämmverfahren als raumsparende Lösung zum Einsatz kommen. In der Kellerdeckendämmung, an den Fenster- und Türanschlüssen bei Balkons und Terrassen oder für Flachdächer und selbst für Kühlhäuser eignen sich die dünnen Dämmplatten hervorragend.

Da eine vollständige Vakuumdämmung ihren Preis hat, wird das Prinzip in der Altbausanierung und beim Hausbau häufig mit anderen Dämmungen kombiniert. Sanieren Sie ein denkmalgeschütztes Haus, bieten sich die hauchdünnen Platten als wirkungsvolle Innenraumdämmung hervorragend an.

Was kostet eine Vakuumdämmung?

Fakt ist: Die Vakuumdämmung hat ihren Preis. Mit Kosten ab 225 Euro/qm sind die Dämmplatten im Vergleich zu anderen Materialien und Verbundlösungen verhältnismäßig hochpreisig. Bei verschiedenen Herstellern sind die Platten für unterschiedliche Preise, aber immer in drei einheitlichen Größen erhältlich. Bei einer Dämmfläche von 100 qm kann die Verwendung der Platten schnell 20.000 bis 25.000 Euro ohne Montage kosten, während Sie mit anderen Dämmungen pro Quadratmeter zwischen 10 und 50 EUR das gleiche Ergebnis erzielen.

Wenn Sie eine Sonderanfertigung wünschen, kann die Vakuumdämmung einen Preis von 1.000 Euro/qm und mehr kosten. Da ein Zuschnitt vor Ort nicht möglich ist, benötigen Sie für Häuser mit ungewöhnlichen Maßen im Regelfall eine Sonderanfertigung. Das hauptsächliche Kriterium für die Preisbildung beruht auf den Materialien der Außenhülle und des Dämmkerns. Ein Vergleich verschiedener Angebote lohnt sich und gibt Ihnen die Möglichkeit, beim Vakuumdämmplatten kaufen zu sparen.

Teurer als andere Dämmungen
Die Vakuumdämmung ist eine kostenintensive Variante, die aus diesem Grund hauptsächlich dort eingesetzt wird, wo andere Dämmungen aufgrund des Raumangebots und sonstiger Einschränkungen nicht möglich ist. Tipp: Mit Vakuumplatten ist auch eine partielle Dämmung ganz einfach möglich.

Vorteile und Nachteile

Der größte Vorteil von Vakuumdämmplatten ist die Platzersparnis. Sie können die dünne Innendämmung überall dort anbringen, wo eine dicke Dämmschicht unmöglich oder aufgrund der Wohnflächenverkleinerung nicht optimal ist. Wenn Sie die Montage fachkundig vornehmen lassen, haben die Dämmplatten eine Lebensdauer von mindestens 25 Jahren. Das Kernmaterial Kieselsäure ist nicht brennbar, nicht giftig und lässt sich recyceln.

Demgegenüber stehen die Nachteile einer Vakuumdämmung. Der Preis ist hoch und wenn Sie Sondermaße benötigen, kann das in die Dämmung investierte Budget steil in die Höhe schnellen. Da ein selbstständiger Zuschnitt vor Ort nicht möglich ist, müssen Sie passgenaue Vakuumdämmplatten kaufen. Die Hülle ist zwar robust, doch nicht unzerstörbar. Selbst kleinste Risse heben die Vakuumwirkung auf und führen zum Dämmverlust im Haus. Um Beschädigungen während der Montage zu vermeiden, sollten Sie bei der Vakuumdämmung den Preis für einen erfahrenen Handwerksbetrieb einkalkulieren.

Häufige Fragen zur Vakuumdämmung:

Für welche Hausart interessieren Sie sich?

Hausbau-Assistenten starten
Kostenlos & unverbindlich
Fertighaus.de 4,5 / 5 von 53915 Kunden

Sind Sie bereit, Ihr Traumhaus zu finden?

Hausbau-Assistenten starten