Lexikon

Begriff
des Tages

Walmdach

Sehr häufig zu sehende Dachform, dem Satteldach verwandt. Im Gegensatz zu diesem schließt der First jedoch nicht mit den beiden Giebelwänden ab, sondern ist beidseitig zurückgebaut, das heißt abgeschrägt sind. Dabei unterscheidet man noch Zwergwalmdach, Krüppelwalmdach und Fußwalmdach. Da bei diesen Varianten nicht die komplette Seite abgewalmt ist, spricht man auch häufig von Vollwalmdach, wenn der Walm so ausgebildet ist, wie auf der Zeichnung. Weitere Bezeichnungen für Walmdach sind Walbendach, Holländisches Dach, Schopfdach oder Haubendach.

  • B
  • Bad
    Bad
    auch: Bäder

    Der historische Begriff des Badezimmers gerät langsam in Vergessenheit, an seine Stelle ist der kurze und knappe Begriff Bad getreten. Das Bad gehört heute zu den Selbstverständlichkeiten einer jeden Wohnung, wobei zu den Ausstattungskriterien eines Bades eine Badewanne oder eine separate Duschkabine gehören, ein Waschtisch sowie eine WC-Schüssel. Je nach Größe werden in Bäder auch zwei Waschtische, separate Wanne und Dusche, statt der Wanne auch ein Whirlpool und ein Urinal eingebaut. Zur Standardausstattung gehört auch ein Badheizkörper, der nicht nur den Raum zusätzlich beheizt, sondern auch der Erwärmung der Badetücher dient. Die Deutschen geben relativ viel Geld für ihre Bäder aus und sprechen bei Neubau oder Renovierung davon, sich ein Traumbad einrichten zu wollen.

  • Badablauf
    Badablauf
    auch: Badabläufe

    Der Badablauf ist ein Bodenablauf mit Geruchsverschluss mit seitlichem Zuflussstutzen zum Anschluss von mindestens einem Sanitärausstattungsgegenstand, z.B. einer Badewanne, einer Duschwanne oder eines Waschbeckens.

  • Badaccessoires
    Badaccessoires
    auch: Bad-Accessoires

    Bezeichnung für die optisch besonders wirkungsvollen Zubehörteile, die für die Funktionalität eines Bades entweder wichtig sind oder in der Hauptsache nur einen dekorativen Zweck erfüllen. Zu den Accessoires zählen Handtuchhalter, Ablagen aus Glas, Marmor usw., WC-Garnituren, Halterungen für Zahnputzbecher, Behälter für Gästehandtücher und dergleichen.

  • Badarmatur
    Badarmatur
    auch: Badarmaturen

    Unter Badarmaturen werden die sichtbaren Teile der Sanitärarmaturen verstanden, also z. B. Wannenbatterien, Waschtischbatterien oder Brausegarnituren. Badarmaturen werden aus Metalllegierungen hergestellt und kommen meistens in verchromter Ausführung in den Handel. Es gibt diese aber mit farbigem Kunststoffüberzug, aus Messing oder in Echtvergoldung sowie aus Edelstahl, wobei auch mattierte und im Fall von Edelstahl auch "gebürstete" Oberflächen hergestellt werden. Badarmaturen können auch ein ausgefallenes Design aufweisen, wobei Materialkombinationen mit transluzenten oder farbigen Kunststoffen oder sogar farbigem Echtglas möglich sind.

  • Baddekore
    Baddekore
    auch: Bad-Dekore, Baddekor, Bad-Dekor

    Nicht eindeutig zuzuordnender Begriff. Verschiedene Hersteller von Fliesendekoren nennen ihre Produkte auch "Bad-Dekore".

  • Badeofen
    Badeofen
    badeofen.jpg

    Früher gab es im Bad meist einen speziellen Ofen, der mit Kohle, Holz oder Briketts geheizt wurde und der das Wasser erhitzte. Auch heute gibt es noch Badeöfen, wie man der Abbildung des Bade- und Duschwannenherstellers Kaldewei entnehmen kann. Im unteren Teil des Badeofens wird befeuert, im oberen Teil wird das Wasser erhitzt.

  • Badewanne
    Badewanne
    auch: Wanne, Badewannen

    Die Badewanne war immer schon ein Ort der Erholung und Entspannung, auch wenn dort mitunter ganz anderen Vergnügungen nachgegangen wird. Was sich im Laufe der Jahrhunderte jedoch geändert hat ist das Material, aus dem Badewannen hergestellt werden. Gaben früher Blech, Kupfer, Gusseisen oder Holz den Ton an (siehe Kupferbadewanne, Holzbadewanne und Gusseisenbadewanne), so findet man heute hauptsächlich noch Wannen aus Stahlemail und Sanitäracryl (siehe Stahlemail-Badewanne bzw. Acryl-Badewanne). Zudem gibt es noch einige Verbundwerkstoffe, welche die positiven Eigenschaften von Email und Acryl in sich vereinigen.

  • Badezimmer
    Badezimmer

    Im Aussterben begriffene Bezeichnung für den Raum, in dem man ursprünglich nur ein Wannenbad nahm, während sich die Toilette auf dem Hof oder im Zwischengeschoss eines Mietshauses befand. Der Begriff Badezimmer hat inzwischen der Kurzbezeichnung Bad Platz gemacht, wobei zu den Ausstattungskriterien eines Badezimmers heutzutage natürlich genau jene Einrichtungsgegenstände und sanitären Anlagen gehören, die man auch in einem Bad findet. Das Badezimmer unserer Vorfahren war keineswegs grundsätzlich in die Wohnung integriert, sondern konnte sich auch im Keller oder in einem Anbau befinden. Die Badewanne aus verzinktem Blech oder aus Holz war nicht mit dem Boden verbunden. Das heiße Wasser mußte mit Kannen herbeigebracht und nach dem Bad auf die gleiche Weise wieder entsorgt werden. Noch um die Jahrhundertwende nahmen unsere Vorfahren im Badezimmer ein Duschbad, indem sie sich in eine spezielle flache Schüssel stellten und aus einem Schwamm Wasser über sich ausquetschten.

  • Badheizkörper
    Badheizkörper
    badheizkoerper.jpg

    Unter einem Badheizkörper wird vor allem ein Radiator verstanden, der sowohl das Bad beheizt als auch Handtücher erwärmt. Aus diesem Grund sprechen vereinzelte Hersteller auch von einem "Handtuchwärmekörper". Badheizkörper können, wenn sie große Dimensionen wie etwa ein Säulenradiator erreichen, durchaus auch für große Badezimmer die alleinige Heizquelle darstellen. In der Regel handelt es sich aber um Zusatzheizungen, deren angenehmer Neben- oder Haupteffekt das Erwärmen von Badehandtüchern ist. Badheizkörper haben sich zu regelrechten Design-Objekten entwickelt. Es werden auch Badheizkörper in Form von Warmwasser-Flächenheizungen angeboten, die zum Teil als Skulpturen wie etwa einem Seepferd ausgebildet sind.

  • Badmöbel
    Badmöbel

    Badmöbel sind speziell für das Bad hergestellte Spiegel, Spiegelschränke, Waschtisch-Unterschränke, Hochschränke oder Regale. Sie werden oft in ganzen Serien angeboten, so dass das Bad einen einheitlichen Stil besitzt. Badmöbel werden aus Holz, Furnieren, Holzwerkstoffen, Kunststoffen oder Metallen hergestellt. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit im Bad müssen sie von einer besonderen Qualität und auch unempfindlich gegen Spritzwasser sein.

  • Bad-Schnellheizer
    Bad-Schnellheizer
    bad-schnellheizer.jpg

    Bad-Schnellheizer sind wandmontierte Heizlüfter, die ihre Wärme ausschließlich als Konvektionswärme abgeben und durch die kompakte Bauform vorrangig in Bädern eingesetzt werden. Die Geräte verfügen alle über Anschlussleitung und Stecker.

  • Balken
    Balken
    auch: Balkenträger

    Balken haben im Bauwesen unterschiedliche Bedeutungen. Zum einen ist ein Balken ein waagrechter Träger aus Massivholz oder aus verleimten Brettern, im übertragenen Sinne und im Sinne der Statik auch aus anderen Baustoffen (z. B. Stahlbetonbalken). Balken aus Holz oder Stahl(beton) sind die tragenden Teile einer Decke (etwa einer Holzbalkendecke). Auf und zwischen ihnen werden die ausfachenden (z.B. Einschubdecke, Dämmstoffe) und aufliegenden Deckenteile (z.B. Schalungsbretter, Hourdissteine, Betonplatten) befestigt. An ihnen wird je nach Bedarf eine Unterdecke abgehangen. Die Auflager der Balken (die Balkenköpfe) sind insbesondere bei Holzkonstruktionen besonders zu schützen. Im Stahlbetonbau nennt man die Balken meist Unterzüge, im Stahlbau Träger. Sind rechteckige oder quadratische Schnitthölzer, die in den Abmessungen von 6 x 6 cm bis 16 x 16 cm liegen. Anwendung: Universale Anwendung im Fertighausbau, Fachwerkbau, Dach- und Gerüstbau, für Schalungen im Stahl- und Betonbau. Balken sind auch Bauschnittholz. Die Balkenhöhe H muss >= 200 mm sein. sind Kanthölzer, bei denen die größere Querschnittsseite mindestens 20 Zentimeter mißt. Balken nehmen als tragende Bauteile zum Beispiel die Belastung von Decken auf.

  • Balkendecke
    Balkendecke
    auch: Balkendecken

    Der Begriff "Balkendecke" wird im Bauwesen unterschiedlich verwendet. Zum einen wird damit eine Holzbalkendecke gemeint, zum anderen gibt es auch Balkendecken aus Stahlbeton. Bestandteile einer Stahlbeton-Balkendecke sind die Träger (Balken) Zwischenbauteile und der Ortbeton. Nach dem Auflegen der Betonträger (Gitterträger) auf den lastabtragenden Bauteilen (Wänden bzw. andere Träger) werden Zwischenbauteile aus Beton oder Leichtbeton auf diese gelegt. Über dieses Grundtragsystem wird nun eine Schicht Ortbeton aufgebracht, die je nach statischen Erfordernissen zusätzlich mit Stahlbewehrungsmatten bewehrt werden kann. Wegen des geringen Gewichts eignen sich derartige Decken besonders für das Verlegen mit der Hand.

  • Balkenschichtholz
    Balkenschichtholz

    siehe Duobalken

  • Balkenträger
    Balkenträger

    siehe Balken.

  • Balkenzug
    Balkenzug
    auch: Balkenzüge
    balkenzug.jpg

    Der Balkenzug ist ein Werkzeug des Zimmermanns. Er verwendet es zum Spannen, Ziehen und Zusammenpressen der Hölzer beim Aufschlagen des Dachstuhls. (Abbildung: Merk)

  • Balkon
    Balkon
    auch: Balkone

    Ein Balkon ist eine nicht überdeckte, an den freien Seiten mit einem Geländer oder einer Balustrade versehene Auskragung in den Geschossen von Gebäuden. Balkone können aus Holz, Stahl, Beton oder Aluminium sein. Auskragende Betondecken bei Balkonen wirken im Winter allerdings wie Wärmebrücken, sie leiten die Wärme aus dem Haus ab. Durch den Einbau von Balkon-Dämmelementen läßt sich das beim Neubau verhindern. Sie trennen den Balkon vom warmen Haus. Balkone sind meist mit Fliesenbelägen versehen, die durch fehlende Drainage, ungeeigneten Aufbau der Unterkonstruktion oder mangelhafte Abdichtung häufig zu Schaden kommen. Eindringendes Regenwasser und Frost sprengen Fliesen regelrecht auseinander und sorgen für zahlreiche Sanierungsfälle. Dem Geländer wird häufig wenig Beachtung geschenkt, obwohl es zwischen Leben und Tod entscheiden kann. Einer regelgerechten Befestigung sollte daher unbedingt Beachtung geschenkt werden. Balkone können auch nachträglich montiert werden. Man spricht dann von Anbaubalkonen. Ein französischer Balkon ist jedoch kein Balkon, sondern nur eine Absturzsicherung.

  • Balkonbretter
    Balkonbretter
    auch: Balkonbrett
    balkonbrett.jpg

    Im Gegensatz zu Balkon-Formholz rechteckige gehobelte Bretter mit oder ohne Fase, jedoch fast immer geriffelt oder in der Oberfläche reihenweise genutet. Die Riffelung oder Nutung verhindert, dass jemand auf feucht gewordenen Brettern ausrutscht. Balkonbretter werden auf einer Unterkonstruktion aus Holz oder Metall verschraubt. Aus statischen Gründen muß von Fall zu Fall entschieden werden, welche Bretter aus welcher Holzart in welcher Stärke verwendet werden können. Infrage kommen nur Hölzer wie etwa Gartenhölzer, die belastbar, resistent und dauerhaft sind. Dazu zählen Robinie (siehe Foto) und verschiedene tropische Hölzer wie etwa Bangkirai.

  • Balkonbrüstung
    Balkonbrüstung
    auch: Balkongeländer, Balkonbrüstungen

    Als Balkonbrüstung bezeichnet man den Sturz-, Witterungs- und je nach Material auch Sichtschutz, der aus einer durchgängigen Platte (etwa aus Stahlbeton, Mauerwerk, Glasbausteine, Acrylglas) besteht. Ein Balkongeländer lässt dagegen zwischen seinen Stäben Raum frei, ebenso ein Balkongitter (etwa aus verzinkten Eisenstäben). Die Mindesthöhe des Schutzes ist in der jeweiligen (Landes)Bauordnung festgelegt, der maximale Abstand der Geländer- oder Gitterstäbe darf nur 14 cm betragen, damit ein Kinderkopf nicht hindurch kommt. Ausserdem darf auf Balkonen als Windschutz nur Sicherheitsglas verwendet werden.

  • Balkonentwässerung
    Balkonentwässerung

    Um Schäden durch stehendes Wasser zu vermeiden (z.B. durch gefrierendes Wasser in Fliesenfugen), müssen Balkone eine gut funktionierende Entwässerung haben. Die Entwässerung kann durch eine Regenrinne (z.B. bei einem Geländer) oder einen Wasserspeier erfolgen (bei einer Balkonbrüstung). Dazu muss der Balkonboden ein funktionstüchtiges Gefälle haben. Die Balkonentwässerung sollte mehrmals im Jahr geprüft werden.

  • Balkongeländer
    Balkongeländer

    siehe Balkonbrüstung.

  • Balkontür
    Balkontür
    auch: Balkontüre, Balkontüren

    siehe Terrassenelement.

  • Balustrade
    Balustrade
    auch: Balustradenbrüstung, Brüstungsgeländer, Balustraden

    Eine Balustrade ist ein spezielles Geländer aus Balustern. Ein Baluster ist ein rundes oder vieleckiges Säulchen aus Stein oder Holz, meist stark geschwellt und profiliert. Die Geländerstäbe besitzen einen größeren Querschnitt als Staketen.

  • Balustradenbrüstung
    Balustradenbrüstung
    auch: Balustradenbrüstungen

    siehe Balustrade.

  • Bankbürgschaft
    Bankbürgschaft
    auch: Bankbürgschaften

    siehe Aval.

  • Barfußbereich
    Barfußbereich
    auch: Barfußbereiche

    Barfußbereiche sind in der Architektur jene Zonen in einem Wohnhaus oder einer Freizeiteinrichtung, in denen die Menschen barfuß herumlaufen. Fliesen der Bewertungsgruppe A sind in "weitgehend trockenen Barfußräumen", "Umkleideräumen" und dergleichen zu verlegen. Für weitgehend nasse Barfußgänge, für Planschbecken und Schwimmbadböden kommt die Bewertungsgruppe B infrage. Fliesen der Bewertungsgruppe C sind vorgeschriben bei ins Wasser führenden Treppen oder sog. Durchschreitebecken. Der private Schwimmbadbesitzer tut gut daran, sich auch an diesen Vorgaben zu orientieren.

  • Barfußdiele
    Barfußdiele
    barfussdiele.jpg

    Die holzverarbeitende Industrie versteht unter diesem Begriff eine Hobeldiele, die zum Bau von Terrassen und Bootsstegen genutzt wird und barfuß begangen werden kann, ohne dass man sich durch Holzsplitter verletzt oder aufgrund von Nässe ausrutscht. Barfußdielen werden meistens aus Kiefer- oder Bangkiraiholz gefertigt. Sie erhalten dabei breite und tiefe Nute, durch die das Wasser ablaufen kann. Die Verschraubung mittels Senkkopfschrauben erfolgt auch in den Nuten, damit sich der Barfußgänger auch dann nicht verletzt, wenn sich die Schraube leicht gelöst haben sollte.

  • Barfußfliese
    Barfußfliese

    Entspricht einer Holzfliese, jedoch ist die Oberfläche des Holzes bearbeitet wie bei der Barfußdiele, also mit Nuten versehen.

  • Barriere
    Barriere
    auch: Barrieren
    barriere.jpg

    Im Bauwesen wird unter einer Barriere eine einfache Absperrung aus Aluminium- oder verzinkten Stahlrohren verstanden, die an Sportstätten oder auf Bürgersteigen installiert werden, um Zuschauer bzw. Passanten daran zu hindern, auf den Sportplatz bzw. auf eine Straße zu laufen. Die Industrie bietet derartige Barrieren auch "für höchste Beanspruchung" in Edelstahl an und als Stecksysteme für die do-it-yourself-Montage.

  • barrierefreies Bad
    barrierefreies Bad
    auch: barrierefreie, Bäder

    Seit einigen Jahren spricht man im Sanitärbereich von barrierefreien Bädern. Damit ist eine bestimmte Badgestaltung gemeint, die es dem behinderten oder in seiner Mobilität eingeschränkten Menschen ermöglicht, das Bad weitgehend ohne fremde Hilfe zu benutzen. Speziell das Seniorenbad sollte barrierefrei geplant und ausgeführt werden. Im Privatbereich bedeutet barrierefreies Bauen auch eine Abstimmung auf die individuellen Bedürfniss und Fähigkeiten bzw. Einschränkungen des Benutzers. Bei öffentlichen Sanitäranlagen ist dies natürlich nicht möglich, dort steht die Benutzbarkeit für Menschen jeglicher Behinderung oder Einschränkung im Vordergrund. Wichtige Punkte bei der Badplanung sind genügend Bewegungsflächen vor WC, Waschtisch, Wanne und Dusche, der Waschtisch muß unterfahrbar sein und der Duschplatz muß bodengleich sein.

  • barrierefreies Bauen
    barrierefreies Bauen

    Barrierefrei Bauen heißt, dass bauliche Anlagen so erstellt werden, dass den Belangen verschiedenster körperlicher Behinderungen bei der Nutzung Rechnung getragen wird. Durch die Anordnung von Rampen, Aufzügen sowie optischen und akustischen Leiteinrichtungen (z.B. Ampel mit Blindensignal) oder ertastbarer Führung wird nicht nur dem Behinderten ein weitestgehend von fremder Hilfe unabhängiges Bewegen ermöglicht. Auch eine Mutter mit dem Kinderwagen ist froh, wenn Sie ohne fremde Hilfe in den Bus einsteigen kann oder es zusätzlich zu einer Treppe noch eine Rampe gibt. Zur barrierefrei ausgebauten Wohnung gehören beispielsweise der Einbau von breiteren Türen, Hilfsmittel zur Benutzung einer Badewanne (z.B. elektrisch betätigte Hebeanlage), ebenerdig Duschflächen mit Bodeneinlauf, die mit einem Rollstuhl befahren werden kann, ausreichend Platz im Bereich der Toilette, auf geringerer Höhe angebrachte Küchenplatten, ggf. mit elektrisch (auf Knopfdruck) verstellbaren Arbeitsflächen und vor allen Dingen Zufahrtsrampen zur Wohnung; bei nicht ebenerdiger Anordnung von Wohnungen Sicherstellung der Erreichbarkeit einer Wohnung über einen Aufzug mit ausreichender Größe zur Aufnahme eines Rollstuhls.

  • Bauabfall
    Bauabfall

    Der im Rahmen von Neubau, Umbau, Renovierung, Sanierung oder Abbruch von Bauwerken anfallende Abfall wird als Bauabfall bezeichnet. Entsprechend der Technischen Anleitung für Siedlungsabfälle werden Bauabfälle unterteilt in Bauschutt, Baustellenabfälle, Bodenaushub und Straßenaufbruch. Stoffe aus dem Abbruch / Rückbau von Gebäuden sind bei vorwiegend mineralischen Anteilen (Sand, Stein, Erde) dem Bauschutt, bei vorwiegend nichtmineralischen Anteilen den Baustellenabfällen zuzuordnen. Für die Bauabfälle fordert die Technische Anleitung Siedlungsabfall eine getrennte Erfassung an der Anfallstelle. Bauabfälle sind einer Verwertung zuzuführen, wobei schadstoffbelastete Bauabfälle von den restlichen Stoffen getrennt zu halten und einer weitergehenden Entsorgung zuzuführen sind. Bauabfälle können zu etwa 70 Prozent wiederverwendet werden.

  • Bauabnahme
    Bauabnahme

    Die Bauabnahme ist zum einen ein privatrechtlicher und zum anderen ein baurechtlicher Vorgang. Über die privatrechtliche Bauabnahme, also den Vorgang, wenn das Haus vom Bauunternehmer auf den Bauherrn übergeht, informiert Sie dieses Lexikon unter dem Suchbegriff Abnahme. Die behördliche Bauabnahme wird von einem Mitarbeiter der Bauaufsichtsbehörde vorgenommen. Zunächst einmal erfolgt die Rohbauabnahme; ist das Bauwerk fertiggestellt, nimmt die Behörde die Schlussabnahme vor. Zu allen Zeitpunkten der Baumaßnahme kann im übrigen die Baubehörde auch eine Bauüberwachung durchführen, was im privaten Baubereich meistens nur stichprobenartig geschieht.

  • Bauakustik
    Bauakustik

    Die Bauakustik ist neben der Raumakustik ein Teilgebiet der Akustik. Sie beschäftigt sich mit der Schalldämmung, welche physikalisch gesehen ein Maß der Undurchlässigkeit von Raumflächen für Schall ist. In der Praxis werden darunter alle Maßnahmen verstanden, die der Eindämmung von Lärm dienen. Der Lärm kann entweder von draußen kommen oder innerhalb des Gebäudes entstehen und weitergeleitet werden. Maßnahmen zum Schutz vor Lärm von draußen sind der Einbau von Schallschutzfenstern und Schallschutztüren. Auch die Wärmedämmung kann zugleich eine Schallschutzfunktion übernehmen. Zum Schutz vor der Übertragung von Lärm von einer zur anderen Etage kommen abgehängte Decken oder Trittschalldämmung in Frage. Auch Installationsleitungen müssen gedämmt werden, soll man nicht die Klospülung von Nachbarn im ganzen Haus hören.

  • Bauamt
    Bauamt
    auch: Bauämter

    Normalerweise bestehen Bauämter aus folgenden Abteilungen: - Planungsamt: Hier geht es um die Bauleitplanung - Bauaufsichtsamt: Ist zuständig für Genehmigungen und Überwachungen - Hochbauamt: Kümmert sich um öffentliche Bauten aus dem Bereich Hochbau - Katasteramt - Liegenschaftsamt - Tiefbauamt: Tätig im Bereich Tiefbau - Wohnungsamt: hier gibt es Wohngeld, zudem zuständig für staatlich geförderter Wohnungsbau.

  • Bauanfrage
    Bauanfrage

    siehe Bauvoranfrage.

  • Bauanschluß
    Bauanschluß
    auch: Bauanschluß

    Anschluß eines Bauelements an den Baukörper, wobei zwangsläufig eine Fuge entsteht. Bauanschlußfugen werden beim Fenstereinbau gewöhnlich mit PUR-Schäumen abgedichtet. Dabei ist darauf zu achten, die dem Baukörper zugewandte Seite des Blendrahmens mit mindestens 30 µm Trockenschichtdicke zu beschichten.

  • Bauantrag
    Bauantrag
    auch: Bauanträge

    Vorgeschriebener, je nach Bundesland unterschiedlicher Formularsatz mit - je nach Gebäudeart - einem Konvolut von Anlagen. Wichtig ist, daß der Bauantrag mit allen erforderlichen Unterlagen eingereicht wird, weil sonst die Gefahr besteht, daß der Antrag abgelehnt oder zumindest die Bearbeitung verzögert wird. Ein Bauantrag darf nur von solchen Personen eingereicht werden, die die Vorlageberechtigung haben. Grundsätzlich gehören zum Bauantrag eines Einfamilienhauses neben dem formalen Bauantrag ein Lageplan, ein Übersichtsplan, Bauzeichnungen, Baubeschreibung, Berechnung der Grundflächen und Geschossflächenzahl, des umbauten Raumes und der Nutz- und Wohnflächen, Nachweis der erforderlichen PKW-Einstellplätze, die bautechnischen Nachweise (also die Statik) sowie Wärme- und Schallschutznachweis. Bauanträge dürfen nur von Architekten und Bauingenieuren mit Vorlageberechtigung gestellt werden.

  • Bauanzeige
    Bauanzeige

    Im Freistellungsverfahren reicht zur Baugenehmigung eine Bauanzeige des Bauherrn statt des aufwendigeren Bauantrags, falls die Baubehörde nicht innerhalb einer festgelegten Frist (gemäss Landesbauordnung und örtlichen Bauvorschriften) widerspricht. Die Bauanzeige enthält in der Regel nur planungrechtliche und brandschutztechnische Bauvorlagen.

  • Bauauflage
    Bauauflage
    auch: Bauauflagen

    Im Rahmen eines Bauantragsverfahrens kann die Baubehörde Bauauflagen erteilen, wonach der Bauherr etwas zu tun, zu dulden oder zu unterlassen hat, beispielsweise dergestalt, dass (weitere) Stellplätze für PKW's anzulegen sind.

  • Bauaufnahme
    Bauaufnahme

    Die Bauaufnahme bezeichnet die Vermessung und Zeichnung eines bestehenden Gebäudes. Sie ist immer dann erforderlich, wenn keine oder unzureichende Planunterlagen für den Bau existieren. Dies kann z.B. der Fall sein beim Umbau eines älteren Gebäudes oder bei einem Neubau, wenn wesentlich von den ursprünglichen Plänen abgewichen wird.

  • Bauaufsicht
    Bauaufsicht

    Die Bauaufsicht haben die Bauaufsichtsbehörde und die Berufsgenossenschaft inne. Sie kontrollieren, ob der vom Architekten eingesetzte Bauleiter und der vom Bauunternehmen eingesetzte Bauführer die baurechtlichen, bautechnischen und berufsgenossenschaftlichen Vorschriften einhalten.

  • Bauaufzug
    Bauaufzug
    auch: Bauaufzüge

    Bauaufzüge sind vorübergehend errichtete Aufzugsanlagen, die ausschließlich zur Beförderung von Gütern bei Bauarbeiten bestimmt sind. Sie können sowohl zu einer senkrechten als auch einer schrägen Beförderung dienen. Bauaufzüge müssen standsicher aufgestellt und an tragfähigen Bauwerksteilen oder ausreichend verankerten Gerüsten befestigt werden bzw. durch Gewichte gegen Kippen und Verschieben gesichert sein. Hierbei ist die Montageanleitung des Herstellers zu beachten. Elektrisch betriebene Bauaufzüge dürfen nur über einen besonderen Speisepunkt mit Strom versorgt werden (z. B. Baustromverteiler mit FI-Schutzschalter). An der unteren Ladestelle des Aufzuges ist der gefährdete Raum abzusperren und nur von einer Seite zugänglich zu machen. Bei Gefahr durch herabfallende Gegenstände ist ein Schutzdach anzubringen. Liegt die obere Ladestelle höher als 2,00 m, so sind Absturzsicherungen vorzusehen. Mit dem Bedienen und Warten von Bauaufzügen dürfen nur Personen betraut werden, die - das 18. Lebensjahr vollendet haben - mit dem Bedienen und Warten des Aufzuges vertraut sind - vom Unternehmer zum Bedienen und Warten des Aufzuges bestimmt sind

  • Bauberufsgenosenschaft
    Bauberufsgenosenschaft
    auch: Bau-Berufsgenossenschaft

    Nicht nur die Bauarbeiter, die auf einer Baustelle tätig sind, müssen bei der Bauberufsgenossenschaft angemeldet werden, sondern auch ehrenamtliche Helfer, Freunde und Nachbarn, die bei der Errichtung eines Gebäudes helfen. Die Berufsgenossenschaft deckt das Unfallrisiko ab für Unfälle auf der Baustelle und bei der Anfahrt bzw. Rückfahrt zu bzw. von der Baustelle.

  • Baubetrieb
    Baubetrieb

    Unter dem Begriff "Baubetrieb" werden im Bauwesen alle Maßnahmen zusammengefaßt, die für einen reibungslosen und wirtschaftlichen Bauablauf erforderlich sind. Wichtige Bereiche des Baubetriebs sind die Bereiche Arbeitsvorbereitung und Bauüberwachung. Für die Bauausführung sind außerdem Maßnahmen zur Unfallverhütung, zum Lärmschutz und Umweltschutz von großer Bedeutung. Die Themengebiete sind mittlerweile so komplex, daß Bauingenieure während ihres Studiums auf den Fachbereich Baubetrieb spezialisieren können. Manche Universitäten, insbesondere jedoch Fachhochschulen bieten sogar eigene Studiengänge der Fachrichtung Baubetrieb an. Für ein solches Studium sollte man zuvor jedoch eine Ausbildung im Baubereich absolviert haben, da es sehr praxisorientiert ist.

  • Baubiologie
    Baubiologie

    Die Baubiologie ist die Lehre von der ganzheitlichen Beziehung zwischen Lebewesen in der Wohn-Umwelt. Sie erlangte im Zusammenhang mit der Zunahme gesundheitsschädlicher Stoffe in Wohngebäuden eine verstärkte Beachtung. Im Mittelpunkt stehen bei der Baubiologie die Zusammenhänge zwischen dem menschlichen Wohlbefinden, dem Haus und der Natur. Damit greift sie insbesondere auch die subjektive Erfahrung der Bewohnerinnen und Bewohner auf. Viele baubiologische Erkenntnisse sind noch nicht wissenschaftlich verifiziert.

  • Bauelemente
    Bauelemente

    Alles, was an vorgefertigten Bauteilen im Hochbau verwendet wird, ist im Prinzip ein Bauelement. Der Begriff läßt sich jedoch nicht konkret einkreisen, da in unterschiedlichen Baubereichen auch sehr unterschiedliche Bauteile unter diesem Begriff verstanden werden. Die Baumarktbetreiber und Baustoffgroßhändler ordnen diesem Sammelbegriff vor allem Fenster und Türen zu. Ein Betonwerk versteht darunter jedoch z. B. eine vorgefertigte Keller- oder Geschoßdecke aus Beton. Ein vorgefertiger Kellerschacht aus Kunststoff wird ebenso als Bauelement bezeichnet, wie viele andere vorgefertigte Bauteile. Während der Begriff des Bauelements keinen Zusammenhang hat mit der Optik des einzelnen Teils, ist es beim Architekturelement genau umgekehrt.

  • Bauen im Bestand
    Bauen im Bestand

    Unter dem Bestand verstehen Bauingenieure und Architekten den jeweiligen Jetzt-Zustand eines Gebäudes. Unter Bauen im Bestand ist damit zu verstehen, dass in einem bestehenden Gebäude Umbauten vorgenommen werden, die u. U. zu einer kompletten Nutzungsänderung führen. Als bekannte Maßnahmen sind hier zu erwähnen der Umbau ehemaliger Kornspeicher im Hamburger oder Londoner Hafen in Büro und Wohneinheiten, der Einbau von Wohnungen in eine aufgelassene Kirche oder aber der Einbau von Lofts in ehemalige Fabrikgebäude. "Bauen im Bestand" ist inzwischen auch ein Studienschwerpunkt für angehende Bauingenieure und Architekten und gilt als Betätigungsfeld mit Zukunft angesichts der steigenden Zahl leerer Industrie- und Gewerbeimmobilien und der Knappheit an Baugrund.

  • Bauerngarten
    Bauerngarten
    auch: Bauerngärten

    Bauerngärten sind umzäunte, kleine Gärten nahe am Bauernhaus, in dem die Bäuerin sowohl Blumen, als auch Gemüse, Salat und vor allem Küchenkräuter anbaut. Der Bauerngarten ist also ebenso wie der Kleingarten eine Mischung aus Ziergarten und Nutzgarten. Bauerngärten werden so angelegt, dass einheimische Pflanzen mit unterschiedlichen Blühperioden immer für eine bunte Blumenoptik sorgen. Angesichts des Strukturwandels in der Landwirtschaft werden echte Bauerngärten immer seltener und oft auch nur noch dort gepflegt, wo Ferien auf dem Bauernhof angeboten werden. Der Garten-Versandhandel bietet im übrigen komplette Bauerngarten-Sortimente für diejenigen an, die ihre Gärten farbenfroh-ländlich gestalten wollen.

  • Bauerwartungsland
    Bauerwartungsland

    Im Flächennutzungsplan einer Gemeinde ausgewiesenes Gelände, das irgendwann einmal Bauland werden wird. Bauerwartungsland hat natürlich einen wesentlich höheren qm-Preis als Ackerland, ist aber auch wesentlich günstiger als Bauland. Der Kauf von Bauerwartungsland kann hoch spekulativ sein, wenn die erhoffte kurzfriste Umwandlung in Bauland doch nicht stattfindet, weil sich die politischen Verhältnisse im Gemeindeparlament geändert haben.

  • Baufarbe
    Baufarbe
    auch: Baufarben

    siehe Bautenfarbe.

  • Baufeuchtemessung
    Baufeuchtemessung
    auch: Baufeuchtemessungen

    siehe Feuchtemessung.

  • Baufinanzierung
    Baufinanzierung
    auch: Baufinanzierungen

    Darunter versteht man die meist langfristige Finanzierung von Immobilien durch einen oder mehrere Finanzierungsbausteine. Üblicherweise sind das Bauspardarlehen, Bank- und/oder Versicherungshypotheken, die von einem oder mehreren Baufinanzierungsinstituten zur Verfügung gestellt werden. Um eine solide Finanzierung zu gewährleisten, sollte die Eigenkapitalsquote des Bauherrn bzw. des Käufers 30 Prozent des insgesamt für die Bausausführung bzw. Anschaffung benötigten Kapitals nicht unterschreiten.

  • Bauflucht
    Bauflucht

    Als Bauflucht bezeichnet man einerseits die horizontale, gerade Begrenzungslinie eines Gebäudes. Andererseits ist Bauflucht auch die von der Bauaufsichtsbehörde im Bebauungsplan festgelegte Grenzlinie, bis zu der ein Grundstück bebaut werden darf.

  • Baufluchtlinie
    Baufluchtlinie
    auch: Baufluchtlinien

    überholte Bezeichnung für Baulinie.

  • Baufolie
    Baufolie
    auch: Folie, Baufolien

    Baufolie ist ein Begriff, der im Bauwesen sehr unterschiedlich und wenig differnziert verwendet wird. Zum einen kann mit einer Baufolie eine Dampfbremse oder Dampfsperre gemeint sein. Zum anderen werden mit Baufolien Gerüste bei Regen abgedeckt, der Rohbau winterfest verpackt oder Fußböden, Fenster und Möbel beim renovieren geschützt. Baufolien gibt es in unterschiedlichen Dicken und Material wie PVC oder PE. Zum Schneiden der Folien gibt es Spezialwerkzeuge wie z.B. Folienschneider und Rollenschneider.

  • Baufritz
    Baufritz

    Zum Herstellerporträt von BAUFRITZ

  • Baufuge
    Baufuge
    auch: Baufugen

    Als Baufuge oder Baunaht bezeichnet man die aufeinander stoßende Flächen zweier Bauwerke, die zu unterschiedlichen Zeiten gebaut wurden. Dies kann durch Umbau oder Anbau geschehen sein.

  • Bau-Furniersperrholzplatte
    Bau-Furniersperrholzplatte
    auch: Bau-Furniersperrholzplatten

    Bau-Furniersperrholzplatten (BFU) nach DIN 68 705 bestehen aus mindestens drei kreuzweise aufeinandergeleimten in den Faserrichtungen jeweils um 90 Grad versetzten Holzlagen (Furnieren), sofern die Platte nur Aussteifungszwecken dient – sonst fünf Furnierlagen. Die außen liegenden Decklagen weisen einen gleichgerichteten Faserverlauf auf.

  • BauGB
    BauGB

    siehe Baugesetzbuch

  • Baugebiet
    Baugebiet

    Fläche, für welche die besondere Art und das allgemeine Maß der baulichen Nutzung im Flächennutzungsplan dargestellt sind oder für welche die Art und das Maß der baulichen Nutzung im Bebauungsplan festgesetzt sind. Es werden unterschieden: Reines Wohngebiet, Allgemeines Wohngebiet, Besonderes Wohngebiet, Dorfgebiet, Mischgebiet, Kerngebiet, Gewerbegebiet, Industriegebiet und Sondergebiet.

  • Baugebot
    Baugebot

    Die Gemeinde kann per Baugebot einen Eigentümer verpflichten, sein Grundstück innerhalb einer angemessenen Frist entsprechend dem Bebauungsplan zu bebauen. Das Baugebot darf aber nur angeordnet werden, wenn der Eigentümer sich dieses finanziell leisten kann. Ist ihm die Maßnahme wirtschaftlich unzumutbar, kann er von der Gemeinde die Übernahme des Grundstückes verlangen.

  • Baugeld
    Baugeld
    auch: Baugelder

    Geldbeträge, die zum Zweck der Bestreitung der Kosten eines Baues gewährt werden. Baugeld bietet fast jede Bank und Sparkasse, spezielle Hypotheken- und Discountbanken kommen hinzu, das Angebot ist vielfältig. Wichtigste Kriterien für die Auswahl sind der Vergleich der Effektivzinsen und der Nebenkosten. Zur Sicherung der Ansprüche des Geldgebers dient eine Hypothek oder Grundschuld an dem zu bebauenden Grundstück. Alternativ kann die Übertragung des Eigentums an dem Grundstück erst nach gänzlicher oder teilweiser Herstellung des Baues erfolgen.

  • Baugemeinschaft
    Baugemeinschaft
    auch: Baugemeinschaften

    Eine Baugemeinschaft (nicht zu verwechseln mit Bauherrengemeinschaft) ist eine private Initiative gleichgesinnter Bauwilliger, die gemeinsam geeignetes Bauland suchen, um darauf wie die Mitglieder eines Bauvereins oder die Genossen einer Siedlungsgenossenschaft Häuser zu bauen. Allerdings können die Mitglieder einer Baugemeinschaft ihre Häuser größenmäßig selbständig bestimmen. Auch beim Baustil besteht größerer Entscheidungsspielraum. Ein Notwendigkeit zur Eigenleistung oder zur Hilfestellung beim Bau der anderen Häuser besteht ebenfalls nicht. Die Vorteile sollen u.a. darin liegen, daß durch das gemeinsame Auftreten besser Grundstücke beschafft und Finanzierungen günstiger besorgt werden können. Preisvorteile sollen sich auch daraus ergeben, daß Bauunternehmer und Handwerker quasi Großaufträge bekommen.

  • Baugenehmigung
    Baugenehmigung
    auch: Genehmigungsbescheid, Baugenehmigungen

    Auf den Bauantrag folgt die baubehördliche Baugenehmigung - oder auch die Ablehnung, was aber eher selten der Fall ist. Die einmal erteilte Baugenehmigung, auch "Bauschein" genannt, bindet die Bauverwaltung; sie kann im Nachhinein keine Änderungen oder Ergänzungen mehr verlangen. In den meisten Fällen werden Baugenehmigungen allerdings mit einigen Nebenbestimmungen versehen. Dies können Bedingungen sein, zum Beispiel vor Baubeginn die Erschließungskosten zu bezahlen. Solange diese Bedingungen nicht erfüllt sind, ist die Baugenehmigung auch nicht rechtskräftig. Dies können aber auch Auflagen sein, zum Beispiel eine Mauer statt mit 2,20 m mit 1,80 m Höhe zu bauen.

  • Baugenehmigungsgebühr
    Baugenehmigungsgebühr
    auch: Baugenehmigungsgebühren

    Die Erteilung einer Baugenehmigung ist gebührenpflichtig. Der Bauherr muss der Bauaufsichtsbehörde diese Gebühr entrichten, deren Höhe von den Landesgesetzen geregelt ist. Durchschnittlich muss man dafür 25 Promille der gesamten Baukosten veranschlagen.

  • Baugenehmigungsverfahren
    Baugenehmigungsverfahren

    Das Baugenehmigungsverfahren ist der Vorgang, der in den meisten Fällen zu einer Baugenehmigung führt. Es wird beispielsweise geprüft, ob der Bauantrag allen baurelevanten gesetzlichen Vorschriften wie z.B. Baugesetzbuch, Landesbaugesetz oder örtlichen Bauvorschriften entspricht. Selbst bei einem Bauvorhaben in einem Gebiet mit detailliertem Bebauungsplan kann dieser Vorgang mehr als einen Monat dauern. Der Katalog der im Genehmigungsverfahren zu erbringenden Bauvorlagen ist entsprechend lang. Im vereinfachten Baugenehmigungsverfahren, dass die Baubehörde z.B. anwenden kann, wenn eine bestimmte Traufhöhe nicht überschritten wird, werden in der Regel nur planungs- und brandschutzrechtliche Anforderungen geprüft, nicht jedoch technische Sachverhalte. Entsprechend weniger Bauvorlagen sind für dieses Verfahren nötig. Noch weniger Bauvorlagen sind beim Freistellungsverfahren notwendig. So reichen in Nordrhein-Westfalenin einfacher Ausführung ein Lageplan, die Berechnung des Masses der baulichen Nutzung, die Bauzeichnungen, der rechnerische Nachweis über den höchstgelegenen Fussboden, der baustatistische Erhebungsbogen und die Erklärung des Entwurfsverfassers, dass das Gebäude den Brandschutzanforderungen entspricht.

  • Baugenossenschaft
    Baugenossenschaft
    auch: Baugenossenschaften

    siehe Siedlungsgenossenschaft

  • Baugesetzbuch
    Baugesetzbuch

    Das Baugesetzbuch (BauGB) ist ein Bundesgesetz und ein umfangreiches Gesetzeswerk, das als Grundlage für alle Planungs- und späteren Baumaßnahmen dient. In ihm werden z. B. Vorgaben gemacht, was ein Flächennutzungsplan(% oder (%Bebauungsplan enthalten muß, wobei die Einzelbestimmungen dieser und anderer Gesetzestexte wiederum in den Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer festgelegt sind oder festgelegt sein können. Im Baugesetzbuch ist z.B. auch niedergelegt, unter welchen Voraussetzungen Enteignungsverfahren bei Grund und Boden möglich und wie die Entschädigungen zu handhaben sind. Die Baunutzungsverordnung ist ebenfalls ein Bundesgesetz und beschäftigt sich, wie der Name schon sagt, mit den Nutzungsmöglichkeiten von Bauflächen und Baugebieten.

  • Bauglas
    Bauglas

    Bauglas ist der Oberbegriff für alle am Bau verwendeten Gläser: Fensterglas, Gussglas, Drahtglas, Wandplatten aus Glas, Spiegelglas, Glasbausteine, Glasdachziegel, Betongläser, Glasfasern.

  • Baugrenze
    Baugrenze
    auch: Baugrenzen

    Im Bebauungsplan kann eine Baugrenze festgesetzt werden. Die Baulinie wird als Linie aus zwei Punkten und einem Strich gezeichnet (bei farbiger Darstellung in blau). Im Gegensatz zur Baulinie ist der Bauherr bei einer Baugrenze nicht verpflichtet, auf dieser Linie zu bauen. Die Baugrenze darf lediglich nicht überschritten werden. Wenn der Bauherr einen halben Meter hinter der Baugrenze bauen will, ist das erlaubt.

  • Baugrube
    Baugrube
    auch: Baugruben

    Fundamente und Kellerräume liegen unterhalb der Geländeoberkante. Das Erdreich muß deshalb ausgehoben und eine Baugrube hergestellt werden. Bohrungen, Sondierungen oder Schürfungen können bei Bedarf genaue Angaben über die Beschaffenheit und die Schichtenfolge des Bodens bringen. Diese sind für die Wahl der Gründungsart oder den Maschineneinsatz erforderlich. Vor dem Aushub der Baugrube muß zudem geprüft werden, ob auf dem Grundstück beispielsweise Gas-, Wasser- oder Abwasserleitungen verlegt sind. Der Mutterboden (bis zu 40 cm dick) sollte nach Möglichkeit auf dem Grundstück gelagert werden, da er später zum Andecken des Geländes benötigt wird. Mit Ladefahrezeugen und Baggern wird die Grube ausgehoben. Dabei ist auf die Baugrubensicherung zu achten. Der Boden der Baugrube muss waagerecht, profilgerecht und eben sein. Um das Bauwerk herum muß ein ausreichend bemessener Arbeitsraum vorhanden sein. Dieser Arbeitsraum muss von der Außenseite der Schalwandkonstruktion bis zum Böschungsfuß mindestens 50 cm betragen.

  • Baugrund
    Baugrund

    Im allgemeinen derjenige Teil der Erdkruste, der im Einflußbereich der zu errichtenden Bauwerke liegt. Er kann aus Felsgestein (Festgestein) oder aus unverfestigtem Boden (Lockergestein) bestehen. Zwischen diesen beiden Gesteinsarten gibt es zahllose Übergänge.

  • Baugrunderkundung
    Baugrunderkundung

    Die Baugrunderkundung ist für Geologen und Ingenieure die wichtigste Voraussetzung zur Planung von Verkehrswegen, Gebäuden oder Ingenieurbauten aller Art. Ein der wichtigsten Aufgaben ist der Baugrunderkundung ist es, anhand der gewonnenen Bodenproben Parameter für die zulässige Beanspruchung des Bodens zu gewinnen, damit das geplante Bauwerk sicher und ohne schädliche Setzungen gegründet werden kann und die Grundbruchsicherheit gewährleistet ist. Die Erkundungsergebnisse müssen Aufschluß über die Schichtenfolge, Neigung und Mächtigkeit der Schichten sowie die Eigenschaften der einzelnen Bodenschichten geben. Notwendig ist, daß insbesondere die Schichten erfaßt werden, welche Setzungen hervorrufen und somit die Standsicherheit der Bauwerke beeinflussen.

  • Baugrundgutachten
    Baugrundgutachten

    Das Baugrundgutachten ist ein durch geotechnische Sachverständige erarbeiteter Bericht, in dem die Ergebnisse der Baugrunderkundung und der Baugrunduntersuchungen im Hinblick auf die geplante Baumaßnahme zusammengefasst werden. Im B. werden die Baugrundschichtung, die Grundwasserverhältnisse und die Eigenschaften der Böden dargestellt und Empfehlungen zur Gründung und zur Gestaltung von Baugruben und Böschungen gegeben. Baugrundgutachten sind Voraussetzung für erdstatische Berechnungen und die Tragwerksplanung.

  • Baugrundstück
    Baugrundstück

    Grundstück, das nach öffentlich-rechtlichen Vorschriften mit Gebäuden bebaubar oder bebaut ist. Dabei wird unterschieden in nicht erschlossene, teilerschlossene und voll erschlossene Baugrundstücke.

  • Baugrunduntersuchung
    Baugrunduntersuchung
    auch: Baugrunduntersuchungen

    Versuche zur Feststellung der bodenmechanischen Eigenschaften des Baugrunds. Im Rahmen der Baugrunderkundung angetroffene Bodenschichten werden experimentell untersucht, um Kennwerte zur Vorhersage der Verformungen, der Festigkeit und der Durchlässigkeit bereitzustellen.

  • Bauherrenhaftpflichtversicherung
    Bauherrenhaftpflichtversicherung

    Der Bauherr muss dafür haften, wenn ein am Bau Unbeteiligter an der Baustelle entlang maschiert und durch mangelnde Baustellensicherung zu Schaden kommt. Um sich vor finanziellem Schaden durch solch ein Fall abzusichern, wird eine Bauhaftpflichtversicherung angeboten, deren Versicherungszeit sich über die gesamte Bauzeit erstreckt und die mit der Schlussabnahme endet.

  • Bauherrenrisiko
    Bauherrenrisiko

    Bauen ist für den Bauherrn immer mit einem Risiko im Hinblick auf die finanzielle Seite behaftet. Das häufigste Beispiel eines Bauherrenrisikos ist, dass das Bauunternehmen pleite geht, bevor der Bau abgeschlossen ist. Das ist für den Bauherren ein Risiko, weil nun unklar ist, wer das Haus fertig stellt. Alarmzeichen für eine bevorstehende oder bereits erfolgte Pleite eines Bauunternehmens sind z.B.: - wenn der Bauträger grundlos die Adresse wechselt, - die gewohnten Ansprechpartner nicht mehr erreichbar sind, - die Bank einen Projektleiter einschaltet, - die am Bau beteiligte Firmen ausgetauscht werden.

  • Bauholz
    Bauholz
    auch: Bauhölzer

    Bauholz ist im eigentlichen Sinne nichts anderes, als das Holz, das zum Weiterverarbeiten in Wohngebäuden oder aber auch auf Baustellen verwendet wird. Also nicht das Brennholz für den Ofen. Unter Bauholz zählen z.b. Dielen, Bohlen, Latten, Bretter oder aber auch das Kantholz.

  • Bauingenieur
    Bauingenieur
    auch: Bauingenieure, Bauingenieurin, Bauingenieurinnen

    Der Bauingenieur unterscheidet sich vom Architekten dadurch, daß er sich weniger mit der Planung, als mit der eigentlichen Konstruktion von Gebäuden und Sonderbauten beschäftigt und für alle Planungen die statische Durchführbarkeit ermittelt. Ganz vereinfacht gesagt, ist der Architekt für Optik und Funktionalität des Bauwerks zuständig, der Bauingenieur dafür, daß die Baukonstruktion allen technischen Anforderungen standhält. Bauingenieure können allerdings auch Bauplanungen ausführen und Bauanträge einreichen, wenn sie die sog. Vorlageberechtigung besitzen. Angehende Bauingenieure studieren entweder an einer Fachhochschule (FH) oder an einer Technischen Universität (TU), wobei die Regelstudienzeiten 8 bzw. zehn Semester betragen. Studienschwerpunkt ist u.a. der konstruktive Ingenieurbau. Bauingenieure werden nicht nur für den allgemeinen Hoch-oder Tiefbau ausgebildet, sondern auch für Fachdisziplinen wie Wasserbau, Verkehrstechnik oder Abfalltechnik. Die Bauleitung bei größeren Baumaßnahmen obliegt in aller Regel einem Bauingenieur. Wie der Architekt auch, hat der freischaffende Bauingenieur einen gesetzlich definierten Anspruch auf ein Honorar, das in der HOAI festgesetzt und in Leistungsstufen gegliedert ist.

  • Baukeramik
    Baukeramik

    Baukeramik oder Bauterrakotta ist die Sammelbezeichnung für alle Erzeugnisse aus meist Grobkeramik, die im und um das Haus verwendet werden. Baukeramik sind beispielsweise Fliesen, Formsteine oder Fassadenschmuck mit Glasuren und plastischem Dekor.

  • Baukontrolleur
    Baukontrolleur

    Als Baukontrolleur wird ein Mitarbeiter der Bauaufsichtsbehörde bezeichnet, der stichprobenartig oder regelmäßig Bauobjekte besucht, um festzustellen, ob keine Abweichungen vom genehmigten Bauantrag vorgenommen werden. Als Baukontrolleure werden immer Beamte oder Angestellte eingesetzt, die einschlägig vorgebildet sind, also Bauingenieure und Bautechniker. Der Baukontrolleur kann Bauvorhaben stillegen, wenn er gravierende Sicherheitsmängel entdeckt oder Abweichungen von der genehmigten Planung. Der Bauherr oder in dessen Namen der Architekt oder Bauleiter muß ihm jederzeit den Zutritt zur Baustelle erlauben und ihm auf Verlangen alle relevanten Unterlagen und Aufzeichnungen vorlegen.

  • Bauland
    Bauland

    Durch einen Bebauungsplan für die Bebauung bestimmte oder in bereits zusammenhängend bebauten Gebieten gelegene und zur Bebauung geeignte Grundstücke.

  • Baulandumlegung
    Baulandumlegung
    auch: Baulandumlegungen

    Die Baulandumlegung ist ein im Bundesbaugesetz geregeltes Verfahren zur Neuordnung von Grundstücken. Demnach können im Geltungsbereich eines Bebauungsplans und innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile zur Erschließung oder Neugestaltung bestimmter Gebiete bebaute und unbebaute Grundstücke durch Umlegung in der Weise neu geordnet werden, dass nach Lage, Form und Größe für die bauliche oder sonstige Nutzung zweckmäßig gestaltete Grundstücke entstehen.

  • Baulast
    Baulast
    auch: Baulasten

    Unter einer Baulast kann die öffentlich-rechtliche Verpflichtung verstanden werden, eine bauliche Anlage herzustellen oder zu unterhalten. Im privaten Baubereich wird unter ein Baulast jedoch verstanden, auf dem eigenen Grundstück bestimmte Vorgänge zu dulden. Dazu kann z.B. das Durchfahrtsrecht eines Nachbarn gehören, durch ein fremdes Grundstück fahren zu dürfen, um sein rückseitig gelegenes Grundstück erreichen zu können. Andere Baulasten können beispielsweise das Aufstellen von Telegrafenmasten oder die Duldung einer bis an die Grundstücksgrenze heranreichenden Scheune betreffen. Baulasten werden im Baulastenverzeichnis eingetragen, welches als eine Ergänzung zum Grundbuch verstanden werden kann. Das Baulastenverzeichnis wird bei den zuständigen Bauämtern der Stadtverwaltungen, Kreise usw. geführt.

  • Baulastenverzeichnis
    Baulastenverzeichnis
    auch: Baulastenverzeichnisse

    Das Baulastenverzeichnis ist ein von der Baubehörde geführtes Verzeichnis über die Eintragungen von Baulasten.

  • Bauleistungsbeschreibung
    Bauleistungsbeschreibung

    siehe Leistungsbeschreibung.

  • Bauleistungsversicherung
    Bauleistungsversicherung
    auch: Bauleistungsversicherungen

    Werden häufig von Bauherren abgeschlossen, die sicherstellen wollen, daß während der Bauphase eintretende Schäden ersetzt werden. Eine solche Versicherung kann je nach Vertragsgestaltung auch das Diebstahlsrisiko abdecken, das bekanntlich auf Baustellen nicht gerade gering ist.

  • Bauleistungsverzeichnis
    Bauleistungsverzeichnis

    siehe Leistungsverzeichnis.

  • Bauleitplan
    Bauleitplan
    auch: Bauleitplanung, Bauleitpläne

    Der Bauleitplan bestimmt die bauliche und sonstige Nutzung der Flächen einer Gemeinde. Die Aufstellung des Plans liegt in der Hoheit der Gemeinden und ist damit ein wichtiges städtebauliche Planungsinstrument mit dem zukünftige Entwicklungen steuerbar sind. Der Bauleitplan besteht aus Flächennutzungsplan und Bebauungsplan.

  • Bauleitplanung
    Bauleitplanung

    siehe Bauleitplan.

  • Bauleitung
    Bauleitung
    auch: Bauleiter

    Während beim Bau eines Einfamilienhauses kein Bauleiter eingesetzt werden muß, sondern in der Regel dem Architekten die Bauüberwachung obliegt, geht es bei größeren Baumaßnahmen nicht ohne Bauleiter. Dieser ist meistens Bauingenieur. Als Bauleiter arbeitet er unmittelbar und ständig auf der Baustelle. Seine Aufgabengebiet ist ebenso umfangreich wie verantwortungsvoll. Er muß den zeitlichen Ablauf der einzelnen Maßnahmen steuern und überwachen, er muß kontrollieren, ob die richtigen Materialien in der lt. Bauplanung vorgesehen Weise eingebaut werden und er muß auch die Unfallverhütungsvorschriften kennen und am Bau durchsetzen. Unmittelbar arbeiten mit dem Bauingenieur die Poliere, Vorarbeiter und Handwerksmeister zusammen. Ähnlich wie der Kapitän auf dem Schiff, hat der Bauleiter das letzte Wort bei technischen Entscheidungen.

  • Baulinie
    Baulinie
    auch: Baulinien

    Im Bebauungsplan kann eine Baulinie festgesetzt werden. Die Baulinie wird als Linie aus zwei Punkten und einem Strich gezeichnet (bei farbiger Darstellung in rot). Im Gegensatz zur Baugrenze ist der Bauherr bei einer Baulinie verpflichtet, auf dieser Linie zu bauen. Sie trennt bebaubare und nicht bebaubare Grundstücksfläche. Die Baulinie gilt nicht nur über der Erde, sondern auch darunter. Eine Tiefgarage darf daher nicht über die Baulinie hinausragen. Untergeordnete bauliche Anlagen und Teile davon wie Garagen an der Grundstücksgrenze, Balkone, Erker können über die festgelegte Baulinie hinaus zugelassen werden - sofern es von den Abstandsflächen möglich ist und es die Bestimmungen des Bebauungsplans oder örtliche Vorschriften erlauben.

  • Baulos
    Baulos
    auch: Baulose

    Baulos ist die Bezeichnung für einen Anteil an der Ausführung eines größeren Bauvorhabens, das durch einen Unternehmen alleine nicht zu bewerkstelligen wäre.

  • Baumangel
    Baumangel
    auch: Baumängel

    Baumängel sind Fehler an einem Bauwerk, die den Wert oder die Tauglichkeit zu dem gewöhnlichen oder nach dem Vertrag vorausgesetzten Gebrauch aufheben oder mindern. Gewöhnlicher Gebrauch bedeutet, dass die Bauleistung den heute üblichen und notwendigen Anforderungen genügen und den allgemein anerkannten Regeln der Technik und der Baukunst entsprechen muss. Der Bauherr hat im Streitfall darzulegen (sog. Darlegungslast), welcher Baumangel besteht und zu beseitigen ist. Bei einem Baumangel hat der Bauherr einen Anspruch auf Erfüllung oder Gewährleistung.

  • Baumarkt
    Baumarkt
    auch: Baumärkte

    Der Begriff Baumarkt hat zwei Bedeutungen. Zum einen ist mit Baumarkt die gesamte Baubranche in wirtschaftlicher Hinsicht zu verstehen - etwa in dem Sinne, in dem man auch von einem Geldmarkt spricht. Ansonsten ist der Baumarkt eine Einkaufsstätte, in der Heimwerker/innen in diy-gerechten Chargen und Losgrößen Produkte kaufen können, um Haus und Hof auszubauen, zu sanieren oder umzubauen. In den letzten Jahren geht der Trend allerdings weg vom klassischen Baumarkt und hin zum Wohnkaufhaus, wo auch Möbel, Bilderrahmen und textile Dekorationsstoffe gekauft werden können. Spezielle Bauprodukte wie etwa Dachziegel oder Klinker werden von Baumärkten selten geführt. Diese Produkte sind die Domäne des Baustoffgroßhandels. Die deutschen Baumärkte sind entweder Franchise-Betriebe (wie OBI) oder Regiebetriebe (wie Toom). Deutschland gilt hinsichtlich der Zahl seiner Baumärkte als "überbesetzt" - es gibt also zu viele Baumärkte für zu wenige Kunden, weshalb die Renditen der Betreiber niedrig sind oder in Einzelfällen auch gar keine Renditen erwirtschaftet werden. Als Wachstumfeld gilt der Garten, weshalb vielen Baumärkten ein Gartencenter zugeordnet ist.

  • Baumasse
    Baumasse

    Rauminhalt der Vollgeschosse von Gebäuden zuzüglich der in Dach- und Kellergeschossen zugelassenen Aufenthaltsräume einschließlich der zu zugehörigen Umfassungswände und Decken.

  • Baumassenzahl
    Baumassenzahl
    auch: BMZ

    Diese Zahl gibt an, wie groß Gebäude in Industriegebieten sein dürfen. Dabei ist der umbaute Raum in Kubikmetern ausschlaggebend. Hat ein Grundstück beispielsweise eine Fläche von 2000 m² und ist eine Baumassenzahl von 2,0 angegeben, darf das Gebäude höchstens ein Volumen von 4000 m³ haben.

  • Baunebenkosten
    Baunebenkosten

    Beim Kauf eines Hauses sorgen die Baunebenkosten häufig für unliebsame Überraschungen, denn sie können zwischen 10% und 20% der Gesamtkosten ausmachen. Sie werden den reinen Baukosten hinzugerechnet. Zu den Baunebenkosten zählen beispielsweise das Architektenhonorar, Kosten der Statiker und Prüfingnieure, Gebühren für das Baugenehmigungsverfahren und für amtliche Prüfungen wie die Bauabnahme.

  • Baunutzungskosten
    Baunutzungskosten

    Baunutzungskosten sind alle bei Gebäuden, den dazugehörigen baulichen Anlagen und deren Grundstücken unmittelbar entstehenden regelmäßig oder unregelmäßig wiederkehrenden Kosten vom Beginn der Nutzbarkeit des Gebäudes bis zum Zeitpunkt seiner Beseitigung.

  • Baunutzungsverordnung
    Baunutzungsverordnung

    Die Baunutzungsverordnung (BauNVO)ist ein Bundesgesetz und beschäftigt sich, wie der Name schon sagt, mit den Nutzungsmöglichkeiten von Bauflächen und Baugebieten. In ihm wird u.a. definiert, was ein reines Wohngebiet oder ein Industriegebiet ist oder was Sondergbiete sind, die der Erholung dienen. Festgelegt werden hier auch die allgemeinen Voraussetzungen für die Zulässsigkeit baulicher und sonstiger Anlagen. Die (höchst überflüssigen) Landesbauordnungen orientieren sich auch an der BauNVO.

  • BauNVO
    BauNVO

    siehe Baunutzungsverordnung

  • Bauort Anbieter
    Bauort Anbieter
  • Bauort Häuser
    Bauort Häuser
  • Bauplan
    Bauplan
    auch: Baupläne

    Baupläne gehören zu jedem Haus, egal ob vom Architekten geplant oder nicht. Man unterscheidet zwischen Entwurfsplänen im Massstab 1:100 und Ausführungsplänen z.B. im Massstab 1:50 sowie Detailzeichnungen und Pläne für die Handwerker mit grösserem Massstab. Zu den Ausführungsplänen zählen vor allem der Werkplan des Architekten, Schal-, und Bewehrungspläne für die Betonteile. Baupläne sind für die Baubehörde verbindliche Unterlagen, bei der Bauabnahme prüft sie, ob der Neu- oder Umbau gemäss den genehmigten Plänen erstellt wurde.

  • Bauprozess
    Bauprozess
    auch: Bauprozesse

    Juristisch nicht definierter Begriff; verstanden wird darunter aber eine Privatklage wegen Bauschäden.

  • Bauregelliste
    Bauregelliste

    Das Deutsche Institut für Bautechnik, Berlin, macht im Einvernehmen mit den obersten Bauaufsichtsbehörden der Länder für die Bauprodukte und Bauarten in der Bauregelliste die technischen Regeln bekannt, die zur Erfüllung der in den Landesbauordnungen und in den auf Grund der Landesbauordnungen erlassenen Gesetzen und Verordnungen an bauliche Anlagen gestellten Anforderungen zu beachten sind. Die Bauregelliste hat verschiedene Teile mit unterschiedlichen Regelungsbereichen: Die Bauregelliste unterliegt ständiger Fortschreibung. Bauregelliste A (Teile 1,2 und 3) Die Bauregelliste A gilt nur für Bauprodukte und Bauarten im Sinne der Begriffsbestimmung der Landesbauordnungen. Die für die Bemessung und Ausführung der baulichen Anlagen zu beachtenden technischen Regeln, die als Technische Baubestimmungen öffentlich bekannt gemacht sind, bleiben hiervon unberührt. Bauregelliste A Teil 1 enthält geregelte Bauprodukte Bauregelliste A Teil 2 enthält nicht geregelte Bauprodukte Bauregelliste A Teil 3 enthält nicht geregelte Bauarten Bauregelliste B (Teile 1 und 2) In der Bauregelliste B werden Bauprodukte aufgenommen, die nach Vorschriften der Mitgliedstaten der Europäischen Union - einschließlich deutscher Vorschriften - und der Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum in den Verkehr gebracht und gehandelt werden dürfen und die die CE-Kennzeichnung tragen. Bauregelliste B Teil 1 Hier sind Bauprodukte aufgelistet, die die harmonisierten Vorgaben der europäischen Bauproduktenrichtlinie erfüllen. Bauregelliste B Teil 2 Hier sind Bauprodukte aufgelistet, die außerhalb des Regelungsbereiches der Bauproduktenrichtlinie liegen und in anderen Richtlinien bestimmt sind, z.B. Maschinen- oder Gasgeräterichtlinie. Bauregelliste C Liste C enthält Bauprodukte, für die es weder Technische Bestimmungen noch allgemein anerkannte Regeln der Technik gibt und die für die Erfüllung bauordnungsrechtlicher Anforderungen nur eine untergeordnete Bedeutung haben.

  • Bausatzhaus
    Bausatzhaus
    auch: Bausatzhäuser

    siehe Selbstbauhaus

  • Bauschaden
    Bauschaden
    auch: Bauschäden

    Allgemeiner Begriff für einen durch Verarbeitungs-, Konstruktions- und/oder Materialfehler entstandenen Schaden an einem Bauwerk. Die Feststellung, ob ein Bauschaden vorliegt, erfolgt fast immer unter Hinzuziehung eines Sachverständigen. Die Feststellung, wer für einen Bauschaden verantwortlich ist, ist immer dann problematisch, wenn der Bauherr weite Teile seines Hauses in Eigenleistung erbracht hat. Im Fertighausbau und beim Bau durch einen Generalunternehmer hat es derjenige, der einen Bauschaden reklamiert, nur mit einer Partei zu tun, die er haftbar machen kann. Im konventionellen Massivbau schiebt nicht selten ein Handwerker die Schuld auf den anderen, so dass jahrelange Prozesse mit unterschiedlichsten Gutachten die Folge sein können.

  • Bauschein
    Bauschein
    auch: Bauscheine

    Anderer, rechtlich zulässiger Begriff für Baugenehmigung.

  • Bausoll
    Bausoll

    In einer Bauleistungsbeschreibung legt der Bauunternehmer, Generalunternehmer, Bauträger oder Fertighaushersteller dar, welche Leistungen an dem Bauwerk erbracht werden. Juristen sprechen in diesem Zusammenhang von einem "Bausoll". Bei der Abnahme sollte der Bauherr genauestens prüfen, ob das Bausoll erfüllt worden ist.

  • Bauspardarlehen
    Bauspardarlehen

    Das Bauspardarlehen ist nach dem Bausparkassengesetz ein Darlehen, das die Bausparkasse dem Bausparer als „Gegenleistung“ für die von ihm eingezahlten Beträge für wohnungswirtschaftliche Maßnahmen gewährt. Es ist für die Bausparkasse grundsätzlich unkündbar, während der Bausparer selbst das Darlehen jederzeit vorzeitig zurückzahlen bzw. kündigen darf. Die Auszahlung des Bauspardarlehens erfolgt nach 40-50 %iger Ansparung der Bausparsumme (je nach Tarif) und einer je nach Institut unterschiedlichen Zuteilungsfrist. Das Bauspardarlehen kann mit Annahme der Zuteilung beantragt werden. Es ergibt sich in der Regel aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem bis Zuteilung angesammelten Bausparguthaben und der Bausparsumme.

  • Bausparen
    Bausparen
    auch: Bausparer

    Bausparen ist eigentlich eine englische "Erfindung": Viele Sparer (Kollektiv) zahlen regelmäßig in einen Topf ein. Nach einer bestimmten Zeit und bei Erreichen eines bestimmten Prozentsatzes der Bausparsumme erhält der Sparer sein gespartes Geld plus Zinsen aus dem gemeinsamen Topf (Zuteilung) und kann zusätzlich noch ein (zinsgünstiges) Darlehen zu einem von Anfang an festgesetzten Zinssatz in Anspruch nehmen. Aus diesem Prinzip haben sich moderne, intelligente Finanzierungsvarianten entwickelt, unter denen Singles, junge Familien und Best-Ager ihre spezielle Wunschfinanzierung wählen können.

  • Bausparkasse
    Bausparkasse
    auch: Bausparkassen

    Kreditinstitute, deren Geschäftsbetrieb darauf gerichtet ist, Einlagen von Bausparern (Bauspareinlagen) entgegenzunehmen und aus den angesammelten Beträgen den Bausparern für wohnungswirtschaftliche Maßnahmen Gelddarlehen (Bauspardarlehen) zu gewähren. Das Bauspargeschäft darf nur von Bausparkassen betrieben werden. Bausparer ist, wer mit einer Bausparkasse einen Vertrag schließt, durch den er nach Leistung von Bauspareinlagen einen Rechtsanspruch auf Gewährung eines Bauspardarlehens erwirbt (Bausparvertrag). Nach dem Gesetz über Bausparkassen in der Fassung vom 15. 2. 1991 dürfen in Deutschland private Bausparkassen nur in der Rechtsform der Aktiengesellschaft betrieben werden. Die Rechtsform der öffentlich-rechtlichen Bausparkassen wird von den Bundesländern bestimmt. Das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungs- und Bausparwesen in Berlin übt die Aufsicht über die Bausparkassen in Deutschland aus.

  • Bausparsumme
    Bausparsumme
    auch: Bausparsummen

    Die Bausparsumme ist der Betrag, über den der Bausparvertrag abgeschlossen wird. Sie ist Bezugsgröße für die Abschlussgebühr, für das Bauspardarlehen und für die Sparbeträge bzw. den Regelsparbetrag. Die Bausparsumme setzt sich aus dem Bausparguthaben (den Bauspareinlagen) und dem Bauspardarlehen zusammen.

  • Baustatik
    Baustatik

    Die Baustatik bezeichnet als Teilgebiet der Mechanik die Lehre vom stabilen Gleichgewicht der Bauteile unter dem Einfluss von Kräften. Wichtigste Aufgabe der Baustatik ist der rechnerische Standsicherheitsnachweis von Gebäuden. Dazu wird im Zuge der Bauplanung eine Lastermittlung durchgeführt, bei der alle Kräfte erfasst werden, die die Bauteile eines künftigen Gebäudes belasten und dadurch zu Spannungen im Inneren des Werkstoffgefüges sowie zu Verformungen und zu Instabilitäten führen können. Hierbei wird die Eigenlast der Bauteile ebenso berücksichtigt wie die durch den Nutzungszweck des Gebäudes zu erwartenden Verkehrslasten sowie Drücke, die von Winden und Niederschlägen (Schnee, Eis) ausgehen. Der Baustatiker hat nachzuweisen, dass alle Kräfte sicher auf den Baugrund übertragen und dort aufgenommen werden können. Die Berechnungen erfolgen dabei von oben nach unten und folgen damit dem Kraftfluss. Sie erfasst als erstes das Dach, arbeitet sich Ebene für Ebene nach unten und schließt mit der Untersuchung der Fundamentsohle ab. Das Hauptaugenmerk des Statikers gilt den tragenden Konstruktionselementen (Tragwerke) wie Decken, Stützen, Wände und Fundamente, die in waagrechten Grundrissen und lotrechten Schnitten dargestellt und anhand von statischen Formeln berechnet werden.

  • Baustellenabsicherung
    Baustellenabsicherung

    Damit Baustellen nicht von Unbefugten (insbesondere Kindern) betreten werden können, müssen sie ausreichend gesichert sein. Ein Schild mit der Aufschrift "Baustelle Betreten verboten" wird dabei als nicht ausreichend angesehen. Zur Baustellenabsicherung kommen zum Beispiel Baustellenzäune zum Einsatz. Auch die Abdeckung von ungesicherten Schächten gehört zur Baustellenabsicherung.

  • Baustelleneinrichtung
    Baustelleneinrichtung

    Als Baustelleneinrichtung bezeichnet man alle mobilen oder auch ortsfesten Einrichtungen, welche je nach Bedarf der jeweiligen Baustelle nur für die Dauer der Arbeiten geschaffen werden. Dazu gehören beispielsweise Lagerplätze, Büro- und Materialcontainer, Kranstellplatz, sowie Baustellenver- und entsorgung.

  • Baustellenschild
    Baustellenschild

    Während des Bauens muß der Bauherr der Baustelle dauerhaft und von der Strasse her gut sichtbar ein Baustellenschild anbringen mit der Bezeichnung des Bauvorhabens, Namen und Anschriften des Architekten bzw. Entwurfsverfassers, des Bauleiters und des Unternehmers für den Rohbau.

  • Baustellenverordnung
    Baustellenverordnung

    Aufgrund der Baustellenverordnung (BaustellV), die seit 1.7.1998 anzuwenden ist, muss der Bauherr bei Planung und Ausführung eines Bauvorhabens Maßnahmen treffen und die Arbeit auf der Baustelle so gestalten, dass eine Gefährdung für Leben und Gesundheit vermieden und die verbleibende Gefährdung möglichst gering gehalten wird. Damit trifft den Bauherrn erstmals eine Mitverantwortung für die Arbeitssicherheit auf der Baustelle! Die Verantwortung der Unternehmer für die Arbeitssicherheit ihrer Beschäftigten wird davon nicht berührt! Aufgaben des Bauherrn: Der Bauherr kann die Leistungen nach BaustellV selbst übernehmen oder er beauftragt einen Dritten, z.B. einen Architekten, diese Leistungen in eigener Verantwortung zu erbringen.

  • Baustoffgroßhandel
    Baustoffgroßhandel

    Der Großhandel mit Baustoffen ist keineswegs mehr nur für das Bauhandwerk und für Bauunternehmen da, sondern hat sich in den letzten Jahren stark konzentriert auch auf den privaten Bauherrn und den Heimwerker. Regionale Baustoffhändler betreiben oft neben dem Baustoffgroßhandel auch einen Baumarkt; meistens als Franchisebetriebe von Gruppen wie i&m (Interpares-Mobau) oder Hagebau. Angesichts der langanhaltenden Krise in der Bauwirtschaft wird der Privatkunde für die Baustoffgroßhändler immer wichtiger, denn dieser bringt sofort Bargeld in die Kasse, während das Handwerk auf Rechnung einkauft und erst nach Tagen oder Wochen bezahlt.

  • Baustoffklasse
    Baustoffklasse
    auch: Baustoffklassen

    Dient der Einteilung von Baustoffen bezüglich ihres Brandverhaltens nach DIN 4102. Ihre Kennzeichnung erfolgt durch die Buchstaben A und B und durch die Zahlen 1 bis 3. A 1= nicht brennbarer Baustoff ohne jegliche brennbare Bestandteile A 2= nicht brennbarer Baustoff mit geringen brennbaren Bestandteilen B 1= brennbarer Baustoff mit schwer entflammbaren Eigenschaften B 2= brennbarer Baustoff mit normal entflammbaren Eigenschaften B 3= brennbarer Baustoff mit leicht entflammbaren Eigenschaften (bauaufsichtlich als Baustoff nicht verwendbar)

  • Baustopp
    Baustopp

    Die Bauaufsichtbehörde oder das Gericht können einen Baustopp, das heißt die Einstellung aller Bauarbeiten an einem Neu- und Umbau, verfügen. Der Baustopp kann auch mit Zwangsmitteln durchgesetzt werden, wenn die Anordnung bestandskräftig und unanfechtbar ist. Ein Baustopp kann beispielsweise dann verhängt werden, wenn das Gebäude zu dicht an eine Nachbargrenze, zu breit oder zu hoch gebaut wird und somit die Randbedingungen eines rechtskräftigen Bebauungsplans oder der Baugenehmigung nicht eingehalten werden. Ein Baustopp kann aber auch verfügt werden, wenn mit den Bauarbeiten bereits vor Erteilung einer Baugenehmigung begonnen wurde oder die Standsicherheit der Baumaßnahme gefährdet ist und damit eine große Gefährdung der am Bau Beteiligten von einer Baumaßnahme ausgeht.

  • Baustrom
    Baustrom

    Ein Neubau hat zunächst keinen Stromanschluss. Um den nötigen Strom zum Bauen, den „Baustrom“ zur Verfügung zu haben, muss der Bauunternehmer einen Baustromverteiler aufbauen.

  • Baustromverteiler
    Baustromverteiler

    Irgendwo müssen die elektrischen Geräte auf der Baustelle ihren Strom herbekommen. Aus diesem Grunde gibt es Baustromverteiler. Dies sind vorübergehend installierte Verteilanlagen. Der Verteilerschrank sollte einen Zähler haben und gut verschliessbar sein, damit kein Unbefugter den Strom anzapfen kann. In der Regel rechnet jedes Gewerk seinen eigenen Stromanteil ab.

  • Bausubstanz
    Bausubstanz

    Eine Gebäude hat eine Einrichtung und ein Inventar, das willkürlich geändert werden kann, und eine Bausubstanz, die zunächst einmal die nicht beweglichen Einzelteile eines Gebäudes umfaßt: Fundament, Bodenplatte, Decken, alle Wände und das Dach. Der Begriff Bausubstanz wird verwendet, wenn ermittelt werden soll, ob und in welchem Umfang ein bestehendes Gebäude renoviert oder saniert werden kann. Ferner spielt der Begriff eine Rolle, wenn Sachverständige für Erben oder potentielle Käufer den Wert eines Hauses ermitteln sollen. Der Zustand der Bausubstanz ist dabei ein ganz wesentlicher Bewertungsfaktor.

  • Bautagebuch
    Bautagebuch

    Jeder Bauleiter muss ein Bautagebuch führen, dies ist eine schriftliche Dokumentation des Bauablaufs. In das Bautagebuch sind vor allem zu Beweiszwecken alle wesentlichen Vorgänge bei der Bauwerkserrichtung aufzunehmen, die im Hinblick auf spätere Gewährleistungsprozesse von Bedeutung sein können, z.B. Arbeitsbedingungen auf der Baustelle, Witterung, Beanstandungen, Beurteilungen von Lieferungen. Ein Doppel des Bautagebuchs ist dem Vertreter des Auftraggebers auszuhändigen. Auf Verlangen ist das Bautagebuch der behördlichen Bauaufsicht vorzuzeigen.

  • Bauteildurchfeuchtung
    Bauteildurchfeuchtung

    Eine der häufigsten Schadensursachen im Baubereich ist die Bauteildurchfeuchtung ist. Sie macht sich zum Beispiel bemerkbar durch verminderten Wärmeschutz, hygienische Beeinträchtigung , Schimmelpilzbefall auf feuchten Innenwandoberflächen, korrosive Schädigung metallischer Bauteile in der Außenwand, mechanische Schädigung, chemische Schädigung und Befall feuchten Holzes durch holzzerstörende Pilze.

  • Bautenfarbe
    Bautenfarbe
    auch: Bautenfarben

    Bautenfarben oder Baufarben ist der Sammelbegriff für alle Anstrichstoffe, die im Bausektor Verwendung finden. Man unterscheidet dabei noch zwischen den Dispersionsfarben, die für den Anstrich von Wänden und Fassaden verwendet werden und den Bautenlacken, die zur Beschichtung von Holz- und Metalloberflächen z. B. für Türen, Fenster und Heizkörper eingesetzt werden.

  • Bautenschutz
    Bautenschutz

    Bautenschutz ist die Bezeichnung für sämtliche Maßnahmen, die ein Bauwerk oder Teile eines Bauwerks vor schädigenden Einflüssen durch Witterung, Feuchtigkeit oder auch in Produktionsabläufen anfallenden Stoffen schützen und die Funktion des Bauwerks erhalten sollen. Zum Bautenschutz zählen Bauwerksabdichtung, Schutz vor Korrosion, Holzschutzmaßnahmen sowie Wärme-, Brand- und Schallschutz. Im Bautenschutz tätige Unternehmen haben ihr Hauptaufgabenfeld in der Sanierung von feuchten Kelleraußenwänden.

  • Bautenschutzmatte
    Bautenschutzmatte
    auch: Bautenschutzmatten

    Bautenschutzmatten werden aus Gummigranulat oder Polyurethankautschuk hergestellt. Sie finden ihren Einsatz dort, wo im Bau hochwertige Isolierungen und Abdichtungen vor Beschädigungen geschützt werden sollen und Schallschutz erwartet wird. Bautenschutzmatten werden zum Beispiel zum Schutz der Dachhaut bei Flachdächern eingesetzt. Bei einem Flächengewicht von 10 bis 15 kg/qm liegt das Palettengewicht bei ca. 500 bis 800 kg. Eine Förderung ohne technische Hilfsmittel ist daher auszuschließen.

  • Bautenschutzmittel
    Bautenschutzmittel

    Bautenschutzmittel sind alle Stoffe, die zum Bautenschutz eingesetzt werden. Bautenschutzmittel werden z.B. eingesetzt für schädlingsbekämpfende Beschichtungsstoffe, Imprägniermittel, Holzschutzmittel und Absperrmittel auf Bitumenbasis, die für die Konservierung verwendet werden. Die Wasseraufnahme wird durch eine filmbildende, wasserundurchlässige Beschichtung (Fassadenfarben) verringert.

  • Bauträger
    Bauträger

    Bauträger sind Unternehmen, die Grundstücke erwerben und im eigenen Namen und auf eigene Rechnung Wohn- und Gewerbebauten errichten, um sie anschließend zu verkaufen. Das heißt, das Bauträgerunternehmen ist gleichzeitig Bauherr. Ein Bauträgervertrag muss notariell beurkundet werden. Bei ihm handelt es sich zwar im Prinzip um einen Kaufvertrag, der eine Gewährleistungsfrist von einem Jahr hat, aber die Rechtsprechung geht von einem Werkvertrag aus, so dass die Gewährleistungsfrist fünf Jahre beträgt.

  • Bauüberwachung
    Bauüberwachung

    Die Bauüberwachung wird zweifach ausgeführt. Einmal ist sie Pflichtaufgabe der örtlichen Bauaufsichtsbehörde, wobei ein Baukontrolleur die Ausführung eines genehmigten Bauvorhabens überwacht, was in der Regel nur stichprobenartig geschieht. Liegt dem Bau ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren zugrunde, kann die Baubehörde auf die Bauüberwachung verzichten. Im Verhältnis zwischen Bauherrn und Architekten obliegt in der Regel diesem die Bauüberwachung, bei größeren Baumaßnahmen muß ein eigener Bauleiter eingesetzt werden. Dieser ist meistens Bauingenieur. Als Bauleiter arbeitet er unmittelbar und ständig auf der Baustelle, während der Architekt, der die Bauüberwachung inne hat, nicht ständig auf der Baustelle anwesend sein muß. Dennoch ist auch die Bauüberwachung umfangreich und verantwortungsvoll. Sie beinhaltet u.a. die Überwachung des Ausbaus entsprechend der Ausführungspläne, die Einhaltung der Zeitpläne, die Feststellung und Beseitigung etwaiger Baumängel und die Kostenkontrolle. Die Bauüberwachung ist wichtigster Bestandteil der Leistungsphasen innerhalb der HOAI, nämlich der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure.

  • Bauvertrag
    Bauvertrag
    auch: Bauverträge

    Vertrag zwischen Bauherrn und/oder Architekt und einer Baugesellschaft oder mit einer Fertighausfirma über Art und Umfang zu erbringender Bauleistungen.

  • Bauvoranfrage
    Bauvoranfrage
    auch: Bauanfrage, Bauvoranfragen

    Vor dem Kauf eines Grundstücks, vor der konkreten Planungsbeauftragung eines Architekten oder vor Einreichung eines Bauantrags kann es sinnvoll sein, eine Bauvoranfrage an die zuständige Gemeindeverwaltung zu stellen. Eine solche Bauvoranfrage kann jedermann stellen, aber die Einschaltung eines Architekten ist empfehlenswert. Durch die Bauvoranfrage kann z.B. abgeklärt werden, ob ein Grundstück in einer vorgesehenen Bauweise überhaupt bebaut werden darf. Auch Bauvoranfragen sind gebührenpflichtig. Liegt also das Grundstück, auf dem gebaut werden soll, in einem durch Bebauungsplan ausgewiesenen Baugebiet, kann man sich die Voranfrage ersparen. Ein Blick in den Bebaungsplan zeigt nämlich an, was möglich ist und was nicht. Wurde eine Bauvoranfrage gestellt, erhält der Antragsteller einen Bauvorbescheid.

  • Bauvorbescheid
    Bauvorbescheid
    auch: Bauvorbescheide

    Baubehördlicher Bescheid aufgrund einer Bauvoranfrage. Der Bauvorbescheid ersetzt zwar nicht die Baugenehmigung, bindet aber die Bauaufsichtsbehörde an ihre getroffenen Entscheidungen. Mit anderen Worten: Ist der Bescheid positiv, kann der Architekt mit der Planung beginnen.

  • Bauvorlage
    Bauvorlage
    auch: Bauvorlagen

    Die Bauvorlagen reicht der Architekt im Bauantrag ein, um für seinen Auftraggeber die Baugenehmigung zu erhalten. Ihr Inhalt ist jeweils in den Landesbauordnungen festgelegt. Zu den Bauvorlagen des normalen Bauantrag zählen in der Regel: - Baubeschreibung, - Bauzeichnung / Baupläne im Massstab 1:100 (Ansichten, Schnitte, Grundrisse), - Lageplan mit Abstandsflächennachweis, - Berechnung der Statik, - Nachweise über Wärme-, Brand- und Schallschutz, - Entwässerungsplan, - Freiflächenplan mit Anordnung des Kfz-Stellplatzes. Zu den Bauvorlagen für das vereinfachte Baugenehmigungsverfahren bzw. das Freistellungsverfahren zählen in der Regel nur planungsrechtliche und brandschutztechnische Bauvorlagen. Allerdings sind auch bei den Bauvorlagen beim vereinfachten Genehmigungsverfahren z.B. in Nordrhein-Westfalen immer noch 15 verschiedene Posten zu beachten.

  • bauvorlageberechtigt
    bauvorlageberechtigt

    siehe Vorlageberechtigung

  • Bauvorlageberechtigung
    Bauvorlageberechtigung

    siehe Vorlageberechtigung

  • Bauweise
    Bauweise
    auch: Bauweisen

    Anordnung der Gebäude auf Grundstücken in Bezug auf die Nachbargrenzen. Man unterscheidet geschlossene Bauweise und offene Bauweise. Die Bauweise wird im Bebauungsplan festgelegt.

  • Bauwesenversicherung
    Bauwesenversicherung
    auch: Bauwesenversicherungen

    veralteter Begriff für Bauleistungsversicherung

  • Bauwich
    Bauwich

    Nach Landesbauordnung zulässige kürzeste Entfernung eines Gebäudes zu seitlichen Grundstücksgrenzen. Er dient dem Brandschutz und sonstiger Gefahrenabwehr. In einigen Ländern ist der Begriff entfallen (siehe auch Abstandsfläche, Grenzabstand).

  • Bauzaun
    Bauzaun
    auch: Bauzäune

    Ein Bauzaun ist die vorübergehende Einfriedung eines Baugrundstückes und gegebenenfalls für die Durchführung der Arbeiten auf Zeit hinzugemieteter privater oder öffentlicher angrenzender Grundstücke oder Flächen. Ein Bauzaun dient der räumlichen Abgrenzung der Baustelle und zum Schutz von Personen und Sachgütern.

  • Bauzeichner
    Bauzeichner
    auch: Bauzeichnerin

    Lehrberuf mit einer dreijährigen Ausbildungszeit. Der Bauzeichner fertigt Bauzeichnungen nach Skizzen und Modellen des Architekten an. Das können zum Beispiel bestimmte Perspektiven, Grundrisse von Gebäudeteilen oder Detailzeichnungen sein. Die Arbeit beginnt aber auch schon in der Vorbereitungsphase: Ausschreibungsunterlagen bereitet der Bauzeichner ebenso vor wie Dokumentationen und Zeichnungen für Präsentationen. In der Regel fertigt er die Zeichnungen nicht mehr am Tisch mit Bleistift und Lineal, sondern auf dem Bildschirm an. Deshalb kennt er sich bestens mit CAD-Programmen aus. Ganz verschwunden aus der Arbeit eines Bauzeichners sind Tusche und Zeichenbrett allerdings noch nicht. Der Bauzeichner kann seine Kenntnisse in drei Ausrichtungen vertiefen. Im Schwerpunkt Architektur zeichnet er zum Beispiel Grundrisse, Gebäudeansichten oder Pläne für Versorgungsleitungen und Schutzvorrichtungen. Wenn er den Schwerpunkt Ingenieurbau wählt, hat er es mit Brücken, Kraftwerken, Hochhäusern und Industriebauten zu tun. Zu seinen Aufgaben gehört dabei beispielsweise die Erstellung von Plänen für Baugrunduntersuchungen, Traggerüsten oder Holz- und Metallkonstruktionen. Im Schwerpunkt Tief-, Straßen- und Landschaftsbau zeichnet er zum Beispiel Pläne für Kanäle oder fertigt für Straßen Kurven- oder Profilpläne an.

  • Bauzeit
    Bauzeit

    Die Bauzeit ist für den Bauherrn ein wesentlicher Faktor bei der Kostenberechnung und -kalkulation. Sie beginnt mit der Bauinstallation und endet mit der Bauabnahme durch den Bauherrn. In der Regel haben Fertighäuser die kürzeste Bauzeit. Individuelle, von Architekten entworfene und geplante Bauten weisen hingegen die längste Bauzeit auf.

  • Bauzeitgarantie
    Bauzeitgarantie
  • Bauzinsen
    Bauzinsen

    Der Bauzins ist das Entgeld für das Zurverfügungstellen des Baugelds. Die Höhe des Zinssatzes kann unterschiedlich groß sein. Er richtet sich nach der Marktlage, der Höhe des Kredits, der Dauer der Zinsfestschreibung oder dem Kreditinstitut. Beim Vergleich von Zinsangeboten sollte man darauf achten, dass dafür der Effektivzins herangezogen wird, da Letzterer alle Kostenfaktoren des Darlehens enthält (zumindest enthalten sollte).

  • Bauzustandsanalyse
    Bauzustandsanalyse
    auch: Bauzustandsanalysen

    Die Bauzustandsanalyse dient vor allem der Voruntersuchung vor Sanierungsvorhaben an Gebäuden, Bauteilen und Baustoffen. Besonderen Wert wird auf die genaue Erfassung der vorhandenen Schadensursachen gelegt, um diese im Zuge der Sanierung gezielt beseitigen zu können. Entscheidend für einen späteren Sanierungserfolg ist auch die Kenntnis bereits vorhandener Schadstoffe und Ablagerungen, wie etwa die Konzentration von wasserlöslichen Salzen an Stahlbetonbauteilen oder an Mauerwerken. Bestandteil der Analyse ist die Bewertung der Ergebnisse und eine positionierte Sanierungsempfehlung.

  • BayernBlock
    BayernBlock

    Zum Herstellerporträt von BayernBlock

  • Bebauungsplan
    Bebauungsplan
    auch: B-Plan, Bebauungspläne

    Von den Gemeinden und Städten in Eigenverantwortung entwickelter Plan, wie ein Baugebiet bebaut werden darf. Über Bebauungspläne beschließt der jeweilige Stadt- oder Gemeinderat. Bebauungspläne müssen öffentlich ausgelegt werden, jeder Bürger hat das Recht auf Einsichtnahme. Bebaungspläne werden unter Berücksichtigung der Landesbauordnungen und der einzelnen Bundesgesetze sowie der örtlichen Begebenheiten aufgestellt. Dementsprechend können in einem Bebauungsplan aus Bayern ganz andere Auflagen erteilt werden, als einem aus Niedersachsen, wo ein bayerisches Landhaus möglicherweise gar nicht gebaut werden darf. Bebauungspläne enthalten eine Vielzahl von Vorgaben, an die sich der planende Architekt halten muß, will er verhindern, daß sein Bauantrag abgelehnt wird. Diese Vorgaben können die Art der Dachneigung oder der Hauptfirstrichtung beinhalten, immer jedoch wird die Zahl der Vollgeschosse vorgeschrieben.

  • Bebauungstiefe
    Bebauungstiefe

    Im Bebauungsplan festgesetzte Tiefe (Breite) der überbaubaren Grundstücksfläche. Sie gibt an, wie weit ein Grundstück ab tatsächlicher Straßengrenze "nach hinten" bebaut werden darf.

  • Bebauungsweise
    Bebauungsweise

    Im Bebauungsplan festgesetzte Art und Anordnung der Gebäude unter Einbeziehung der Geschosszahl.

  • Bebauungszusammenhang
    Bebauungszusammenhang

    Bebauungszusammenhang bedeutet, daß ein Komplex von Bauten zueinander in einem engeren räumlichen Zusammenhang steht. Dabei muß eine aufeinanderfolgende, eben zusammenhängende Bebauung vorliegen. Sind diese Voraussetzungen gegeben, dann wird das Vorhaben nach § 34 BauGB beurteilt. Der § 34 BauGB-Bereich endet dabei am letzten Haus des im Zusammenhang bebauten Ortsteils. Liegen dagegen nur einzelne, verstreut vorhandene Gebäude vor und erwecken diese nicht den Eindruck der Geschlossenheit und Zusammengehörigkeit, so handelt es sich um eine Splittersiedlung. Diese gehört zum Außenbereich.

  • Becherfundament
    Becherfundament
    auch: Becherfundamente

    siehe Köcherfundament.

  • Bedarfsplanung
    Bedarfsplanung
    auch: Bedarfsplanungen

    Die Bedarfsplanung ist ein Prozess, der darin besteht, die Bedürfnisse, Ziele und einschränkenden Gegebenheiten (Mittel, Rahmenbedingungen) das Bauherrn und wichtiger Beteiligter zu ermitteln und zu analysieren sowie alle damit zusammenhängenden Probleme zu formulieren, deren Lösung man vom Architekten erwartet.

  • Behindertenaufzug
    Behindertenaufzug
    auch: Behindertenaufzüge

    Bei Behindertenaufzügen wird zwischen Senkrecht- und Schrägaufzügen unterschieden. Damit "normale" Personenaufzüge behinderten- bzw. rollstuhlgerecht sind, muss der Fahrkorb eine Breite von 110 cm, eine Tiefe von 140 cm und eine Türbreite von 90 cm besitzen. Zudem müssen sich im Fahrkorb Haltegriffe befinden. Vor den Aufzugszugängen ist eine Mindestbewegungsfläche von 150 x 150 cm für das Drehen des Rollstuhlfahrers vor oder nach der Aufzugsbenutzung erforderlich. Um kleine Höhenunterschiede zu überwinden, eignen sich Hebebühnen. Diese besitzen einen kleinen Motor und kommen ohne Hydraulik oder Seile aus.

  • behindertengerechtes Bad
    behindertengerechtes Bad
    auch: behindertengerechte, Bäder

    siehe barrierefreies Bad.

  • behindertengerechtes Bauen
    behindertengerechtes Bauen

    siehe barrierefreies Bauen.

  • Behindertenstellplatz
    Behindertenstellplatz
    auch: Behindertenstellplätze

    siehe Einstellplatz.

  • Beilegerofen
    Beilegerofen

    Bei einem Beilegerofen ist der Raum rauchfrei aber dennoch warm. Holz bzw. Torf werden von der Rückseite (meist der Küche oder dem Flur)des in der Wand eingemauerten Ofens nachgeführt. Der Bilegger - von niederdeutsch "bileggen" für dazulegen oder nachheizen - stand ab dem 16. Jahrhundert in vielen Bauernhäusern in Norddeutschland. Neben Beilegerofen gibt es noch viele weitere Bezeichnungen für diesen Ofen: Beileger, Beilegger, Kastenofen, Bötofen, Hinterlader, Bilegger und Bileggerofen.

  • Bekämpfender Holzschutz
    Bekämpfender Holzschutz

    Der bekämpfende Holzschutz tritt dann in Kraft, wenn der Schaden bereits eingetreten ist, wenn sich die Insekten also zum Beispiel bereits eingenistet haben. Bei einem größeren Befall und bei tragenden Bauteilen sollte auf alle Fälle ein Fachmann zu Rate gezogen werden. Zur Bekämpfung von holzzerstörenden Insekten werden verschieden Methoden eingesetzt. Zum Einsatz kommen Biologische Bekämpfung, Bekämpfung mit Schutzmitteln, Hitze und Gasen.

  • belagsfertig
    belagsfertig

    Begriff aus dem Vertrieb von Ausbauhäusern. Ausbauhäuser können in verschiedenen Ausbaustufen geliefert werden, wobei die "belagsfertige" Variante die meist nachgefragte ist. Der Bauherr muß also "nur noch" die Wand-, Decken- und Bodenbeläge auf vorbereitete Untergründe aufbringen. Eine Frage der Vertragsgestaltung ist es, ob das Ausbringen des Fließestrichs ebenfalls zu diesen Arbeiten gehört oder nicht.

  • Belastung
    Belastung
    auch: Belastungen

    Alle auf ein Bauwerk einwirkenden Kräfte, wie z.B. Windlast, Schneelast, Verkehrslast und das Eigengewicht.

  • Belegreife
    Belegreife

    Estriche aus Nassmörtel müssen vor dem Belegen mit Holz, Fliesen oder sonstigen Belägen austrocknen, andernfalls sind Folgeschäden wie Ablöseerscheinungen vorprogrammiert. Besonders kritisch sind dampfdichte oder dampfempfindliche Beläge. Ein Estrich gilt dann als "belegreif", wenn er mindestens seine Nennfestigkeit erreicht hat und auf die Gleichgewichtsfeuchte ausgetrocknet ist. Darunter versteht man den Zustand eines Baustoffes, bei dem sich sein Wassergehalt im Gleichgewicht mit der umgebenden Raumluft befindet. Die Gleichgewichtsfeuchte wird beeinflusst von Temperaturschwankungen, der relativen Luftfeuchtigkeit der Umgebung sowie dem Feuchtigkeitsgehalt anderer Bauteile. Auch die Dicke des Estrichs wirkt sich auf den Trocknungsprozess aus. Als Beurteilungsmaßstab für die Belegreife gilt der Restfeuchtegehalt des Estrichs, auch Ausgleichsfeuchte, Gleichgewichtsfeuchte oder Haushaltsfeuchte genannt. Achtung: Die Mindest-Erhärtungszeiten, welche DIN 18560 vorgibt (zum Beispiel 28 Tage für Zementestriche), sind nicht automatisch mit der Belegreife gleichzusetzen. Zur Bestimmung des Restfeuchtegehalts wird zum Beispiel die Calciumcarbid-Methode herangezogen

  • Beleihungsgrenze
    Beleihungsgrenze
    auch: Beleihungsgrenzen

    Gebäude und Grundstücke, die als Sicherheit für das Darlehen einer Bank oder Sparkasse dienen, werden nicht mit dem Verkehrswert beliehen, sondern nur mit dem vorsichtig ermittelten Beleihungswert, der z. B. kurzfristige Preisausschläge am Immobilienmarkt nicht berücksichtigt. Die Beleihungsgrenze für Hypotheken, auf deren Grundlage die Banken und Sparkassen Pfandbriefe ausgeben, beträgt nach dem Hypothekenbankgesetz 60 % des Beleihungswertes, das heisst des dauerhaften Grundstücks- und Gebäudewertes. Allerdings kann bei guter finanzieller Situation des Kreditnehmers die Beleihungsgrenze bis zur Vollfinanzierung heranreichen.

  • Beleihungswert
    Beleihungswert

    Unter dem Beleihungswert wird der dauerhafte Wert einer Immobilie verstanden, wie er als Darlehenssicherheit verwendet werden kann. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Kaufpreis. Der Beleihungswert ist ein zentraler Begriff des Hypothekenkredites und dient der Ermittlung der Beleihungsgrenze sowie der längerfristigen Risikobeurteilung durch die Bank. Während der Verkehrswert in Abhängigkeit der aktuellen Marktlage stichtagsbezogen ermittelt wird, werden bei der Ermittlung des Beleihungswertes die dauerhaften Eigenschaften und die Nachhaltigkeit der Erträge zugrunde gelegt. Er ist meistens niedriger als der Verkehrswert und orientiert sich im allgemeinen am Sach- oder Ertragswert unter Würdigung der langfristigen Marktrisiken und Markteinschätzungen.

  • Beleihungswertfeststellung
    Beleihungswertfeststellung
    auch: Beleihungswertfeststellungen

    Der Verkehrswert eines bebauten oder unbebauten Grundstücks ist wichtig bei Erbauseinandersetzungen, aber auch bei der Ermittlung der Höhe, bis zu der ein Grundstück mit oder ohne Bebauung beliehen werden kann. In diesem Fall jedoch sprechen die Geldinstitute aber gern von einer Beleihungswertfeststellung, denn Geldinstitute, insbesondere Hypobanken, haben die Angewohnheit, den Beleihungswert einer Immobilie möglichst niedrig anzusetzen, damit eine solche auch bei allerschlechtester Baukonjunktur im Falle der Zahlungsunfähigkeit eines Hausbesitzers veräußert werden kann.

  • Beletage
    Beletage

    Als Beletage wurde und wird das erste Obergeschoß, gelegentlich auch das Geschoß über dem Souterrain in einem hochherrschaftlichen Mietshaus bezeichnet, wie sie ab etwa 1880 in den Großstädten entstanden sind und heute als Patrizierhäuser bezeichnet werden. In der "schönen Etage" (von fr. bel étage) wohnte der Hausbesitzer. Im Erdgeschoss befanden sich Wirtschaftsräume und Ladengeschäfte, in den oberen Stockwerken wohnten Mieter - je höher das Geschoss, je niedriger die Miete. Die Wohnung in der Beletage hatte (und hat) meistens höhere Decken, als die übrigen Räume des Hauses, wobei es die günstige Lage der Beletage mit sich brachte, dass die Mieter des Erdgeschosses und des zweiten Stockwerks die Beletage gleichsam mit beheizten. Häuser mit einer typischen Beletage werden heute nicht mehr gebaut. Die moderne Bautechnik und die Fortschritte in der Dämmtechnik brachten es mit sich, dass heutzutage Wohnungen "ganz oben" - etwa in einem Penthaus - besonders begehrt sind, weil die oberen Wohnungen mehr Licht und Sonne abbekommen und auch weniger vom Verkehrslärm beeinträchtigt werden.

  • Beleuchtungsstärke
    Beleuchtungsstärke
    auch: Beleuchtungsstärken

    Die Beleuchtungsstärke ist das Maß des auf eine Fläche auffallenden Lichtstromes. Wenn ein Lichtstrom von 1 Lumen gleichmäßig auf eine Fläche von 1 Quadratmeter trifft, dann ist die Beleuchtungsstärke 1 Lux. Die Mindestbeleuchtungsstärken an Arbeitsplätzen werden von der DIN 5035, Teil 2 und den entsprechenden Arbeitsstättenrichtlinien festgelegt. Allerdings garantiert die Einhaltung dieser Vorschriften und Normen nicht in jedem Fall eine gute Beleuchtungsanlage. Ein gut beleuchteter Arbeitsplatz sollte nach DIN eine Beleuchtungsstärke zwischen 500 und 750 Lux besitzen. Zum Vergleich: Die Operationsfeld-Beleuchtung beträgt zwischen 20.000 und 120.000 Lux, ein sonniger Sommertag hat eine Beleuchtungsstärke zwischen 60.000 und 100.000 Lux und eine Vollmondnacht besitzt lediglich eine Beleuchtungsstärke von 0,25 Lux

  • Belüftung
    Belüftung
    auch: Lüftung

    Ein angenehmes Wohnklima erfordert eine ausgeglichene Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Deshalb ist eine ausreichende Möglichkeit der Belüftung erforderlich, und zwar insbesondere bei gut wämegedämmten Gebäuden, da hier die natürliche Belüftung durch undichte Stellen weitgehend entfällt. Hat der Raum zu öffnende Aussenfenster, dann ist das mehrfache tägliche kurze Durchlüften einfach und per Hand möglich. Es gibt auch die Möglichkeit, nur noch durch Lüftungsanlagen zu entlüften. Der Vorteil: Obwohl die Anlage selbst Energie verbraucht, kann man den Gesamtenergieverbrauch kontrolliert senken, zumal die warme Abluft meist wieder zur Energieerzeugung (Wämetauscher) genutzt wird. Strittig ist aber, ob diese Technik (z.B. durch das Filtern der Luft) nicht auch Gesundheitsrisiken birgt und ob man auf Dauer sich mit solchen Belüftungsanlagen wohlfühlt. Räume ohne Fenster kommen ohne (Ent)Lüftungsanlage nicht aus, z.B. Toiletten (bei reiner Entlüftung wird dabei die Frischluft anderen Räumen entzogen) oder Garagen, wo die Luftfeuchtigkeit wegen der Rostgefahr nicht zu hoch sein darf.

  • Bemessung
    Bemessung

    Bei der Bemessung eines Bauteils aus Stahlbeton wird, unter Berücksichtigung gültiger Normen und mit der Kenntnis der Kräftebeanspruchungen, der geeignete und wirtschaftlich vertretbare Verbundquerschnitt festgelegt. Das heißt, es wird berechnet, wieviel Bewehrung eingelegt werden muß und wieviel Beton nötig ist. Dabei wird immer ein gewisser Sicherheitsfaktor mit berücksichtigt.

  • beplanken
    beplanken
    auch: Beplanken
    beplanken.jpg

    Anbringen von Gipskartonplatten, Gipsfaserplatten oder anderen Platten aus dem Bereich des Trockenbaus an einem Ständerwerk. Die Befestigung erfolgt in der Regel mit Schnellbauschrauben. (Abbildung: Knauf)

  • Beplankung
    Beplankung
    auch: mittragende Beplankung, Beplankungen

    Die Beplankung ist ein flächiges Tragelement konstanter Dicke beispielsweise beim Fertighaus. Die Beplankung einer Holztafel kann aus einer oder mehreren Platten bestehen. Die Beplankung kann auch mittragend sein. Sie ist aussteifend, wenn sie zur Knick- und/oder Kippaussteifung der Rippen dienen soll. Die aussteifende Wirkung muss nicht notwendig rechnerisch nachgewiesen werden.

  • Berührungslose Armatur
    Berührungslose Armatur
    auch: Berührungslose, Armaturen

    siehe Gesteuerte Armatur.

  • Besatzungsschloss
    Besatzungsschloss

    Eine höhere Sicherheit als das Buntbartschloss hat das Besatzungschloss. Mit einem zurechtgefeilten Schlüssel läßt sich die Tür jedoch auch öffnen. Das Schloss ist eine Weiterentwicklung des Buntbartschlosses. In Kasernen, älteren Klassenzimmern oder in Jugendherbergen könnte man noch auf solch ein Schloss treffen. Für Haustüren darf es jedoch ebenfalls nicht verwendet werden. Besatzungschlösser haben aufgesetzten Reifen auf den Innenflächen des Schlosskastens, auf die die Schlüssel abgestimmt sind.

  • Beschlag
    Beschlag
    auch: Beschläge

    Unter einem Beschlag versteht man ein Metallteil, das die Funktion eines Fensters, einer Tür oder einer Schrankklappe überhaupt ermöglicht. Demenstprechend wird zwischen Fensterbeschlägen, Türbeschlägen und Möbelbeschlägen unterschieden. In den Sammelbegriff Beschläge fallen Griffe, Bänder, Scharniere, Schlösser und vieles mehr. Generell spricht man bei Beschlägen, die ein Bauteil mit dem anderen fest verbinden, von §12§Verbindungsbeschläge%)n.

  • Beseitigungsrecht
    Beseitigungsrecht

    Rechtsbegriff insbesondere aus dem Miet- und Nachbarschaftsrecht. So hat ein Vermieter beispielsweise ein Beseitigungsrecht, wenn der Mieter einen PKW-Stellplatz dazu nutzt, eine Blechgarage aufzustellen oder dort einen Komposthaufen anzulegen. Der Mieter hat hingegen ein Beseitigungsrecht, wenn der Vermieter trotz Aufforderung und Fristetzung unzumutbare Mietmängel nicht abstellt. Ein Hausbesitzer hat auch ein Beseitigungsrecht, wenn zum Beispiel der Nachbar eine Trennmauer ohne Baugenehmigung errichtet hat.

  • Besenrein
    Besenrein

    Zum Zeitpunkt der Estrichverlegung soll der vorgefundene Aufnahmeboden besenrein sein. Dies bedeutet, dass er vorher mit einem bauüblichen Besen gereinigt werden sollte. Zusätzlich sollten auch entsprechende Putz- oder Mörtelreste, etc. mit geeigneten Mitteln entfernt worden sein.

  • Besichtigungsrecht
    Besichtigungsrecht

    Ein Vermieter darf nicht seine Wohnung betreten, wann er will. Mit der Wohnungsübergabe wird das Hausrecht an den Mieter weitergereicht. Betritt der Vermieter die Wohnung ohne Erlaubnis, verstößt er gegen das Hausrecht. Das Besichtigungsrecht kann im Mietvertrag geregelt werden. Trotzdem muss der Vermieter seinen Besuch früh genug ankündigen und sollte Eintritt nicht zu Unzeiten verlangen. Gründe für einen Vermieterbesuch sind z.B. Überprüfung des Wohnungszustandes, Verdacht vertragswidrigen Gebrauchs, oder vor einem Verkauf oder der Beendigung des Mietverhältnisses. Lässt der Mieter den Vermieter nicht eintreten, macht er sich schadenersatzpflichtig. Tritt der Vermieter ohne Besichtigungsrecht ein, kann das Hausfriedensbruch sein.

  • Besonderes Wohngebiet
    Besonderes Wohngebiet
    auch: Besondere, Wohngebiete

    Bezeichnung in einem Bebauungsplan. Besondere Wohngebiete werden mit WB abgekürzt. Sind überwiegend bebaute Gebiete, die aufgrund ausgeübter Wohnnutzung und vorhandener sonstiger Anlagen eine besondere Eigenart aufweisen und in denen unter Berücksichtigung dieser Eigenart die Wohnnutzung erhalten und fortentwickelt werden soll.

  • Besonnung
    Besonnung

    Die Besonnung spielt bei der Planung eines Hauses eine wichtige Rolle, denn Sonnenlicht in Wohnräumen hebt in der Regel den Wohnwert. Sie sollte im Bebauungsplan bei der Raumaufteilung des Hauses, der Lage von Wintergärten, aber auch im Zusammenhang mit einer möglichen Erzeugung von Energie durch Sonnenenergie berücksichtigt werden, z.B. durch genügend Dachfläche zur Südseite für Solarthermie und Photovoltaik. Die direkte Sonneneinstrahlung in das Hausinnere (passive Sonnenernergienutzung) dient aber auch wesentlich der Senkung des Energieverbrauchs, etwa durch die Art, Grösse und Neigung der Fenster oder durch Glastüren.

  • Bestand
    Bestand

    Unter dem Bestand verstehen Bauingenieure und Architekten den jeweiligen Jetzt-Zustand eines Gebäudes (siehe auch Bauen im Bestand).

  • Bestandsschutz
    Bestandsschutz

    Der Bestandsschutz basiert auf Artikel 14 Abs. 1 des Grundgesetzes (Eigentumsschutz). Deshalb dürfen Gebäude und Anlagen, die rechtmäßig errichtet wurden, selbst, wenn sich die Rechtsgrundlage ändert (neuer oder geänderter Bebauungsplan), wie bisher weiter genutzt werden. Allerdings sind dann Erweiterungen nur noch unter bestimmten Bedingungen möglich. Grundsätzlich kann die planende Gemeinde von diesen beschränkten Erweiterungsmöglichkeiten Ausnahmen bei der Aufstellung oder Änderung eines Bebauungsplanes textlich festsetzen (§ 1 Abs. 10 BauNVO - Fremdkörperfestsetzung).

  • Bestandsverzeichnis
    Bestandsverzeichnis
    auch: Bestandsverzeichnisse

    siehe Grundbuch.

  • Betätigungsplatten
    Betätigungsplatten
    bet_platte.jpg

    Blumige Umschreibung der sanitären Armaturenindustrie für kleine Platten, die gedrückt werden müssen, um die Spülung einer WC-Schüssel oder eines Urinals in Gang zu setzen. Kein Spülkästen kommt ohne eine solche Platte oder Drucktaste aus. Je nach Art, ist die Wassermenge dosierbar. Dann spricht man von einer "Zwei-Mengen-Betätigung": Wenig Wasser für das kleine, viel Wasser für das große "Geschäft". Vielfach haben solche Betätigungsplatten auch noch eine Wasserstopp-Funktion wie bei dem im Foto gezeigten Modell. Bei Druck auf die untere Platte wird der Wasserzufluß unterbrochen. Das spart Kosten und ist ökologisch sinnvoll.

  • Betriebskosten
    Betriebskosten

    Betriebskosten sind Kosten, die dem Eigentümer/Erbbauberechtigten durch den Gebrauch des Grundstücks und seiner baulichen und sonstigen Anlagen laufend entstehen. Hierzu zählen u.a. die Kosten für die Wasserversorgung, Heizungsanlagen, Straßenreinigung, Entwässerung, Müllabfuhr, Beleuchtung, Gartenpflege, Sach- und Haftpflichtversicherung. Betriebskosten können im Rahmen der vertraglichen und gesetzlichen Bestimmungen auf den Mieter umgelegt werden. Nicht zu den Betriebskosten zählen die Kosten der zur Verwaltung des Gebäudes erforderlichen Arbeitskräfte und Einrichtungen, die Kosten der Aufsicht, der Wert der vom Vermieter persönlich geleisteten Verwaltungsarbeit, die Kosten für die gesetzlichen oder freiwilligen Prüfungen des Jahresabschlusses und die Kosten für die Geschäftsführung (Verwaltungskosten). Ebenfalls nicht zu den Betriebskosten gehören die Kosten, die während der Nutzungsdauer zur Erhaltung des bestimmungsmäßigen Gebrauchs aufgewendet werden müssen, um die durch Abnutzung, Alterung und Witterungseinwirkung entstehenden baulichen oder sonstigen Mängel ordnungsgemäß zu beseitigen (Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten).

  • Bewegungsmelder
    Bewegungsmelder
    bmelder.jpg

    Bewegungsmelder können unterschiedlichen Zwecken dienen. Oft sind Sie im Eingangsbereich von Häusern mit Lampen gekoppelt, die bei einer Bewegung im Sensorbereich anspringen. Die Sensoren arbeiten entweder mit Infrarotstrahlen oder mit elektromagnetischen Wellen. Bewegungsmelder werden zur Überwachung von Außen- und Innenbereichen eingesetzt. Als Montageorte werden Stellen gewählt, die ein Täter in jedem Falle passieren muß. Bei der Montage von Bewegungsmeldern ist darauf zu achten, dass diese nicht auf Außenfenster, Heizungen, Lüftungen u.ä. ausgerichtet sind, um Fehlalarm zu vermeiden. Sensoreinheiten, die eine Bewegung melden, können meist auch individuell auf den Auslösegrad (Mensch, Katze, Vogel, etc.) eingestellt werden. Die Industrie bietet Sensorprodukte mit einem Multi-Linsensystem oder mit einem Zwei-Linsensystem an.

  • bewertetes Schalldämm-Maß
    bewertetes Schalldämm-Maß
    auch: bewertetes, Schalldämmmaß, bewerteten, Schalldämm-Maß

    siehe Schalldämm-Maß

  • Biber
    Biber

    siehe Biberschwanzziegel.

  • Biber-Doppeldeckung
    Biber-Doppeldeckung
    auch: Biber-Doppeldeckungen

    siehe Doppeldeckung

  • Biberfalz-Rundschnitt
    Biberfalz-Rundschnitt
    auch: Biberfalzrundschnitt

    Traditionsreicher, seitenverfalzter Strangdachziegel mit zwei symmetrischen Längsrillen an der Oberfläche. An der Unterseite befinden sich Rillen zur besseren Belüftung sowie Hohlkammern in der Decklänge.

  • Biber-Kronendeckung
    Biber-Kronendeckung
    auch: Biber-Kronendeckungen

    siehe Kronendeckung

  • Biberschwanz
    Biberschwanz

    siehe Biberschwanzziegel.

  • Biberschwanzdoppeldeckung
    Biberschwanzdoppeldeckung

    Bei dieser speziellen Art der Dachdeckung mit Biberschwanzziegeln wird wie bei der Biberschwanzeinfachdeckung auf jede Dachlatte eine Reihe Ziegel eingehängt. Die Dachlattung ist jedoch so eng angelegt, dass alle Fugen durch die darauf liegenden Ziegel abgedeckt werden. Das geschieht in der Weise, dass die dritte Deckreihe die erste um die Höhenüberdeckung, also etwa 8 cm, überdeckt. Anders als bei der Biberschwanzeinfachdeckung sind keine Spließe notwendig. Die Deckung erfolgt in der Regel im sogenannten Halbverband, bei dem die obere Ziegelreihe gegenüber der unteren Ziegelreihe um eine halbe Ziegelbreite versetzt ist.

  • Biberschwanzeinfachdeckung
    Biberschwanzeinfachdeckung
    auch: Einfachdach

    Bei dieser speziellen Art der Dachdeckung mit Biberschwanzziegeln wird auf jeder Dachlatte eine Ziegelreihe eingehängt. Sie ist eine einfache und reparaturfreundliche Verlegeart. Die Längsfugen werden durch Spließe, meist aus Lärchenholz, unterlegt. Bei dieser Deckungsart sind Deckungen in Reihe, im Drittelverband oder Viertelverband am vorteilhaftesten. Beim Halbverband würde das Wasser am tiefsten Punkt des oben liegenden Ziegels, dem Tropfpunkt, genau in die Fuge fließen.

  • Biberschwanzkronendeckung
    Biberschwanzkronendeckung

    Als Biberschwanzkronendeckung wird eine spezielle Art der Dachdeckung mit Biberschwanzziegeln bezeichnet. Dabei werden auf einer weiten Dachlattung jeweils zwei Ziegelreihen eingehängt. Die untere Schicht wird als Lagerschicht, die obere Schicht als Deckschicht bezeichnet. Der Abstand der Dachlatten wird so berechnet, dass eine Lagerschicht die andere um die notwendige Höhenüberdeckung überlappt. Diese beträgt je nach Dachneigung zwischen 5 und 9 cm. Die Biberschwanzkronendeckung findet man auch unter den Bezeichnungen Kronendeckung, Ritterdach und Schwedisches Dach. Eine vermörtelte Biberschwanzkronendeckung wird auch als Böhmische Deckung bezeichnet.

  • Biberschwanzziegel
    Biberschwanzziegel
    auch: Biber, Biberschwanz, Ochsenmaulziegel, Schuppenziegel
    biberschwanzziegel.jpg

    Die klassische Ziegelform ist der Biberschwanz. Schon die Griechen haben sie hergestellt, wie es bei Ausgrabungen zu Tage gefördert wurde. Auch heute noch ist die Beliebtheit des Biberschwanzes ungebrochen. Nicht nur zur Sanierung wertvoller alter Bausubstanz wird er eingesetzt. Verwendung findet der Ziegel auch bei der Gestaltung von individuellen Dachformen moderner Neubauten. Früher verlegte man ihn in einfacher Form auf Holzspießen. Heute erfolgt die Verlegung in Kronen- oder Doppeldeckung. Beide Deckungsarten haben eine lange Tradition und prägen durch ihr besonderes Erscheinungsbild die Dachlandschaften ganzer Regionen. Biberschwanzziegel findet man auch unter den Bezeichnungen Biberschwanz, Biber, Plattziegel, Flachziegel, Ochsenmaulziegel, Schuppenziegel, Hakenziegel, Brettziegel, Dachzunge.

  • Biber-Spließdeckung
    Biber-Spließdeckung
    auch: Biber-Spließdeckungen

    Die Spließdeckung mit Biberschwanzziegeln erfolgt in Einfachdeckung. Jede Längsfuge wird mit einem mindestens 5 cm breiten Spließ unterlegt. Die Biber werden in Reihe oder im Drittelverband gedeckt. Der Spließ kann aus Holz, Kunststoff, Metall oder anderen geeigneten Werkstoffen bestehen. Die Deckung soll nur bei Gebäuden untergeordneter Nutzung gedeckt werden.

  • Bien Zenker
    Bien Zenker

    Zum Herstellerporträt von Bien Zenker

  • Binderdach
    Binderdach
    auch: Binderdächer

    Ein Binderdach besteht aus vorgefertigten Holzbindern (z.B. Fachwerkbindern), die in der Regel nur an den Längsseiten eines Gebäudes aufliegen. Dies ist der Unterschied zum Pfettendach, das zusätzlich noch auf der Firstpfette aufliegt. Binderdächer eignen sich besonders für weitgespannte Dächer. Allerdings kann bei Binderdächern aus Fachwerkbindern der Dachraum nicht genutzt werden.

  • bindiger Boden
    bindiger Boden
    auch: bindige, Böden

    Bindiger Boden unterscheidet sich vom nichtbindigen Boden durch seinen plättchenartigen Aufbau. Durch die Beschaffenheit der Plättchen kann bindiger Boden Wasser aufnehmen und halten. Dabei weicht die Oberfläche der Plättchen auf, wodurch sich die Reibung zwischen den Plättchen verringert. Dadurch ändert sich die Konsistenz und die Tragfähigkeit des Bodens verschlechtert sich. Bei abnehmendem Wassergehalt verbessert sich die Tragfähigkeit des Bodens wieder. Bindige Böden sind Schluffe und Tone sowie Gemische aus Schluffen und Tonen. Sie können auch einen nichtbindigen Anteil von bis zu 15% enthalten. Die einzelnen Körner bindiger Böden sind mit dem bloßen Auge nicht mehr zu erkennen.

  • Biofarbe
    Biofarbe
    auch: Biofarben, Bio-Farben

    Rechtlich nicht festgelegter und damit individuell auslegungsfähiger Begriff für Farben, die weitgehend oder ausschließlich aus natürlichen Rohstoffen bestehen - siehe dazu auch Naturfarbe.

  • Biolack
    Biolack
    auch: Biolacke

    "Biolacke", das heißt Lacke auf der Basis naturnaher, nachwachsender Rohstoffe, wurden als Alternativen zu "Chemielacken" entwickelt. Gleichwohl haben sie meist einen relativ hohen Gehalt an flüchtigen und hautreizenden pflanzlichen Lösungsmittel wie zum Beispiel Terpentinöl oder Orangenschalenöl. Die Empfehlung, während des Trocknens von Lackierungen und Anstrichen die Fenster zu öffnen und für Frischluft zu sorgen, gilt für alle Lacke und Farben - auch für die als "Biolacke" bezeichneten Produkte.

  • Bio-Sauna
    Bio-Sauna
    auch: Biosauna

    Die Bio-Sauna, auch Danarium oder Sanarium genannt, ist die gemilderte Form der finnischen Sauna. Die Temperatur beträgt zwischen 45°C und 60°C bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen etwa 40 und 60%. Der regelmäßige Besuch der Bio-Sauna beeinflußt den Blutdruck positiv, wodurch einem Herzinfarkt wirksam vorgebeugt wird. Auch kommt es zu einer erheblichen Verbesserung der Blutversorgung der Gefäße an Armen und Beinen.

  • Bittermann & Weiss Holzhaus
    Bittermann & Weiss Holzhaus
    auch: Bittermann, &, Weiß, Holzhaus

    Zum Herstellerporträt von Bittermann & Weiss Holzhaus

  • Bitumendickbeschichtung
    Bitumendickbeschichtung
    auch: Bitumendickbeschichtungen

    Abdichtungen auf Bitumenbasis haben sich seit Jahrhunderten bewährt. Aufgrund der dichtenden und wasserabweisenden Wirkung, verbunden mit großer chemischer Beständigkeit, eignen sich bituminöse Abdichtungsmassen besonders für den Bautenschutz. Bitumendickbeschichtung wird in der Spachteltechnik in mehreren Schichten an im Erdreich liegenden Kelleraußenwänden zum Schutz vor eindringender Feuchtigkeit aufbracht. Bis zu 8 mm ist die elastische und abdichtende Schicht dick. Die Bitumendickbeschichtung ist im übrigen das klassische Verfahren, um eine schwarze Wanne herzustellen.

  • Blähglas-Granulat
    Blähglas-Granulat
    auch: Blähglasgranulat

    Blähglas-Granulat wird aus Recyclingglas hergestellt, das in sechs Körnungen auf dem Markt ist. Dieses Granulat, um dessen Entwicklung sich die Dennert-Gruppe verdient gemacht hat, ist als Zuschlagstoff in vielen Baustoffen vertreten. Als "federleichte", atmungsaktive Schüttdämmung, als Leichtbeton-Mauerstein und als ganzes Wandsystem befindet sich das Material auf dem Vormarsch. Neben der Wärmedämmung ist die gute Schalldämmung hervorzuheben.

  • Blähton
    Blähton

    Ein aus Ton gemahlenes, kugelförmiges Granulat wird bei 1200°C gebrannt. Dabei verbrennen die organischen Bestandteile, bilden feine Poren und blähen sich auf. Blähton wird als Schüttdämmung verwendet. In Verbindung mit Zement werden aus Blähton Mauersteine oder massive Elemente geformt - sogar Fertigtreppen oder geschosshohe Wände. Blähton ist frost- und feuchtebeständig sowie atmungsaktiv, die Wärmedämmung eher mäßig, die Wärmespeicherung aber gut.

  • Blähton-Granulat
    Blähton-Granulat
    auch: Blähtongranulat
  • Blähtonstein
    Blähtonstein
    auch: Blähtonsteine

    Dieser Baustein besteht aus ausgewähltem, hochwertigem Ton, d.h. er ist frei von brennbaren und fäulnisfähigen Substanzen. Blähtonsteine werden auf zwei unterschiedliche Weisen hergestellt. Beim ersten Verfahren wird der Ton vor dem Brennen und Blähen getrocknet, fein gemahlen und zu Rohtonkügelchen granuliert. Beim zweiten Verfahren werden plastische, kleine Kügelchen ohne Trocknung gebrannt und gebläht. Das fertige Korn aus beiden Verfahren hat die betontechnologisch günstige Rundform mit geschlossener, rotbrauner Oberfläche. Das innen grauschwarze Korn weist viele in sich geschlossene Luftzellen auf, durch die der Blähton einen guten Widerstand gegen Kälte- und Wärmedurchgang bietet. Blähton dient auch als Zuschlagstoff für speziellen Mörtel zum Vermauern von Leichtbetonsteinen.

  • Blähziegel
    Blähziegel

    Ziegel, bei dem sich nach dem Dichtbrennen im Innern noch Gase bilden, die nicht mehr entweichen können. Der Ziegel bläht sich dadurch auf und es entsteht ein Ziegel minderer Qualität, ein Fehlbrandziegel.

  • Bläue
    Bläue

    siehe Bläuepilz.

  • Bläuepilz
    Bläuepilz
    auch: Bläue, Bläuepilze

    Bläupilze sind holzverfärbende Pilze, die insbesondere im Splintholz bestimmter Nadelhölzer wie Tanne, Fichte oder Kiefer blau bis schwarze Verfärbungen unterschiedlicher Intensität und Tiefe verursachen. Dies führt nicht zu einer wesentlichen Veränderung der mechanischen Eigenschaften, kann aber die Durchlässigkeit erhöhen. Gerade an Fassaden oder am Sichtschutz wirkt diese Bläue sehr unansehnlich. Um das Holz zu schützen, gibt es verschiedene Möglichkeiten: An erster Stelle steht der konstruktive Holzschutz. Das heißt, Holz sollte z.B. durch Dachüberstände oder eine Neigung von mindestens 15 Grad vor direkter Beregnung oder stehendem Wasser geschützt werden. Holz, das mit Wasser in Berührung kommen kann, muss dagegen mit einem mehrlagigen Anstrich versehen werden. Am Anfang steht dabei immer die Grundierung. Wer sich das Grundieren sparen und das Holz mit einer offenporigen Lasur streichen will, der kann heute auch Lasuren verwenden, die bereits eine Grundierung enthalten. Sie bieten in einem Arbeitsgang auch den Schutz vor Bläue. Im Außenbereich sollten Lasuren mit Farbpigmenten verwenden werden, um das Holz vor dem Ausbleichen durch Sonnenschlicht zu schützen. Die klassische Dünnschichtlasur dringt tief in das Holz ein und lässt die typische Holzstruktur sichtbar bleiben. Eine Dünnschichtlasur ist einfach zu verarbeiten, muss aber regelmäßig gepflegt werden.

  • Bläueschutzmittel
    Bläueschutzmittel

    Holzschutzmittel mit spezieller Wirksamkeit gegen Bläuepilze. Dabei werden zwei große Klassen unterschieden. Zu der einen Klasse zählen Präparate zum temporären Schutz von Rund- und Schnittholz. Die andere Klasse beinhaltet Grundieranstrichmittel zur Verhinderung von Bläuebefall in verarbeitetem Holz. Rohe bläuegefährdete Hölzer im Außenbereich sowie bei Innen- und Außenseiten von Fenstern und Außentüren müssen mit einem Bläueschutzmittel vorbehandelt werden. Dies gilt sowohl für die Erstbeschichtung als auch für die Renovierung - und zwar nur für das rohe Holz!

  • Blaubrenner
    Blaubrenner

    Der Blaubrenner ist ist ein Ölbrenner, bei dem die Verbrennung des Heizöles mit nichtleuchtender blauer Flamme erfolgt. Dieser Effekt wird dadurch erreicht, dass das Heizöl nach der Hochdruckzerstäubung durch Wärmeeinwirkung vergast wird, bevor die eigentliche Verbrennung durch Luftzufuhr abläuft. Beim Blaubrenner ist die Ölflamme gleich einer Gasflamme. Der Vorteil liegt darin, dass praktisch keine Russbildung stattfindet. Im Vergleich zum Gelbbrenner ist er daher um einiges umweltschonender.

  • Blauer Engel
    Blauer Engel

    Kennzeichen für vergleichsweise umweltfreundlich hergestellte bzw. aus umweltfreundlichen Materialien und Ingredienzien hergestellte Waren, z. B. Farben und Lacke. Der "Blaue Engel" ist kein Gütezeichen, sagt also nichts über die Qualität oder Haltbarkeit eines Produktes aus, vielmehr handelt es sich dabei um eine Kennzeichnung bzw. um ein Prüfsiegel, den das Bundesministerium für Umwelt ins Leben gerufen hat. Der "Blaue Engel" wird von der RAL-Organisation im Auftrag des Ministeriums verliehen.

  • Bleiglas
    Bleiglas

    Beiglas enthält einen hohen Anteil an Bleioxid. Bleikristallglas hat eine starke Lichtbrechung, die bei entsprechendem Schliff besonders zur Geltung kommt. Aus Bleikristallglas werden zum Beispiel Trinkgläser, Vasen oder Lüster hergestellt. Bleiglas mit geringem Bleioxidanteil ist unter dem Begriff Kristallglas im Handel. Bleihaltiges Glas wird aber auch in Türfüllungen und Kastenfenstern von Räumen eingesetzt, in denen mit harten Strahlen, z.B. Röntgenstrahlen, umgegangen wird. Bleiglas schirmt vor schädlicher Strahlung ab.

  • Bleiverglasung
    Bleiverglasung
    auch: Mosaikverglasung, Mosaikbleiverglasung, Bleiverglasungen

    Eine Bleiverglasung hat nichts zu tun mit Bleiglas, wohl aber mit der Glasmalerei und auch mit der Verglasung von Butzen zu Butzenscheiben, wobei die Einzelscheiben durch Bleiruten zusammengehalten werden. Wenn es gilt, die farbigen Scheiben einer Glasmalerei einzufassen, fertigt der Glaser zunächst Schablonen entsprechend der Form der Glasstücke an, um anschließend das Glas exakt einzupassen. Dazu bedient er sich sogenannter Bleiwerkzeuge. Eine andere Bezeichnung für Bleiverglasung lautet Mosaikverglasung.

  • Blendfassade
    Blendfassade
    auch: Blendfassaden

    Fassade, die einem unbefriedigend proportionierten Bau dekorativ vorgeblendet ist. Sie überragt diesen oft seitlich oder in der Höhe.

  • Blendfenster
    Blendfenster
    auch: Blindfenster

    Das Blend- bzw. Blindfenster ist kein Fenster, durch das man durchblicken kann. Vielmehr ist es ein zugemauertes Fenster, so dass eine Nische in der Wand zurückbleibt. Die Nische kann mit einem Bogen, einer Fensterbank oder einem Sturz versehen sein. Im Barock wurden Blendfenster aus Gründen der Symmetrie angelegt. Von außen erscheint ein Fenster durch eine spezielle Bemalungstechnik als Illusion in der Fassade, von innen wird es zur Täuschung mit verglasten Fensterrahmen sowie mit Spiegeln versehen.

  • Blendrahmen
    Blendrahmen

    Der Blend- bzw. Blindrahmen ist eine bestimmte Bauart des Fenster- bzw. Türrahmens. Er wird dem Baukörper vorgeblendet und nicht wie der Blockrahmen oder der Zargenrahmen in die Wandöffnung hineingeschoben. Er dient der Befestigung der Fensterflügel oder des Türblatts. Seine Rahmenhölzer besitzen einen liegendrechteckigen Querschnitt. Der Vorteil eines Blendrahmen ist, dass die gesamte lichte Breite und Höhe der Wandöffnung genutzt werden kann.

  • Blendrahmenfenster
    Blendrahmenfenster

    Fenster mit einem Blendrahmen, der vor die Wand montiert wird und somit einen Teil der Wandfläche bedeckt. Angebracht werden die Blendrahmenfenster mit Dübeln oder speziellen Befestigungssystemen. Bereits aus dem 16. Jahrhundert sind Vorläufer des Blendrahmenfensters belegt. Bei Steinbauten sind sie seit dem 18. Jahrhundert üblich und im 19. Jahrhundert waren sie der Standard. Heutzutage werden Fensterrahmen meist in die Fensteröffnung hineingesetzt.

  • Blendrahmentür
    Blendrahmentür
    auch: Blendrahmentüren

    Bei einer Blendrahmentür wird das Türblatt nicht wie heute allgemein üblich von einer Türzarge gehalten. Sie ist eine Tür mit einem Blendrahmen, der bei massiver Bauweise mit einem Bankeisen an einem rohen oder vorgeputzten Mauerfalz verankert ist. Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert war die Blendrahmentür die Standardtür.

  • Blendtür
    Blendtür
    auch: Blendtüren

    Die Blind- bzw. Blendtür ist wie das Blendfenster lediglich eine geschlossene Nische in einer Wand. Meist wurde bzw. wird sie nur aus Symmetriegründen eingebaut. Die Nische kann passend zur Fassade mit Bogen, Sturz oder Gewänden vesehen sein. Eine Blendtür besitzt keinen Türrahmen und kein Türblatt.

  • Blindfenster
    Blindfenster

    siehe Blendfenster.

  • Blindholz
    Blindholz

    Sammelbegriff für Holz, das als nicht sichtbares Konstruktionsholz verwendet wird, z.B. als Trägermaterial von Furnieren.

  • Blitzschutz
    Blitzschutz

    Als Blitzschutz bezeichnet man Maßnahmen zum gefahrlosen Auffangen und Ableiten des Blitzstroms in die Erde (äußerer Blitzschutz) sowie gegen die Auswirkungen elektromagnetischer Blitzimpulse auf elektrische und elektronische Systeme in baulichen Anlagen (innerer Blitzschutz). Der Blitzschutz dient somit primär der Schadensverhütung, der Erhaltung der Funktionsfähigkeit der elektrischen und elektronischen Systeme sowie dem Schutz von Personen und Nutztieren gegen gefährliche elektrische bei direkten und indirekten Blitzeinschlägen.

  • Blockbohlen
    Blockbohlen

    Blockbohlen sind zunächst einmal mindestens 70 mm starke, gehobelte Vierkanthölzer, die entweder aus einem Stamm geschnitten oder aus mehreren, diffusionsoffen verleimten Brettern ("Lamellen") zusammengesetzt sind. In diesem Fall spricht man von geleimten Blockbohlen. Blockbohlen können für den Einsatz im Blockhausbau oder als Deckenelemente auch mit Nut oder Doppelnut und Feder ausgestattet sein. Das Einfräsen eines Nuts kann auch dazu dienen, die natürlich Rißbildung im Holz zu lenken.

  • Blockfenster
    Blockfenster
    blockfenster.gif

    Unter einem Blockfenster wird ein Fenster verstanden, das in eine Glasfassade eingesetzt wird, die sich aus vielen gleichgroßen Blockfenstern zusammensetzt. Dementsprechend können Blockfenster starre Kastenfenster sein, sie können aber auch über eine Dreh-, Kipp- oder Dreh-Kipp-Funktion verfügen, so dass Teile der Fassade geöffnet und belüftet werden können. Das Foto zeigt ein Blockfenster des Herstellers RAICOWING.

  • Blockfundament
    Blockfundament
    auch: Blockfundamente

    Ein Blockfundament ist ein Einzelfundament, das oft unter Balkonpfeilern, Carport oder Pergolen angeordnet wird. Dabei wird beispielsweise ein Stützenfuß einbetoniert, an dem der Pfosten befestigt wird.

  • Blockhaus
    Blockhaus
    auch: Blockhäuser

    Ursprünglich Bezeichnung für ein Wohngebäude, das aus aufgeschichteten Baumstämmen oder aus dem Stamm geschnittenen Bohlen, den sog. Blockbohlen errichtet wird. In Deutschland versteht man unter einem Blockhaus jedoch häufig ein Gartenhaus oder eine Jagdhütte dieser Bauweise. Als Wohnblockhäuser bezeichnet man jene Blockhäuser, die wie ein normales Haus ausgestattet sind und wie Masssiv- oder Fertighäuser dauerhaft bewohnt werden können. Blockhäuser und Wohnblockhäuser werden aus Blockbohlen, also Vierkanthölzern, aus Rundstammbohlen und aus Leimholzbohlen hergestellt.

  • Blockhausprofil
    Blockhausprofil
    auch: Blockhausprofile
    blockhausprofil.jpg

    Bezeichnung für ein Profilholz mit einer gewölbten Außenseite, wodurch der optische Eindruck eines Holzhauses aus Rundstämmen entsteht.

  • Blockrahmen
    Blockrahmen
    auch: Stockrahmen

    Als Block- bzw. Stockrahmen wird heutzutage ein Fenster- bzw. Türrahmen aus Kanthölzern mit nahezu quadratischem Querschnitt bezeichnet. Im Gegensatz zum Blendrahmen wird er in das lichte Maß der Fenster- bzw. Türöffnung hineingestellt. Am Blockrahmen werden Fensterflügel oder Türblatt beweglich befestigt. Baugeschichtlich hat der Blockrahmen eine andere Bedeutung. Bis ins 16. Jahrhundert war er ein Konstruktionselement, das als tragendes Element einer Fachwerkwand oder in der Massivbauweise fest eingemauert war. Gleichzeitig diente er der Tür oder dem Fenster als Anschlag.

  • Blockständerbau
    Blockständerbau

    Blockständerbau bzw. Bohlenständerbau ist eine Bauweise, bei der liegende und stehende Balken miteinander zu einem Haus vereint werden. Einfach gesagt ist es eine Mischung zwischen Blockbau und Fachwerkbau. Zum Einsatz kam diese Technik zum Beispiel beim berühmten Schwarzwaldhaus aber auch in Gegenden der Schweiz. Beim Blockständerbau wird zunächst der Schwellenkranz unter Verzapfung und Verkeilung verbunden. An den Hausecken und an allen Stellen der Fassade, an denen innere Wände anstoßen, stehen Pfosten. Diese sind mit Nuten versehen, in die Bohlen als Füllhözer eingreifen. Wenn man so will, werden die Gefache mit Holz und nicht wie beim Fachwerkbau mit anderen Materialien wie Lehmstaken oder Mauersteinen geschlossen.

  • Blower-Door-Test
    Blower-Door-Test
    blowerdoortest.gif

    Der Blower-Door-Test ist ein Luftdichtigkeitstest bei Wohngebäuden und hat durch die EnEV insofern besondere Bedeutung erlangt, als nur durch diesen Test die vom Gesetzgeber geforderte absolute Luftdichtigkeit des Gebäudes nachgewiesen werden kann. Grundsätzlich ist es jedoch keineswegs so, dass bei einem Neubau nach dem 1. Januar 2003 (also dem Inkrafttreten der EnEV) die Durchführung dieses Tests gesetzliche Auflage wäre. Zur Erteilung der Baugenehmigung und für die behördliche Schlußabnahme genügt der rechnerische Nachweis. Beim Test wird bei geschlossenen Fenstern und Außentüren mit einem großen Ventilator bei konstantem Unterdruck (50 Pascal) Raumluft aus dem Haus geblasen. Durch die Messung des von dem Gebläse geförderten Volumenstroms bei unterschiedlichen Druckdifferenzen zwischen innen und außen wird die Luftwechselzahl n50 ermittelt. Die Bestimmung der Luftdichtheit von Gebäuden erfolgt nach ISO 9972. Demnach darf die Luftwechselzahl bei Gebäuden ohne Lüftungsanlagen den Kennwert 3 und bei Gebäuden mit Lüftungsanlagen den Kennwert 1,5 nicht überschreiten.

  • Boden
    Boden
    auch: Böden

    Anhäufung (Sedimente) von Gesteinspartikeln (Körner) verschiedener Größe und Beschaffenheit ohne chemische Kornbindung (Verkittung). Dies ist die wissentschaftliche Erklärung. Doch Boden ist nicht gleich Boden, das dürfte mancher Hobbygärtner oder Bauherr schon leidvoll erfahren haben. Der Gärtner liebt organischen Boden wie Humus oder Torf. Als Baugrund ist er aber völlig ungeeignet. Dafür eignen sich anorganische Böden wie Sand, Kies, Ton oder Fels. Doch auch dort gibt es erheblich Unterschiede bezüglich Tragfähigkeit und Bearbeitbarkeit, weshalb Böden in Bodenarten und Bodenklassen eingeteilt werden.

  • Bodenart
    Bodenart
    auch: Bodenarten

    Die Bodenarten geben Auskunft über die Tragfähigkeit des Bodens, die bei der Errichtung von Bauwerken berücksichtigt werden muß. Wegen seines unterschiedlichen Verhaltens bei Belastung teilt man den Boden als Baugrund in Bodenarten ein. Man unterscheidet gewachsener Boden, geschütteter Boden und Fels. Im landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Bereich spricht man von folgenden Bodenarten: leichter Boden, mittlerer Boden und schwerer Boden.

  • Bodenaustausch
    Bodenaustausch

    Um die Gefahr von Setzungen bei Gründungen auf weniger tragfähigen Böden zu entgehen, wird er in der Praxis häufig mit einem tragfähigeren Boden ausgetauscht (bindiger Boden wird durch nichtbindigen Boden ersetzt). Dieses Verfahren nennt man Bodenaustausch.

  • Bodenbelag
    Bodenbelag
    auch: Bodenbeläge

    Begriff für den obersten Belag des Fußbodens. Ein Bodenbelag kann aus sehr verschiedenen Materialien bestehen wie Teppichboden, PVC, Linoleum, Bodenfliesen, Parkett, Laminat, Marmor, Terrazzo, Kork oder Terrakotta. Steinchenteppiche, eingefärbte und versiegelte OSB-Platten, Estrichziegel oder die sog. gestaltungsfähige Nivelliermasse zählen zu den moderneren Varianten des Bodenbelags. In der Regel werden Bodenbeläge auf einem Fließestrich oder auf Estrichverlegeplatten ausgebracht.

  • Boden-Deckel-Schalung
    Boden-Deckel-Schalung
    auch: Boden-Deckel-Schalungen
    bdschalung.gif

    Eine Holzverschalung für Innenwände und hauptsächlich für Fassaden, bei der die Bretter vertikal so angebracht werden, daß über dem Abstand zwischen zwei "Bodenbrettern" ein drittes Brett als "Deckel" montiert wird. Je schmaler die Bretter, je eleganter die Optik.

  • Bodenfliesen
    Bodenfliesen
    auch: Bodenfliese

    Bodenfliesen zählen zur Gruppe der Wohnkeramik. Bei Fliesen allgemein muß man darauf achten, ob sie für den Innen- oder Außenbereich geeignet sind. Bodenfliesen müssen zusätzlich noch besondere Anforderungen hinsichtlich Abriebfestigkeit und je nach Anwendungsbereich auch hinsichtlich der Rutschfestigkeit erfüllen. Nur weil sie so schön aussehen, sollte man keine Wandfliesen auf dem Badezimmerboden verlegen. Das kann eine ziemlich rutschige und gefährliche Angelegenheit werden. Als Bodenfliesen zum Einsatz kommen Terrakotta, Spaltplatten, Steingut, Feinsteinzeugfliesen oder Steinzeugfliesen.

  • Bodenklasse
    Bodenklasse
    auch: Bodenklassen

    Die Bodenklassen geben über die Bearbeitbarkeit des Bodens Auskunft. Dies ist beispielsweise wichtig beim Ausheben der Baugrube oder bei der Baugrubensicherung. Läßt sich ein Boden einfach bearbeiten, ist das gut für den Geldbeutel. Es ist billiger, Sand auf die Seite zu schieben, als Fels zu lösen. Eine Böschung aus Sand muß hingegen flacher ausgebildet sein, was häufig am nötigen Platz scheitert. In diesem Fall hilft dann nur ein Verbau mit senkrechter oder waagerechter Verschalung bzw. Spundwänden. In der DIN 18300 werden Böden und Fels in 7 Klassen eingeteilt. Je höher die Klasse, desto schwieriger ist die Bearbeitbarkeit.

  • Bodenleger
    Bodenleger
    auch: Bodenlegerin

    Handwerklicher Lehrberuf mit einer Ausbildungsdauer von drei Jahren. Der Bodenleger beschäftigt sich mit Bodenbelägen unterschiedlicher Natur vom Teppichboden und Linoleum über PVC und Korkböden sowie Laminat und Fertigparkett. Vor dem Verlegen bestimmt der Bodenleger den Materialbedarf und transportiert das Material in Form von Platten und Bahnen zum Verlegeort. Vor dem Auslegen prüfen er den Untergrund (Estrich), wenn nötig, glätten er ihn und gleicht ihn aus. Er schneidet Beläge zu und klebt sie dann auf den Untergrund. Elastische Beläge, beispielsweise Kunstoffplatten müssen gegebenenfalls thermisch oder chemisch verschweißt oder ausgefugt werden. Bodenlegerinnen bzw. Bodenleger arbeiten insbesondere in Fußbodenverlegebetrieben, in Fachbetrieben des Raumausstatterhandwerks sowie in allen Betrieben, die entsprechende Dienstleistungen anbieten, zum Beispiel in Raumausstattungsabteilungen von Warenhäusern und in Fachgeschäften für Bodenbeläge oder Raumausstattung. Die Verlegearbeiten nehmen sie vor allem in Wohn- und Geschäftsräumen bzw. auf Baustellen vor.

  • Bodenplatte
    Bodenplatte
    auch: Bodenplatten

    siehe auch Fundamentplatte. Der Begriff der Bodenplatte spielt im Fertighausbau insofern eine besondere Rolle, als die Preisangaben eines Fertighauses in der Regel den Aufbau des Hauses ab Oberkante Kellerdecke oder ab Bodenplatte betreffen. Häuser, die nur auf einer Bodenplatte stehen, werden insbesondere in Baugebieten mit hohen Grundwasserständen bzw. in Gebieten errichtet, die von Hochwasser erreicht werden können. Aus diesem Grund ist die weit überwiegende Zahl der Häuser in den Niederlanden nicht unterkellert, sondern steht nur auf einer Bodenplatte.

  • Bodenplattenvergelung
    Bodenplattenvergelung

    siehe Schleierinjektion.

  • Bodenseehaus
    Bodenseehaus

    Zum Herstellerporträt von Bodenseehaus

  • bodenstehendes Klosettbecken
    bodenstehendes Klosettbecken
    auch: bodenstehende, Klosettbecken

    siehe Stand-WC.

  • Bodentreppe
    Bodentreppe
    auch: Bodentreppen

    siehe Dachbodentreppe.

  • Bodenversiegelung
    Bodenversiegelung

    siehe Flächenversiegelung.

  • Böhmische Deckung
    Böhmische Deckung

    Als Böhmische Deckung oder Böhmisches Dach bezeichnet man eine Biberschwanzkronendeckung mit Vermörtelung. Zwischen die Lagerfugen wird ein etwa 1,5 cm breiter Querschlag angebracht. Dies erfordert einen tragfähigen Dachstuhl. Dafür gilt die Biberschwanzkronendeckung aber als das dichteste Biberschwanzziegeldach. Die Deckung findet man vor allem in Sachsen und Schlesien, woher sie auch ihre Bezeichnung bekam.

  • Böhmisches Dach
    Böhmisches Dach

    siehe (%Böhmische Deckung2§.

  • Böschungsbefestigung
    Böschungsbefestigung
    auch: Böschungsbefestigungen

    Eine Böschung kann auf unterschiedliche Weise befestigt werden, nämlich mit Natursteinen, Trockenmauern, Stützwänden, Pflanzensteinen, Gabione, Palisaden aus Holz oder Beton oder Pflanzen, die schnell und tief wurzeln. Eine ökologisch sinnvolle Alternative ist der Einbau eines Geflechts aus Weidenruten, wie er auch an Böschungen im Straßenbau vorgenommen wird. Je nach Höhe und Hangdruck wird die Böschung mit oder ohne Fundament, Drainage, senkrecht oder schräg befestigt. Weitere Möglichkeiten, den Hang auf natürliche Weise zu befestigen sind Spreitlage, Heckenbuschlage, Faschine und Weidenflechtzaun.

  • Böschungsbruch
    Böschungsbruch

    siehe Geländebruch.

  • Böschungsstein
    Böschungsstein
    auch: Böschungssteine

    siehe Pflanzenstein.

  • Bogendach
    Bogendach
    auch: Bogendächer
    bogend.gif

    Das Bogendach wird fast ausschließlich als Metalldach konstruiert und gebaut und ist sozusagen der kleine Bruder des Tonnendachs. Während letzteres halbkreisförmig ist, ist das Bogendach wesentlich weniger gewölbt und damit eine Alternative zum Flachdach, wenn einerseits das Flachdach aus architektonischen Gründen nicht gewünscht wird, andererseits aber ein Dachgeschoß mit Tonnendach oder einer anderen Dachform nicht gebaut werden kann, weil eine bestimmte maximale Bauhöhe nicht überschritten werden darf. Bogendächer sieht man insbesondere auch bei Fertiggaragen, um den kistenförmigen Baukörpern eine angenehmere Optik zu verleihen.

  • Bogenschnittdeckung
    Bogenschnittdeckung
    auch: deutsche Deckung, Bogenschnitt-Deckung
    bogenschnittdeckung.jpg

    Wer auf die positiven Eigenschaften des Schiefers wie Langlebigkeit und Witterungsbeständigkeit nicht verzichten will, findet mit der Bogenschnittdeckung eine preiswerte Alternative. Zwischen 45 und 55 Euro kostet die Verlegung dieser Schieferart. Die runde Form der Decksteine und die klare Linienführung verleihen dem Deckbild Harmonie und Lebendigkeit. Die Bogenschnittdeckung wird mit quadratischen, 20 x 20 cm großen Schieferschindeln mit Bogenschnitt ausgeführt. Die Deckung erfolgt mit Gebindesteigung, wobei diese abhängig von der Dachneigung ist und zwischen der Mindest- und Höchstgebindesteigung liegen muss. Die Bogenschnittschablonen werden mit hängender Ferse gedeckt. Jede Bogenschnittschablone ist mit mindestens 3 Schiefernägeln oder -stiften innerhalb der Höhen- und Seitenüberdeckung zu befestigen. Die Bogenschnittdeckung wird auch Deutsche Deckung genannt und wurde inzwischen erweitert durch die Universaldeckung

  • Bohlen
    Bohlen
    auch: Bohlen

    Besäumtes oder unbesäumtes Schnittholz mit einer Mindestdicke von 40 mm und einer Breite von mehr als der zweifachen Dicke (siehe auch Bretter, Kantholz).

  • Bohlenbalken
    Bohlenbalken

    Bezeichnung für einen tragenden Balken.

  • Bohlenzaun
    Bohlenzaun
    auch: Bohlenzäune
    bohlenzaun.jpg

    Der Bohlenzaun ist die zivilisiertere Variante des Rancherzauns. Die Bohlen sind vierseitig gehobelt, die Kanten sind gerundet oder gefast. Bei Brettstärken um die 25 mm, Brettbreiten um die 200 mm und Brettlängen bis 5 m haben die einzelnen Bohlen ein erhebliches Gewicht. Dementsprechend massiv müssen die Trägerpfosten sein, an denen die Bohlen aufgenagelt werden. Aus Stabilitätsgründen werden auch Verschraubungen mit Muttern ausgeführt.

  • Boiler
    Boiler
    auch: Wasserboiler

    Boiler sind Warmwasserbereiter auf Speicherbasis. Im Gegensatz zum Durchlauferhitzer wird das Wasser nicht nur erwärmt, sondern auch noch in einem Kessel gespeichert. Heuzutage handelt es sich um High-Tech-Geräte, bei denen die Energie optimal genutzt und weitere Umweltbelange beachtet werden (etwa durch FCKW-freie Isoliermaterialien oder eine gute Recyclebarkeit der eingesetzten Materialien). Die Temperatur des Wassers im Speicher sollte 60°C nicht überschreiten. Zum einen sind die Speicherverluste bei höherer Temperatur größer und zum anderen kommt es zu verstärkter Verkalkung. Boiler gibt es in den verschiedensten Ausführungen und Grössen: z.B. als Wand-, Einbau- oder Stehboiler. Ihre Stromenergie beziehen Boiler z.B. aus dem öffentlichen Netz, aus einer Anlage zur Kraft-Wärmekopplung oder auch aus einer Photovoltaik-Anlage.

  • Bonanzazaun
    Bonanzazaun
    auch: Bonanzazäune

    Von verschiedenen Sägewerken und Holzhändlern benutzte Bezeichnung für den Rancherzaun. Der Name wurde abgeleitetet von der amerikanischen Wild-West-Fernsehserie "Bonanza", die in den 60-er Jahren auch über deutsche Sender lief.

  • Bordüre
    Bordüre
    auch: Bordüren

    Unter einer Bordüre werden im Bereich des Bauwesens incl. der Innenarchitektur verschiedene Dinge verstanden. Tapetenbordüren (auch Borte genannt) sind unterschiedlich schmale, mit farbigen Motiven und Ornamenten bedruckte Tapetenrollen. Diese werden auf eine tapezierte Wand geklebt, um diese optisch wirkungsvoller zu machen. Nicht anders verhält es sich mit textilen Bordüren, die an Vorhänge oder an Tischdecken genäht werden. Die Fliesenbordüre erfüllt den selben dekorativen Zweck, kommt aber natürlich nicht von der Endlos-Rolle. Vielmehr handelt es sich dabei um Einzelfliesen, die auf der Wand zu einem umlaufenden Band zusammengesetzt werden. In aller Regel gibt es zu jeder Fliesenserie von der Breite her passende Bordüren und Listel. Bordüren sind in der Regel nicht breiter als 60 - 70 mm und meistens mit farbigen Motiven, Linien, Mustern und Ornamenten bedruckt. Unser Foto zeigt links eine Tapetenbordüre, rechts Fliesenbordüren.

  • BOS-Haus
    BOS-Haus

    Zum Herstellerporträt von BOS-Haus

  • B-Plan
    B-Plan
    auch: B-Pläne

    siehe Bebauungsplan.

  • Brachland
    Brachland

    Bezeichnung für ein Gelände, das weder forst- noch landwirtschaftlich genutzt wird und auch nicht bebaut ist. Brachland ist somit ein der Natur überlassenes Grundstück. Riesige Gelände entlang der ehemaligen Zonengrenze sind Brachland. In diesen oder anderen Fällen kann die Natur aus einem Brachland auch ein Biotop machen, was die Nutzung des Geländes für Bauzwecke erschweren oder sogar unmöglich machen kann.

  • Brandfluchthaube
    Brandfluchthaube
    auch: Brandfluchthauben
    brandfluchthaube.jpg

    Brandfluchthauben schützen Personen davor, im Brandfall an tödlichen Gasen zu ersticken. 95 Prozent der Brandtoten sterben nicht durch das Feuer selbst, sondern an den Folgen einer Rauchvergiftung. Brandfluchthauben können von jedermann - also auch Brillenträgern - genutzt werden. Sie werden aus einem signalroten Kunststoffmaterial gefertigt, verfügen über ein großes Sichtfenster und werden im Ernstfall über den Kopf gezogen. Brandfluchthauben schaffen eine Überlebenszeit von 15 Minuten. Brandfluchthauben werden eher in öffentlichen Gebäuden, Kliniken usw. bereit gehalten. Gegen eine Bereithaltung in Privathäusern ist sicherlich nichts einzuwenden, denn gerade hier ereignen sich die meisten tödlichen Brandunfälle.

  • Brandklasse
    Brandklasse
    auch: Brandklassen

    Nicht jeder Brand kann mit dem gleichen Löschmittel gelöscht werden. Brennendes Öl verlischt mit Wasser nicht, ein Stück Holz hingegen schon. Die verschiedenen Materialien werden daher in vier Brandklassen A, B, C, D eingeteilt. Zur Brandklasse A zählen Brände fester Stoffe, die normalerweise unter Glutbildung verbrennen. Zum Beispiel Holz, Kohle, Papier, Stroh und Faserstoffe. Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen zählen zur Brandklasse B. Zum Beispiel Benzin, Benzol, Äther, Wachs, Öle, Fette, Lacke, Teer, Alkohol. Brandklasse C beinhaltet Brände von Gasen. Zum Beispiel Methan, Propan, Butan, Wasserstoff, Stadtgas, Erdgas. Brennen Metalle wie Aluminium, Magnesium, Lithium oder Kalium, zählt man sie zur Brandklasse D. Sie können nur mit einem speziellen Metallbrandpulverlöscher gelöscht werden. Neben Wasser wird auch Pulver, Schaum oder Kohlendioxid zur Brandbekämpfung eingesetzt. Dementsprechend gibt es auch verschiedene Feuerlöscher.

  • Brandmeldeanlage
    Brandmeldeanlage
    auch: Brandmeldeanlagen

    Eine Brandmeldeanlage (Abkürzung: BMA) ist ein elektronisches Bauteil, das in Verbindung mit verschiedenen Detektoren einen Brand erkennt. Meist wird über eine direkte Standleitung oder eine Wählverbindung die Feuerwehr ohne Zeitverzögerung informiert. Alternativ sind auch Systeme in Einsatz, die den Brandmeldung an eine ständig besetzte Stelle (z.B. Pförtner) weitergibt oder lediglich die Benutzer des Gebäudes über Sirenen warnt. Meistens werden Brandmeldeanlagen in Firmengebäuden, Fabrikhallen oder besonders gefährdeten Gebäuden wie Altenwohnheimen oder Krankenhäusern installiert. Der Vorteil der Brandmeldeanlage besteht darin, dass auch in Abwesenheit von Personen ein Brand frühest möglich erkannt wird und die Feuerwehr diesen auch noch in der Entstehungsphase löschen kann.

  • Brandschutz
    Brandschutz

    Vorkehrungen zur Brandverhütung, aber auch die Sicherung der Fluchtwege und Notausgänge, sowie die Schaffung von Vorkehrungen für einen erfolgreichen Feuerwehreinsatz (beispielsweise Zufahrten freihalten). Der vorbeugende Brandschutz für Baumaßnahmen betrifft das Brandverhalten von Baustoffen, die in Feuerwiderstandsklassen festgelegt sind sowie das Brandverhalten von Bauteilen. Ein weiterer Gesichtspunkt ist auch die Verhinderung eines Übertritts von Feuer von einem Raum zum anderen durch geeignete Abschottung von Maueröffnungen, durch die Kabel und Rohre geführt werden. Der Brandschutz ist baugesetzlich geregelt; für öffentliche Gebäude und Gewerbebetriebe sind besonders strenge Auflagen zu erfüllen, wobei auch berufsgenossenschaftliche Vorschriften zu beachten sind.

  • Brandschutzbeschichtung
    Brandschutzbeschichtung
    auch: Brandschutzbeschichtungen

    Eine Brandschutzbeschichtung hat die Aufgabe, das Ausbreiten eines Feuers oder der Hitze zu verzögern. Man unterscheidet Brandschutzbeschichtungen für Kabel, Holz oder Stahl. Der Brandschutzanstrich für Kabel und Kabelabschottungen für Innen- und Außenanwendungen dient der Verhinderung bzw. Verzögerung einer Brandfortleitung über Kabelanlagen und Verzögerung des elektrischen Funktionsausfalls. Stahl verliert unter Hitzeeinwirkung schon nach wenigen Minuten seine statische Tragfähigkeit. Eine Brandschutzbeschichtung zögert das statische Versagen hinaus. Bei Holz hat die Brandschutzbeschichtung die Aufgabe, eine bessere Baustoffklasse zu gewährleisten.

  • Brandschutzglas
    Brandschutzglas

    Brandschutzglas kann nicht einfach in zugeschnittener Größe bestellt, sondern nur als fester Einbaubestandteil eines Fensters oder einer Tür bzw. einer Türanlage bezogen werden. Brandschutzglas wird in den Feuerwiderstandsklassen F und G kategorisiert - und zwar danach, wie lange eine Brandschutzfenster bzw. eine Brandschutztür incl. Verglasung Hitze und direkter Feuereinwirkung widersteht. Neu auf dem Markt sind Brandschutzgläser, bei denen ein Gel auf der Basis von Aluminiumphosphaten zwischen zwei Glasscheiben eingelagert wird, wodurch die Widerstandsfähigkeit erhöht wird.

  • Brandschutzkissen
    Brandschutzkissen
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    Spezielle, für Wand- und Deckendurchführungen zur Erhöhung der Feuerwiderstandsdauer für Kabel, Kabelbündel, Kabeltragesysteme entwickelte Kissen, mit denen ein Kombischott abgedichtet werden kann. Die Kissen bestehen aus einer äußeren Glasgewebehülle, einem innenliegenden Polyäthylen-Sack und einer Granulatfüllung, die im Brandfall aufschäumt und so eine wirkungsvolle Abschottung gegen Feuer und Rauchgase bildet. Die Kissen eignen sich besonders für solche Gebäude, in denen häufig neue Verkabelungen eingezogen werden müssen, z.B. TV-Studios oder Betriebe mit Datenverarbeitung. Sie sind also, sofern kein Brand stattgefunden hat, mehrfach verwendbar.

  • Brandschutzklappe
    Brandschutzklappe
    auch: Brandschutzklappen

    Entsprechend den Vorschriften der Landesbauordnungen müssen Lüftungsleitungen in Gebäuden mit mehr als zwei Vollgeschossen und Lüftungsleitungen, die Brandabschnitte überbrücken, so hergestellt sein, dass Feuer und Rauch nicht in andere Geschosse oder Brandabschnitte übertragen werden können. Dieses Schutzziel wird durch den Einsatz von Brandschutzklappen erreicht. Brandschutzklappen müssen so eingebaut werden, dass Inspektionen, Wartungs- und Renovierungsarbeiten möglich sind. Die Adresse bzw. Zuordnung zur Anlage muss in Ausführungs- bzw. Revisionsplänen eine eindeutige und zweifelsfreie Lokalisierung ermöglichen. Bei freier Zugänglichkeit ist die Brandschutzklappe entsprechend den Angaben in den Revisionsplänen zu kennzeichnen. Ist keine freie Zugänglichkeit gegeben (Klappe befindet sich z.B. oberhalb einer abgehängten Decke) ist in unmittelbarer Nähe der Brandschutzklappe eine Kennzeichnung vorzunehmen. Eine Auslöseeinrichtung löst den Schließvorgang bei Erreichen der Ansprechtemperatur aus. Die Schließvorrichtung schließt daraufhin die Brandschutzklappe.

  • Brandschutzmanschette
    Brandschutzmanschette
    auch: Brandschutzmanschetten
    brandschutz.jpg

    Brandschutzmanschetten zur Rohrabschottung bestehen aus einem festen Gehäuse, welches das Kunststoffrohr umgibt. In diesem Gehäuse befindet sich eine im Brandfall aufschäumende Masse, die das weich werdende Rohr zusammendrückt und die gesamte Installationsöffnung verschließt. Bei der Verwendung von Brandschutzmanschetten müssen die Montagevorschriften für die Zulassung auf der Baustelle vorhanden sein und eingehalten werden. Jede Brandschutzmanschette muss durch ein Schild gekennzeichnet sein, damit bei Wartungsarbeiten keine unzulässigen Materialien verwendet werden.

  • Brandschutzplatte
    Brandschutzplatte
    auch: Brandschutzplatten, Brandschutz-Platte, Brandschutz-Platten

    Brandschutzplatten können auf verschiedenen Grundstoffen basieren. Es gibt mit Flammschutzmitteln beschichtete Gipsfaserplatten, Pressspanplatten und grundsätzlich nicht brennbare Platten aus rein mineralischen Materialien (mittlerweile asbestfrei), die ohne organische Kleber verleimt sind. Auch Platten aus Schaumglas erfüllen die Anforderungen, da Schaumglas ebenfalls nicht brennbar ist.

  • Brandschutzputz
    Brandschutzputz
    auch: Brandschutzputze

    Als Brandschutzputz werden hauptsächlich gipshaltige Putze eingesetzt. Sie sollen die Feuerwiderstandsdauer der Bauteile, auf denen sie aufgebracht werden, verlängern. Gips enthält chemisch gebundenes Wasser, welches sich bei hohen Temperaturen wieder abspaltet.

  • Brandschutzschaum
    Brandschutzschaum
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    Schaum zur permanenten Brandabschottung von Einzelkabeln, Kabelbündeln, Kabeltragesystem und Leerrohren aus Kunststoff oder Stahl. Mit Brandschutzschaum können zudem Kabeldurchführungen mit Kabelbrücken durch Brandwände und -decken abgeschottet werden. Vor allem Öffnungen, die nur von einer Seite zugänglich sind, können durch die hohe Expansion des Schaums sicher verschlossen werden.

  • Brandschutzstopfen
    Brandschutzstopfen
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    Brandschutzstopfen werden in verschiedenen Durchmessern zwischen 62 und 202 mm geliefert und dienen dazu, in Beton- oder Steinwände gebohrte Mauerdurchführungen ("Kernbohrung") gegen ein Übergreifen von Feuer oder Rauchgasen abzudichten. Die Stopfen werden meistens eingesetzt, wenn Kabel nachträglich von einem Raum in den anderen durch eine Mauer gelegt werden. Diese Kabel werden dabei durch das elastische Material der Stopfen geführt, das sich zusammendrücken und zurechtschneiden läßt.

  • Brandschutztor
    Brandschutztor
    auch: Brandschutztore

    siehe Feuerschutztor

  • Brandschutztür
    Brandschutztür
    auch: Brandschutztüren, Brandschutztüre

    siehe Feuerschutztür

  • Brandschutzzeichen
    Brandschutzzeichen
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    Die roten Brandschutzzeichen zeigen an, wo sich Feuerlöscher, Schlauch oder Leiter befinden. Auch Brandmelder und Einrichtungen zur Brandbekämpfung werden mit einem roten Schild versehen. Andere Sicherheitskennzeichen sind Verbotszeichen, Gebotszeichen, Warnzeichen und Rettungszeichen.

  • Brandwand
    Brandwand
    auch: Brandwände

    Element des Brandschutzes, das die Ausbreitung von Bränden verhindern soll. Eine Brandwand wird darauf ausgelegt, das sie 90 Minuten dem Feuer widerstehen soll. Sie wird in der Regel über das Dach geführt, um einen Feuerüberschlag oberhalb der Dachhaut zu verhindern. Die Brandwand soll selbst bei vollständiger Zerstörung eines angrenzenden Brandabschnittes noch ausreichend standsicher sein und darf nicht durch vom Feuer zerstörte und herunterfallende Bauteile ihre Funktion verlieren. Brandwände werden erforderlich, wenn ein Bauwerk so nah an eine Grundstücksgrenze gebaut werden soll, dass ein Brandüberschlag zum Nachbarn möglich ist. Eine Brandwand wird ebenfalls notwendig, wenn ein Gebäude so groß ist, dass ein vollständiger Abbrand des Gesamtgebäudes nicht hingenommen werden kann. (In Deutschland üblicherweise bei Gebäuden mit einer Länge größer als 40m). In diesem Fall wird eine innere Brandwand gefordert.

  • Brauchwasser
    Brauchwasser

    siehe Betriebswasser.

  • Brauchwassermischer
    Brauchwassermischer

    Vor allem im Hochsommer erheizen Solarkollektoren das Wasser in einem Solarspeicher auf über 70 Grad. Wird dann das Wasser aufgedreht, besteht die Gefahr des Verbrühens. Zum Schutz davor ist ein Brauchwassermischer notwendig. Er wird zwischen Kaltwasserzuleitung und Brauchwasserentnahmeleitung installiert. Durch thermostatisch geregeltes Zumischen von Kaltwasser wird die Maximaltemperatur des gezapften Wassers begrenzt.

  • Brauner Kellerschwamm
    Brauner Kellerschwamm
    auch: Brauner, Kellerschwamm

    Der Braune Kellerschwamm ist einer der am häufigsten vorkommenden holzzerstörenden Pilze. Damit er sich wohlfühlt, ist ein relativ hoher Feuchtigkeitsbedarf von 50 bis 60 Prozent notwendig. Die optimale Temperatur liegt bei 22 bis 24 Grad Celcius. Er gefährdet alles Holz im Bereich feuchter Mauern wie beispielsweise Balkenköpfe oder feuchte Böden sowie alles Holz in Räumen mit starker Wasserdampfentwicklung. Die zerstörerische Wirkung des Braunen Kellerschwamms kann ähnlich hoch sein wie beim echten Hausschwamm. Und wie auch beim Hausschwamm bildet er Myzel aus, die zunächst weißlich sind und die mit zunehmenden Alter zunächst graubraun und dann dunkelbraun werden. Dabei haften die wurzelartigen verzweigten Stränge fest an der Unterlage. Der Braune Kellerschwamm ist häufig in Neubauten anzutreffen. Grund sind zu früh und luftdicht auf noch feuchtem Estrich verlegte Bodenbeläge wie zum Beispiel Linoleum oder PVC. Das Problem dabei ist, dass die Existenz des Pilzes lange unbemerkt bleibt, da auf den Außenflächen des Holzes keine oder nur diskrete Anzeichen für eine Zerstörung erkennbar sind. Tatsächlich kann das Holz auf der Unterseite schon verfault sein. Wird bei der Austrocknung auf eine fachgerechte Sanierung verzichtet, kann der Braune Kellerschwamm Wegbereiter des Echten Hausschwamms sein.

  • Braune Wanne
    Braune Wanne
    auch: Braunen, Wanne

    In der Bautechnik wird von einer Braunen Wanne gesprochen, wenn die Kelleraußenwände mit einer Masse aus Betonit oder mit Betonit-Bahnen gegen Feuchte abgedichtet worden sind. Da Betonit bräunlich ist, hat sich der Name entsprechend gebildet. Andere Verfahren, um zu trockenen Kellern zu kommen, sind die Schwarze Wanne und die Weiße Wanne.

  • Braunfäule
    Braunfäule

    Nach Art der Holzzerstörung durch Pilze werden Braunfäule, Weißfäule und Moderfäule unterschieden. Die Braunfäule tritt meist am verbauten oder lagerndem Holz auf. Dabei wird vorzugsweise die Zellulose im Holz abgebaut. Das Holz verfärbt sich braun, weil das braune Lignin übrig bleibt. Die Festigkeit und Rohdichte des Holzes ist bei fortgeschrittener Braunfäule drastisch gemindert. Typisch ist die Bildung von Rissen im Holz, die quer und parallel zur Faserrichtung verlaufen und als Würfelbruch bezeichnet werden. Die Braunfäule wird häufig auch als Destruktionsfäule bezeichnet.

  • Brause
    Brause
    auch: Brausen

    Brausen formen und führen das Wasser beim Duschen. Am stärksten verbreitet sind Handbrausen in Verbindung mit flexiblen Schläuchen. Bei Markenprodukten haben in der Regel schon die preisgünstigsten Ausführungen eine integrierte Reinigungsfunktion, die das Verkalken der Wasseraustrittsdüsen verhindert. Die Varianten reichen dabei von Strahldüsen aus elastischem Kunststoff (hier wird der Kalk weggerubbelt) bis zur vollautomatischen Reinigungsfunktion. Hochwertige Brauseschläuche haben verdrehsichere Anschlussstücke und eine Schnellkupplung für den Austausch der Brause. Neben den Handbrausen gibt es fest eingebaute Kopf- und Seitenbrausen und – speziell für Saunafreunde – Schwallbrausen. Immer beliebter sind Duschsystem für die Rundum - Berieselung. Diese komplett vormontierten Einheiten lassen sich mit wenigen Handgriffen auch nachträglich installieren.

  • Brausegarnitur
    Brausegarnitur
    auch: Brausegarnituren
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    Unter Brausearmaturen werden Sanitärarmaturen verstanden, die insbesondere mit Mischbatterien an der Badewanne oder in der Duschkabine verbunden sind. Zur Brausegarnitur gehört eine Duschstange oder ein Wandbrausenhalter, ein Brauseschlauch und der Brausekopf, auch Duschkopf genannt. Das Foto zeigt eine Brausegarnitur des Herstellers JÖRGER.

  • Breitziegel
    Breitziegel

    siehe Krempziegel.

  • Brenner
    Brenner

    Der Brenner ist der Teil des Heizkessels, wo beispielsweise Erdgas oder Heizöl verbrannt wird. Im wesentlichen unterscheidet man drei Brennerbauarten, die sich darin unterscheiden, wie die Luft für den Verbrennungsprozeß zugeführt wird. Beim atmosphärischen Brenner wird die Verbrennungsluft durch den Gasdruck und den thermischen Auftrieb angesaugt. Sie besitzen kein Gebläse und sind nur für Gas-Heizkessel geeignet. Bei Brennern mit Gebläse wird die Verbrennungsluft dagegen "eingeblasen". Sie eignen sich für Erdgas und Heizöl. Aus diesem Brenner entwickelte sich der Gas-Vormischbrenner. Bei ihm werden Erdgas und Verbrennungsluft vor der Verbrennung durchmischt. Dadurch arbeiten diese Brenner noch effizienter und emissionsärmer. In Brennwertgeräten sind fast immer Vormischbrenner eingebaut.

  • Brennwert
    Brennwert

    Der Brennwert ist die bei vollständiger Verbrennung abgegebene Energie (Einheit kj/kg). Der Brennwert enthält den Heizwert plus der durch Kondensation des entstandenen Wasserdampfs aus den Abgasen freiwerdenden Energie. Siehe auch Brennwerttechnik.

  • Brennwertheizung
    Brennwertheizung

    Brennwertheizungen sind Heizungen, die mit der Brennwerttechnik arbeiten. Während bei größeren Häusern üblicherweise Brennwertkessel installiert werden, genügt bei Ein- bzw. Zweifamilienhäusern der Einbau einer kleineren, an der Wand hängenden Anlage - der so genannten Brennwerttherme.

  • Brennwertkessel
    Brennwertkessel

    Verblüffend ist beim Brennwertkessel der Heizwert, der zwischen 105 % (bei Ölbefeuerung) und 108 Prozent (bei Gasbrennern) liegt. Die auf den ersten Blick unglaublich hohen Werte werden dadaurch erreicht, daß auch noch die in den Abgasen enthaltene Hitze genutzt wird. Dabei wird zunächst in der Brennkammer das Wasser erhitzt. Statt nun die Abgase direkt über den Schornstein abzuleiten, gelangt die heiße Luft in einen Kondensationswärmetauscher. Dort kondensiert der Wasseranteil der Abgase. Der Brennwertkessel wird daher mitunter auch als Kondensationsheizkessel bezeichnet. Bei der Kondensation wird Wärme frei, die zusätzlich das Kesselwasser erwärmt. Die nun deutlich abgekühlten Abgase müssen mit einem Gebläse ins Freie befördert werden. Brennwertkessel arbeiten grundsätzlich mit niedrigen Temperaturen. Daher lassen sich die energiesparenden Geräte nur mit einigen Anpassungen an bestehenden Heizungsanlagen nutzen. Bis zu einer Nennwärmebelastung von 50 kW (Wärmebedarf eines kleinen Mehrfamilienhauses) ist beim Einsatz der Brennwerttechnik durch den Einsatz kompakter Geräte (der sogenannten Units) kein eigener Heizraum nötig. Für die zusätzliche Warmwasserfunktion werden die Geräte meist mit einem indirekt beheizten Schichtenspeicher kombiniert.

  • Brennwerttechnik
    Brennwerttechnik

    Die Brennwerttechnik ist eine Technik, um den Wirkungsgrad der Verbrennung von Heizöl und Heizgas zu erhöhen. Öl und Gas enthalten Wasser. Bei normalen Kesseln verdampft es und zieht durch den Schornstein ungenutzt ab. Bei der Brennwerttechnik lässt man diesen Dampf im Kessel kondensieren. Daher heißen Brennwertkessel auch Kondensatkessel. In Wärmeaustauschern werden die Abgase so weit abgekühlt, dass der in ihnen enthaltene Wasserdampf kondensiert und Wärme freisetzt, die genutzt werden kann. Brennwertgeräte können grundsätzlich in jede Heizungsanlage eingebaut werden. Besonders vorteilhaft sind moderne Niedertemperatur-Systeme mit niedrigen Vorlauf-/Rücklauftemperaturen. Aber auch in älteren Anlagen, die für höhere Betriebstemperaturen ausgelegt sind, bringt die Brennwerttechnik Vorteile. Durch großzügig bemessene Heizkörper und die nachträgliche Verringerung des Wärmebedarfs (z.B. durch verbesserte Wärmedämmung der Außenwände und neue Fenster) arbeiten solche Anlagen oft mit so niedrigen Heizwassertemperaturen, dass eine Brennwertnutzung möglich ist.

  • Brennwerttherme
    Brennwerttherme

    Die Brennwerttherme unterscheidet sich vom Brennwertkessel dahingehend, dass der Kessel auf dem Fußboden steht, während eine Therme an die Wand gehängt wird. Wandhängende Geräte besitzen in den meisten Anwendungsbereichen klare Vorteile. Bodenstehende Geräte sind in erster Linie dort die richtige Wahl, wo man sehr große Leistungen benötigt: im Zweckbau, bei der Prozesswärme-Bereitstellung und in Mehrfamilienhäusern. Dagegen dominieren bei kleinerem Leistungsbedarf in Ein- oder Zweifamilienhäusern und bei dezentraler Wärmebereitstellung die Wandgeräte. Die Vorteile liegen auf der Hand. An erster Stelle steht der geringe Platzbedarf der Thermen. Dies wiegt umso schwerer, als bei geringerem Warmwasserbedarf auf Kombigeräte mit integrierter Warmwasserbereitung zurückgegriffen werden kann und somit auch der Platzbedarf für den Speicher entfällt. Da sich Thermen auch raumluftunabhängig betreiben lassen, besteht zudem größere Flexibilität in der Abgasführung und damit in puncto Aufstellungsort. Weil sämtliche Komponenten im Gehäuse integriert sind, geht bei Thermen die Installation leichter vonstatten. Auch das geringere Gewicht erleichtert die Installation. Schließlich sind wandhängende Einzelgeräte auch in den Anschaffungskosten zumeist günstiger als Bodengeräte.

  • Brettstapelbauweise
    Brettstapelbauweise
    brettstapel.jpg

    Die Brettstapelbauweise ist eine massive Holzbauweise. Die Idee stammt aus Skandinavien, wo sie bereits um die Jahrhundertwende (1900) eingesetzt wurde. Brettstapelelemente haben folgende Anwendungen: tragende und nichtragende Innen-, Außen- und Gebäude-trennwände, sichtbare und nichtsichtbare Decken, Holzbetonverbunddecken mit Überbeton und für flache oder steile Dächer. Zur Herstellung werden getrocknete (u < 15 %), gehobelte Fichten-Massivholzbretter mit Breiten von 80 bis 200 mm verwendet. Die Bretter werden auf einer Fertigungsanlage aufgestapelt und jedes Brett mit dem darunter liegenden Brett mittels Holzdübel oder Nägel verbunden. Brettstapeldecken haben bei gleicher Dicke eine höhere Tragfähigkeit als Betondecken, da hier der ganze Querschnitt trägt.

  • Brettstapelhaus
    Brettstapelhaus

    Haus, das in Brettstapelbauweise hergestellt wurde. Die einzelnen Elemente werden in der Werkstatt hergestellt und auf der Baustelle zusammengesetzt. Das Holz kann offen sichtbar bleiben oder beplankt oder verputzt werden.

  • Bruchplatten
    Bruchplatten

    siehe Polygonalplatten.

  • Bruchsteinmauerwerk
    Bruchsteinmauerwerk
    auch: Bruchstein-Mauerwerk
    bruchsteinmauerwerk.jpg

    Wie das Trockenmauerwerk besteht das Bruchsteinmauerwerk aus Bruchsteinen. Allerdings werden diese bei der Bruchsteinmauer mit Mörtel vermauert. Die Steine sind annähernd regelmäßig, aber wenig bearbeitet. Läufer- und Binderschichten wechseln miteinander ab. Es ergeben sich unregelmäßige Fugen, die mit Mörtel voll ausgefüllt werden müssen. In Höhenabständen von 1,50 m muß das Mauerwerk abgeglichen werden, das heißt, die Lagerfläche geht über die ganze Mauerlänge durch.

  • Bruchteilsnießbrauch
    Bruchteilsnießbrauch

    Nießbrauch, der statt an einem ganzen Anwesen nur an einem Miteigentumsanteil besteht.

  • Brüstung
    Brüstung
    auch: Brüstungen

    Als Brüstung bezeichnet man die etwa brusthohe Einfassung einer Mauer oder Balustrade. Sie sichert den unteren Rand eines Fensters, einer Terrasse oder eines Daches. Den Abschluss einer gemauerten Brüstung bildet der Brüstungsabschlussziegel, dies ist ein Formmauerziegel. Die Brüstung kann aber auch aus einem Metallgitter oder aus Holz bestehen.

  • Brüstungsabschlussziegel
    Brüstungsabschlussziegel

    Jeder Ziegel, der den oberen Abschluss einer Brüstung bildet, wird als Brüstungsabschlussziegel bezeichnet. Dies kann ein einfacher Mauerziegel sein oder ein spezieller Formmauerziegel.

  • Brüstungsgeländer
    Brüstungsgeländer

    siehe Balustrade.

  • Bruttobauland
    Bruttobauland

    siehe Bruttobaufläche.

  • Bruttogrundfläche
    Bruttogrundfläche
    auch: Bruttogrundflächen

    Die Bruttogrundfläche (BGF) ist die Summe der Grundflächen aller Geschosse eines Gebäudes. Sie ist unterteilt in Konstruktionsgrundfläche (KGF) und Nettogrundfläche (NGF).

  • Bruttorauminhalt
    Bruttorauminhalt
    auch: BRI

    Der Bruttorauminhalt ist das gebaute oder geplante Volumen (Rauminhalt) eines Gebäudes und dient zur Bewertung (Kostenermittlung) und Feststellung des Volumens von Baukörpern.

  • Bruttowohndichte
    Bruttowohndichte
    auch: Brutto-Wohndichte

    Anzahl der Einwohner je ha Bruttobauland.

  • B&S Selbstbauhaus
    B&S Selbstbauhaus

    Zum Herstellerporträt von B&S Selbstbauhaus

  • Büdenbender Hausbau
    Büdenbender Hausbau

    Zum Herstellerporträt von Büdenbender Hausbau

  • Bündelinstallation
    Bündelinstallation

    siehe Aufputzinstallation.

  • Bürgschaft
    Bürgschaft
    auch: Bürgschaften

    siehe Aval.

  • Bundesimmisionsschutzverordnung
    Bundesimmisionsschutzverordnung
    auch: Kleinfeuerungsverordnung

    Die Bundesimmisionsschutzverordnung (BImSchV) regelt die Überwachung der Heizkessel durch den Schornsteinfeger. Die auch als Kleinfeuerungsverordnung bezeichnete Verordnung gibt die maximalen Grenzwerte des Abgasverlustes für die jeweiligen Kesselgrößen vor. So darf ab diesem Datum ein Heizkessel mit einer Leistung bis 25 Kilowatt höchstens elf Prozent der eingesetzten Energie über den Schornstein an die Umgebung abgeben. Bei einem Kessel bis 50 Kilowatt Leistung sind es zehn Prozent und bei einem Kessel mit einer Leistung von mehr als 50 Kilowatt sogar nur neun Prozent.

  • Bundesverband Deutscher Fertigbau
    Bundesverband Deutscher Fertigbau

    Der Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF) besteht seit 1961. Er ist ein Zusammenschluß von derzeit 46 Unternehmen. Die Philosophie des Bundesverbandes ist kunden- und qualitätsorientiert. Ziel nach Auskunft des Verbandes ist die Bereitstellung von unternehmensübergreifenden Informationen für Bauinteressenten und Medien zum Thema Intelligentes Bauen. Es werden laut Verband keine wirtschaftlichen Interessen verfolgt. Kontaktadresse: Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF) Flutgraben 2 53604 Bad Honnef Tel.: + 49 (0) 22 24/93 77-0 Fax: + 49 (0) 22 24/93 77-77 Internet: www.bdf-ev.de

  • Bungalow
    Bungalow
    auch: Bungalows

    Aus dem Malayischen stammende eingeschossige Bauform mit Flachdach. Die Häuser wurden und werden dort unter Bäumen aufgestellt, damit sie möglichst im Schatten liegen. Dementsprechend kam einem Dach keine Bedeutung zu, schon gar nicht die der Wärmedämmung, denn in den Tropen ist es bekanntlich warm genug. Die Bauform kam über die damaligen Kolonialmächte England, Frankreich und Holland auch nach Europa und wurde von vielen Architekten der 50-er bis 70-er Jahre auch in Deutschland favorisiert. Da insbesondere das Flachdach ein Problembereich ist, kam in Mitteleuropa der Walmdachbungalow auf, wobei das Walmdach in diesen Fällen flach gehalten und nicht ausbaufähig ist. Walmdachbungalows werden auch heute noch relativ oft gebaut. Der L-förmige Reihenbungalow ist eine spezielle mitteleuropäische Variante.

  • Buntbartschloss
    Buntbartschloss

    Buntbartschlösser werden hauptsächlich für Zimmertürschlösser verwendet. Sie haben die geringste Sicherheit. Mit einem einfachen Sperrhaken oder einem gebogenen Draht lassen sich die Türen öffnen. Wenn Sie also nicht wollen, dass jeder Nachwuchseinbrecher ihre Sachen durchstöbert, sollten Sie sich für eine andere Sicherungsart, wie beispielsweise ein Stiftschloss, Scheibenschloss oder Besatzungsschloss entscheiden. Für die Haustür darf ein Buntbartschloss nicht verwendet werden. Den Namen hat das Buntbartschloss im übrigen von den verschiedenen, möglichst bunten Schlüsselformen.

  • Butzenglas
    Butzenglas

    siehe Butzenscheiben.

  • Butzenglasfenster
    Butzenglasfenster

    Ein Butzenglasfenster hat eine Verglasung aus Butzenscheiben, die mit Bleiruten eingefasst und zu größeren Glasflächen zusammengesetzt sind. Bei diesen typisch mittelalterlichen Fenster wurden zerbrochene Glasscheiben im Schadensfall nicht ausgetauscht, sondern an der Bruchstelle stumpf oder mit Notblei oder Sprungblei wieder zusammengesetzt.

  • Butzenscheiben
    Butzenscheiben
    auch: Butzenglas, Butzenscheibe

    Der "Bi-Ba-Butzemann", der im Kinderlied herumtanzt, lehnt sich an die Glasbläser an, die in Waldhütten - also im Wald gelegenen Glasbläsereien - u.a. auch Butzenscheiben herstellten und auch heute noch herstellen. Dabei werden Glaskugeln geblasen und an sog. Hefteisen befestigt. Nach Abtrennen der Glasmacherpfeife (dem "Blasrohr" der Glasmacher) wird die Glaskugel aufgeweitet und zu einer Scheibe geschleudert. Der Wulst am Hefteisen, nämlich der "Butzen" in der Scheibenmitte, gab der Scheibe ihren Namen. Butzenscheiben haben eine typische Außenwölbung und werden geliefert mit einem Durchmesser von 60, 80, 100, 120 und 140 mm, in Ausnahmefällen auch bis 200 mm. Sie werden in Bleiruten gefaßt und damit zu einer ganzen Fensterscheibe zusammengesetzt. Imitate werden aus Pressglas oder Gussglas gefertigt.