Lexikon

  • K
  • Kabelabschottung

    Kabelabschottung

    auch: Kabelabschottungen

    siehe Abschottung.

  • Kabelbrücke

    Kabelbrücke

    kabelbruecke.jpg

    Eine Kabelbrücke ist ein leistenähnliches Bauteil aus elastischem, hartgummiartigem Material - meistens Polyurethan-Elastomeren. Kabelbrücken weisen unterseitig Kanäle auf, in die Kabel eingelegt werden können, die ansonsten lose auf dem Boden liegen und Stolperfallen darstellen würden. Kabelbrücken kommen vor allem in Büros zum Einsatz, wo viele elektrische und elektronische Geräte verkabelt werden müssen. Jedoch auch auf Volksfesten werden solche Brücken verlegt, um sowohl die Kabel vor Beschädigungen als auch die Passanten vor Unfällen zu bewahren. Kabelbrücken sind seitlich abgeflacht und meistens mit einer Rillenstruktur versehen, um einem Ausrutschen vorzubeugen. Die einzelnen Elemente können fast nahtlos verlegt werden, weil trapezförmige Zapfen wie bei einer Holzverbindung ineinander greifen. Unsere Zeichnung zeigt eine Kabelbrücke des Herstellers Reckli im Querschnitt.

  • Kabeldurchführung

    Kabeldurchführung

    auch: Kabeldurchführungen

    siehe Leitungsdurchführung.

  • Kabelkanal

    Kabelkanal

    auch: Kabelkanäle

    Unter Kabelkanälen versteht man konstruktive Leerräume für die Verlegung von Kabeln. Sie können an der Wand (siehe Wandkanäle), an Decken oder im bzw. auf dem Fußboden (Unterflur-Installationskanal, Aufboden-Installationskanal) verlegt werden. Es handelt sich dabei um eckige Leerrohre, die nach der Kabelverlegung mit Kanalabdeckungen versehen werden. Kabelkanäle gibt es in unterschiedlichen Nennbreiten und Nenntiefen. Sie können mit Trennstegen ausgestattet sein, die eine übersichtlichere Verlegung ohne gegenseitige Beeinflussung gewährleisten. Es gibt Kabelkanäle aus PVC, Aluminium und Stahl.

  • Kabelschott

    Kabelschott

    auch: Kabelschotts

    siehe Abschottung.

  • Kabelschuh

    Kabelschuh

    auch: Kabelschuhe
    kabelschuh.jpg

    An diesem Metallteil werden Kabel befestigt, beispielsweise mit der Crimpzange. Auf der einen Seite wird das Kabel eingeführt, diese Seite bei allen Modellen in etwa gleich. Die andere Seite kann verschieden ausgeführt sein für verschiedene Einsatzzwecke. Es gibt zum Beispiel Winkelrohr-(1), Ring-(2), Rohr-(3), Löt-(4) und Stiftkabelschuhe (5).

  • Kachelherd

    Kachelherd

    auch: Kachelherde
    ofen4.jpg

    Nostalgie und Moderne verbindet der Kachelherd. Wie einst bei Großmutter in der Küche ist der Herd Heizung und wird zum Kochen, Backen und zur Warmwassererzeugung genutzt. Problemlos ist die Integration in moderne Einbauküchen. Und auch das Einsetzen eines Mikrowellenherdes oder eines Pizzaofens in den Kachelkörper ist möglich.

  • Kachelkamin

    Kachelkamin

    auch: Kachelkamine
    ofen3.jpg

    Der Kachelkamin ist im Prinzip nichts anderes als ein Grundkachelofen, nur daß beim Kachelkamin die Flammen durch ein dekorativ eingefaßtes Keramikglas beobachtet werden können. Die Energieausbeute ist durch den geschlossenen Brennraum um ein vielfaches höher als bei einem offenen Kamin.

  • Kachelofen

    Kachelofen

    auch: Kachelöfen

    Den Kachelofen gibt es seit der Bronzezeit und er ist moderner denn je. Das liegt einmal an der wohligen Strahlungswärme, die er abgibt, dann an dem ökologisch besonders interessanten, da nachwachsendem Brennstoff, nämlich hauptsächlich Kaminholz und schließlich an der Vielfalt, in der ein Kachelofen gebaut und gestaltet werden kann. Beliebt ist in diesem Zusammenhang die Ofenbank, auf der unsere Vorfahren schliefen und sich den arbeitskrummen Rücken erwärmen ließen. Am weitesten verbreitet ist der Kachelofen mit gemauertem Sockel. Der Oberbau besteht oft aus einer Kuppel. Kachelöfen werden aus Schamottesteinen zusammengesetzt und mit Kacheln verkleidet. Die Kacheln dienen als Speichermedium, sie strahlen die Wärme nach und nach ab. Kacheln werden von spezialisierten, oft handwerklich ausgerichteten Herstellern in vielen Formen, Farben, Formaten und sog. Radienteilen hergestellt. Unterschieden wird bei den Kachelöfen in Grundkachelofen, Warmluftkachelofen, Strahlungsflächen-Kachelofen, Kachelkamin, Kombiofen und Kachelherd.

  • Kachelofen- und Luftheizungsbauer

    Kachelofen- und Luftheizungsbauer

    Dreijähriger handwerklicher Lehrberuf, dessen traditionelle Bezeichnung "Ofensetzer" geläufiger ist, als diese neue Bezeichnung. Der Kachelofen- und Luftheizungsbauer baut handwerkliche Kachelöfen wie z. B. den Grundkachelofen oder den Kachelkamin aus Schamottesteinen und Kacheln, wobei von ihm neben den handwerklichen auch gestalterische Fähigkeiten verlangt werden. Zu den Aufgaben des Kachelofen- und Luftheizungsbauers gehört auch der Anschluß des Kachelofens an den Schornstein.

  • kälken

    kälken

    siehe kalken.

  • Kältebrücke

    Kältebrücke

    auch: Kältebrücken

    siehe Wärmebrücke.

  • Kältefeind

    Kältefeind

    Ein Kältefeind ist die umgangssprachliche Bezeichnung für eine Türdichtung, die am unteren Falz des Türblattes - in der Regel verdeckt liegend - eingelassen ist und beim Schließen der Tür über einen Hebelmechanismus automatisch ausgefahren wird, wodurch eine höhere Dichtheit erlangt wird.

  • Kämpferholz

    Kämpferholz

    Waagerechtes Querholz bei Fenstern (z.B. mit Oberlicht) oder Türen, dient als Anschlag für die Fensterflügel. Andere Bezeichnung auch "Riegel". In der älteren Literatur finden sich für das Kämpferholz auch die Bezeichnungen Kreuzholz und Loosholz.

  • Kändel

    Kändel

    siehe Dachrinne.

  • Kalkablagerung

    Kalkablagerung

    auch: Kalkablagerungen

    Kalkablagerungen kennt jeder aus dem täglichen Leben. Natürliche Prozesse führen dazu, dass in unbehandeltem Regen- oder auch Grundwasser Kalk in gelöster Form vorliegt. Kalkablagerungen entstehen meist dann, wenn das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht gestört wird. Die Kalkablagerung ist ein Prozess, bei dem die im Wasser gelösten Bestandteile des Kalkes ausfällen und damit festhaftende Kalkkristalle, Wasser und Kohlensäure entstehen. Durch die Ablagerung von Kalk beispielsweise an den Innenwänden von Rohren, kommt es zur Bildung einer festen Kalkkruste (auch Kesselstein genannt), die über Jahre hinweg immer dicker werden. Diese Kalkprobleme führen letztendlich zu Verstopfungen in den Leitungen, Brauseköpfen und Wasserhähnen. Auch optische Beeinträchtigen bringt der Kalk auf Fliesen, Badewannen, Duschtassen mit sich. Diese Kalkablagerungen können dann nur mit aggressiven Reinigungsmitteln und viel Mühe entfernt werden. Der Prozess der Kalkablagerung oder Kalkprobleme werden bei Temperaturen über 62°C extrem beschleunigt. Daher werden vor allem warmwasserführende Rohre, Wärmetauscherflächen der Warmwasserbereitung und Heizspiralen (Heizwendel) durch Kalkablagerungen in Mitleidenschaft gezogen. Kalkablagerungen spielen nicht nur im Sanitärbereich, sondern beispielsweise auch auf der Fassade eine große Rolle. Hier sind Kalkablagerungen Ablagerungen von Calciumhydroxid, die durch eindringendes Wasser aus undichten Mauerfugen und undichtem Beton gespült und an die Oberfläche transportiert werden, wo sie sich in Form von Kalkfahnen ablagern.

  • kalken

    kalken

    auch: kälken

    Kalken ist ein uralte Methode, um die Maserung von Holz zu betonen, es zu schützen und eine attraktive Oberfläche zu verleihen. Dabei wird das Holz mit einer dicken Kalkpaste gefüllt, nachdem die Poren durch Streichen mit einer Drahtbürste in Faserrichtung geöffnet wurden und einem Grundlacküberzug erhalten haben. Nach dem Trocknen der Paste und Entfernen der Überschüsse wird die Fläche mit Lack überzogen. Eichenholz eignet sich wegen seiner großen Poren zum Kalken. Auch andere grobjährige und großporige Holzarten wie Esche und Ulme können gekalkt werden. Den Porenfüllbrei kann man selbst ansetzen aus Wachs und weißen Pigmenten – er ist auch als Fertigprodukt in der Dose erhältlich. Heute werden im Handel zudem zahlreiche Kalkersatzmittel angeboten, die sowohl unschädlich als auch rasch und einfach anzuwenden sind. Das Kalken wird mitunter auch als "kälken" bezeichnet, wobei dem Kälken noch eine weitere Bedeutung zukommt. Dabei werden Wände und Decken mit einem Anstrichmittel auf Kalkbasis weiß eingefärbt (siehe auch tünchen).

  • Kalkentferner

    Kalkentferner

    siehe Entkalker

  • Kalkfarbe

    Kalkfarbe

    auch: Kalkfarben

    Kalkfarbe setzt sich aus gelöschtem Kalk und Wasser ohne weitere Zusatzstoffe zusammen. Aus ökologischen und baubiologischen Aspekten ist die Farbe daher sehr empfehlenswert. Bei diesem wasserverdünnbaren Anstrich wirkt der Kalk gleichzeitig als Bindemittel und Pigment. Zum Abtönen sind nur kalkechte Buntpigmente geeignet. Starke Farbtöne sind nicht möglich, weil Kalkfarben Pigmente nur bis maximal 5 % binden. Es sind daher mehrere Anstriche notwendig. Der Anstrich ist feuchtigkeitsunempfindlich und wirkt desinfizierend und fungizid. Für Decken und Wände in Küchen und Bädern, Kellern und Lagerräumen kann die Kalkfarbe deshalb ohne Probleme verwendet werden. Im Außenbereich wird die Farbe wegen des sauren Regens heutzutage nicht mehr verwendet. Aufgebracht wird der Anstrich auf Kalk-, Kalkzement- und Zementputze, auf Schalungsbeton, gebrannten und ungebrannten Mauersteinen, Wänden und Decken. Nicht geeignet sind Kalkfarben für Sichtbeton und ebenso nicht für alle Holz- und Metalluntergründe. Beim Verarbeiten von Kalkfarbe sollten Schutzbrille und Arbeitshandschuhe getragen werden, da Kalk und Zement starke, ätzende Laugen bilden.

  • Kalkputz

    Kalkputz

    auch: Kalkputze

    Kalkputze zählen zu den Mineralputzen. Sie werden in der Denkmalpflege zur Sanierung historischer und denkmalgeschützter Fassaden eingesetzt. Da Kalkputz zu der Mörtelgruppe I gehört, muss der Unterputz entsprechend auf den Kalkputz abgestimmt sein. Bestandteile des Kalkputzes sind gelöschter Kalk und Sand oder Weißkalkhydrat und Sand mit geringen Zusätzen von Weißzement. Der wesentliche Vorteil des Kalkputze besteht in der ausgesprochen guten Wasserdampfdiffusionsfähigkeit. Kalkputze erhärten chemisch, das bedeutet, daß sie sich durch Carbonatisierung verfestigen. Um chemisch zu reagieren braucht Kalk Wasser. Dieses bezieht er aus dem Anmachwasser. Das überschüssige Anmachwasser verdunstet.

  • Kaltbitumen

    Kaltbitumen

    Kaltbitumen ist eine Bitumenlösung, die aus weichem bis mittelhartem Straßenbaubitumen besteht, dessen Viskosität durch Zusatz von leichtflüchtigen Lösemitteln herabgesetzt ist. Kaltbitumen wird beim Hausbau häufig zur äußeren Abdichtung des Kellermauerwerks auf dem Isolierputz verwendet.

  • Kaltdach

    Kaltdach

    auch: Kaltdächer

    Das Kaltdach ist eine Flachdachkonstruktion bzw. eine Steildachkonstruktion, wobei letztere zwei Varianten kennt. Alle Konstruktionen basieren darauf, daß zwischen dem wärmegedämmten Tragwerk und der Dachhaut (beim Flachdach) bzw. dem Dachtragwerk einschließlich Eindeckung (beim Steildach) "kalte" Luft zirkulieren kann. Dadurch wird ermöglicht, dass durch die Wärmedämmung diffundierte Feuchtigkeit entweichen bzw. abtrocknen kann. Kaltdächer bieten auch einen höheren sommerlichen Hitzeschutz, sie werden jedoch weit weniger errichtet als Warmdächer, was auch mit dem höheren, also teureren Bauaufwand zusammenhängt. Was die zwei Varianten beim Steildach betrifft, so spricht man schon dann von einem Kaltdach, wenn die Decke zum Dachgeschoß wärmegedämmt ist und über dieser Dämmung Luft in den Speicherraum dringen und aus dem Speicherraum auch wieder entweichen kann. Wird das Dachgeschoß ("der Speicher") zu Wohnzwecken genutzt, werden gesonderte Lüftungsebenen angelegt.

  • Kaltfassade

    Kaltfassade

    auch: Kaltfassaden

    siehe Fassade

  • Kaltselbstklebe-Bahn

    Kaltselbstklebe-Bahn

    auch: Kaltselbstklebe-Bahnen, Kaltselbstklebebahnen

    siehe KSK-Bahn.

  • Kaltwasser-Klimasystem

    Kaltwasser-Klimasystem

    auch: Kaltwasser-Klimasysteme

    Eine Alternative zur herkömmlichen Klimaanlage ist ein Kaltwasser-Klimasystem, das aus einem Kaltwassererzeuger und den dazugehörigen Innengeräten besteht. Die vom Hersteller in der Regel anschlussfertig gelieferte Kompakteinheit braucht nur an das Leitungsnetz angeschlossen zu werden. Die Erzeugung von Kaltwasser erfolgt über einen hermetisch geschlossenen Kältemittelkreislauf innerhalb der Kaltwassererzeuger. Das Kaltwasser-Klimasystem kann auf dem Dach, auf der Garage oder an der Gebäuderückseite montiert werden.

  • Kaltwasserzähler

    Kaltwasserzähler

    siehe Wasserzähler.

  • Kamin

    Kamin

    auch: Kamine

    siehe Schornsteine.

  • Kaminabdeckung

    Kaminabdeckung

    auch: Kaminabdeckungen

    siehe Schornsteinabdeckung.

  • Kamineffekt

    Kamineffekt

    auch: Kaminwirkung

    Der Kamineffekt bezeichnet den thermischen Vorgang, bei dem warme Luft nach oben steigt, und aus tiefer gelegenen Schichten kühlere Luft nachströmt. Der Kamineffekt kann im Brandfall fatale Folgen wie eine intensive Brandausbreitung, sowie den Verlust von Menschenleben nach sich ziehen. Er kann jedoch auch die Rettung von Menschenleben in bestimmten Situationen erleichtern. Kamineffekte im größeren Maßstab, beispielsweise bei Waldbränden können gewaltige Ausmaße annehmen, dann spricht man von einem Feuersturm. Zu Nutze gemacht wird der Kamineffekt neben der Nutzfeuerung auch bei Aufwindkraftwerken, bei denen unter einem Dach erwärmte Luft durch einen Turm nach oben steigt und hierbei Turbinen antreibt. Außerdem kann man mit dem Kamineffekt sehr elegant die Holzkohle eines Grills entfachen. Man stellt ein ca. armdickes und armlanges Rohr auf die brennende Holzkohle. Durch den Kamineffekt entzündet sich die Kohle zügig gleichmäßig.

  • Kaminholz

    Kaminholz

    auch: Kaminhölzer

    Holzscheite von etwa 30 - 35 cm Länge und maximal 12 cm Dicke aus mindestens zwei Jahre regensicher an der Luft getrocknetem Holz. Als Kaminholz eignen sich besonders Eiche, Buche und Birke sowie das Holz von Obstbäumen. Strikt untersagt ist das Verfeuern von Holzkisten, Holzwerkstoffplatten und von allen behandelten, also gestrichenen oder lackierten, mit Folien oder Laminaten beklebten Spanplatten.

  • Kaminholzlagerung

    Kaminholzlagerung

    Kaminholz soll nur im Freien gelagert werden, damit es ständig gut belüftet wird. Dies geschieht am besten in einem stabilen Holzregal, das jedoch unbedingt überdacht und so konstruiert sein muss, dass kein Regen auf die Scheite fallen kann. Wenn Kaminholz angeliefert wird, sollte dies nur an trockenen Tagen geschehen. Die Scheite sollten unverzüglich in dem Regal oder Unterstand gestapelt werden. Das Ablegen der Scheite "irgendwo" und Zudecken mit Plastikplanen verhindert das Abtrocknen. Feuchtes Holz darf erstens sowieso nicht verbrannt werden, zweitens ist der Heizwert solches Holzes gering.

  • Kaminofen

    Kaminofen

    auch: Kaminöfen
    kaminofen.jpg

    Der auch als Schwedenofen bekannte Kaminofen ist ein idealer Wärmespender für all jene, die sich schnell und preiswert das Erlebnis "Feuer" in die eigenen vier Wände holen möchten. Kaminöfen gibt es in unzähligen Formen und Farben und sogar mit Keramik, Natur- oder Speckstein verkleidet. Metallische Kaminöfen haben einen, meist mit Schamottesteinen ausgelegten, Feuerraum mit einer Glastüre. Der Kaminofen wird im Raum auf eine Brandschutzplatte gestellt und per Rauchrohr an den Schornstein angeschlossen. Er gibt Wärme durch Strahlung und Konvektion ab. Diese Kombination schafft ein angenehmes, lebendiges Raumklima und die Ofenwärme wird optimal und zugfrei verteilt. Auf dem Foto sieht man einen Kaminofen von Wamsler, gefunden bei Obi@Otto.

  • Kaminverwahrung

    Kaminverwahrung

    siehe Schornsteinverwahrung.

  • Kaminwirkung

    Kaminwirkung

    siehe Kamineffekt.

  • Kapitalkosten

    Kapitalkosten

    kapitalkosten entstehen, wenn der Kunde die Finanzierung in Anspruch nimmt, die im Finanzierungsplan zusammengestellt wurden. Bei den Kapitalkosten wird zwischen den Kosten für Fremd- und Eigenkapital unterschieden. Darlehenszinsen und Verwaltungsbeiträge für öffentliche Baudarlehen sind beispielsweise Fremdkapitalkosten, Tilgungsbeiträge nicht.

  • Karton-Wabenfüllung

    Karton-Wabenfüllung

    auch: Kartonwabenfüllung, Karton-Wabenfüllungen

    Hohlraumfüllung aus wabenförmig aufgefaltetem Karton; dient als Mittellage bei einer Innentür im untersten Preissegment.

  • Kassettendecke

    Kassettendecke

    auch: Kassettendecken

    Decke mit quadratischen oder rechteckigen Feldern, die durch rechtwinklig zueinander verlaufenden Rippen entstehen. Kassettendecken können aus rein gestalterischen (z.B. abgehängte Decke), aber auch aus statischen Gründen verwendet werden. Sie eignen sich für schwerbelastete Decken mit großer Spannweite: Zum einen besitzen sie eine große Nutzhöhe mit relativ kleinem Gewicht. Zum anderen können sie durch die rechtwinklig angeordneten Rippen Lasten in zwei Richtungen abtragen. Die Kassettendecken in Schlössern waren häufig mit aufwändig geschnitzten Füllungen versehen, siehe dazu auch unter Plafonds.

  • Kassettenladen

    Kassettenladen

    auch: Kassettenläden
    kassettenladen1.jpg

    Der Kassettenladen ist eine Fertigungsvariante des Klappladens. Dabei besteht die Füllung aus Holzkassetten, was dem Klappladen eine besonders gefällige Optik verleiht. Es gibt auch Kombinationsformen halb Kassetten-Füllung, halb Jalousiefüllung; diese nennt sich dann Jalousie-Kassettenladen.

  • Kassettenmarkise

    Kassettenmarkise

    auch: Kassettenmarkisen

    siehe Gelenkarm-Markise

  • Kastenfenster

    Kastenfenster

    Fenster mit einem sog. feststehenden Flügelrahmen und einem dahinterliegenden zweiten Flügelrahmen, der entweder ebenfalls fest montiert ist oder der sich öffnen läßt.

  • Kastenrinne

    Kastenrinne

    auch: Kastenrinnen
    kastenrinne.jpg

    Kastenrinnen werden in den Boden von nässebelasteten Räumen eingebaut, damit Wasser und andere Flüssigkeiten sofort abfließen können und sich keine Pfützen bilden. Haupteinsatzgebiete sind demenstprechend Großküchen, Molkereien, Brauereien, Schwimmbäder, chemische Labore und dergleichen. Kastenrinnen bestehen aus rostfreiem Edelstahl und werden bodengleich eingebaut, wobei ein Gitterrost als Abdeckung dient. Gegenüber den Schlitzrinnen haben sie den Vorteil, dass sie schnell größere Wassermengen aufnehmen können. Der Nachteil ist natürlich, dass eine regelmäßige Reinigung der Roste vorgenommen werden muss. Kastenrinnen können bis zu einer Länge von 10 m an einem Stück geliefert werden, individuelle Anfertigung sind natürlich ebenfalls möglich. Unser Foto zeigt eine Kastenrinne mit einer Aufkantung für Wandanschluß und einem Fliesenanschlußwinkel. Im übrigen kann unter einer Kastenrinne auch eine kastenförmige Dachrinne verstanden werden.

  • Kataster

    Kataster

    auch: Flurbuch, Liegenschaftskataster

    Das Kataster ist ein Register, in dem sämtliche Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte nachgewiesen sind. Es enthält Angaben über Wirtschaftsart, Lage, Größe und Grundstücksangaben, wie Gemarkung, Flur und Flurstück. Diese können dem Bestandsverzeichnis entnommen werden (siehe Grundbuch). Die Nutzungsart eines Grundstücks ist nicht im Kataster sondern im Flächennutzungsplan eingetragen.

  • Katasteramt

    Katasteramt

    auch: Vermessungsamt

    Das Katasteramt (auch als Vermessungsamt bekannt) ist Teil der Baubehörde und hat die Aufgabe, alle Gebäude, Grundstücke und landschaftlichen Eigenheiten zu kartieren und zu beschreiben. Dazu erstellt es das Katasterkartenwerk (Flurkarte) im Maßstab 1:500 bis 1:2000. Dieses Kartenwerk nennt man Kataster, Liegenschaftskataster oder Flurbuch. Diese Verzeichnisse können im Katasteramt gebührenpflichtig eingesehen oder angefordert werden.

  • Kegeldach

    Kegeldach

    auch: Kegeldächer
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    Kegelförmiges Dach, welches wie das Zeltdach vor allem auf Kirchtürmen errichtet wurde und gelegentlich noch errichtet wird. Auch hier kommen, wenn es um die Frage der Eindeckung geht, Schindeln aus Schiefer, Ton oder Metall infrage. Auch Ganzmetalllösungen sind möglich.

  • Kehlbalken

    Kehlbalken

    Balken, der in einem Kehlbalkendach horizontal zwischen den Sparren eingebaut wird.

  • Kehlbalkendach

    Kehlbalkendach

    auch: Kehlbalkendächer
    kehlbalkendach.jpg

    Das Kehlbalkendach ist eine Weiterentwicklung des Sparrendachs. Hiermit lassen sich auch größere Spannweiten zwischen 9 m und 14 m herstellen. Bei dieser Dachkonstruktion stützen sich die Sparrenpaare nicht nur am First, sondern auch am Kehlbalken gegenseitig ab. Die Kehlbalken verkürzen die Stützweiten der Sparren und mindern somit die Knick- und Biegebeanspruchung. Neben größeren Stützweiten sind somit auch kleinere Sparrenquerschnitte möglich. Die Kehlbalken werden etwa in Raumhöhe zwischen jedes Sparrenpaar eingebaut und durch seitlich genagelte Brettlaschen verbunden. Ein balkenfreies Ausbauen ist somit auch beim Kehlbalkendach gewährleistet. Um das seitliche Ausknicken der Sparren zu verhindern, nagelt man im Bereich der Sparrenanschlüsse ein Brett über die Kehlbalken.

  • Kehlbalkenlage

    Kehlbalkenlage

    auch: Kehlbalkenlagen

    Die Kehlbalkenlage bezeichnet die Balkenlage, die sich im Pfettendach oder Kehlbalkendach befindet.

  • Kehlbiber

    Kehlbiber

    Kehlbiber sind alle in der Richtung des Kehlsparrens eingedeckten Biberschwanzziegel und werden in der Regel ohne Aufhängenasen gedeckt.

  • Kehlblech

    Kehlblech

    auch: Kehlrinne, Kehlbleche

    Schneiden sich zwei innengeneigte Dachflächen, so bilden sie eine Kehle. Die Neigung der Kehle geringer als die des Daches. Kehlen werden meist mit Blechen ausgelegt. Häufig werden Kehlbleche verwendet, die keine besondere Unterkonstruktion erfordern. Dabei hat die mit Steg versehene, sogenannte den Vorteil, dass auch bei unterschiedlich steilen Dachflächen kein Niederschlagswasser über das Kehlblech hinweg unter die Dachfläche strömt. Kehlbleche bei größeren Dachflächen und bei Kehlneigungen unter 7 Grad sind vertieft anzuordnen. Man nennt diese auch Kehlrinnen. Sie erfordern eine aufwendigere Unterkonstruktion. Kehlbleche sollen flächig auf einer Schalung aufliegen. Die Befestigung erfolgt seitlich durch Hafte.

  • Kehle

    Kehle

    auch: Dachkehle, Kehlen
    dach.jpg

    Kehlen sind die innenliegenden Verschneidungslinien von zwei Dachflächen. Kehle werden meist mit Blechen ausgelegt, den sogenannten Kehlblechen. An ihnen wird das Regenwasser zur Traufe und zur Dachrinne geführt.

  • Kehlrinne

    Kehlrinne

    siehe Kehlblech.

  • Keller

    Keller

    auch: Unterkellerung

    Früher war der Keller lediglich ein Abstell- oder Lagerraum. Auch die Heizungsanlage war dort untergebracht. In Zeiten steigender Grundstückspreise wurde der Keller längst für andere Nutzungen entdeckt. Ein zusätzlicher Raum zum Wohnen, für Partys oder für das Hobby ist keine Seltenheit mehr. Allerdings muss dabei einiges beachtet werden. Bei der Nutzung von Kellerräumen für den ständigen Aufenthalt muss eine Mindesthöhe eingehalten werden, die in der Regel bei 2,30 m liegt (abhängig von der jeweiligen Landesbauordnung). Zudem muss die Nutzung als Wohnraum genehmigt werden. Dies werden sie nur, wenn sie dafür geeignet sind. Neben der Raumhöhe sind dabei wichtige Punkte die Fensterflächen und die Belüftung. Natürlich muss der Keller bei der Nutzung als Wohnraum ausreichend gedämmt sein. Dies sollte schon beim Neubau eines Kellers berücksichtigt werden, denn eine nachträgliche Innendämmung ist nur die zweitbeste Lösung und zur Außendämmung muss der Keller komplett ausgegraben werden, was nicht immer möglich ist. Der Keller kann entweder aus Betonfertigteilen (siehe Fertigkeller), Mauersteinen, Schalungssteinen oder Frischbeton hergestellt werden. Drückt Grundwasser oder sickert das Regenwasser nicht schnell genug ab, muss der Keller besonders dicht sein. Dann wird häufig eine Weiße Wanne betoniert. In anderen Fällen reichen bituminöse Abdichtungstechniken vollkommen aus.

  • Kelleraußenwand

    Kelleraußenwand

    auch: Keller-Außenwände

    Die Keller-Außenwand ist ein ganz sensibles Bauteil bei einem Gebäude. Sie muss beispielsweise den Erdruck aufnehmen und die Feuchtigkeit abhalten. Feuchte Keller, bedingt durch fehlerhaft isolierte Außenwände, sind ein häufiger Schadens- und damit Sanierungsfall. Kelleraußenwände werden klassisch mit einer Bitumendickbeschichtung isoliert (schwarze Wanne), jedoch ist auch eine Isolierung mit Betonit möglich (braune Wanne). Je nach Bodenbeschaffenheit kann zudem eine Dränung erforderlich werden. Die Außenwände neuer Keller werden fast ausnahmslos mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen, wobei neben der eigentlichen Dämmlage sowie der üblichen Bitumendickbeschichtung auch Noppenbahnen oder Dränmatten eingebaut werden, die ein Ablaufen von Oberflächenwasser in eine Dränung bewirken.

  • Kellerbodenplatte

    Kellerbodenplatte

    auch: Kellerbodenplatten
    kellerbodenplatte.jpg

    Unter einer Platte für den Kellerboden kann fast alles und jedes verstanden werden; wahrscheinlich am ehesten die betonierte Bodenplatte eines unterkellerten Gebäudes. Die Ziegelindustrie versteht unter einer Kellerbodenplatte jedoch eine Tonhohlplatte, die speziell gefertigt wird, damit Altbaukeller und Scheunen mit gestampften Naturböden einen Belag erhalten, der feuchtigkeitsregulierend und in eingeschränktem Maße auch wärmedämmend wirkt. Jedenfalls können diese Tonplatten fast soviel Wasser aufnehmen, wie das Eigengewicht beträgt. Feuchte kann also aufgesogen und dann wieder abgegeben werden, wenn die Luft trockener geworden ist. Nach diesem Prinzip arbeiten auch die Sanierputze. Da die Kellerbodenplatten Hohlkörper aufweisen und der gebrannte Ton als solches auch "atmungsaktiv" ist, erfolgt eine dauernde Belüftung, was einer Schimmelbildung am Boden entgegenwirkt. Der Ton trägt auch dazu bei, die Kellertemperatur konstant zu halten, weshalb in Kellern, die mit Kellerbodenplatten ausgestattet sind, Obst und Gemüse länger gelagert werden können.

  • Kellerfenster

    Kellerfenster

    siehe Stahlfenster.

  • Kellerinnenwand

    Kellerinnenwand

    auch: Kellerinnenwände, Keller-Innenwand, Keller-Innenwände

    siehe Innenwand.

  • Kellerschacht-Sicherung

    Kellerschacht-Sicherung

    auch: Kellerschacht-Sicherungen

    siehe Gitterrost-Sicherung.

  • Kellerschwamm

    Kellerschwamm

    Der Kellerschwamm gehört zu den häufigsten holzzerstörenden Pilzen und kommt sowohl im Freien als auch in Häusern und sonstigen Bauwerken vor. Der Kellerschwamm verursacht Braunfäule, Destruktionsfäule und verlangt hohe Holzfeuchte (Nassfäule, früher wegen des trockenen Eindrucks der Befallsstellen Trockenfäule genannt), die er, begünstigt durch das gegenwärtige Bautempo, gar nicht selten in Neubauten findet. Dieser Pilz hat bei genügender Feuchte eine hohe Zerstörungskraft, stirbt aber nach Feuchteentzug bald endgültig ab. Bildet nur ein spärliches Oberflächenmyzel auf befallenem Holz, aus dem bisweilen wurzelartig verästelte, dunkel gefärbte, dünne Stränge entstehen, die dem Holz fest anliegen.

  • Kellertrockner

    Kellertrockner

    Von einigen Herstellern verwendete Bezeichnung für einen Entfeuchter.

  • Kellerziegel

    Kellerziegel

    Kellerziegel sind großformatige Hochlochziegel, welche die Vorteile von Ziegeln mit den Erfordernissen eines Kellers vereinen. Der Baustoff Ziegel ist in der Lage, Schwankungen der Luftfeuchtigkeit auszugleichen. Kondensatbildung an Kellerwänden, die zu Schimmelbildung führen, werden durch Kellerziegelmauerwerk vermieden. Immer häufiger wird der Keller auch als Wohnraum genutzt. Da Ziegel gute Dämmeigenschaften aufweisen, sorgen sie für ein gesundes Wohnraumklima. Kellerziegel benötigen wegen ihrer glatten Oberfläche keinen Innenputz, wodurch Arbeit gespart werden kann.

  • Kelvin

    Kelvin

    Absolute Temperaturen und Temperatur-Differenzen werden in der Wissenschaft nicht in der für den Normalbürger gebräuchlichen Einheit Grad Celsius sondern in Kelvin angegeben. Die Kelvin-Skala beginnt bei Null und kennt keine negativen Werte. Der Wert von 0 Kelvin entspricht -273,15°C. Der Nullpunkt der Kelvin-Skala heißt absoluter Nullpunkt. Bei dieser Temperatur kommen sämtliche Elektronenbewegungen in einem Atom zum Stillstand; eine niedrigere Temperatur ist gemäß dem dritten Hauptsatz der Thermodynamik nicht möglich. Zum Beispiel wird die Farbtemperatur in Grad Kelvin angegeben.

  • Keramik

    Keramik

    Keramik ist ein Erzeugnisse aus gebrannten ton- bzw. kaolinhaltigen Massen (Ton-Keramik) und aus anderen kristallinen nicht metallisch-anorganisch Werkstoffen und dient als Grundmaterial für die Herstellung von Fliesen, Steingut, Porzellan u. Majoliken.

  • Keratine

    Keratine

    Keratine sind Faserproteine, die z.B. in Schafwolle aber auch in anderen Haaren von Säugetieren zu finden sind. Diese Keratine haben eine Eigenschaft, die sie für den Baubereich sehr interessant machen. Sie nehmen nämlich Schadstoffe auf und bauen diese in einer chemischen Reaktion in ihre Struktur ein, wodurch die Schadstoffe der Raumluft dauerhaft entzogen werden. Absorbervliese aus Schafwolle werden daher zur Schadstoffsanierung eingesetzt. Auch spezielle Gipsfaserplatten werden mittlerweile mit Keratin ausgestattet. Diese Platten können dann in Raucherzonen, Großküchen, Büros oder Werkstätten eingesetzt werden und für eine bessere Luft sorgen.

  • Kerndämmung

    Kerndämmung

    auch: Kerndämmungen

    Kerndämmung ist neben Aussendämmung und Innendämmung die dritte Möglichkeit einer Fassadendämmung. Dabei wird die dämmende Schicht zwischen zwei Mauerschalen eingebracht. Bei einer nachträglich erstellten Klinkerfassade werden dazu wasserabweisende Platten angebracht. Liegt bereits eine hinterlüftete Vormauerschale vor, wird der Dämmstoff (z.B. Perlite) nachträglich in den Hohlraum eingefüllt. Zwar ist auf Grund der festgelegten Hohlraumbreite die Dämmwirkung begrenzt und Wärmebrücken lassen sich nicht vollständig vermeiden, doch das Erscheinungsbild der Fassade bleibt weitgehend unangetastet.

  • Kesseldruckimprägnierung

    Kesseldruckimprägnierung

    Gelöste Salze werden mit sehr hohem Druck tief in das Holz gepresst, wodurch das Holz dauerhaft vor Fäulnis und Schädlingsbefall geschützt wird. Derart behandelte Kiefer kann auch in der Erde verbaut werden (siehe "Gartenholz").

  • Kesselstein

    Kesselstein

    Geläufiger Begriff für Inkrustationen in Heizkesseln, an den Heizstäben von Geschirrspülern, Waschmaschinen und an den Heizelementen von Boilern. Das Wort Kesselstein ist so alt wie die Dampfmaschine, mit der früher Lokomotiven und Schiffe betrieben wurden. Kesselstein entsteht, weil die sog. freie Kohlensäure das Wasser auf dem Weg durch Gestein und Boden dazu veranlaßt, Kalziumkarbonat aufzunehmen. Die Entstehung der freien Kohlensäure wird übrigens durch die CO2-Belastung der Luft gefördert. Infolge eines chemischen Prozesses entweicht bei Bewegung und Erhitzung des Wassers das Kohlendioxyd und der gelöste Kalk kristallisiert aus. Das Endprodukt dieses Prozesses ist Kesselstein. Laienhaft wird auch von einer "Verkalkung" gesprochen. Die Hausfrau rückt dem Kesselstein mit Essig zu Leibe, das sie in die Kaffeemaschine gibt. Die Industrie bietet jedoch auch Kesselsteinlösemitel insbesondere für den Einsatz in Heizkesseln an.

  • Kesselsteinbildung

    Kesselsteinbildung

    Als Kesselstein bezeichnet man den Niederschlag von unlöslichen Karbonaten und Sulfaten aus hartem Wasser, der sich an der Innenseite von Kesseln und Rohrleitungen als feste Kruste ansetzt. Kesselsteinbildung und die damit zusammenhängende Schädigung der Kesselwand (Korrosion) kann zur Kesselexplosion führen, wenn im Kessel ein entsprechender Überdruck besteht. Zur Vorbeugung gegen Kesselsteinbildung wird das Wasser enthärtet, d.h. der Kalkanteil verringert.

  • Kettenbungalow

    Kettenbungalow

    auch: Kettenbungalows

    andere Bezeichnung für Reihenbungalow.

  • Kettenhaus

    Kettenhaus

    auch: Kettenhäuser

    Bezeichnung für Häuser gleicher Bauausführung und gleichen Haustyps, die ähnlich wie ein Reihenhaus gebaut werden, jedoch in versetzter, also aufgelockerter Bauweise.

  • KFW 40

    KFW 40

  • KFW 40 Plus

    KFW 40 Plus

  • KFW 55

    KFW 55

  • KFW 70

    KFW 70

  • KFZ-Stellplatz

    KFZ-Stellplatz

    siehe Autostellplatz

  • Kiesdach

    Kiesdach

    auch: Kiesdächer

    Gängige, wenn auch architektonisch nicht korrekte Bezeichnung für ein Flachdach, dessen oberste Schicht aus Rollkies besteht. Kiesdächer werden immer seltener gebaut, weil die positive Wirkung, nämlich u.a. die Schutzfunktion der Dachbahn vor UV-Bestrahlung, durch negative Begleitumstände mehr als aufgehoben wird. Kiesdächer bedürfen nämlich wegen der tonnenschweren Gesteinslasten eines höheren konstruktiven Aufwands, außerdem erschweren sie das Auffinden eines Lecks, da der gesamte Kies abgeräumt und später wieder aufgebracht werden muss.

  • Kippfenster

    Kippfenster

    siehe Kippflügelfenster.

  • Kippflügelfenster

    Kippflügelfenster

    auch: Kippfenster
    kippfluegelfenster.gif

    Fenster, bei dem sich der Fensterflügel nach innen kippen läßt. Solche Fenster findet man speziell in Altbauten als Oberlichte für Lüftgungszwecke. Das gekippte Fenster sollte nicht über die Dicke der Laibung hinausgehen, um Verletzungsgefahr durch Dagegenstoßen zu vermeiden. Kippflügelfenster haben , im Gegensatz zum Klappflügelfenster, die Bänder am unteren Schenkel des Fensterflügels. Sie können mit Beschlag wie Drehflügelfenster, mit einem Gestängeöffner oder auch nur mit Riegel verschlossen und geöffnet werden.

  • Kippgaragen

    Kippgaragen

    auch: Kippgarage

    Kippgaragen dürfen nicht mit Doppelparker-Garagen verwechselt werden, in denen die PKW's ja "gekippt" bzw. abgesenkt werden. Bei Kippgaragen geht es aber um ein ganz anderes System, wobei schon fraglich ist, ob überhaupt von einer Garage gesprochen werden kann. Jedenfalls besteht eine Kippgarage aus einer zeltähnlichen Rohrkonstruktion, die mit Planen bezogen ist. Damit diese Planen bei Regen keine Wassersäcke bilden, ist der Dachbereich ausgesteift, z.B. durch stahlarmierte PU-Platten. Die Konstruktion wird am Boden verschraubt. Sinnvoll ist, sie in windgeschützten Ecken aufzustellen. Die zeltähnliche Haube wird mittels Drehstabfedern aufgekippt und wieder abgesenkt. Nicht geklärt ist bisher, ob für das Aufstellen einer solchen Haube eine Baugenehmigung erforderlich ist.

  • Kipptor

    Kipptor

    auch: Kipptore

    Kipptore werden hauptsächlich in Garagen eingebaut, siehe auch Garagen-Schwingtore

  • Klappdach

    Klappdach

    auch: Klappdächer

    Auf dem Bau ist die Vorfertigung in Werken immer mehr im Vormarsch, bekanntestes Beispiel sind Fertighäuser, bei denen komplette Wandaufbauten auf die Baustelle geliefert und in kürzester Zeit montiert werden. Mit dem Klappdach gibt es nun auch das entsprechende für Steildächer. Hier wird der komplette Dachaufbau mit Sparren, allen benötigten Folien und der Dämmung bereits in einer Werkhalle vorgefertigt. Lediglich die Dacheindeckung fehlt noch. Die Besonderheit ist das Scharnier im Dachfirst. Damit lässt sich das Dach zusammenklappen und einfacher zur Baustelle zu transportieren. Der Vorteil eines Klappdachs liegt darin, dass es innerhalb kürzester Zeit auf der Baustelle montiert werden kann. Dazu ist es weniger fehleranfällig, denn bei der Dämmung und der Herstellung der Luftdichtheit passieren auf der Baustelle doch häufig Fehler.

  • Klappfenster

    Klappfenster

    siehe Klappflügelfenster.

  • Klappflügelfenster

    Klappflügelfenster

    auch: Klappfenster
    klappfluegelfenster.gif

    Klappflügelfenster werden, im Gegensatz zu Kippflügelfenster, an der oberen Seite mit zwei Drehpunkten angeschlagen. Die Flügel des Fensters öffnen daher unten nach außen oder nach innen. Bei einem nach innen öffnenden Flügel ist der Regenschutz unzureichend. Bei beiden Öffnungen kommt die Frischluftzufuhr von unten. An der Fassade aufsteigender Lärm und Wärme können ungehindert eindringen. Eine Reinigung ist erschwert. Klappfenster können als Oberlicht für Rauch- und Wärmeabzugsanlagen eingesetzt werden.

  • Klappladen

    Klappladen

    auch: Klappläden
    klappladen1.jpg

    Klapp- oder Fensterläden sind in südlichen Ländern allgegenwärtig, denn sie bieten Schutz vor der sengenden Sonne und in den engen Gassen auch Schutz vor neugierigen Blicken. Die Klappläden in Südeuropa sind meistens aus Aluminium gefertigt, die Füllung besteht fast ausschließlich aus beweglichen Lamellen, so daß die Luft zirkulieren kann. Solche Klappläden werden auch in Deutschland unter der Bezeichnung Jalousieläden hergestellt und angeboten, ebenso Klappläden aus PVC. Traditionell bestehen Klappläden aus Holz. Sie bieten eine gewissen Einbruchschutz, sind vor allem aber ein erstklassiges Gestaltungselement, um langweilige Putz- oder Ziegelsteinfassaden aufzulockern. Klappläden werden natürlich auch mit Segmentbögen oder in anderen Formen gefertigt. Klappläden aus Holz- oder Aluminium können in allen Farbtöne nach RAL beschichtet werden. Bei Klappläden aus PVC ist die Farbauswahl eingeschränkt. Grundsätzlich sind Klappläden in Bayern, Österreich und der Schweiz landschaftstypisch. Bei der Entfernung von Klappläden und deren Austausch gegen Rolladen können in solchen Wohngebieten die örtlichen Baubehörden einschreiten und eine Veränderungssperre erwirken.

  • Klapp-Schwingfenster

    Klapp-Schwingfenster

    auch: Klappschwingfenster, Klapp-Schwing-Fenster
    klappschwingfenster.gif

    Diese Fensterform findet man hauptsächlich als Variante des Dachwohnfensters. Der Fensterflügel läßt sich (je nach Hersteller und Fenstertyp) bis 45° aufklappen, wodurch eine freie Aussicht gewährt wird und kein Fensterrahmen den Ausblick stört. Dank einer zusätzlichen Schwingfunktion lassen sich die Fenster um die Mittelachse herum schwingen, was vor allem das Putzen der äußeren Scheibe erleichtert.

  • Kleinfeuerungsverordnung

    Kleinfeuerungsverordnung

    siehe Bundesimmisionsschutzverordnung.

  • Kleingarten

    Kleingarten

    auch: Kleingärten

    Der Kleingarten, auch Schrebergarten genannt, ist nur in Kleingartenanlagen zu finden und wird heutzutage vor allem für die naturnahe Erholung der Familien genutzt, die keinen eigenen Garten haben. Diente der Kleingarten vor allem in den Mangeljahren der Kriegs- und Nachkriegszeit dem Anbau von Gemüse, Kartoffeln und Obst und war damit ein reiner Nutzgarten, so sind nunmehr viele Kleingärten reine Ziergärten, wobei es natürlich auch viele Mischformen gibt, bei denen die Gurken einträchtig neben den Rosen wachsen. Kleingärten sind zwar selten das Eigentum des Kleingärtners, werden jedoch häufig von Generation zu Generation weiter "vererbt". Wer einen Kleingarten betreibt, muss sich mit dem Reglement einverstanden erklären, das für die ganze Kleingartenanlage festgeschrieben ist. Wer seinen Garten verwildern läßt, muss mit dem Verlust des Pachtvertrags rechnen.

  • Kleingartenanlage

    Kleingartenanlage

    auch: Kleingartenanlagen

    Kleingartenanlagen, auch Laubenkolonien genannt, sind in die Flächennutzungspläne der Städte und Gemeinden eingetragen und genießen damit eine Art Bestandsschutz. Das Gelände, auf dem die Kleingärten stehen, ist fast immer nur gepachtet; Eigentümer sind Kirchen, Gemeinden, Siedlungsgesellschaften, aber auch Unternehmen wie Zechen, die Deutsche Bahn oder die Deutsche Post, die solche Gelände für ihre Bediensteten zur Verfügung stellen. Die Verwaltung der Kleingartenanlagen unterliegen den Kleingärtnervereinen. Baurechtlich sind Kleingartenanlagen nicht so ganz unproblematisch, da vielfach auf dem Wege des Schwarzbaus aus Gartenlauben kleine Wohnhäuser entstanden sind.

  • Kleinhebeanlage

    Kleinhebeanlage

    siehe Hebeanlage

  • Klicklaminat

    Klicklaminat

    auch: Klicklaminat

    Grundsätzlich ist ein Laminat eine Platte, die aus einer Trägerplatte, z.B. einer MDF-Platte sowie einer Verschleißschicht, einer Gegenzugschicht und einer meist mit Holzdekoren bedruckten Dekorschicht besteht. Die Gegenzugschicht verhindert, daß sich die Platte verzieht, die Verschleißschicht - auch Overlay genannt - verhindert, daß die Dekorschicht beschädigt wird. Umgangssprachlich wird aber unter Laminat ein Fußbodenbelag verstanden, der häufig als Ersatz für das teurere Parkett eingesetzt wird. Laminatböden zeichnen sich durch eine hohe Beanspruchbarkeit aus, die in verschiedenen Beanspruchungsklassen klassifiziert ist. Heutzutage werden fast nur noch Laminatböden hergestellt, die eine leimlose Verlegung zulassen, meistens in Form eines Klicksystem, bei dem ein Paneel in das andere einrastet.

  • Klickparkett

    Klickparkett

    ein Dreischichtparkett (siehe Mehrschichtparkett), das "schwimmend" verlegt werden kann und das nicht durch Nut und Feder, sondern durch "Klickverschlüsse" miteinander verbunden wird.

  • Klimaanlage

    Klimaanlage

    auch: Klimaanlagen

    Eine Klimaanlage funktioniert im Prinzip wie ein Kühlschrank. Sie besitzt einen Kältekreislauf, in dem das Kühlmittel zirkuliert. Dieses nimmt eine bestimmte Menge an Wärme auf und transportiert sie nach außen, so dass es innen angenehm kühl bleibt. Klimaanlagen weisen Einrichtungen zum Erneuern der Luft, Reinigen der Luft von Staub und teilweise von Gerüchen, Heizen der Luft, Kühlen und Entfeuchten der Luft, Befeuchten der Luft sowie Mischen und Umwälzen der Luft auf. Man unterscheidet Klimaanlagen für die Industrie, für Bürogebäude, Theater oder Kinos usw. sowie für Wohngebäude. Es gibt Klimaanlagen für einzelne Räume bzw. kleinere Gebäude sowie für große Gebäudekomplexe. Weiterhin unterscheidet man zentrale und dezentrale Klimaanlagen. Bei zentralen Klimaanlagen wird die Zuluft durch ein Kanalsystem in die Räume geleitet, die Abluft durch ein zweites aus ihnen abgeführt. Zentrale Klimaanlagen besitzen eine große Leistung und werden für Großräume oder Gebäude mit zahlreichen Einzelräumen verwendet. Dezentrale Klimaanlagen bestehen aus Einzelgeräten, die sich unter Fortfall eines Kanalnetzes in dem betreffenden Raum selbst oder in seiner unmittelbaren Nähe unterbringen lassen.

  • Klimaglas

    Klimaglas

    siehe Sonnenschutz-Isolierglas.

  • Klimaklasse

    Klimaklasse

    auch: Klimaklassen

    Türen, insbesondere Wohnungseingangstüren und Haustüren aus Holz, sind ständig unterschiedlichen klimatischen Zuständen ausgesetzt. Im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses kann es trocken und kalt, in der Wohnung selbst warm und z.B. aufgrund schlechter Lüftung feucht sein. Und eine Haustür kann von einer Seite Eiseskälte ausgesetzt sein, während die andere Seite im Warmen "hängt". Das kann zur Folge haben, wenn die Holztüren Billigprodukte sind, dass sich die Türblätter verziehen oder aufschüsseln, die Türen also nicht mehr dicht sind. Die Folge ist Durchzug und Wärmeverlust. Um dem Bauherrn eine Orientierung zu geben, sind Klimaklassen nach RAL RG-426 und EN 79 geschaffen worden. Grundsätzlich ist bei Räumen mit regelmäßig höherer Luftfeuchte aufgrund von ständig offenstehenden ("gekippten") Fenstern usw. die Klimaklasse III ratsam. Türblätter aus Holz für Badezimmer, die einer extrem hohen Luftfeuchte ausgesetzt sind, werden nicht nach Klimaklassen eingeteilt. Hierfür gibt es spezielle Feuchtraumtüren. Klima-klasse Warme Seite Kalte Seite Einsatzempfehlung   Temperatur relative Luftfeuchte Temperatur relative Luftfeuchte   I 23 °C 30 % 18 °C 50 % z.B. Wohnungs-Innentüren II 23 °C 30 % 13 °C 65 % z.B. Wohnungsabschluß-türen, Eingangstüren von Praxen, öffentlichen Verwaltungen, Kellerabgangstüren III 23 °C 30 % 3 °C 80 % z.B. Wohnungsabschluß-türen, Eingangstüren von Praxen, öffentlichen Verwaltungen, Kellerabgangstüren, Türen zu nicht ausgebauten Dachgeschossen

  • Klimamembran

    Klimamembran

    auch: Klimamembranen

    Klimamembranen sind Baufolien, die wasserdicht und dabei atmungsaktiv sind. Ihre Atmungsaktivität kommt aber nur dann zum Tragen, wenn ein Energiegefälle in Form eines Temperaturgefälles von der Innen- zur Außenseite besteht. Ist dies nicht der Fall verlieren Klimamembranen ihre Atmungsaktivität und werden quasi in beide Richtungen wasserundurchlässig. Die Membran besitzt demnach einen variablen Diffusionswiderstand, der sich an die Temperatur und Jahreszeit anpasst. Durch die Funktion einer Dampfbremse stoppt sie das Eindringen von Feuchte in Dach- und Wandkonstruktionen. Sie lässt aber auch überschüssige Feuchte entweichen und trocknet feuchte Konstruktionen aus. Bei alledem ist die Folie dennoch winddicht.

  • Klöntür

    Klöntür

    auch: Halbtür, Klöntüren
    kloentuer.jpg

    Eine Klöntur (Halbtür) ist in der Regel eine Außentür/Haustür, bei der es möglich ist, nur die obere Hälfte des Türflügels zu öffnen und die untere Hälfte dabei verschlossen zu lassen. Die Klöntür war in früheren Jahrhunderten in ländlichen Gegenden ortsüblich. Man konnte mit dem Nachbarn bei geöffneter Tür oder geöffnetem Tor "klönen" (tratschen) - und das Vieh konnte dennoch nicht entwischen.

  • Klosterdachziegel

    Klosterdachziegel

    siehe Klosterziegel.

  • Klosterziegel

    Klosterziegel

    auch: Klosterdachziegel
    klosterziegel.jpg

    Ein Begriff mit zwei Bedeutungen. Es wird darunter ein einteiliger verfalzter Dachziegel mit der Optik einer Mönch und Nonne-Deckung verstanden (siehe Foto). Dank der Verfalzung garantiert der Klosterziegel auch bei geringeren Dachneigungen als bei Mönch- und Nonnen-Ziegeldach Regensicherheit bei mörtelloser Verlegung. Aber auch ein Ziegelstein, wie er in Vorzeiten von den Mönchen selbst geformt und gebrannt wurde. Solche Klosterziegel werden auch heute noch hergestellt und insbesondere bei Restaurierung historischer Gebäude eingesetzt. Die Grundbestandteile entsprechen denen des herkömmlichen Ziegels: Ton, Lehm und Sand. Bei der Herstellung verwendet man jedoch den Handstrich, das heißt, der nasse Ton wird von Hand in Holzformen gestrichen, luftgetrocknet und mit Kohle im Ringofen gebrannt.

  • Knieleistengeländer

    Knieleistengeländer

    auch: Relinggeländer
    klgelaender.jpg

    Beim Knieleistengeländer verlaufen die Füllstäbe, im Gegensatz zum Füllstabgeländer, parallel zum Handlauf. Das Geländer besteht zumindest aus Handlauf, einer Knieleiste und Fußleiste. Der Abstand zwischen Handlauf und Knieleiste sowie zwischen Knieleiste und Fußleiste darf maximal 0,5 m und die Fußleistenhöhe muss mindestens 5 cm betragen. Hat das Geländer mehr als eine Knieleiste, wird es auch als Relinggeländer bezeichnet. Egal wieviele Knieleisten das Geländer besitzt, für Kinder ist es denkbar ungeeignet. Denn wie schnell erklimmt ein Kleinkind das Geländer und ist sich nicht der damit verbundenen Gefahren bewußt. Auf der Abbildung sieht man ein Relinggeländer des Treppenspezialisten Kenngott.

  • Kniestock

    Kniestock

    auch: Drempel, Kniestöcke

    Wenn ein Dach errichtet wird, müssen die Sparren irgendwo aufliegen. Dies kann entweder direkt die Decke sein oder eben der Kniestock (Drempel). Dabei werden an den Längsseiten des Hauses ( auch Traufseite genannt) die Außenwände über die Decke hinaus hochgemauert oder betoniert. Darauf wird dann die Dachkonstruktion aufgelegt und verankert. Der Kniestock ist meistens zwischen 40 und 80 Zentimeter hoch und schafft so mehr begehbare Wohnfläche unter dem Dach. Je höher der Kniestock also ist, je mehr Stellfläche steht unter der Dachschräge zur Verfügung. Ohne den Kniestock trifft die Dachschräge direkt auf die Obergeschossdecke, was eine mögliche Wohnfläche im (auszubauenden) Dachgeschoß reduziert. Die Höhe des Drempels ist oft im Bebauungsplan vorgeschrieben.

  • Kniestockstütze

    Kniestockstütze

    auch: Kniestockstützen

    siehe Drempelstütze.

  • Koaxial-Antennenleitung

    Koaxial-Antennenleitung

    auch: Koaxial-Antennenleitungen
    koaxialantennenleitung.jpg

    Diese Elektroleitung ist zur Verlegung auf, in oder unter Putz in trockenen und feuchten Räumen sowie im Freien (keine direkte Sonneneinstrahlung) geeignet. Auch in Kabelkanälen und Leerrohren ist die Koaxial-Antennenleitung zulässig. Im Erdreich darf es dagegen nicht verlegt werden.

  • Köcherfundament

    Köcherfundament

    auch: Hülsenfundament, Becherfundament, Köcherfundamente

    Im Fertigteilbau werden Einzelfundamente für Stützen meist als Köcherfundamente ausgeführt. Ein Köcherfundament besteht aus der unteren Fundamentplatte, deren Größe sich nach den statischen Erfordernissen richtet, sowie dem aufstehenden Köcher, der üblicherweise in der Mitte eine ausreichend große Vertiefung zur Aufnahme der Fertigteilstütze aufweist. Diese Vertiefung bezeichnet man als Köcher. Um eine ausreichende Verzahnung zwischen den Köcherwänden und der später eingesetzten Fertigteilstütze zu erreichen, werden sowohl die inneren Köcherwandungen als auch der untere Teil der Fertigteilstütze profiliert; der zwischen beiden Fertigteilen planmäßig vorgesehene Hohlraum wird dann nach dem Einsetzen und Ausrichten der Stütze mit einem speziellen Vergussmörtel ausbetoniert, um somit eine kraftschlüssige und dauerhafte Verbindung (Verzahnung) zwischen dem Köcherfundament und der Stahlbetonstütze zu erzielen.

  • Körperschall

    Körperschall

    Wird Schall über einen festen Körper wie beispielsweise Mauerwerk weitergeleitet, spricht man von Körperschall. Er wird durch Einwirkung auf feste Körper erzeugt (z.B. Klopfen, Hämmern, Türschlagen, Wasserrauschen). Der größere Teil wird als Luftschallwellen an angrenzende Räume abgegeben. Ein Teil wird an angrenzende andere Bauteile übertragen. Diese Übertragung wird durch bautechnische Mängel wie Schallbrücken begünstigt und im ungünstigsten Fall kann sich der Schall im ganzen Haus ausbreiten. Andererseits wird durch geeignete Maßnahmen wie dem Zwischenschalten von Luftschichten oder elastischen Stoffen (z.B. beim schwimmenden Estrich (Estrich auf Dämmschicht)) die Körperschallübertragung unterbrochen. Den Körperschall, der beim Begehen einer Decke bzw. beim Auftreten auf den Fußboden entsteht, nennt man Trittschall.

  • Kohlendioxid

    Kohlendioxid

    dient zur Herstellung von Trockeneis, Carbonaten und Harnstoffen. Ist Bestandteil von kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken, Mineralwässern und Schutzgase, findet Verwendung als Kühl-, Treib- und Feuerlöschmittel. Entsteht unter anderem bei Verbrennungs-, Fäulnis- und Gärungsprozessen. Kohlensäure entsteht vor allem durch die Verbindung von Kohlendioxid-haltigen Rauchgasen mit der Luftfeuchtigkeit bzw. mit dem Regenwasser. Kohlensäure zersetzt kalkhaltige Bindemittel.

  • Kohlenstoffdioxid

    Kohlenstoffdioxid

    Entsteht bei vollständiger Verbrennung kohlenstoffhaltiger Stoffe. Das Gas ist zwar nicht giftig, jedoch schwerer als Luft. Es sammelt sich deshalb an tiefstgelegenen Stellen z.B. in Kellern und Schächten an, bei deren Begehen durch den Menschen eine ausreichende Sauerstoffaufnahme verhindert werden kann und Erstickungsgefahr besteht.

  • Kohlenstoffmonoxid

    Kohlenstoffmonoxid

    Dieses Gas ist geruchlos und entsteht bei unvollständiger Verbrennung kohlenstoffhaltiger Stoffe. Das in der Luft enthaltene Kohlenstoffmonoxid kommt zum überwiegenden Teil aus den Auspuffen der Kraftfahrzeuge, in geringem Umfang auch aus Feuerungsanlagen.

  • Kokosfaserdämmung

    Kokosfaserdämmung

    auch: Kokosfaserdämmungen, Kokosfaser-Dämmung, Kokosfaser-Dämmungen

    Auch mit Kokosfasern läßt sich dämmen. Die Fasern gewinnt man aus der Kokosnußhülle und verarbeitet sie nach Reinigung und Trocknung zu Filzen, Matten und Platten. Zur Gewährleistung des Brandschutzes werden die Fasern mit Ammoniumsalzen imprägniert. Sie gelten als pilz-, insekten und feuchtigkeitsresistent. Mit Kokosfaserdämmungen werden beispielsweise Decken und Böden gedämmt. Auch als Zwischensparrendämmung unter dem Dach ist die Dämmung geeignet. Kokosfasermatten werden auch zur Dämmung von Fensteranschlüssen eingesetzt. Kokosfasern besitzen relativ gute Wärmedämm- und Schallschutzeigenschaften und sind sowohl unter bauphysikalischen, als auch unter ökologischen Aspekten als empfehlenswert einzustufen.

  • Kombibalken

    Kombibalken

    Kombibalken sind verleimte Balken, die aus zwei Holzarten bestehen. Sie werden vor allem im Blockhausbau verarbeitet, wobei z. B. innenseitig Fichte und außenseitig Lärche bzw. White Cedar eingebaut wird.

  • Kombiofen

    Kombiofen

    auch: Kombiöfen
    ofen6.jpg

    Der Kombiofen ist eine Kombination aus Warmluftofen und Grundofen, d.h. es werden die Vorzüge beider Kachelofentypen miteinander vereint. Er gibt gesunde Strahlungswärme über eine relativ große Speichermasse an die Umgebung ab und bleibt sehr lange warm. Im Inneren des Kachelofens steht ein gusseiserner Heizeinsatz. Um den Heizeinsatz herum, bzw. an einer Seite des Heizeinsatzes, wird ein Hohlraum gelassen, in dem die Luft von der metallischen Fläche des Einsatzes sofort erwärmt wird.

  • Kombischott

    Kombischott

    auch: Kombischotts

    siehe Abschottung.

  • Kombispeicher

    Kombispeicher

    Kombispeicher bestehen aus zwei Speichern, einem Pufferspeicher und einem - im oberen Bereich des Puffer-Speichers integrierten - Warmwasserspeicher. Anstelle des Warmwasserspeichers kann auch eine Heizspirale integriert sein, die das Wasser im Durchfluss erwärmt. Einsatzgebiet von Kombispeichern ist z. B. die kombinierte solare Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung. Der Kombispeicher ist mit dem Heizkessel und der Solaranlage verbunden. Der Pufferteil des Kombispeichers beinhaltet das Heizwasser des Heizkreislaufs. Im unteren Bereich des Kombispeichers ist der Solarwärmetauscher angeordnet. Bei ausreichender Sonneneinstrahlung fließt die Wärmeträgerflüssigkeit der Solaranlage durch diesen Wärmetauscher und erwärmt das Heizwasser im Pufferteil des Speichers. Dieses wiederum gibt die Wärme an den Warmwasser-Speicher bzw. an die Heizspirale weiter. Sollte nicht genügend solare Wärme zur Verfügung stehen, wird der Heizkessel zugeschaltet. Wird hingegen mehr solare Wärme erzeugt, als für die Trinkwassererwärmung benötigt, wird diese bei Bedarf an den Heizkreislauf abgegeben.

  • Kombitherme

    Kombitherme

    Die Kombitherme ist ein in einer Einheit kombiniertes Heizungsgerät plus Gas-Durchlauferhitzer. Sie sorgt bei Bedarf für Wärme im Haus und jederzeit für fließend warmes Wasser. Typisches Merkmal einer Therme ist der geringe Wasserinhalt des Wärmetauschers (weniger als 0,13 Liter pro kW Heizleistung). Das spart Platz und ermöglicht sehr kurze Ansprechzeiten. So steht bei einer Gaskombitherme in kürzester Zeit Warmwasser zur Verfügung.

  • Kompaktdach

    Kompaktdach

    Das Kompaktdach ist eine Markenbezeichnung der Foamglas-Industrie. Dieses System erlaubt die Ausführung als einschaliges, unbelüftetes Flachdach aus Schaumglas, es ist inzwischen zudem wirtschaftlich und technisch leistungsfähig herstellbar. Per Definition ist das Kompaktdach durch den vollflächigen und vollfugigen Verbund sämtlicher Funktionsschichten im Dach beschreiben. Der hohlraumfreie Aufbau mit Schaumglasplatten beginnt ohne zusätzliche Dampfsperre unmittelbar auf der tragenden Decke, auf Beton, und wird bis zur Oberlage der Abdichtung fortgesetzt. Das ist der markante Unterschied zu allen anderen Dächern.

  • Kompressions-Wärmepumpe

    Kompressions-Wärmepumpe

    auch: Kompressionswärmepumpe, Kompressions-Wärmepumpen, Kompressionswärmepumpen

    Bei dieser Wärmepumpe erfolgt die Druckerhöhung des Kältemitteldampfes durch eine mechanische Verdichtung. Angetrieben wird der Kompressor meist mechanisch.

  • Kompressor

    Kompressor

    auch: Kompressoren

    Gerät zur Erzeugung von Druckluft durch Luftkomprimierung, z.B. für den Drucklufthammer, Druckluftbohrer oder Druckluftnagler. Es gibt Kompressoren mit unterschiedlicher Leistung für den Heimwerker oder für den Profi sowie fest installiert oder tragbar. Auf der Baustelle findet man häufig auch fahrbare Kompressoren, die fest auf einem Anhänger installiert sind. Betrieben werden Kompressoren meist mit Strom, es gibt aber auch Geräte, die von einem Dieselmotor angetrieben werden.

  • Kompriband

    Kompriband

    auch: Abdichtband, Kompribänder

    Vorkomprimiertes, imprägniertes Schaumstoffdichtungsband auf Polyurethanbasis, das nach dem Einbringen in eine Fuge langsam expandiert und sich dicht an die Fugenränder anlegt. Einsatzbereiche: Dehnfugen, Abdichtungen bzw. Fertigbauteile, Asbestzementteile, Fenster- und Türanschlüsse, Trennwände usw. Der Einbau dieser komprimierten Dichtungsbänder wird durch die Energieeinsparverordnung für das Verfugen von Fenster-Maueranschlüssen vorgeschrieben, ist aber unter Fachleuten stark umstritten.

  • komprimiertes Dichtungsband

    komprimiertes Dichtungsband

    auch: komprimierte, Dichtungsbänder

    siehe Kompriband

  • Kondensathebeanlage

    Kondensathebeanlage

    auch: Kondensathebeanlagen
    kondensathebeanlage.jpg

    75% aller Wärmeerzeuger, die zur Zeit installiert werden, sind Brennwertgeräte, die neben Wärme auch Kondensat erzeugen. Wegen seine hohen Säuregehaltes ist das Kondensat über das Abwassersystem zu entsorgen. Befinden sich Kessel oder Therme unterhalb der Rückstauebene oder ist keine Gefälleabflussleitung vorhanden, wird eine Hebeanlage zur zuverlässigen Kondensatentsorgung benötigt.

  • Kondensation

    Kondensation

    Wenn feuchtwarme Umgebungsluft auf kältere Teile in einem Raum trifft, kommt es zur Kondensation. Das in der Raumluft enthaltene ("schwebende") Wasser kondensiert - es entstehen kleine Wassertropfen, die sich irgendwo niederlassen. Der Effekt tritt auch auf, wenn man eine kalte Bierflasche aus dem Kühlschrank holt und sich daran aus der Raumluft ein Kondensat entwickelt und in Tropfenform niederläßt. Solches Kondensat bildet sich besonders gern in Neubauten aus massiven Baustoffen, in denen ein erheblicher Restwassergehalt gespeichert ist, was zu einer hohen Luftfeuchtigkeit beiträgt. Durch Kondensation gebildetes Wasser, das sich in Räumen niederschlägt, bildet einen Nährboden für Schimmel. Kondensation bedroht durch Oxidation die Metallteile im Bau (z.B. Putzschienen). Sie führt zur Zerrüttung von Baustoffen, abplatzendem Putz, Frostschäden, Verfärbungen, Verlust der Dämmwirkung von Wärmedämmstoffen, Verformungen durch Quellen und Schrumpfen der Baustoffe oder zur Riß- und Spaltenbildung.

  • Kondensationsheizkessel

    Kondensationsheizkessel

    selten verwendete Bezeichnung für Brennwertkessel.

  • Kondensatpumpe

    Kondensatpumpe

    auch: Kondensatpumpen
    kondensatpumpe.jpg

    In der Heizkesseltechnologie hat sich seit einigen Jahren sehr erfolgreich die Brennwerttechnik durchgesetzt. Durch die zusätzliche Nutzung der im Abgas gespeicherten Wärme über einen nachgeschalteten Wärmetauscher werden die Rauchgase über ihren Taupunkt hinaus abgekühlt. Dabei bildet sich Kondensat, das in der Regel über einen Kondensatablaufschlauch aus dem Kessel in die örtliche Kanalisation abgeleitet wird. Desgleichen kann ein Teil des Kondensats auch in der Abgasanlage entstehen. Dieser Sachverhalt bedarf in mehrerer Hinsicht besonderer Beachtung. Zum einen kann das Kondensat in vielen Fällen, besonders bei der Kesselsanierung, nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand im freien Gefälle in die Hausabflussleitung eingeleitet werden. Eine leistungsstarke Kondensatpumpe, mit der auch die entlegensten Einleitungsstellen im Gebäude erreicht werden, schafft da wirkungsvolle Abhilfe. Aber auch die Werkstoffe, die mit dem sauren und aggressiven Kondensat in Berührung kommen, bedürfen einer besonderen Aufmerksamkeit. Nur ausgesuchte Edelstahlsorten und Kunststoffe gewähren hier eine lange Lebensdauer.

  • Kondenswasserbildung

    Kondenswasserbildung

    siehe Kondensation

  • Konkludente Abnahme

    Konkludente Abnahme

    siehe Stillschweigende Abnahme.

  • Konstruktionsgrundfläche

    Konstruktionsgrundfläche

    auch: Konstruktionsgrundflächen

    Die Konstruktionsgrundfläche (KGF) ist die Summe der Grundflächen von Wänden, Stützen und Pfeilern (hierzu gehören auch Schornsteine, nicht begehbare Schächte, die Fläche von Türöffnungen, Wandnischen und Wandschlitzen). Zur Ermittlung der Konstruktionsgrundfläche sind die jeweiligen Fertigmaße anzusetzen, d.h. der Putz oder die Verkleidungen werden mitgerechnet, nicht jedoch evtentuell vorhandene Sockelleisten, Schrammborde sowie Vor- und Rücksprünge an den Außenflächen.

  • Konstruktionsvollholz

    Konstruktionsvollholz

    auch: Konstruktionsvollhölzer
    konstruktionsvollholz.jpg

    Konstruktionsvollholz (KVH) ist die Bezeichnung für ein nach Tragfähigkeit, Holzfeuchte, Einschnittart und Maßhaltigkeit sortiertes, besonders hochwertiges Bauholz aus einheimischer Fichte, Tanne, Lärche oder Kiefer. Der Begriff "Konstruktionsvollholz" ist nicht genormt, sondern eine „Erfindung“ der Bauholzindustrie. Mit diesem Produkt hat die Sägeindustrie auf die schlechte Bauholzqualität der vergangenen Jahre reagiert, als oftmals Holz mit einem Feuchtegehalt von mehr als 18 % verbaut wurde und dadurch entsprechende Schäden in den Bauwerken durch die nachträgliche Austrocknung des Holzes entstanden. Die Sägeindustrie garantiert, dass das KVH bei Anlieferung auf der Baustelle einen Feuchtegehalt von maximal 15 % aufweist. Dieser Feuchtegehalt wird durch künstliche Trocknung erreicht. Gleichzeitig wird damit eine höhere Maßhaltigkeit erzielt, die optische Qualität des geschnittenen Bauholzes wird verbessert.

  • Konstruktiver Holzschutz

    Konstruktiver Holzschutz

    auch: Holzschutz

    Bezeichnung für alle Maßnahmen, die eine Dauerbelastung von Holz im Außenbereich vor allem durch Nässeeinwirkung verhindern oder doch zumindest stark einschränken, ohne daß das Holz mit Holzschutzmitteln behandelt werden muss. Zu diesen konstruktiven Maßnahmen gehören die Wahl von hochwertigen Hölzern, möglichst weit überkragende Dächer, die Schlagregen von einer Holzverkleidung fern halten, die ausreichende Hinterlüftung einer vorgesetzten Brettbekleidung, damit feucht gewordenen Holz wieder abtrocknen kann und ferner auch das Einhalten eines Abstands von 30 cm zwischen einer Fassadenverkleidung aus Holz und dem Erdreich. Die Hinterlüftung sollte 2 cm nicht unterschreiten, 4 cm wären ideal. Ein Abstand von nur 10 cm zwischen Brettbekleidung und Boden ist möglich, wenn eine Kiesdrainage angelegt und diese mit einem Rost abgedeckt wurde.

  • Kontaktmelder

    Kontaktmelder

    Kontaktmelder sind Alarmgeber, die auf Kontakt reagieren, wie zum Beispiel das unberechtigte Öffnen bzw. Schließen beliebiger Türen, Fenster oder Klappen. Auch wertvolle Gemälde und andere Gegenstände im Museum werden mit einem Kontaktmelder überwacht. Als Kontaktmelder an Fenstern und Türen werden Magnet-Reedschalter verwendet. Dies ist ein Schalter, dessen Kontakte in einem Glasrohr unter einer Schutzgasatmosphäre angeschlossen sind und durch äußere magnetische Felder betätigt werden.

  • Konterlattung

    Konterlattung

    auch: Konterlattung
    konterlattung.gif

    Eine Konterlattung wird quer zur Traglattung genagelt oder geschraubt. Sie wird verwendet, um Unebenheiten auszugleichen oder Platz für Wärmedämmung oder Elektroinstallation zu gewinnen. Bei einer hinterlüfteten Fassade oder einem der Dachkonstruktion sorgt eine Konterlattung für genügend Luftzufuhr. Bei der Dacheindeckung besteht allerdings eine Diskrepanz zwischen Vorschrift und Praxis. Die DIN schreibt vor, dass über der Unterspannbahn eine Konterlattung bzw. Konterklötzchen oder andere Abstandhalter eingebaut werden müssen. In der Praxis wird häufig auf die Konterlattung verzichtet und die Dachkonstruktion bleibt trotzdem schadensfrei. Bei intensiver Kontrolle ist das sogar erlaubt, sagt das OLG Düsseldorf.

  • Konvektion

    Konvektion

    Unter Konvektion versteht man die Strömung von Luft von der Seite des höheren zum niedrigeren Druck. Die wärmedämmende Umfassungsfläche eines Gebäudes oder Bauteils muss dauerhaft luftundurchlässig abgedichtet werden. Das Prinzip der Konvektion findet auch bei der Konvektionsheizung Anwendung.

  • Konvektionsheizung

    Konvektionsheizung

    auch: Konvektionsheizungen

    Die Konvektionsheizung basiert auf dem Prinzig der Konvektion, nämlich der Wärmeströmung. Die Konvektionsheizung nutzt die Raumluft als Medium für den Wärmestrom. Dabei erwärmt der Radiator, der aus Rippen, Lamellen oder einem Flachheizkörper bestehen kann, die umgebende Luft auf. Diese steigt infolge der Erwärmung auf, stößt an die Decke, fließt auf die gegenüberliegende Seite und von dort wieder abwärts. Dabei kühlt sie sich ab und wird vom Radiator erneut erwärmt, so daß sich der Kreislauf wiederholt. Diese ständige Umwälzung der Luft bringt natürlich auch eine Umwälzung von Staub mit sich, weshalb dieses Heizungssystem - ansonsten hundertmillionenfach bewährt - für Allergiker nicht ideal ist. Nach dem Prinzip der Konvektionsheizung arbeiten alle wandvorgehängten oder wandvorgebauten Heizkörper, ganz gleich, ob diese elektrisch oder über eine Warmwasserzentralheizung aufgewärmt werden.

  • Konvektor

    Konvektor

    auch: Konvektoren

    Im Unterschied zu Heizkörpern, die Wärme abstrahlen, wird bei Konvektoren die Raumluft im Heizkörper umgewälzt und dabei erwärmt. Häufig werden die Heizkörper dabei durch elektrische Energie aufgewärmt. Wandkonvektoren können auch als Vollheizung eingesetzt werden, wenn sie über die Möglichkeit einer Temperatur-Nachtabsendkung verfügen. Diese Heizkörper findet man hundertmillionenfach in den Ländern des Mittelmeerraums, wo sie in der Übergangszeit und in den Wintermonaten die Wohnungen beheizen. Die sogenannten Standkonvektoren sind transportable Heizkörper, die mit Thermostat und Überhitzungsschutz ausgestattet sind. Durch sein gute Leistungsabgabe und die Möglichkeit der Integration mit der Raumeinrichtung wird der Konvektor gerne im gewerblichen Bereich eingesetzt, z.B. Ladenbau, Büroräume usw..Der Konvektor gehört zu den Heizflächen, die ihre Wärme zum überwiegenden Teil als Konvektionswärme abgeben. Er besteht aus einem oder mehreren Heizrohren, auf die Lamellen aufgefädelt sind, sowie einer Verkleidung in Schachtform. Durch diesen Aufbau kommt es zu einer Luftströmung, über die der Wärmetransport erfolgt. Die Luftumwälzung erfolgt entweder auf natürliche Weise oder einer Zwangsumwälzung. Man nennt solche Konvektoren dann Gebläsekonvektoren. Eine Sonderform ist der Unterflurkonvektor, der insbesondere an Glasfronten eingebaut wird.

  • Konventionalstrafe

    Konventionalstrafe

    auch: Konventionalstrafen

    Vor allem im Gewerbebau und hier wiederum besonders bei Großbauten, beispielsweise dem Bau einer Kongresshalle, übliche vertragliche Vereinbarung, wobei der Generalübernehmer oder - seltener - der einzelne Handwerksbetrieb eine Konventionalstrafe zahlen muss, wenn er zuvor festgelegte Fertigstellungsfristen nicht einhält. Konventionalstrafen können erhebliche Größenordnungen erreichen und sind im Baugewerbe durchaus nicht unumstritten, führen sie doch zu Pfusch am Bau, wenn beispielsweise aufgrund extrem langer und schlechter Witterung ein Rohbau nicht von der Stelle kommt und zum Schluß extremer Termindruck herrscht.

  • konzentrierender Kollektor

    konzentrierender Kollektor

    auch: konzentrierende, Kollektoren

    Will man mit Solarthermie höhere Temperaturen erreichen als mit Flachkollektoren möglich ist, muss die einfallende Sonnenstrahlung durch Spiegel oder Linsen konzentriert werden, ehe sie auf den Absorber gelenkt wird. Man spricht deshalb - im Unterschied zu den Flachkollektoren, die das Sonnenlicht ohne vorherige Bündelung absorbieren - von konzentrierenden Kollektoren. Die hochkonzentrierte Strahlungsenergie vermag den Absorber auf Temperaturen von mehreren tausend Grad zu erhitzen. Für die Stromerzeugung genügen bereits Temperaturen, wie sie bei Dampfturbinen-Kraftwerken üblich sind. Im Unterschied zu Flachkollektoren können konzentrierende Kollektoren kein diffuses Licht, sondern nur die direkte Sonneneinstrahlung nutzen. Da der Absorber stets im Brennpunkt liegen muss, sind Vorrichtungen erforderlich, um sie dem wechselnden Stand der Sonne nachzuführen. Das macht sie aufwendiger und teurer.

  • Kopfband

    Kopfband

    auch: Kopfbänder

    siehe Kopfbandbalken.

  • Kopfbandbalken

    Kopfbandbalken

    auch: Kopfband

    Der Kopfbandbalken ist eine kleine Verstrebung, die in der Regel unter einem Winkel von etwa 45° verläuft. Er verbindet Pfette oder Rähm mit dem vertikal stehenden Holzpfosten (Ständer). Kopfbandbalken gehören im Holzbau zu den althergebrachten zimmermannsmäßigen Konstruktionen. Sie kommen bei hölzernen Hausdächern und im Hallenbau vorwiegend als Pfetten und Unterzüge vor. Bei dieser Konstruktion wird einerseits die Stützweite verringert und andererseits infolge der Rahmenwirkung eine horizontale Aussteifung erzielt. Die zimmermannsmäßige Verbindung der Kopfbänder mit Pfosten und Balken erfolgt durch Zapfen, Versatz oder Verblattung, die aber nur Druckkräfte aufnehmen können. Weitere Bezeichnungen und Varianten des Kopfbandbalkens sind Kopfstrebe, Kopfbug oder Bug. In Süddeutschland wird die Kopfstrebe auch als „Steigband“ bezeichnet.

  • Kopfbandverbinder

    Kopfbandverbinder

    siehe Strebenverbinder

  • Kopfsteinpflaster

    Kopfsteinpflaster

    siehe Natursteinpflaster.

  • Korbbogentür

    Korbbogentür

    auch: Korbbogentüren, Korbbogen-Tür, Korbbogen-Türen
    korbbogentuer.gif

    Tür, deren Zarge und demenstprechend auch Türblatt oben eine sanfte Rundung aufweist im Gegensatz zur Rundbogentür, bei der der Bogen halbkreisförmig verläuft.

  • Korbmarkise

    Korbmarkise

    auch: Korbmarkisen
    korbmarkise.jpg

    Diese Art von Markise findet man vor allem im Objektbereich zum Schutz der Auslage hinter der Scheibe und um die Blendwirkung auf der Scheibe zu verringern. Darüber hinaus bieten sie einen Regenschutz. Bei Korbmarkisen sind die Markisenstoffe (auch eine Lackfolie ist möglich) wie auf einem Korb verspannt, also nicht freitragend wie bei anderen Markisenarten. Ideal sind Korbmarkisen als Werbeträger. Dieser Funktion werden sie durch einen große Formenvielfalt gerecht: Von rund oder oval bis hin zu glocken-, trapez-, kegel- und pyramidenförmig gibt es die Korbmarkise. Sie können klappbar oder feststehend sein.

  • Kork

    Kork

    auch: Korkbelag

    Kork wird im Bauwesen als Dämmstoff (siehe Korkdämmplatten und Kork-Granulat) und für Bodenplatten (Korkparkett) oder Wandbekleidungen (Korktapete) verwendet. Man gewinnt ihn aus der im Mittelmeerraum, insbesondere in Portugal beheimateten Korkeiche, deren Rinde in Abständen von etwa 10 Jahren geerntet und dann zu unterschiedlichen Bauprodukten verarbeitet wird. Der Rohstoff ist zwar nachwachsend, aber er steht dennoch nur in begrenzter Anzahl zur Verfügung. Kork ist verrottungs- und fäulnisresistent. Korkplatten mit versiegelter oder gewachster Oberfläche sind besonders fußwarm, schallisolierend sowie beständig gegen Benzin, Öl und Säure.

  • Korkbelag

    Korkbelag

    auch: Korkbeläge

    siehe Kork.

  • Korkboden

    Korkboden

    Kork kann heute fast im gesamten Wohnbereich eingesetzt werden. Korkböden sind pflegeleicht, fußwarm, unempfindlich und tragen zu einem speziell für Allergiker gesunden Raumklima bei. Korkboden kann entweder schwimmend verlegt (Kork-Fertigparkett) oder vollflächig verklebt werden (Korkfliesen bzw. Klebekork, Korkparkett). Korkfliesen sind 4 - 8 mm dick und haben die Formate 60 x 30 oder 30 x 30 cm. Andere Formate können bestellt werden. Die Korkfliesen können an den Längskanten oder allseitig mit einer Fase versehen sein, so dass eine dielenähnliche Struktur entsteht oder der Fliesencharakter hervorgehoben wird. Korkparkett ist massiv oder furniert erhältlich, massives Korkparkett kann mehrmals geschliffen werden. Korkparkett in 4 mm Stärke ist für die Verlegung auf einer Fußbodenheizung geeignet. Korkfliesen sind auch mit wohnfertig behandelten Oberflächen erhältlich.

  • Korkdämmplatten

    Korkdämmplatten

    auch: Korkdämmplatte, Kork-Dämmplatten

    Korkdämmplatten haben sich einen gewissen Marktanteil erobert, freilich mehr als (Tritt)Schalldämmplatten. Da diese Platten aus Korkresten hergestellt werden, die verleimt werden müssen, geht es also auch bei diesem Ökoprodukt nicht ohne Chemie ab. Als Wärmedämmung bei Ziegelfassaden werden nur dann gute Werte erzielt, wenn die Dämmlage zwischen 25 und 35 cm stark ist.

  • Korkparkett

    Korkparkett

    auch: Kork-Parkett

    Wie Laminat zählt Korkparkett nur im weiteren Sinne zu den Holzbelägen. Im Aufbau ähnelt es einem mehrschichtigen Parkett. Die Trägerplatte besteht meist aus einer Holzwerkstoffplatte wie MDF oder HDF, die rundum mit Nut und Feder versehen ist. Bei der aufgeleimten Nutzschicht handelt es sich meist um ein Korkfurnier, das aus der Rinde der Korkeiche gewonnen wird. Wie die meisten Holzböden verlegt man Mehrschicht-Korkparkett schwimmend, an Nut und Feder wasserfest verleimt. Die Korknutzschicht ist entweder mit einem strapazierfähigen Lack versiegelt oder mit Hartwachsöl wohnfertig endbehandelt. Bei Korkfurnier ist auch ein vorsichtiges Aufarbeiten der Lackschicht möglich. Dickere Korknutzschichten können abgeschliffen und neu versiegelt werden. Korkbeläge sind ausgesprochen fußwarm und sehr elastisch. Sie reduzieren die Trittschall-Übertragungen und dämpfen Gehgeräusche im Raum besonders effektiv. Korkparkett wird auch in zahlreichen eingefärbten Varianten angeboten, wodurch sich dieser Bodenbelag auch für eine effektvolle, farbenfrohe und moderne Raumgestaltung eignet.

  • Korktapete

    Korktapete

    auch: Korktapeten

    Die Korktapete ist eine Naturwerkstofftapete. Bei der Produktion werden auf spezielle, zum Teil eingefärbte Papier- oder Vinylträger unterschiedlich große, hauchdünne Korkfurniere aus der Rinde der Korkeiche aufgeklebt oder in einen farbigen Lackfond eingelegt. Danach werden die Bahnen gewalzt, getrocknet und zugeschnitten, evtl. auch bedruckt. Korktapeten sind lichtecht, unempfindlich, robust und gut zu reinigen. Zur Verarbeitung muss ein Spezialkleister verwendet werden.

  • Kostenberechnung

    Kostenberechnung

    Das zweite Glied neben der Kostenschätzung innerhalb der Kostenermittlung eines Bauwerks ist die Kostenberechnung. Sie wird ebenfalls vom Architekten vorgenommen und dient der Ermittlung der angenäherten Gesamtkosten gemäß der HOAI. Diese Kostenberechnung ist die Entscheidungsgrundlage zur Ausführung des Bauwerks und die Grundlage für die erforderliche Finanzierung. Im Gegensatz zur Kostenschätzung ist die Kostenberechnung eine verbindliche Unterlage. Sie dient außerdem dazu, das Honorar des Architekten sowie der Fachplaner zu bestimmen. Letzteres müssen Sie allerdings vertraglich vereinbaren. Fehlt eine schriftliche Vereinbarung hierüber, gelten automatisch die Mindestsätze der Honorarordnung.

  • Kostenschätzung

    Kostenschätzung

    Die Kostenschätzung wird vom Architekten oder Bauingenieur vorgenommen und dient zur ungefähren Ermittlung der Gesamtkosten gemäß der Honorarordnung für Architekten und Ingenieuren (HOAI). Sie bildet die Basis für die Baufinanzierung und ist selten mehr als eine vage Kostenprognose. Verbindlich hingegen ist die Kostenberechnung.

  • Kragarmbalkone

    Kragarmbalkone

    Wenn Toreinfahrten, Gehwege oder Stellplätze kein Fundament und keine Stützen zulassen, ein Anbaubalkon oder Vorstellbalkon also nicht möglich ist, kommen Kragarmbalkone bei nachträglich errichteten Balkonen zum Einsatz. Wandseitige Randstützen, die punktuell je Geschossdecke befestigt werden, dienen zur Lastabtragung. An sie werden die Balkone dann angehängt.

  • Kragbalken

    Kragbalken

    auch: Kragträger

    Ein Kragbalken oder, wie er auch genannt wird, Kragarm oder Kragträger ist ein einseitig eingespannter Träger. Das System ist statisch bestimmt und ist gekennzeichnet durch ein negatives Moment im Kragarm. Das heißt, an der Oberseite des Bauteils entsteht eine Zugzone, die im Stahlbetonbau mit einer Bewehrung versehen werden muss.

  • Kragträger

    Kragträger

    siehe Kragbalken.

  • Kratzputz

    Kratzputz

    auch: Kratzputze
    kratzputz.jpg

    Kratzputze können nur mit mineralischen Bindemitteln aus Kalk oder Zement hergestellt werden. Ihre Auftragsdicke liegt zwischen 10 – 15 mm, abhängig vom Größtkorn des Zuschlags. Die heute verwendeten Korngrößen gehen, bedingt durch die geforderte Maschinengängigkeit, von 1 – 9 mm. Händisch aufgetragen sind bis zu 16 mm möglich. Kratzputze müssen dicker – um das 3- bis 4fache ihrer Kornstärke – aufgetragen werden als andere Putze. Nach bestimmter Erhärtungszeit wird mit einem Nagelbrett (Putzigel) bis auf eine Dicke von 8–10 mm die bindemittel- und spannungsreiche Oberfläche abgekratzt. Dadurch entsteht eine größere Oberfläche, Schwindrissbildung wird vermieden. Bei einer einlagigen Putzausführung ist eine Gesamtdicke von 20–25 mm nötig. Die charakteristische Struktur entsteht durch das herausspringende runde oder gebrochene Korn.

  • Kremper

    Kremper

    siehe Krempziegel.

  • Krempziegel

    Krempziegel

    auch: Altdeutsche Pfanne, Kremper, Breitziegel, Rechtskremper
    krempziegel.jpgkrempziegel.gif

    Wie Mönch und Nonne ist der Krempziegel ein Pressdachziegel ohne Falz. Er ist ein historischer Ziegel in reiner Dachkultur. Bis zum Beginn des 11. Jahrhunderts reicht die Geschichte dieses Ziegels. Viele alte Gebäude sind noch mit Krempziegeln gedeckt. In Deutschland findet man dieses Modell vom Harz bis nach Franken. Besonders ausdrucksstark wirkt der Krempziegel als Wandbehang. Am häufigsten ist der Linkskremper, der die Krempe oder Tüte auf der linken Seite hat. Es gibt aber auch Rechtskremper, wie zum Beispiel im westlichen Münsterland. Weitere Bezeichnungen für Krempziegel sind "Altdeutsche Pfanne", "Breitziegel", "Knüpfziegel", "Blattziegel" und "Alter Deutscher".

  • Kreuzbalken

    Kreuzbalken

    Zur Verbesserung der Tragfähigkeit von hölzernen Balkenquerschnitten sind neben dem Brettschichtholz auch so genannte Kreuzbalken entwickelt worden. Solche Balken bestehen aus je vier miteinander verklebten (verleimten) Rundholzsegmenten. Deren Außenseite wird beim Verkleben nach innen gewendet, so dass innerhalb des rechteckigen Querschnitts eine über die Länge des so entstandenen Balkens eine durchlaufende Röhre entsteht. Jedes der Viertelhölzer weist fünf Ecken auf. Jedes der Segmente ähnelt grob einem Viertelholz eines kreuzweise aufgetrennten Stammes, wobei die Viertelkreisberandungen der Segmente dreikantig bearbeitet sind.

  • Kreuzbalkendecke

    Kreuzbalkendecke

    Eine Kreuzbalkendecke ist eine Holzbalkendecke, die aus Kreuzbalken besteht. Diese Balken werden mit Nut- und Federverbindungen zu Deckenelementen von bis zu 2,50 m Breite verbunden. Die Dicke der Decke beträgt zwischen 10 cm und 24 cm.

  • Kreuzband

    Kreuzband

    auch: Kreuzbänder
    kreuzbaender.jpg

    Das Kreuzband ist zunächst einmal das, was bei Fussballern häufig reißt und eine lange Pause nach sich zieht. Im Holzbau ist das Kreuzband eine andere Bezeichnung für Andreaskreuz. Schließlich ist das Kreuzband noch ein Beschlagteil aus Metall von sich zwei überkreuzenden Metallteilen. Dieses Band kann beispielsweise ein Kreuzstockfenster mittig zieren. Früher war das Kreuzband häufig aufwändig verziert.

  • Kreuzdach

    Kreuzdach

    auch: Kreuzgiebeldach, Kreuzdächer
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    Das Kreuzdach ist eine Dachform mit Quergiebel, der bis zum First hochgezogen ist. Dies ist der Unterschied zum Zwerchdach, wo der Giebel nicht bis zum First geht. Wie auch bei Gauben wird durch den Quergiebel die Wohnfläche vergrößert. Nicht in allen Wohngebieten ist es erlaubt, ein Kreuz- oder Zwerchdach zu errichten.

  • Kreuzfuge am Dach

    Kreuzfuge am Dach

    Eine Kreuzfuge ist dann gegeben, wenn bei einer Dachdeckung die allseitige Über- oder Unterdeckung weniger als 2 cm beträgt und damit der Verband z. B. bei eingebundenen Biberkehlen nicht mehr gewahrt ist. Die Regensicherheit ist an einer Kreuzfuge nicht mehr gewährleistet.

  • Kreuzgiebeldach

    Kreuzgiebeldach

    auch: Kreuzgiebeldächer

    siehe Kreuzdach.

  • Kreuzstockfenster

    Kreuzstockfenster

    auch: Mittelkreuzstockfenster
    kreuzstockfenster.jpg

    Dieser Fenstertyp wird ab dem späten 14.Jh. verwendet. Das Kreuzstockfenster teilt einen Fensterrahmen in vier einzelne Fensterflächen, die jede für sich verschlossen werden konnte. Immer sind die oberen Fenster kleiner als die unteren. Ist das Querholz mittig angeordnet, so spricht man von einem Mittelkreuzstockfenster. Kreuzstockfenster waren ursprünglich aus Stein. Erst im Barock entwickelte sich das hölzerne Kreuzstockfenster.

  • Kreuzstromwärmetauscher

    Kreuzstromwärmetauscher

    siehe Wärmerückgewinnungs-Anlage.

  • Kristallspiegelglas

    Kristallspiegelglas

    auch: Kristallspiegelgläser

    Kristallspiegelglas ist ein auf beiden Seiten planparallel geschliffenes, poliertes Gussglas als Flachglas mit ebenen, hochglänzenden Oberflächen und klarer, optisch verzerrungsfreier Durchsicht und Reflexion. Kristallspiegelglas findet gefärbt Verwendung als Sonnenschutz- und Wärmeschutzglas. Ansonsten wird das Glas hauptsächlich im Innenausbau und bei der Möbelherstellung eingesetzt.

  • Kronendeckung

    Kronendeckung

    siehe Biberschwanzkronendeckung.

  • Krüppelwalmdach

    Krüppelwalmdach

    auch: Krüppelwalmdächer
    kwalm.gif

    Besonders auf nord- und niederdeutschen Gehöften gebräuchliche Variante des Walmdachs. Entspricht einem Walmdach mit hochgesetzter Traufhöhe am Giebel. In manchen Gegenden wird es auch als Schopfwalmdach bezeichnet.

  • Küchenarbeitsplatte

    Küchenarbeitsplatte

    auch: Küchenarbeitsplatten

    siehe Arbeitsplatten.

  • Kühllast

    Kühllast

    auch: Kühlasten

    Als Kühllasten (Wh/(m²xd) werden die externen und internen Wärmemengen, die im Laufe eines Tages im Gebäude anfallen, bezeichnet. Sie müssen aus dem Raum abgetragen werden, um den angestrebten Raumluftzustand aufrechtzuerhalten. Externe Kühllasten entstehen durch Solargewinne, Transmission und ggf. Lüftungserträge. Die Wärmegewinne durch Sonneneinstrahlung sind je nach Himmelsrichtung abhängig von der Tages- und Jahreszeit. Durch geeignete Sonnenschutzmaßnahmen, einen niedrigen g-Wert (Energiedurchlassgrad) der Fenster und sinnvolle Fenstergrößen kann die Kühllast soweit wie möglich reduziert werden. Interne Kühllasten entstehen durch die Wärmeabgabe von Bürogeräten, Personen und der Beleuchtung. Durch die Zunahme der Gerätedichte und ihrer Betriebsdauer, macht die Wärmeabgabe von Computer, Scanner, Drucker, Kopierer etc. mittlerweile den bedeutendsten Anteil der internen Wärmelasten aus.

  • Kunstfaserteppich

    Kunstfaserteppich

    auch: Kunstfaserteppiche

    Die Kunstfaser ist das am häufigsten für die Teppichherstellung verwendete Material. Hierbei werden so typische Fasern wie Polyester, Nylon und Polyacryl eingesetzt, die ebenfalls in der Bekleidungsindustrie verwendet werden. Vorteile dieser Fasern sind eine hohe Abriebfestigkeit, Strapazierfähigkeit und geringe Anschmutzbarkeit. Das liegt nicht zuletzt an der Struktur der Chemiefasern, in die kein Schmutz eindringen kann. Eine unangenehme Nebenerscheinung der Chemiefasern ist ihre Elektrostatik, deren Entladung sich in kleinen unangenehmen elektrischen Stößen bemerkbar macht, beispielsweise beim Anfassen einer Türklinke. Normalerweise verhindert man die antistatische Aufladung durch Einbindung von kohlenstoffhaltigen Fasern in die Nutzschicht bzw. durch die Behandlung mit einem Antistatikum.

  • Kunstharzputz

    Kunstharzputz

    auch: Kunstharzputze

    Kunstharzputz ist der Sammelbegriff für Beschichtungen mit putzartigem Aussehen. Er wird ausschließlich als Oberputz verwendet. Die Bindemittel von Kunstharzputzen sind organischer Natur, Zement oder Kalk fehlen völlig. Die Putze werden in pastöser Form verarbeitungsfertig geliefert. Vor der Verarbeitung müssen sie nur noch kurz durchgerührt und eventuell mit Wasser- oder Lösemittelzusatz auf die gewünschte Konsistenz gebracht. Unterschieden wird nach Außen- und Innenputze mit unterschiedlichem Bindemittel-Mindestgehalt. Kunstharzputze gibt es in vielen Farben, Körnungen und Strukturvarianten. Wässrige Kunstharzputze trocknen rein phyikalisch durch Verdunsten des Wasseranteils. Bei niedrigen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit verlängert sich daher die Trocknungszeit, während sie sich im Sommer bei hohen Temperaturen verkürzt. Fällt die Temperatur unter 5°C, dürfen keine wässrigen Kunstharzputze mehr verwendet werden. Hierfür wurden sogenannte Winterputze entwickelt, die durch eine verbesserte Bindmittel-Technologie bis knapp über dem Gefrierpunkt verarbeitet werden können. Sie sind nach acht Stunden regenfest sowie frostsicher und nach einem Tag soweit trocken, daß sie überarbeitet werden können.

  • Kunstmarmor

    Kunstmarmor

    Kunstmarmor ist weißer oder gefärbter, mit Leimwasser angemachter Gipsmörtel aus Marmorgips, der nach dem Erstarren geschliffen und poliert wird. Kunstmarmor wurde schon in der Antike hergestellt und erlebte seine Blüte im 18. Jahrhundert. Heutzutage wird er z.B. verwendet für Innen- und Außenfensterbänke, Türschwellen, Treppenstufen und Mauerabdeckungen. Kunstmarmor sieht wie echter Marmor aus, ist wetterfest, frostsicher, widerstandsfähig, langlebig, pflegeleicht und in vielen Farbtönen lieferbar.

  • Kunstschiefer

    Kunstschiefer

    Kunstschiefer ist die Alternative zu echtem Schiefer. Es gibt ihn in verschiedenen Größen, Farben und Formen an. Die Ziegel bestehen aus asbestfreiem Faserzement der beständig gegen Witterung, Fäulinis und Korrosion ist und zudem nichtbrennbar nach DIN-Norm. Einige Modelle sind auch wasserabweisend beschichtet oder haben andere zusätzliche Eigenschaften wie z. B. Schalldämmung.

  • Kunststein

    Kunststein

    auch: Kunststeine

    Jeder künstlich hergestellte Stein, der zum Bauen verwendet wird, ist ein Kunststein. Dies kann der Betonwerkstein, Kalksandstein oder Mauerziegel sein.

  • Kunststeinboden

    Kunststeinboden

    auch: Kunststeinböden

    Unter Kunsteinböden werden vor allem Böden aus Betonwerkstein verstanden. Aus zerkleinertem schleif- und polierfähigem Naturstein (Travertin, Quarzit, Jura, Marmor etc.) werden mit Zement als Bindemittel Platten hergestellt und nach dem Erhärten geschliffen, gestockt oder scharriert (Stocken, Scharrieren). Zur Veränderung des Aussehens können der Betonmischung noch Farbzusätze zugegeben werden. Betonwerkplatten werdem als Agglo-Marmor, Terrazzo oder Waschbeton angeboten.

  • Kunststoffdachziegel

    Kunststoffdachziegel

    Irreführende Bezeichnung für Kunststoffpfannen oder -schindeln für die Dacheindeckung. Ziegel, also auch Dachziegel, bestehen aus gebranntem Ton und wurden und werden, wie die Name schon sagt, in einer Ziegelei hergestellt.

  • Kunststoff-Dichtungsbahn

    Kunststoff-Dichtungsbahn

    auch: Kunststoff-Dichtungsbahnen

    Dichtungsbahnen können nicht nur aus Bitumen, sondern auch aus Kunststoff sein. Sie werden zur Bauwerksabdichtung, zur Abdichtung von Mülldeponien, Teichen, Dämmen, Tunnel, Fasslagern und vieles mehr verwendet. Die Kunststoffbahnen werden mit speziellen Schweißgeräten oder Schweißmitteln homogen miteinander verbunden.

  • Kunststofffenster

    Kunststofffenster

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    Kunststofffenster sind meist aus PVC oder Polyurethan (PU). Fenster aus PU ergeben zusammen mit modernem Isolierglas sehr gut wärmedämmende Fenster - oft besser wärmedämmend als Holzfenster. Sie besitzen meist einen Metallhohlkern aus Aluminium oder Stahl. Ummantelt ist dieser Kern mit einer etwa 10 mm dicken Pur-Hartschaumschicht. Die Oberfläche ist beschichtet mit einem Farblack auf PUR-Basis. PVC-Fenster bestehen aus Hohlprofilen mit Wanddicken zwischen 2 mm und 4 mm. Dabei unterscheidet man Ein- und Mehrkammersysteme. Einkammersysteme haben nur eine Luftschicht zwischen innerer und äußerer Profilwand. Die Wärmedämmung ist demzufolge schlechter als bei Mehrkammersystemen, wo mehrere Kammern hintereinander liegen. Kunststofffenster besitzen eine lange Lebensdauer bei geringem Pflegeaufwand. So müssen sie beispielsweise nie gestrichen werden. Kunststoffe sind gegen Korrosion, viele Säuren, Laugen sowie Abgase und Reinigungsmittel beständig, allerdings kann UV-Bestrahlung zu Verfärbungen führen. Fenster aus weißem Kunststoff sind dabei am wenigsten anfällig. Bei homogen eingefärbtem PVC treten höhere Belastungen des Materials auf. Dies liegt an der erhöhten Temperaturaufnahme und Wärmedehnung bei Sonneneinstrahlung. Dadurch kann es zu Funktionsstörungen beim Fenster kommen. Als Alternative zu homogen durchgefärbten Kunststoffen kann die Oberfläche mit Acrylfarbe oder Dekorfolien beschichtet werden. Dies kann auch nachträglich geschehen. Oft ist die Oberfläche dieser Fenster kratzfester als eine reine Kunststoffoberfläche. Auch die Farbbeständigkeit ist häufig besser.

  • Kunststoff-Hohlkammerpaneele

    Kunststoff-Hohlkammerpaneele

    siehe Hohlkammerpaneele.

  • Kunststoffschäume

    Kunststoffschäume

    auch: Kunststoffschaum

    Kunststoffschäume haben im Bauwesen eine besondere Bedeutung. Sie verbinden die Eigenschaften der Kunststoffe wie beispielsweise die Widerstandsfähigkeit gegen pflanzliche und tierische Schädlinge mit den Schaumstoffeigenschaften. Man unterscheidet Schaumstoffe nach der Kunststoffart, dem Gefügeaufbau, dem mechanischen Verhalten und den Herstellungsverfahren. Haben Schäume einen geschlossenzelligen Gefügeaufbau, werden Luftaustausch und Feuchtigkeitstransport unterbunden. Sie eignen sich daher zur Wärmedämmung, als Dampfsperre oder als Schalkörper. Offenzellige Schaumstoffe eignen sich mehr zur Schallschluckung. Schäume aus Polyurethan haben beispielsweise innen ein geschlossenzelliges, in der Außenzone ein dichtes, fast zellenfreies Gefüge. Man stellt daraus selbst tragende Bauteile her, wie z.B. Türen und Stühle sowie Imitationen von Holzbalken und Türfüllungen. Harte Schaumstoffe werden aus Phenolharz oder Harnstoffharz gefertigt. Sowohl für harte, als auch für weiche und elastische Schäume können Polyurethanharze verwendet werden.

  • Kunststofftapete

    Kunststofftapete

    auch: Kunststofftapeten

    siehe Vinyl-Tapete.

  • Kupferdach

    Kupferdach

    auch: Kupferdächer

    Ein Kuperdach wird meist als nicht tragende Metalldeckung hergestellt. In Form von Tafeln, Trapezblechen oder großen Scharen (Bändern) kommt das Kupfer auf eine vollflächige Schalung, meist aus Holz. Für ein dichtes Dach sorgen Stehfalze. Kupfer hat die stärkste Bruchdehnung von allen Baumetallen, das heißt es läßt sich am stärksten dehnen und verformen, bevor das Material bricht. Es eignet sich daher besonders bei komplizierten Anschlüssen, bei denen starke Verformungen erforderlich sind. Im Montagezustand ist Kupfer rot-metallisch glänzend. Durch Witterungseinflüsse bildet sich rasch eine Patinadeckschicht, so dass sich das geneigte Dach in einem hellgrünen bis blaugrünen Farbton zeigt. Bei senkrechten Flächen ist nicht mit einer Grünfärbung zu rechnen, sondern mit einer tiefbraunen bis anthrazitgrauen Färbung der Patina. Diese Patina, im Volksmund fälschlicherweise Grünspan genannt, führt keineswegs zu einer Qualitätsminderung der Dacheindeckung, sondern bildet im Gegenteil eine Schutzschicht. Kupfer läßt sich durch Kanten, Falzen und Biegen bearbeiten. Auch besondere Umformarbeiten, wie beispielsweise das Treiben von Kupfer ist möglich. Kupfer wird daher gerne bei denkmalpflegerischen Arbeiten verwendet. Feste Verbindungen lassen sich durch Weichlöten, Hartlöten und Schweißen herstellen. Beim Hartlöten und Schweißen sind vorübergehende Farbveränderungen im Erwärmungsbereich jedoch nicht zu vermeiden.

  • Kuppeldach

    Kuppeldach

    auch: Kuppeldächer
    kupdach.gif

    Kuppeldächer ruhen auf acht- bis zwölfeckigen (oder mehr) Auflagern und wölben sich kuppelartig über ein Gebäude bzw. einen Gebäudeteil wie beim verglasten Kuppeldach im Reichstagsgebäude in Berlin. Meistens sieht man diese Dachform jedoch auf Kirchtürmen wie bei der Liebfrauenkirche in München. Kuppeldächer sind meistens mit Kupfer, Edelstahl oder Titanzink eingedeckt.

  • k-Wert

    k-Wert

    siehe Wärmedurchgangskoeffizient.