Lexikon

  • T
  • Tafel

    Tafel

    normalerweise gehobeltes, profiliertes und gespundetes Holzteil zur Innengestaltung.

  • Tafelbauweise

    Tafelbauweise

    auch: Holztafelbau, Tafelbauweisen

    Eine Weiterentwicklung im Holzrahmenbau insoweit, als die Wärmedämmung und Beplankung schon werksseitig in bzw. auf die Rahmenkonstruktion gebracht wird. Dadurch wird Serienfertigung möglich. Die meisten Fertighäuser werden in Tafelbauweise errichtet. Die Tafeln (=Wände) werden incl. Fenster und Türen zur Baustelle gefahren, dort mit Hilfe eines Krans auf die Bodenplatte oder Kellerdecke gehoben und dann damit verankert.

  • Tageslichtsensor

    Tageslichtsensor

    auch: Tageslichtsensoren

    Dieser Sensor misst die Helligkeit und entscheidet, ob Licht an- oder ausgeschaltet werden muss. Mit einem Tageslichtsensor lässt sich zudem die künstliche Beleuchtung, je nach Intensität des einfallenden Tageslichts, so regulieren, dass zum Beispiel an einem Arbeitsplatz stets ein konstantes Beleuchtungsniveau herrscht. Das spart nicht nur Energie, sondern ist auch für die Augen und die Konzentration eine Entlastung.

  • Tapete

    Tapete

    auch: Tapeten

    Schon die Höhlenbewohner hatten das Bedürfnis, kahle Wände zu verschönern. Aufwändige Fresken konnten sich freilich nur Könige, Adelige und Kirchenfürsten leisten. Durch die Erfindung der Papiertapete, die "endlos" aufrollbar und bedruckbar ist, kam der Wandschmuck in die Stube jedes Bürgers. Zuvor behalf man sich mit Ledertapeten, die aufgeklebt oder auf Leisten genagelt wurden und mit Seidentapeten, die auf Rahmen gespannt und auf der Wand angebracht wurden. Nach wie vor spielt Zellulose, also der Papierrohstoff, buchstäblich eine "tragende" Rolle in der modernen Tapetenfabrikation. Tapeten werden bedruckt, geprägt, mit verschiedenen Materialien beschichtet und sogar beflockt. Man unterscheidet zwischen Rauhfaser, Vlies-Tapeten, Struktur-Tapeten, Leimdruck-Tapeten, Textil-Tapeten, Velours-Tapeten, Metall-Tapeten und Vinyl-Tapeten. Als spaltbare Tapete wird eine Tapete bezeichnet, die sich beim Abziehen von der Wand "aufspaltet". Die Isolier-Tapete ist keine Tapete, sondern eine Dämmfolie.

  • Taupunkt

    Taupunkt

    Luft enthält immer einen gewissen Anteil an Feuchtigkeit. Mit zunehmender Lufttemperatur kann die Luft mehr Feuchtigkeit speichern. Trifft warme Luft auf einen kalten Gegenstand (Beispiel Flasche Bier aus dem Kühlschrank) erreicht die relative Luftfeuchte einen Wert von 100 %. Die Luft scheidet sich am kalten Gegenstand in Form von Tauwasser ab.

  • Tauwasser

    Tauwasser

    Luft kann, je nach Temperatur, nur eine ganz bestimmte Menge an Feuchtigkeit aufnehmen. Dabei kann warme Luft mehr aufnehmen als kalte Luft. Wird diese temperaturspezifische Sättigungsgrenze infolge erhöhten Feuchtigkeitsanfalls oder durch Abkühlung der Luft überschritten, so fällt die überschüssige Feuchtigkeit in Form von Tauwasser aus. Tauwasser durchfeuchtet die Bauteile, vermindert deren Wärmedämmung und verursacht Bauschäden. Es kommt zu Tauwasserschäden.

  • Tauwasserschaden

    Tauwasserschaden

    auch: Tauwasserschäden

    Kommt es durch Diffusion oder Konvektion vor allem bei kühler Witterung zur Bildung von Tauwasser, so kann dies, je nach Tauwassermenge, zu folgenden Schäden führen: - Durchfeuchtung der Wärmedämmung, verbunden mit einer Abnahme der Dämmwirkung. - Feuchtigkeit kann in die Wohnräume dringen. - Permanente Feuchteeinwirkung kann Schäden an der Dach- bzw. Wand- oder Deckenkonstruktion verursachen. - Feuchtebedingte Schimmelpilzbildung kann zu einem gesundheitsschädlichen Raumklima führen.

  • Tauwasserschutz

    Tauwasserschutz

    Nach DIN 4108-3 ist die Bildung von Tauwasser in Bauteilen unschädlich, wenn durch Erhöhung des Feuchtigkeitsgehalts der Bau- und Dämmstoffe der Wärmeschutz und die Standsicherheit der Bauteile nicht gefährdet werden. Dies ist der Fall, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind: Das während der Tauperiode im Innern des Bauteils anfallende Wasser muss während der Verdunstungsphase wieder an die Umgebung abgegeben werden können. Die Baustoffe, die mit Tauwasser in Berührung kommen, dürfen nicht geschädigt werden (z. B. Pilzbefall etc.). Bei Dach- und Wandkonstruktionen darf eine Tauwassermasse von insgesamt 1,0 kg/m nicht überschritten werden. Tritt Tauwasser an Berührungsflächen von kapillar nicht wasseraufnahmefähigen Schichten auf, so darf zur Begrenzung des Ablaufens oder Abtropfens eine Tauwassermenge von 0,5 kg/m nicht überschritten werden. Bei Holz ist eine Erhöhung des massebezogenen Feuch-tigkeitsgehaltes um mehr als 5 %, bei Holzwerkstoffen um mehr als 3 % unzulässig.

  • Tegernseer Gebräuche

    Tegernseer Gebräuche

    Die Tegernseer Gebräuche stellen die für Deutschland klassifizierte Handelsform für den Handel mit Rundholz, Schnittholz, Holzwerkstoffen und anderen Holzhalbwaren dar. Von den Spitzenverbänden der Holzwirtschaft nach Feststellung und Sammlung dessen, was durch gleichmäßige, tatsächliche Übung echter Handelsbrauch ist, erstmalig 1950 in Tegernsee (daher der Name) zusammengestellt und schriftlich niedergelegt, nach eingehenden Beratungen alle beteiligten Kreise für die Zweitfassung vom 21. Juli 1956 überprüft und 1961 mit Anlagen ergänzt. Im Jahre 1985 erfolgte eine Anpassung an die weitere Entwicklung, damit liegt die 4. Fassung vor, diese wurde durch das Bundeskartellamt im gleichen Jahr erneut bestätigt.

  • Teilbaugenehmigung

    Teilbaugenehmigung

    Will ein Bauherr bei seinem Bauvorhaben nicht erst den Abschluss des Baugenehmigungsverfahrens abwarten, kann er eine Teilbaugenehmigung beantragen. Damit wird das Genehmigungsverfahren in Abschnnitte aufgeteilt. Der Bauherr erhält durch eine Teilbaugenehmigung die Erlaubnis zum sofortigen Baubeginn für die beantragten Arbeiten.

  • Teilbezugsfertigkeit

    Teilbezugsfertigkeit

    Von einer Teilbezugsfertigkeit spricht man insbesondere bei anderthalbgeschossigen Ausbauhäusern oder Fertighäusern, wenn der Wohnbereich im ersten Geschoss bezogen werden kann, das Dachgeschoss jedoch noch ausgebaut werden muss. Häufig verwendet man in diesem Zusammenhang auch den Begriff der Ausbaureserve. Ein nicht geringer Teil der Ausbauhäuser sind aufgrund einer knappen Finanzierung nur teilbezugsfertig und werden dann im Laufe der folgenden Monate oder Jahre ausgebaut.

  • teilerschlossen

    teilerschlossen

    Dehnbarer Begriff aus dem Maklerwesen in Bezig auf die Baureife eines Grundstücks. "Teilerschlossen" bedeutet, dass bestimmte Maßnahmen innerhalb einer Erschließung getroffen worden sind. Das kann also beispielsweise bedeuten, dass das Grundstück am öffentlichen Straßen- und Wegenetz liegt, die Abwasser- und Wasserleitungen oder die Erdgas- oder die Stromversorgung aber noch nicht verlegt worden sind.

  • Teilflächendämmung

    Teilflächendämmung

    auch: Teilflächen-Dämmung, Teilflächendämmungen, Teilflächen-Dämmungen

    siehe Zwischensparrendämmung.

  • Teilungserklärung

    Teilungserklärung

    Beim Kauf einer Eigentumswohnung ist die die Teilungserklärung ein wichtiger Baustein. In ihr wird die Aufteilung eines Grundstücks in Miteigentumsanteile (sogenannte Tausendstel) festgelegt. Die Teilungserklärung definiert Sondereigentum und Sondernutzungsrechte, sie legt beispielsweise Anzahl, Lage und Größen von Wohnungen fest, weist den einzelnen Wohnungen Kellerabteile zu und räumt einzelnen Wohnungen Sondernutzungsrechte z.B. an Grünflächen ein. Die Teilungserklärung hat die Anlage eigener Wohnungsgrundbücher zur Folge, die es wiederum ermöglichen, einzelne Miteigentumsanteile gesondert zu veräußern und auch zu belasten. Anhand der in der Teilungserklärung ausgewiesenen Tausendstel werden dann in der späteren Praxis allgemeine Betriebs-, Instandhaltungs und Reparaturkosten auf die einzelnen Wohnungseigentümer verteilt.

  • Teilungsgenehmigung

    Teilungsgenehmigung

    Möchte ein Bauherr sein Grundstück teilen, benötigt er hierfür nach § 19 BauGB eine Genehmigung, die so genannte Teilungsgenehmigung. Zunächst bedarf es einer Erklärung gegenüber dem Grundbuchamt, aus welcher sich der Wunsch des Bauherrn nach Teilung des Grundstücks ergibt. Der abgeteilte, in der Fachsprache "abgeschriebene", Grundstücksteil soll dann zu einem selbstständigen Grundstück mit einem eigenen Grundbuchblatt werden. Entspricht der Teilungsantrag den gesetzlichen Erfordernissen, ist über die Teilungsgenehmigung innerhalb von drei Monaten nach Eingang des Antrags zu entscheiden. Diese Frist kann von der Behörde durch einen Zwischenbescheid noch einmal um maximal drei Monate verlängert werden. Wird sie nicht innerhalb dieser Frist abgelehnt, gilt die Genehmigung als erteilt. Sofern es sich um die Errichtung eines Wohngebäudes innerhalb des Geltungsbereichs eines Bebauungsplans handelt, beträgt die jeweilige Frist lediglich einen Monat. Eine Teilung zieht auch Änderungen in der Kartierung des Katasteramtes, Vermessungsaufwand und Gebühren nach sich.

  • Teilungsversteigerung

    Teilungsversteigerung

    Können sich mehrere Eigentümer einer Immobilie nicht darüber einigen, ob und für welchen Preis die gemeinsame Immobilie verkauft werden soll, kann jeder Miteigentümer Antrag auf Teilungsversteigerung stellen. Der Versteigerungserlös wird dann unter den einzelnen Miteigentümern aufgeteilt. Sie kommt häufig bei getrennt lebenden oder geschiedenen Eheleuten sowie Erbengemeinschaften auf Antrag eines Miteigentümers zum Zuge.

  • Tepidarium

    Tepidarium

    auch: Tepidarien

    Tepidus kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "lauwarm". Dabei handelt es sich um einen Entspannungsraum, bei dem Bänke, Wände und Decken aus Stein, Keramikfliesen oder Marmor auf die menschliche Körperwärme von etwa 39°C beheizt werden. Die gleichbleibende, angenehme Wärme mobilisiert die Abwehrkräfte und stärkt das Immunsystem, behaupten die Hersteller neuzeitlicher Tepidarien. Solche Tepidarien werden vor allem in die Wellnessbereiche von großen Hotels und Kurbetrieben eingebaut. Der Begriff ist im Verkauf der Wellness-Welle seit etwa 1980 wieder "ausgegraben" worden. Das eigentliche Tepidarium ist Teil der dreistufigen Badeanlagen, die die "alten Römer" in ihre Villen bauten - auch im damaligen Germanien, wie bei der "Villöa Rustica" in Mehring an der Mosel gut nachzuvollziehen ist. Neben dem Tepidarium waren das Frigidarium" und das (%Caldarium Bestandteil der römischen Bäder.

  • Teppichboden

    Teppichboden

    auch: Teppichböden
    teppich.gif

    Teppichböden gehören zum festen Inventar fast jedes Hauses. Obwohl sie ein bekanntes Bild in unserem häuslichen Umfeld darstellen, beschäftigen wir uns recht wenig mit den Materialien, die wir täglich "mit Füßen treten". Wenn Sie Ihren Teppich einmal genau von der Seite betrachten, können Sie sehen, daß er aus drei verschiedenen "Schichten" besteht.: Ganz oben ist die Nutzschicht, die aus Fasern und einem Träger besteht. Die Fasern können entweder natürlich sein (Naturfaserteppich) oder aber synthetisch (Kunstfaserteppich). Auch Mischgarne sind möglich wie beispielsweise Polyamid und Schurwolle. Die Mittelschicht besteht zumeist aus einer Klebermasse, mit deren Hilfe die Faserkonstruktion im Trägergewebe fixiert wird. Als Kleber dient meist ein synthetisches Gummi (SBR-Latex). Aber auch Natur-Latex, der aus dem Saft des tropischen Gummibaums gewonnen wird, kann als Kleber dienen. Oft wird noch eine zweite Klebeschicht verwendet, um das Rückenmaterial einzubinden, die meist wieder aus synthetischem oder natürlichem Latex besteht. Auch kann PVC die Nutz- und die Rückenschicht verbinden, was jedoch im Falle eines Brandes verhängnisvoll werden könnte. Die Rückenschicht ist in aller Regel ebenfalls aus aufgeschäumtem SBR-Latex. Manchmal wird aber auch eine Mischung aus nicht geschäumten synthetischen und natürlichem Latex verwendet. Auch Textilrücken aus Naturfasern, wie beispielsweise Jute, werden angeboten.

  • Terrasse

    Terrasse

    auch: Terrassen

    Unmittelbar an ein Haus anschließende, nicht überdachte Fläche, die bei schönem Wetter als "verlängertes Wohnzimmer" dient. Wesenstypisch für Terrassen ist, daß sie mit einem festen Belag versehen sind. Das können Pflastersteine, Terrassenparkett, Holzroste, Fliesen- und Marmorarten, Natursteinplatten oder Waschbetonplatten sein. Für alle Terrassenbeläge gilt, dass sie frostfest sein müssen. Außerdem darf die Oberfläche auch dann nicht rutschig sein, wenn die Terrasse nass ist. Der Trittsicherheit kommt also eine besondere Bedeutung zu. Aus diesem Grund sollten bei Holzterrassen nur gerillte oder geriffelte Bretter verwendet werden. Gesandstrahlter Marmor, bruchrauher Marmor oder geflammter Naturstein sind weitere Alternativen zur Trittsicherheit.

  • Terrassenrost

    Terrassenrost

    Die Terrassenroste werden bei dem Dachterrassenbau nach der Dachabdichtung und nach dem Verlegen der Schutz-, Drain- und Filterschicht grundsätzlich zentral über jedem Gully eingebaut. Die abnehmbare und feuerverzinkte Rostabdeckung sichert die Wartung und die Pflege der Dachgullys und führt das Wasser einwandfrei ab. Die Höhenverstellbarkeit ermöglicht beim Einbau die genaue Anpassung an die Oberkante des Terrassenbelages.

  • Terrazzo

    Terrazzo

    Fußbodenbelag aus Zement, in den verschiedenartige Natursteinsplitter eingeschlossen sind. Er wird vor Ort eingebracht und nach dem Erhärten geschliffen.

  • Thermobodenplatte

    Thermobodenplatte

    auch: Thermo-Bodenplatte

    Eine Thermobodenplatte ist eine Fundamentplatte oder Bodenplatte, die eine umlaufende Dämmung des Fundamentsockels sowie eine Flächendämmung der eigentlichen Bodenplatte aufweist. Bauunternehmen, die diese Bodenplatten anbieten, sprechen auch von einer "Niedrigenergiebodenplatte". Der Begriff "Thermo" steht also nicht für eine Wärmequelle, die durch die Platte geleitet wird, sondern soll grundsätzlich nur verdeutlichen, dass eine solche Bodenplatte besonders gut gegen aufsteigende Kälte aus dem Erdreich gedämmt ist. Dessen ungeachtet werden aber auch Thermobodenplatten angeboten, die zusätzlich mit einer Fußbodenheizung ausgestattet sind (Zeichnung Axxfloor).

  • Thermografie

    Thermografie

    Mit der Thermografie oder dem Infrarotververfahren lassen sich Temperaturunterschiede an Bauteiloberflächen graphisch darstellen. Genutzt wird das Verfahren, um Wärmebrücken oder feuchte Stellen aufzuspüren. Durch das Verdunsten von Feuchtigkeit an einer Leckstelle kommt es an der Bauteiloberfläche zu einer Temperaturabsenkung. Es entsteht ein Temperaturunterschied zwischen trockenem und feuchtem Bereich. Mittels einer Wärmebildkamera kann die Wärmestrahlung registriert und auf einem Bildschirm sichtbar gemacht werden (siehe Abbildung). Bei dieser zerstörungsfreien Feuchtemessung ist das Ergebnis somit sofort sichtbar. Allerdings ist die Thermografie sehr teuer und das Ergebnis häufig verfälscht. Das Verfahren unterscheidet beispielsweise nicht, ob die Temperaturänderung durch Feuchtigkeit oder durch eine Wärmebrücke entsteht. Oft ist die austretende Wassermenge auch zu gering oder das Wasser tritt innerhalb einer Ummantelung aus und gibt die Wärme deswegen nicht an die Umgebung ab. Häufig müssen neben der thermografischen Untersuchung daher noch andere Methoden angewendet werden, um Leckstellen zu lokalisieren.

  • Thermohaut

    Thermohaut

    Anderes Wort für Wärmedämmverbundsystem.

  • Tiefenerder

    Tiefenerder

    Bauten wie Masten, Antennen, Kamine, Türme, Trafostationen, Elektrocontainer etc. erfordern eine leistungsfähige Erdung entsprechend den elektro- und blitzschutztechnischen Anforderungen. Dafür ist ein Tiefenerder besonders geeignet. Aber auch ungenügende Erder wie Wasserrohre, alte und korrodierte Erdungen an bestehenden Bauten oder zu kleine Fundamenterder, können mit einem Tiefenerder ergänzt oder ersetzt werden. Der Tiefenerder wird senkrecht in größere Tiefen eingebracht. Als Einzelerder hat er einige technische Nachteile gegenüber einem Ring- oder Fundamenterder. Zur Instandsetzung defekter Erdungsanlagen ist er aber oft die geeignete Lösung.

  • Tiefengrund

    Tiefengrund

    siehe Tiefgrund

  • tieffrequenter Schall

    tieffrequenter Schall

    siehe Infraschall.

  • Tiefspüler

    Tiefspüler

    siehe Tiefspül-WC.

  • Tiefspül-WC

    Tiefspül-WC

    Tiefspüler sind eine Art von WC-Schüssel. Im Gegensatz zum Flachspül-WC fallen dabei die Fäkalien in das Wasser des Geruchverschlusses. Dadurch wird die Geruchsbelästigung verringert. Deshalb sind Tiefspüler für innenliegende Sanitärräume und für WC-Anlagen in Bädern vorzuziehen. Ebenfalls ein Tiefspüler ist das Zungen-WC. Nur wird durch die spezielle Form (Zunge) der Wand ein Zurückspritzen des Wassers aus dem Geruchsverschluss verringert.

  • Tilgungsstreckungsdarlehen

    Tilgungsstreckungsdarlehen

    Um die monatliche Belastung zu senken, kann der Kreditnehmer ein Tilgungsstreckungsdarlehen aufnehmen. Die Tilgungsbeiträge des Realkredits werden dann genutzt, um das Tilgungsstreckungsdarlehen zu tilgen. Damit verlängert sich aber die Gesamtlaufzeit des Darlehens.

  • Toilettenbrille

    Toilettenbrille

    auch: Toilettenbrillen

    Traditionelle Bezeichnung für einen WC-Sitz. Der Begriff ist bei den Herstellern solchen Zubehörs verpönt.

  • Toleranz

    Toleranz

    Vorgegebene größtmögliche Maßabweichung. Wird durch die Konstruktion oder Arbeitsvorbereitung (Größtmaß, Kleinstmaß) vorgegeben. Siehe auch Maßtoleranzen. Insbesondere im Betonbau kann es bei großen Gebäuden zu sicht- und spürbaren Maßdifferenzen kommen, die jedoch - wenn sie innerhalb der Toleranzgrenzen liegen - keinen Einfluß auf die Stabilität haben.

  • Tondachschindel

    Tondachschindel

    auch: Tondachschindeln

    Alle unten abgerundeten Schindeln, bei denen der Fachmann von Korbbogenschnitt, Segmentschnitt oder klassischem Rundschnitt spricht, haben die Form eines Biberschwanzes. Irgendwann ist dann ein Ziegeleibesitzer oder Dachdecker auf die Idee gekommen, eine neue Gattungsbezeichnung für Tondachschindeln ins Leben zu rufen. Und so wurde aus der jahrtausendealten Schindel aus gebranntem Ton der Biberschwanzziegel, jedenfalls im deutschen Sprachraum.

  • Tondachziegel

    Tondachziegel

    siehe Dachziegel

  • Tonfliese

    Tonfliese

    auch: Tonfliesen

    Sie werden aus Ton gebrannt und roh oder glasiert angeboten. Bei den wegen ihrer natürlichen Eigenschaften geschätzten rohen Fliesen ist die Farbauswahl gering. Ihre poröse Oberfläche verschmutzt leichter. Sie kann aber mit speziellen Produkten geschützt werden. Glasierte Platten ähneln oberflächlich glasierten keramischen Fliesen, sind aber wegen ihres weicheren Trägermaterials weniger bruchsicher und als Bodenplatten nur bedingt geeignet. Sie sind, roh oder glasiert, nicht frostfest. Frostfest sind hingegen Klinkerfliesen, welche aus speziellem Ton bei höheren Temperaturen gebrannt werden. Auch hier ist die Farbwahl beschränkt (grauweiss, gelblich, rötlich, bräunlich und Anthrazit). Die Formate von Ton- und Klinkerfliesen sind meist grösser. Sie müssen auch wegen ihrer geringeren Bruchfestigkeit dicker hergestellt werden. Herstellungsbedingt ist die kleinere Massgenauigkeit, was gröbere Fugen erfordert. Alles in allem haben sie einen eher rustikalen Charakter.

  • Tonnendach

    Tonnendach

    auch: Tonnendächer
    tonnend.gif

    Das Tonnendach ist ein halbrundes Tonnengewölbe. Es eignet sich ideal für großflächige Überdachungen. Tonnendächer werden vor allem auf modernen Gewerbe- und Verwaltungsbauten errichtet, sie haben aber auch Einzug gehalten in den designorientierten privaten Wohnhaus- und Villenbau. Tonnendächer werden ausnahmlos mit Metall gedeckt, insbesondere mit Kupfer und Titanzink.

  • Tonnendachgaube

    Tonnendachgaube

    auch: Runddachgaube, Tonnendachgauben
    tonnendachg.gif

    Eine Variante der Giebelgaube stellt die Tonnendachgaube dar, die meistens in Metall, wie z.B. Kupfer ausgeführt wird. Tonnendachgauben sind auch unter dem Begriff "Runddachgaube" geläufig.

  • Trafo

    Trafo

    siehe Transformator.

  • Tragfähigkeit

    Tragfähigkeit

    Mögliche Lastaufnahme eines Bauteils unter Ausschluß der Sicherheitsfaktoren.

  • Traglatte

    Traglatte

    auch: Traglatten

    siehe Traglattung.

  • Traglattenabstand

    Traglattenabstand

    auch: Traglattenabstände

    Traglattenabstand ist die Distanz zwischen Oberkante einer Dachlatte und der Oberkante der nächsten Dachlatte bei Deckungen. Die Traglattenabstände werden bei Dachziegeln und Dachsteinen unter anderem bestimmt durch Dachziegel-/Dachsteinlänge, Dachziegel-/Dachsteinform, mögliche Decklänge, dachneigungsabhängige Höhenüberdeckung, Sparrenlänge bzw. Konterlattenlänge, notwendigen Überstand der Deckung an der Traufe, notwendigen Traglattenabstand zum Firstscheitelpunkt.

  • Traglattung

    Traglattung

    auch: Traglatte, Traglattungen
    konterlattung.gif

    Gerüst aus Holz-Latten in einem bestimmten Abstand, an dem Paneelen an Wand oder Decke befestigt werden. Auch bei der Dacheindeckung gibt es eine Traglattung. Dort hat die Traglattung die Aufgabe, die Dachziegel oder andere Dacheindeckungen wie Bitumenwellplatten zu halten. Beim Dach wird die Traglattung meist genagelt, bei der Verlegung von Paneelen wird sie meist geschraubt. Der Abstand der Latten ist abhängig vom Gewicht und der Art des verwendeten Materials. Die Traglattungen werden häufig quer auf eine Konterlattung aufgeschraubt.

  • Tragwerk

    Tragwerk

    auch: Tragwerke

    In der Statik werden beispielsweise Balken, Stützen oder Plattenbalken als Tragwerke bezeichnet. Tragwerke können auch aus verschieden Bauteilen zusammengesetzt (Rahmentragwerke) oder gekrümmt (Schalentragwerke) sein.

  • Tragwerktreppe

    Tragwerktreppe

    auch: Tragwerktreppen

    Tragwerktreppen sind wangenlose Treppen, denen auch eine sonstige Unterkonstrukiom wie Platten oder Balken fehlt. Die Stufenplatten aus Betonwerkstein, Aluminium oder Edelholz werden durch Stahlbolzen miteinander verschraubt. Es entsteht eine starre Gesamtkonstruktion. Die Austrittstufe wird in der Geschoß- oder Podestdecke verankert.

  • Transformator

    Transformator

    auch: Trafo, Transformatoren

    Mit einem Transformator (kurz: Trafo) werden Wechselspannungen herauf- oder heruntertransformiert, also erhöht oder reduziert. Ein Transformator besteht im Wesentlichen aus einem lamellierten Weicheisenkern und zwei isolierten Spulenwicklungen, der Primär- und der Sekundärspule. In der Regel haben diese Spulen unterschiedliche Windungszahlen. Dadurch wird es möglich, die elektrische Spannung nahezu beliebig zu verändern. Transformatoren finden zum Beispiel Einsatz in Umspannwerken und Ortsnetztrafostationen. Viele Haushaltsgeräte enthalten ebenfalls einen Transformator, der in den meisten Fällen die Netzspannung von 230 Volt auf die Kleinspannung von zum Beispiel 12 Volt transformiert.

  • Transmission

    Transmission

    Treffen Sonnen- oder Wärmestrahlen auf eine Glasscheibe, wird nur ein Teil der Strahlen durchgelassen. Man spricht von Transmission. Zusammen mit Reflexion und Absorption ergibt sich der Strahlungsdurchgang. Bei Wärmeschutzglas und Sonnenschutz-Isolierglas soll die Transmission möglichst gering sein. Beim Wärmeschutzglas darf nicht so viel Wärme nach außen gelangen und Sonnenschutzglas soll verhindern, daß sich die Räume im Sommer zu stark aufheizen.

  • Transmissionswärmeverlust

    Transmissionswärmeverlust

    Der Transmissionswärmeverlust ist ein Begriff aus der Energieeinsparverordnung. Er ist die Raumwärme, die an die Wände abgegeben wird und von dort nach außen gelangt. Jede Wand hat einen bestimmten Wärmedurchgangskoeffizienten, auch als U-Wert bezeichnet. Der U-Wert gibt an, wie viel Wärmeenergie ein Bauteil auf einer Fläche von einem Quadratmeter innerhalb einer Stunde passieren lässt, wenn zwischen innen und außen ein Temperaturunterschied von einem Kelvin besteht. Aus dem U-Wert und der tatsächlichen mittleren Temperaturdifferenz errechnet man schließlich den Transmissionswärmeverlust. Der Transmissionswärmeverlust ist abhängig vom Baustoff und Dämmstoff. Schwere, dichte Baustoffe wie Normalbeton haben in der Regel einen hohen U-Wert und lassen viel Wärme durch. Leichte Materialien mit niedrigem U-Wert wie Ziegel- und Gasbetonsteine halten die Wärme im Gebäude und senken den Energieverbrauch. Ein weiterer Vorteil gut gedämmter Räume: Je besser eine Gebäudehülle gedämmt ist, desto kleiner ist das Risiko der Schimmelbildung. Die Wärmedämmung sorgt für wärmere Innenoberflächen, während sich Schimmel nur an kalten Innenoberflächen bildet. Bei der Wahl des Dämmstoffs ist es wichtig, dass er sich leicht verarbeiten lässt und Fehler verzeiht, um unnötige Wärmeverluste zu vermeiden. Wer sich für einen der so genannten Ökodämmstoffe entscheidet, sollte sich vorher informieren, wie es mit der Umweltbilanz des Materials aussieht. Schafwolle wird beispielsweise als Ökodämmstoff bezeichnet. Doch allein der Transportweg von Neuseeland oder aus Australien verändert die Ökobilanz. Außerdem muss dieser Dämmstoff mit Mottenschutzmitteln behandelt werden, manchmal auch mit Brandschutzmitteln. All das geht natürlich in die Ökobilanz ein, so dass ein so genannter Ökodämmstoff oft nur noch eingeschränkt als Ökodämmstoff bezeichnet werden kann.

  • Trapezgaube

    Trapezgaube

    auch: Trapezgauben
    trapezgaube.gif

    Die Trapezgaube hat ihre Bezeichnung von der trapezförmigen Gaubenform. Wie Walmdachgaube, Schleppgaube oder Giebelgaube eignet sie sich besonders für geringe Dachneigungen, um zusätzliche Höhe und damit Raum unter dem Dach zu gewinnen.

  • Traufe

    Traufe

    auch: Dachtraufe
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    Traufe nennt man den Abschluß eines Steildachs, dort wo die Dachrinne angebracht wird. Sie reicht über die Mauer hinaus, um das Dach hinunterlaufendes Regenwasser nicht ins Mauerwerk eindringen, sondern vor der Mauer abtropfen zu lassen. An der Traufe müssen Öffnungen für die richtige Belüftung des Daches vorhanden sein. Dies geschieht beispielsweise mit Traufelementen oder Lüfterdachziegeln. Damit keine Vögel durch die Lüftungsöffnungen hineinfliegen, kann ein Traufentlüftungskamm angebracht werden. Die Traufe wird auch als Dachfuß bezeichnet.

  • Traufhöhe

    Traufhöhe

    auch: Traufhöhen

    Die Traufhöhe gibt die Höhe von Außenwänden eines Gebäudes zwischen dem höchsten Punkt der Traufe und der Geländeoberfläche an. Sie wird häufig im Bebauungsplan festgelegt.

  • Traumbad

    Traumbad

    auch: Traumbäder
    traumbad.jpg

    Kein technischer, sondern ein emotionaler Begriff, denn jedefrau und jedermann wünscht sich ein Traumbad, wobei heutzutage das Traumbad auch ein Wellness- und Erlebnisbad sein kann mit Sauna, Dampfbad und/oder Fitnessgeräten. Neben der Sanitärkeramik und den Badarmaturen gilt das Hauptaugenmerk der Bauherren den Fliesen oder dem Marmor bzw. Naturstein. Steht ausreichend Geld zur Verfügung, gehört zum Traumbad ein Whirlpool statt einer Badewanne. Eine Frage der Raumgröße ist, ob in das Traumbad eine separate Dusche, ein Bidet und zwei Waschtische eingebaut werden können. Das Foto zeigt ein Traumbad aus dem Atelier der Firma HILPERT (Fulda). Der Herausgeber dieses Baulexikons betreibt auch die Website www.traumbad.de

  • Treibhauseffekt

    Treibhauseffekt

    Durch Verbrennungsvorgänge (Heizung, Kfz-Verkehr, Industrieabgase) gelangen Spurengase (CO2, NO, SO2, CO, Kohlenwasserstoffe, Staub, Ruß) in die Atmosphäre. Lichtstrahlen gelangen durch die Lufthülle auf die Erdoberfläche, werden dort unter Wärmeabgabe in IR-Strahlung umgewandelt. Die IR-Lichtwellen strahlen in den Weltraum zurück und werden durch die erhöhten Anteile von Spurengasen in der Luft dabei behindert. Dadurch heizt sich die Erdatmosphäre – vergleichbar wie beim Treibhaus – immer mehr auf. In der Folge beginnen die Eismassen der Pole und die Gletscher abzuschmelzen und die Wasserspiegel der Weltmeere steigen. Überflutungen und heftige Unwetter sind die Folge.

  • Trennkanalisation

    Trennkanalisation

    Die Trennkanalisation stellt getrennte Kanäle für Schmutzwasser und Regenwasser bereit. Das Schmutzwasser wird im Klärwerk gereinigt. Das Regenwasser wird, wenn es von Flächen aus Wohngebieten stammt oder nur gering verschmutzt ist, in das nächstgelegene Oberflächengewässer (Bach, Teich o. ä. ) eingeleitet. Bei stärkerer Verschmutzung muss es vor der Einleitung in einem Regenklärbecken vorgereinigt werden. Aus diesem Grund darf natürlich kein Schmutzwasser in den Regenwasserablauf eingeleitet werden. Autowaschen am Straßenrand oder Ausgießen des Putzeimers in den Gully verschmutzen direkt das nächste Gewässer und sind daher bei einer Trennkanalisation nicht erlaubt.

  • Treppe

    Treppe

    auch: Treppen

    Eine Treppe verbindet zwei Ebenen - meistens zwei Stockwerke - miteinander. Treppen gibt es in sehr unterschiedlichen Konstruktionsformen von der üblichen Wangentreppe bis zur "Spindeltreppe. Eine Sonderform ist die Dachbodentreppe. Treppen werden aus sehr unterschiedlichen Materialien in unterschiedlichen Materialkombinationen ausgeführt. Dazu gehören vor allem Holz, Stahl und Naturstein. Die niedrigst mögliche nutzbare Laufbreite einer Treppenstufe beträgt im Wohnungsbau 80 cm, sinnvoll sind Laufbreiten von 100 cm.

  • Treppenauge

    Treppenauge

    auch: Treppenaugen
    tauge.jpg

    Das Treppenauge ist der freie Raum, der sich zwischen Treppenarmen und Podesten bildet. Je nach Treppenlauf kann das Treppenauge gebogen oder rechteckig sein. Dadurch bieten sich dem Planer verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten. Auf der Abbildung sieht man das wunderschön gebogene Treppenauge einer Treppe von Kenngott.

  • Treppenformel

    Treppenformel

    Als Treppenformel gilt: Doppelte Steighöhe plus Auftrittsbreite muss eine Schrittlänge ergeben. Stufenhöhe x 2 + Auftrittsbreite = 63 cm (normale Schrittlänge). Bei einer empfehlenswerten Steigung von 18 Zentimeter pro Stufe reduziert sich die Schrittlänge auf 27 Zentimeter. Und damit hat man dann schon die nächste Kerngröße: den sogenannten Auftritt nämlich. Das Verhältnis 18/27 beschreibt dabei eine bequeme Wohnungstreppe. Kellertreppen dürfen mit einem Verhältnis von 21/21 etwas steiler sein. Kombiniert man diese Zahlen mit der Höhe des Raumes, bekommt man die sinnvolle Stufenzahl heraus. Ist der Raum 270 Zentimeter hoch kommt man bei einer Steigung von 18 Zentimetern auf 15 Steigungen.

  • Treppenlauf

    Treppenlauf

    Ein Treppenlauf verbindet zwei Ebenen miteinander und beinhaltet eine ununterbrochene Folge von mindestens drei Steigungen.

  • Treppenrenovierung

    Treppenrenovierung

    auch: Treppensanierung, Treppenverkleidungen

    Die Treppenstufen sind in der Mitte stark ausgetreten, die Holztreppe knarrt oder ist stark wurmstichig? Bei der Außentreppe hat der Frost den Fliesenbelag abgesprengt? In allen diesen Fällen ist eine Treppenrenovierung notwendig. Es muss dabei zwischen Holz- und Betontreppen und zwischen Außen- und Innentreppen unterschieden werden. Holztreppen werden in der Regel durch Aufkleben verschiedener Materialien wie Holz oder Laminat erneuert. Manchmal reicht es aber auch aus, die Treppe Abzuschleifen und neu zu versiegeln. Bei Betontreppen im Außenbereich kommen zum Beispiel Renovierungsstufen aus Spezialbeton zum Einsatz. Ist die Betontreppe uneben und ausgetreten, muss sie mit Beton- und Reparaturspachtel begradigt werden.

  • Treppensanierung

    Treppensanierung

    siehe Treppenrenovierung.

  • Tresor

    Tresor

    auch: Tresore

    Tresore lassen sich nach vier Kriterien unterscheiden: Einbruchsicherheit, Feuersicherheit, Tresortyp und Tresorgröße. Auf der Suche nach dem richtigen Tresor für die Wohnung oder das Büro müssen demnach diese Kriterien Eingang finden. Bei der Einbruchsicherheit kommt es darauf an, welche Werte geschützt werden müssen. Klassifiziert sind Tresore nach VDMA-Sicherheitsstufen. Die Sicherheitsstufen richten sich nach Wandstärke und Wandaufbau und damit nach der Widerstandsfähigkeit gegen Aufbruch- oder Aufschweißversuche. Zusätzlich werden auch Tresore angeboten nach EN (Europa Norm). Diese werden mit den Sicherheitsstufen VdS I-V klassifiziert. Ein weiteres Kriterium ist der Feuerschutz. Die meisten Tresore verfügen zwar über einen (einfachen) Feuerschutz. Doch Dokumente aus Papier beginnen schon bei 130° Celsius ohne direkte Feuereinwirkung zu verkohlen. 130° wird bei Wohnungsbränden im übrigen oft in Sekunden erreicht! Kombinationsschränke sind also die richtige Wahl, denn sie verfügen über eine geprüfte Feuersicherheitsausstattung. An der Innenseite der Tresortür steht auf einer Plakette, ob der Tresor bei Stufe S60P 60 Minuten und bei S120P 120 Minuten einer Außentemperatur von 1.000° Celsius problemlos trotzt. Das dritte Kriterium ist der Tresortyp. Man unterscheidet Einbautresore, Möbeltresore und freistehende Tresore. Bei Neubauten ist der Einbau eines Wandtresors sicherlich sinnvoll. Ansonsten muss man darüber nachdenken, ob ein Möbeleinsatztresor (im Kleiderschrank oder sonstwo) oder ein schwerer Wertschutzschrank infrage kommt, worunter man Schränke ab 200 kg Gewicht versteht. Ein leichterer Tresor muss in der Wand oder im Boden zusätzlich verankert werden. Ratsam ist, einen Tresor der Sicherheitsstufe B zu kaufen. Tresore nach Sicherheitsstufe A bestehen aus einem einwandigen Mantel aus (mindestens) 3 mm Stahlblech und bieten nur einen "leichten" Schutz. Tresore nach Stufe B sind mindestens zweiwandig, wobei die Wandstärken differieren dürfen zwischen 3,0/1,5 oder 2,5/2,0 mm.

  • Trinkwasser

    Trinkwasser

    Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel, das durch nichts ersetzt werden kann. Es muss gesund, keimarm, farblos, klar, kühl, geruchlos und wohlschmeckend sein. Der Gehalt an gelösten Stoffen soll sich in Grenzen halten. Das Wasser soll möglichst keine Korrosionsschäden hervorrufen. Es sollte stets in genügender Menge und mit ausreichendem Druck zur Verfügung stehen. Die Trinkwasserqualität muss von einem anerkannten chemischen Institut festgestellt und regelmäßig überprüft werden. Die Wasserhärte sollte in einem Bereich zwischen mittelhart und hart liegen, da sonst der Geschmack entweder fade oder bleiig ist. Die Temperatur des Trinkwassers soll zwischen 5°C und 15°C liegen.

  • Trinkwasseraufbereitung

    Trinkwasseraufbereitung

    Zweck der Trinkwasseraufbereitung ist das Herstellen von einwandfreiem Trinkwasser. Dazu werden in den Wasserwerken eine Vielzahl an Verfahren angewendet, die im wesentlichen drei Aufgaben haben. Erstens sollen Verunreinigungen entfernt werden. Zweitens soll das Trinkwasser stabilisiert werden, so dass sich die Beschaffenheit des Wassers während seiner Verteilung und dem Gebrauch nicht verändert und keine Korrosionsschäden an den Wasserrohren auftreten. Drittens sollen unerwünschte Keime aus dem Wasser entfernt werden. Verschiedene angewendete Verfahren der Trinkwasseraufbereitung sind Siebung, Sedimentation, Filtration, Oxidation, Entsäuerung, Enthärtung und Desinfektion.

  • Trinkwassergewinnung

    Trinkwassergewinnung

    siehe Wassergewinnung.

  • Triobalken

    Triobalken

    siehe Duobalken.

  • Trio-Balken

    Trio-Balken

    auch: Triobalken

    siehe Duo-Balken

  • Trittschall

    Trittschall

    auch: Gehschall

    Schall, der über den Fußboden und die Decke übertragen wird, nennt man Trittschall, gelegentlich wird auch von einem "Gehschall" gesprochen. Da der Trittschall sowohl den Wohnungsbesitzer als auch andere Mietparteien ärgern kann und häufig Anlaß zu Auseinandersetzungen zwischen Hausbesitzer und Mietern gibt, sollte eine Trittschalldämmung eingebaut werden.

  • Trittschalldämmung

    Trittschalldämmung

    Unter Trittschalldämmung versteht man Maßnahmen, die eine Übertragung von Trittschall unterbinden sollen. Erreicht wird das dadurch, dass die begangene Fläche durch spezielles Dämmmaterial von der Decke (Betondecke, Holzbalkendecke) getrennt wird. Zur Trittschalldämmung eignen sich sehr unterschiedliche Materialien, nämlich Rippenpappen, Rollenkork, Weichfaserplatten und Schaumfolien, die als Rollenware angeboten werden und den höchsten Marktanteil besitzen.

  • Trittschalldämpfung

    Trittschalldämpfung

    siehe Trittschalldämmung

  • Trockenbau

    Trockenbau

    auch: Trockenbauer
    gipsfaserplatte.jpg

    Der Trockenbau oder Trockenausbau ist die Tätigkeit, bei der Bauteile ohne Verwendung von "nassen" Mörteln und Bausteinen zu Wandverkleidungen oder Zwischenwänden zusammengefügt werden. Büros in modernen Bürogebäuden werden häufig fast ausschließlich im Trockenbau ausgeführt. Übliche Ausbaumaterialien für den Trockenbau sind Spanplatten, Gipskartonplatten und Gipsfaserplatten, aber auch Gips-Wandbauplatten sowie Platten aus Porenbeton. Zwischen den Trockenbauermonteuren einerseits, die ihre Tätigkeit als Gewerbe und nicht als der Handwerksordnung unterliegendes Handwerk verstehen, und den Handwerksinnungen andererseits, die den Trockenbauern diese Tätigkeit untersagen wollen, hat es in der Vergangenheit heftige juristische Auseinandersetzungen gegeben. Innerhalb des Handwerks ist jedoch nicht einwandfrei festgelegt, welcher Handwerksberuf denn nun für dieses neue Gewerk zuständig ist. So dürfen denn Maler-, Tischler-, Zimmerer-, Stukkateur- oder Maurermeister im Trockenbau tätig werden. Auch einem Dachdeckermeister wird man nicht verbieten können, wenn er ein Dachgeschoss im Trockenbau ausbaut.

  • Trockenbaumonteur

    Trockenbaumonteur

    auch: Trockenbaumonteurin

    Der Trockenbaumonteur erlernt in einer dreijährigen Ausbildung sein Handwerk. Er ist Spezialist dafür, wenn beispielsweise ein Konzertsaal eine bessere Akustik erhalten soll. Weiterhin ist er für die Verschönerung von Wohn- und Geschäftshäusern zuständig, indem er dort Wand- und Deckenverkleidungen einbaut oder einen Raumteiler errichtet. Der Trockenbaumonteur montiert solche Verkleidungen aus Holz, Kunststoff und anderen Werkstoffen und stellt auch die erforderlichen Unterkonstruktionen her. Er fertigt Bauteile, Leichtbauwände und abgehängte Decken unter Verwendung von Leichtbaustoffen wie Gipskartonplatten, Spanplatten oder Porenbeton. Zu seinen Aufgaben gehört auch das Verlegen von Trockenestrichen sowie das Ausführen von Wärmeschutz-, Schallschutz- und Brandschutzarbeiten. Darüber hinaus baut er Bauteile wie Fenster, Türen, Oberlichter oder Verglasungselemente ein und montiert Beleuchtungsdecken und -körper.

  • Trockenestrich

    Trockenestrich

    auch: Trocken-Estrich, Trockenestriche, Trocken-Estriche

    Trockenestrich, auch Trockenunterboden oder Fertigteilestrich bezeichnet, besteht aus vorgefertigten Elementen in Form von Platten, die im Verband verlegt und im Fugenstoß verklebt werden. Meist sind die Materialien gips- oder zementgebunden, andere bestehen aus Holz. Die Elemente können unterseitig mit Dämmstoff kaschiert sein und werden in der Regel auf Schüttungen platziert, mit welchen die Unebenheiten des Untergrundes ausgeglichen werden. Trockenestrichsysteme sind leicht zu verlegen, sofort begehbar und bringen keine Feuchtigkeit in das Gebäude ein.

  • Trockenputz

    Trockenputz

    auch: Trockenputze

    Trockenputz kann dann zum Einsatz kommen, wenn die Wände von sich aus schon vollständig winddicht sind. Dann können geschosshohe Gipskartonplatten oder Gipsfaserplatten mit Hilfe von Ansetzgips von Innen an den Wänden befestigt werden. Zum Schluss müssen nur noch die entstandenen Fugen verspachtelt werden.

  • Trockenschüttung

    Trockenschüttung

    auch: Trockenschüttungen
    trockenschuettung.jpg

    Körniges Dämmmaterial aus Perlite, vulkanischem Aluminium-Silikat-Gestein, Polytyrol-Kügelchen, Zellulose, Bims usw. Die Trockenschüttung dient als Dämmschicht unter schwimmendem Estrich, Trockenestrichen oder zur Wärmedämmung von Dachgeschossdecken und Holzbalkendecken. Je nach Zusammensetzung der Schüttung hat diese auch eine Schalldämmwirkung. Trockenschüttungen können bei zweischaligem Mauerwerk auch zur Dämmung von Wänden eingesetzt werden. Dazu wird das Material mit einem Schlauch durch kleine Öffnungen in der Wand eingeblasen.

  • Tür

    Tür

    auch: Türen

    Die Tür ist der Eingang in ein Gebäude, eine Wohnung oder ein Zimmer. Türen bestehen aus einer Türzarge, die mittels drehbarer Türbänder mit einem Türblatt oder einem Türrahmen mit Türfüllung verbunden ist. Unterschieden wird in Innentüren, %)Wohnungseingangstüren%) und Hauseingangstüren. Außerdem werden Spezialtüren hergestellt, beispielsweise einbruchhemmende Türen oder Schallschutztüren. Zargen, Türblätter, Türrahmen und -füllungen werden aus verschiedenen Materialien hergestellt, hauptsächlich aus Holz. Weitere Materialien: Glas,Kunststoff, Aluminium, Stahlblech und bei Haustüren auch Bronze bzw. Metallegierungen.

  • Türbeschlag

    Türbeschlag

    auch: Türbeschläge
    tuerbeschlag.jpg

    Türbeschläge sind zum Beispiel der Türgriff, die Türklinke oder die Drückergarnitur. Es gibt Türbeschläge für Hauseingangstüren und Innentüren in allen möglichen Farben, Formen und Materialien. Beim Hauseingang müssen Türbeschläge nicht nur schön aussehen, sondern müssen auch eine Sicherheit vor Einbrechern bieten. Es kommen sogenannte Schutzbeschläge zum Einsatz. Im Innenbereich kommt es hingegen hauptsächlich auf die Optik und auf Langlebigkeit an.

  • Türblatt

    Türblatt

    auch: Türblätter

    Man spricht von einem Türblatt, wenn die Tür beidseitig aus einem tafelartigen Bauteil besteht, in das keine Türfüllung eingebaut worden ist. Ein Türblatt kann aus Holz, Glas oder anderem Material bestehen. Die Türbänder und die Drückergarnitur werden statt in einen Türrahmen direkt in das Türblatt eingebaut.

  • Türdämmung

    Türdämmung

    Türen können auf verschiedene Weise wie beispielsweise gegen Schall oder Feuer gedämmt sein. Man unterscheidet daher Schallschutztüren und Feuerschutztüren, wobei Feuerschutztüren aufgrund ihres Aufbaus häufig auch gute schalldämmende Wirkung besitzen. Eine gute Türdämmung hängt nicht nur von der Schwere sondern auch von der Dichtung, besonders im Bodenbereich und der Anschlüsse, ab. Allerdings ist die Dämmung durch die natürlichen Gewichtsgrenzen und den Voraussetzungen nach leichter Handhabung eingeschränkt.

  • Türdichtband

    Türdichtband

    auch: Türdichtbänder

    siehe Fensterdichtband.

  • Türfüllung

    Türfüllung

    auch: Türfüllungen
    tuerfuellung02.jpg

    Grundsätzlich hat eine Tür einen Rahmen, falls sie nicht durchgängig aus Massivholz oder einer Holzwerkstoffplatte besteht, was eher in seltenen Fällen vorkommt. Erfolgt auf den Rahmen, der aus Holz oder Metall bestehen kann, eine durchgängig ebene Bekleidung, so spricht man von einem Türblatt. Werden zwischen den Rahmen jedoch dekorative Elemente aus Holz (mit oder ohne Aufleistungen), Kassetten und dergleichen eingebaut, spricht man von einer Türfüllung. Diese kann auch aus weißem oder farbigem Strukturglas bestehen oder aus einer Bleiverglasung. Für Innentüren und Hauseingangstüren bieten an die 200 Türhersteller mehrere tausend verschiedene Türfüllungen an.

  • Türgriff

    Türgriff

    auch: Türgriffe

    Türgriffe, umgangssprachlich auch Türklinken genannt, werden aus Aluminium, Messing, Edelstahl und Kunststoff hergestellt, häufig auch in Materialkombinationen wie Aluminium/Messing oder Edelstahl/Messing. Türgriffe müsen natürlich zur Farbe und Struktur des Türblatts passen. Die Auswahl ist allerdings riesengroß. Die Industrie bietet auch vergoldete Türgriffe an oder solche, die mit Edelholz oder Porzellan ummantelt sind. Um sich über die Vor- und Nachteile der einzelnen Materialien zu informíeren, sollten Sie die Suchbegriffe Aluminium-Türgriffe, Messing-Türgriffe, Edelstahl-Türgriffe und Kunststoff-Türgriffe anklicken.

  • türkisches Bad

    türkisches Bad

    Das türkische Bad, auch Hamam genannt, besteht wie das römische Bad aus mehreren Räum. Es besitzt einen Heißluftraum mit einer Temperatur von etwa 50°C, einem Warmluftraum mit einer Temperatur von etwa 40°C und mehreren kühlen Räumen. Neben Schwitzen und Abkühlen gehört in einem türkischen Bad auch die Massage zum Ritual. Im Heißluftraum verweilt der Besucher 20 bis 30 Minuten, anschließend ruht er sich im Ruheraum auf einem vorgewärmten Marmorstein aus. Den Abschluß bildet ein Besuch beim Tellack (Bademeister), der den Gast einseift, knetet und mit dem Massagehandschuh wäscht. Danach kommt eine Heilerdepackung auf Körper und Gesicht, die etwa 20 Minuten einwirken muss. Nach dem Abwaschen und der anschließenden Ölmassage entspannt sich der Besucher im Teeraum bei Säften, süßen Früchten und Tee.

  • Türklinke

    Türklinke

    auch: Türklinken

    siehe Türgriff

  • Türrahmen

    Türrahmen

    Der Türrahmen ist die Grundkonstruktion einer jeden Tür, sofern diese nicht aus Massivholz besteht. In den Türrahmen werden die Türbeschläge eingelassen. Auf den Türrahmen können Platten aus sehr unterschiedlichen Materialien montiert werden, so dass eine Einheit entsteht, die sich Türblatt nennt. Zwischen den Türrahmen kann jedoch auch eine Füllung eingebaut werden.

  • Türschloss

    Türschloss

    auch: Türschlösser

    Bei Türschlössern unterscheidet man zwischen Schlössern für Innen- und Außentüren. Beide Türarten erhalten im allgemeinen Einsteckschlösser. Unterschiedlich ist jedoch die Sicherungsart. Man unterscheidet Buntbartschlösser, Zuhaltungsschlösser, Besatzungsschlösser, Schlösser für Schließzylinder und Elektronikschlösser. Haustürschlösser sind meist schwerer ausgebildet als Zimmertürschlösser. Türen zum Badezimmer oder zum WC können anstelle eines Schlüssels an der Innenseite einen Knebel zum Verriegeln haben. Auch für Hotel- und Krankenhaustüren sowie schalldämmende Türen gibt es besondere Schlösser.

  • Türstock

    Türstock

    Vor allem in Süddeutschland gebräuchlicher Ausdruck für Türzarge

  • Türzarge

    Türzarge

    auch: Türzargen

    Die Türzarge bzw. der Türstock ist die Halterung des Türblatts oder eines Türrahmens mit Türfüllung. Türzargen werden aus Holz, Holzwerkstoffen und Metall gefertigt. In der Regel umschließt die Zarge die Maueröffnung. Der Einbau muss sorgfältig erfolgen, damit später die eigentliche Tür richtig schließt, nicht durchhängt und nicht über den Boden schleift.

  • Typenhaus

    Typenhaus

    auch: Typenhäuser

    Ein Typenhaus ist in der Regel ein Haus, das in Form und Grundriss vom Anbieter vorgegeben wird und nicht ohne weiteres geändert werden kann. Bei einem Typenhaus handelt es sich meist um ein Fertighaus, wobei immer häufiger auch Massivhäuser als Typenhäuser angeboten werden. Bei einem Typenhaus spart der Käufer den Architekten, weshalb solche Häuser im Vergleich zu einem Architektenhaus normalerweise günstiger sind. Typenhäuser besitzen meist einen Festpreis, der meist aber nicht eingehalten wird, da diese durch diverse Extras wie z.B. Wintergarten oder Erker individuell gestaltet werden können. Auch bieten Anbieter von Typenhäusern für einen Haustyp häufig auch mehrere Grundrissvarianten an, so dass selten ein Typenhaus dem anderen exakt gleicht. Hinzu kommt, dass es den Haustyp oft auch in den verschiedensten Größen gibt. Vom Begriff "Typenhaus" sollte man sich daher nicht abschrecken lassen, zumal auch bei der Fassadengestaltung und der Innenausstattung genügend Freiraum für Individualität besteht. Nicht verwechselt werden dürfen Typenhäuser mit Haustypen.