Lexikon

  • S
  • Sachsenheimer Fertighaus
    Sachsenheimer Fertighaus

    Zum Herstellerporträt von Sachsenheimer Fertighaus

  • Sachverständiger
    Sachverständiger
    auch: Sachverständige

    Der Sachverständige spielt im Baubereich eine große Rolle - und nicht nur, wenn es um Schadensfälle und gerichtliche Streitigkeiten geht. Sachverständige sind immer spezialisiert, z.B. auf Holzbaukonstruktionen, Bautenschutz oder Betonbau. Den Sachverständigen für alles und jedes gibt es nicht und wenn sich einer als solcher bezeichnet, sollte man ihn nicht beachten. Sachverständige können schon im Vorfeld eines Neubaus oder einer Sanierung hinzugezogen werden, dann nämlich, wenn aufgrund besonderer Umstände Probleme auftauchen oder zu erwarten sind. Unter den Sachverständigen im Baubereich nehmen die Spezialisten für die Wertermittlung von Immobilien und Grundstücken eine Sonderstellung insofern ein, als sie selten vor Gericht auftreten müssen. Alle anderen Sachverständigen treten als Gutachter regelmäßig vor Gericht in Erscheinung, wenn wegen eines angeblichen oder tatsächlichen Bauschadens Prozesse geführt werden. Freier Sachverständiger und öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger sind die Berufsgruppen, mit denen es der Bauherr am meisten zu tun hat.

  • Sägedach
    Sägedach
    auch: Sägedächer

    Deutsche Übersetzung für die englische Bezeichnung Sheddach.

  • Saloontür
    Saloontür
    auch: Saloontüre, Saalontüren

    Ein- oder zweiflügelige Tür, deren Flügel mittig in der Zarge an speziellen Türbändern befestigt sind und nicht verschlossen werden können, sondern beim und nach dem Öffnen hin- und herpendeln oder schwingen. Im Gegensatz zur Pendeltür endet die aus US-Saloons und einschlägigen Wildwestfilmen hinlänglich bekannte Tür etwa in Brusthöhe. Solche Türen sind eigentlich keine Türen, sondern pendelnde Klappen und dienen ausschließlich dekorativen Zwecken.

  • Sambatreppe
    Sambatreppe
    auch: Samba-Treppen
    sambatreppe.jpg

    Samba- bzw. Watscheltreppen sind der raumsparende Zugang zu einem Speicher. Sie besitzen eine besonders große Steigung, wobei die Treppenstufen quasi rechts und links versetzt angeordnet sind. Man betritt also mit jedem Schritt eine andere Stufe. Die DIN 18065 als "Bauaufsichtlich eingeführte Norm" erlaubt die Sambatreppe nur als Zugang zu Speichern, jedoch nicht zu Wohnräumen. Ebenso genau sind viele andere Details geregelt wie eine stabile Konstruktion von Tragwerk und Geländer, sowie deren Nachweise, wie steil die Treppe sein darf usw.

  • Sammelgarage
    Sammelgarage
    auch: Sammelgaragen

    Sammelgaragen sind Garagen, die mehrere Benutzer haben. Sie gehören beispielsweise zu einem Mehrfamilienhaus oder sie werden auf einem separaten Grundstück errichtet. Dort kann sich jeder einen Stellplatz mieten oder kaufen. Auch eine Tiefgarage kann eine Sammelgarage sein. Da viele Menschen Zugang zu einer Sammelgarage haben, sollte das Fahrzeug beim Verlassen immer abgeschlossen werden. Viele Autoversicherungen bieten allerdings günstigere Konditionen an, wenn das Fahrzeug nicht auf der Straße geparkt wird.

  • Sammel-Hauptlüftung
    Sammel-Hauptlüftung
    auch: Sammel-Hauptlüftungen

    siehe Hauptlüftung.

  • Sanarium
    Sanarium

    siehe Bio-Sauna.

  • Sandwichpaneele
    Sandwichpaneele
    auch: Sandwichpaneel, Sandwich-Paneele

    Unter Sandwichpaneele versteht man Elemente für den Wand- und Deckenbau, die aus je einer oberen und unteren Deckschicht (z.B. aus GFK oder Metallblechen) sowie einem Kern aus isolierendem Material (z.B. PUR-Schaum oder Mineralwolle) bestehen. Solche vorgefertigten Bauelemente erleichtern vielfach schnelle Konstruktionen, haben gute Wärmedämmeigenschaften und bieten afugrund des mehrschichtigen Aufbaus hervorragende mechanische Eigenschaften.

  • Sandwichprofil
    Sandwichprofil
    auch: Sandwichprofile
    sandwichprofil.jpg

    Profil aus Stahl oder Aluminium, bei denen Dämmstoffe integriert sind. Dadurch gewährleisten die montagefertigen Dach- und Wandelemente hervorragende Dämmeigenschaften.

  • Sanieren
    Sanieren

    Im Baubereich versteht man unter dem Sanieren die Beseitigung von Schäden, Mängeln oder Fehlern an Bauwerken, wobei es sich eher um eine umfassende, grundlegende Maßnahme handelt, als um die Korrektur eines Teilbereichs.

  • Sanierputz
    Sanierputz
    auch: Sanierputze

    Sanierputze kommen bei durchfeuchtetem, salzhaltigen Mauerwerk zum Einsatz. Sie sind besonders offenporig und vergrößern die Abtrocknungsoberfläche. Die Wand trocknet dadurch schneller aus. Gelöste Salze werden in den Poren gebunden und gelangen nicht zur Wandoberfläche. Sanierputze sind mit einer diffusionsoffenen Farbe zu streichen, damit der Wasserdampftransport nicht behindert wird. Sanierputze verfügen in hohem Maße über die Eigenschaft, Feuchtigkeit auch aus der Raumluft aufzunehmen und dann wieder abzugeben, wenn "trockene Luft" ist. Als "Heilmittel" können Sanierputze jedoch nicht angesehen werden. Wenn ständig neue Feuchtigkeit und neue Salze innerhalb des Mauerwerks transportiert werden, ist auch bei einem gut aufgebauten Sanierputz die Fähigkeit erschöpft, Kristallisationsschäden zu vermeiden. Was bedeutet, dass die Ursache der Feuchtigkeitsschäden behoben werden muss, damit der Sanierputz etwas bringt.

  • Sanierung
    Sanierung
    auch: Sanierungen

    Weit gespannter Begriff für die Instandsetzung oder Substanzverbesserung von Gebäuden. Sanierungen werden vor allem dann erforderlich, wenn z.B. durch Schimmelbildung oder die Verwendung gesundheitlich gefährlicher Baustoffe wie Asbest ein Bewohnen des Gebäudes nicht mehr zumutbar ist. Unter Sanierung wird auch die Verbesserung der Wärmedämmung, die Beseitigung von Feuchteschäden im Mauerwerk, der Austausch von Bleirohren gegen solche aus Kupfer oder Kunststoff usw., usf. verstanden. Je nach Art des Gebäudes, insbesondere bei denkmalgeschützten Bauwerken, kann die Sanierung auch Restaurierungsarbeiten umfassen.

  • Sanitäracryl-Badewanne
    Sanitäracryl-Badewanne
    auch: Sanitäracryl-Badewannen

    siehe Acryl-Badewanne.

  • Sanitärkeramik
    Sanitärkeramik
    auch: Sanitärporzellan

    Dieser Begriff hat zweierlei Bedeutung. Einmal ist er eine allgemeine Sortimentsbezeichnung der sanitärkeramischen Industrie und des Handels. Unter Sanitärkeramik werden dabei Produkte wie Waschtische, Urinale und dergleichen verstanden. Zum anderen vertsteht man unter Sanitärkeramik aber auch das Rohmaterial für die Herstellung. Hauptbestandteil ist dabei der Ton. dem Kaolin, Feldspat, Quarz und Zuschlagstoffe beigegeben werden. Diese Bestandteile werden aufgemahlen und zu sog. Gießschlicker vermischt. Der Gießschlicker wird in Gipsformen gegossen. Durch Wasserentzug entsteht nun ein Rohling, der entgratet und geglättet und nach einer weiteren Trocknung im Tunnelofen bei etwa 1250° gebrannt wird. Statt Gipsformen werden auch poröse Kunststoffformen verwendet, wobei dann der Gießschlicker in Druckgussmaschinen zu Rohlingen "gedrückt" wird. Solche Maschinen stellen stündlich bis zu 30 Rohlinge her.

  • Sanitärporzellan
    Sanitärporzellan

    siehe Sanitärkeramik.

  • Satteldach
    Satteldach
    auch: Satteldächer
    satteld.gif

    Das am häufigsten in Deutschland verbreitete Dach. Das Satteldach liegt in Form eines Dreiecks auf dem Baukörper und schließt entweder mit seinem First parallel zu den beiden Giebeln ab oder es ragt noch über die Giebel hinaus. Satteldächer werden als Pfettendach oder als Sparrendach ausgebildet. Üblich sind Dachneigungen ab etwa 30 Grad (flaches Satteldach) bis über 60 Grad (altdeutsches Dach). Weit verbreitet sind Satteldächer mit etwa 38 bis 45 Grad Neigung. Diese bieten genug Raum für einen Ausbau des Dachgeschosses.

  • Satteldachgaube
    Satteldachgaube
    auch: Satteldachgauben

    siehe Giebelgaube.

  • Sattelziegel
    Sattelziegel

    siehe Firstdachziegel.

  • Satzung
    Satzung
    auch: Satzungen

    siehe Ortssatzung

  • Sauberkeitsschicht
    Sauberkeitsschicht

    Ein Bauteil aus Stahlbeton darf nicht unmittelbar auf dem Baugrund hergestellt werden. Es ist eine Sauberkeitsschicht herzustellen, die mindestens 5 cm dick ist und aus Beton (Magerbeton) oder einer Kiesschicht besteht.

  • Sauna
    Sauna
    sauna.jpg

    Der Begriff "Sauna" stammt ursprünglich aus dem finnischen und bedeutet "Raum aus Holz". Die ursprünglichste Form von Sauna ist daher die finnische Sauna. Es gibt aber inzwischen noch zahlreiche Variationen wie Dampfbad, Dampfdusche, Tepidarium, Caldarium, Odorium, Edelsteinsauna oder türkisches Bad.

  • Scanhaus Marlow
    Scanhaus Marlow

    Zum Herstellerporträt von Scanhaus Marlow

  • Schablonendeckung
    Schablonendeckung
    auch: Schablonendeckungen

    Schablonendeckungen werden mit Steinen gleicher Höhe und Breite ausgeführt. Hierbei wird nach Deckungen mit Höhenüberdeckung und seitlicher Überdeckung (z.B. Schuppendeckung, Bogenschnittschablonendeckung) und nach Deckungen mit ausschließlicher Höhenüberdeckung unterschieden (z.B. Rechteckdoppeldeckung, Spitzwinkeldeckung). Verschiedene Formen, die schindelartig gedeckt werden, sind möglich: Sechsecke, Achtecke, Rechtecke, Rauten. Verschiedenfarbige Schiefer können zu Ornamenten angeordnet werden (Musterdeckung). Die Regeldachneigung für Schablonendeckungen liegt bei 25° für die Schuppendeckung und Bogenschnittdeckung, bei 30° für die Spitzwinkeldeckung und bei 22° für die Rechteckdeckung.

  • Schadstoffabbau
    Schadstoffabbau

    Natürlicher Schadstoffabbau hat in den Baubereich Einzug gehalten. Grund dafür ist z.B. Keratin, ein Stoff, der zum Beispiel in Schafwolle zu finden ist. Diese Keratin ist in der Lage, Schadstoffe in Innenräume zu binden und damit abzubauen. Gebunden werden durch Keratin vor allem Schadstoffe wie Aldehyde und sogenannte Ketone, die auch unter der Bezeichnung VOCs (flüchtige organische Verbindungen) bekannt sind. In hohen Konzentrationen führen sie zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Auch die Technologie der Photokatalyse wird zum Schadstoffabbau eingesetzt. Dabei werden durch die Einwirkung von natürlichem Tageslicht und/oder spezieller Raumbeleuchtung mit Tageslichtcharakter flüchtige organische Verbindungen (wie z.B. Formaldehyd und Lösemittel) sowie Gerüche nicht nur reduziert, sondern teilweise oder ganz in unkritische Stoffe umgewandelt. Sogar manche Flecken auf organischer Basis, wie z.B. Kaffee o.ä. können, je nach Einfluss der Lichtquelle, wieder verschwinden. Im Handel werden Putze und Innenraumfarben angeboten, die sich der Technik der Photokatalyse bedienen.

  • Schadstoffvlies
    Schadstoffvlies

    siehe Absorbervlies.

  • Schafwolle
    Schafwolle

    Schafwolle läßt sich zur Dach- und Deckendämmung sowie zum Einbau in Holzständerwände, verwenden. Schafwolle zeichnet sich vor allem dadurch aus, große Mengen Feuchtigkeit in kurzer Zeit aufnehmen und wieder abgeben zu können.

  • Schafwollvlies
    Schafwollvlies

    siehe Absorbervlies.

  • Schall
    Schall

    Schall entsteht durch Schwingungen (= regelmäßig hin- und hergehende Bewegungen) von elastischen Körpern. Die durch Schlagen oder Klopfen ausgelösten Schwingungen von Gegenständen werden durch feste, flüssige und gasförmige Stoffe (z.b. Mauern, Wasser oder Luft) an unser Ohr geleitet. Schall, der aus vielen Tönen zusammengesetzt ist, nennt man Geräusch. Ein störendes oder unangenehmes Geräusch wird als Lärm bezeichnet. Aus diesem Grund wird im Bauwesen auf den Schallschutz besonderen Wert gelegt, vor allem dem Schutz vor Trittschall, Körperschall und (%Luftschall.

  • Schallabsorption
    Schallabsorption
    auch: Schallschluckung

    Die Schallabsorption (Schallschluckung) tritt beim Reflexionsvorgang einer Schallwelle an einer Bauteiloberfläche auf. Je nach der Oberflächenbeschaffenheit wird dabei ein mehr oder weniger großer Teil der Schallenergie umgewandelt. Die Fähigkeit Schallwellen aufzunehmen, hängt somit von der Beschaffenheit des Baustoffes ab, u. a. von seiner Porosität. Sie wird ausgedrückt durch den frequenzabhängigen Schallabsorptionsgrad. Die Schalldämmung und die Schallabsorption müssen bei der Schallschutzbewertung eines Gebäudes getrennt behandelt werden. Eine Wand kann z. B. gut schalldämmend sein, aber gleichzeitig eine geringe Schallabsorption aufweisen oder umgekehrt.

  • Schallabsorptionsplatte
    Schallabsorptionsplatte
    auch: Schallabsorptionsplatten

    Unter dem Oberbegriff "Schallabsorptionsplatte" werden alle Platten zusammengefasst, die die Fähigkeit der Schallabsorption besitzen. Somit gibt es sehr unterschiedliche Schallabsorptionsplatten. So gibt es zum Beispiel Platten aus Polyurethanschaumstoffen mit Noppen- oder Pyramidenstruktur. Weiterhin gibt es Platten mit einem Kern aus Holz und Harz oder aus Holzfasern und Zemenet und einer Oberfläche aus Naturholz. Je nach gewünschter Schallabsorption sind die Platten mit unterschiedlichen Perforationsarten erhältlich. Auch Schallabsorptionsplatten aus verdichteten Mineralfasern und einer Oberfläche aus fiberglasverstärktem Gewebe sind im Handel erhältlich. Schließlich werden auch Schallabsorptionsplatten aus Flachsfasern angeboten. Die Funktionsweise von Schallabsorptionsplatten basiert darauf, dass Schallwellen, die auf die Platte auftreffen, diese nicht in Schwingung versetzen können. Dies wird durch poröse Materialien und Peforationen erreicht. Die Luft in den Hohlräumen wirkt dann wie eine Feder.

  • Schalldämm-Maß
    Schalldämm-Maß
    auch: Schalldämm-Maße, Schalldämmmaß, Schalldämmmaße

    Das Schalldämm-Maß gibt an, wie gut ein einzelnes Bauteil den Lärm von draußen abhält. Es beschreibt die Dämmwirkung der einzelnen Bauteile als Differenz zwischen dem Lärmpegel draußen und drinnen. Wird diese Differenz über den in der Bauakustik wichtigen Frequenzbereich dargestellt, heißt die daraus ableitbare Kennzahl bewertetes Schalldämmmaß. So bewirkt beispielsweise ein Fenster mit dem bewerteten Schalldämm-Maß von 40 Dezibel, dass Lärm, der durch das Fenster dringt, um 40 Dezibel leiser wird. Wie laut es in einem Raum ist, hängt jedoch nicht nur von den Fenstern ab, sondern auch von Außenwänden, Zwischenwänden, Decke oder Fußboden.

  • Schalldämm-Verbundglas
    Schalldämm-Verbundglas
    auch: Schalldämm-Verbundgläser

    Das Schalldämm-Verbundglas besteht aus zwei Scheiben, die durch eine 1 mm dicke Gießharzschicht oder durch eine bis 1,14 mm dicke Spezialfolie miteinander verbunden sind. In beiden Fällen können sehr gute Schalldämmwerte erzielt werden, selbst wenn das Schalldämm-Verbundglas nur als Einscheibenglas eingesetzt wird – beispielsweise für Besprechungskojen in Großraumbüros, vor allem aber beim Bau von Glas-Lärmschutzwänden. Im Normalfall, wenn nämlich ein Wohnhaus vor Außenlärm geschützt werden soll, wird das Schalldämm-Verbundglas jedoch zum Schallschutz-Isolierglas weiterverarbeitet.

  • Schalldämpfung
    Schalldämpfung

    Siehe Schallabsorption.

  • Schalllängsleitung
    Schalllängsleitung

    Ein nicht unerheblicher Teil der Schallenergie wird konstruktionsbedingt durch die Schalllängsleitung über flankierende Bauteile übertragen. Aus diesem Grund sollten flankierende Wände immer ausreichend schwer bemessen und dauerhaft steif ausgeführt werden. Dagegen sollten leichte Trennwandkonstruktionen, die i. d. R. nicht tragend ausgebildet werden, durch entsprechende Anschlussprofile möglichst entkoppelt werden.

  • Schallnebenwegübertragung
    Schallnebenwegübertragung

    siehe Nebenwegübertragung.

  • Schallschluckung
    Schallschluckung

    siehe Schallabsorption.

  • Schallschutz
    Schallschutz

    Unter dem Oberbegriff baulicher Schallschutz werden Maßnahmen verstanden, die eine von einer Schallquelle ausgehende Schallübertragung außer- oder innerhalb eines Gebäudes verringern. Somit gehört der bauliche Schallschutz zu den wichtigsten Kriterien für die Qualitätsbewertung eines Wohnhauses bzw. einer Wohnung. Nach dem Bauordnungsrecht legt die DIN 4109 den vorgesehenen Mindestschallschutz zwischen fremden Nutzungsbereichen fest. Diese Mindestanforderungen dürfen nicht unterschritten werden. Davon abweichend kann auf Wunsch ein höherer Schallschutz gefordert werden. Vorschläge für erhöhten Schall- schutz bietet das Beiblatt 2 zur DIN 4109 bzw. die VDI-Richtlinie 4100. Die dort definierten Vorgaben müssen i. d. R. ausdrücklich vereinbart werden. Für den Schallschutz im eigenen Nutzungsbereich sind ebenfalls lediglich Vorschläge definiert.

  • Schallschutzfenster
    Schallschutzfenster

    Schallschutzfenster sind spezielle Fenster, die zur Reduzierung von Lärm beitragen. Dies gelingt zum einem durch die Verwendung von Schallschutzglas. Dies hilft allerdings wenig, wenn man das Fenster öffnen und auf Kippstellung bringen möchte. Für diesen Fall gibt es Fenster mit Schall absorbierende Laibungsverkleidungen. Diese reduzieren die Schalldämmung von Fenstern in Kippstellung deutlich.

  • Schallschutzglas
    Schallschutzglas

    Schallschutzverglasungen erlangen eine immer größere Bedeutung, weil Lärmbelästigung der wichtigste Grund dafür ist, daß Menschen ihre Wohnung oder ihr Haus wechseln bzw. verkaufen wollen. Die Glasindustrie hat das erkannt und bietet sowohl Schalldämm-Verbundgläser als auch Schallschutz-Isoliergläser an. Insofern umreißt der Begriff Schallschutzglas zwar das Problem und dessen Lösung, ist aber für den Fachmann nicht präzise genug.

  • Schallschutz-Isolierglas
    Schallschutz-Isolierglas
    auch: Schallschutz-Isoliergläser

    Beim Schallschutz-Isolierglas wird das Schalldämm-Verbundglas mit Wärmeschutzgläsern kombiniert. Der Einsatz dieser Verglasung ist auch angesichts der Energieeinsparverordnung EnEV heutzutage der Regelfall, wenn ein Wohnhaus schallgedämmt werden soll. Dabei läßt sich ein bewertetes Schalldämm-Maß im Isolierglasaufbau bis 54 dB erreichen. Die schalldämmende Wirkung kommt hierbei insbesondere durch eine reine Argongasbefüllung des Scheibenzwischenraums und durch die Zusammensetzung des Glases zustande - aber auch durch Konstruktions- und Materialbesonderheiten beim Fensterrahmen und durch einen sorgfältigen Einbau mit optimaler Lärmdämmung der Anschlußfugen zwischen Fenster und Wand. Der Schallschutz bemißt sich nach sechs Schallschutzklassen, wobei in Schallschutzklasse 1 ein Fenster den Schall um 27 dB mindern muss, in Schallschutzklasse 6 sogar um 52 dB. Das Ermitteln der richtigen Schallschutzklasse ist eine Wissenschaft für sich, wobei bei der Berechnung auch Korrekturwerte berücksichtigt werden müssen – je nachdem, ob z.B. der Lärm von Schienenverkehr mit geringer oder mittlerer bis hoher Geschwindigkeit gedämmt werden soll.

  • Schallschutzklasse
    Schallschutzklasse
    auch: Schallschutzklassen

    Fenster werden bezüglich ihrer Schalldämmung in 6 Klassen eingeteilt. Maßgebender Wert ist das bewertete Schalldämm-Maß. Die Zugehörigkeit eines Fensters zu einer Klasse wird durch amtliche Prüfzeugnisse nachgewiesen. Schallschutz-klasse Dezibel (dB) 1 25 - 29 für Wohnstraßen mit 10 - 50 Kfz pro Stunde und mehr als 35 m Abstand zwischen Haus und Straße 2 30 - 34 für Wohnstraßen mit 10 - 50 Kfz pro Stunde und 26 - 35 m Abstand zwischen Haus und Straße 3 35 - 39 für Wohnstraßen mit 50 - 200 Kfz pro Stunde und 26 - 35 m Abstand zwischen Haus und Straße 4 40 - 44 für Hauptverkehrsstraßen mit 1000 - 3000 Kfz pro Stunde und 100 - 300 m Abstand zwischen Haus und Straße 5 45 - 49 für Hauptverkehrsstraßen mit 1000 - 3000 Kfz pro Stunde und 36 - 1000 m Abstand zwischen Haus und Straße 6 50 für Schnellstraßen mit 3000 - 5000 Kfz pro Stunde und weniger als 100 m Abstand zwischen Haus und Straße.

  • Schallschutztür
    Schallschutztür
    auch: Schallschutztüren
    schallschutztuer.jpg

    Schallschutztüren haben entweder die Aufgabe, den Lärm wie beispielsweise bei Maschinenräumen drinnen zu lassen oder den Lärm nicht hineineinzulassen, was vor allem beim Wohnungsbereich vordringlich ist. Während im Gewerbebereich Schallschutztüren häufig aus dickem Stahl sind, kommt es im Privatbereich auch auf die Optik an. Zudem wird unterschieden, ob es sich um eine Innentür oder Wohnungseingangstür handelt. Neben den gesetzlich vorgegebenen Vorgaben sind es vor allem die technischen Details hinter der Oberfläche, welche die Qualitäten einer Schallschutztür ausmachen. Darüber hinaus sind die Abdichtung zwischen Zarge und Türfälze und zwischen Tür und Fußboden wichtige Bestandteile einer Schallschutztür.

  • Schallschutzwand
    Schallschutzwand

    siehe Lärmschutzwand.

  • Schallschutzziegel
    Schallschutzziegel
    schallschutzziegel.gif

    Guter Schallschutz eines Mauerwerks wird durch ein hohes Flächengewicht erreicht. Ziegel mit hohen Rohdichten und mit einem hohen Ziegelanteil sind für schallschützende Wände grundsätzlich gut geeignet. Erreicht werden kann der Schallschutz aber auch mit Verfüllziegeln oder Planfüllziegeln. Das Foto zeigt einen Schallschutzziegel, der mit Fließbeton verfüllt wird.

  • Schaumglas
    Schaumglas
    auch: Foamglas

    Schaumglas besteht aus aufgeschäumten, silikatischen Glas. Die Schaumglasplatten sind dampf- und wasserdicht, so daß sich ihr Einsatz gerade als Perimeterdämmung zur Außenabdichtung von Kellern anbietet. Das Material ist unbrennbar und gilt damit als idealer Ersatzstoff für Polystyrol. Nachteil des Schaumglases ist der höhere Anschaffungspreis. Die Wirkung der Dämmung ist nicht ganz so gut wie bei EPS und XPS, dafür ist aber die spätere Entsorgung unproblematisch.

  • Schaumglasplatte
    Schaumglasplatte
    auch: Schaumglas-Platten, Schaumglas-Platte, Schaumglasplatten

    Schaumglas besteht aus aufgeschäumtem, silikatischem und damit reinem Glas ohne Bindemittel. Schaumglasplatten sind dampf- und wasserdicht, so daß sich ihr Einsatz gerade als Perimeterdämmung zur Außenabdichtung von Kellern anbietet. Das Material ist auch beständig gegen alle Säuren (außer Fluorwasserstoffsäure)und fasert und krümelt nicht. Das Material ist - solange es nicht mit Papier kaschiert ist - unbrennbar und gilt damit als idealer Ersatzstoff für Polystyrol. Nachteil des Schaumglases ist der höhere Anschaffungspreis. Schaumglas gilt als ökologisch unbedenklich und kann als Bauschutt deponiert oder zu Schotter verarbeitet werden. Schaumglasplatten werden in Stärken bis 180 mm angeboten und in Plattengrößen bis 300 x 600 cm.

  • Schaumkunststoff
    Schaumkunststoff
    auch: Schaumkunststoffe

    siehe Schaumstoff.

  • Schaumlöscher
    Schaumlöscher
    schaumloescher.jpg

    Diese Feuerlöscher sind für die Brandklassen A und B zugelassen. Sie eignen sich vor allem bei Oberflächenbränden; bei Tropfbränden sind sie dagegen praktisch wirkungslos. Schaumlöschmittel bilden auf brennbaren Flüssigkeiten, die leichter als Wasser sind, eine gasdichte Schaumdecke. Diese Schaumdecke breitet sich über die gesamte Oberfläche aus und erstickt das Feuer. Durch die hohe Netzwirkung, verbunden mit dem Kühleffekt, eignet sich Schaum jedoch auch bei Bränden fester Stoffe der Brandklasse A. Da der Löschschaum für die Gesundheit unbedenklich und biologisch abbaubar ist, eignet er sich sehr gut für die private Wohnung. Anders als beim Pulverlöscher werden auch die umliegenden Einrichtungsgegenstände durch Schaum weniger beeinträchtigt. Das Feuer kann gezielt bekämpft werden.

  • Scheibenschloss
    Scheibenschloss

    Scheibenschlösser setzen, im Gegensatz zum Stiftschloss, als Schließmechanismus aneinander gelagerte Scheiben mit unterschiedlichen, der Paßform des Schlüssels entsprechenden Fräsungen ein. Die Scheiben kann man sehr dicht packen, darum findet man diese Schlösser meistens dort, wo geringe Bautiefe nötig ist, beispielsweise im Auto oder Motorrad, bei Möbelschlössern, an Briefkästen oder abschließbaren Fenstergriffen. Scheibenschlösser mit Zuhaltungsscheiben von beiden Seiten nennt man Doppelscheibenschlösser. Die Materialien des Gehäuses sind in der Regel Messing oder Druckguß. Die Scheiben sind Stahl verzinkt, Messing oder auch Druckguß. Eine Unterart des Scheibenschlosses stellt das Chubbschloss dar.

  • Scheibenzwischenraum
    Scheibenzwischenraum

    Der Scheibenzwischenraum (SRZ) ist der Abstand zwischen zwei oder mehr Scheiben einer Isolierverglasung. Dabei werden die Zwischenräume mit Luft, Edelgas oder Gasgemischen gefüllt. Je nach Art der Scheibe und Art der Füllung (Edelgase Argon oder Krypton) und je nach Abstandsbreite zwischen den Scheiben kann ein Isolierglas eine niedrigere oder eine höhere Isolierwirkung erzielen. Je breiter der Scheibenzwischenraum, je besser auch der Schallschutz. Der Scheibenzwischenraum beträgt in der Regel 10,5 oder 16 mm. Gelegentlich wird auch der Begriff Luftzwischenraum (LZR) verwendet.

  • Scheinarchitektur
    Scheinarchitektur

    siehe Illusionsmalerei

  • Scheinfuge
    Scheinfuge
    auch: Scheinfugen

    Scheinfugen haben den Zweck, den Verlauf möglicher auftretender Risse im Beton durch die gezielte Schwächung des Querschnitts vorzugeben. Damit wird bewirkt, dass die in jedem Beton (und auch in anderen mineralischen Baustoffen) vorhandene Rissbildung infolge des immer auftretenden Schwindvorgangs möglichst gleichmäßig stattfinden kann und keine unregelmäßigen Rissbilder in den Betonoberflächen auftreten. Scheinfugen werden entweder sofort im Frischbeton durch Einlegen eines Hartfaserstreifens oder einer Folie ausgebildet oder durch frühzeitiges Schneiden des Betons nachträglich angelegt. Je nach Ausbildung der Scheinfuge können Querkräfte auch nach dem Reißen des Betons in der Fuge übertragen werden. Scheinfugen werden auch als Sollbruchstellen oder Sollrissstellen bezeichnet.

  • Scherenarm-Markise
    Scherenarm-Markise
    auch: Scherenarm-Markisen, Scherenarmmarkise

    Seltener im Angebot, aber ideal, wenn große Flächen beschattet werden sollen - also große Freisitze, Garten-Cafés usw. Bei der Scherenarm-Markise sorgen die seitlich angebrachten, beim Öffnen ausfahrenden Scherenarme für eine erhöhte Stabilität.

  • Schiebedrehfenster
    Schiebedrehfenster
    schiebedrehfenster.gif

    Beim Öffnen des Schiebedrehfensters schiebt sich der Flügel seitlich in den Steuerschienen, die auf dem oberen und unteren Rahmen montiert sind. Die maximale Drehung beträgt 90 Grad. Bei voller Öffnung ergibt sich eine Öffnungsbreite von ca. 15 cm auf der Bandseite, die das Putzen von innen ermöglicht.

  • Schiebefenster
    Schiebefenster

    siehe Vertikalschiebefenster oder Horizontalschiebefenster

  • Schiebeflügelfenster
    Schiebeflügelfenster

    siehe Vertikalschiebefenster oder Horizontalschiebefenster.

  • Schiebeleiter
    Schiebeleiter
    auch: Schiebeleitern
    schiebeleiter.jpg

    Schiebeleitern sind mehrteilige, höhenverstellbare Leitern mit oder ohne Seilzug. Die meist zwei- oder dreiteiligen Leitern aus Leichtmetall oder Holz werden sowohl vom Heimwerker, als auch vom Profi verwendet. Schiebeleitern sind im Vergleich zu einteiligen Leitern leichter zu transportieren und benötigen weniger Platz. Bei dem im Foto abgebildeten Typ sind beide Leiternteile auch einzeln, also als sog. Anlegeleitern zu nutzen.

  • Schiebetür
    Schiebetür
    auch: Schiebetüre, Schiebetüren
    schiebetuer.jpg

    Schiebetüren sind eine Alternative, wenn enge räumliche Verhältnisse den Einbau einer Drehflügeltür nicht zulassen. Bei der Schiebetür wird der Türflügel oben an der Kante mit einem Beschlag versehen und obenlaufend vor der Wand in eine Laufschiene eingehängt, zusätzlich kann auch eine Führungsschiene in die Türschwelle eingebaut werden, um zu verhindern, dass das Türblatt pendelt und gegen Wand und Zargen "klappert". Schiebetüren dieser Art haben immer den Nachteil, dass sie nicht winddicht schließen. Es werden auch Schiebetüren hergestellt, die nach dem Konstruktionsprinzip eines Sektionaltores funktionieren (Foto). Die Lamellen dieser Tür werden allerdings nicht wie beim Sektionaltor horizontal unter die Decke, sondern vertikal auf einer Seite und sogar über Eck verschoben.

  • Schiefer
    Schiefer
    natur10.jpg

    Aus Tongesteinen, die besonders viele Glimmerminerale bilden konnten, hat sich der Schiefer gebildet. Die Glimmerminerale begünstigen die typische Schieferung und den fast immer silbrigen Glanz. Das Farbspektrum reicht von anthrazit- bis grausilbrig, teilweise mit grünlichen, bläulichen oder sogar rötlichen Farbnuancen. Als Material zur Dacheindeckung oder Fassadenbekleidung kennt Schiefer wohl jeder. Aber auch Terrassenplatten oder Treppenstufen können aus dem sehr wetterbeständigen Gestein bestehen. Die älteren unter den Usern dieses Lexikons sind vielleicht noch mit einer Schiefertafel in die Schule gegangen und haben so das Einmaleins oder das ABC gelernt. Schiefer wird in Deutschland auch nach den Herkunftsregionen benannt als Moselschiefer, Thüringer Schiefer, Altlayer Schiefer und Fredeburger Schiefer. Die größten Abbaugebiete liegen allerdings in Spanien.

  • Schieferdach
    Schieferdach
    auch: Schieferdächer

    Schiefer gehört zu den ältesten natürlichen Baustoffen und dient vor allem der Dachdeckung wie der Fassadenbekleidung. Burgen und Kirchen wurden mit Schiefer gedeckt. Besonders ausgeprägt ist die Nutzung von Schiefer für Dach und Fassade im sog. Bergischen Land, also dem Großraum Wuppertal, in der Eifel und in Thüringen. Doch Schiefereindeckungen findet man überall - und speziell beim Bau von hochwertigen Landhäusern und Villen kommt heute in steigendem Maße wieder Schiefer zum Einsatz, zumal moderne Schieferbergwerke in der Eifel dafür sorgen, dass Schiefer auch für normale Bauherren erschwinglich ist. Die Kosten einer Dacheindeckung richten sich aber nicht nur nach dem Material, sondern auch nach den verschiedenen, teilweise sehr schwierigen Deckungsarten wie altdeutsche Deckung, wilde Deckung, Rechteckdeckung oder Bogenschnitt-Deckung, wobei als Alternative zu letzterer Art der Eindeckung inzwischen eine Universaldeckung auf den Markt gekommen ist.

  • Schiffsboden
    Schiffsboden

    Mehrschicht- oder Fertigparkett, das der traditionellen Beplankung von Schiffsböden nachempfunden ist.

  • Schimmel
    Schimmel
    auch: Schimmelbildung

    Schimmel ist ein Pilz, der sich insbesondere auf Feuchtenestern in und an Gebäuden bildet und dessen Sporen sich durch Luftzug verbreiten. Schimmel birgt ein erhebliches Gefahrtenpotential für die Gebäudesubstanz und für die Gesundheit von Allergikern. Die moderne luftdichte Bauweise hat zwar zu erheblichen Reduzierungen beim Energieverbrauch geführt, gleichzeitig aber auch der Schimmelbildung Vorschub geleistet. Denn dort, wo kein oder nur ein ungenügender Luftaustausch stattfindet, läßt sich feuchtwarme Raumluft als Kondensat an kälteren Stellen des Raumes oder Kellers nieder und bereitet hier dem Schimmelpilz das Hochzeitsmahl. Durch die EnEV hat sich die Situation noch erheblich verschlechtert, da seit 1. Januar 2003 bei Neubauten absolute Luftdichtheit Vorschrift ist. Deutschland wärmedämmt sich also zu Tode und verschimmelt dabei. Während kleine Schimmelbildungen an Duschabtrennungen usw. mit einschlägigen Mitteln aus dem Fachhandel bekämpft und beseitigt werden können, müssen bei größerem Befall schon die Fachleute ran. Dauerhafte Besserung kann aber nur gelingen, wenn die Hausbewohner ausreichend mechanisch lüften oder sich eine Be- und Entlüftungsanlage einbauen lassen.

  • Schimmelbildung
    Schimmelbildung

    siehe Schimmel.

  • Schleppdach
    Schleppdach
    auch: Schleppdächer
    schldach.gif

    Das traditionelle Schwarzwaldhaus hat weit über die seitlichen Fassaden hinausgehende Schleppdächer, unter denen landwirtschaftliches Gerät und Kaminholz gelagert wurde bzw. auch noch gelagert wird. Die Häuser mit ihren Schleppdächern wurden so "gegen den Wind" gebaut, dass Regen- und Schneestürme dem Haus wenig anhaben konnten. Heute werden unter den Schleppdächern von Neubauten sehr häufig Garagen untergebracht.

  • Schleppgaube
    Schleppgaube
    auch: Schleppgauben
    schleppg.gif

    Zu den ältesten und einfachsten Formen von Gauben zählen Schleppgauben. Diese Gaube ist einem Schleppdach nachgebildet. Die senkrechten Wangen werden oft mit kleinteiligem Deckmaterial bekleidet. Bei der Schleppgaube wird ein kleiner Teil der Dachfläche angehoben, um Platz für ein Fenster zu erhalten. Damit die Gaubendachneigung nicht zu flach wird und ohne allzu großen Aufwand mit dem Bedachungsmaterial der Hauptdachfläche bedeckt werden kann, sollte die Hauptdachfläche ausreichend steil sein. Falls die Regeldachneigung im Schleppgaubenbereich dennoch unterschritten wird, sind besondere Zusatzmaßnahmen zur einwandfreien Dichtigkeit gegen Regenwasser erforderlich.

  • Schlittenmarkise
    Schlittenmarkise
    auch: Schlitten-Markise, Schlittenmarkisen

    Die Schlittenmarkise - auch Pergolamarkise oder Wintergartenmarkise genannt -dient der außenliegenden Beschattung von Wintergärten, großen Glasfronten und Glasbauten verschiedenster Art. Die Markisen werden aufgrund unterschiedlicher Techniken ausgefahren - durch Kettenzug, Gasdruck oder Federzug. Gemeinsam haben sie eine feste Führung in beidseitig angebrachten Führungsschienen.

  • Schlossdiele
    Schlossdiele
    auch: Schlossdielen
    schlossdiele.jpg

    Fantasievolle, jedoch von einigen Herstellern benutzter Ausdruck für groß dimensionierte Massivholzdielen aus wertvollem Holz, wie sie früher in Kirchen und Landgütern verlegt wurden und heute als Hobeldielen auch wieder in Baudenkmäler eingebaut werden. Schlossdielen werden vor allem aus europäischer Eiche, aus Asteiche, aus Lapplandkiefer und aus Douglasie hergestellt; im letzteren Fall sind sogar Längen bis etwa 12 m möglich. Auch bietet die Holzindustrie Schlossdielen aus Thermoholz an.

  • Schlüssel
    Schlüssel

    Der Schlüssel hat im Bauwesen Symbolcharakter. Denn mit der mehr oder weniger feierlichen Übergabe des Schlüssels vom Architekten an den Bauherrn gilt das Bauwerk als fertiggestellt und übergeben. Die Geschichte des Schlüssels ist naturgemäß direkt mit der Geschichte des Schlosses verknüpft, denn jedes Schloss benötigt einen Schlüssel. So unterschiedlich wie die Schlösser sind auch die Schlüssel. Es gibt Schlüssel in unterschiedlichen Größen, unterschiedlichem Material (z.B. Stahl, Messing) und für unterschiedliche Zwecke vom kleinen Stahlschlüssel für den Briefkasten bis zum historischen handgeschmiedeten Schlüssel für eine alte Eichentruhe. Es gibt Schlüssel für Innentüren wie zum Beispiel den Buntbartschlüssel oder mitunter auch den Chubbschlüssel. Für Hauseingangstüren kommen hingegen Zylinderschlüssel oder Wendeschlüssel zum Einsatz, für Tresore spezielle Tresorschlüssel.

  • schlüsselfertig
    schlüsselfertig

    siehe schlüsselfertige Bauweise

  • Schlüsselfertigbau
    Schlüsselfertigbau

    Zusatzbegriff, den Bauunternehmen und Bauträgergesellschaften benutzen, um dem Bauinteressenten klar zu machen, dass das Unternehmen nicht nur den Rohbau erstellt, sondern ein Haus als schlüsselfertige Bauweise. Dies kann individuell nach den Vorstellungen des Kunden und der Planung eines Architekten geschehen. Es kann sich dabei aber auch um ein Vorratseigenheim handeln, was auch in der Mehrzahl der Fall ist. Grundsätzlich könnten zwar auch die Hersteller von Fertighäusern den Begriff "Schlüsselfertigbau" verwenden, es hat sich aber in der Branche eingebürgert, dass diese Bezeichnung nur für den Massivbau gilt.

  • schlüsselfertige Bauweise
    schlüsselfertige Bauweise

    Diese Bauweise ist gesetzlich nicht definiert. Jedoch wird unter einer schlüsselfertigen Bauweise verstanden, daß der Bauherr ein Haus erhält, in das er sofort einziehen kann. Dementsprechend gehören zu einem schlüsselfertigen Haus alle Installationsleitungen, die Heizungsanlage, die Bodenbeläge, die Tapeten, alle gesetzlich vorgeschriebenen Dämmmaßnahmen, natürlich Fenster und Türen usw., usf. Im Einzelfall kann durch entsprechende vertragliche Regelung auch eine Einschränkung erfolgen, etwa: "...incl. Estrich in allen Räumen, jedoch ohne Fußboden-Oberbelag wie Teppichboden, Bodenkeramik oder Parkett...."

  • schlüsselfertiges Haus
    schlüsselfertiges Haus

    siehe schlüsselfertige Bauweise. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass ein Fertighaus ein schlüsselfertiges Haus ist, in das der Käufer nur noch einzuziehen braucht.

  • Schlussabnahme
    Schlussabnahme

    Nach Fertigstellung aller Bauarbeiten erfolgt die Schlussabnahme im Rahmen der bauaufsichtlichen Bauabnahme. Die abschließende Fertigstellung umfaßt die Fertigstellung des Gebäudes als solchem, die Zugänge, die Stellplätze und die Wasserversorgungs- und Abwasseranlagen. Die Mitarbeiter des Bauaufsichtsamtes überprüfen nicht zuletzt, ob das Gebäude sicher benutzt werden kann. Hat eine Innentreppe noch kein Geländer, wird mit Sicherheit keine Nutzungsgenehmigung erteilt. Auch wenn gravierende Abweichungen von der genehmigten Bauplanung festgestellt werden, kann die Nutzungsgenehmigung versagt werden. Bauliche Anlagen dürfen erst genutzt werden, wenn in der Schlussabnahme die Ordnungsmäßigkeit dokumentiert worden ist. Eine vorzeitige Benutzungsgenehmigung kann jedoch in bestimmten Fällen erteilt werden.

  • Schmetterlingsdach
    Schmetterlingsdach
    auch: Schmetterlingsdächer
    schmdach.gif

    Seltene Dachform, bei der die niedrigeren Dachhälften eines Pultdaches gegeneinander laufen. So entsteht der Eindruck eines aufschwingenden Flügels, daher auch der Name. Besonders kritisch ist bei einem solchen Dach die Dachentwässerung, da sich bei starkem Regen Sturzbäche in der Dachmitte aufstauen und schon kleine Undichtigkeiten zu großen Wasserschäden führen können.

  • Schmutzwasser
    Schmutzwasser

    Schmutzwasser ist ein durch Gebrauch verunreinigtes Wasser. Man unterscheidet häusliches (aus Küchen, Waschküchen, Waschräumen, Baderäumen, Aborträumen und ähnlich genutzten Räumen), gewerbliches, industrielles, landwirtschaftliches und kommunales (häusliches und gewerbliches) Schmutzwasser.

  • Schneefanggitter
    Schneefanggitter

    siehe Schneefangsystem.

  • Schneefangprofil
    Schneefangprofil
    auch: Schneefangprofile

    siehe Schneefangsystem.

  • Schneefangsystem
    Schneefangsystem
    auch: Schneefangsysteme
    schneefangsystem.jpg

    Das Schneefangsystem soll den abrutschenden Schnee im Traufbereich oder bei längeren Dächern (größere Sparrenlänge) auch auf der Dachfläche festhalten. Es kann bestehen aus: Schneefanggittern in verschiedenen Höhen und Materialdicken mit den dazugehörigen Stützen, Schneefangprofilen (Winkelstahl, Rundhölzer usw.) mit Haltern oder Rohrschneefang-Systemen mit Klemmlaschen - siehe Foto. Schneefangsysteme dürfen nicht verwechselt werden mit Schneestoppsystemen.

  • Schneerückhaltesystem
    Schneerückhaltesystem
    auch: Schneerückhaltesysteme

    Maßgebend für Schneerückhaltesysteme sind die örtlichen Verhältnisse und die üblichen klimatischen Bedingungen in Verbindung mit der Dachneigung, der Dachlänge (Sparrenlänge) und der Größe sowie der Lage der gegen "Dachlawinen" zu schützenden Bereiche am Gebäude. Der Schnee- und Eisschutz ist in zwei Systeme zu unterscheiden, die entweder den abrutschenden Schnee auffangen oder das Abrutschen des Schnees flächendeckend verhindern.

  • Schneeschwelle
    Schneeschwelle
    auch: Schneeschwellen

    siehe Eisstaugefahr.

  • Schneestoppsystem
    Schneestoppsystem
    auch: Schneestopsysteme

    Das Schneestoppsystem soll den Schubeffekt des auf dem Dach liegenden Schnees durch entsprechend ausgeführte Einzelelemente verstärken und ausnutzen und das Abrutschen des Schnees möglichst flächendeckend verhindern. Es kann hergestellt werden aus Schneestoppern in verschiedenen Ausführungen und passend zur Deckung.(Nicht zu verwechseln mit Schneefangsystem)

  • Schnellbauschraube
    Schnellbauschraube
    auch: Schnellbauschrauben
    sbschraube.gif

    Schrauben, die im Trockenbau insbesondere für die Montage von Gipskartonplatten auf Ständerwerk eingesetzt werden. Je nach Art des Ständerwerks, haben Schnellbauschrauben unterschiedliche Schraubengewinde. Schnellbauschrauben mit Grobgewinde (links) eignen sich für die Montage auf Holzkonstruktionen. Schnellbauschrauben mit sog. blechtreibendem Feingewinde eignen sich besonders für die Montage auf Stahlblechen bis ca. 0,7 mm Dicke. Bei Schnellbauschrauben mit Bohrspitze (rechts) gräbt sich die Schraube ohne Vorbohren in ein Ständerwerk aus Alu-Profilen ein.

  • Schnurgerüst
    Schnurgerüst
    auch: Schnurgerüste

    Das Schnurgerüst besteht aus drei Rundhölzern sowie waagrecht und diagonal angenagelten Brettern, welche eine biegesteife Einheit bilden. Daran werden die Fluchtschnüre (Perlonschnur oder Stahldraht) festgebunden bzw. eingekerbt. Das Schnurgerüst dient der genauen Einmessung der Gebäudefluchten, Baulinien, Grenzabstände und Höhenkoten. Es muss vom zuständigen Geometer oder Vermessungsingenieur eingemessen oder zumindest nach Erstellung abgenommen werden.

  • Schnurwasserwaage
    Schnurwasserwaage
    auch: Schnurwasserwaagen
    schnurwasserwaage.jpg

    Die Schnurwasserwaage ist ein ideales Hilfsmittel beim Mauern und Bodenplattenverlegen. Mit ihr lassen sich Richtschnüre und Maurerschnüre ausrichten.

  • Schönheitsreparaturen
    Schönheitsreparaturen

    In der Regel müssen Mieter nach einer gewissen Zeit (spätestens aber beim Auszug) Schönheitsreparaturen leisten - aber nur dann, wenn dies im Mietvertrag nach einem festen Fristenplan vereinbart ist. Schönheitsreparaturen sind Ausbesserungen an Stellen, die sich beim Wohnen über die Jahre abnutzen und mit Farbe und Tapete erneuert werden können. Der Mieter muss Decken und Wände streichen oder tapezieren sowie Heizkörper, Heizungsrohre, Innentüren, Fenster und Außentüren (nur von innen) streichen. Unverschuldete Schäden (Deckenrisse, abfallender Putz), die der Mieter nicht verschuldete, muss er nicht ausbessern. Auch Keller und andere Gemeinschaftsräume muss er in der Regel nicht streichen, es sei denn dies ist im Mietvertrag separat geregelt. Der Vermieter kann den Mieter nicht zwingen, die Arbeiten von einem Fachmann ausführen zu lassen. Die Streicharbeiten müssen allerdings fachgerecht ausgeführt werden.

  • Schopfdach
    Schopfdach

    siehe Walmdach.

  • Schopfwalmdach
    Schopfwalmdach
    auch: Schopfwalmdächer

    siehe Krüppelwalmdach

  • Schornstein
    Schornstein
    auch: Schornsteine

    Als Schornstein oder Kamin bezeichnet man die feuerbeständige Anlage zur Ableitung der Abgase von Wärmeerzeugern. Früher wurde der Kamin gemauert, heute besteht er in der Regel aus Fertigelementen mit einem Rohr aus Schamotte. Heute werden überwiegend feuchteunempfindliche Schornsteine eingesetzt, die nicht versotten können (siehe Versottung). Sie eignen sich für moderne Wärmeerzeuger, die mit niedrigen Abgastemperaturen arbeiten. Ältere Schornsteine sind dafür in der Regel nicht geeignet und müssen saniert werden, wenn ein neues Heizgerät angeschlossen wird. Bei der Heizungsmodernisierung besteht in vielen Fällen die Möglichkeit, Abgasleitungen in den vorhandenen Schornstein einzuziehen. Dies ist besonders dann sinnvoll, wenn Geräte mit Brennwerttechnik eingesetzt werden sollen.

  • Schornsteinabdeckung
    Schornsteinabdeckung
    auch: Kaminabdeckung, Schornsteinabdeckungen

    Eine Schornsteinabdeckung, auch Kaminabdeckung genannt, ist nicht nur zur Verzierung da, sondern hat auch einen wichtigen Sinn. Denn die Kaminabdeckungen schützen den Kamin vor den verschiedenen Witterungseinflüssen und ermöglichen einen besseren Rauchabzug. Je nach Bedarf gibt es die Schornsteinabdeckungen in unterschiedlichen Formen und aus verschiedenen Materialien. Besonders beliebt sind Abdeckungen aus Edelstahl oder auch Kupfer, denn die Materialien sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch sehr langlebig und wetterbeständig. Je nach Bedarf kann man die Abdeckungen entweder direkt auf den Schornstein anbringen oder man nimmt eine Kaminhaube.

  • Schornsteinfeger
    Schornsteinfeger
    auch: Schornsteinfegerin

    Lehrberuf mit einer Ausbildungszeit von drei Jahren. Der Schornsteinfeger von heute hat nicht mehr viel mit dem rußgeschwärzten Schornsteinfeger von früher gemein. Zu seinen zentralen Aufgaben gehören Messungen der Schadstoffemissionen. Oder er überprüft, ob Brennstoffe optimal genutzt werden. Bei überhöhten Werten kennt er geeignete Maßnahmen, um die Feuerung energiesparend und umweltfreundlich zu regulieren. Er ist Prüfer und Berater zugleich. Sein Fachwissen ist schon bei der Planung von neuen Heizungsanlagen gefragt. Kenntnisse in Bau-, Heizungs- und Brandschutztechnik muss der Schornsteinfeger somit besitzen. Da moderne Heizanlagen weniger Dreck durch die Schornsteine blasen, wird auch weniger gekehrt. Das bedeutet nicht, dass Besen und Kehrleine überflüssig geworden sind, aber der Einsatz moderner, zum Teil elektronischer Prüf- und Messgeräte hat Vorrang.

  • Schornsteinverwahrung
    Schornsteinverwahrung
    auch: Kaminverwahrung
    schornsteinverwahrung.jpg

    Die Verwahrung des Schornsteinkopfes im Bereich der Dachdurchführung muss zur Gewährleistung der Dichtheit gegen Regenwasser mit handwerklicher Sorgfalt ausgeführt werden. Üblicherweise werden dafür Blechverwahrungen eingesetzt. Neuerdings sind jedoch auch einfach zu verarbeitende formbare, flexible Abdichtungen am Markt erhältlich. Bei Fertigteilköpfen, die oberhalb der Dachfläche enden, kann die Verwahrung vor der Montage des Kopfes direkt am Schornstein angebracht werden. Die Anschlussstelle am Schornstein wird dann vom Fertigteilkopf überdeckt und ist keinen Witterungsbeanspruchungen ausgesetzt. Um eine sichere Abdichtung zu gewährleisten, sollte die Verwahrung ca. 20 bis 30 cm am Schornstein hochgezogen werden.

  • Schräg-Rolladen
    Schräg-Rolladen
    auch: Schrägrolladen
    srolladen.jpg

    Schrägrolladen erfüllen die selben Anforderungen, wie jeder normale Rolladen, bewältigen aber anstandslos Fensterschrägen von 10 bis 45 Grad. Dadurch können auch spitzwinklige Gauben-, Erker- und sonstige Fenster mit einem Rolladen ausgestattet werden. Schräg-Rolladen werden häufig auch in farbigen Beschichtungen eingesetzt, um der Optik eines Hauses einen besonderen Akzent zu verleihen. Unser Foto zeigt einen Schräg-Rolladen des Herstellers Roma.

  • Schrägrollladen
    Schrägrollladen

    siehe Schräg-Rolladen.

  • Schubstangenschloss
    Schubstangenschloss
    auch: Schubstangenschlösser

    Ähnlich aufgebaut wie das Drehstangenschloss ist das Schubstangenschloss. Es wird beispielsweise für Schränke verwendet. Wie der Name schon sagt, drehen sich die Stangen nicht, sondern schieben sich in Schließbuchsen im Ober- und Unterboden ein. In der Mitte ist der Schlosskasten, der aufgeschraubt oder bündig eingelassen sein kann. Manche Schubstangenschlösser besitzen noch einen Riegel beim Schlosskasten, so daß die Tür an drei Stellen verriegelt wird. Eine dreifache Verriegelung ist besonders für hohe Türen geeignet.

  • Schüttdämmung
    Schüttdämmung
    schuettdaemmung.jpg

    Für Schüttdämmungen bietet die Industrie unterschiedliches Schüttgut an, z.B. Blähton, Perlite, Blähglas-Granulat, Zelluloseflocken oder Korkgranulat. Je nach Beschaffenheit des Schüttguts, muss dieses bei der Dämmung von Keller- und Geschoßdecken 5 oder 10 cm höher ausgebracht und dann verdichtet werden. Schüttdämmungen werden auch vorgenommen bei der Hohlwanddämmung, bei der Zwischensparrendämmung und bei der Dämmung von Fertighauswänden. In diesen Fällen wird das Schüttgut aber eher eingeblasen und dadurch gleichzeitig verdichtet, als eingeschüttet.

  • Schüttlage
    Schüttlage

    Frischbeton wird in Lagen in die Schalung eingebracht. Die Höhe der Lage hängt von der Leistungsfähigkeit des Verdichtungsgeräts ab, sollte jedoch 50 cm nicht überschreiten.

  • Schüttung
    Schüttung
    auch: Schüttungen

    siehe Ausgleichsschüttung.

  • Schufa
    Schufa

    Abkürzung für die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, eine Gemeinschaftseinrichtung der deutschen Kreditwirtschaft. Sie sammelt Informationen über Kredite, Bürgschaften sowie eidesstattliche Versicherungen der Kunden ihrer Mitglieder. Bevor Kreditinstitute ein Darlehen gewähren, verlangen sie, dass der Kunde die Schufa-Klausel unterschreibt. Dann erst können sie Einkünfte über den Kreditnehmer einholen. Gegen Gebühr kann jeder bei der örtlichen Schufa-Stelle die über ihn gespeicherten Daten anfordern.

  • Schuko-Stecker
    Schuko-Stecker
    auch: Schukostecker

    siehe Schutzkontakt-Stecker

  • Schuppendeckung
    Schuppendeckung

    Die Regeldachneigung beträgt 25°. Bei dieser Deckungsart ergeben Schieferplatten gleicher Größe ein regelmäßiges Deckbild. Die Gebindesteigung ist von der Dachneigung abhängig.

  • Schuppenverglasung
    Schuppenverglasung
    auch: Schuppenverglasungen

    siehe Lamellenverglasung.

  • Schuppenziegel
    Schuppenziegel

    siehe Biberschwanzziegel.

  • Schutzbeschlag
    Schutzbeschlag
    auch: Schutzbeschläge
    schutzbeschlag.jpg

    Der Schutzbeschlag ist ein festes und stabiles Türschild (siehe auch Langschild), welches den dahinterliegende Schließzylinder mit dessen Falle und Riegel gegen Aufbohren und Aufbrechen sichert. Der Schutzbeschlag wird von innen durch die Tür verschraubt, so dass von außen keine Schrauben sichtbar sind. Das äußere Schild liegt rundherum Plan auf der Tür auf und sollte im Kern aus Stahl sein. Aus dekorativen Zwecken kann die äußere Ummantelung aus Aluminium sein. Meist werden sie zusammen mit dem Türgriff als Drückergarnitur in den Handel gebracht.

  • Schutzdach
    Schutzdach
    auch: Schutzdächer

    Bei Arbeiten über Verkehrsflächen, wie beispielsweise über Gehwegen, Eingängen und Einfahrten sowie über Arbeitsstellen und Aufzügen ist ein Schutzdach notwendig. Dieses muss so dicht und bis zum Bauwerk ausgelegt werden, daß z.B. unter dem Schutzdach tätige Personen durch herabfallenden Staub oder Mörtel nicht belästigt werden.

  • Schutzkontakt-Stecker
    Schutzkontakt-Stecker
    auch: Schutzkontaktstecker

    Ein Schutzkontakt-Stecker verfügt neben den beiden stromführenden Hauptkontakten über zwei in den Rand des Steckers eingearbeitete (auch Erde genannte) Schutzkontakte. An diese ist der Schutzleiter der Leitung angeschlossen, der mit dem Gehäuse des elektrischen Verbrauchers verbunden ist. Ein für den Menschen gefährlicher, am Gehäuse anliegender Fehlerstrom kann so über den Schutzleiter abfließen und die Absicherung der Leitung auslösen. Schutzkontakt-Stecker sind in einfacher Ausführung für den Haushalt oder als spritzwassergeschützte Ausführung für Außenbereich und Garten sowie für den Einsatz in Waschküchen usw. erhältlich.

  • Schutzleiter
    Schutzleiter
    schutzleiter.jpg

    Schutzleiter bzw. Erdleiter (PE oder PEN) sind Elektroleitungen, welche eventuell auftretende Körperströme zur Erde ableiten. Alle Verbraucher, die das Erdsymbol tragen, müssen unbedingt mit dem Schutzleiter verbunden werden. Damit der Schutzleiter nicht mit anderen Leitern wie zum Beispiel Außenleiter oder Neutralleiter verwechselt wird, muss er auf seiner ganzen Länge grün-gelb gekennzeichnet sein.

  • Schutzleiterstrom
    Schutzleiterstrom

    siehe Ableitstrom.

  • SCHWABENHAUS
    SCHWABENHAUS

    Zum Herstellerporträt von SCHWABENHAUS

  • Schwarzbau
    Schwarzbau
    auch: Schwarzbauten

    siehe schwarz bauen.

  • Schwarze Wanne
    Schwarze Wanne
    auch: Schwarze, Wannen
    dichtungsbahn.gifbitumendickbeschichtung.gif

    In der Bautechnik wird von einer Schwarzen Wanne gesprochen, wenn die Kelleraußenwände mit einer Bitumendickbeschichtung oder mit bituminösen Bahnen gegen Feuchte abgedichtet worden sind. Da Bitumen schwarz ist, hat sich der Name entsprechend gebildet. Andere Verfahren, um zu trockenen Kellern zu kommen, sind die Braune Wanne und die Weiße Wanne.

  • Schwedisches Dach
    Schwedisches Dach

    siehe Biberschwanzkronendeckung.

  • Schweifgiebel
    Schweifgiebel

    Kleinerer, meist kunstvoll verzierter und nach oben geschwungen abschließender Giebel. Er befindet sich in einem Satteldach und ist zum Beispiel der Giebel einer Gaube.

  • Schweißbahn
    Schweißbahn
    auch: Schweißbahnen

    siehe Bitumen-Schweißbahn

  • Schwergewichtsmauer
    Schwergewichtsmauer
    auch: Schwergewichtsmauern

    Die Schwergewichtsmauer ist eine Stützwand, die sich mit ihrer Masse dem anfallenden Erddruck entgegenstemmt. Schwergewichtswände können aus natürlichen oder künstlichen Steinen bestehen, die gemauert werden, ohne zusätzliche Verbindungen aufeinander gestapelt werden oder als Gabionen ausgeführt werden. Am häufigsten bestehen Schwergewichtswände jedoch aus Ortbeton.

  • Schwerlastbefestigungen
    Schwerlastbefestigungen
    auch: Schwerlastbefestigungen

    Unter Schwerlastbefestigungen versteht man spreizende Stahlanker, die sich beim Festziehen der Mutter oder Schraube durch hochziehen eines Konuses in ein Spreizteil im Bohrloch verankern. Alternativ hierzu gibt es inzwischen auch die Klebetechnik, die ebenfalls schwere Lasten in den Verankerungsgrund überträgt. Hierbei wird eine Ankerstange mittels Verbundmörtel im Bohrloch fest eingeklebt.

  • Schwimmbecken
    Schwimmbecken
    auch: Pool
    schwimmbecken.jpg

    Ein eigenes Schwimmbecken im Garten ist der Traum vieler Hausbesitzer. Dabei werden im Privatbereich verschiedene Beckenarten wie Stahlmantelbecken, Polyesterbecken oder Massivbecken unterschieden. Man unterscheidet Aufstell- und Einbaubecken. Beide erfordern entsprechende Erdarbeiten, denn auch beim Aufstellbecken ist eine Magerbetonplatte auf Rollierung als Unterbau erforderlich, um die Langlebigkeit des Beckens zu gewährleisten. Für Erdarbeiten aber braucht man Platz und entsprechenden Zugang, den man einplanen soll, wenn das Becken nachträglich errichtet wird. Dadurch wird die Beschädigung auf den Rasen beschränkt und die des Ziergartens verhindert. Für die Optik ist ein versenktes Schwimmbecken natürlich schöner. Ein großes Thema bei Schwimmbecken ist natürlich das Wasser. Das soll natürlich auch im Privatbereich immer klar und frisch aussehen. Dabei kann schon die Wahl des richtigen Standortes viel Arbeit ersparen. Ein Platz weit entfernt von hohen Bäumen verhindert, dass Laub ins Becken fällt. Und ein etwas erhöhter Rand sorgt dafür, dass der Wind nicht Gras und Blätter ins Wasser weht. Auch eine Schwimmbadabdeckung ist nicht nur gegen Wärmeverluste gut, sondern auch gegen Verschmutzungen und Eintrübungen. Der Filterkreislauf sorgt dafür, dass ständig Schmutzpartikel aus dem Wasser herausgefischt werden. Aber dennoch ist ständige Wasserpflege nötig, um wirklich kristallklares Badewasser ohne Keime und ohne Algen zu haben. Bevor ein neues Schwimmbad in Betrieb genommen wird, sollte man schon vorsorgen. Wer die Folie von Beckenrand und Boden gründlich mit Algenvernichter einreibt, bevor zum ersten Mal Wasser eingefüllt wird, hat für längere Zeit Ruhe vor der Algenbildung, die übrigens ganz vom individuellen Standort und seiner Umgebung abhängig ist. Für den weiteren Betrieb müssen dann die wichtigsten Werte des Wassers kontrolliert und bei Bedarf korrigiert werden.

  • schwimmender Estrich
    schwimmender Estrich

    siehe Estrich auf Dämmschicht

  • Schwingfenster
    Schwingfenster
    auch: Schwingflügelfenster
    dachwohnfenster.jpg

    Beim Schwingfenster sitzt die Achse, um die sich der Fensterflügel dreht, horizontal und in der Regel in der Mitte des Blendrahmens. Der nach außen schwingende Teil des Fensterflügels sollte bei einem Winkel von maximal 70° arretieren, damit Regenwasser nicht über den Fensterflügel in den Raum läuft. Schwingfenster können prinzpiell in jede Fassade eingebaut werden, hauptsächlich wird diese Konstruktionsweise jedoch bei Dachwohnfenstern oder bei sehr großen Fensterflügeln an. Große Flügel bedingen dickeres Glas, und Glas ist schwer. Das Gewicht, das Scharniere, Rahmen, aber auch der Flügel selbst in seinen Eckverbindungen tragen müssen, wird für einen Drehflügel zu groß. Erschwerend wirkt dabei, wenn die Fensterflügel wesentlich breiter sind als hoch.

  • Schwingflügelfenster
    Schwingflügelfenster

    siehe Schwingfenster.

  • Schwörer Haus
    Schwörer Haus

    Zum Herstellerporträt von Schwörer Haus

  • Sd-Wert
    Sd-Wert

    Der Sd-Wert bzw. die diffusionsäquivalente Luftschichtdicke gibt an, wie lange Wasserdampf für seine Wanderung durch ein luftdichtes Bauteil braucht. Beträgt der Wert beispielsweise 3 m, zeigt dies an, dass der Wasserdampf bei der Konvektion durch die luftdichte Ebene genauso lange braucht wie für die Durchwnaderung einer 3 m dicken Luftschicht. Der Widerstand des Bauteils gegenüber dem Wasserdampf ist also genauso groß wie bei einer 2 m dicken Luftschicht. Man kann aber genauso sagen, dass durch eine dampfbremsende Folie mit dem Sd-Wert 3 m z.B. in gleicher Zeit 3 mal weniger Wasserdampf diffundiert, als durch eine Luftschicht gleicher Dicke (Kondensation). Dampfbremsen haben je nach Art einen Sd-Wert von 100 bis 200 m. Ab einem Wert von 100.000 m ist ein Bauteil dampfdicht, ab einem Wert von 15.000 m spricht man von Dampfsperre.

  • Segmentbogendachgaube
    Segmentbogendachgaube
    auch: Segmentbogendachgauben
    segmentbogeng.gif

    Die Segmentbogendachgaube ist eine Variante der Tonnendachgaube. Das Dach der Gaube besteht allerdings nicht aus einem Halbkreis wie beim Tonnendach, sondern nur aus einem Segmentbogen (Teil eines Kreises).

  • Segmentbogenfenster
    Segmentbogenfenster

    Fenster, dessen oberer Teil in einer flachen Rundung verläuft. Solche Fenster werden vor allem bei Sanierungsmaßnahmen in repräsentativen Altbauten - siehe Patrizierhaus - gebraucht. Oft ist der Segmentbogen auch als 1§Oberlicht%) ausgebildet. Bauelement, das der Lichtzuführung und Belüftung eines Gebäudes dient. Die Blendrahmen(% und (%Flügelrahmen eines Fensters können aus unterschiedlichen Materialien bestehen wie Kunststoff, Holz, Aluminium oder der Materialkombination Holz-Aluminium. Der "Flügel selbst besteht immer aus Glas. Fenster müssen nicht nur hinsichtlich ihrer Rahmen und ihrer Verglasungsart der EnEV (Energieeinsparverordnung) entsprechen, sondern auch hinsichtlich ihres Einbaus und der Dichtigkeit der Maueranschlußfugen.

  • Sekundärenergie
    Sekundärenergie

    siehe Endenergie.

  • Sekundärlüftung
    Sekundärlüftung
    auch: Sekundärlüftungen

    Lüftungsleitungen verwenden je nach Art der Entwässerungsanlage zusätzlich zu Hauptlüftungen noch Nebenlüftungen, Umlüftungen oder Sekundärlüftungen. Bei der Sekundärlüftung erhält der Anschluss jeder Ablaufstelle direkt am Geruchsverschluss eine Lüftung, die an einem zur Fallleitung parallel verlaufenden Lüftungsstrang angeschlossen wird, so dass sich spiegelbildlich zu den wasserführenden Leitungen ein Rohrsystem zur Lüftung ergibt. Eine Anlage mit Sekundärlüftung kann bis zu 70 % höher belastet werden, wobai auch bei Vollfüllung einzelner Anschlüsse keine Störungen auftreten. Wegen des hohen Aufwandes wird die Sekundärlüftung selten angewendet.

  • Sekundärluft
    Sekundärluft

    Senkundärluft wird einem Brenner oder einer anderen Feuerungsstätte zugeführt, um die im Rauchgas enthaltenen brennbaren Bestandteile zu verbrennen. Sekundärluft gelangt durch entsprechende Öffnungen oder Düsen direkt in den Feuerraum.

  • selbstansaugende Kreiselpumpe
    selbstansaugende Kreiselpumpe
    auch: selbstansaugende, Kreiselpumpen

    siehe Kreiselpumpe.

  • Selbstbauhaus
    Selbstbauhaus
    auch: Selbstbauhäuser

    Wie der Name schon sagt, wird unter einem Selbstbauhaus verstanden, daß der Bauherr sein Haus mehr oder weniger in Eigenleistung baut. Dazu stellt ihm der Anbieter von Selbstbauhäusern sogenannte Bausätze zur Verfügung, weshalb das Selbstbauhaus auch als Bausatzhaus bekannt ist. Die Idee zum Selbstbauhaus geht zurück auf die Siedlungsgenossenschaften, in denen der einzelne Genosse sein Haus ebenfalls selbst erbaute. Allerdings musste er auch beim Bau der Häuser der anderen Genossen tatkräftig mitarbeiten. Das ist natürlich bei einem Selbstbauhauses moderner Prägung nicht nötig. Hier baut jeder für sich allein, allerdings unterstützt vom Hersteller der einzelnen Ausbaupakete. Selbstbauhäuser sind gesetzlich nicht definiert und es gibt auch keine Normen, wie ein Selbstbauhaus beschaffen sein muss. In der Regel stellt der Anbieter nicht nur die gesamte Planung zur Verfügung incl. der Statik, sondern er stellt auch den Bauantrag und übernimmt die Bauüberwachung. Wie oft er diese ausübt, ist nicht gesetzlich festgelegt, sondern Bestandteil des Vertrags zwischen Anbieter und Bauherrn. Grundsätzlich stehen dem Bauherrn Ausbaupakete und Bauanleitungen für alle Gewerke zur Verfügung. Der Bauherr kann also vom Fundament bis zum Dach alles in Eigenleistung erbringen, sollte das aber nicht unbedingt auch in jedem Fall tun. Seriöse Anbieter schulen die künftigen Bauherren in Seminaren und halten eine Hotline bereit, um dem Bauherrn bei Fragen zu helfen. Das verwendete Baumaterial ist insbesondere solches, das auch der Laie nach einer gewissen Einarbeitung schnell und sicher verarbeiten kann. Dazu gehören u.a.Verfüllziegel und Steine aus Leichtbeton (=Porenbeton), aber auch Schalungssteine. Auch KS-Plansteine bis zur Größe von 498 x 498 mm bieten sich für Selbstbauhäuser an, allerdings ist dabei der Einsatz eines Minibaggers vonnöten.

  • Seniorenbad
    Seniorenbad
    auch: Seniorenbäder

    Grundsätzlich ist ein Seniorenbad kein behindertengerechtes Bad, sinnvoll ist aber, direkt ein solches einzubauen, wenn Menschen altersbedingt in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, die Körperkraft nachläßt und aus einem normalen Bad ein Seniorenbad werden soll. Seniorenbäder verfügen über Einsteighilfen, um bequem in eine Badewanne zu gelangen, über Haltegriffe an oder neben der Badewanne und über ebensolche Griffe neben der Toilette. Die Duschkabinen sind geräumiger und sollten über eine Antirutsch-Beschichtung der Duschwanne sowie über einen eingebauten Klappsitz aus Kunststoff verfügen. Als Bodenbelag sollten nur rutschfeste Fliesen für den Naßbereich in Frage kommen oder entsprechend rutschfest präparierter Naturstein.

  • Senkrechtjalousie
    Senkrechtjalousie

    siehe Lamellenvorhang.

  • Senkrecht-Markise
    Senkrecht-Markise
    auch: Senkrecht-Markisen, Senkrechtmarkise

    Sie schützt vor bösen oder neugierigen Blicken und wird häufig an Balkonen und auf Terrassen angebracht. Natürlich bietet sie dem Wind eine "gute" Angriffsfläche, weshalb sich Senkrechtmarkisen spätestens bei Windstärke 3 blähen wie ein Segel. Aber wer sitzt schon bei stärkerem Wind im Freien?

  • Separationstoilette
    Separationstoilette
    auch: Separationstoiletten
    separationstoilette.jpg

    Unter einer Separations- oder Trenntoilette wird eine WC-Schüssel verstanden, die so konstruiert ist, dass Urin und Fäkalien getrennt aufgefangen werden. Das bedingt natürlich auch eine getrennte Weiterleitung und folglich zwei Abflußrohre. Fäkalien landen dabei wie bisher unter Zuhilfenahme von Spülwasser in der Kanalisation, der Urin in Auffangbehältern, wobei dieser Rohstoff einer Weiterverarbeitung zugeführt wird oder werden soll, da er erhebliche Mengen an Stickstoff, Phosphor und Kalium enthält.

  • Setzriss
    Setzriss
    auch: Setzrisse

    Setzrisse durchziehen im Gegensatz zu Putzrissen das gesamte Tragwerk(Mauerwerk). Sie werden verursacht durch Setzungen, verlaufen fast ausschließlich vertikal-diagonal und klaffen, je höher sie verlaufen, immer breiter auseinander.

  • Sheddach
    Sheddach
    auch: Sheddächer
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    Ein aus mehreren parallel hintereinanderliegenden Pultdächern zusammengesetzes Dach, dessen Urform aus den frühkapitalistischen Zeiten Englands stammt, wobei der senkrechte Teil zur Nordseite zeigt und verglast ist. Das ermöglicht(e) eine gute Ausleuchtung der Hallen mit Tageslicht ohne Blendeffekte durch hereinfallendes Sonnenlicht. Ein mit Sheddächern versehenes Gebäude wirkt von Ferne, als sei es mit überdimensionalen Sägezähnen bestückt.

  • Sicherheitsglas
    Sicherheitsglas

    Bei den Sicherheitsgläsern gibt es Verbund-Sicherheitsgläser und Einscheiben-Sicherheitsgläser, die im Vergleich zum normal gekühlten Floatglas bei Glasbruch in ein Netz von Krümeln zerfallen, die mehr oder weniger lose zusammenhängen und nicht scharfkantig sind. Dadurch wird die Verletzungsgefahr gegenüber Glasbruch bei normalem Floatglas erheblich reduziert, denn letzteres zerfällt bekanntlich in viele scharfkantige, manchmal sehr große Stücke. Beim Verbund-Sicherheitsglas sorgt die reißfeste Folie dafür, daß bei Glasbruch die Glasscherben an der Folie haften bleiben, was die Verletzungsgefahr erheblich mindert. Sicherheitsglas wird im privaten Bereich nicht nur eingesetzt, um die Verletzungsgefahr zu mindern, sondern auch als Sicherheits-Isolierglas, um sich vor Einbruch zu schützen. Sicherheitsglas im Privatbereich gehört der Widerstandsklasse "A" an, die in vier Kategorien unterteilt ist. Natürlich kosten Sicherheitsverglasungen mehr als Standardverglasungen, aber die Versicherungen gewähren auch Prämiennachlässe, sofern die Verglasung eine einbruchhemmende Wirkung hat. Werden in oder an einem Haus Überkopf-Verglasungen oder Dachverglasungen durchgeführt oder soll sogar begehbares Glas eingebaut werden, ist Verbund-Sicherheitsglas sowieso vorgeschrieben - ebenso bei Glasvordächern. Auch Ganzglas-Türanlagen, Ganzglas-Duschen usw. müssen aus Verbund-Sicherheitsglas bestehen, Sonderkonstruktionen wie etwa ein gläserner Aufzug natürlich ebenso.

  • Sicherheitsschloss
    Sicherheitsschloss
    auch: Sicherheitsschlösser

    siehe Zylinderschloss.

  • Sicherungsarmatur
    Sicherungsarmatur
    auch: Sicherungsarmaturen

    Sicherungsarmaturen sind eine Art von Sanitärarmatur. Sie sorgen dafür, dass keine gesundheitsgefährdenden Flüssigkeiten in die Trinkwasserversorgung gelangen können - weder durch Rückdrücken, Rücksaugen oder Rückfließen. Sicherungsarmaturen sind beispielsweise Rückflussverhinderer oder Rohrtrenner.

  • Sichtschutzfolie
    Sichtschutzfolie
    auch: Sichtschutzfolien

    Sichtschutzfolien werden auf der Fensterscheibe montiert und verhindern das neugierige Nachbarn oder sonst jemand in die Wohnung schauen können. Auch Sicherheitsbereiche, Sanitär- und Umkleideräume sowie Untersuchungsräume in Kliniken und Arzträumen werden mit Sichtschutzfolien ausgestatttet. Dabei unterscheidet man zwei Arten von Sichtschutzfolien. Die erste Art ist unabhängig von Tageszeit, Blickrichtung und Beleuchtung. Bei der zweiten Art von Fensterfolie besteht Sichtschutz von außen in die geschützten Räume (bei Tageslicht) unter Beibehaltung der Sicht von innen nach außen. Dieser Sichtschutz mit transparenten Folien funktioniert nur dann, wenn auf beiden Seiten der Folie unterschiedliche Lichtstärken vorhanden sind. Bei stark absorbierende Folien kann die durch Sonneneinstrahlung erzeugte thermische Belastung des Glases allerdings eine erhebliche Größe erreichen. Durch den zu erwartenden örtlichen Temperaturunterschied bzw. Hitzestau bei Sonneneinstrahlung entstehen im Glas hohe Spannungen, die zum Bruch oder zu Sprüngen in der Scheibe führen können. Deshalb ist es unbedingt empfehlenswert, vor dem Bekleben der Verglasungseinheiten Rücksprache mit einem Fachbetrieb zu nehmen.

  • Sichtschutzzaun
    Sichtschutzzaun
    auch: Sichtschutzzäune
    sichtschutzzaun.jpg

    Der Sichtschutzzaun, der gelegentlich auch Dichtzaun oder Sichtzaun genannt wird, soll vor möglicherweise neugierigen Blicken und dem Wind schützen. Sichtschutzzäune werden in aller Regel als fertige Zaunelemente angeboten - und zwar als rechteckige Elemente, bogenförmig oder mit winkliger oder diagonaler Oberkante. Da die Augenhöhe mit 160 cm angenommen wird, muss der Sichtschutzzaun also mindestens eine Höhe von 170 haben. Will man sich auch vor den Blicken großer Menschen schützen, muss die Einbauhöhe schon 190 cm betragen. Sichtschutzzäune werden in der preiswerten Version als Zäune aus geflochtenen Holzspänen angeboten. In der stabileren Variante bestehen sie aus Halbstäben oder massiven Profilhölzern. Da auf die Sichtschutzzäune ein erheblicher Winddruck einwirken kann, müssen die Pfostenträger, zwischen denen die Elemente montiert werden, unbedingt einbetoniert werden.

  • Sickerpflaster
    Sickerpflaster
    auch: Ökopflaster

    Sicker- bzw. Ökopflastersteine sind Betonsteine, welche gewährleisten, dass ein großer Anteil des Regenwassers versickern kann. Sickerpflaster wird meist aus hohlraumreichem Beton hergestellt. Manche Anbieter vertreiben Steine, bei denen Öffnungen vorhanden sind oder durch ein bestimmtes Verlegemuster entstehen. Durch sie kann das Wasser versickern. Sickerpflaster bietet meist eine nicht allzu ansehnliche Optik. Dadurch, dass weniger Wasser in die Kanalisation geleitet wird, können jedoch Gebühren eingespart werden. Selbst wenn die örtliche Gemeinde noch keine Gebühren für das Einleiten von Regenwasser erhebt, so ist doch damit zu rechnen, dass dies in der Zukunft eingeführt wird.

  • Sickerschacht
    Sickerschacht
    auch: Sickerschächte

    siehe Schachtversickerung

  • Siphon
    Siphon

    siehe Geruchsverschluss.

  • Skelettbau
    Skelettbau

    siehe Skelettbauweise.

  • Skelettbauweise
    Skelettbauweise
    auch: Skelettbau

    Das klassische deutsche Fachwerkhaus wurde und wird in Skelettbauweise errichtet. Die Konstruktion beruht auf der Verbindung von senkrechten Holzständern mit waagerechten Rähmen und Schwellen. Die dabei entstehenden Gefache werden, sofern das statisch geboten ist, mit Holzriegeln verzapft. Allgemein bezeichnet die Skelettbauweise eine Tragkonstruktion aus Stützen, Trägern usw., die mit nichttragenden Elementen ausgefacht wird. Die Stützen und Träger können, wie beim Fachwerk, aus Holz, aber auch aus Stahl oder Stahlbeton sein.

  • Solardach
    Solardach
    auch: Solardächer
    solardach.jpg

    Technisch nicht einwandfrei zu definierender Begriff für ein Dach, das mit Solarkollektoren versehen ist. Inzwischen spricht man hauptsächlich nur dann von einem Solardach, wenn die Dachfläche überwiegend nicht von Dachsteinen oder Dachziegeln eingenommen wird, sondern von Kollektoren, siehe Zeichnung.

  • Solarjalousie
    Solarjalousie
    auch: Solarjalousien

    Außenjalousien, die in der Regel senkrecht angebracht werden und deren Lamellen mit einer Dünnschichtfolie beschichtet sind, die die aufprallende Sonnenbestrahlung in Stromenergie umwandeln. Langzeitversuche in dieser besonderen Art der Solartechnik fehlen noch.

  • Solarkollektoren
    Solarkollektoren
    auch: Sonnenkollektoren, Solarkollektor

    Mit Solarkollektoren läßt sich die Sonnenenergie für die Wärmeversorgung nutzbar machen. Sie können auch in unseren Breiten etwa rund 60 Prozent des Energiebedarfs für die Warmwasserbereitung in einem Durchschnittshaushalt decken. Der Rest muss durch eine andere Wärmequelle gedeckt werden. Man unterscheidet Röhrenkollektoren und Flachkollektoren. Obwohl Solarkollektoren inzwischen technisch ausgereift sind, erfordern sie immer noch verhältnismäßig hohe Investitionen, weshalb bei der Entscheidung für solch eine Anlage häufig der Umweltgedanke im Vordergrund steht. Solaranlagen werden aber auch durch zahlreiche Förderprogramme unterstützt. Nach Art der Befestigung werden Indachkollektoren, Aufbaukollektoren und Fassadenkollektoren unterschieden.

  • Solartechnik
    Solartechnik

    Solartechnik ist die Technik, die aus der Umwelt entnommene, überleitete, direktgenutzte oder im Speicher gesammelte Energie aus Sonnenstrahlung nutzbar macht. Es wird unterschieden in Solarthermie und Photovoltaik.

  • Solarthermie
    Solarthermie

    Solarthermie ist die Übertragung der Wärme aus der Sonnenenergie auf ein Medium in einem geschlossenen System.

  • Solid Haus
    Solid Haus

    Zum Herstellerporträt von Solid-Haus

  • Sollmaß
    Sollmaß
    auch: Sollmaße

    siehe Nennmaß.

  • Sondertilgung
    Sondertilgung

    Fast immer werden private und gewerbliche Bauvorhaben fremdfinanziert. Das für den Kauf und den Neubau erforderliche Geld wird also von "Fremden", nämlich von Geld- und Hypothekeninstituten sowie Bausparkassen vorgestreckt. Der Bauherr muss diese Darlehen oder Hypotheken tilgen - und zwar innerhalb eines vertraglich festgesetzten Zeitraums. Und Zinsen bezahlen muss er natürlich auch. Kommt der Bauherr auf einmal zu Geld und liegen bei seinem Darlehen die Zinsen besonderts hoch, kann er eine Sondertilgung durchführen - er zahlt also das Darlehen bzw. die Hypothek zurück. Bei Bausparkassen ist das jederzeit möglich, bei anderen Kreditinstituten nur mit deren Zustimmung. Die wird davon abhängig gemacht, dass der Kreditnehmer eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlt. Bei derartigen Sondertilgungen muss der Kreditnehmer also genau rechnen, ob sich die vorzeitige Rückzahlung lohnt.

  • Sonderumlage
    Sonderumlage
    auch: Sonderumlagen

    Sonderumlagen sind Zahlungen, die alle Mitglieder der Wohnungseigentümergemeinschaft bezahlen müssen, sofern dies bei einer Eigentümerversammlung beschlossen wurde. Diese Sonderzahlungen müssen vor allem erhoben werden, wenn unvorhersehbare Instandhaltungsarbeiten notwendig sind, die aus den Rückstellungen nicht gedeckt werden können.

  • Sonnenkollektoren
    Sonnenkollektoren

    siehe Solarkollektoren.

  • Sonnenschutzfolie
    Sonnenschutzfolie
    auch: Sonnenschutzfolien

    Sonnenschutzfolien werden auf der Fensterscheibe montiert und verhindern das Überhitzen der Innenräume durch Sonneneinstrahlung. Bei stark absorbierende Folien kann die durch Sonneneinstrahlung erzeugte thermische Belastung des Glases allerdings eine erhebliche Größe erreichen. Durch den zu erwartenden örtlichen Temperaturunterschied bzw. Hitzestau bei Sonneneinstrahlung entstehen im Glas hohe Spannungen, die zum Bruch oder zu Sprüngen in der Scheibe führen können. Deshalb ist es unbedingt empfehlenswert, vor dem Bekleben der Verglasungseinheiten Rücksprache mit einem Fachbetrieb zu nehmen.

  • Sonnenschutzglas
    Sonnenschutzglas
    auch: Sonnenschutzgläser

    siehe Sonnenschutz-Isolierglas.

  • Sonnenschutz-Isolierglas
    Sonnenschutz-Isolierglas
    auch: Sonnenschutzglas, Sonnenschutzgläser

    Wo große Glasflächen sind, zum Beispiel in vielen Bürokomplexen, aber auch in vielen Privathäusern mit großen Hebe-Schiebetüranlagen, verglasten Faltwänden oder Wintergärten, kommt es bei Sonneneinwirkung zu der berüchtigten Backofen-Aufheizung. Dagegen läßt sich natürlich etwas tun - durch eine Sonnenschutzverglasung. Sonnenschutz-Isoliergläser sind hauchdünn mit Edelmetall beschichtet - und zwar auf der Innenseite der äußeren Glasscheibe. Sie sind auch in vielen Farbtönen lieferbar, wobei die Lichtdurchlässigkeit je nach Tönung unterschiedlich und in Tabellen dokumentiert ist. Die Farbwiedergabe außerhalb (bei Durchsicht) und innerhalb eines Raumes wird nur leicht verfälscht, je nach Farbbeschichtung kann es aber zu starken Reflexionen kommen (z.B. bei silbernen Farbtönen). Angeboten werden aber auch Sonnenschutz-Isoliergläser, die einen Reflexionswert wie unbeschichtetes Isolierglas haben. Sonnenschutzgläser sollen natürlich nicht Sonnenenergie hinzugewinnen (g-Wert), weil sie ja gerade für das Gegenteil geschaffen worden sind. Andererseits müsssen Sie aber auch die Funktion eines Wärmeschutzglases erfüllen, also so weit wie technisch möglich verhindern, dass Wärme aus dem Hausinnern nach draußen abgegeben wird.

  • Spachtelmasse
    Spachtelmasse
    auch: Spachtelmassen

    Universalbegriff für eine Reparatur- und Ausgleichsmasse, die entweder angerührt und gemischt werden muss, bis sie eine zähflüssige Konsistenz erlangt hat oder die es wie beim Metallspachtel bereits als fertige Mischung in Dosen oder Eimern zu kaufen gibt. Spachtelmassen werden mit einem Spachtel aufgetragen, wobei der sog. Nullauszug zu einem Problem in der Verarbeitung werden kann. Grundsätzlich dient die Spachtelmasse dazu, Unebenheiten in einer Oberfläche zu nivellieren und Beschädigungen wie etwa Bohrlöcher zu füllen bzw. zu überdecken. Insofern gehören Spachtelmassen fast immer zum unentbehrlichen Material, bevor eine verputzte Wand gestrichen oder tapeziert werden kann. Die Hersteller von Putzen und Mörteln bieten Spachtelmassen für unterschiedliche Anwendungsbereiche an, zum Beispiel Fließspachtel, Nivellierspachtel oder Beton- und Reparaturspachtel. Desweiteren unterscheidet man, wie bereits erwähnt, Fertigspachtelmasse und Pulver-Spachtelmasse. Auch bei der Fassadenrenovierung kommt Spachtelmasse zum Einsatz und zwar wenn die grobkörnige Putzfassade ausgedient und eine feinere Oberflächenstruktur gewünscht wird, wenn eine Putzfassade Risse und/oder Ausbrüche aufweist oder wenn ein ungeeigneter Untergrund für nachfolgende Schlussbeschichtungen vorbereitet werden muss. Im Rahmen der Fassadenrenovierung werden mineralische Spachtelmassen mit und ohne organische Vergütung sowie organisch gebundene Spachtelmassen angeboten. Ihre Schichtdicke liegt in der Regel zwischen zwei und zehn Millimeter. Diese hängt von den Unebenheiten des Untergrunds, dessen Beschaffenheit und der Notwendigkeit einer Gewebearmierung ab.

  • spaltbare Tapete
    spaltbare Tapete
    auch: spaltbare, Tapeten

    Eine Tapete, die werksseitig schon so ausgerüstet worden ist, dass sie sich bei einem späteren Neu-Tapezieren problemlos bahnenweise von der Wand abziehen läßt. Die Deckschicht läßt sich also abziehen, während die neutrale und unbedruckte Unterschicht auf der Wand kleben bleibt. Dort dient sie für den neuen Tapeziervorgang als Makulatur. Spaltbare Tapeten sind natürlich teurer als normale, außerdem ist die Auswahl der Dekore eingeschränkt.

  • Spanische Wand
    Spanische Wand
    auch: Spanischen, Wand

    Die Spanische Wand besteht aus mindestens zwei türblattähnlichen Flügeln, die durch Klavierbänder oder andere Scharniere dergestalt miteinander verbunden sind, daß sie zusammengefaltet werden können. Die Spanische Wand steht frei im Raum und erhält ihre relative Standfestigkeit dadurch, daß die Flügel ziehharmonikamäßig aufgefaltet werden. Die Spanische Wand wurde in vorigen Jahrhunderten als Sichtschutz genutzt, damit sich dahinter insbesondere Frauen unbeobachtet an- oder auskleiden konnten. Meistens bestanden die Flügel aus einer Holzrahmenkonstruktion, die mit Stoff bespannt war. Auch wurden und werden insbesondere in Asien Füllungen aus transparentem, bemalten Papier hergestellt. Als eine Art Schamwand sind Spanische Wände auch heute noch in Arztpraxen und Krankenhäusern in Gebrauch. Auch in der modernen Innenarchitektur werden Spanische Wände eingesetzt, um große Räume zu teilen oder Akzente in Wohnräumen, Boutiquen usw. zu setzen.

  • Spanplatte
    Spanplatte
    auch: Holzspanplatte, Spanplatten
    spanplatte.jpg

    Bestehen aus feinen Holzspänen unterschiedlicher Stärken, die unter hohem Druck mit Bindemitteln zu Platten gepreßt werden. Sie sind preiswert, universell einsetzbar und leicht zu verarbeiten. Spanplatten sind die meistverkauften Holzwerkstoffplatten überhaupt und aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Die Bindemittel bestehen in erster Linie aus härtbaren Kunstharzen und teilweise auch aus mineralischen Stoffen wie Zementen. Die Art der einzelnen Bestandteile ist für die jeweiligen Eigenschaften der Spanplatte verantwortlich. Durch entsprechende Zusätze und Beschichtungen kann das Feuchte- und Brandverhalten sowie die Resistenz gegen Schädlinge beeinflußt werden.

  • Sparren
    Sparren

    Massive Holzbalken ("Dachsparren"), die von der Traufe bis zum First führen und vom Zimmermann parallel zum Ortgang eingebaut werden. Sparren tragen die wesentlichen Lasten von Dacheindeckungen, Gauben und Dachfenstern. Sie können je nach Konstruktionsweise aus massiven Holzbalken (Kanthölzern), Brettschichthölzern, Stahlprofilen, Aluminiumprofilen oder Stahlbetonträgern bestehen. Unterhalb der Sparren befinden sich bei einem Pfettendach die horizontal verlaufenden Pfetten. Bei einem Sparrendach ist dieses System umgekehrt. Die unten liegende Balkenlage wird jeweils statisch als Primärkonstruktion, die darüber liegende als Sekundärkonstruktion bezeichnet. Bei einem Pfettendach wird die Sekundärkonstruktion somit von den Sparren gebildet.

  • Sparrendach
    Sparrendach
    auch: Sparrendächer
    sparrendach.jpg

    Das Sparrendach besteht aus einer Aufeinanderfolge von jeweils in sich standfesten Bindern. Am First sind die Sparren kraftschlüssig verbunden und bilden mit der darunter liegenden Decke ein unverschiebliches Dreieck. Entstanden im Mittelalter für steilgeneigte Dächer (ca. >40°), zeichnen sie sich durch eine größere Quersteifigkeit als das Pfettendach und einen ungestört nutzbaren Dachraum aus.

  • Sparrenpfettenanker
    Sparrenpfettenanker

    siehe Pfettenanker.

  • Specksteinofen
    Specksteinofen
    specksteinofen.jpg

    Speckstein hat eine enorme spezifische Dichte und kann daher wesentlich mehr Wärme speichern als die keramischen Kacheln des Kachelofens. Die Struktur des Specksteins ist durch seine Schichtung bestimmt. Für den Feuerraum von Speicheröfen und für alle anderen Ofenteile, die dem Feuer und heißen Rauchgasen ausgesetzt sind, wird der quer zur Schichtung geschnittene Stein verwendet, da er besonders hitzebeständig ist. Für den Ofenmantel dagegen wird Speckstein verwendet, der parallel zur Schichtung geschnitten ist, so dass die Wärme entlang den Schichtungen auf der ganzen Ofenoberfläche verteilt wird. Um die Masse eines Specksteinofens vollständig aufzuheizen, sind im Gegensatz zu anderen Öfen mehrere Heizvorgänge hintereinander notwendig. Erst dann ist die gesamte Speichermasse aufgeladen, und der Ofen strahlt 24 Stunden lang Wärme ab. Damit erfüllt er den Wunsch vieler Romantiker nach einem knisternden Kaminfeuer am Abend, das zwei bis vier Stunden lang brennen kann. Zudem speichert er die eingesetzte Energie für einen ganzen Tag.

  • Speicherkamin
    Speicherkamin
    auch: Speicherkamine
    ofen8.jpg

    Foto: Weindl Kachelofen Der Speicherkamin ist eine Feuerstelle, die mit einer Keramikglasscheibe geschlossen wird. Im Unterschied zum Heizkamin werden die Heizgase aus dem Feuerraum nicht direkt in den Schornstein geschickt, sondern es wird eine keramische Speichermasse aufgeheizt. Auch wenn das Kaminofenfeuer schon längst erloschen ist, liefert der Speicherkamin noch über Stunden angenehme Strahlungswärme. Dadurch erreicht der Speicherkamin den besten Wirkungsgrad bei Kaminfeuerungen.

  • Speicherofen
    Speicherofen

    siehe Grundkachelofen

  • Sperrholz
    Sperrholz
    auch: Sperrhölzer

    Sammelbegriff für Holzplatten, die aus mindestens drei miteinander verleimten Holzlagen bestehen, wobei die Lagen gegeneinander meist um 90° versetzt - also "abgesperrt" - sind. Neben den Holzlagen aus Furnieren, Stäben oder Stäbchen besteht aus unterschiedlichen Klebstoffen und gegebenenfalls Schutzstoffen gegen Schädlinge oder Feuer. Die Verleimung der einzelnen Sperrholzlagen kann mit formaldehydhaltigen Leimen erfolgen. Bau-Sperrholzplatten sind besonders für tragende Konstruktionen im Holzbau geeignet, als mittragende bzw. aussteifende Beplankungen sowie für Dachschalungen. Sie weisen im Vergleich zu den anderen Holzwerkstoffplatten die höchsten Elastizitätsmodule und Festigkeiten und somit auch die höchsten zulässigen Spannungen auf. Ihre Anwendung ist dann zweckmäßig, wenn die höheren Festigkeiten oder die größere Widerstandsfähigkeit gegenüber Witterungseinflüssen auch tatsächlich ausgenutzt werden, da sie meist teurer als Spanplatten oder Holzfaserplatten. Desweiteren wird zwischen Außensperrholz und Innensperrholz unterschieden.

  • S-Pfanne
    S-Pfanne

    siehe Hohlpfannenziegel.

  • S-Pfannendach
    S-Pfannendach

    siehe Hohlpfannendach.

  • Spindeltreppe
    Spindeltreppe
    auch: Wendeltreppe, Spindeltreppen
    spintreppe.jpg

    Bezeichnung für eine Treppe, deren Stufen um eine senkrechte Achse aus Metall geführt werden. Spindeltreppen werden umgangssprachlich auch als Wendeltreppen bezeichnet. Spindeltreppen verbinden auf platzsparende Weise ein Geschoss mit dem anderen, weil nur ein kreisrunder Deckenausschnitt von benötigt wird. Nachteil: es können keine größeren oder sperrigen Gegenstände über eine Spindeltreppe getragen werden.

  • Spion
    Spion
    auch: Spione

    siehe Türspion.

  • Spitzboden
    Spitzboden
    spitzboden.jpg

    Als Spitzboden wird der über der obersten Deckenebene im Dachgeschoss liegende Dachraum bezeichnet. In der Regel besteht die Kehlbalkenebene aus einer leichten Holzbalkendecke, der Spitzboden ist im Normalfall lediglich über ein Einschubtreppe zugänglich, bei zu geringer Resthöhe dieses Dachraumes wird ein Zugang nicht vorgesehen. Aufgrund der geringen Raumhöhe können bzw. dürfen im Spitzboden keine Aufenthaltsräume eingerichtet werden, dieser Dachraum kann aber bei noch hinreichender Höhe als Abstell- oder als Hobbyraum genutzt werden.

  • Spitzgaube
    Spitzgaube
    auch: Spitzgauben
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    Spitzgauben, die sich auch schon auf frühen Sakral- und Profanbauten finden, erfreuen sich in der heutigen Architektur wieder großer Beliebtheit. Der Zugewinn an Dachraum ist bei einer Spitzgaube allerdings nicht so groß wie bei einer Schleppgaube oder Trapezgaube.

  • Split-Level-Bebauung
    Split-Level-Bebauung
    s_l_bebauung.gif

    Die Split-Level-Bebauung muss als Spielart des Bauens in Hanglage gesehen werden. Dabei folgen die einzelnen Räume dem abfallenden Höhenniveau. Das bedeutet, dass die Erdgeschoßzone immer am natürlichen Gelände liegt. Der planerische und bautechnische Aufwand ist größer, als bei allen anderen Bauweisen. Für die Energiekonzepte ergeben sich dieselben Fragen, wie bei der Bebbaung eines Nordhangs oder Südhangs.

  • Splitterschutzfolie
    Splitterschutzfolie
    auch: Splitterschutzfolien

    Splitterschutzfolien verhindern, dass zerspringendes Glas bei einem Unfall oder durch bewußte Gewalt scharfe Splitter erzeugt. Schutz und Sicherheit des Fensterglases werden dadurch erhöht. Die Folie wird auf der Innenseite des Fensters montiert und absorbieren und verteilen die Kraft eines Schlages oder Stoßes. Bei stark absorbierende Folien kann die durch Sonneneinstrahlung erzeugte thermische Belastung des Glases allerdings eine erhebliche Größe erreichen. Durch den zu erwartenden örtlichen Temperaturunterschied bzw. Hitzestau bei Sonneneinstrahlung entstehen im Glas hohe Spannungen, die zum Bruch oder zu Sprüngen in der Scheibe führen können. Deshalb ist es unbedingt empfehlenswert, vor dem Bekleben der Verglasungseinheiten Rücksprache mit einem Fachbetrieb zu nehmen.

  • Sprossenfenster
    Sprossenfenster
    auch: Glassprossenfenster

    Fenster, deren Fensterflügel echte oder imitierte Sprossen aufweisen. Hierbei unterscheidet man zwischen echten, nämlich glasteilenden Sprossen und unechten Sprossen wie geklebten Sprossen, Vorsatzsprossen und aufgesetzten Sprossen.

  • Stabparkett
    Stabparkett

    Stabparkett besteht aus 14 - 22 mm starkem Vollholz. Es werden Parkettstäbe und Parkettriemen unterschieden. Stabparkett kann je nach Untergrund geklebt oder genagelt werden.

  • Stabsperrholz
    Stabsperrholz
    auch: Stabsperrhölzer

    Weist eine Mittellage aus miteinander verpressten und verleimten, höchstens 30 mm breiten Holzstäben auf.

  • Stabsperrholzplatte
    Stabsperrholzplatte

    siehe Bau-Furniersperrholzplatte.

  • Stadthaus
    Stadthaus
    auch: Stadthäuser

    Bezeichnung für Häuser gleicher Bauausführung und gleichen Haustyps, die ähnlich wie ein Reihenhaus, jedoch wegen der beschränkten Grundstücksgrößen in die Höhe gebaut werden. Stadthäuser können also durchaus drei Vollgeschosse aufweisen. Auch wird das ausgebaute Dachgeschoß häufig als Einliegerwohnung geplant.

  • Ständer
    Ständer
    fachwerk.gif

    Vertikaler Balken beim Fachwerkhaus. Dem Ständer kommt im Fachwerkbau sowie bei allen Holzrahmenkonstruktionen die wichtige Aufgabe zu, die Lasten der jeweiligen Wände únd des nächst höheren Stockwerks aufzunehmen und abzutragen.

  • Ständerbau
    Ständerbau
    auch: Ständerbauweise

    siehe Skelettbauweise

  • Ständerbauweise
    Ständerbauweise

    Die Holzständer- oder Skelettbauweise orientiert sich am Fachwerkhaus mit seinen Holzpfeilern. Doch im Unterschied dazu sind die Holzhäuser durch einen größeren Abstand zwischen den Pfeilern gekennzeichnet. Das Holzskelett als Lastenträger mit seinen waagerechten und senkrechten Trägern wird dadurch großflächiger. Zwischen den Holzpfeilern kommt eine Verkleidung oder eine Ausmauerung mit Steinen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Fugen gut abgedichtet werden. Da Holz stets arbeitet, können neue entstehen, die Wasser durchlassen. Beim Austrocknen können Risse im Holz entstehen. Der Vorteil der Ständerbauweise liegt darin, dass nur das Holzskelett als statischer Träger fungiert und somit der Grundriss flexibel gestaltet werden kann. Selbst nachträgliche Änderungen zum Beispiel bei Umbauten können problemlos ausgeführt werden.

  • Staffelgeschoss
    Staffelgeschoss
    auch: Staffelgeschosse
    staffelgeschoss.jpg

    Von einem Staffelgeschoss spricht man, wenn das oberste Geschoss gegenüber dem darunterliegenden Stockwerk etwas zurückgesetzt ist. In manchen Bundesländern zählen Staffelgeschosse somit je nach Bauordnung nicht als Vollgeschosse. Dafür haben Wohnungen in einem Staffelgeschoss meist eine große Dachterrasse.

  • Staffelgiebel
    Staffelgiebel
    staffelgiebel.jpg

    Bei einem Staffelgiebel handelt es sich im Gegensatz zum normalen Giebel eines Satteldachs um einen treppenförmig abgestuften Giebel. Er lässt somit die eigentliche Dachfläche optisch verschwinden, die Dachhaut stößt innen an die Giebelmauer an. Zur optischen Aufwertung wurde der Staffelgiebel, der auch als Treppengiebel bezeichnet wird, gelegentlich auch mit Zinnen, mit Maßwerk, Friesen oder Blendbögen verziert. Diese Form der Giebelausbildung findet sich besonders häufig im norddeutschen und holländischen Backsteinbau aus der Zeit der Renaissance.

  • Standerker
    Standerker

    Ein Standerker ist ein vom Erdboden aufsteigender Vorbau an einem Gebäude, der als architektonisches Gestaltungselement und zur Erhöhung des Wohnwerts eines Gebäudes dient. In früheren Zeiten dienten Standerker zur repräsentativen Aufwertung von Schlössern und Bürgerhäusern. Erkerartige Vorbauten finden sich heute oftmals auch in architektonisch anspruchsvolleren Wohngebäuden. Wohn- und Esszimmer, die mit einem Erker ausgestattet sind, wirken aufgrund der an mindestens drei Seiten möglichen Fenster gemütlicher und werten somit nicht nur Wohnbereiche auf. Der Standerker wird auch als Auslucht, niederdeutsch Utlucht bezeichnet.

  • Standsicherheit
    Standsicherheit

    Bauliche Anlagen müssen im ganzen und in den einzelnen Teilen für sich allein standsicher sein. Dazu sind Standsicherheitsnachweise erforderlich, die im Rahmen der Gebäudeplanung von Sonderfachleuten, wie z. B. Tragwerksplanern, Statikern, erstellt werden und die Bemessung der konstruktiven Tragglieder festlegen. Die Festlegungen berücksichtigen als Lastannahmen u. a. auch die Eigengewichte der Baustoffe, Windlasten, Verkehrslasten, Schneelasten und Eislasten.

  • Standsicherheitsnachweis
    Standsicherheitsnachweis
    auch: Standsicherheitsnachweise

    Der Standsicherheitsnachweis wird allgemein als Statik bezeichnet, obwohl die Statik richtigerweise "nur" ein bautechnisches Fachgebiet ist. Der Standsicherheitsnachweis gehört mit zum Bauantrag. Wegen der Wichtigkeit der richtigen statischen Berechnung eines Bauvorhabens veranlaßt die Baubehörde im Baugenehmigungsverfahren noch eine Prüfung eben dieses Bausicherheitsnachweises, allgemein Prüfstatik genannt.

  • Statik
    Statik

    Die Statik beschäftigt sich als ein Teilgebiet der Mechanik mit dem Gleichgewicht von Kräften an Körpern. Damit ein ruhender oder sich unbeschleunigt bewegender Körper weiterhin ruht (bzw. sich weiterhin unbeschleunigt bewegt) müssen die Summen aller Kräfte und Momente, die auf diesen Körper wirken, Null sein. Das ist die Gleichgewichtsbedingung der Statik. Bei Kenntnis der angreifenden Kräfte und Momente lassen sich die reagierenden Auflagerkräfte und die im Körper wirkenden inneren Kräfte und Momente bestimmen. Die Ermittlung der Kräfte und Momente ist die Grundlage für die Auslegung und Dimensionierung von Bauwerken und Bauteilen. Die Statik ist ein wesentliches Fachgebiet in den ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtungen Bauingenieurwesen und Maschinenbau. Sie beschäftigt sich unter anderem mit dem Kräftemittelpunkt und dem Schwerpunkt, der Reibung, dem Begriff der Arbeit, der Schnittgrößenbestimmung, der Verformungsberechnung und der Stabilität. Dazu dienen grafische sowie rechnerische Methoden, um die Problemstellungen zu lösen. Neben den klassischen analytischen Methoden erhält immer mehr die numerische Finite-Elemente-Methode Einzug. Die Anwendung der Statik im Bauingenieurwesen ist die Baustatik.

  • Staunässe
    Staunässe

    Staunässe findet man auf einem Gründach. Sie ist eine mögliche Ursache für schlechtes Pflanzenwachstum. Hat das Flachdach kein Gefälle, ist die Schichthöhe zu gering oder fehlt die Dränage, kann das Wasser nicht abfließen und die Wurzeln können anfangen zu faulen. Der mangelnde Sauerstoff behindert das Wurzelwachstum, die Pflanzen mickern. Bei Einschichtaufbauten sollte die Vegetationsschicht mindestens 8 cm hoch aufgebracht werden.

  • Steigleitung
    Steigleitung
    auch: Steigleitungen

    siehe Steigrohr.

  • Steigrohr
    Steigrohr
    auch: Steigleitung, Steigrohre

    Steigrohre bzw. Steigleitungen transportieren das Brauchwasser in die Stockwerke. Dort wird es zum Spülen, Baden, Waschen oder Duschen verwendet und anschließend durch die Fallrohre in die Kanalisation geleitet. Um eine Luftblasenbildung in den Leitungen zu vermeiden, sollten Steigleitungen an ihrem höchsten Punkt eine Be- und Entlüftung besitzen. Absperr- und Entleerungsventile, die zum Entleeren und Reinigen des System benötigt werden, sind an den Tiefpunkten der Steig- und Verteilungsleitungen installiert.

  • Steildach
    Steildach
    auch: Steildächer

    Unter einem Steildach ist das geneigte Dach ab einer Dachneigung von etwa 30° zu verstehen. Dabei gibt es bei Aufbau, Dachform, Dachstuhl oder Dacheindeckung zahlreiche Unterschiede und Variationen. Vom Aufbau her unterscheidet man Warmdach oder Kaltdach. Unterschiedliche Dachformen sind zum Beispiel Satteldach, Walmdach, Krüppelwalmdach oder Pultdach. Verschiedene Dachstuhlkonstruktionen sind Sparrendach, Kehlbalkendach und Pfettendach. Bei der Dacheindeckung werden wohl am häufigsten Dachziegel oder Dachsteine verwendet. Das Reetdach, Metalldach, Schieferdach oder Gründach sind weitere Eindeckungsmöglichkeiten für ein Steildach. Soll der Dachboden eines Steildachs ausgebaut werden, muss das Dach gedämmt werden. Bei einem Neubau ist die Aufsparrendämmung die beste Lösung. Bei einem nachträglichen Ausbau kommt meist die Zwischensparrendämmung, mitunter zusätzlich die Untersparrendämmung zum Einsatz.

  • Steinteppich
    Steinteppich
    auch: Steinteppiche

    siehe Steinchenteppich

  • Steintreppe
    Steintreppe
    auch: Steintreppen

    Mögliche Materialien für eine Steintreppen reichen von Betonwerkstein über Marmor bis hin zu edlem Granit.

  • Steinwachs
    Steinwachs
    auch: Steinwachse

    Spezielles Wachs, das Natursteinoberflächen einen seidigen Glanz verleiht. Es sollte jedoch vorher an einer Probe getestet werden, bevor man das Mamor-Mosaik damit behandelt.

  • Steinwolle
    Steinwolle

    Steinwolle wird zusammen mit der Glaswolle zu dem Oberbegriff Mineralwolle zusammengefasst. Bei Steinwolle wird im Gegensatz zur Glaswolle sehr viel weniger Altglas eingesetzt, sondern vermehrt Minerale wie Feldspat, Dolomit, Sand und Kalkstein oder Basalt und Diabas. Es entsteht ein Gespinst, das unverrottbar und gegen Schimmel, Fäulnis und Ungeziefer resistent ist. Zur Feuchte- und Formstabilisierung der Fasern werden Kunstharzbinder verwendet. Bei Glasfasern werden zwischen 4 bis 8 %, bei Steinwolle 0,7 bis 3,2 % Gewichtsanteile Phenolformaldehydharz eingesetzt. Beim Kauf von Steinwolle-Dämmstoffen ist auf Produkte mit dem Hinweis "Hohe Biolöslichkeit" oder "KI 40" zu achten. Produkte, die mit dem RAL-Gütezeichen "Erzeugnisse aus Mineralwolle" versehen sind, erfüllen ebenfalls die Kriterien von "KI 40" bzw. "hohe Biolöslichkeit". Die Verwendung ist bei Glaswolle und Steinwolle identisch. Näheres daher unter dem Stichwort Mineralwolle.

  • Steinzeug
    Steinzeug

    siehe Steinzeugfliesen.

  • Steinzeugfliesen
    Steinzeugfliesen
    auch: Steinzeug, Steinzeugfliese

    In der Fliesenwirtschaft wird unterschieden zwischen Steingut- und Steinzeugfliesen. Als Steinzeug wird ein Scherben verstanden, dessen Masse eine geringe Wasseraufnahmefähigkeit hat. Dies wird erreicht durch Beimischungen von Feld- und Flußspaten, die aufgrund ihrer niedrigen Schmelzpunkte den Porenraum des Scherbens ausfüllen und damit der Steinzeugfliese eine höhere Dichte und eine bessere mechanische Festigkeit geben. Steinzeugfliesen, die bei etwa 1.200° gebrannt werden, eignen sich damit insbesondere für Anwendungen im Außenbereich, da sie frostbeständig sind. Noch verbesserte Eigenschaften weisen die Feinsteinzeugfliesen auf.

  • Stellplatz
    Stellplatz

    siehe Autostellplatz

  • Stellplatzablösung
    Stellplatzablösung

    Kann auf einem Baugrundstück oder auf einem Grundstück in zumutbarer Entfernung ein Stellplatz nicht oder nur mit erheblichen Schwierigkeiten nachgewiesen werden oder ist aus besonderen Gründen die Errichtung eines Stellplatzes untersagt (beispielsweise per Satzung), kann bzw. muss die Stellplatzverpflichtung durch Zahlung eines Geldbetrags an die Gemeinde abgelöst werden. Man spricht in diesem Fall von einer Stellplatzablösung. Die Höhe der Ablösungsbetrags richtet sich in der Regel nach dem Vorteil, der dem Bauherrn vordergründig dadurch entsteht, dass dieser die Einstellplätze nicht herzustellen braucht, wobei die Höhe dieses Ablösungsbetrags normalerweise etwa 60 bis 80 % der durchschnittlichen Herstellungskosten von entsprechenden Parkflächen einschließlich des Grunderwerbs beträgt.

  • Stellwand
    Stellwand
    auch: Stellwände
    stellwand.jpg

    Stellwände sind keine echten Wände, sondern flexible Elemente, um große Räume in kleinere Einheiten aufzuteilen. Die Fachleute sprechen dann von Raumgliederungssystemen. Stellwände können aus starren Trägerelementen mit Fußplatten für die Standsicherheit bestehen, sie können aber auch auffaltbar sein (siehe Foto des Herstellers GESIKA) und ihre Standsicherheit dadurch gewinnen, dass mindestens ein Seitenflügel für das nötige Gegengewicht sorgt, damit die Stellwand nicht umkippt. Stellwände sind seit Jahrhunderten bekannt. Als Paravants waren sie Bestandteil von Bodoirs des Barock und Rokoko.

  • Stelzenbau
    Stelzenbau
    auch: Stelzenbauten
    stelzenbau.gif

    Stelzenbauten sind fast so alt, wie die Menschheit selbst. In Unteruhldingen wurde eine ganze "Stelzensiedlung" rekonstruiert, die auf Stelzen im Wasser des Bodensees ruht. Die Stadt Venedig sitzt auf zehnausenden Stelzen, nämlich Eichenstämmen. Auf zahlreichen Inseln Indonesiens und der Südsee wohnen die Menschen in Pfahlbauten, also auf Stelzen. Bauten, die auf Betonstelzen stehen, sieht man in Deutschland allenthalben. Man denke an Stadtautobahnen auf Stelzen oder Bürohäuser, wo die Mitarbeiter ihre PKW's zwischen Betonstelzen parken können. Allerdings ist dieser Architekturtrend der 70-er Jahre inzwischen abgeflacht. Bei bestimmten Hanglagen sind Stelzenbauten ideal, weil sie neben einer besonders guten Aussicht auch ein Optimum an Sonneneinstrahlung aufweisen, die sich gut zur Energiegewinnung nutzen läßt.

  • Stelzenhaus
    Stelzenhaus
    auch: Stelzenhäuser
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    Unter einem Stelzenhaus kann ebenso ein Stelzenbau verstanden werden, wie ein Kinderspielhaus. In vielen deutschen Gemeinden und Städten sind Häuser, die auf Pfählen oder Ständern stehen, umgangssprachlich als Stelzenhäuser bekannt. Meist handelt es sich dabei um Fachwerkhäuser, wobei die Stelzenbauweise dazu diente, unter dem Haus Platz für Durchfahrten zu schaffen. Am meisten verbreitet ist der Begriff, wenn es um Häuser bzw. Häuschen auf Kinderspielplätzen geht, die auf Pfählen oder Bohlen gesetzt sind. Das Foto zeigt ein solches Stelzenhaus der Firma FHS-Holztechnik.

  • Stelzlager
    Stelzlager
    stelzlager.jpg

    In der Höhe verstellbare, frostfeste Metall- oder Kunststoffstege, auf die Terrassenplatten gelegt werden. Ausgleichsplättchen sorgen dafür, daß Unebenheiten des Untergrunds ausgeglichen werden können. Der Raum unter den Platten bleibt durch den Einsatz der Stelzlager frei und dient dem Abfluß des Regenwassers. Reparaturen im Untergrund, etwa an der Abdichtung, sind ohne Probleme möglich, da die Platten nur aufgenommen, nicht aber weggestemmt zu werden brauchen. Als Plattenbelag kommen aber nur Betonwerksteinplatten oder Natursteinplatten infrage, Fliesen können bei Belastung zerbrechen. Unser Foto zeigt ein Stelzlager des Herstellers Seifert.

  • Stiege
    Stiege
    auch: Stiegen

    In Österreich gebräuchliche Bezeichnung für Treppen, insbesondere Innentreppen.

  • Stillschweigende Abnahme
    Stillschweigende Abnahme

    Die stillschweigende oder konkludente Abnahme erfolgt durch schlüssiges Handeln des Bauherrn. Wird das Haus zum Beispiel postwendend weiterverkauft, gilt das als stillschweigende Abnahme. Lässt der Bauherr nach Fassadenarbeiten das Gerüst abbauen, wird das ebenfalls als stillschweigende Abnahme bewertet. Auch Einzug ins Gebäude, Inbetriebnahme des Heizkessels oder Bezahlung der Rechnung lässt aus dem Handeln des Bauherren schließen, dass er die Arbeit des Handwerkers akzeptiert. Die dabei gültige Frist beträgt 6 Werktage. In dieser Zeit muss eine schriftliche Mängelrüge beim Handwerker eingetroffen sein.

  • Stock
    Stock

    siehe Türzarge

  • Stockrahmen
    Stockrahmen

    siehe Blockrahmen.

  • Stockschwelle
    Stockschwelle
    auch: Stockschwellen

    siehe Rähme

  • Stockwerkrahmen
    Stockwerkrahmen

    Rahmentragwerk mit mehreren Stielen, das aus Stützen und Riegeln besteht. Stockwerkrahmen findet man im Skelettbau, sie sind das Gerippe eines mehrgeschossigen Bauwerks.

  • Stommel Haus
    Stommel Haus

    Zum Herstellerporträt von Stommel Haus

  • Strahlungsflächen-Kachelofen
    Strahlungsflächen-Kachelofen
    auch: Strahlungsflächen-Kachelöfen, Strahlungsflächenkachelofen
    ofen7.jpg

    Wer die Strahlungswärme eines Grundkachelofens besonders schätzt, der kann mit keramischen Strahlungsflächen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum einen profitieren auch andere Räume der Wohnung von der angenehmen Wärme, zum anderen wirken perfekt auf den Wohnraum und die Einrichtung abgestimmte, gekachelte Strahlungsflächen. Strahlungsflächen müssen übrigens nicht zwangsläufig eine Wandfläche einnehmen: Sie lassen sich auch als Sitz- oder Ruhebänke gestalten. Beheizen lassen sich die Strahlungsflächen in Kombination mit einem Hypokaustenkachelofen entweder mit Warmluft oder Warmwasser. Ein Hypokaustenkachelofen ähnelt dabei der Art von Fußbodenheizung, die schon die alten Römer einsetzten. Das Heizungssystem ist ein geschlossener Kreislauf - anders eben als beim Warmluftofen. Zudem ermöglicht die Beheizung mit Warmwasser sogar die Kombination des Kachelofens mit einer Solaranlage.

  • Strahlungsheizung
    Strahlungsheizung
    auch: Strahlungsheizungen

    siehe Strahlungswärme

  • Strahlungswärme
    Strahlungswärme

    Die Strahlungswärme wird seit Jahrtausenden genutzt. Sie basiert darauf, daß zunächst eine Steinplatte, Kacheln oder andere speicherfähige Materialien erwärmt werden. Diese natürlichen Wärmespeicher strahlen dann die aufgespeicherte Wärme in den Raum ab, wobei im Gegensatz zu einer Konvektionsheizung keine Luftströme in Bewegung geraten. Strahlungswärme gilt als besonders angenehm und als gesund für Hausstauballergiker, weil keine warme Luft umgewälzt und deshalb auch kein Staub verwirbelt wird. Der Kachelofen, die Wandheizung, die Marmorheizung und auch die Heizleisten basieren auf dem Prinzip der Strahlungswärme.

  • Strangdachziegel
    Strangdachziegel

    Durch Ablängen und Formen eines kontinuierlich aus einer Schneckenpresse heraustretenden Strang aus Rohmaterial entsteht der Strangdachziegel. Strangdachziegel sind ebene oder gewölbte Dachziegel. Sie werden ohne oder mit Seitenverfalzung hergestellt. Die Ausbildung der Falze im Überdeckungsbereich, die Form und die Höhenüberdeckung bestimmen die Regensicherheit der Dachdeckung. Ein Strangdachziegel ist beispielsweise der Strangfalzziegel

  • Strangentlüfter
    Strangentlüfter

    Als Strangentlüfter oder Dunstrohr bezeichnet man die Lüfterstutzen, die oben aus dem Dach herausschauen. Ein Abflußrohr muss entlüftet werden, sonst gluckert es wenn z.B. heißes Wasser in den Abfluß läuft. Durch das heiße Wasser erwärmt sich die Luft im Rohr und dehnt sich aus. An den Waschbecken verhindert ein Geruchsverschluß den direkten Druckausgleich. Wenn das Rohr nicht nach oben entlüftet ist, sucht sich der Überdruck den Weg durch den Geruchsverschluß, es gibt Gluckergeräusche und es riecht nach Abfluß.

  • Strangfalzziegel
    Strangfalzziegel
    strangfalzziegel.jpg

    Strangfalzziegel sind flache Falzziegel mit einem einfachen Seitenfalz. Diese Art der Dachziegel gibt es in verschiedenen Formen. Auf der Abbildung ist ein Strangfalz-Geradschnitt und ein Biberfalz-Rundschnitt zu sehen. Der Strangfalz-Geradschnitt (Bild A) ist ein beliebter seitenverfalzter Strangdachziegel mit profilierter Oberfläche und mit kleinen, in der Deckrichtung verlaufenden Hohlräumen. Längsrillen und Rippen an der Unterseite gewährleisten eine zusätzliche, bessere Dachentlüftung. Der Ziegel ist etwa 200 mm breit, 400 mm hoch und wiegt etwa 2,7 kg. Ein traditionsreicher, seitenverfalzter Strangdachziegel mit zwei symmetrischen Längsrillen an der Oberfläche ist der Biberfalz-Rundschnitt (Bild B). An der Unterseite befinden sich Rillen zur besseren Belüftung sowie Hohlkammern in der Decklänge. Der Ziegel hat dieselben Abmessungen wie der Strangfalz-Geradschnitt, wiegt dabei jedoch 2,9 kg pro Ziegel. Der Biberfalz ist besonders geeignet für Sanierungen, die aus statischen Gründen keine Biberdoppeldeckung zulassen. Etwa 30 Prozent des Gewichts kann durch die Verwendung von Biberfalzziegeln eingespart werden. Ein weiterer Vorteil der Verfalzung ergibt sich durch die hohe Dichtigkeit.

  • Streichputz
    Streichputz
    auch: Streichputze

    siehe Streichputztechnik

  • Streifenfundament
    Streifenfundament
    auch: Streifenfundamente

    Streifenfundamente werden unter Bauteilen, wie z.B. unter Wänden angeordnet, die gleichmäßig belastet sind und deren Last gering bis mittel ist. Sie haben einen rechteckigen Querschnitt und sind in der Länge fortlaufend. Streifenfundamente werden meist aus unbewehrten Beton hergestellt, zur Aufnahme von Einzellasten, wie beispielsweise einem Pfeiler, ist eine Bewehrung notwendig. Bei Streifenfundamenten, die das Auftreten von Frostschäden verhindern sollen, spricht der Fachmann von Frostschürzen.

  • Streif Haus
    Streif Haus

    Zum Herstellerporträt von Streif Haus

  • Strohdach
    Strohdach
    auch: Strohdächer

    Das Strohdach zählt, wie auch das Reetdach, zu den weichen Deckungen. Es wurde aus Gründen der Brandgefahr seit dem Mittelalter in den eng bebauten Städten durch harte Deckungen wie das feuerfeste Ziegeldach verdrängt. Ein Strohdach besitzt eine Lebensdauer von etwa 15 bis 20 Jahren, bei guter Lage und laufenden Reparaturen um die 30 Jahre. Bei gleichem Aufwand ist es somit deutlich kurzlebiger als ein Reetdach. Außer bei einigen Museumsbeispielen sind heute kaum noch Strohdächer zu finden. Das liegt unter anderem auch daran, dass die Beschaffung von ausreichend langem und ungebrochenem Dachstroh kaum noch möglich ist.

  • Stromverbraucher
    Stromverbraucher

    Stromverbraucher ist ein Begriff, den es so eigentlich nicht geben dürfte, denn nach dem Energieerhaltungssatz kann Energie nicht verbraucht, sondern nur in eine andere Energieform umgewandelt werden. Genauso verhält es sich beim Strom! Zum Beispiel: Aus Bewegung (Generator) wird Licht (Lampe) oder Wärme (Elektroheizung). Dennoch spricht man umgangssprachlich von Strom-"verbrauchern". Man meint damit jedes von elektrischem Strom betriebene Gerät (Motor, Glühlampe, usw.).

  • Strukturtapete
    Strukturtapete
    auch: Strukturtapeten, Struktur-Tapeten

    Eine Strukturtapete ist eine Tapete mit einer Prägung. Strukturtapeten gibt es in vielen Variationen und Materialien, z.B. als Raufaser, Glasfasertapete, Hochprägetapeten, Faservliestapeten oder geschäumte Relieftapeten. Einer der größten Vorteile von Strukturtapeten ist, dass sich Renovierungen durch erneutes Überstreichen schnell und preisgünstig ausführen lassen. Die Wahl der Wandbekleidung und Farbbeschichtung bestimmt die Beanspruchbarkeit der Flächen. Durch den Farbauftrag besteht die Möglichkeit zur individuellen Raumgestaltung. Neben den einfarbigen Anstrichen können auch dekorative Maltechniken zur Anwendung kommen.

  • Stülpschalung
    Stülpschalung
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    Eine Holzverschalung hauptsächlich für Fassaden, bei der die Bretter horizontal so angebracht werden, daß sich das nächst höhere Brett wenige Zentimeter über das untere Brett stülpt. Oft sind die Bretter mit einer Tropfnase versehen. Die Sägeindustrie bietet auch Stülpschalungen nach dem Nut-und-Feder-Prinzip an (siehe Zeichnung).

  • Stulpfenster
    Stulpfenster

    Zweiflügeliges Fenster, bei dem ein drehbarer Fensterrahmen im Blendrahmen arretiert wird, während der andere "aktive" und ebenfalls drehbare Fensterrahmen über den Schließmechanismus mit dem "passiven" Rahmen verbunden ist. Diese Fensterkonstruktion stammt aus der Zeit unserer Großeltern und wird heute nur noch bei der Altbausanierung benötigt.

  • Sturmhaken
    Sturmhaken
    sturmhaken.jpg

    Unter einem Sturmhaken werden verschiedene Beschlagsarten verstanden. Sturmhaken zählen zu den Fensterbeschlägen unserer Vorfahren, sie wurden handgeschmiedet und auf die Klapprahmen der sog. Oberlichte geschraubt. Sturmhaken werden auch heute noch produziert und in Fenstern eingesetzt, wobei die aus denkmalpflegerischen Gründen dem Original nachgebildeten %)Holzfenster%) erhalten. Diese Sturmhaken funktionieren dergestalt, dass eine Haltestange mit eingebohrten Löchern in einem Metalldorn arretiert werden kann. So kann das Klappfenster auch bei Sturm geöffnet bleiben, ohne hin und her zu klappern. Anders sind die Sturmhaken konstruiert (siehe Abbildung), mit denen Klappläden spaltbreit von innen nach außen geöffnet werden können, ohne dass diese bei Winddruck zuschlagen. Die Länge des Sturmhakens bestimmt die Breite des Öffnungsspalts. Schließlich können unter einem Sturmhaken auch Sturmklammern verstanden werden, wie sie eingesetzt werden, um Dachziegel zu stabilisieren.

  • Sturmklammer
    Sturmklammer
    auch: Sturmklammern
    sturmklammer.jpg

    Sturmklammern dienen der Sicherung der Dachziegel vor Abheben bei Sturm und Windsog. Sie werden bei der Dachdeckung vom Dachdecker in einer bestimmten Menge und in bestimmten Abständen in Abhängigkeit von der Windzone eingebaut. Je nach Art der Befestigung unterscheidet man Kopfklammern und Seitenfalzklammern. Hergestellt werden Sturmklammern aus rostfreiem Metall oder Kunststoff.

  • Subunternehmer
    Subunternehmer

    siehe Nachunternehmer.

  • Suchverständiger
    Suchverständiger

    Der Begriff "Suchverständiger" ist spöttisch-satirisch zu verstehen und entstammt dem Vokabular insbesondere der Bausachverständigen. Als Suchverständiger wird jener Sachverständige bezeichnet, der über den eigentlichen Auftragszweck hinaus nach weiteren, oft lächerlichen Bauschäden fahndet, die er dann aufwändig im Interesse einer eigenen Honoraraufbesserung begutachtet.

  • Suckfüll Haus
    Suckfüll Haus

    Zum Herstellerporträt von Suckfüll Haus

  • Südhang
    Südhang
    auch: Südhänge
    suedhang.gif

    Was dem Gebäude am Nordhang fehlt, ist an einem nach Süden abfallenden Hang zur Genüge vorhanden: Sonne. Ein solcher Bauplatz ist der Idealfall, da das Gebäude sozusagen in das Gelände "eingepackt" wird. Nach Norden ist das Haus geschützt vor Wind und Wetter und nach Süden öffnet es sich eben in ganzer Höhe für die Sonne. Bei Südhangbebauung bietet sich deshalb auch die Möglichkeit passiver (z.B. Wintergarten) und aktiver Sonnenenergienutzung (Solarkollektoren).

  • Sylter Mauer
    Sylter Mauer

    siehe Trockenmauer.

  • Systemdach
    Systemdach
    auch: Systemdächer

    Selbsttragende Dachelemente mit einer Tragstruktur aus Holz oder Profilstahl werden komplett vorgefertigt zur Baustelle geliefert. Die Sandwichelemente enthalten eine oft tapezierfertige Unterseite. Die Wärmedämmung kann aus mineralischen Platten bzw. Matten, Hartschäumen oder Granulaten bzw. Flocken bestehen. Die Bedingungen der Dampfdiffusion und -konvektion werden erfüllt. Von der Traufe zum First verlegt, sind die Elemente bereits für den Anschluss untereinander vorbereitet. Nach Aufbringen der Konter-und Traglattung erfolgt die Dachdeckung.

  • Systemgaube
    Systemgaube
    auch: Systemgauben

    Sammelbegriff für Gauben, die industriell vorgefertigt und unter Umständen schon mit einer Eindeckung versehen worden sind (z.B. aus Zink). Systemgauben brauchen nur mit einem Kran hochgehievt und eingebaut zu werden, insofern ist auch die Bezeichnung "Fertiggaube" geläufig.

  • System-Rolladen
    System-Rolladen
    auch: Systemrolladen

    Unter System-Rolladen werden Rolladen verstanden, die infolge besonderer elektronischer Zusatzausstattung verschiedene Funktionen ausführen. Beispielsweise können sich solche Rolladen bei starker Sonneneinstrahlung automatisch schließen. Über eine Zeitschaltuhr-Steuerung kann bei Abwesenheit des Wohnungsinhabers der Rolladen geschlossen oder geöffnet werden. Auch die Fernbedienung von Rolladen ist im eigenen Haus über einen Sender und aus fremden Orten oder dem Ausland sogar über Internet möglich. System-Rolladen können auch mit Glasbruchsensoren ausgestattet werden, die bei einem Einbruch Alarm auslösen.