Lexikon

  • W
  • Wachs
    Wachs
    auch: Wachse

    Wachs ist eine fetthaltige, pastöse Masse natürlichen - siehe Bienenwachs - oder synthetischen Ursprungs. Wachse werden im Baubereich vor allem zur Behandlung von naturbelassenem Holz oder offenporigen Keramikplatten verwendet. Wachse haben sowohl eine imprägnierende als auch eine pflegende Wirkung. Je nach Einsatzzweck werden Wachse für die Behandlung von Weichholzmöbeln, von Parkett oder von Cottoböden angeboten. Die Bauplanen unserer Vorfahren bestanden aus Leinentüchern, die mit Wachs bestrichen und dadurch regendicht gemacht worden waren.

  • Wachsen
    Wachsen

    Neben der Versiegelung von Holzböden und Parkett mit Lack, kann man den Boden auch Ölen oder Wachsen. Wachse sind von Haus aus in fester Form. Zur Verarbeitung werden sie entweder erhitzt oder sie sind in Lösemitteln gelöst. Wachs wirkt wasserabstoßend und schützt vor Verschmutzung und vor Abrieb. Man unterscheidet hier zwischen Kaltwachsen und Warmwachsen.

  • Wachslasur
    Wachslasur
    auch: Wachslasuren

    Wachslasuren sind die umweltschonende Alternative, um nicht lackierte, rohe Holzoberflächen wie z.B. Verbretterungen, Möbel, Türen, Holzspielzeug usw. wirkungsvoll vor Umwelteinflüssen zu schützen. Wachslasuren enthalten polierbare Spezialwachse, die die natürliche Holzstruktur betonen. Ein gewachste Fläche kann nicht überlackiert werden, da das Wachs als Trennmittel wirkt und der Lack darauf nicht richtig haftet. Stark strapazierte Flächen wie Tischflächen sollten nicht mit Wachslasur behandelt werden, da sich der Schmutz darauf besser festsetzt als auf einer lackierten Fläche.

  • Wärmebedarf
    Wärmebedarf

    Der Wärmebedarf gibt die Wärmemenge an, die maximal erforderlich ist, um auch bei tiefen Außentemperaturen wohnliche Raumtemperaturen einzuhalten. Der rechnerisch ermittelte Wärmebedarf hängt vor allem von Lage, Größe und Bauweise des Hauses ab. Er bestimmt die erforderliche Nennwärmeleistung der Heizungsanlage. Je nach Außentemperatur, Tageszeit und Benutzung der Räume verändert sich der der aktuelle Wärmebedarf. Damit der Heizkessel nicht mehr Wärme erzeugt als nötig, muss die Regelung die Wärmezufuhr zu den Räumen automatisch an den jeweiligen Wärmebedarf anpassen.

  • Wärmebedarfsausweis
    Wärmebedarfsausweis

    Im Wärmebedarfsausweis bzw. Energiebedarfsausweis sind die wichtigsten Ergebnisse der rechnerischen Nachweise der Energieeinsparverordnung zusammengefasst. Er soll auch Laien ermöglichen, den Wärmeschutz eines Gebäudes zu beurteilen. Er beschreibt, wieviel Heizwärme das Gebäude rechnerisch im Jahr benötigt. Der in ihm angegebene, sogenannte Jahresheizwärmebedarf wird pro Quadratmeter Wohnfläche angegeben. Der Wärmebedarfsausweis ist Käufern, Mietern und sonstigen Nutzungsberechtigten eines Gebäudes auf Anforderung zur Einsichtnahme zugänglich zu machen.

  • Wärmebrücke
    Wärmebrücke
    auch: Kältebrücke, Wärmebrücken

    Als Wärmebrücke bezeichnet man eine wärmetechnische Schwachstelle an einer Fassade. Wärme wird an einer Wärmebrücke besonders gut ins Freie geleitet. Schwachpunkte einer Fassade sind zum Beispiel Auflagerbereiche von Decken, Ringankern, Fenster- und Türstürzen, tragenden Gerippen bei Skelettbauweise, auskragenden Bauteilen (z.B. Balkone aus Stahlbeton), betonierten Wandscheiben und Rollladenkästen. Eine Wärmebrücke macht sich nach schon geringer Zeit dadurch bemerkbar, dass durch den deutlichen Temperaturunterschied Wasser kondensiert und feuchte Stellen in der Wand oder an der Decke erkennbar werden. Der nächste Schritt ist häufig Schimmelbildung, die ein deutliches Zeichen ungenügende Wärmedämmung ist. Dem wirkt eine entsprechende Wärmebrückendämmung effektiv entgegen. Bei Stützen oder großflächigen Bauteilen kann hier eine extrudierte Polystyrol-Hartschaumdämmung (in Form von vorgefertigten Platten unterschiedlicher Dicken, die vor Ort passgenau auf die passende Größe zugeschnitten werden) definiert eingesetzt und direkt in die Schalung eingelegt werden. Wärmebrücken werden häufig auch fälschlicherweise als Kältebrücken bezeichnet.

  • Wärmedämmglas
    Wärmedämmglas
    auch: Wärmedämmgläser

    siehe Wärmeschutzglas.

  • Wärmedämmputze
    Wärmedämmputze
    auch: Wärmedämmputz

    Außenputze, die zur Verbesserung der Wärmedämmung von Außenwänden eingesetzt werden. Wärmedammputze bestehen aus einem Ober- und einem Unterputz. Der Oberputz dient dabei dem Schutz vor Feuchtigkeit und kann auch zur optischen Ausgestaltung genutzt werden. Der Unterputz stellt mit geschäumten Polystyrol die wärmedämmende Maßnahme dar und kann, da er sehr viel leichter als herkömmlicher Putz ist, in Stärken von bis zu 6 cm aufgetragen werden.

  • Wärmedämmschicht
    Wärmedämmschicht

    Schicht aus Dämmstoffen in Bauteilen, die den Wärmschutz sicherstellen soll.

  • Wärmedämmstoffe
    Wärmedämmstoffe
    auch: Wärmedämmung, Wärmedämmstoff

    Baustoffe, die eine niedrige Rohdichte und Wärmeleitfähigkeit besitzen und zum dämmen von Gebäuden eingesetzt werden. Als Dämmstoffe kommen Mineralwolle, Polystyrol, PUR-Hartschaum, Holzfaserplatten, Hanfwolle, Schaumglas oder Perlite zum Einsatz. Nicht jeder Wärmedämmstoff ist für jede Anwendung geeignet. Bei einer Außendämmung dürfen die Stoffe z.B. kein Wasser aufnehmen, da sonst die Wirkung herabgesetzt wird. Speziell für die Fassadendämmung werden sogenannte Wärmedämmverbundsysteme angeboten.

  • Wärmedämmung
    Wärmedämmung

    siehe Wärmedämmstoffe.

  • Wärmedämmverbundsystem
    Wärmedämmverbundsystem
    auch: Wärmedämmverbundsysteme, Wärmedämm-Verbundsystem, Wärmedämm-Verbundsysteme
    wdvs.gif

    Wärmedämmverbundsysteme stellen ein kombiniertes Klebe-, Montage-und Beschichtungssystem dar, wie es in der DIN V18559 beschrieben wird. Wärmedämmende Materialien (Styropor, Steinwolle, Holzwolle-Leichtbauplatten, Kork etc.) werden auf den Außenwänden eines Gebäude befestigt (mit Klebemörtel, mit Dübeln, mit Halteleisten). Die Dämmung wird anschließend mit einer Beschichtung versehen. Diese Beschichtung besteht aus einem Unterputz (Armierungsschicht) und einer Schlussbeschichtung (Putz, keramische Bekleidung wie Riemchen oder Fliesen), die möglichst wasserabweisend (hydrophobiert) und dennoch wasserdampfdurchlässig (diffusionsoffen) sein sollte. Der Begriff Verbundsystem bringt zum Ausdruck, dass die einzelnen Komponenten des Systems ein aufeinander abgestimmter Verbund sind / sein müssen.

  • Wärmedehnung
    Wärmedehnung
    auch: Wärmedehnungen

    Auch thermischer Ausdehnungskoeffizient genannt. Die Wärmedehnung ist die durch Temperaturänderung in 1 K (1 Kelvin = 1°, Celsius) bewirkte Längenänderung (bzw. Volumenänderung) eines Stoffes, bezogen auf die Ausgangslänge bzw. das Ausgangsvolumen.

  • Wärmedurchgangskoeffizient
    Wärmedurchgangskoeffizient
    auch: U-Wert

    Wird im Bauwesen U-Wert genannt (früher k-Wert). Er gibt an, welche Wärmemenge (in kWh) durch eine Bauteilfläche von 100 m² in einer Stunde transportiert wird, wenn zwischen innen und außen ein Temperaturunterschied von 10 Grad besteht. Je kleiner der Wert, desto besser. Ein guter U-Wert für ein Dach liegt bei etwa 0,20 kwh. Dies wird mit einer Zwischensparrendämmung von etwa 20 cm Dicke oder einer Aufsparrendämmung von etwa 12 Dicke erreicht. Bei einem Niedrigenergiehaus sollte der U-Wert des Daches unter 0,15 liegen. Dies wird durch entsprechende Erhöhung der Dämmstoffdicke erreicht. Ein guter U-Wert für eine Wand liegt bei 0,30, um Niedrigenergiehaus-Standard zu erreichen, sollte der U-Wert 0,20 nicht überschreiten.

  • Wärmedurchlaßkoeffizient
    Wärmedurchlaßkoeffizient

    siehe Wärmedurchlaßwiderstand.

  • Wärmedurchlaßwiderstand
    Wärmedurchlaßwiderstand
    auch: Wärmedurchlaßkoeffizient, Wärmedurchlasswiderstand

    Widerstand einer Schicht gegen das Durchströmen von Wärme angegeben. Zu seiner Ermittlung ist die Dicke der betreffenden Schicht (in Meter) durch die stoffbezogene Wärmeleitfähigkeit zu dividieren. Je höher der Wärmedurchlaßwiderstand, desto besser die Wärmedämmung.

  • Wärmeeindringkoeffizient
    Wärmeeindringkoeffizient

    Der Wärmeeindringkoeffizient ist eine reine Baustoffkenngröße, die um so kleiner ist, je weniger Wärme beim Kontakt zweier Körper transportiert wird. „ Warme“ Baustoffe wie z. B. Ziegel weisen günstige Werte auf.

  • Wärmegewinne
    Wärmegewinne

    I´n einem Gebäude gibt es nicht nur Wärmeverluste, es wird auch Wärme gewonnen, z. B. durch Sonnenlicht. Bewohner und elektrische Geräte wirken ebenfalls als „Energiequellen“ und geben Wärme ab. Diese „inneren Gewinne“ tragen zur Erwärmung der Räume bei. Vor allem im Winter und in der Übergangszeit überwiegen in unseren Breiten die Wärmeverluste. Um eine angenehme Raumtemperatur sicherzustellen, muss daher ein spezieller Wärmeerzeuger die Verluste kompensieren. Dieser Heizwärmebedarf hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Er wird u. a. durch Lage, Größe, Geometrie und Bauweise sowie die verwendeten Bauteile bzw. Baustoffe bestimmt. Der Heizwärmebedarf kann von einem Architekten oder Planer berechnet werden. Das Ergebnis dient dazu, die Heizleistung des Wärmeerzeugers festzulegen. Der tatsächliche Verbrauch des Wärmeerzeugers an Öl, Gas, Fernwärme oder Strom wird Heizenergiebedarf genannt und liegt über dem berechneten Heizwärmebedarf, da im Heizungssystem Verluste entstehen, die berücksichtigt werden müssen. Auf den tatsächlichen Verbrauch können die Bewohner entscheidenden Einfluss nehmen.

  • Wärmekapazität
    Wärmekapazität

    erforderliche Wärmemenge (in W oder kJ), um 1 kg eines Stoffes um 1°C zu erwärmen.

  • Wärmeleitfähigkeit
    Wärmeleitfähigkeit

    Die Wärmeleitfähigkeit eines Stoffes gibt an, welche Wärmemenge (in kWh) durch eine Baustoffläche von 100 m² und 1 m Dicke in einer Stunde transportiert wird, wenn zwischen innen und außen ein Temperaturunterschied von 10 Grad besteht. Wie beim U-Wert gilt: je kleiner der Wert, desto besser.

  • Wärmepumpe
    Wärmepumpe
    auch: Wärmepumpen

    Eine Wärmepumpe funktioniert wie ein Kühlschrank, nur mit umgekehrtem Nutzen. So kann vereinfacht das Prinzip der Wärmepumpe erklärt werden: Ein Kühlschrank entzieht den Lebensmitteln Wärme und gibt sie an den Raum ab. Wärmepumpen entziehen über eine Wärmeträgerflüssigkeit (ähnlich dem "Kältemittel" in einer Klimaanlage) der Luft, dem Wasser oder der Erde Wärme und leiten diese an das Heizsystem weiter. Dabei bedient sich die Wärmepumpe einer Wärme, die deutlich unter der Körpertemperatur des Menschen liegt und daher als "kalt" empfunden wird. "Kälte" ist allerdings eine Frage der Sichtweise. Eine Wärmepumpe kann selbst aus Minusgraden noch ausreichend Wärme zum Heizen ziehen. Sie wandelt Wärme niedriger Temperatur in Wärme höherer Temperatur um, das heißt aus Luft mit einer Temperatur von 10°C wird beispielsweise Heizwasser mit einer Temperatur von 35°C, das einen Raum ausreichend erwärmen kann. Das Erdreich hat in etwa 10 m Tiefe eine konstante Temperatur von 10 - 15°, Grundwasser ist ganzjährig etwa 8 bis 12° "warm". Das sind ausreichende Temperaturen, um über Wärmepumpen Heizenergie zu gewinnen.

  • Wärmepumpenheizung
    Wärmepumpenheizung
    auch: Wärmepumpenheizungen

    Heizungssystem, das infolge der Energiepreise und knapper werdender Ressourcen an Bedeutung gewinnt, wenn auch der technische Aufwand nicht unerheblich ist. Als Planziel gilt, den Hausbesitzer fast völlig unabhängig von Erdgas, Strom oder Öl zu machen. Zu diesem Zweck sollen über Sonden und Kollektoren der Erde und dem Grundwasser und über Wärmepumpen der Luft Wärme entzogen und in der Wärmepumpenheizung zu Heizenergie aufbereitet werden.

  • Wärmerückgewinnung
    Wärmerückgewinnung

    siehe Wärmerückgewinnungs-Anlage.

  • Wärmerückgewinnungs-Anlage
    Wärmerückgewinnungs-Anlage
    auch: Wärmerückgewinnungs-Anlagen

    Eine Wärmerückgewinnungs-Anlage nutzt die Wärme der Abluft zu Heizzwecken. Die Wärmerückgewinnung geschieht mit Wärmetauschern, genauer gesagt mit Kreuzstromwärmetauschern. Beim Kreuzstromwärmetauscher wird frische und verbrauchte Luft über zwei voneinander getrennten Lamellensystemen im Kreuzstromprinzip vorbeigeleitet, so dass sich die Wärme austauschen kann. Sie haben einen Wirkungsgrad von etwa 75%, das heißt, es werden 75% der Wärme von der Abluft auf die Zuluft übertragen. Das System läßt sich weiter perfektionieren, indem man die Frischluft, nachdem sie den Wärmetauscher passiert hat, soweit nacherwärmt, dass sie vollends auf Zimmertemperatur gebracht wird. Diese Nacherwärmung kann durch eine Wärmepumpe geschehen. Sie zieht hinter dem Wärmetauscher die Abluft ein weiteres Mal zur Energiegewinnung heran.

  • Wärmeschutz
    Wärmeschutz

    Schutz des Hauses vor der Kälte von draußen oder umgekehrt (im Sommer). Der richtig und ingenieurmäßig geplante Wärmeschutz ist die wirksamste Methode zur Energieeinsparung. Er soll folgende Anforderungen erfüllen: Schaffung hygienischer Wohnverhältnisse, d.h. Erzielung eines gesunden und behaglichen Innenraumklimas. Erhaltung des Gebäudes und seiner Funktionstüchtigkeit durch Vermeidung schädlicher und unkontrollierter Tauwasserbildung (Gebäudepflege). Einsparung von Energie und dadurch von Heiz- und Betriebskosten (Wirtschaftlichkeit). Verminderung thermisch bedingter Gebäudeverformungen bzw. Spannungen, die zu Bauschäden führen können.

  • Wärmeschutzglas
    Wärmeschutzglas
    auch: Wärmedämmglas, Wärmeschutzgläser

    Das Wärmeschutzglas ist ein Isolierglas, das die Wärme möglichst im Raum und die Kälte möglichst draußen lassen soll. Allerdings wird diese Anforderung keineswegs nach dem Schema erreicht, je dicker die einzelne Glasscheibe und je breiter der gasgefüllte Scheibenzwischenraum, um so mehr Wärmeschutz. Für die Isolierwirkung ist die Beschichtung der Scheibe wesentlich wichtiger, als ihre Dicke. Und bei gleicher Beschichtung und gleichem Füllgas kann eine Senkung des U-Wertes nicht durch eine unbegrenzte Erhöhung des Scheibenzwischenraums erfolgen, da sonst Konvektion einsetzt und die möglichen Gewinne eines größeren Zwischenraums kompensiert oder sogar die Dämmung vermindert wird (Konvektion = das Gas kann bei Erwärmung aufsteigen und bei Abkühlung sinken). Die wichtigsten Beurteilungskriterien beim Wärmeschutzglas sind die Gesamtenergiedurchlässigkeit (g-Wert) und der Wärmedurchgangskoeffizient Ug (auch als kv-Wert bezeichnet). Von einem guten Wärmeschutzglas kann gesprochen werden, wenn der kv-Wert bei 1,2 W/m²K (oder niedriger) und der g-Wert bei 63 % (oder höher) liegt.

  • Wärmeschutzverordnung
    Wärmeschutzverordnung
    auch: WSVO

    Diese Verordnung hatte das Ziel, den jährlichen Heizwärmebedarf in Wohnungen zu reduzieren. Die Wärmeschutzverordnung wurde Anfang 2002 von der Energieeinsparverordnung abgelöst.

  • Wärmespeicherung
    Wärmespeicherung

    Eigenschaft eines Baustoffs oder Bauteils, zugeführte Wärmemengen aufzunehmen, zu speichern und bei Abkühlung der Umgebungsluft oder der angrenzenden Bauteile wieder abzugeben.

  • Wärmespeichervermögen
    Wärmespeichervermögen

    Das Wärmespeichervermögen gibt an, wieviel Wärme, z.B. in einer Wand bei Raumheizung aufgenommen werden kann. Es ist abhängig von der spezifischen Wärmekapazität des Wandbaustoffes, seiner Rohdichte und Dicke. Schwere Wandbaustoffe können also eine größere Wärmemenge speichern als leichte. Außenseitig mit WDVS wärmegedämmte und schwere Mauerwerke sind während der Heizperiode im gesamten Querschnitt warm und können somit viel Wärme speichern.

  • Wärmetauscher
    Wärmetauscher

    siehe Wärmerückgewinnungs-Anlage.

  • Wärmeübergangskoeffizient
    Wärmeübergangskoeffizient

    Der Wärmeübergangskoeffizient drückt die Wärmemenge aus, die pro Sekunde zwischen 1 m² der Oberfläche eines festen Stoffes und der ihn berührenden Luft ausgetauscht wird, wenn der Temperaturunterschied zwischen Luft und Stoffoberfläche 1 Kelvin beträgt.

  • Wärmeübergangswiderstand
    Wärmeübergangswiderstand

    Bevor die Wärme in einen Bauteil eindringt oder diesen verlässt, muss ein hauchdünner, stehender Luftfilm, eine Grenzschicht, durchdrungen werden. Dieser Luftfilm bietet dem Übergang der Wärme einen Widerstand, den Wärmeübergangswiderstand. Dabei spielen die Luftbewegung sowie die Beschaffenheit und Lage der Oberfläche des Bauteils eine große Rolle. Im Freien gibt es eine starke Luftbewegung, daher ist der Luftfilm dünn und der Widerstand klein. Umgekehrt herrscht im Raum meist Windstille, daher ist der Luftfilm dick und der Widerstand groß. Der Wärmeübergangswiderstand ist der Kehrwert der Wärmeübergangszahl.

  • Wärmeverluste
    Wärmeverluste

    Wie viel Energie zum Beheizen einer Wohnung bzw. eines Gebäudes benötigt wird, ergibt sich aus der Bilanzierung der Wärmeverluste und Wärmegewinne. Durch Außenwände, Kellerdecke, Dach und Fenster entweicht Wärme in die Umgebung. Diese Verluste werden als Transmissionswärmeverluste bezeichnet. Sie machen etwa 60 bis 80 % aller Wärmeverluste in Gebäuden aus. Die Bauteile mit den größten Wärmeverlusten sind üblicherweise Fenster und Glastüren. Um verbrauchte Luft zu ersetzen und Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden, muss ein Gebäude gelüftet werden. Dabei geht Wärme verloren, die als Lüftungswärmeverluste bezeichnet wird. Sie haben an den gesamten Wärmeverlusten einen Anteil von etwa 20 bis 40 %. Durch eine mechanische Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung können diese Wärmeverluste allerdings um bis zu 80 % gesenkt werden.

  • Wagener Systemhaus
    Wagener Systemhaus

    Zum Herstellerporträt von Wagener Systemhäuser

  • Walbendach
    Walbendach

    siehe Walmdach.

  • Walmdach
    Walmdach
    auch: Vollwalmdach, Schopfdach, Walbendach, Haubendach, Walmdächer
    walmdach.gif

    Sehr häufig zu sehende Dachform, dem Satteldach verwandt. Im Gegensatz zu diesem schließt der First jedoch nicht mit den beiden Giebelwänden ab, sondern ist beidseitig zurückgebaut, das heißt abgeschrägt sind. Dabei unterscheidet man noch Zwergwalmdach, Krüppelwalmdach und Fußwalmdach. Da bei diesen Varianten nicht die komplette Seite abgewalmt ist, spricht man auch häufig von Vollwalmdach, wenn der Walm so ausgebildet ist, wie auf der Zeichnung. Weitere Bezeichnungen für Walmdach sind Walbendach, Holländisches Dach, Schopfdach oder Haubendach.

  • Walmdachbungalow
    Walmdachbungalow
    auch: Walmdach-ungalow, Walmdachbungalows, Walmdach-Bungalows

    Bungalow mit einem flachen, nicht ausbaufähigen Walmdach.

  • Walmdachgaube
    Walmdachgaube
    auch: Walmdachgauben
    walmdachg.gif

    Bei geringen Dachneigungen kann es von Vorteil sein, für die Gaube ein eigenes Dach auszubilden. Der Dachraum kann dadurch um einiges vergrößert werden. Die Walmdachgaube ist neben der Schleppgaube, Giebelgaube, Flachgaube oder Trapezgaube eine Möglichkeit, dies zu tun.

  • Wandbekleidung
    Wandbekleidung
    auch: Wandbekleidungen

    Ausdruck speziell aus der Innenarchitektur. Darunter sind alle Maßnahmen und Materialien zu verstehen, durch die und mit denen eine nackte Wand "bekleidet" werden kann. Das können Tapeten ebenso wie Textilgewebe oder Holzpaneele sein.

  • Wandfarbe
    Wandfarbe
    auch: Wandfarben

    Unter Wandfarbe wird - im Gegensatz zur Fassadenfarbe - eine Farbe für die Beschichtung von Decke und Wand in Innenräumen verstanden, siehe Innenfarbe.

  • wandhängendes WC
    wandhängendes WC

    siehe Wand-WC.

  • Wandheizung
    Wandheizung
    auch: Wandheizungen

    Klassische Wandheizungen funktionieren wie eine Fußbodenheizung. Sie werden auf der Wand verlegt, zugeputzt und geben eine gleichmäßige Strahlungswärme ab, die der Mensch als besonders wohlig empfindet. Wandheizungen eignen sich auch, um nässebelastete Wände trocken zu halten. Für Stauballergiker sind diese Heizungen ideal, weil die erwärmte Luft nicht strömt. Marmor- und Specksteinheizungen basieren auf demselben Prinzip. Das Gestein wird erwärmt und strahlt dann seine Wärme ab. Auch sog. Heizfolien können als Wand- oder Deckenheizung eingesetzt werden, allerdings nur in kleineren Wohnräumen und auch dort nur als Zusatz-oder "Übergangsheizung"

  • Wand-WC
    Wand-WC

    Das Wand-WC wird im Gegensatz zum Stand-WC an der Wand befestigt. Wandhängende WC's haben den Vorteil, dass durch ihre Bodenfreiheit der Fußboden besser gereinigt werden kann. Der Abfluss erfolgt durch ein Rohr in der Wand. Nach Art des Beckens und des Geruchsverschlusses unterscheidet man Flachspül-WC, Tiefspül-WC und Zungen-WC. Die Spülung erfolgt mit einem Spülkasten oder einem %)Druckspüler%). Unentbehrliches Bestandteil eines WC-Beckens ist der WC-Sitz, der aus allen möglichen Materialien von Kunststoff bis Holz bestehen kann. Das Becken selbst ist aus Sanitärkeramik (auch mit Oberflächenbehandlung für leichte Reinigung) in verschiedenen Formen und Farben, ggf. auch aus Edelstahl.

  • Wangentreppe
    Wangentreppe
    auch: Wangentreppen

    Bezeichnung für eine Treppe, bei der die Stufen nicht auf einer Metall- oder Betonkonstruktion aufliegen, sondern in den seitlichen Wangen befestigt sind. Die klassische Holztreppe ist eine Wangentreppe. Die Trittstufen liegen in Ausfräsungen der Wangen auf. Nach der Form der Ausfräsungen unterscheidet man eingeschnittene Treppe, eingeschobene Treppe, halbgestemmte Treppe und gestemmte Treppe. Treppenwangen werden nach ihrer Lage unterschiedlich benannt. Liegen Wangen an Wänden, werden sie als Wandwangen bezeichnet. An der freien Treppenseite liegende Wangen heißen Freiwangen, bei viertel- oder halbgewendelten Treppen auch Licht- oder Öffnungswangen. Das bogenförmige Übergangsstück, das bei gewendelten Treppen zwei Freiwangenabschnitte verbindet, heißt Kropfstück.

  • Wanne
    Wanne
    auch: Wannen

    siehe Badewanne.

  • Wannengründung
    Wannengründung
    auch: Wannengründungen

    Müssen außer senkrechten Lasten auch noch waagerechte Lasten, z.B. durch Wasserdruck, aufgenommen werden, ist eine Wannengründung, besser bekannt als "Weiße Wanne", notwendig. Bodenplatte, Umfassungswände und Zwischenwände werden durch ihre Bewehrung zu einem geschlossenen und wasserundurchlässigen Gründungskörper verbunden. Weiße Wannen bestehen aus wasserundurchlässigem Beton, dem WU-Betoon. Wasserundurchlässig ist aber keineswegs wasserdicht, so sehr das den Laien auch verblüffen mag. Für den Bau von weißen Wannen gibt es kein DIN-Normen, wohl aber für die Beschaffenheit des WU-Betons. Während bei der schwarzen Wanne kein Feuchtigkeitstransport von außen nach innen stattfindet (oder stattfinden sollte), findet bei Bauteilen aus WU-Beton ein Feuchtetransport durch Dampfdiffusion und kapillare Wasserwanderung statt. Der Bau einer weißen Wanne ist nicht unproblematisch, weil der Bauunternehmer sehr exakt arbeiten muss. Völlig rissefrei sind die Wände und die Sohle der weißen Wanne dennoch nicht herzustellen, wobei diese Risse auf kleiner als 0,2 mm zu beschränken sind (DIN 1045). Alles in allem ist die weiße Wanne so konstruiert, daß geringe Feuchtemengen von außen nach innen dringen, dort aber abtrocknen. Verschwinden die dunklen Stellen, die Feuchte anzeigen, nicht aus dem Beton oder lassen sich sogar dauernd leicht feuchte, glänzende Stellen ausmachen, so funktioniert entweder die Lüftung im Keller nicht einwandfrei (die Feuchte kann also aufgrund zu hoher Luftfeuchtigkeit nicht abtrocknen) oder die weiße Wanne gehört zu jenen schätzungsweise 5 %, die fehlerhaft ausgeführt worden sind.

  • Warmdach
    Warmdach
    auch: Warmdächer

    Das Warmdach ist eine Flachdachkonstruktion bzw. eine Steildachkonstruktion. Beim Flachdach wird die Tragkonstruktion direkt mit der Dämmung und der Dachbahn verbunden, ohne daß dabei wie beim Kaltdach Luft oder gar Feuchtigkeit zwischen die Schichten gelangen darf. Beim Steildach wird unterhalb der üblichen Vollsparrendämmung durch eine Dampf- und Windsperre dafür gesorgt, daß keine Feuchtigkeit in die Dämmlage und in die Dachkonstruktion dringt. Dieses setzt eine äußerst gewissenhafte Verklebung der Dampfsperrfolie voraus. Fehler, die dabei besonders Heimwerkern beim Ausbau des Dachgeschosses passieren können, begünstigen Schimmelbildung in der Dämmung.

  • Warmfassade
    Warmfassade
    auch: Warmfassaden

    siehe Fassade

  • Warmwachsen
    Warmwachsen

    Beim Warmwachsen werden die gleichen Produkte wie beim Kaltwachsen verwendet. Vor dem Verarbeiten wird das Wachs jedoch auf maximal 80°C erhitzt und mit der Maschine auf den Holzfussboden aufgetragen. Die Temperatur sollte das Wachs während der ganzen Behandlung beibehalten. Man muss jedoch darauf achten, daß das Wachs nicht zu heiß wird, da es sonst zu einem Brand kommen könnte. Warmwachs dringt besser als Kaltwachs in die Poren des Holzes ein und bietet somit eine bessere Versiegelung

  • Warmwasser-Fußbodenheizung
    Warmwasser-Fußbodenheizung

    siehe Fußbodenheizung.

  • Warmwasserheizung
    Warmwasserheizung
    auch: Warmwasserheizungen

    Die verbreitetste und damit wichtigste Art der Zentralheizung ist in Deutschland die Warmwasserheizung. Bei ihr dient Wasser bis zu einer Temperatur von 120°C als Wärmeträger. In dem am tiefsten Punkt der Anlage, meist im Keller, aufgestellten Heizkessel wird das Wasser erwärmt und strömt durch unterschiedliche Schwerkraft oder eine Umwälzpumpe gehoben zu den Heizflächen in den Räumen. Nach der Wärmeabgabe an den Raum fließt das abgekühlte Wasser wieder in den Kessel zurück, von wo aus sich der Kreislauf ständig wiederholt. Nach der den Wasserumlauf bewirkenden Triebkraft wird zwischen Schwerkraft-Warmwasserheizung und Pumpen-Warmwasserheizung unterschieden.

  • Warmwasserspeicher
    Warmwasserspeicher

    Warmes Wasser ist heute ein fester Bestandteil fast eines jeden Haushalts. Hinsichtlich des Konstruktionsprinzips werden Durchlauferhitzer und die Bevorratung des Wassers in Warmwasserspeichern voneinander unterschieden. Während reine Durchlauferwärmer, bei denen das Wasser während der Entnahme erwärmt wird, nur einen begrenzten Warmwasserkomfort bieten, stellen bereits Kleinspeicher mit einem Volumen von 25 Liter Wasserinhalt eine wesentliche Verbesserung dar. Zur Abdeckung des normalen Warmwasserbedarfs eines Einfamilienhauses stellt ein Warmwasserspeicher ab einem Speichervolumen von 80 Litern eine befriedigende Lösung dar, im Zweifamilienhaus sollte ein Speichervolumen von mindestens 150 Litern gewählt werden, komfortable Lösungen sind hier Warmwasser-Speicher mit einem Speichervolumen von 200 bis 300 Litern. Sorgfältig aufeinander abgestimmte Heizkessel-/ Warmwasser-Speicher- Kombinationen weisen hohe Leistungsfähigkeit bei vernachlässigbaren Verlusten auf. Bei Warmwasserspeichern wird zwischen Pufferspeichern, Unterbauspeichern, Wandspeicher, Standspeichern, aufgesetzter Warmwasserspeichern und Kombispeichern unterschieden.

  • Warmwasserzähler
    Warmwasserzähler

    siehe Wasserzähler.

  • Waschbecken
    Waschbecken

    Veraltete Bezeichnung für einen Waschtisch, wobei die Industrie allenfalls noch den Begriff des Handwaschbeckens im Zusammenhang mit Gästebädern und öffentlichen Sanitäreinrichtungen verwendet.

  • Waschtisch
    Waschtisch
    auch: Waschtische

    Ursprünglich ein Tisch, auf dem für die morgendliche Toilette (sprich Katzenwäsche unserer Vorfahren) eine Waschschüssel stand. Diese Waschtische wurden mit Aufkommen des fließenden Wassers aus dem öffentlichen Leitungsnetz von Waschbecken aus emailliertem Eisen, Kunststein oder Sanitärkeramik verdrängt, wobei die Sanitärindustrie heutzutage den Begriff des Waschbeckens geächtet hat und nur noch von Waschtischen spricht - auch dann, wenn eine Wandmontage erfolgt und gar kein Tisch mehr als tragender Unterbau vorhanden ist. Moderne Waschtische werden aus Sanitärkeramik, Edelstahl, Marmor, Naturstein und Glas hergestellt; für Einsatzzwecke in Preiswert-Hotels auch aus speziellen kratzfesten und lauge-resistenten Kunststoffen wie Coram usw. Der lange Zeit verpönte ursprüngliche Waschtisch ist wieder in Mode gekommen - und zwar entweder als nostalgischer Nachbau oder aber als moderne Designervariante.

  • Wasserboiler
    Wasserboiler

    siehe Boiler.

  • Wasserdampfdiffusion
    Wasserdampfdiffusion
    auch: Dampfdiffusion

    Der Dampfdruck im Freien und in bewohnten Räumen ist meist unterschiedlich groß. Der Dampfdruck hat deshalb das Bestreben, sich zwischen innen und außen auszugleichen. Dabei entsteht eine Wanderung durch die Bauteile hindurch, meist von innen nach außen. Diese Wanderung wird Wasserdampfdiffusion genannt.

  • wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke
    wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke

    Je größer der Wert, desto weniger Wasserdampf kann durch ein Bauteil. Liegt der Wert über 1500 m spricht man von einer Dampfsperre, liegt er zwischen 2 und 1500 m spricht man von einer Dampfbremse. Mit folgender Formel wird die wasserdampfdiffusions-äquivalente Luftschichtdicke berechnet: SD = S x µ S = Bauteildicke µ = Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl

  • Wasserenthärter
    Wasserenthärter

    Wasserenthärter sind Geräte zur Behandlung von Trinkwasser mit zu hohem Härtegrad. Härtebildner sind bei der Kalkauflösung Magnesium und Kalium. Verunreinigungen können sichtbar (Trübung) oder unsichtbar (Gerüche etc.) sein. Die Härte selbst ist unsichtbar und geruchlos. Erst bei der Benützung des Wassers zeigen sich die Auswirkungen des Härtegrades (Kalkablagerungen, Waschmittel etc.). Geeignete Enthärter- und Wasseraufbereitungsanlagen können diesbezüglichen Problemen vorbeugen. eine vorgängige Analyse des Wassers und Besprechung mit einem Haustechnikfachmann ist zu empfehlen.

  • Wasserenthärtung
    Wasserenthärtung

    siehe Enthärtung.

  • Wasserhärte
    Wasserhärte
    auch: Deutsche Härtegrade

    Die Härte des Wassers wird über den Gehalt an Calcium- und Magnesiumverbindungen bestimmt. Sie wird in Deutschland in »Deutsche Härtegrade« (Grad d) gemessen. Die Härtegrade teilen sich dann folgendermaßen auf: 0- 7 dGH weich 8-14 dGH mittelhart 15-21 dGH hart über 21dGH sehr hart Nach dem Gesetz über Einheiten im Meßwesen von 1969 wird der Härtegrad heute international in Millimol/L. (mmol/l) angegeben, wobei zwischen weichem Wasser (bis 1,3) bis zu sehr hartem Wasser (über 3,8) unterschieden wird. Weiches Wasser schützt das Rohrleitungsnetz und die gesamte Sanitäreinrichtung vor unerwünschten Kalkablagerungen. Bei weichem Wasser kann an Wasch- und scharfen Reinigungsmitteln, Geschirrspülsalz sowie Entkalker für Heißwassergeräte gespart werden. Das schützt die Umwelt und den Geldbeutel. Um den gewünschten Härtegrad zu erreichen, ist häufig eine Enthärtung des Wassers notwendig.

  • Wasserrohrbruch
    Wasserrohrbruch
    auch: Wasserrohrbrüche

    siehe Rohrbruch.

  • Wasserrückflussverhinderer
    Wasserrückflussverhinderer

    siehe Rückflussverhinderer.

  • Wasserzähler
    Wasserzähler
    auch: Warmwasserzähler, Kaltwasserzähler

    Wasserzähler dienen der Ermittlung des Wasserverbrauchs, wobei in Deutschland grundsätzlich alles verkaufte Wasser gemessen werden muss. Nach den Eichgesetzen muss der Wasserzähler alle sechs Jahre (Warmwasserzähler) neu geeicht werden. Bei einem Kaltwasserzähler (zugelassen für Wasser bis 40°C) reicht ein Eichintervall von fünf Jahren aus. Das Eichjahr erkennt man am sogenannten Hauptstempel (Plombe). Auf der einen Seite ist die Jahreszahl eingeprägt, auf der anderen Seite die Kennnummer der Prüfstelle oder des Eichamts. Es gibt Wasserzähler für Heißwasser, Warmwasser und für Kaltwasser, Groß- und Hauswasserzähler, Aufputzzähler und Zapfhahnzähler.

  • WC
    WC

    Die beiden Buchstaben sind international verständlich. Sie signalisieren, dass sich hinter einer Tür mit dem Schild "WC" ein "water closet" befindet, nämlich ein Sitztoilettenbecken mit Wasserspülung. Jenes ist in England erfunden worden - daher auch die englische Bezeichnung und die sich daraus ableitende Abkürzung. Während "WC" in diesem Fall nur signalisiert, dass ein Toilettenraum mit WC-Schüssel vorhanden ist, wird "WC" jedoch von der sanitärkeramischen Industrie auch als Gattungsbegriff für eben diese WC-Schüsseln verstanden.

  • WC-Schüssel
    WC-Schüssel
    auch: WC-Schüsseln

    Die WC-Schüssel ist ein Becken aus Sanitärkeramik oder rostfreiem Edelstahl, allerdings wird diese Bezeichnung immer weniger verwendet. Lieber spricht die Industrie, die solche Schüsseln herstellt, nur noch vom WC. WC-Schüsseln aus Keramik werden in drei bis vier dutzend Sanitärfarben angeboten. Dem Käufer bleibt es überlassen, ob er seine WC-Schüssel mit einem individuellen WC-Sitz ausstattet oder als komplette Einheit vom Hersteller übernimmt. Zu den Kuriositäten in diesem Bereich zählt eine WC-Schüssel aus massivem Gold, die ein Händler aus Hongkong aufgestellt hat und die jene Kunden benutzen dürfen, die einen Mindesteinkauf von 1.000 $ getätigt haben.

  • WC-Sitz
    WC-Sitz
    auch: WC-Sitze
    wcsitz.jpg

    WC-Sitze bestehen aus Kunststoff, formgepresstem Leimholz oder Massivholz. Moderne WC-Sitze sind ergonomisch so geformt, dass auch bei längerer "Sitzung" der Toilettenbenutzer nicht so schnell ermüdet. WC-Sitze werden in allen Sanitärfarben und in zum Teil abenteuerlichen Dekoren wie Kuh- oder Zebrafell auf den Markt gebracht. "Kultige" Trenderscheinungen sind WC-Sitze aus transparentem Kunststoff mit eingelassenem Stacheldraht, Kunststoffblumen und dergleichen. Unser Foto zeigt einen WC-Sitz des dänischen Herstellers PRESSALIT, der aus mehreren Schichten formgepressten Holzes besteht und dadurch wesentlich stabiler ist, als ein WC-Sitz aus Massivholz.

  • WDVS
    WDVS

    Abkürzung für Wärmedämmverbundsystem.

  • WeberHaus
    WeberHaus

    Zum Herstellerporträt von WeberHaus

  • Wechselschloss
    Wechselschloss
    auch: Wechselschloß

    Haustüren müssen mit einem Wechselschloss oder einem Elektronik- bzw. Magnetschloss versehen sein. Die Sicherungsart beim Wechselschloss kann ein Zuhaltungsschloss oder Zylinderschloss sein. Die Bezeichnung "Wechsel" bedeutet, dass die Schlossfalle mit dem Schlüssel betätigt werden kann. Man muss also keinen Türgriff drücken, um die Tür aufsperren zu können. Türen mit solchen Schlössern werden auf der Außenseite meist mit einen Knopf oder Griff kombiniert.

  • Weichdach
    Weichdach
    auch: Weichdächer

    siehe weiche Bedachung.

  • weiche Bedachung
    weiche Bedachung
    auch: weichen, Bedachung

    Von einer weichen Bedachung spricht man, wenn bei einem Brand des Nachbargebäudes durch Funkenflug oder Hitzentwicklung die Gefahr besteht, dass sich die Dachhaut entzündet. Materialien einer weichen Bedachung sind z. B. aus Holzschindel, Stroh, Reet, Schilf oder unbesandeter Pappe. Häuser, die mit diesen Material gedeckt sind müssen einen entsprechend großen Abstand zum Nachbarhaus errichtet werden. Holzschindeln können bei geeigneter Behandlung auch für eine harte Bedachung nutzbar gemacht werden.

  • Weichmacher
    Weichmacher

    Weichmacher werden Kunststoffen beigemischt, damit diese eine vielseitige Verwendbarkeit bekommen und einfach zu bearbeiten sind. Sie wirken wie ein Schmiermittel zwischen den Kunststoffmolekülen und machen die Materialien je nach Bedarf unterschiedlich elastisch. Durch den Zusatz von Weichmachern hat insbesondere auch PVC eine enorme Bedeutung erlangt. Der Anteil an Weichmachern kann bis zu 70% betragen. Einsatzgebiete für mit Weichmacher versetztem Weich-PVC sind u.a. Bodenbeläge, Kabel, Folien, Beschichtungen und Profile für den Bau von Fenstern und Türen. Neben dem Haupteinsatzgebiet Weich-PVC findet man Weichmacher auch in Lacken, Anstrich- und Beschichtungsmitteln, Dichtungsmassen, Kautschuk- und Gummi-Artikeln sowie in Klebstoffen. Neben allen aus technischer Sicht wertvollen Eigenschaften haben Weichmacher den Nachteil, dass sie langsam wieder ausgasen. Diese Gase sammeln sich in der Raumluft an und können unter Umständen gesundheitsschädlich sein.

  • Weich-PVC
    Weich-PVC

    PVC in seiner weichen Form, die durch einen Weichmacheranteil von bis zu 50% erreicht wird. Bis zu einer Temperatur von 40°C behält der Kunststoff seine gummielastisch-weiche Konsistenz. Weich-PVC fühlt sich lederartig an, versprödet allerdings mit der Zeit. Es ist nicht so chemikalienfest wie Hart-PVC und wird von den meisten Lösemitteln angegriffen. Bodenbeläge, Folien und Dichtungsbahnen sind aus Weich-PVC.

  • Weißer Porenschwamm
    Weißer Porenschwamm

    Der Weiße Porenschwamm ist einer der am häufigsten vorkommenden holzzerstörenden Pilze. Beim Weißen Porenschwamm entsteht, wie auch beim Hausschwamm (siehe Echter Hausschwamm) und Kellerschwamm (siehe Brauner Kellerschwamm), Braunfäule mit Würfelbruch. Die Mycel bilden sich als weiße, zum Teil kräftige, eisblumenartige Stränge aus. Im Gegensatz zum Echten Hausschwamm bleiben diese weiß und werden im trockenen Zustand nicht spröde. Nadelholz wird vom Pilz bevorzugt befallen. Der Weiße Porenschwamm entwickelt sich bei 3 bis 36 Grad Celcius, wobei er bei 26 bis 27 Grad Celcius optimale Bedingungen vorfindet. Der Pilz kann beim Austrocknen des Holzes in Trockenstarre verfallen und bei erneuter Befeuchtung des Holzes das Wachstum wieder aufnehmen. Das kann auch nach Jahren wieder passieren.

  • Weiße Wanne
    Weiße Wanne
    auch: Weisse, Wannen, Weiße, Wannen

    siehe Wannengründung.

  • Weißfäule
    Weißfäule

    Nach Art der Holzzerstörung durch Pilze werden Braunfäule, Weißfäule und Moderfäule unterschieden. Die Weißfäule tritt meist am lebenden Baum auf, ist aber auch an feucht lagerndem Holz und an verbautem Holz im Gebäude zu finden. Bei der Weißfäule wird Zellulose und Lignin gleichzeitig abgebaut. Das Holz wird faserig und färbt sich hell bis weiß. Die Weißfäule wird auch als Korrosionsfäule bezeichnet.

  • Weiss Fertighaus
    Weiss Fertighaus

    Zum Herstellerporträt von Weiss Fertighaus

  • Weiss Holzhausbau
    Weiss Holzhausbau

    Zum Herstellerporträt von Weiss Holzhausbau

  • Weißlochfäule
    Weißlochfäule

    Die Weißlochfäule ist eine Sonderform der Weißfäule, die vorwiegend im Kernholz eines Baumstammes auftritt. Durch den lokalen Abbau der Holzkomponenten entstehen Löcher (mit weißer Zellulose gefüllt).

  • Wellplatten
    Wellplatten
    auch: Wellplatte
    wplatten.jpg

    Wellplatten standen jahrelang im Verruf, nur ein Material für die besonders billige Deckung von Lagerschuppen oder allenfalls Industriehallen zu sein. Wellplatten werden in einem sog. Wickelverfahren unter Hochdruck aus Faserzement gepresst. Die sind heute absolut asbestfrei und werden in verschiedenartigen Farben angeboten. Nicht zuletzt deshalb haben designbetonte Architekten die Wellplatte wieder entdeckt und verwenden sie für die moderne Gestaltung von Fassaden und Dächern von Gewerbegebäuden, aber auch Wohnhäusern.

  • Wendefenster
    Wendefenster
    auch: Wendeflügelfenster
    wendefenster.gif

    Beim Wendefenster dreht sich der Wendeflügel um eine senkrecht liegende Drehachse. Die Drehachse kann mittig oder außermittig angeordnet sein. Bei geöffnetem Fenster steht der Flügel nur mit halber Flügelbreite in den Raum. Regenschutz und Rollladen sind im geöffneten Zustand problematisch. Der Fensterflügel läßt sich je nach Konstruktion links oder rechts öffnen, jedoch keineswegs um seine eigene Achse drehen. Wendefenster eignen sich besonders für mehrstöckige Gebäude, da sie sich auch von innen leicht putzen lassen.

  • Wendeflügelfenster
    Wendeflügelfenster

    siehe Wendefenster.

  • Wendeltreppe
    Wendeltreppe
    auch: Wendeltreppen

    siehe Spindeltreppe.

  • Werkvertrag
    Werkvertrag
    auch: Werkverträge

    Bei Bauleistungen, Reparaturen usw. kommt zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber ein Werkvertrag zustande.

  • Werte-Mix
    Werte-Mix

    Von einem Werte-Mix sprechen Bauingenieure und Bauphysiker vor allem, wenn ein Bauteil oder Baustoff unterschiedliche "Werte" erfüllen muss, also unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden muss. Dabei kann nicht jeder Wert eine ideale Höhe erreichen, also kann auch nicht die legendäre Wollmilchsau entstehen. Im Tiefbau kann zwar ein Belag aufgebracht werden, der "flüsterleise" auf hämmernde LKW-Reifen wirkt. Andererseits muss berücksichtigt werden, welche Werte ein solcher Belag hinsichtlich der Abriebfestigkeit oder bei extremer Hitze oder großem Frost erreicht. Im Hochbau spielt der richtige Werte-Mix bei Flachdachbeschichtungen oder Putzsystemen eine wichtige Rolle, vor allem aber bei der Tageslichtlenkung.

  • Wertermittlungsverordnung
    Wertermittlungsverordnung

    Die "WertV" regelt, nach welchen Kriterien der Wert einer Immobilie zu ermitteln ist. Das komplizierte Gesetzeswerk dient vor allen den speziell auf Wertermittlungsgutachten spezialisierten Sachverständigen als "Bibel".

  • Wertminderung
    Wertminderung
    auch: Wertminderungen

    Das Feld der Wertminderung im Baubereich ist sehr umfangreich. Nicht sachgerecht ausgeführte Bauleistungen können zu einer Wertminderung führen, aber auch Schäden, die weder Architeklt noch Bauherr vorhersehen konnten wie etwa durchnässte Keller aufgrund des Anstiegs des Grundwasserspiegels. Wertminderungen können aber auch eintreten durch den Ausbau einer Wohn- zu einer Durchgangsstraße oder durch den Verkauf eines Nachbarhauses beispielsweise an jemanden, der hier ein Bordell einrichtet. Die Ermittlúng einer Wertminderung ist Aufgabe von Sachverständigen.

  • WertV
    WertV

    siehe Wertermittlungsverordnung

  • Whirlpool
    Whirlpool
    auch: Whirlpools
    whirlpool.jpg

    Bei Whirlpools bleibt das Wasser, im Gegensatz zur Whirlwanne, über mehrere Badegänge im Pool. Es muss daher nach jedem Badegang sorgfältig gereinigt und aufbereitet werden, wofür eine aufwändige Technik sorgt incl. automatischer Trocknung der Zuleitungen. Dafür haben auch mehrere Leute darin Platz. Das Wellness-Vergnügen ist bei Whirlpool und Whirlwanne jedoch das gleiche. Aus feinen Düsen und kräftigen Massagedüsen kommen Luft- oder Wasserstrahlen, die Haut wird auf sehr angenehme Weise stimuliert. Die Wasserstrahlen wirken auf alle Hautschichten und Nervenenden. Die Muskulatur und der Bewegungsapparat werden gelockert. Whirlpools werden in verschiedenen Ausstattungsmerkmalen hergestellt. Dazu gehören Unterwasserscheinwerfer, aber auch das eingebaute Radio oder der CD-Player. Die Bedienung aller Funktionen erfolgt über ein eingebautes Cockpit. Speziell Hersteller aus den USA bieten auch Garten-Whirlpools an. Unser Foto zeigt einen Whirlpool des Herstellers RIVIERAPOOL.

  • Whirlwanne
    Whirlwanne
    auch: Whirlwannen
    whwanne.jpg

    Die Whirlwanne ist, im Gegensatz zum Whirlpool nur etwa so groß wie eine normale Wanne und daher für das häusliche Bad besser geeignet. Whirlwannen sind bis zu zwei Personen konzipiert. Das Badewasser wird wie in einer normalen Wanne jedesmal frisch eingelassen. Das Wellness-Vergnügen ist bei Whirlpool und Whirlwanne jedoch das gleiche. Aus vielen feinen Düsen kommen Luft- oder Wasserstrahlen, die Haut wird auf sehr angenehme Weise stimuliert. Die Wasserstrahlen wirken auf alle Hautschichten und Nervenenden. Dadurch wird nicht nur die Durchblutung verbessert, sondern auch die Haut soll gestrafft und das Gewebe gefestigt werden. Zur Enstpannung der Muskulator und des gesamten Bewegungsapparates verfügen Whirlwannen je nach Ausstattung auch über kräftige Massagedüsen. Wasser, Wärme und Luft vereinen sich im Whirlbad zum ungetrübten Wohlbefinden. Das Foto zeigt eine sog. Ergo-Whirlwanne des Herstellers HOESCH. Diese kann sogar mit Unterwasser-Scheinwerfern ausgestattet werden.

  • Widerspruch
    Widerspruch

    Wenn ein Bauantrag abgelehnt wird, kann der Bauherr Widerspruch erheben. Es handelt sich hier um einen Verpflichtungswiderspruch nach § 42 Abs. 1 der Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO), da die Behörde verpflichtet werden soll, die Baugenehmigung zu erteilen. Der Widerspruch ist gem. § 70 Abs. 1 VwGO innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Ablehnungsbescheides einzureichen. Dies gilt, wenn der Bescheid mit einer ordnungsgemäßen Rechtsbehelfsbelehrung versehen ist. Ist dies nicht der Fall, verlängert sich die Frist auf ein Jahr. Der Widerspruch muss schriftlich oder zur Niederschrift bei der Behörde, die den Bescheid erlassen hat, eingelegt werden. Über den Widerspruch entscheidet zunächst die Behörde, die den Bescheid erlassen hat. Kommt sie zu dem Ergebnis, daß das Vorhaben doch zulässig ist, erteilt sie die Baugenehmigung. Kommt sie zu einem anderen Ergebnis, gibt sie den Widerspruch an die Widerspruchsbehörde, die Bezirksregierung, ab. Diese prüft nun erneut und weist die Baugenehmigungsbehörde an, die Baugenehmigung zu erteilen, falls sie das Vorhaben für zulässig hält, falls nicht, weist sie den Widerspruch zurück.

  • Widerstandsfeuchtemessung
    Widerstandsfeuchtemessung

    Die Widerstandsfeuchtemessung ist eine Methode, die Feuchtigkeit in Bauteilen zu messen. Dabei wird mit Nadeln an die Feuchtemessung herangegangen. Zwei Messfühler werden in das Bauteil geschlagen, gerammt oder gebohrt und der elektrische Widerstand in Abhängigkeit von der elektrischen Leitfähigkeit gemessen. Feuchte Stoffe sind elektrisch leitfähiger und der elektrische Widerstand ist niedriger. Am Messgerät werden die Ergebnisse angezeigt, die unter Berücksichtigung verschiedener Baustoffe in Feuchtigkeitsprozente umgerechnet werden können. Anfänglich wurde diese Art der Messung lediglich in der Holz- und Forstwirtschaft genutzt. Inzwischen ist auch die Messung von mineralischen Stoffen möglich. Die Widerstandsmessung ist eine einfache und schnelle Methode, die Feuchtigkeit von Bauteilen zu bestimmen. Allerdings sind sehr leicht sehr große Verfälschungen der Messergebnisse möglich. Ungleiche Feuchteverteilung im Messgut, Temperatur, Homogenität und Dichte des Materials, Klebstofffugen, Oberflächenbehandlungen oder schlechter Kontakt der Elektroden können zu Fehlmessungen führen. Durch mehrere Messungen lassen sich solche Fehlmessungen jedoch abfedern, wobei völlig einwandfreie Werte dennoch nicht zu erwarten sind.

  • Widerstandsklassen
    Widerstandsklassen
    auch: Widerstandsklasse

    Allgemeinbegriff aus dem Bauwesen, aber auch aus anderen Industriebereichen. So werden beispielsweise auch gepanzerte Fahrzeuge nach Widerstandsklassen spezifiziert. Im Baubereich geht es um einmal um Widerstandsklassen gegen Feuer, nämlich die Feuerwiderstandsklassen. Und es geht um Widerstandsklassen bei Fenstern und Türen sowie der entsprechenden Verglasung mit Sicherheits-Verbundgläsern.

  • wilde Deckung
    wilde Deckung
    schiefer4.jpgschiefer5.jpg

    Wer nicht auf jeden Cent achten muss und sich etwas Außergewöhnliches aufs Dach "zimmern" lassen will, der wählt die wilde Deckung. Sie entsteht aus der Kombination aus besonders hochwertigem Moselschiefer und höchstem Geschick des Dachdeckers. Für die wilde Deckung werden Schieferscheiten unbehauen an die Baustelle geliefert und erhalten zum Großteil erst vom Dachdecker auf dem Dach ihre individuelle Form. So viel Individualität hat natürlich ihren Preis. Ab 140 Euro müssen Sie für einen Quadratmeter bezahlen.

  • Wilder Mann
    Wilder Mann

    Unter einem "Wilden Mann" versteht man im Fachwerkbau eine bestimmte Anordnung der Streben. Die Konstruktion besteht aus einem Pfosten und zwei schrägen, gegenläufig angeordneten Streben. Bei Eckständern und Bundständern, an die einseitig ein Fenster anschließt, heißt die Figur "Halber Wilder Mann". Vielleicht wird der "Wilde Mann" auch deshalb mitunter als "Ganzer Mann" bezeichnet.

  • Winddichtheitsschicht
    Winddichtheitsschicht
    auch: Winddichtheitsschichten

    Die Winddichtheitsschicht ist die außenseitig (kalte Seite) angebrachte Schicht, die das Einströmen kalter Außenluft in die Konstruktion verhindern soll. Die dafür geeigneten Materialien sind Unterspannbahnen, Unterdeckbahnen und Unterdachbahnen, sowie Aufsparrendämmsysteme (Vollflächendämmung oberhalb der Sparen), die im Naht- und Stoßbereich, sowie in allen Anschlüssen winddicht verklebt sind.

  • Windrispe
    Windrispe
    auch: Windrispen

    siehe Rispenband.

  • Windrispenband
    Windrispenband
    auch: Windrispenbänder

    siehe Rispenband.

  • Windsogsicherung
    Windsogsicherung

    Dachflächen werden, abhängig von ihrer Höhe und ihrer Fläche, mehr oder weniger stark von Windstau- und –sogkräften beeinflußt. Diese Kräfte können anhand der DIN 1055 `Lastenannahmen im Hochbau´ berechnet werden. Allerdings sind für Gebäudehöhen über 20 m rechnerische Nachweise notwendig, die von einem Statiker erbracht werden sollten. Auch spielen bei der Berechnung die vier Windzonen, in die Deutschland eingeteilt ist, eine Rolle - und innerhalb der Windzonen auch eine möglichst extreme Lage des Gebäudes, etwa an einer Steilküste. Zur Windsogsicherung bei Ziegeldächern werden beispielsweise sogenannte Sturmklammern verwendet.

  • Windzone
    Windzone
    auch: Windzonen
    windsogsicherung.gif

    Deutschland ist in vier Windzonen eingeteilt, denen unterschiedliche Windkräfte zugeordnet sind. Diese Windsog- bzw. Druckkräfte beeinflussen die statische Berechnung eines Daches oder eines höheren Gebäudes. Gegebenenfalls muss eine Windsogsicherung bei der Befestigung der Dachbedeckung eingebaut werden. Die abgebildetet Windzonenkarte bezieht sich auf die neue DIN 1055-4, die wahrscheinlich 2005 in Kraft tritt.

  • Winkelbungalow
    Winkelbungalow
    auch: Winkelbungalows

    Aus einem winkligen, meist L-förmigem Baukörper bestehender Bungalow, häufig mit einem Walmdach versehen.

  • Winkeltoleranz
    Winkeltoleranz

    Bereich für die zulässige Abweichung eines Winkels vom Nennwinkel.

  • Wintergarten
    Wintergarten
    auch: Wintergärten

    Die Briten haben den Wintergarten erfunden, nennen ihn aber "summer garden", weil man sich mit einem solchen Gebäudeteil ja den Sommer ins Haus holen will, wenn es draußen ungemütlich ist. Grundsätzlich kann ein Wintergarten bereits planerisch in einen Neubau integriert oder nachträglich an das Gebäude angebaut werden. Damit ist ein Wintergarten genehmigungspflichtig, da zusätztlicher Wohnraum entsteht. Je nach Bundesland wird auch die Bestellung eines Bauleiters verlangt. Als problematisch kann sich Marke Eigenbau ohne Baugenehmigung erweisen, vor allem dann, wenn Grenzabstände mißachtet werden. Wintergärten bestehen aus Glas, das in einer Konstruktion aus Holz, Kunststoff oder Aluminium gehalten wird. Auch für Wintergärten gelten, sofern sie in das Wohnhaus integriert sind, die verschärften Vorschriften der Energieeinsparverordnung. Da Wintergärten fast rundum verglast sind, entwickelt sich der Bau zu einer Wärmefalle ("Hitzestau"), wenn nicht im Dachbereich - also dort, wohin die warme Luft aufsteigt - für ausreichend Belüftungsmöglichkeiten gesorgt wird. Als Regel gilt, dass sich 10 % der Glasflächen öffnen lassen sollten. Sinnvoll ist der Einbau einer Schlittenmarkise, auch Wintergartenmarkise genannt, die über der Verglasung ausgefahren werden kann. Zum Wintergarten gehören natürlich Pflanzen. Damit diese optimal grünen, ist eine Süd-West- oder Süd-Ost-Lage ideal, reine Südlagen sind problematisch.

  • Wintergartenmarkise
    Wintergartenmarkise
    auch: Wintergartenmarkisen, Wintergarten-Markisen

    siehe Schlittenmarkise

  • wirlebenhaus
    wirlebenhaus
    auch: wir, leben, haus

    Zum Herstellerporträt von wirlebenhaus Holzhäuser

  • Wohnblockhäuser
    Wohnblockhäuser
    auch: Wohnblockhaus
    wbhaus.jpg

    Die älteste und ursprünglichste Art, ein Holzhaus zu bauen, ist die Blockbauweise. Zur Blockbauweise gehören sowohl Vollholzkonstruktionen aus Balken, Bohlen oder aus mehreren Lagen miteinander verleimter oder vernagelter Bretter als auch mehrschalige Konstruktionen mit Außen-, Kern- oder Innendämmung. Die Rundhölzer werden zur Fugenabdichtung konkav ausgefräst, übereinandergestapelt und an den Hausecken oder beim Stoß mit den Zwischenwänden verzahnt oder überlappt. Die Wände aus Blockbohlen werden durch Nut und Feder miteinander verbunden und in gleicher Weise miteinander überlappt. Als zusätzliche Dicht- und Dämmmaterialien kommen Filze oder Mineralwolle zum Einsatz. Blockbauten speziell aus Polarkiefer überdauern, wie man sich in Skandinavien überzeugen kann, Jahrhunderte. Sie bieten aufgrund ihres diffusionsoffenen Aufbaus ein ausgezeichnetes, natürliches Raumklima und erreichen - je nach Stärke der Balken - beachtliche Wärmedämmwerte. Allerdings werden Wohnblockhäuser in Deutschland zweischalig aufgebaut mit innenliegender Dämmung, damit die strengen Anforderungen der EnEV eingehalten werden können, was auch problemlos geschieht.

  • Wohndachfenster
    Wohndachfenster

    siehe Dachwohnfenster

  • Wohnfläche
    Wohnfläche

    Eine der zentralen Fragen beim Hausbau ist, wie groß die Wohnfläche des künftigen Eigenheims sein wird. Der Bauherr will sich auf die angepriesenen Versprechungen des Bauunternehmers verlassen können. Deshalb sollte er unbedingt darauf achten, dass ihm bekannt ist, welche von den drei möglichen Wohnflächenermittlungen gelten soll. Vielmehr gibt es drei unterschiedlichen Berechnungsarten, um die Wohnfläche zu ermitteln, nämlich nach der DIN 277, DIN 283 (zwar veraltet, kann aber nach wie vor vereinbart werden) oder nach der II. Berechnungsverordnung. Soll nach dem Wohnraumförderungsgesetz die Wohnfläche ermittelt werden, gilt die Wohnflächenverordnung vom 25.11.2003. Nach den DIN 277 und DIN 283 entspricht die Grundfläche auch der Wohnfläche. Das bedeutet, dass beispielsweise Terrassen, Keller, Balkone und sonstige Flächen in die Berechnung der Wohnfläche mit einfließen, obwohl diese Bereiche nicht zum vollwertigen Wohnen geeignet sind. Dies trifft insbesondere auch auf die Flächen unter Treppen oder flachen Dachschrägen zu. Nur die II. Berechnungsverordnung differenziert da genauer. Dementsprechend ist die II. Berechnungsordnung auch die verlässlichste Art der Wohnflächenermittlung. Wenn nichts anderes festgelegt, wird sie vor Gericht als Maßstab genommen. Terrassen, Balkone und ähnliche Bereiche werden höchstens mit der Hälfte der jeweiligen Grundfläche berücksichtigt. Flächen unter Dachschrägen zählen als vollwertig, wenn vom Boden aus nach oben wenigstens zwei Meter gemessen werden können. Ist die Höhe unter zwei Meter, aber noch über einem Meter, wird dieser Bereich zur Hälfte berechnet. Alles unter einem Meter bleibt unbeachtet.

  • Wohnflächenverordnung
    Wohnflächenverordnung

    Zur Zeit kursieren zwei, ja sogar drei Regelungen zur Wohnflächenberechnung: Die Wohnflächenverordnung (WoflV), die DIN-Norm 277 „Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau“ und gelegentlich die veraltete DIN 283 zur Wohnflächenberechnung. Öffentlich geförderte Wohnungen oder Eigenheime müssen nach der Wohnflächenverordnung gerechnet werden, beim freifinanzierten Wohnungsbau kann wahlweise nach der Wohnflächenverordnung oder der DIN 277 verfahren werden. Nun werden in der DIN 277 allerdings keine Wohnflächen ermittelt, sondern die Nutz- und Verkehrsflächen einer Wohnung. Für die Wohnflächenberechnung gemäß DIN-Norm gab es die DIN 283, die aber inzwischen nicht mehr gültig ist. Sie wurde vom Deutschen Institut für Normung (DIN) schon vor 20 Jahren ersatzlos zurückgezogen. Beide Berechnungsarten basieren auf der Grundfläche, die in einem ersten Arbeitsschritt ermittelt wird. Diese Grundfläche wird nach der DIN 277 in Nutz-, Verkehrs- oder Funktionsflächen aufgeteilt. Nach der Wohnflächenverordnung werden dagegen die Grundflächen der einzelnen Räume und Freisitze hinsichtlich ihrer Wohnnutzung bewertet. Zum Vergleich: Die Balkon-Grundflächen werden nach der DIN 277 zu 100% in die Nutzfläche eingerechnet, während sie nach der WoflV nur zu einem Viertel als Wohnfläche Berücksichtigung finden. Unterschiedliche Zuordnungen bzw. Bewertungen gibt es auch hinsichtlich der Dachschrägen und der Vorratsräume im Kellergeschoss. Beide Berechnungsarten auf dasselbe Einfamilienhaus angewendet, ergeben gut und gerne einen Unterschied von 20 Quadratmeter. Das bedeutet: Flächenangaben nach der WoflV mit Flächenangaben nach der DIN 277 gleichzusetzen, heißt Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

  • Wohnfolgeanlage
    Wohnfolgeanlage
    auch: Wohnfolgeanlagen

    Wohnfolgeanlagen sind bauliche Anlagen, die in Verbindung mit Wohnungen erfoderlich sind, wie Einzelhandel, Verwaltung, Kino, Theater, Banken usw.

  • Wohnkeramik
    Wohnkeramik

    Allgemeiner Begriff für Wand- und Bodenfliesen bzw. -platten aus keramischem Material. Dazu gehören z. B. Terracotta, Feinsteinzeugfliesen oder Spaltplatten. Hauptsächlich verwendet wird der Begriff allerdings, wenn von keramischen Bodenbelägen die Rede ist.

  • Wohn-Klo
    Wohn-Klo

    In die Umgangssprache eingegangene Bezeichnung für ein sehr kleines bis winziges Appartement in einer Appartementanlage. Solche "Wohn-Klos" wurden und werden insbesondere in Weltstädten und in Städten von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung wie Frankfurt oder München gebaut, wo ein Heer junger Angestellter auf einen bezahlbaren Wohnraum angewiesen ist. In London werden "Wohn-Klos" (übrigens zu horrenden Mieten) angeboten, die über eine winzige Sanitärzelle und einen Wohn-Schlafraum samt Kochnische verfügen, wobei die Gesamtwohnfläche 16 qm nicht überschreitet.

  • Wohnungsbau
    Wohnungsbau

    Sehr allgemeiner, insbesondere politischer Begriff für den Teil des Baugewerbes, der sich mit dem Bau von Wohnungen beschäftigt. Obwohl auch ein Eigenheim eine Wohnung ist, wird unter dem Begriff Wohnungsbau jedoch mehrheitlich der Bau von Mietshäusern verstanden. Landläufig heißt ein Ministerium auf Bundes- oder Landesebene, das für den Wohnungbau zuständig ist, "Wohnungsbauministerium". Der seit Jahren nachlassende Wohnungsbau ist zu einem Politikum geworden, da in vielen Städten Wohnungsnot herrscht, die vor allem in den Ballungsgebieten zu hohen Mietsteigerungen geführt hat.

  • Wohnungseingangstür
    Wohnungseingangstür
    auch: Wohnungseingangstüre, Wohnungseingangstüren
    wohnungseingangstuer.jpg

    Tür, die in einem Mietshaus oder einer Eigentumswohnanlage aus dem Flur, dem Korridor oder einem Laubengang in die Wohnung führt. Wohnungseingangstüren sind sehr häufig in optisch ansprechender, in Wirklichkeit aber keinerlei Sicherheit gegen Einbruch oder Feuer bietender Bauweise ausgeführt. Sie werden aus denselben Materialien wie Innentüren oder Hauseingangstüren angefertigt. Die Redaktion von "baumarkt.de" empfiehlt, nur Wohnungseingangstüren einzubauen, die auch schweren Einbruchswerkzeugen (Klasse WK 4) und einem Feuer mindestens 60 Minuten standhalten (Klasse T 60), siehe auch einbruchhemmende Türen.

  • Wohnungstrenndecken
    Wohnungstrenndecken
    auch: Wohnungstrenndecke

    Decken, die verschiedene Wohnungen voneinander trennen. Bei diesen Bauteilen muss besonders auf den Luftschallschutz und Trittschallschutz geachtet werden.

  • Wohnungstrennwände
    Wohnungstrennwände
    auch: Wohnungstrennwand

    Wände, die verschiedene Wohnungen voneinander trennen. Bei diesen Bauteilen muss besonders auf den Luftschallschutz und Trittschallschutz geachtet werden.

  • Wohnungstür
    Wohnungstür
    auch: Wohnungstüre, Wohnungstüren

    Siehe Wohnungseingangstür

  • Wolf Haus
    Wolf Haus

    Zum Herstellerporträt von Wolf-Haus

  • Wolgasthaus
    Wolgasthaus
    auch: Wolgasthäuser

    Ein Wolgasthaus ist der Urgroßvater des heutigen Fertighauses. Benannt sind die Häuser nach dem Ort Wolgast an der Ostsee. Bereits 1890 wurden diese vorgefertigten Häuser als Alternative zum "Nassbau" dort von einer Werft gebaut. Wolgasthäuser waren „zerlegbar“, wie es ein dreisprachiger Prospekt aus dem Jahr 1892 erklärt. Und so konnten die Häuser, in Einzelteile zerlegt, bis nach Deutsch-Ostafrika und Südamerika exportiert werden. 1893 wurde auf der Weltausstellung in Chicago ein Wolgasthaus aufgebaut. Dieses Holzhaus in Fertigbauweise steht heute in Bad Ischl. Um 1900 gab es also so etwas wie einen „Hype“, was die malerischen Wolgasthäuser betrifft, die trotz Anleihen beim Schweizerischen und dem nordisch-russischen Baustil irgendwie unverwechselbar sind.

  • WSVO
    WSVO

    siehe Wärmeschutzverordnung.