Lexikon

  • A
  • Abbruchgebot
    Abbruchgebot
    auch: Rückbaugebot

    Wird eine Baumaßnahme (z.B. Wohnhaus) gegen die Festsetzungen eines rechtskräftigen Bebauungsplans errichtet, stehen der Bauaufsichtsbehörde folgende baupolizeiliche Möglichkeiten zur Verfügung, den rechtmäßigen Zustand wieder herzustellen: Nach Feststellung des baurechtwidrigen Zustands folgt zuerst die Baueinstellung, dann die Nutzungsuntersagung und als schärfste Waffe die Abbruchanordnung (§ 179 Baugesetzbuch). Mit einem solchen Abbruchgebot, vereinzelt auch als Rückbaugebot bezeichnet, kann die Gemeinde einen Grundstückseigentümer dazu verpflichten, ein Gebäude oder eine andere bauliche Anlage (z.B. eine Stützmauer) ganz oder teilweise wieder zu beseitigen. Von einem Abbruchgebot ist ebenfalls eine baufällige „Bruchbude“ bedroht, wenn durch ein solches Gebäude eine Gefährdung ausgeht und andere Sicherungsmaßnahmen nicht dazu führen, den standsicheren Zustand auf Dauer zu gewährleisten.

  • Abbund
    Abbund

    Das exakte und systemgerechte Zusammenstellen von zugeschnittenen Balken und Hölzern für die Weiterverarbeitung durch den Zimmermann. Abgebunden werden beispielsweise eine Fachwerkwand, Balkenlagen und Dachkonstruktionen.

  • Abdeckziegel
    Abdeckziegel

    Mauer- oder Dachziegel, mit denen Mauern abgedeckt werden können. Besonders geeignete Dachziegel sind Biberschwanzziegel, Mönch und Nonne, Hohlpfannenziegel und Falzdachziegel.

  • Abdichtband
    Abdichtband
    auch: Abdichtbänder

    siehe Kompriband.

  • Abdichtung
    Abdichtung
    auch: Abdichtungen

    Unter dem Begriff "Abdichtung" werden drei Bereiche verstanden: die Abdichtung von Fugen im Hochbau, die Flachdachabdichtung und die Bauwerksabdichtung. Die Abdichtung dient dem Schutz des Gebäudes vor Wasser und Feuchtigkeit (gemäß DIN 18195). Sie bedeckt oder umschließt gefährdete Bauteile: z.B. werden Kelleraußenwände gegen versickerndes Niederschlagswasser, Bodenfeuchtigkeit und aufsteigendes Grundwasser mittels bituminöser Anstriche, Spachtelmasse oder Bitumenbahnen abgedichtet, horizontal erfolgt die Sicherung der Kellerwände durch Horizontalsperren. Flachdächer werden gegen Regen und Schneewasser durch bituminöse Dachbahnen (z.B. Schweißbahnen) oder Polyethylen Folien (PE-Folien) geschützt. Kunststoffolien sind wiederum oft anfällig gegen UV-Strahlen, sie müssen deshalb selbst geschützt werden (z.B. durch eine Bekiesung oder Dachbegrünung). Aufgrund unterschiedlicher Anforderungen sind Dachabdichtungen und Bauwerksabdichtungen zu unterscheiden.

  • Abdichtungsbahn
    Abdichtungsbahn
    auch: Abdichtungsbahnen

    Abdichtungsbahnen sind für die Abdichtung von Bauwerken oder Bauteilen unter der Geländeoberkante notwendig. Sie schützen vor Bodenfeuchtigkeit, Sicker- oder Schichtenwasser und vor drückendem Grundwasser. Abdichtungsbahnen bestehen gemäß DIN 18190 aus beidseitig mit einer stärkeren Bitumenschicht versehenen Trägerbahn aus Rohfilz, Jute, GlasvIies, Kupfer- oder Aluminummetallband oder PETP-Folie, die mit Feinsand bestreut sind.

  • Abfall
    Abfall
    auch: Abfälle

    Als Abfall werden alle bewegliche Sachen bezeichnet, deren sich der Besitzer entledigen will oder deren Entsorgung zur Wahrung des Allgemeinwohls geboten ist. Die Entstehung von Abfall sollte vermieden werden (siehe Abfallvermeidung), damit nicht zu viel der Müll Müllverbrennung zugeführt wird. Bei der Entsorgung von Abfällen dürfen die Gesundheit der Menschen sowie Flora, Fauna, Boden, Gewässer und Luft nicht beeinträchtigt werden. Die Belange des Naturschutzes, der Landschaftspflege und des Städtebaus sind zu wahren. Man unterscheidet verschiedene Abfallarten

  • Abfallbeseitigung
    Abfallbeseitigung

    Die Beseitigung von Abfällen umfasst neben der endgültigen Ablagerung von Abfällen in Deponien alle vorherigen Behandlungsmaßnahmen. Dazu zählt beispielsweise die mechanische Trennung des Abfalls in verschiedene Fraktionen sowie die Stoffumwandlung durch Verbrennung der Abfälle (Abfallverbrennung). Ziel der geordneten, also entsprechend der Bestimmung des Abfallrechts erfolgenden Beseitigung ist die weitestgehende Isolierung der Stoffe von den Umweltmedien (Erde, Wasser, Luft), wobei mit den Maßnahmen der Abfallbehandlung teilweise eine Verlagerung von Stoffen in andere Umweltmedien einhergeht.

  • Abfallverbrennung
    Abfallverbrennung

    siehe Müllverbrennung.

  • Abfallvermeidung
    Abfallvermeidung

    Abfallvermeidung ist ein zentrales Ziel der deutschen Umweltpolitik. Sie wird erreicht durch Reduktion von Restmüll, sinnvolle Mehrwegsysteme, weniger Materialverbrauch bei der Produktion und eine Kreislaufwirtschaft bei unvermeidbaren Abfällen, d. h. durch Sammlung gebrauchter Produkte und anschließendes Recycling.

  • Abfallverwertung
    Abfallverwertung

    Die Abfallverwertung umfasst Maßnahmen, die dazu dienen, im Abfall enthaltene Wertstoffe bzw. Energiepotentiale zu verwerten (Recycling, getrennte Sammlung, Sortierung von Müll, Verpackungsverordnung). Wichtige Verfahren zur Nutzung von Wertstoffen sind zum Beispiel Abfallverbrennung, Kompostierung, Pyrolyse. Im Sprachgebrauch, besonders in der Werbung, wird Abfallverwertung oft mit Abfallvermeidung gleichgesetzt, was jedoch falsch ist. Denn Ziel der Abfallvermeidung ist es, Abfall gar nicht erst entstehen zu lassen, wodurch eine Abfallverwertung überflüssig wird.

  • Abgas
    Abgas
    auch: Abgase

    Bei der Verbrennung von unter anderem fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Erdgas oder Kohle abgehende Stoffe aus Feuerungsanlagen der Haushalte, Industrieanlagen und Verbrennungsmotoren. Sie können Stickstoffoxide, Schwermetallstäube, Kohlenwasserstoffe, Kohlenmonoxid, Wasserdampf, Ruß oder Schwefelverbindungen enthalten. Abgase tragen wesentlich zur Luftverschmutzung bei.

  • Abgasanlage
    Abgasanlage
    auch: Abgasanlagen

    Abgasanlagen sind wichtiger Bestandteil jeder Heizungsanlage. Als Abgasanlage bezeichnet man alle Einrichtungen, die Abgase von Feuerstätten (z.B. Heizkesseln) ins Freie führen. Früher war das hauptsächlich der Schornstein. Heutzutage bei den modernen Heizungen werden zunehmend Abgasleitungen verwendet. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es bei Gasheizungen auch möglich die Abgase direkt durch die Außenwand oder das Dach abzuführen.

  • Abgasführung
    Abgasführung

    Mit Abgas bezeichnet man alle gasförmigen Rückstände aus dem Verbrennungsprozess einer Heizung. Sie gelangen über das Abgassystem ins Freie. Bei Heizzentralen im Keller ist das üblicherweise der klassische Schornstein. Sein Querschnitt muss auf die Heizung abgestimmt sein, um sicherzustellen, dass die Abgase auf ihrem Weg ins Freie nicht kondensieren, denn Kondensat zerstört den Schornstein. Bei Heizungen mit Standardkessel oder Niedertemperatur-Kessel sind die Abgase so heiß, dass sie durch den natürlichen Auftrieb nach oben steigen. Die Temperatur der Abgase eines Brennwert-Kessels ist dagegen so niedrig, dass eine Gebläseunterstützung notwendig ist. Dadurch entsteht Überdruck im Schornstein. Zudem kann sich Kondensat bilden. Die Abgasleitung muss daher besonders dicht und unempfindlich gegen Kondensat sein. Bei nachträglichem Einbau eines Brennwert-Kessels zieht man meist ein spezielles Rohr in den vorhandenen Schornstein ein. Bei Brennwertheizungen mit raumluftunabhängiger Betriebsweise verwendet man sogenannte Luft-Abgas-Systeme. Sie bestehen meist aus zwei konzentrisch verlaufenden Rohren (kleines Rohr verläuft in größerem). Innen strömt das Abgas, außen die zur Verbrennung benötigte Luft. Für Gasbrennwertthermen gibt es je nach Geräteaufstellung im Haus eine Vielzahl unterschiedlicher Abgas- bzw. Luft-Abgas-Systeme.

  • Abgasleitung
    Abgasleitung
    auch: Abgasleitungen

    Als Abgasleitung bezeichnet man ein Rohrsystem, das die Abgase von Heizungsanlagen abführt. Abgasleitungen müssen dicht und korrosionsbeständig sein. Als Material kommen Metall, Kunststoff, Keramik oder Spezialglas in Frage. Abgasleitungen werden vor allem bei energiesparenden Feuerstätten, die mit geringen Abgasmengen und niedrigen Abgastemperaturen arbeiten verwendet. Dies ist beispielsweise bei Geräten mit Brennwerttechnik der Fall. Die Abgasleitung wird in einen Schacht oder einen nicht mehr benutzten Schornstein eingezogen - eine gute Möglichkeit zur preiswerten Schornsteinsanierung bei der Modernisierung der Heizung. Auch die Verlegung außen an der Fassade ist möglich.

  • Abgastemperatur
    Abgastemperatur
    auch: Abgastemperaturen

    Das ist die Temperatur, die unmittelbar nach dem Abgasrohr eines Heizkessels oder einer Heiztherme gemessen wird. Je niedriger ihr Wert liegt, um so weniger Energie geht verloren. Das heißt, um so besser ist der Wirkungsgrad der Heizung. Bei einem Niedertemperatur-Kessel beträgt die Abgastemperatur ca. 160°C. Bei einem Standardkessel kann sie bis 240°C und höher sein. Mit 40°C und weniger liegen die Abgastemperaturen von Heizungen mit Brennwerttechnik am niedrigsten. Konventionelle gemauerte Kamine eignen sich in der Regel nicht für Abgastemperaturen unter 160°C. Hier besteht die Gefahr, dass die Abgase noch im Kamin unter den Taupunkt abkühlen und kondensieren. Der Kamin wird dadurch geschädigt. Man spricht von Versottung. Achtung: Steigt die Abgastemperatur über den normal gemessenen Wert an, ist das ein Anzeichen für die Verschmutzung des Kessels bzw. Wärmetauschers.

  • Abgasverlust
    Abgasverlust
    auch: Abgasverluste

    Als Abgasverlust bezeichnet man die Wärmeenergie, die ungenutzt mit dem Abgas durch die Abgasanlage entweicht. Je geringer der Abgasverlust, desto höher ist der Nutzungsgrad der Wärmeerzeugung, und desto weniger klimabelastende Emissionen gelangen in die Atmosphäre. Der Abgasverlust kann mit einer Wärmerückgewinnungs-Anlage minimiert werden. Zudem gibt es Grenzwerte für die zulässigen Abgasverluste von Heizungsanlagen, deren Einhaltung regelmäßig vom Schornsteinfeger überprüft wird.

  • abgehängte Decke
    abgehängte Decke
    auch: abgehängte, Decken
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    Die abgehängte Decke ist eine nichttragende Decke, die an einer Unterkonstruktion befestigt wird. Die Unterkonstruktion besteht aus Abhängern und Profilen aus Holz oder Metall. Die Profile werden bekleidet mit Profilholz, Gipsfaserplatten, Gipskartonplatten oder speziellen Kassetten aus Aluminium- oder Edelstahlblechen. Der Vorteil einer abgehängten Decke ist, daß Klimakanäle, Installationsleitungen sowie eine Schall- oder Wärmedämmung in die Decke integriert werden können. Voraussetzung für eine Deckenabhängung ist allerdings eine entsprechend große Raumhöhe.

  • abgehängte Treppe
    abgehängte Treppe
    auch: abgehängte, Treppen, abgehängten, Treppe
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    Bei abgehängten Treppen werden die Trittstufen durch Zugstäbe in ihrer Lage gehalten. Auf der Wandseite werden die Trittstufen häufig mit Stahlwinkeln befestigt oder von Bolzen getragen, die in Kunststoffhülsen gelagert sind. Man unterscheidet Treppen mit tragendem Geländerholm und trägerlose Treppen. Treppen mit tragendem Geländerholm haben meist einen bohlenförmigen Handlauf, an dem die Enden der Trittstufe abgehängt sind. Dazu werden Hängestäbe aus Holz, Stahlrohr oder Rundstahl zugfest mit dem Handlauf verbunden. Bei trägerlosen Treppen hängen die Trittstufen an Zugstäben, die an der Decke befestigt sind.

  • Abgeschlossenheit
    Abgeschlossenheit
    auch: Abgeschlossenheitsbescheinigung

    Abgeschlossenheit ist die Voraussetzung für den Kauf einer Wohnung. Sie kann nur erworben werden, wenn sie einen abschließbaren Zugang besitzt. Eine Wohnung gilt als abgeschlossen, wenn sie einen eigenen Zugang von außen hat, wenn sie durch Trennwände oder Decken von anderen Räumen oder Wohnungen getrennt ist und wenn sie über Bad, WC und Kochstelle verfügt. Kellerräume, Speicher oder ähnliche Räume zählen ebenfalls dazu. Abgeschlossenheit ist auch ein wichtiger Aspekt bei der Planung eines Mehrfamilienhauses. Die Festlegung der Abgschlossenheit dient zur sachenrechtlichen Klarheit und zur Klarstellung von Eigentums- und Benutzungsverhältnissen innerhalb des Gebäudes, in welchem sich das Wohneigentum befindet. Im Grundbuchamt wird über die Abgeschlossenheit ein spezielles Grundbuchblatt angelegt (Abgeschlossenheitsbescheinigung).

  • Abgeschlossenheitsbescheinigung
    Abgeschlossenheitsbescheinigung
    auch: Abgeschlossenheitsbescheinigungen

    siehe Abgeschlossenheit.

  • Abheizen
    Abheizen

    Während das "Aufheizen" das "Hochfahren" der Fußbodenheizung auf die geplante maximale Vorlauftemperatur bedeutet, ist das "Abheizen" der gegenteilige Prozess: die schrittweise Temperaturreduzierung auf 25 Grad Celsius im Vorlauf. Viele Risse in Heizestrichen entstehen durch Materialverkürzung während des Abheizens.

  • Abklatschprobe
    Abklatschprobe
    auch: Abklatschproben

    Abklatschproben werden in der Regel für den Nachweis von Schimmelpilzbefall auf Oberflächen verwendet. Mittels spezieller Abklatschschalen (nährbodenhaltig) werden von Verdachtsflächen Proben hergestellt und im Brutschrank aufbewahrt. Die Schalen werden nach definierten Zeitabständen auf Ansiedlung von Pilzkulturen hin untersucht. Häufig befallene Materialien im Innenraum sind z.B. Wandputz, Tapete, Holzteile, Estrich, Gipskarton, Dämmmaterialien und Blumenerde. Je nach Schimmelpilzart und nach Gefährdungspotenzial für die Gesundheit müssen entsprechende Sanierungsarbeiten eingeleitet werden.

  • Abklebung
    Abklebung

    Um eine luftdichte Gebäudehülle zu erhalten oder um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern, ist eine Abklebung erforderlich. An der Innenbeplankung sind stets alle Stoßfugen abzukleben. An der Außenbeplankung sind nur Durchdringungen und Anschlüsse abzukleben. Dabei sind nur geeignete Klebebänder zu verwenden.

  • Abkreiden
    Abkreiden

    siehe Kreiden.

  • Ablaufarmatur
    Ablaufarmatur
    auch: Ablaufarmaturen

    Ablaufarmaturen haben normalerweise die Aufgabe, den Wasserablauf aus Dusche, Waschbecken oder Badewanne zu sperren oder freizugeben. Darüber hinaus verbinden sie den sanitären Einrichtungsgegenstand mit der Abwasserleitung. Zu den Ablaufarmaturen zählen Ablaufventil, Geruchsverschluss und Spülkasten.

  • Ablaufgehäuse
    Ablaufgehäuse
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    Das Ablaufgehäuse ist das Teil wohin Wasser zunächst gelangt, nachdem es von einer Oberfläche in den Abfluss fließt. Ablaufgehäuse gibt es für Balkonabläufe, Kellerabläufe, Dusch- und Badewannenabläufe, Dachabläufe, also überall, wo Wasser im Spiel ist. Entsprechend der unterschiedlichen Aufgabengebiete sind Ablaufgehäuse auch unterschiedlich ausgebildet. Es gibt Gehäuse, da läuft das Wasser oben rein und unten wieder raus. Genauso kann das Wasser aber auch seitlich ablaufen. Zudem gibt es noch Ablaufgehäuse, die zusätzlich einen Zulauf besitzen. Ablaufgehäuse sind oft mit einem Aufstockelement versehen, nämlich dann, wenn ein Bodenaufbau mit Estrich und Fliesen bzw. einem Flachdachaufbau dies erforderlich machen.

  • Ablaufventil
    Ablaufventil
    auch: Ablaufventile

    Ablaufventile stellen den Anschluss eines sanitären Einrichtungsgegenstands zum Geruchsverschluss her. Ablaufventile sind beispielsweise Siebventil, Stopfenventil oder Standrohr-Ablaufventil. Siebventile sind unabsperrbar und werden dann verwendet, wenn das verschmutzte Wasser aus hygienischen Gründen sofort abfließen soll, wie beispielsweise bei Ärzte-Waschtischen. Soll der Abfluss verschlossen werden können, verwendet man Stopfenventile. Diese öffnet man mit einem Ring oder einer Kette. Verwendet werden Stopfenventile hauptsächlich bei Küchenspülen, Ausgussbecken oder Badewannen. Standrohr-Ablaufventile ermöglichen das Füllen des Beckens oder einer Duschwanne, überschüssiges Wasser kann durch den Überlauf abfließen.

  • Abluft
    Abluft

    Als Abluft wird die Luft bezeichnet, die einem Gebäude an der Stelle vor dem Eintritt in ein Lüftungsgerät entzogen wird. Da diese Luft meist aufgeheizt ist, das heißt Zimmertemperatur besitzt, kann sie energetisch in einer Wärmerückgewinnungs-Anlage genutzt werden.

  • Abluftanlage
    Abluftanlage
    auch: Abluftanlagen

    Die einfachste Variante der Wohnraumlüftung sind Abluftanlagen. Dabei gibt es einen zentralen Ventilator der über ein Rohrsystem aus Bad, WC und Küche Luft absaugt. Gleichzeitig wird dafür gesorgt, dass Luft über Durchlässe aus den anderen Räumen nachströmen kann. In Wohn- und Schlafräumen wird meist in Fensternähe eine Nachströmöffnung angebracht, so dass hier frische Luft, entsprechend der Luftförderung der Abluftanlage eingelassen wird. Vorteil einer Abluftanlage ist das einfache System das trotzdem einen guten Komfort bietet. Nachteil ist, dass die Wärme in der Abluft genauso wie bei der Fensterlüftung verlorengeht. Eine mechanische Lüftung ist daher häufig mit Wärmerückgewinnungs-Anlage gekoppelt.

  • Abluftfassade
    Abluftfassade

    Die Abluftfassade ist ein Sonderfall der Doppelfassade. Bei ihr stehen die Luft des Fassadenzwischenraums und des zu belüftenden Inneraums über Öffnungen in der innenliegenden Fassade in Verbindung. Die Höhe des durchlüfteten Bereichs erstreckt sich in der Regel über jeweils ein Geschoss. Die Abluft wird vertikal über den Fassadenzwischenraum mechanisch (Wärmetauscher) abgeführt. Im Fassadenzwischenraum kann es zu Kondensatbildung an der Innenseite der Primärfassade kommen, wenn die Abluftmenge nicht groß genug ist um Oberflächentemperaturen oberhalb der Taupunkttemperatur zu halten.

  • Abluftfenster
    Abluftfenster

    Ein Abluftfenster ist eine Fensterkonstruktion, die aus zwei Fassadenschalen besteht: die äußere Verglasung ist in der Regel mit Isolierglas ausgeführt und die innere als Einfachverglasung. Die Abluft des Raumes wird über den Scheibenzwischenraum des Doppelfensters abgezogen. Funktional gesehen bedingt die Durchströmung des Scheibenzwischenraums mit vorgewärmter Raumluft eine Erhöhung der Oberflächentemperatur der inneren Scheibe, wodurch gerade in der kalten Jahreszeit eine deutliche Komfortverbesserung in Fensternähe erreicht wird. Der Scheibenzwischenraum dient zugleich der Aufnahme des Sonnenschutzes, der witterungsunabhängig auch bei hohen Windgeschwindigkeiten eingesetzt werden kann. Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Abluftfenster liegt im unmittelbaren Abführen der Strahlungswärmegewinne. Es ist allerdings der Einsatz von mechanischer Antriebsenergie zur Durchströmung des Scheibenzwischenraumes erforderlich.

  • Abluftwärmepumpe
    Abluftwärmepumpe
    auch: Abluftwärmepumpen

    Eine Wärmepumpe funktioniert im Prinzip wie ein Kühlschrank oder die Klimaanlage in Ihrem Auto nur umgekehrt. Dem Energieträger, hier die Abluft, wird über eine spezielle Kälteflüssigkeit Wärme entzogen. Diese Wärme wird durch die Unterstützung von Hilfsenergie auf ein höheres Temperaturniveau gepumpt. So ist es möglich mit dem Einsatz von 1 kW Hilfsenergie, bis über 4 kW Wärme zu erzeugen. Bei der Abluft-Wärmepumpe wird die Abluft aus Küche, Bad und WC über Abluftkanäle angesaugt, bevor sie das Haus verlässt. Die Abluft-Wärmepumpe entzieht der ca. 20° C warmen Abluft die Wärme, bis herunter auf ca. 0° C. Diese Abluft-Wärme wird auf ein höheres Temperaturniveau gebracht und dem Heiz- und Brauchwassersystem zugeführt. Dadurch erreichen Sie eine nahezu 100%ige Wärmerückgewinnung der Raumluft und reduzieren den Wärmebedarf des Hauses und somit den Energieverbrauch erheblich. Gleichzeitig haben Sie ständig frische, hygienische, staub- und pollenfreie Luft im Haus. Die bei neuen Häusern gefürchtete Schimmelbildung wird i. d. Regel vermieden.

  • Abmaß
    Abmaß
    auch: Abmaße

    Die Differenz zwischen dem festgestellten Istmaß und dem Nennmaß eines Bauteils bezeichnet man als Abmaß. Da bei der Fertigung von Werkstücken die Nennmaße nicht genau eingehalten werden können, erhalten je nach Funktion und Berücksichtigung einer wirtschaftlichen Fertigung die Nennmaße durch Angabe von Grenzabmaßen zugelassene Abweichungen. Diese Abmaß legen die Grenzmaße fest, zwischen denen das am fertigen Werkstück gemessene Istmaß liegen darf. Die Vorzeichen der Abmaß (+ oder -) geben an, ob sie zum Nennmaß hinzukommen oder von ihm abzuziehen sind. Dabei führt das obere Abmaß (A0) zum noch erlaubten Höchstmaß (G0), das untere Abmaß (AU) zum Mindestmaß (GU) des Fertigteils. Die Maßnormen und die technischen Lieferbedingungen für Stahlerzeugnisse legen die zulässigen Maßabweichungen fest.

  • Abnahme
    Abnahme
    auch: Gebrauchsabnahme

    Nach § 640 BGB ist der Bauherr verpflichtet, das vertragsmäßig hergestellte Werk abzunehmen. Eine Verweigerung der Abnahme wegen unwesentlicher Mängel ist ausgeschlossen. Verweigert der Besteller die Abnahme innerhalb einer ihm vom Unternehmer gesetzten Frist, gilt das Werk gleichwohl als abgenommen. Vorsicht: Auch der Bezug des neuen Heims kann als stillschweigende Abnahme gedeutet werden. Nach § 641 a BGB steht der Abnahme die Erteilung einer Fertigstellungsbescheinung gleich, in der von einem Gutachter bestätigt wird, dass das Werk hergestellt und frei von Mängeln ist, die der Besteller dem Gutachter gegenüber behauptet hat. Mit der Abnahme geht u. a. die Beweislast für evtl. Baumängel an den Bauherrn über, beginnt die Verjährungsfrist zu laufen (Gewährleistung) und wird in der Regel die Schlusszahlung fällig. Eventuelle Baumängel sollten in einem Abnahmeprotokoll genau beschrieben werden, damit der Bauherr das Recht auf Nachbesserung oder Preisminderung behält. Abweichungen von der Abnahme ergeben sich, wenn dem Vertrag die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) zugrunde gelegt wird. Hier kann eine Abnahme schon dann eintreten, wenn der Bauherr eine Schlussrechnung des Bauunternehmers erhält und innerhalb von 12 Tagen nicht widerspricht. Die VOB unterscheidet folgende Arten von Abnahme: Ausdrückliche Abnahme, Fiktive Abnahme, Stillschweigende Abnahme und Förmliche Abnahme.

  • Abnahmeprotokoll
    Abnahmeprotokoll

    Wurde auf Grundlage der VOB im Bauvertrag eine förmliche Abnahme vereinbart, sollte das Abnahmeprotokoll folgendermaßen aussehen: - Titel "Bauabnahme gemäß VOB/B § 12" - Adresse des Bauherrn (Anschrift Baustelle, Name des Bauherrn) - Adresse des Auftragnehmers (Handwerker, Bauunternehmer usw.) - Auftragsnummer und Datum des Bauvertrages - Bezeichnung der abzunehmenden Leistung z.B. Elektroarbeiten - Teilnehmer der Baubegehung - Beginn und Fertigstellung der Bauleistung - Datum und Ort der Abnahme - Exakte Benennung der bei der Abnahme festgestellten Mängel - Terminvorgabe für die Mängelbeseitigung - Einwände des Auftragnehmers - Unterschrift des durch Auftraggeber und Auftragnehmer, oder deren Vertreter Bei ausgehandelten Vertragsstrafen muss zusätzlich ins Protokoll kommen, dass sie noch eingefordert werden. Fehlt der Zusatz, geht der Anspruch des Auftraggebers auf Geltendmachung einer Vertragsstrafe verloren. Arbeiten mit kleinen Mängeln können vorbehaltlich abgenommen werden, mit wesentlichen Mängeln kann die Abnahme verweigert. Die vorbehaltliche Abnahme bezüglich Mängelbeseitigung wird auf dem Abnahmeprotokoll vermerkt. So bleibt der Handwerker verantwortlich für Schäden seiner Leistung. Muss Schreiner beispielsweise eine falsche Tür auswechseln und zerkratzt dabei den Parkettboden, geht das auf seine Kappe. Würde der Bauherr die Leistung des Handwerkers vor der Mängelbeseitigung abnehmen, so hätte er den schwarzen Peter und müßte für die Beseitigung des Kratzers zahlen.

  • Abnahmeverpflichtung
    Abnahmeverpflichtung

    Die Abnahmeverpflichtung verpflichtet den Darlehensnehmer, das Darlehen innerhalb einer festgelegten Zeit vollständig abzurufen. Besonderes Augenmerk sollten Sie auf diese Abnahmeverpflichtung vor allem beim Kauf von Wohnungen, dessen Baubeginn nicht festgelegt ist, oder bei Bauvorhaben mit unklarer Bauzeit legen.

  • Abschottung
    Abschottung
    auch: Kabelschott, Kombischott, Kabelabschottung, Abschottungen
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    Der Einbau von Abschottungen in Wände und Decken verhindert, dass sich im Brandfall Flammen und besonders Rauch und Gase von Raum zu Raum oder über Geschosse ausbreiten können. Der Kabelschottbau kann als Weichschott oder Hartschott ausgeführt werden. Ein Weichschott besteht aus den Komponenten Mineralfaserplatte, Brandschutz-Beschichtung und Brandschutzspachtel. Der Hauptbestandteil eines Hartschotts ist ein Brandschutzmörtel. Für größere Kabelschotts bietet sich das Weichschott an. Hier befinden sich die mit Brandschutzbeschichtung versehenen Kabel auf Kabelpritschen. Die Zwickel zwischen den Kabeln werden mit Spachtelmasse fugenlos verschlossen, ebenso die Flächen zwischen den Pritschen und den Schotträndern. Insbesondere für die Durchführung von Einzelkabeln eignet sich das Hartschott. Die beschichteten Kabel werden hierbei von der Mörtelmasse direkt umschlossen. Der durchgehärtete Mörtel kann jederzeit problemlos für die Aufnahme zusätzlicher Kabel durchgebohrt werden. Ebenso können nicht mehr benötigte Kabel entfernt und die entstandenen Öffnungen durch Nachlegen von Mörtelmasse aufgefüllt werden. Sogenannte Kombischotts ermöglichen die gleichzeitige Belegung mit Kabeln, Rohren und Leitungen. Für die Abschottung von Schotts und speziell von Kombischotts eignen sich Brandschutzkissen, Brandschutzmörtel, Brandschutzschaum und Brandschutzsteine.

  • Abseite
    Abseite
    auch: Abseitenwand

    Bei einer Abseite handelt es sich um den (meist nicht zugänglichen oder nutzbaren) Zwischenraum zwischen einem Kniestock und einer vorgesetzten leichten Trennwand im Dachgeschoss eines Gebäudes. Die Trennwand wird daher auch als Abseitenwand bezeichnet. Soll der Raum hinter der Abseitenwand als Abstellraum genutzt werden, muss eine entsprechende Wandöffnung vorgesehen werden. Wichtig dabei ist jedoch, dass dann die erforderliche Wärmedämmung mit der zugehörigen Dampfsperre in der Dachebene über den Kniestock bis zur Dämmung der Außenwand hinweggeführt wird, damit keine Feuchtigkeitsschäden und/oder Wärmebrücken entstehen.

  • Abseitenwand
    Abseitenwand

    siehe Abseite.

  • Absenkdichtung
    Absenkdichtung
    auch: Absenkdichtungen

    Absenkdichtungen werden häufig unter Türblättern eingesetzt, um Zugerscheinungen zu vermindern oder um den Schallschutz zu verbessern. Bei letzterem Zweck sollte die Absenkdichtung möglichst auf eine (harte) Schiene aufsetzen statt auf einen evtl. weichen Oberbelag.

  • absolute Luftfeuchte
    absolute Luftfeuchte

    siehe Luftfeuchtigkeit.

  • Absorbervlies
    Absorbervlies
    auch: Raumluftvlies, Schadstoffvlies, Schafwollvlies

    Bei einem Absorbervlies handelt es sich um ein spezielles Gewirk aus reiner Schafwolle. Es wird z.b. bei der Renovierung zur Verbesserung der Raumluft verwendet. Bewohnte Innenräume - egal ob beim Massivhaus oder Fertighaus - sind in der Regel mit einem Cocktail aus Fremd- und Reizstoffen belastet. Die Emissionsquellen sind vielfältiger Natur: Neben den eingesetzten Bau- und Werkstoffen kommen insbesondere auch Oberflächenmateralien wie Wand-, Boden- und Wandbeläge, Mobiliar, aber auch direkt vom Menschen verursachte Emissionen wie Zigarettenrauch, Reinigungsmittel, Kochdünste etc. in Betracht. Und ein Absorbervlies kann helfen, diese Gerüche zu elminieren. Das Absorbervlies wird mittels schonender Webeverfahren komprimiert zu einem leichten, einfach zu verarbeitenden Vlies von nur 1 mm Dicke verarbeitet. Genutzt zur Verbesserung der Raumluftqualität wird der molekularchemische Aufbau der Schafwolle. Zahlreiche Luftschad- und Reizstoffe werden von der Proteinfaser "aufgenommen" - Wissenschaftler sagen "sorbiert" - und in einer chemischen Reaktion in ihre Struktur eingebaut. Dadurch werden diese Schadstoffe neutralisiert und der Raumluft entzogen. Zur Geruchssanierung (z.B. Chloranisol) sind Absorbervliese allerdings nicht geeignet. Hier hilft dann nur noch eine fachgerechte Sanierung.

  • Absorptionsglas
    Absorptionsglas
    auch: Absorptionsgläser

    siehe Sonnenschutz-Isolierglas.

  • Absorptionsgrad
    Absorptionsgrad
    absorptionsgrad.jpg

    Der Absorptionsgrad ist ein Kriterium zur Beurteilung von Akustikdecken. Er gibt das Verhältnis von absorbierter zu auftreffender Energie an. Ein Wert von Null entspricht einer totalen Reflexion, ein Wert von Eins entspricht einer totalen Absorption. Diesen Wert nimmt der Absorptionsgrad bei einem schalltotem Raum (siehe schalltoter Raum) an. Normalerweise liegen die Werte je nach Schallschlucksystem aber zwischen 0,20 und 0,80.

  • Absperrarmatur
    Absperrarmatur
    auch: Absperrarmaturen

    Absperrarmaturen dienen in der Regel zum Absperren der gesamten Trinkwasserinstallation oder zumindest einelner Leitungsabschnitte. Trinkwasser wird an Absperrarmaturen nicht entnommen. Erforderlich werden kann das Absperren bei Reparatur- und Wartungsarbeiten. Damit die Wasserversorgung des Gebäudes nicht vollständig außer Betrieb gesetzt werden muss, sollte jede Wohnung mindestens eine von der Hausinstallation unabhängige Absperrmöglichkeit besitzen. Die Leitungen können zentral zum Beispiel bei der Kellerverteilung im Hausanschlussraum oder auch innerhalb der Wohnung abgesperrt werden. Als Absperrarmaturen werden hauptsächlich Ventile eingesetzt, aber auch Kolbenschieber und Kugelhähne kommen zum Einsatz. Sollen unter Putz verlegte Leitungen abgesperrt werden, benötigt man Unterputz-Absperrarmaturen.

  • Absperrfurnier
    Absperrfurnier
    auch: Absperrfurniere

    Absperrfurniere sind bei Sperrholz mit mehr als drei Lagen die Furniere unmittelbar unter den Deckfurnieren. Ihre Faserrichtung verläuft rechtwinklig zu derjenigen der Deckfurniere.

  • Abstandsfläche
    Abstandsfläche
    auch: Abstandsflächen

    Falls der Bebauungsplan nicht vorsieht, dass direkt auf die Grundstücksgrenze gebaut werden muß oder darf, müssen vor Außenwänden von Gebäuden Abstandsflächen auf dem eigenen Baugrundstück liegen, die von oberirdischen Gebäuden freizuhalten sind. Das sagen die Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer. Die Größe der Abstandsflächen richtet sich nach der Länge und Höhe der Wand sowie nach der Art des Baugebietes. Sie sorgen dafür, dass genügend Tageslicht an die Häuser kommt, dass Feuer nicht von einem anderen Gebäude überpringen kann, dass frische Luft Zugang findet und man vor neugierigen Blicken des Nachbarn geschützt ist. Die Mindesttiefe der Abstandsfläche beträgt bei Wänden über 5 m Breite 2,5 m, bei Wänden unter 2,5 m Breite 2,0 m. Ansonsten ist die Tiefe der einzuhaltenden Abstandsfläche abhängig von der Breite und der Höhe der jeweiligen Außenwand sowie der zulässigen Art der baulichen Nutzung im Baugebiet. Kleinere Vorbauten von Erkern etc. werden nicht angerechnet. Die Abstandstiefe beträgt in der Mehrzahl der Baugebiete 0,6 x Wandhöhe, bei einer Wandbreite bis 16 m nur 0,4 x Wandhöhe. In besonderen Wohngebieten (MB) und Kerngebieten (MK)beträgt die Abstandstiefe generell 0,4 x Wandhöhe, bei einer Wandbreite bis 16 m 0,2 x Wandhöhe. In Gewerbe-, Industrie- und Sondergebieten ist die Abstandsfläche 0,25 x Wandhöhe, bis 16 m Wandbreite 0,125 x Wandhöhe. Abstandsflächen müssen auf dem eigenen Grundstück liegen. Beidseitig anbaubare öffentliche Verkehrs-, Gewässer- oder Grünflächen dürfen zur Hälfte angerechnet werden. Die Wandhöhe berechnet sich folgendermaßen: Die Unterkante der Wand wird in der Ebene bei der festgelegten Geländeoberfläche angenommen, am Hang bei dem Mittelwert zwischen linkem und rechtem Schnittpunkt der Wand mit dem Gelände. Die Oberkante der Wand wird angenommen beim Schnittpunkt der Wand mit der Dachhaut. Die Höhe von Dächern bzw. Giebeln wird bei einer Dachneigung bis 45° nicht angerechnet, bei einer Dachneigung über 45° zu einem Viertel und bei einer Dachneigung über 70° voll angerechnet. Beispiel: Ein Haus liegt im reinen Wohngebiet, die Dachneigung beträgt 30°, das Haus ist 8 m breit und 6 m hoch. Der Regelabstand beträgt somit 0,4 x 6 m = 2,4 m. Dies ist weniger als der Mindestabstand von 2,5 m. Dies ist daher die Abstandstiefe. Weiteres Beispiel: Ein Gebäude liegt im Mischgebiet, die Dachneigung beträgt 50°, Dachhöhe 6 m, Wandhöhe 9 m, die Gebäudebreite beträgt 20 m. Die Abstandsfläche beträgt somit (da Dachhöhe zu 1/4 angerechnet) 0,6 x (9 + 1/4 x 6) = 6,3 m.

  • Abstandsflächentiefe
    Abstandsflächentiefe

    Darunter versteht man die Tiefe der Flächen vor den Aussenwänden, die von baulichen Anlagen freizuhalten sind. Die Abstandsfläche richtet sich nach der Wandlänge und -höhe.

  • Abstandsmontage
    Abstandsmontage
    auch: Abstands-Montage
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    Montageart eines DübelSs. Die Abstandsmontage wendet man z.B. bei Fassadenelementen an, die aufgrund der dazwischenliegenden Dämmung und des erforderlichen Luftraumes in einem bestimmten Abstand vor der Verankerungsfläche fixiert werden müssen. Weitere Montagearten für Dübel sind Durchsteckmontage und Abstandsmontage.

  • Absteckungsbescheinigung
    Absteckungsbescheinigung

    siehe Gebäudeabsteckung.

  • Abstellfläche
    Abstellfläche
    auch: Abstellflächen.

    Zum Abstellen von Fahrzeugen bestimmte Fläche einschließlich der Manövrierfläche.

  • Abstellraum
    Abstellraum
    auch: Abstellräume

    Ein Abstellraum ist ein Stauraum für Nutzgeräte oder Vorräte. Jede Wohnung muß nach geltendem Baurecht einen Abstellraum besitzen. Häufig sind Abstellräume auch in die Garage oder den Carport integriert. Sie dienen dann häufig als Lagerplatz für Gartengeräte und andere Gartenutensilien.

  • Abstumpfen von Marmor
    Abstumpfen von Marmor

    Um Marmor und Naturstein in Bädern und auf Terrassen rutschfest zu machen, gibt es verschiedene Verfahren. Am besten dürfte aber sein, daß von Anfang an bruchrauher Marmor oder Naturstein verlegt wird. Marmor und Naturstein lassen sich abstumpfen durch eine chemische Behandlung mit Flußsäure. Das ist allerdings Spezialistenarbeit. Durch die Säurebehandlung werden Hochglanzpolituren je nach Härtegrad des Steins mehr oder weniger stark beeinträchtigt. Durch Laserbehandlung kann derselbe Abstumpfungs-Effekt erzielt werden, allerdings ist dieses italienische Verfahren kaum bis Deutschland vorgedrungen. Eine weitere Möglichkeit ist das Stocken. Auch gesandstrahler Marmor bzw. Naturstein verliert seine "Schlüpfrigkeit".

  • Abtönen
    Abtönen

    Unter Abtönen versteht man in der Lack- und Farbenindustrie die Änderung des Farbtons eines Beschichtungsstoffes, um diesen entsprechend einer Vorlage einzustellen. Dieses auch als Nuancieren bezeichnete Einstellen erfolgt entweder mit entsprechend konzentrierten Pigmentpasten bzw. -präparationen, die sich leicht im jeweiligen Beschichtungsstoff (lösemittelhaltig oder wässrig) verteilen lassen oder häufiger, da oft nur kleinere Mengen bestimmter Buntpigmente benötigt werden, mit sog. Vollton- und Abtönfarben. Diese enthalten Bindemittel und neben dem farbgebenden Pigment noch geringe Mengen an Füllstoffen sowie die erforderlichen Additive. Da hierdurch das Färbevermögen reduziert wird, ist die Dosierung kleiner Mengen einfacher. Vollton- und Abtönfarben können im Vollton, d.h. ohne weitere Zusätze, auch für licht- und wetterbeständige Fassadenanstriche eingesetzt werden.

  • Abtönfarbe
    Abtönfarbe
    auch: Abtönfarben

    Bezeichnung für zähflüssige Farbkonzentrate in intensiven Farben, die weißen Dispersionsfarben beigemischt werden, um diese abzutönen. Um eine gleichmäßige Abtönung zu erlangen, ist es sinnvoll, die Abtönfarbe mit einem Rührquirl als Einsatz einer Bohrmaschine unter zu mischen. In Baumärkten und Farbenfachgeschäften stehen jedoch auch Farbmischmaschinen, mit denen Farben abgetönt werden können - und zwar in immer derselben Tönung.

  • Abtönpaste
    Abtönpaste
    auch: Abtönpasten

    Abtön- bzw. Pigmentpasten sind konzentrierte Zubereitungen von Pigmenten oder Pigmentmischungen, bei sehr hochwertigen und farbstarken organischen Pigmenten evtl. auch in Verbindung mit geringen Mengen an geeigneten Füllstoffen. Sie werden zum nachträglichen Abtönen von weißen Außen- oder Innenfarben oder Kunstharzputzen verwendet. Abtönpasten können bindemittelhaltig oder bindemittelfrei sein. Der größte Vorteil von Abtönpasten ist, dass die jeweiligen Pigmente optimal benetzt und dispergiert sind, so dass auch in den damit abzutönenden Beschichtungsstoffen eine leichte Einarbeitung erreicht und die Flockungsstabilität verbessert wird. Außerdem ist eine staubfreie Verarbeitung möglich und, insbesondere bei sehr farbstarken Pigmenten, eine bessere Dosierung. Pigmentpräparationen kommen auch in Form von nicht staubenden Pulvern, in Granulatform oder als Chips in den Handel. Diese Zubereitungsformen spielen jedoch auf dem Gebiet der Dispersionsfarben und Kunstharzputze praktisch keine Rolle.

  • Abtraufe
    Abtraufe

    Auslaßrohre aus Stein oder Blech, die das auf Gebäudedächern in Rinnen (Traufen) gesammelte Regen- und Schmelzwasser am Ende des Daches in freiem Fall entleeren. Schon in der Antike kannte man die Wasserspeier. Diese waren und gewöhnlich plastisch verziert(beispielsweise mit Löwenköpfen). Auch später wurden die Wasserspeier gerne mit Tier- und Fratzenköpfen verziert. Heutzutage wird das Wasser meist über Dachrinnen abgeleitet, dennoch findet man Abtraufen noch gelegentlich bei alten Häusern oder Kirchen. .

  • Abtretung
    Abtretung

    Abtretung bedeutet zunächst allgemein die Übertragung von Rechten oder Ansprüchen auf einen Dritten. Dieser Begriff kommt häufig bei der Finanzierung von Wohneigentum vor. Denn mit der Abtretung von Ansprüchen kann ein Darlehnen abgesichert werden. So kann der Kreditnehmer beispielsweise seine Ansprüche aus einem Bausparvertrag oder aus einer Lebensversicherung an die Bank abtreten.

  • Abwärme
    Abwärme

    Mit der Abwärme wird diejenige Wärme bezeichnet, welche von einem technischen Gerät oder einer technischen Anlage erzeugt, jedoch nicht genutzt wird. Oft kann ein technisches Gerät oder eine technische Anlage nicht betrieben werden, ohne dass Abwärme erzeugt wird. Die Abwärme muss meistens in geeigneter Form abgeleitet werden um das Gerät oder die Anlage nicht zu überhitzen oder, bei geschlossenen Anlagen, den Ausgangspunkt des Kreislaufmediums wiederherzustellen (z.B. Wärmepumpe). Ein anschauliches Beispiel für Abwärme ist die Motorwärme beim Auto. Diese wird über den Kühler an die Umgebungsluft abgegeben. Auch der Kühlschrank produziert Abwärme, die an der Rückseite an den Raum abgegeben wird. Genutzt werden für Fernwärme kann die Abwärme bei einem Wärmekraftwerk. Alternativ wird die Wärme über Kühltürme abgegeben. Abwasserabwärme aus der Kanalisation kann wegen seiner gleichmäßigen Temperatur zu einem rentablen Heizungsbetrieb einer Wärmepumpe beitragen.

  • Abwasser
    Abwasser

    Alle verschmutzten oder unverschmutzten Wasser, die aus einem Grundstück und den darauf erstellten Bauten, aus Wohnstätten, industriellen, gewerblichen oder landwirtschaftlichen Betrieben oder anderswoher abfließen. Man unterscheidet z.B. Schmutzwasser, Regenwasser, Fremdwasser, Mischabwasser und Kühlwasser.

  • Abwassergebührensatzung
    Abwassergebührensatzung

    In der Abwassergebührensatzung werden die kommunalen Abwassergebühren für die Benutzung der Kanalisation und der Kläranlage festgesetzt.

  • Abwasserhebeanlage
    Abwasserhebeanlage
    auch: Abwasserhebeanlagen

    siehe Hebeanlage.

  • Abwasserrohre
    Abwasserrohre
    auch: Abwasserrohr

    Rohre aus Beton, Stahlbeton, Kunststoff, Gusseisen, Spannbeton oder Faser-Zement mit unterschiedlichen Querschnitten (z.B. Kreis-, Ei-, Maulquerschnitt) zur Ableitung von Abwasser in der Kanalisation zur Kläranlage oder zum Vorfluter.

  • Abwasserrückgewinnung
    Abwasserrückgewinnung

    Unter der Abwasserrückgewinnung wird das Reinigen von Abwasser zum Beispiel in einer Kläranlage verstanden, so dass es wieder als Trinkwasser oder Brauchwasser verwendet werden kann.

  • Abwasserverordnung
    Abwasserverordnung

    Die Abwasserverordnung bestimmt die Anforderungen, die bei der Erteilung einer Erlaubnis für das Einleiten von Abwasser in Gewässer festzusetzen sind.

  • Abwasserzweckverband
    Abwasserzweckverband
    auch: Abwasserzweckverbände

    Ein Abwasserzweckverband ist der Zusammenschluss von zwei oder mehr Kommunen mit der Aufgabe der gemeinsamen Ableitung und Behandlung des Abwassers. Gründe für einen solchen Zweckverband gibt es einige: Fehlendes Kaptal, fehlendes Geld oder fehlendes Know-How sind zum Beispiel drei Gründe. Der Abwasserzweckverband besitzt eine Satzung. Die Politiker oder Bürgermeister der Region sind in der Regel in den Aufsichtsgremien.

  • Abwitterung
    Abwitterung

    An der Außenluft liegende Bauteile können durch die einwirkenden Witterungseinflüsse beschädigt werden oder ihre Form, Farbe und Aussehen verändern, dies wird im allgemeinen als Abwitterung bezeichnet. Anfällig durch die Einflüsse der Witterung sind zum Beispiel Stahl- und Eisenteile, bei denen Korrosion sichtbar wird. Bei Außenputze ist ein Absanden, bei Farb- und Lackanstrichen ein Abblättern der Farbe zu verzeichnen. Bauteile aus Holz können hingegen durch den Einfluss der Witterung ihre Farbe verändern (Vergrauung), quellen oder modern.

  • Abzweig
    Abzweig
    auch: Abzweige
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    Nicht nur Straßen, sondern auch Abwasserrohre besitzen Abzweige. Dort treffen ein oder mehrere Abwasserrohre unter verschiedenen Winkeln auf ein anderes Abwasserrohr. Auf den Abbildungen sieht man einen Abzweig mit einem 45°-Winkel, einen Doppelabzweig und einen Parallelabzweig. Darüber hinaus gibt es noch Eckabzweige und Kombinationsabzweige.

  • Acryl-Badewanne
    Acryl-Badewanne
    auch: Acryl-Badewannen
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    Acryl wird seit Beginn der 70er Jahre bei der Herstellung von Badewannen verwendet. Mit führend auf dem Gebiet von Acryl-Badewannen war seit Anbeginn die Firma Hoesch. Endlich konnten die Designer ihrer Fantasie freien Lauf lassen und Wannen in allen erdenklichen Formen erschaffen. Trotz der Formenvielfalt sind Wannen aus Acryl im Vergleich günstiger als Email-Badewannen. Zudem wiegen sie weniger, was bei Altbausanierungen, wie bereits erwähnt, durchaus Vorteile mit sich bringen kann. Die Wannen sind komplett durchgefärbt, so dass kleinere Kratzer optisch weniger ins Gewicht fallen. Die Farbe bleibt auch nach Jahren gleich. Die warme Oberfläche von Sanitäracryl sorgt von Beginn an für das richtige Wohlgefühl beim Baden. Allzu scharfe Reinigungsmittel mag der Kunststoff allerdings nicht. Auch manche Badezusätze können für Verfärbungen sorgen. Bei diesen müssen gleich nach dem Bad mit klarem Wasser die Reste wegspült werden. Haben Brandflecke oder Kratzer der Wanne zugesetzt, lassen sie sich mit feinem Sandpapier entfernen. Einfach die porenfrei glatte Oberfläche schleifen und mit Autopolitur oder mit von der Industrie angebotenen Spezialreinigern den alten Glanz wieder herstellen.

  • Acryl-Hohlkammerplatte
    Acryl-Hohlkammerplatte
    auch: Acryl-Hohlkammerplatten
    ahplatte.jpg

    Diese Hohlkammerplatten werden aus hochwertigem, schlagzähem Acrylglas hergestellt. Die Platten haben eine porenfreie glatte Oberfläche, einen hohen Isolierwert, eine lange Lebensdauer und sind witterungsbeständig. Sie werden für Dacheindeckungen, Terrassenüberdachungen, Wandverkleidungen, Wintergärten, Pergolen oder Carports verwendet. Acryl-Hohlkammerplatten lassen sich auch einfach vom Heimwerker selbst montieren. (Foto: Hersteller Gutta)

  • Acryllack
    Acryllack
    auch: Acryllackdispersionsfarbe, Acryllacke, Acryl-Lack, Acryl-Lacke

    Lacke auf Acrylbasis sind in allen Variationen erhältlich. So gibt es Klarlacke, Grundierungen, Decklacke in verschiedenen Glanzgraden und Lasuren. Acryllacke weisen eine sehr hohe Elastizität auf, wodurch jedoch die Blockfestigkeit beeinträchtigt wird. Die Farbtonbeständigkeit ist ebenso wie die Glanzhaltung sehr gut, dafür ist die Fett- und Handschweißbeständigkeit nicht optimal. In Verbindung mit einer Alkydharzimprägnierung ist der Acryllack für Holz sehr gut geeignet. Acrylharze zeichnen sich durch besondere Witterungsbeständigkeit aus. Sie werden entweder in Lösemitteln gelöst oder in Wasser dispergiert. Die enthaltenen Lösemittel dienen als Emulgatoren und Filmbildehilfsmittel. Enthalten Acryllacke viel Wasser und wenig Lösemittel, können sie das Umweltzeichen Blauer Engel erhalten. Dafür dürfen sie jedoch nur eine geringe Menge Konservierungsstoffe und keine bleihaltigen Hilfsstoffe enthalten. Acryllacke werden häufig auch zur Lackierung von Heizkörpern genutzt, da sie keine so starke Geruchsbelästigung wie z.B. Alkydharzlacke hervorrufen. Bei der Verarbeitung ist auf eine gute Durchlüftung zu achten, da große Mengen an Lösemitteln freigesetzt werden. Wird die Heizung mit Acryllack gestrichen, sind in den ersten Heizstunden hohe Ausdunstungen zu erwarten, auch wenn der Anstrich schon Wochen oder gar Monate zurückliegt. Daher sollte direkt nach dem Anstrich geheizt und gleichzeitig gut gelüftet werden.

  • Acryllackdispersionsfarbe
    Acryllackdispersionsfarbe
    auch: Acryllackdispersionsfarben

    siehe Acryllack.

  • Acryllasur
    Acryllasur
    auch: Acryllasuren

    Acryllasuren sind wässrige Anstrichmaterialien, die im Gebinde oft trüb aussehen und bei Aufstrich zunächst ein irisierend trübes Aussehen zeigen. Diese Erscheinung geht im Trocknungsverlauf zurück. Nach Trocknung resultiert ein klarer, durchscheinender Lasurfilm. Die Trübung im Naßzustand ist kein Qualitätsmangel.

  • Acryl-Polyurethan-Lack
    Acryl-Polyurethan-Lack
    auch: Acryl-Polyurethan-Lacke

    Dieser Lack hat die gleichen Eigenschaften wie der Acryllack, enthält jedoch die zusätzliche Bindemittelkomponente Polyurethan. Hierdurch verbessern sich die Oberflächenhärte und die Blockfestigkeit. Acryl-Polyurethan-Lack wird vorwiegend als Weißlack für innen angeboten, da diese Bindemittelkombination zur Kreidung neigt.

  • Adhäsion
    Adhäsion

    Im Gegensatz zu Kohäsion bezeichnet Adhäsion das Aneinanderhaften zweier verschiedener Stoffe aufgrund molekularer Kräfte. Dies passiert, wenn die Moleküle an der entsprechenden Grenzfläche dicht genug aneinander sind. Die Adhäsion spielt zum Beispiel bei Lacken eine große Rolle, sie ist entscheidend für Lackeigenschaften wie Korrosionsschutz und mechanische Beständigkeit. Voraussetzung für gute Haftung einer Lackschicht ist eine gut gereinigte Substratoberfläche. Die Lackzusammensetzung, insbesondere die verwendeten Bindemittel haben großen Einfluss auf die Haftfestigkeit zwischen Untergrund und Lackschicht.

  • äußerer Blitzschutz
    äußerer Blitzschutz
    auch: äußeren, Blitzschutz

    Äußerer Blitzschutz besteht aus der Fangeinrichtung, der Ableitungseinrichtung und der Erdungsanlage. Die Namen sagen eigentlich schon alles. Zuerst wird der Blitz gefangen, dann weitergeleitet und zum Schluss in der Erde unschädlich gemacht. Der äußere Blitzschutz steht in engem Zusammenhang mit dem Aufbau des Daches. Durch die Anlagenteile der Blitzschutz-Systeme darf die Dichtigkeit bzw. Regensicherheit eines Daches nicht beeinträchtigt werden.

  • aktive Sonnenenergienutzung
    aktive Sonnenenergienutzung
    auch: aktiven, Sonnenenergienutzung

    Im Fall der Aktiven Sonnenenergienutzung werden, im Unterschied zur passiven Sonnenenergienutzung, technische Systeme (Solarkollektoren bzw. Solarzellen) genutzt, um Sonnenenergie zu erschließen. Solar-Kollektoren wandeln die Energie der Sonne in Wärme (Solarthermie) und Solarzellen in Strom (Photovoltaik) um.

  • Akustik
    Akustik

    Akustik ist die Lehre vom Schall und seinen Wirkungen. Sie beschreibt, wie Schallwellen sich ausbreiten und wie sie reflektiert und absorbiert werden können. Teilgebiete der Akustik sind Bauakustik und Raumakustik. Diese sind im Bauwesen von besonderer Bedeutung. Die Akustik eines Raumes kann insbesondere durch Akustikdecken beeinflusst werden.

  • Akustikdecke
    Akustikdecke
    auch: Akustikdecken

    Akustikdecken sind leichte Deckenbekleidungen und Unterdecken, die die auftretenden Schallwellen in möglichst hohem Maße absorbieren und eine Schallreflexion nur bedingt zulassen. Man unterscheidet verschiedene Arten von Akustikdecken. Zum einen verwendet man poröse Decklagenelemente aus schallschluckenden, offenporigen, homogenen Materialien wie Holzwolleleichtbauplatten, Leichtspanakustikplatten oder Mineralfaserplatten. Zum anderen kommen perforierte Decklagenelemente aus gelochten Trägerschalen mit hinterlegtem Schallschluckmaterial zum Einsatz. Auch auf Fuge angeordnete Decklagenelemente mit aufgelegtem Schallschluckmaterial und unterseitig schwarzer Vlieskaschierung werden, können Bestandteil einer Akustikdecke sein.

  • Akustiklaminat
    Akustiklaminat
    auch: Akustik-Laminat

    Bezeichnung für einen Laminat-Bodenbelag, der mit schalldämmenden Materialien ausgestattet worden ist, um den Trittschall zu dämpfen. Solche Materialien können Akustikmatten sein, die auf die Unterseite des Bodenbelags aufgeklebt worden sind. Es kann sich aber auch um spezielle schalldämpfende Materialien handeln, die als Zwischenschicht in den Belag eingebracht worden sind. Die Hersteller versprechen eine Minderung des Trittschalls um 12 bis 20 dB. Gleichzeitig soll bei Verlegung des sog. Akustiklaminats eine Trittschalldämmfolie bzw. -matte überflüssig werden.

  • Akustikputz
    Akustikputz
    auch: Akustikputze

    Akustikputze werden wegen ihrer schallabsorbierenden Wirkung in Innenräumen eingesetzt. Sie werden aus einem Werktrockenmörtel hergestellt. Die Oberfläche ist porig und schwächt gemeinsam mit einem entsprechenden Unterbau den Schall ab. Durch die poröse Struktur ist die Oberfläche allerdings stoßempfindlich. Akustikputz wird somit im Allgemeine nur bei Flächen eingesetzt, die nicht stark beansprucht werden, wie z. B. bei Decken. Durch ein Überstreichen des Akustikputzes geht die Funktion der Schallabsorbierung weitgehend verloren.

  • Akustikziegel
    Akustikziegel
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    Akustikziegel sind spezielle Ziegel zur Lärmreduzierung. Sie besitzen besonders viele Löcher, die verhindern, dass sich der Luftschall ausbreitet. Vielmehr wird der Schall in den Löchern der Akustiksteine "gefangen" und in Wärmeenergie umgewandelt. Die Schallenergie der maßgebenden Frequenzen wird absorbiert. Die Ausbreitung von Körperschall können sie allerdings nicht verhindern. Wenn jemand Nägel in die Wand schlägt, ist das dennoch im ganzen Haus zu hören. Akustikziegel werden vor allem verwendet für Lärmschutzwände an Straßen und Plätzen, Tunnelwände, Innenwände von Parkgaragen und Fabrikgebäuden.

  • Akzentbeleuchtung
    Akzentbeleuchtung

    Die Akzentbeleuchtung hebt durch die Schaffung von Lichtinseln mit höheren Beleuchtungsstärken als die Allgemeinbeleuchtung einzelne Einrichtungsobjekte und besondere Raumzonen hervor. Besonders geeignet sind Strahler für Deckeneinbau oder -aufbau, drehbar, schwenkbar oder starr, zur Wandmontage oder auf Stromschienen, die ein einfaches Verschieben und flexibles Verändern der Beleuchtungskörper erlauben.

  • Akzentlicht
    Akzentlicht
    auch: Akzentlichter

    Begriff aus der Beleuchtungsindustrie. Wie der Name schon sagt, sollen Akzentlichter Lichtakzente setzen, also keineswegs Räume voll ausleuchten. Einen Beleuchtungseffekt haben sie natürlich dennoch und zwar in dem Sinne, dass sie für stimmungsvolle Atmosphäre sorgen oder in Gängen oder auf Wegen bei Nacht die Orientierung erleichtern bzw. überhaupt erst ermöglichen. Der Begriff "Akzentlicht" ist nicht auf einen bestimmten Beleuchtungskörper zu reduzieren. Bodeneinbauleuchten, Solarleuchten, Pollerleuchten usw. können ebenso diesem Bereich zugeordnet werden, wie Bilderleuchten oder Niedervolt-Einbauleuchten in einer Deckenverkleidung.

  • Alarmanlage
    Alarmanlage
    auch: Einbruchmelder, Überfallmelder, Alarmierungsarten, Überwachungsarten, Externalarm, Alarmanlagen

    Alarmanlagen sind ein elektrisches Hilfsmittel zur Sicherung von Gebäuden, Autos oder anderen Wertgegenständen. Bei Gebäuden stehen mechanische Sicherungen, wie beispielsweise einbruchshemmende Türen, Rolläden oder Fenster an erster Stelle. Sie können dem Täter einen Widerstand entgegensetzen und einen Einbruch unter Umständen verhindern. Einbruchmeldeanlagen können dagegen den Einbruch nur melden. Sie verhindern zwar keinen Einbruch, können jedoch abschreckend wirken. Durch die Meldewirkung wird das Risiko für einen Einbrecher, entdeckt zu werden, wesentlich erhöht. Am besten ist es, die mechanische Sicherungstechnik mit der elektronischen Überwachung sinnvoll zu kombinieren. Grundsätzlich sollte die Alarmanlage so erweitert werden, dass auch ein Überfallalarm ausgelöst werden kann. Bei der Überwachung gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Zum einen die Fallenüberwachung, bei der bestimmte Bereiche durch Bewegungsmelder überwacht werden. Zum anderen die Außenhautüberwachung, bei der insbesondere Fenster und Türen mit Kontakten überwacht werden. Welche Überwachungsart am geeignetsten ist, klärt man am besten in einem Beratungsgespräch mit einem Fachmann oder man wendet sich direkt an eine(Kriminal-)Polizeiliche Beratungsstelle. Weiterhin gibt es verschiedene Alarmierungsarten. Der Externalarm soll durch entsprechende optische und akustische Signalgeber vor Ort den Täter abschrecken bzw. die Nachbarn aufmerksam machen. Mithilfe des Fernalarms wird ein Alarm an eine hilfeleistende Stelle weitergeleitet. Auch die Kombination der beiden Alarmierungsarten ist möglich. Der Internalarm dient zur Information der Bewohner bei Anwesenheit und interner Scharfschaltung der Anlage. Schließlich gibt es noch Alarmanlagen in verschiedenen Klassen, unterteilt nach A, B und C. Die Klassen machen Aussagen darüber, welche Elektronik in welchen Objekten eingesetzt werden sollte. Entscheidend für den Privathaushalt ist die Klasse A. Klasse B wäre beispielsweise beim Schutz von größeren Werten interessant und C, wenn das Leben und nicht nur Sachwerte bedroht sind.

  • Alarmgeber
    Alarmgeber

    Alarmgeber werden an allen Schwachstellen (Fenster, Türen usw.) installiert. Sie erfassen und melden den Einbrecher. Sie arbeiten nach verschiedenen Prinzipien, z.B. Bewegungsmelder (melden immer wieder), Kontaktmelder (melden nur einmal) usw. Welcher Melder an welcher Stelle eingesetzt wird, hängt vom jeweiligen Objekt ab.

  • Alarmglas
    Alarmglas

    Aus einem Einscheiben-Sicherheitsglas kann ein Alarmglas gemacht werden, indem auf die Scheibe eine stromleitende Alarmschleife ("Alarmspinne") gedruckt wird, die mit einer Alarmanlage verbunden ist. Beim Verbund-Sicherheitsglas wird in die Folien-Zwischenschicht ein dünner Alarmdraht eingebettet.

  • Alarmierungsarten
    Alarmierungsarten

    siehe Alarmanlage.

  • Albert Haus
    Albert Haus

    Zum Herstellerporträt von Albert Haus

  • Algenbewuchs
    Algenbewuchs

    Algen sind natürlicher Bestandteil unserer Umwelt und fast überall anzutreffen. Neben Oberflächen in der Natur besiedeln sie z.B. auch Verkehrsschilder und Bauteiloberflächen. Auf der Fassade von Gebäuden sind sie unerwünscht, da sie die Optik beeinträchtigen. Grundvoraussetzung zur Entstehung von Algenbefall ist Feuchtigkeit auf der Bauteiloberfläche. Gefährdete Fassadenbereiche sind daher insbesondere Nord- und Westseiten sowie verschattete Bereiche durch dicht anstehenden Bewuchs. Algenwachstum wird abhängig von der Qualität des Wärmeschutzes (Verringerung der Oberflächentemperatur) an allen Fassadenkonstruktionen beobachtet. Algenbewuchs auf Bauteilen (Sichtmauerwerk - Putzflächen - Beton) führt nicht zu einer Beschädigung der betroffenen Bauteile, sondern zu einer optischen Veränderung und Qualitätsminderung an den Oberflächen. Die auf die Oberflächen einwirkenden schwach säurehaltigen Organismen der Algen können zu leichten farbigen Rückständen auf den betroffenen Stellen führen.

  • Algizide
    Algizide

    Sammelbezeichnung für Wirkstoffe unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung zur Bekämpfung von Algen, Flechten und Moosen. Algizide gehören zu den sogenannten Filmkonservierungsmitteln, das sind solche Substanzen, die z. B. in einer Kunstharzputz-Beschichtung in geringen Mengen enthalten sind, um über einen längeren Zeitraum Algenwachstum zu verhindern bzw. zu hemmen. Die betreffenden Wirkstoffe sind deshalb auch nur begrenzt wasserlöslich. Entsprechend den gestiegenen Anforderungen an eine möglichst hohe Wirksamkeit bei möglichst geringer Giftigkeit ist die Toxizität heutiger Algizide für höhere Lebewesen nur sehr gering.

  • Alkydharzlack
    Alkydharzlack
    auch: Alkydharzlacke

    Alkydharzlacke sind Lacke, die als charakteristische Filmbildner Alkydharze enthalten. Sie werden zur Oberflächenbehandlung von Holz eingesetzt und bestehen aus Polyesterharzen, Ölen und Fettsäuren, wobei der Anteil der verschiedenen Bestandteile sehr unterschiedlich ist. Der Lösemittelanteil liegt zwischen 10 % und 50 %. Als Lösemittel werden meist Testbenzin oder Spezialverdünnungen verwendet, bei verschiedenen Alkydharzen auch Wasser. Der Lack härtet physikalisch aus, nämlich durch das Verdunsten der Löse- und Verdünnungsmittel. Die Trockenzeit kann je nach Schichtdicke zwischen einer Stunde und zwei Tagen betragen. Dabei muss auch zwischen lufttrocknenden und wärmetrocknenden Lacken unterschieden werden. Für den Außenbereich sollten pigmentierte Lacke verwendet werden, da transparente Lacke gegenüber Witterungseinflüssen sehr anfällig sind. Die Beständigkeit gegenüber UV-Strahlung hängt stark von der im Lack enthaltenen Fettsäure ab. Bei manchen Alkydharzlacken besteht ab 60°C eine hohe Vergilbungsgefahr. Verwendet werden die Lacke für Fußböden, Parkett, Treppen, Fenster und Fassadenbekleidungen. Auch Innen- und Außentüren sowie Möbel für Garten, Bad und Küche behandelt man mit Alkydharzlacken.

  • Allergikerhaus
    Allergikerhaus
    auch: Allergikerhäuser

    Immer mehr Menschen leiden unter Allergien. Umso wichtiger ist es, dass man sich zumindest in den eigenen vier Wänden beschwerdefrei aufhalten kann. Da es so viele allergieauslösende Stoffe gibt und jeder Mensch anders reagiert, kann man auch nicht von d e m Haus für Allergiker sprechen. Jedes Haus muss individuell auf seine Bewohner abgestimmt werden. Was auf alle Fälle Bestandteil eines Allergikerhauses sein sollte, ist eine mechanische Wohnraumlüftung. Sie sorgt dafür, dass die Pollen draußen bleiben und Schimmelbildung verhindert wird. Beides kann Auslöser für Allergien sein. Auch bestimmte (natürliche) Stoffe im Holz (vor allem harzreichem Holz), können Ursache für eine allergische Reaktion sein. Wer gegen Hausstaub allergisch ist, muss dafür sorgen, dass sich die Hausstaub-Milben nicht zu stark ausbreiten. Auch Staubaufwirbelungen sind für den Hausstaub-Allergiker Gift.

  • Allgemein anerkannter Stand der Technik
    Allgemein anerkannter Stand der Technik

    Es gibt keine gesetzliche Definition der Begriffe "Allgemein anerkannter Stand der Technik" bzw. „anerkannte Regeln der Technik”. Die Begriffe haben jedoch insbesondere im privaten Baurecht eine weitreichende Bedeutung erlangt. Sowohl in Klauselsammlungen (wie z. B. der VOB/B) als auch direkt im Gesetzestext wird auf anerkannte Regeln der Technik Bezug genommen. Anerkannte Regeln der Technik sind eigendynamische Regelungen, die sich in ständiger Weiterentwicklung befinden. Sie müssen nicht immer schriftlich fixiert sein. Mit dem Begriff werden alle Anleitungen für handwerkliche und industrielle Verfahrensweisen zur Herstellung oder Verwendung von technischen Anlagen, Geräten, Maschinen, Bauwerken und dergleichen erfasst. Es handelt sich um Regeln, die in der Wissenschaft als theoretisch richtig anerkannt sind und in die in dem Kreis der nach neuestem Erkenntnisstand vorgebildeten Techniker durchweg bekannt und aufgrund praktischer Erfahrung als technisch geeignet anerkannt sind. Ein großer Teil dieser Regelungen ist in den DIN-Normen niedergelegt. Aber auch die DVGW-Arbeitsblätter oder Montageanleitungen der Hersteller enthalten anerkannte Regeln der Technik.

  • Allgemeinbeleuchtung
    Allgemeinbeleuchtung

    Unter einer Allgemeinbeleuchtung versteht man die einheitliche Beleuchtung eines gesamten Raums ohne besondere Berücksichtigung einzelner Sehaufgaben, d.h. sie schafft eine gleichmäßige Ausleuchtung des Raumes. Sie wird meist durch eine regelmäßige Leuchtenanordnung, etwa an der Decke, realisiert.

  • Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung
    Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung

    Das Deutsche Institut für Bautechnik, Berlin, erteilt die "Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung" für neu auf den Markt gekommene Baustoffe, wenn der Hersteller die Verwendbarkeit von Bauprodukten und Bauverfahren nachgewiesen hat. Diese Zulassung bietet jedoch keine Gewähr dafür, dass die neuen Produkte nicht doch über nicht erkannte Mängel verfügen - etwa gesundheitsbelastende Ausgasungen. Die vom Berliner Institut zugelassenen Bauprodukte und Bauarten sind in der Bauregelliste veröffentlicht.

  • Allgemeines Wohngebiet
    Allgemeines Wohngebiet
    auch: Allgemeine, Wohngebiete, Allgemeinen, Wohngebiet

    Bezeichnung in einem Bebauungsplan. Allgemeine Wohngebiete werden mit WA abgekürzt. Häuser dürfen laut Baunutzungsverordnung maximal eine Grundflächenzahl von 0,4 und eine Geschossflächenzahl von 1,2 haben. Sie dienen vorwiegend dem Wohnen, wobei ein Architektur- oder Ingenieurbüro durchaus erlaubt ist.

  • Altdeutsche Deckung
    Altdeutsche Deckung
    altdeutschedeckung.jpg

    Als Königin der Schiefer-Deckarten gilt die Altdeutsche Deckung. Sie zählt zu den handwerklich schwierigsten Dacheindeckungen überhaupt. Vor allem in Deutschland bekannt, zeichnet sich die Altdeutsche Deckung durch die Verwendung von Dachsteinen unterschiedlicher Breite und Höhe aus. Von der Traufe zum First werden die Dachsteine immer kleiner, was die Ästhetik für den Betrachter unbewußt erhöht. Pro Quadratmeter kostet die Altdeutsche Deckung inklusive der Verlegung etwa 80 Euro.

  • Altdeutsche Pfanne
    Altdeutsche Pfanne
    auch: Altdeutsche, Pfannen

    siehe Krempziegel.

  • Altpapierdämmstoff
    Altpapierdämmstoff
    auch: Altpapierdämmstoffe

    Auch aus zerfasertem Altpapier lassen sich Dämmstoffe herstellen. Die Wärmedämmflocken (zum Einblasen in Hohlräume) oder -platten eignen sich für Dächer, Wände und Decken. Sie sind diffusionsfähig, normal entflammbar, beständig gegen Schimmel und Ungeziefer, Wärmeleitfähigkeit ca. 0,045 W/(m K).

  • Altpflaster
    Altpflaster

    Bezeichnung für Natursteinpflaster, das im Gegensatz zu Neupflaster aus Straßenaufbrüchen oder Lagerbeständen stammt und als Großpflaster, Normalpflaster, Mittelpflaster, Quadratpflaster, %)Kleinpflaster%) und Mosaikpflaster im spezialisierten Baustoffhandel erhältlich ist.

  • Alukaschierung
    Alukaschierung
    auch: Alukaschierungen

    Dämm-Materialien (in Matten oder Rollenform), die mit einer dünnen Folie aus Aluminium überzogen sind, bezeichnet man als Aluminiumkaschierung. Die Beschichtung mit der Aluminiumfolie verleiht den Materialien eine dampfdiffusionsdichte Eigenschaft und wird vor allem als Dampfsperre eingesetzt, wobei die kaschierte Seite in Richtung des zu dämmenden Raumes eingebaut werden muss.Die Dicke der Aluminiumfolie muss zur Erreichung der Dampfdichtheit nach DIN jedoch mindestens 0,05 mm betragen. Die Überlappung ist separat abzukleben, da vorhandene Ausführungen nicht ausreichend sind.

  • Alumarkise
    Alumarkise
    auch: Alumarkisen

    Markisen, die aus einer Konstruktion aus Aluminiumprofilen bestehen.

  • Aluminiumdach
    Aluminiumdach
    auch: Aluminiumdächer, Aluminium-Dach, Aluminium-Dächer

    Alumiumdächer bewähren sich schon seit Jahrzehnten bei Neu- und Altbauten sowie für Warmdach- und Kaltdachkonstruktionen. Walzblankes Aluminium bildet mit dem Sauerstoff der Luft eine beständige Schutzschicht. Diese wird im Laufe der Jahre immer härter und erneuert sich, wenn sie mechanisch entfernt worden ist. Oft haben Aluminiumdächer eine Farbbeschichtung. So kann man das Dach der Umgebung anpassen. Diese Beschichtungssysteme bieten aber auch Schutz vor der Umwelteinflüssen wie beispielsweise saurem Regen. Farbaluminium zeichnet sich gegenüber anderen Flächenbekleidungen durch seine Korrosionsbestädigkeit aus. Die Dacheindeckung erfolgt mit Aluminiumblechen, die unterschiedliche Querschnitte und Profile besitzen. Bei Kontakt mit anderen Bauteilen oder Befestigungsmitteln aus Stahl, Zink, Messing, Kupfer oder Blei besteht die Gefahr der Kontaktkorrosion. Aluminium ist sehr leicht. Die Anforderungen an die Statik der Unterkonstruktion fallen dementsprechend niedriger aus. Durch großflächige Alu-Dach-Elemente läßt sich ein schneller und einfacher Fortschritt erzielen. Zu steil darf das Dach allerdings nicht sein. Dacheindeckungen aus Aluminium sind bis zu einer Dachneigung von 10 Grad möglich.

  • Aluminiumfenster
    Aluminiumfenster

    Fenster aus Aluminium sind langlebig, wert- und witterungsbeständig sowie nahezu wartungsfrei. Darüber hinaus sind Aluminiumfenster sehr leicht und dennoch stabil. Es gibt Fenster in vielen verschiedenen Farben. Die Farbe verändert sich selbst nach jahrelanger Sonneneinstrahlung nicht. Bei der Herstellung der Fenster wird allerdings sehr viel Energie verbraucht. Auch die Dämmeigenschaften sind schlechter als bei Holzfenstern und Kunststofffenstern. Die Wärmedämmung kann durch den Einbau von Kunststoff oder den Verbund mit Holz verbessert werden. Aluminiumfenster sind teurer als Holz- oder Kunststofffenster. Dies wird durch die längere Lebenserwartung jedoch ausgeglichen. Die Oberfläche des Aluminiums wird auf verschieden Weise behandelt, wie Einbrennlackieren, Eloxierung und Pulverbeschichtung. So wird einerseits der Korrosionsschutz sichergestellt und andererseits das Aluminium eingefärbt.

  • Aluminium-Folie
    Aluminium-Folie
    auch: Aluminium-Folien

    Dampfsperre. Sie läßt sich aufkleben oder auf Dämmplatten und -matten kaschieren. Wird verwendet bei Dächern und Außenwänden, wenn Feuchtigkeitstransport nicht erwünscht ist. Zudem ist die Folie alterungsbeständig.

  • Aluminium-Holz-Fenster
    Aluminium-Holz-Fenster

    siehe Holz-Aluminium-Fenster.

  • Aluminium-Türgriffe
    Aluminium-Türgriffe
    auch: Aluminium-Türgriff
    alutuergriff.jpg

    Aluminium-Türgriffe werden aus hochwertigen, korrosionsbeständigen Hüttenlegierungen hergestellt. Die Oberflächenvergütung erfolgt im Eloxalverfahren: Durch einen gezielt gesteuerten, künstlich unter Einsatz von Strom und Schwefelsäure hervorgerufenen Oxidationsprozess (Vereinigung des Werkstoffes mit Sauerstoff) wird aus dem Produkt heraus eine schützende Oberflächenschicht gebildet (=Oxidschicht), welche die Produkte gegen äußere Einflüsse wie Handschweiß, Luftfeuchtigkeit und leichte mechanische Beanspruchung schützt. Darüber hinaus können Aluminium-Beschläge auch in einem Pulverbeschichtungsverfahren in RAL-Farbtönen angefertigt werden. Eine besondere Pflege benötigt der Werkstoff Aluminium nicht. Schmutzflecken können mit einem weichen Tuch und Wasser entfernt werden.

  • Anbau
    Anbau
    auch: Anbauten

    Bei einem Anbau handelt es sich um die Erweiterung eines bestehenden Gebäudes. Anbauten können sowohl ein- oder mehrgeschossig als auch unter- und/oder überirdisch hergestellt werden. Zu Anbauten zählen neben Wohnhauserweiterungen auch Wintergärten, Balkone oder Garagen. Um einen Anbau realisieren zu können, ist in der Regel eine Baugenehmigung erforderlich, im sogenannten freistellungsverfahren ist die Zulässigkeit eines Anbaus abhängig von den Vorgaben eines für das Baugebiet gültigen Bebauungsplans sowie der jeweiligen Länderbauordnung. Neben einer Baugenehmigung, der eine fachgerechte Planung vorausgeht, sind vor Errichtung des Anbaus die zugehörigen bautechnischen Nachweise zur Standsicherheit („Statik“), zur Energieeinsparung (nach EnEV 2002), ggf. zum Schall- und zum konstruktiven Brandschutz erforderlich.

  • Anbaubalkone
    Anbaubalkone
    auch: Anbaubalkon

    Die kostengünstige Variante für Neubauten bzw. Nachrüstungen bei vorhandenen Gebäuden sind so genannte Anbaubalkone. Diese werden frontseitig durch Stützen getragen und wandseitig durch Konsolen mit dem Gebäude verbunden. Das Ergebnis: Eine neue, attraktivere Gebäude-Optik und mehr individuelle Lebensqualität führen zu mehr Wohn- und Mietwert bei einer bislang balkonlosen Immobilie. Die Bodenplatte von Anbaubalkonen ist aus Stahlbeton oder Aluminium. Auch Anbaubalkone aus Holz sind möglich.

  • Anerkannte Regeln der Technik
    Anerkannte Regeln der Technik

    siehe Allgemein anerkannter Stand der Technik

  • Anfangstilgung
    Anfangstilgung

    Die Anfangstilgung bezeichnet die Tilgungsleistung der allerersten Rate, die an den Darlehensgeber bezahlt werden muss. Bei Annuitätendarlehen steigert sich die Tilgungsleistung mit jeder Rate ein kleines Stück. Genaue Zahlen liefert ein Tilgungsplan. Standardmäßig liegt die Anfangstilgung bei 1%. Allerdings sollten die Tilgungsleistung so hoch wie möglich gewählt werden, da sich dadurch die Ablösung des Darlehens erheblich beschleunigt.

  • Anfangswertfeststellung
    Anfangswertfeststellung
    auch: Anfangswertfeststellungen

    Bei baulichen Sanierungsmaßnahmen kann es insbesondere im Hinblick auf die Finanzierung durch Geldinstitute erforderlich werden, den Wert der Immobilie noch vor Beginn der Sanierung festzustellen. Dies geschieht in der Regel durch Gutachten eines Sachverständigen. Ist die Sanierungsmaßnahme abgeschlossen, kann aus den gleichen Gründen eine Endwertfeststellung erforderlich werden.

  • Ankerbalkenbauweise
    Ankerbalkenbauweise

    Die Ankerbalkenbauweise ist die älteste Art der Geschossbauweise bei einem Fachwerkhaus. Dabei sind die Deckenbalken mit langen, durchgehenden Zapfen an den Ständer befestigt und mit Ankerbalkenschlössern gesichert. Die Enden der (über alle Geschosse laufenden) Ständer sind mit einem Hochrähm verbunden, auf dem die Sparren aufliegen. Der Rähm liegt hoch über dem Deckenbalken. Diese Konstruktion wird daher auch als Hochrähmkonstruktion (Hochrähmgefüge, Hochrähmverzimmerung) bezeichnet. Eine Variante der Hochrähmkonstruktion ist die Oberrähmkonstruktion (Oberrähmgefüge, Oberrähmverzimmerung). Dabei liegt der Rähm direkt über dem Deckenbalken, der mit einer Einhälsung mit dem Ende des Ständers verbunden ist. Eine weitere Variante ist die Unterrähmkonstrukion (Unterrähmgefüge, Unterrähmverzimmerung). Bei dieser Stockwerksbauweise wird Stockwerk auf Stockwerk aufeinandergesetzt. Der Rähm liegt jeweils unter dem Deckenbalken, daher Unterrähmkonstruktion.

  • Anlauger
    Anlauger

    Anlauger sind Spezialreiniger, um Untergründe sauber, fettfrei und haftfähig für eine anschließende Lackierung vorzubereiten. Als Pulver oder in gebrauchsfertiger Form anzuwenden, eigenen sie sich für alle Altanstriche wie Öl- und Lackfarbenflächen, wasch- und scheuerbeständige Dispersionsfarbenanstriche auf Holz, Metall, Putz und Mauerwerk sowie den meisten Kunststoffen.

  • Anliegerbeitrag
    Anliegerbeitrag
    auch: Anliegerbeiträge

    siehe Erschließungskosten.

  • Anliegerkosten
    Anliegerkosten

    siehe Erschließungskosten.

  • Anliegerstraße
    Anliegerstraße

    Gemeinde- oder Privatstraße, die hauptsächlich für den Zugang oder die Zufahrt zu den an ihr gelegenen und dem Wohnen oder der wirtschaftlichen Betätigung dienenden Grundstücke bestimmt ist.

  • Annuitätendarlehen
    Annuitätendarlehen

    Das Annuitätendarlehen ist die häufigst genutzte Form der Kreditaufnahme bei Immobilien. Bei Annuitätendarlehen wird eine konstante Rate, die Zins- und Tilgungsanteil beinhaltet, gezahlt. Durch den in der Rate enthaltenen Tilgungsanteil erfolgt mit fortschreitender Laufzeit eine Erhöhung desselben, da sich die Zinsen bei schrittweiser Tilgung verringern.

  • Anpresslatte
    Anpresslatte
    auch: Anpresslatten
    anpresslatte.jpg

    Anpresslatten sind eigentlich ganz normale Dachlatten. Sie sind bei der Herstellung der Luftdichtheit von Gebäudehüllen, wie sie die Energieeinsparverordnung vorschreibt, ein wichtiges Hilfsmittel. Sie werden dazu verwendet, den Anschluss einer Dampfsperre an die Giebelwand herzustellen. Die Dampfsperre wird auf die Giebelwand etwas überlappend verlegt. In die Fuge zwischen Dachfläche und Giebelwand wird ein vorkomprimiertes Fugenband gelegt und darauf kommt die Anpresslatte. Diese wird angeschraubt oder angenagelt. Dabei wird zwar die Dampfsperre beschädigt. Der dabei entstehende Schaden ist jedoch so gering, dass keine Beeinträchtigung der Funktion der Dampfsperre zu befürchten ist. Alternativ zur Anpresslatte werden vermehrt auch Klebstoffe angeboten, welche die gleiche Funktion übernehmen sollen. Allerdings ist bei Klebstoffen nicht immer die Dauerhaftigkeit gegeben. Die Luftdichtheit soll aber ein ganzes Gebäudeleben anhalten.

  • Anrainer
    Anrainer

    Anrainer ist eine andere Bezeichnung für Grundstücksnachbar oder Anlieger.

  • ansatzfreie Tapete
    ansatzfreie Tapete
    auch: ansatzfreie, Tapeten

    Bedruckte Tapeten, bei denen das Muster so gezeichnet ist, dass keine seitlichen Verschiebungen sichtbar sind, werden als ansatzfreie Tapten bezeichnet. Dadurch wird das Tapezieren erleichtert und es gibt wenig Verschnitt. Ansatzfrei sind auch Streifentapeten und Rauhfaser-Tapete oder Raufaser-Tapete, wie sie nach der neuen Rechtschreibung richtig geschrieben wird.

  • Anschaffungskosten
    Anschaffungskosten

    Als Anschaffungskosten bezeichnet man die Summe aller Aufwendungen, die im Falle eines (Immobilien-)Kaufs aufgewendet werden müssen. Diese setzen sich in der Regel zusammen aus dem Kaufpreis für die Immobilie, den Kosten für eine Vertragsvermittlung (Maklergebühr) sowie den Kosten für den Vertragsabschluß (Notar- und Gerichtskosten, Grundbuchgebühren). Ferner kann man eventuell anfallende Steuern (Grunderwerbsteuer) sowie anschaffungsnahe Aufwendungen dazu zählen. Diese Anschaffungskosten können gegebenenfalls abgeschrieben werden.

  • Anschlussfinanzierung
    Anschlussfinanzierung

    Hypotheken und Darlehen zur Finanzierung eines Hausbaus werden grundsätzlich zu festgeschriebenen Zinsen für einen bestimmten Zeitraum gewährt. Während der Laufzeit des Darlehens kann der Zinssatz weder gesenkt noch erhöht werden. Rückt das Ende der Laufzeit und damit ein Ende der Zinsfestschreibung in greifbare Nähe, muss sich der Bauherr um eine Anschlussfinanzierung bemühen. Diese kann über eine ganz andere Hypothekenbank oder ein ganz anderes Geldinstitut erfolgen, muss also nicht beim bisherigen Darlehnsgeber verlängert werden. Bei der Anschlussfinanzierung sollte der Bauherr die Konditionen der Geldinstitute vergleichen. Schon ein niedrigerer Zinssatz von nur 0,1 % kann - je nach Laufzeit des Darlehens - schon eine Ersparnis von einigen tausend Euro bringen.

  • Ansicht
    Ansicht
    auch: Ansichten

    Die Anfertigung einer Ansicht, nämlich einer Ansichtszeichnung, gehört zu den Aufgaben eines Bauzeichners bzw. eines Architekten oder Bauingenieurs. Die Ansicht ist der Aufriß von Fassaden auf Bauplänen, wobei alle Seiten eines Hauses "aufgerissen" werden.

  • Anstellbalkon
    Anstellbalkon
    auch: Anstellbalkone

    siehe Fertigbalkon.

  • Anstrichaufbau
    Anstrichaufbau

    Unter Anstrichaufbau versteht man die Reihenfolge, in der aufeinander abgestimmte Anstrichmaterialien aufgetragen werden. Im Regelfall Imprägnierung bzw. Grundierung als Haftvermittler, dann erforderlichenfalls die Zwischen- und schließlich die Schlußbeschichtung. Um ein einwandfreies Arbeitsergebnis zu erzielen, sollte man immer Komponenten eines Herstellers, die aufeinander abgestimmt sind, verwenden.

  • Anstrichbläue
    Anstrichbläue

    Blaßblaue bis schwarze Verfärbung des Splintholzes der Nadelbäume, hervorgerufen von einer Gruppe holzbewohnender Pilze (Ascomycetes oder Fungi imperfecti), die bereits (natürlich oder künstlich) getrocknetes, dann aber erneut durchfeuchtetes Holz (z.B. Fenster) befallen.

  • Anstrichstoff
    Anstrichstoff
    auch: Anstrichstoffe

    Als Annstrichstoffe bezeichnet man alle Mittel zur Beschichtung von Oberflächen (Holz, Metall, Mauerwerk, Tapete usw.), sei es zum Schutz oder zur Verschönerung. Zu den Anstrichstoffen zählen Lacke, Lasuren und Farben.

  • Antennendurchgang
    Antennendurchgang
    auch: Antennendurchgänge
    adurchgang.jpg

    Spezieller Durchgangsziegel für Antennen- und Satellitenempfangsmasten für Steildächer. Das Dach bleibt somit winddicht. Es gibt Antennendurchgänge in der Form verschiedener Dachpfannen oder universell einsetzbare Antennendurchgänge, die zwischen den anderen Dachpfannen geklemmt werden. (Foto: Hersteller Klöber)

  • Antifoulingfarbe
    Antifoulingfarbe
    auch: Antifoulingfarben

    Antifoulingfarben sind Stoffe oder Zubereitungen zur Verhinderung des Bewuchses durch Mikroorganis-men, Pflanzen oder Tiere an Schiffskörpern oder sonstigen Geräten oder Einrichtungen, die völlig oder teilweise im Wasser untergetaucht werden. Allerdings enthalten die Farben meistens Biozide, die ein Abtöten der Wasserorganismen zur folge haben. Der Bewuchs von Muscheln und Algen am Unterschiff soll damit verhindert werden. Mittlerweile gibt es Antifoulingmittel, die auf biozide Wirkstoffe verzichten. Diese Mittel enthalten Mischungen aus Schellack und verschiedenen Harzen, die nach dem Kontakt mit dem Wasser schnell abgebaut werden.

  • Anti-Kalk-System
    Anti-Kalk-System
    auch: Anti-Kalk-Systeme
    aksystem.jpg

    Wasser ist häufig ziemlich kalkhaltig. Dadurch lagert sich Kalkstein an den Wasserleitungen ab und behindert den optimalen Wasserabfluss. Auch Waschmaschinen, Kaffeemaschinen und Geschirrspülmaschinen werden durch kalkhaltiges Wasser geschädigt. Mit einem Anti-Kalk-System wird all dies verhindert. Durch das starke Magnetfeld des Systems wird die Struktur des Wassers geändert und Kalk kann sich nirgendwo mehr niederschlagen. Durch ein Anti-Kalk-System kann sogar alter Kalkstein abgebaut werden.

  • Antipanikfunktion
    Antipanikfunktion
    auch: Antipanikfunktionen

    Die Antipanikfunktion bewirkt beispielsweise bei einem Einsteckschloss, dass sich die Falle zusammen mit dem vorgeschlossenen Riegel bei abgezogenem Schlüssel durch Betätigung des Türdrückers zurückziehen lässt. Eine Antipanikfunktion ist zum Beispiel bei Notausgängen notwendig, damit die Tür im Brandfall oder anderen Notfällen jederzeit geöffnet werden kann.

  • Antipanikschloss
    Antipanikschloss
    auch: Antipanikschlösser

    Schloss mit einer Antipanikfunktion.

  • Antritt
    Antritt

    siehe Treppenantrittstufe.

  • Antrittpfosten
    Antrittpfosten

    Der erste Pfosten eines Treppengeländers.

  • Arbeitgeberdarlehen
    Arbeitgeberdarlehen

    Arbeitgeber gewähren ihren Arbeitnehmern häufig zu Zwecken des Haus- oder Wohnungsbaus bzw. -erwerbs oder auch zu sonstigen größeren Anschaffungen ein Darlehen. Erwünschter Nebenzweck über die reine Darlehensgabe hinaus ist dabei eine längerfristige Bindung des Arbeitnehmers an den Betrieb. Lohnsteuerrechtlich ist die Darlehensgewährung unbeachtlich. Allerdings gilt etwas anderes für Zinsersparnisse, die dem Arbeitnehmer wegen des unter Umständen im Vergleich zum Markt günstigeren Effektivzinses erwachsen oder für Barzuschüsse zu Fremddarlehen. Erläßt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die Rückzahlung des Darlehens, ist darin regelmäßig steuerpflichtiger Arbeitslohn zu sehen.

  • Arbeitsfugen
    Arbeitsfugen
    auch: Arbeitsfuge

    Arbeitsfugen entstehen als gewollte Fugen in Bauteilen aus Beton, Stahlbeton oder Spannbeton, wenn frischer Beton gegen eine mehr oder weniger erhärtete Betonlage, also bei zeitlicher Unterbrechung des Betoniervorgangs betoniert wird. Bei Arbeitsfugen die ständig oder zeitweise im Bereich von Grundwasser, Hangwasser oder auch Oberflächenwasser entstehen (z.B. Außenwände aus Ortbeton im Kellerbereich) ist eine sichere wasserundurchlässige Abdichtung der Fuge notwendig.

  • Arbeitsgerüst
    Arbeitsgerüst
    auch: Arbeitsgerüste

    Arbeitsgerüste sind Gerüste, die als Arbeitsplatz dienen. Sie müssen außer den beschäftigten Personen und deren Werkzeuge auch für die jeweils erforderlichen Baustoffe Platz bieten und diese tragen. Arbeitsgerüste sind beispielsweise Steckrahmengerüste, Bockgerüste, Auslegergerüste oder Konsolgerüste.

  • Architekt
    Architekt
    auch: Architekten, Architektin, Architektinnen

    Architekt(in) ist ein innerhalb der EU geschützter Beruf, den nur jemand ausüben darf, der auf einer Fachhochschule (FH), einer Technischen Universität (TU) oder einer Hochschule für Gestaltung studiert und ein Staatsexamen abgelegt hat. Das Studium dauert in der Regel auf Fachhochschulen acht, auf Technischen Hochschulen zehn Semester. Der Architekt erhält zwar während seiner Ausbildung ein umfassendes Wissen über Baumaterialien, Bauphysik und Konstruktionsverfahren, das Schwergewicht seiner Arbeit liegt aber im Gegensatz zur Tätigkeit eines Bauingenieurs im gestalterischen, also creativen Bereich. Architekten, die freiberuflich tätig werden wollen, müssen zuvor die Vorlagenberechtigung erlangen. Ferner müssen sie Mitglieder der Architektenkammer sein und eine Pflichthaftplichtversicherung abgeschlossen haben, wonach diese bei Schäden eintritt, die der Architekt bei der Bauplanung oder Bauüberwachung verursacht haben kann. Der Architekt hat Anspruch auf eine gesetzlich festgelegte Vergütung nach den in der HOAI festgelegten Leistungsphasen.

  • architektenfrei
    architektenfrei

    Begriff aus dem Maklerwortschatz. Er betrifft Grundstücke, die zum Verkauf stehen und bei denen eine Bebauung nicht an einen bestimmten Architekten "gebunden" ist.

  • architektengebunden
    architektengebunden

    Begriff aus dem Maklerwortschatz. Er betrifft Grundstücke, die zum Verkauf stehen, bei denen aber die Bebauung an einen bestimmten Architekten "gebunden" ist.

  • Architektenhaus
    Architektenhaus
    auch: Architektenhäuser
    architektenhaus.jpg

    Jedes Haus ist ein Architektenhaus, da von einem Architekten entworfen. Ausnahme: Holzhäuser und Fachwerkhäuser, die in einigen Bundesländern auch vom Zimmermann ohne Hinzuziehung eines Architekten gebaut werden dürfen. Was aber heutzutage unter einem "Architektenhaus" verstanden wird, sind individuelle Häuser mit einem besonderen Design und möglicherweise kühnen Konstruktionen aus Metall, Glas, Naturstein, Holz usw.

  • Architektenhonorar
    Architektenhonorar
    auch: Architektenhonorare, Architekten-Honorar, Architekten-Honorare

    Gesetzlich geregelter Anspruch des Architekten auf Entlohnung seiner Leistungen für Planungs-, Ausschreibungs- und Bauleitungsaufgaben. Das Honorar bemißt sich nach dem Wert und dem Schwierigkeitsgrad des Bauwerks und ist in verschiedenen Stufen zahlbar.

  • Architektenkammer
    Architektenkammer

    Architektenkammern gibt es in allen Bundesländern. Sie sind auf der Grundlage von Gesetzen Körperschaften öffentlichen Rechts und nehmen Aufgaben der Selbstverwaltung des Berufsstandes und als mittelbare Staatsverwaltung öffentliche Aufgaben wahr. Die Mitgliedschaft in den Kammern ist eine Pflichtmitgliedschaft insoweit die geschützte Berufsbezeichnung geführt werden soll und hat grundsätzlich die Eintragung in die Architektenliste zur Voraussetzung.

  • Architektenliste
    Architektenliste

    Die Architektenliste wird bei der Architektenkammer geführt. In eine Architektenliste ist auf Antrag einzutragen,wer auf Grund beruflicher Ausbildung und Praxis im Bauwesen tätig ist. Sinngemäß ist diese Definition anwendbar auf Innenarchitekten und Garten- und Landschaftsarchitekten. Über den Antrag zur Eintragung in die Architektenliste entscheidet der Eintragungsausschuss.

  • Architektenvertrag
    Architektenvertrag

    Wenn ein Architekt einen Neubau planen und dessen Erstellung überwachen soll, muss mit ihm ein Bauvertrag abgeschlossen werden. Solche Verträge orientieren sich meistens an den Musterverträgen der Architektenkammern; der Bauherr ist aber gut beraten, sich solche Verträge genau anzusehen. Der Architektenvertrag ist ein Werkvertrag, durch dessen Unterzeichnung der Architekt dem Bauherrn die Erstellung eines fehlerfreien Gesamtbauwerks oder einzelner, genau definierter Teilleistungen zusichert. Im Vertrag ist auch die Gewährleistungsfrist festgelegt, sie beträgt in der Regel fünf Jahre. Während dieser Zeit haftet der Architekt für eigene Planungsfehler. Auch für Ausführungsmängel kann der Architekt in Anspruch gemommen werden - dann nämlich, wenn er als Bauleiter erkennbare Mängel geduldet oder seine Aufgabe als Bauleiter generell nicht intensiv genug wahrgenommen hat. Je nach Gestaltung des Architektenvertrags kann der Bauherr verpflichtet werden, bei Baumängeln zunächst den Handwerker in Regress zu nehmen.

  • Armatur
    Armatur
    auch: Armaturen
    armatur1.jpgarmatur2.jpg

    Sammelbegriff nicht nur aus dem Baubereich für Hebel, Griffräder,Schalter und artverwandte Bedienelemente, die als Funktionseinheit hergestellt werden - dazu gehört auch das Armaturenbrett in einem Kraftfahrzeug. Im Bauwesen wird unter einer Armatur hauptsächlich die Sanitärarmatur und hier wiederum ganz speziell die Badarmatur verstanden. Die Fotos zeigen links eine Heizungsarmatur des Herstellers SCHELL, rechts eine Wannenbatterie des Herstellers GROHE für den Einbau unter Putz.

  • Armaturengeräusche
    Armaturengeräusche

    Armaturengeräusche können ziemlich lästig sein und sind neben Leitungseigengeräusche, Füllgeräusche, Gurgelgeräusche und Aufprallgeräusche(% eine Geräuschquelle bei sanitären Anlagen. Armaturengeräusche entstehen durch Umlenkungen und Wirbelbildungen in der (%Armatur sowie durch Druckschläge beim Öffnen und Schließen der Armatur. Ursache sind zum Beispiel bei Auslaufarmaturen die hohen Fließgeschwindigkeiten, die durch Querschnittsverengungen oder Richtungsänderungen hervorgerufen werden. Beim schnellen Öffnen und Schließen von Armaturen wird Bewegungsenergie in Schall umgewandelt. Verstärkt wird die Geräuschentwicklung durch hohen Druck in der Leitung. Geräusche, und zwar Rattergeräusche, gibt die Armatur auch bei beschädigten Dichtungen und losen Spindeln von sich.

  • Aromaten
    Aromaten
    auch: aromatenarm, aromatenfrei, Aromat

    Aromaten werden fast ausschließlich aus Kohle und Erdöl durch thermische oder katalytische Prozesse gewonnen. Sie gehören mit zu den verbreitetsten chemischen Rohstoffen und sind gewichtsmäßig zu 30 % in allen Kunststoffen, zu 60 % in allen Synthesekautschukprodukten und zu 70 % in allen Chemiefasern vertreten. Als Lösungsmittel werden sie in großem Umfang z. B. in Farben, Lacken und Klebstoffen eingesetzt. Es gibt sie in verschiedenen Varationen, von denen viele stark giftig sind. Wenn möglich sollte man daher darauf achten, dass die verwendeten Produkte aromatenfrei bzw. zumindest aromatenarm sind. Aromatenarm sind zum Beispiel alle lösemittelhaltigen Lacke, deren Aromatenanteil im Lösungsmittel weniger als 25% ist. Aromatenfrei dürfen sich lösemittelhaltige Lacke nennen, die einen Aromatenanteil von weniger als 1% im Lösemittel besitzen. Diese Lacke sind auch fast geruchslos.

  • aromatenarm
    aromatenarm

    siehe Aromaten.

  • aromatenfrei
    aromatenfrei

    siehe Aromaten.

  • Atemschutz-Halbmaske
    Atemschutz-Halbmaske
    auch: Atemschutz-Halbmasken

    siehe Atemschutzmaske.

  • Atemschutzkissen
    Atemschutzkissen

    Atemschutzkissen werden im Brandfall mit dem Handballen gegen den Mund gepresst, wobei Daumen und Zeigefinger die Nase fest zudrücken müssen. Ähnlich wie die Brandfluchthauben schaffen sie eine Überlebenszeit von 15 Minuten, da in das Kissen ein Aktivkohlefilter eingebaut ist, der der einzuatmenden Luft die Brandgase entzieht. Gegen eine Bereithaltung dieses relativ preiswerten Hilfsmittels in Privathäusern ist sicherlich nichts einzuwenden, denn gerade hier ereignen sich die meisten tödlichen Brandunfälle.

  • Atemschutzmaske
    Atemschutzmaske
    auch: Atemschutzmasken
    asmaske.jpg

    Werden bei Tätigkeiten Stäube, Gase oder Dämpfe frei und ist keine effektive Absaugung dieser Gefahrenstoffe vorhanden, muss Atemschutz getragen werden. Beim Bohren, Fräsen, Schleifen und Sägen werden Stäube freigesetzt. Fasern treten bei Verlegen oder Abreißen von Dämm-Material auf. Beim Schweißen entstehen Rauche. Um diese und andere Gefahrenstoffe aus der Atemluft zu filtern, werden Atemschutzmasken als partikelfiltrierende Halbmasken oder Halb- und Vollmasken eingesetzt.

  • atmosphärischer Brenner
    atmosphärischer Brenner
    auch: atmosphärische, Brenner

    Gas-Spezial-Heizkessel können mit einem Gebläserbrenner oder einem atmosphärischen Brenner ausgestattet sein. Diese kommen ohne aufwendige Mechanik aus und sind deshalb vergleichsweise robust. Die zur Verbrennung notwendige Primärluft wird allein auf Grund des natürlichen Überdrucks in der Gasleitung angesaugt und noch vor dem Brennerrohr mit dem Gas zusammengeführt. Deshalb bezeichnet man solche Geräte auch als Vormischbrenner. Durch winzige Löcher am Brennerkopf tritt das Gemisch aus und wird elektronisch gezündet. Diese Technik wird bei modernen Geräten noch durch eine modulierende Brennerregelung optimiert. Je nach aktuellem Wärmebedarf passen die modulierenden Brenner ihre Leistung automatisch an den jeweiligen Wärmebedarf an, sind also immer optimal ausgelastet. Dadurch sinkt die Zahl der Brennerstarts, und der Kessel setzt weniger Schadstoffe frei. Zur sauberen Verbrennung trägt zudem eine vergrößerte Brennoberfläche bei. Das Gas verbrennt dadurch bei niedrigeren Temperaturen und ist deshalb sauberer.

  • Atmungsfähigkeit
    Atmungsfähigkeit

    Immer wieder wird von Experten und solchen, die sich so nennen, von Atmungsfähigkeit von Baustoffen gesprochen. Dies ist nicht korrekt, nur Lebewesen können atmen. Eigentlich ist jedoch gemeint, dass die Baustoffe wasserdampfdiffusionsfähig sind. Das bedeutet, dass Wasserdampf in dem Maße ungehindert durch einen Wandaufbau diffundieren kann, damit es nicht zu einem Feuchtigkeitsstau, zur Blasenbildung oder zu anderen negativen Erscheinungen wie Schimmelpilzbildung kommt. Durch Auftragen eines mineralischen Putzsystems oder eines Kunstharzputzes wird das Diffusionsvermögen eines Wandaufbaus nicht beeinträchtigt, da alle Arten - mit Ausnahme von Buntsteinputz, der im allgemeinen außen nur im wasserdichten Sockelbereich verwendet wird - gut wasserdampfdurchlässig sind. Selbst das Anbringen eines dickschichtigen Wärmedämm-Verbundsystems wirkt nachweislich nicht so stark dampfbremsend, als dass dadurch die erforderliche Diffusionsfähigkeit beeinträchtigt werden würde.

  • Atrium
    Atrium

    Aus dem Lateinischen stammende Bezeichnung für einen Innenhof, der von einem Gebäude umschlossen ist. Diese Bauweise der alten Römer erfüllte vor allen den Zweck, sommerliche Hitze erträglicher zu machen, da immer eine Hälfte des Atriumhauses im Schatten lag. Die Außenmauern speicherten zudem die Hitze und gaben sie nachts langsam wieder an die kühlere Außentemperatur ab. Das Atrium war zudem begrünt, in ihm sprudelte meistens ein Brunnen. Das alles hatte nicht nur optische, sondern vor allem Klimatisierungsgründe.

  • Atrium-Bungalow
    Atrium-Bungalow
    auch: Atrium-Bungalows, Atriumbungalow

    Bungalow mit einem Atrium. Diese Bauweise war in den 60-er und 70-er Jahren populär, damals entstanden viele Siedlungen mit derartigen Bungalows in Reihenhausbauweise, wobei das Atrium meist von zwei Seiten eines Winkelbungalows und zwei einzelnen Mauern oder der Giebelwand eines Nachbar-Bungalows umgrenzt wurde.

  • Atriumhaus
    Atriumhaus

    Haus mit einem Atrium. Atriumhäuser mit umbautem Innenhof kamen in der 60-er Jahren auch in der Bundesrepublik auf, meistens in der Bauform eines Atrium-Bungalows. Die teuren Grundstückspreise und ein verändertes Empfinden für Bauformen und Baustile haben jedoch dazu geführt, daß Atriumhäuser kaum mehr gebaut werden. Die ursprünglich von den alten Römern in Deutschland eingeführte Bauform läßt sich auch heute noch in Deutschland begutachten, z. B. in der antiken Römervilla in Mehring an der Mosel.

  • Aufbaukollektoren
    Aufbaukollektoren
    auch: Aufdachkollektoren

    Bei der Montageart von Solarkollektoren unterscheidet man Indachkollektoren, Aufbaukollektoren und Fassadenkollektoren. Der Aufbaukollektor bzw. Aufdachkollektor wird entweder auf einem Flachdach aufgeständert oder mittels Schienensystem auf einem geneigten Dach montiert. Da der Kollektor auf das Dach montiert wird ist die transparente Abdeckung des Kollektor dabei nicht (im Gegensatz zu Indachkollektoren) die witterungsbeständige Dachhaut. Der Kollektorrahmen muss aber witterungsbeständig sein. Die Modulgrößen für Aufdachkollektoren liegen zwischen 1,5 und 3 m² (Bruttokollektorfläche). Bei der Nachrüstung einer Solaranlage in bestehende Gebäude mit Schrägdächern ist eine Aufdachmontage preisgünstiger als eine Dachintegration, da die bestehende Ziegeleindeckung nur an wenigen Punkten durchbrochen wird, ohne die Dichtigkeit des Daches zu gefährden.

  • Aufbauleuchte
    Aufbauleuchte
    aufbauleuchte.jpg

    Bezeichnung der Lichttechniker und Elektriker für eine Leuchte, die nicht irgendwo eingebaut, sondern auf eine Wand montiert, also "aufgebaut" wird. Aufbauleuchten gibt es tausenden Varianten für den Einsatz im Innen- und Außenbereich. Unser Foto zeigt die Aufbauleuchte "Mike Tango 1" der Fa. Nimbus.

  • Aufboden-Installationskanal
    Aufboden-Installationskanal
    auch: Aufboden-Installationskanäle

    Aufboden-Installationskanäle sind Kabelkanäle für die Bodenmontage. Genauer gesagt werden sie auf dem fertigen Fußboden befestigt. Das unterscheidet sie von den Unterflur-Installationskanälen. Die Systeme für die Aufbodenmontage sind sehr flach konstruiert und haben zum Raum hin eine Neigung. Darüber hinaus sind sie so stabil, dass man auf sie treten kann. Um ein harmonisches Bild zu haben, werden die Aufbodenkanäle mit dem Teppichboden des Raums beklebt. Beide Systeme, das Unterboden- und das Aufbodensystem, sind aus Metall und müssen sauber geerdet sein.

  • Aufbodenkanal
    Aufbodenkanal
    auch: Aufbodenkanäle

    siehe Aufboden-Installationskanal.

  • Aufbohrschutz
    Aufbohrschutz

    Der Anbohr- bzw. Aufbohrschutz verhindert das leichte Aufbohren eines Schließzylinders. In der Regel ist der Aufbohrschutz so realisiert, dass durch den Schließzylinder ein Stahlstift geführt wird. Dieser sitzt vor den Stiften, die die Schließung des Zylinders steuern.

  • Aufdach
    Aufdach

    siehe Dachreiter.

  • Aufdachkollektoren
    Aufdachkollektoren

    siehe Aufbaukollektoren.

  • Aufdachrinne
    Aufdachrinne
    auch: Aufdachrinnen

    siehe aufliegende Dachrinne.

  • aufdoppeln
    aufdoppeln

    siehe Aufdoppelung

  • Aufdoppelung
    Aufdoppelung
    auch: Aufsattelung, Aufdoppelungen

    Unter einer Aufdoppelung bzw. Aufsattelung versteht man das Aufnageln, Aufschrauben oder Aufkleben eines Holzteiles auf einen Balken o.ä., um eine zu geringe Aufbauhöhe auszugleichen. Eine Aufdoppelung kann auch beispielsweise bei Dachsparren notwendig sein, um die Tragfähigkeit zu erhöhen.

  • aufgesattelte Treppe
    aufgesattelte Treppe
    auch: aufgesattelte, Treppen
    aufgtreppe.jpg

    Bei aufgesattelten Treppen werden die Trittstufen rechts und links auf Tragholme aufgesetzt. Die geneigten Tragholme benötigen daher eine waagerechte Auflage. Die waagerechte Auflage kann auf unterschiedliche Weise hergestellt werden. Die erste Möglichkeit ist, dass die Tragholme treppenartig ausgeschnitten sind. Die Maße der Wangenausschnitte entsprechen dabei den Steigungshöhen und Auftrittsbreiten der Treppe. Anstatt Tragholmen aus Holz werden auch stufenförmig verschweißte Vierkantstahlrohre als Treppenträger verwendet. Eine weitere Möglichkeit ist, auf die Tragholme Konsolen aufzudübeln. Die Konsolen, auf denen die Trittstufen aufliegen, sind meist schmaler als die Tragholme.Die Trittstufen können auch Stützfüße bekommen. Dann liegt die Trittstufe an der einen Seite auf den Tragholmen und an der anderen Seite auf zwei Stützfüßen. Diese sind auf der unteren Trittstufe befestigt. Die Stützfüße können aus Metall oder Holz sein.

  • aufgesetzter Warmwasserspeicher
    aufgesetzter Warmwasserspeicher

    Dieser Warmwasserspeicher ist auf den bodenstehenden Kessel gesetzt und benötigt somit keinen eigenen Stellplatz. Kessel und Speicher bieten ein geschlossenes Gesamtbild ohne sichtbare Verbindungsleitungen. Wegen der kurzen Verbindungswege sind die Rohrleitungsverluste minimal.

  • aufgesetzte Sprossen
    aufgesetzte Sprossen
    auch: aufgesetzten, Sprossen
    sprossen.jpg

    Sprossen in einem unverglasten Sprossenrahmen, der mit Drehbändern und Verbundkoppelungen versehen ist, auf den Fensterrahmen aufgesetzt wird und unabhängig vom Fensterflügel geöffnet oder geschlossen werden kann.

  • Aufheizen
    Aufheizen

    Hochfahren" der Fußbodenheizung nach vorgegebenem Heizschema auf die geplante Vorlauftemperatur nach einer bestimmten Liegezeit des Estrichs. Damit Heizestriche schadensfrei betrieben werden können, ist es notwendig, diese auf- und auszuheizen, bevor z. B. Bodenbeläge verlegt werden.

  • Aufheizprotokoll
    Aufheizprotokoll

    Das Aufheizprotokoll ist das vom Heizungsbauer anlässlich der Inbetriebnahme einer Warmwasser-Fußbodenheizung zu erstellende Protokoll. Es muss folgende Angaben enthalten: - Aufheizdaten mit den jeweiligen Vorlauftemperaturen - Erreichte maximale Vorlauftemperatur - Betriebszustand und Außentemperatur bei Übergabe

  • Auflassung
    Auflassung
    auch: Auflassungsverfügung

    Unter einer Auflassung wird die Einigung zwischen Verkäufer und Käufer verstanden, dass eine Immobilie den Besitzer wechseln soll. Die Auflassung ist Bestandteil des notariellen Kaufvertrags und wird im Grundbuch eingetragen. Das kann aber Monate dauern. Solange die Auflassung im Grundbuch nicht erfolgt ist, gilt der Verkäufer noch als Eigentümer. Folglich sollte der Käufer erst dann zahlen, wenn er auch als Eigentümer im Grundbuch vermerkt ist oder - was der ganz normale Vorgang ist - eine Auflassungsvormerkung vereinbart und diese eingetragen worden ist, was im Gegensatz zur Auflassung schnell geschieht.

  • Auflassungsverfügung
    Auflassungsverfügung

    siehe Auflassung.

  • Auflassungsvormerkung
    Auflassungsvormerkung

    Die im Grundbuch eingetragene Auflassungsvormerkung gibt dem Käufer die Sicherheit, mit dem Bauvorhaben beginnen und den Kaufpreis zahlen zu können, auch wenn die eigentliche Auflassung noch nicht im Grundbuch eingetragen ist. Es gehört zu den Standardformulierungen im Notarvertrag, dass der Kaufpreis erst bei Vorliegen der Fälligkeitsvoraussetzungen zahlbar ist - und diese Voraussetzung ist eben der Eintrag der Auflassungsvormerkung. Erst dann sollte der Kaufpreis überwiesen werden, wobei der Käufer darauf achten muss, daß zuvor etwaige im Grundbuch verzeichnete Grundschulden gelöscht sind. Ist der Kaufpreis auf dem sog. Notaranderkonto eingegangen, wird die Löschung der Auflassungsvormerkung beantragt und vollzogen. Damit hat der Eigentümerwechsel stattgefunden.

  • aufliegende Dachrinne
    aufliegende Dachrinne
    auch: aufliegende, Dachrinnen

    Aufliegende Dachrinnen sind Aufdachrinnen, auch Liegerinnen genannt, und Sonderformen. Die aufliegende Dachrinne verläuft, um das nötige Gefälle zu erreichen, auf der Dachfläche schräg oberhalb der Traufe. Sie ist in Abhängigkeit von der Dachneigung mit ausreichendem Gefälle zu verlegen. Das Gegenteil zur aufliegenden Dachrinne ist die vorgehängte Dachrinne.

  • Aufmaß
    Aufmaß
    auch: Aufmaße

    Als Aufmaß bezeichnet man die mit Maßen versehene zeichnerische Darstellung der Bauleistungen vor Beginn der Arbeiten bzw. nach Abschluß der Arbeiten. In letzterem Fall bildet das Aufmaß, bei dem Fläche, Länge oder Volumen der Bauleistung ermittelt wird, die Grundlage für die Abrechnung der erbrachten handwerklichen Leistungen. Das Aufmaß erfolgt nach der Verdingungsordnung für Bauleistungen VOB und dem Leistungsverzeichnis (LV). Eine Abrechnung, die auf einem Aufmaß beruht, kann für den Laien schwer nachvollziehbar sein, da z. B. bei Malerleistungen Fensteröffnungen je nach Größe nicht berücksichtigt oder aber rechnerisch abgezogen werden.

  • Aufprallgeräusche
    Aufprallgeräusche

    Ist das Wasser aus Waschbecken, Dusche, Waschmaschine oder Badewanne auf dem Weg in die Kanalisation, wird es bekanntlich zu Abwasser. Und dieses verursacht Aufprallgeräusche, wenn es bei Richtungsänderungen auf die Rohrwandungen stürzt. Die Aufprallenergie bringt Rohre zum Schwingen. Dünnwandige Rohre mit geringer Materialdichte, z.B. aus Kunststoff, schwingen dabei stärker als dickwandige Metallrohre, wie z.B. aus Grauguss. Aufprallgeräusche sind neben Armaturengeräuschen, Leitungseigengeräuschen, Füllgeräuschen und (%Gurgelgeräusche(%n eine Geräuschquelle bei sanitären Anlagen.

  • Aufputzinstallation
    Aufputzinstallation
    auch: Feuchtrauminstallation, Bündelinstallation

    Bei der Aufputzinstallation werden Kabel, Leitungen oder Rohre direkt auf den Putz oder mit Abstandsschellen über dem Putz verlegt. In feuchten Räumen wird die Aufputzinstallation auch als Feuchtrauminstallation, bei Bündelung der Kabel auch als Bündelinstallation bezeichnet. Die moderne Vorwandinstallation ist im Grunde genommen eine Aufputzinstallation, aber verkleidet, und im Regelfall mit wandhängenden Sanitäreinrichtungen kombiniert.

  • Aufriss
    Aufriss

    Der Aufriss liefert im Gegensatz zum Grundriss eine frontale Ansicht eines Gebäudes. Er dient entweder zur Darstellung der Gliederung der Fassade oder als vertikaler Schnitt durch den Bau zur Darstellung des inneren Aufbaus der Stockwerke oder innerer Wandgliederungen.

  • Aufsattelung
    Aufsattelung
    auch: Aufsattelungen

    siehe Aufdoppelung.

  • Aufsatzofen
    Aufsatzofen
    auch: Aufsatzöfen
    aufsatzofen.jpg

    Als Aufsatzofen bezeichnet man eine zwei- oder mehrteilige Ofenkonstruktion aus Gusseisen oder Keramik. Zur Verbesserung der Heizleistung ist dem Ofen ein Aufsatz hinzugefügt. Dieser kann, wie bei dem Modell von Ruka, ein Kasten sein. Es gibt aber auch Ausführungen als Säule oder als umgekehrtes V mit oder ohne Verbindung der Rauchzüge.

  • Aufsatz-Rolladen
    Aufsatz-Rolladen
    auch: Aufsatzrolladen
    arolladen.jpg

    Dieses Rolladensystem wird auf dem Fensterblendrahmen zusammen mit dem Fenster montiert. Es kann bei jeder beliebigen Mauerkonstruktion, egal ob Fertighaus oder Massivhaus, problemlos und zeitsparend eingebaut werden. Das System stellt eine zukunftsweisende Alternative zum herkömmlichen Mauerkasten dar. Es eignet sich hervorragend im Neubau und bei der Renovierung. Der Rolladenkasten läßt sich bei Wartungsarbeiten raumseits öffnen. (Foto: Roma)

  • Aufsatzrollo
    Aufsatzrollo

    siehe Aufsatz-Rolladen.

  • Aufsatzwaschtisch
    Aufsatzwaschtisch
    aufswtisch.jpg

    Andere Bezeichnung für Einbauwaschtisch, allerdings mit der Präzisierung, dass ein derartiger Wasch"tisch" auf einer Unterkonstruktion aufliegt bzw. mit seinem Rand über die Platte hinausragt, in die dieser Wasch"tisch" eingebaut worden ist. Aufsatzwaschtische sind inzwischen auch zu einem Designobjekt geworden. Sofern sie eine Kugelform haben und tatsächlich nicht eingebaut sind, sondern aufliegen, wird auch von einem Waschbrunnen gesprochen. Das Foto zeigt einen Aufsatzwaschtisch des Herstellers DURAVIT.

  • Aufschiebfenster
    Aufschiebfenster

    siehe Hebefenster.

  • Aufschnittdeckung
    Aufschnittdeckung
    auch: Aufschnittdeckungen

    Zum Einsatz kommen Hohlpfannenziegel mit Kurzschnitt. Am Schnittpunkt von vier Ziegeln liegen diese vierfach übereinander. Die Regeldachneigung beträgt 35°.

  • aufschüsseln
    aufschüsseln
    auch: Aufschüsselung

    Fachbegriff aus der Holztechnik. Der Naturbaustoff Holz enthält Holzfeuchte, wobei auch bei industrieller Trocknung immer eine bestimmte, je nach Anwendungszweck des Holzes leicht unterschiedliche Restfeuchte erhalten werden muss, zum Beispiel beim Parkett. Nur so erreicht Holz eine lange, sogar jahrhundertelange Haltbarkeit. Trocknet das Holz jedoch aus, weil nicht für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit gesorgt wird, schüsselt es sich an den Schmalseitern auf - es verbiegt sich schüsselförmig nach oben. Dies kann auch bei Spanplatten geschehen, weshalb diese bis zur Verarbeitung in der Verpackung gelassen oder abgedeckt werden sollen, um dann möglichst schnell weiterverarbeitet zu werden - zum Beispiel durch Aufkleben eines Bodenbelags.

  • Aufsparrendämmung
    Aufsparrendämmung

    siehe Vollflächendämmung.

  • Aufstandsfläche
    Aufstandsfläche
    auch: Aufstandsflächen

    Aufstandsflächen sind konstruktive Bauteile, welche die Eigenlast einer Fassenbekleidung aufnehmen. Diese können zum Beispiel Fundamentvorsprünge, thermisch getrennte Deckenstreifen, nichtrostende oder korrosionsgeschützte Stahlkonsolen sein.

  • Auftragsverfahren
    Auftragsverfahren
    auch: Auftragsverfahren

    Jeweiliges Verahren, Anstrichmaterialien auf der Untergrund zu applizieren (z.B. Streichen, Rollen, Spritzen, Fluten, Gießen)

  • Auftragsvergabe
    Auftragsvergabe

    Unter einer Auftragsvergabe wird im Bauwesen verstanden, daß ein Architekt nach Anfertigung einer Ausschreibung und Prüfung der Angebote im Namen des Bauherrn einen Bauauftrag an den günstigsten Anbieter vergibt. Insofern ist die Auftragsvergabe auch wichtiger Bestandteil der Leistungsphasen innerhalb der HOAI, nämlich der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure. Dabei gliedert sich die Auftragsvergabe in zwei Phasen, nämlich die Vorbereitung der Auftragsvergabe und die Mitwirkung bei der Vergabe. Dafür sind 10 bzw. 4 % der in der HOAI festgelegten Gebühren zu zahlen.

  • Auftritt
    Auftritt
    auch: Auftritte

    Auftritt bezeichnet im Treppenbau die die Tiefe der Stufe, also Vorderkante bis Vorderkante der nächsten Stufe. Eine Treppe lässt sich nur dann bequem begehen, wenn die Breite des Auftritts genügend groß sowie bei allen aufeinanderfolgenden Stufen gleichmäßig breit und das Steigungsverhältnis nach der Treppenformel ausgelegt ist.

  • Ausbaufacharbeiter
    Ausbaufacharbeiter
    auch: Ausbaufacharbeiterin

    Handwerklicher Lehrberuf mit zweijähriger Ausbildungszeit. Der Ausbaufacharbeiter kommt ins Spiel, wenn der Rohbau fertig ist. Beim Innenausbau arbeitet er Hand in Hand mit anderen Berufen aus der Bauwirtschaft. In welchem Bereich der Ausbaufacharbeiter arbeit, hängt vom gewählten Schwerpunkt ab: Man kann wählen zwischen Zimmererarbeiten, Stuckateurarbeiten, Fliesen-, Platten- und Mosaiklegearbeiten, Estricharbeiten, Wärme-, Kälte- und Schallschutzarbeiten und Trockenbauarbeiten. Zu den Aufgabenbereichen zählen außerdem das Absichern der Baustelle, die Vermessung der Räume und Bauteile und der Aufbau von Gerüsten. Nach der Ausbildung kann der Ausbaufacharbeiter noch ein Jahr Lehre draufsatteln und sich zum Estrichleger, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Stuckateur, Trockenbaumonteur, Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer oder Zimmerer qualifizieren.

  • Ausbauhaus
    Ausbauhaus
    auch: Ausbauhäuser

    Das Ausbauhaus - gelegentlich auch Mitbauhaus genannt - ist generell ein Fertighaus, dessen Innenausbau vom Bauherren ganz oder teilweise selbst vorgenommen wird. Soweit ist die Sache verständlich. Aber welche sonstigen Leistungen müssen denn nun bei einem Ausbauhaus "vorschriftsmäßig" vom Hersteller erbracht werden? Es gibt in dieser Hinsicht k e i n e Vorschriften, jedenfalls nicht in Deutschland. Der Hersteller hat also einen "Gestaltungsrahmen", was er unter einem Ausbauhaus versteht und vertraglich zusichert. Umgekehrt kann sich natürlich der Bauherr denjenigen Hersteller aussuchen, der die meisten Leistungen in den Begriff "gepackt" hat. Generell kann man aber davon ausgehen, dass ein Ausbauhaus diese Leistungen umfassen sollte: Auf die vorhandene Kellerdecke wird ein komplettes Haus aufmontiert, das logischerweise aus allen Wänden, einem eingedeckten Dach, der fertiggestellten Dachuntersicht und einem Schornstein besteht. Natürlich müssen die Außenwände wärmegedämmt sein, die Fassade muss fertig verputzt oder verkleidet sein. Ferner gehören zum üblichen Lieferbestandteil die fertig einmontierten Fenster samt Rolladen oder Schlagläden, die Haustür mit Schließanlage und die Türe zur Terrasse, meistens eine Hebe-Schiebetüranlage. Üblicherweise sind die Leerrohre für die elektrischen Leitungen angelegt, die Rohre für Wasser-, Abwasser- und Gasanschlüsse bereits vormontiert. Der Bauherr erhält also ein regendichtes und wärmegedämmtes Haus, dessen Innenausbau er nun witterungsunabhängig Schritt für Schritt vornehmen kann - sogar im stärksten Winter, sofern er eine Heizungsanlage anschließt oder anschließen lässt. In Österreich ist mit der ÖNORM B 2310 geregelt, welche Mindestleistung der Anbieter eines Ausbauhauses erbringen muss.

  • Ausbaukeller
    Ausbaukeller

    siehe Fertigkeller.

  • Ausbaupakete
    Ausbaupakete

    Für den Ausbau eines Ausbauhauses kann der Bauherr von den Fertighausherstellern sog. Ausbaupakete beziehen. Das sind bedarfsgerecht zusammengestellte Einheiten, mit denen z.B. die Wärmedämmung und der weitere Ausbau des Dachgeschosses bewerkstelligt werden kann. Es gibt die unterschiedlichsten Ausbaupakete, sogar den Einbau der Heizungsanlage und der kompletten sanitären Installation betreffend. Der Bauherr kann sich natürlich sein Ausbaupaket auch selbst zusammenstellen und die benötigten Einzelteile und Materialien auch im Fachhandel kaufen.

  • Ausbauplatte
    Ausbauplatte
    auch: Ausbauplatten

    Bei Neubau und Sanierung werden Ausbauplatten verwendet. Sie bestehen aus faserverstärktem Gips oder Zement, Holz, Holzfaser, Pressspan, Stroh aus einer Mischung dieser Materialien. Ihr Einsatzbereich ist Boden, Wand, Decke, Dach und Fassade. Sie werden zum Wärme-, Trittschall- und Sichtschutz verwendet. Ausbauplatten werden zudem häufig verwendet, um einem Raum nachträglich gewünschte Eigenschaften (niedrigere Decke, Wandverkleidung, Lärmschutz usw.) zu verleihen. Ihr großer Vorteil ist die leichte Verarbeitung und die trockene Bauweise.

  • Ausbaureserve
    Ausbaureserve

    Bezeichnung vor allem aus dem Fertighausbau für Ausbauhäuser, die komplett bewohnbar sind, aber insbesondere im Dachgeschoß noch über eine Ausbaureserve verfügen. In solchen Fällen ist das Dachgeschoß zwar wärmegedämmt, aber der weitere Innenausbau wird erst dann vorgenommen, wenn Kinder hinzu kommen oder wenn die beim Hausbau üblicherweise knappen Finanzmittel aufgestockt werden konnten.

  • Ausbaustufe
    Ausbaustufe
    auch: Ausbaustufen

    Ausbauhäuser werden in verschiedenen Ausbaustufen geliefert. So kann der Bauherr, je nach Zeit und handwerklichem Können, unterschiedliche Arbeiten am Haus selbst übernehmen. Je mehr der Bauherr in Eigenleistung übernimmt, desto mehr Geld kann er einsparen. In wievielen Ausbaustufen ein Haus angeboten wird, hängt vom Hersteller und vom Haustyp ab.

  • Ausdrückliche Abnahme
    Ausdrückliche Abnahme

    Bei der ausdrücklichen oder auch erklärten Abnahme wird vom Bauunternehmer oder Handwerker mündlich oder schriftlich mitgeteilt, dass die Bauleistung fertiggestellt und eine Abnahme möglich sei. Nun hat der Bauherr 12 Werktage Zeit, sich das vollendete Werk anzuschauen. Wird die Frist vom Bauherren überschritten, gilt die Bauleistung als abgenommen und man spricht von einer fiktiven Abnahme. Als Bauherr sollte man diese Frist nicht verstreichen lassen und nicht darauf hoffen, dass schon alles in Ordnung ist. Besser ist es, sich alles ganz genau anschauen und einen Termin mit dem Handwerker ausmachen. Bei diesem Abnahmetermin sollte ein gemeinsames Abnahmeprotokoll angefertigt werden.

  • Ausfachung
    Ausfachung
    auch: Ausfachungen

    Zu einem Fachwerkhaus gehört, wie der Name schon verrät, ein "Fach" - oder wie die Zimmerleute sagen: ein Gefach. Ein Gefach bezeichnet also den Zwischenraum zwischen Ständern, Schwellen, Rähmen und Riegeln. Ein solches Gefach muss natürlich ausgefacht werden - es sei denn, man setzt eine Tür oder ein Fenster ein. Ausfachungen im Fachwerkbau werden klassisch ausgeführt mit Ziegeln als Sichtmauerwerk oder durch eine Holzstakung, die mit Lehm beworfen wird, der dann seinerseits verputzt wird. Bei modernen Fachwerkbauten werden für Ausfachungen auch Leichtbetonsteine verwendet, die anschließend ebenfalls verputzt werden. Von einer Ausfachung ist aber auch die Rede, wenn im modernen Stahlbetonbau die Flächen zwischen Stahlbetonsäulen ausgemauert werden. Auch bei reinen Stahlbauhallen könenn die Flächen zwischen den Eisenträgern ausgefacht werden.

  • Ausfachungswand
    Ausfachungswand
    auch: Ausfachungswände

    siehe Ausfachung.

  • Ausführungsplanung
    Ausführungsplanung
    auch: Ausführungsplanungen

    Nach dem Erteilen der Baugenehmigung beginnt für einen Architekten die fünfte Leistungsphase, die in der HOAI geregelt wird. Unter Durcharbeiten der Ergebnisse der Leistungsphasen 3 und 4 wird die ausführungsreife Lösung in Form von Werkplänen hergestellt. Wegen der Fülle notwendiger Informationen werden Grundrisse, Deckenuntersichten, Wandabwicklungen, Schnitte und Fassaden, die für die Ausführung notwendig sind, mit allen Maßangaben im Maßstab 1:50 konstruiert. Die Architektenzeichnungen und Systemdarstellungen bilden die Arbeitsgrundlage für alle am Verfahren beteiligten Fachplaner. Kritische Bereiche machen auch größere Darstellungsmaßstäbe erforderlich, bis hin zum Detail 1:1. 25 Prozent der Gebühren nach HOAI werden für die Entwurfsplanung fällig.

  • ausgasen
    ausgasen

    Bezeichnung für einen chemischen Vorgang, bei dem in einem kürzeren oder längeren Zeitraum Schadstoffe aus Farben, Lacken, Klebern usw. entweichen und in die Raumluft abgegeben werden. Eine Ausgasung muss nicht gesundheitsgefährdend sein, weil es auf die Konzentration, die Art der Chemikalie und auf das Lüftungsverhalten in geschlossenen Räumen ankommt. Ausgasungen gehen insbesondere von Lösemitteln aus. Baustoffe, die absolut emissionsfrei sind, gibt es nicht - auch nicht, wenn "Bio" oder "Natur" auf dem Etikett steht.

  • Ausgleich-Estrich
    Ausgleich-Estrich

    Ein Ausgleich-Estrich wird auf den tragenden Untergrund aufgebracht, um Unebenheiten auszugleichen, bevor der eigentliche Estrich verlegt wird.

  • Ausgleichsanstrich
    Ausgleichsanstrich
    auch: Ausgleichsanstriche

    siehe Egalisationsanstrich.

  • Ausgleichsbehälter
    Ausgleichsbehälter
    ausglbehaelter.jpg

    Ausgleichsbehälter sind in jedem Heizungskeller anzutreffen. Sie sind aus 2 mm dickem Stahl gefertigt. Ihre Funktion: Das Volumen des Wassers in der Heizungsanlage nimmt durch die Erwärmung zu. Ein Teil des Wassers fließt daher in das Innere des mit Gas gefüllten, zweigeteilten Ausgleichsgefäßes. Getrennt werden das heiße Wasser und das Gas – das sich bekanntlich problemlos verdichten läßt – durch eine flexible Membranfläche. Kühlt das Wasser wieder ab, wird es vom Gas wieder zurück in das Rohrsystem gedrückt. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das System rostet kaum noch und als praktischer Nebeneffekt werden Wärmeverluste minimiert und Entlüftungsprobleme vermieden. Für größere Anlagen wurden die Membran-Ausdehnungsgefäße zu Automatensystemen weiterentwickelt. Eine Automatik vergrößert oder verkleinert das Luftpolster je nach Erfordernis durch das Zuführen oder Ablassen von Luft. Konstant gehalten wird der Druck dabei von einem Kompressor.

  • Ausgleichschicht
    Ausgleichschicht

    siehe Ausgleichbeton und Ausgleichestrich.

  • Ausgleichsfeuchte
    Ausgleichsfeuchte
    auch: Holzausgleichsfeuchte, Gebrauchsfeuchte, Ausgleichsfeuchten

    Holz hat die Fähigkeit, Wasser aufzunehmen und abzugeben. Das Volumen verändert sich, das Holz schwindet und quillt. Dies geschieht bei Änderung der Temperatur oder der Luftfeuchtigkeit. Mit der Zeit nimmt das Holz auch einen anderen Wert an. Die dem jeweiligen Klima angepaßte Holzfeuchte ist die Ausgleichsfeuchte des Holzes. Je nach Nutzung und Bauwerksart stellt sich folgende Gebrauchs- bzw. Ausgleichsfeuchte ein: - geschlossene Bauten mit Heizung ca. 9 % - geschlossene Bauten ohne Heizung ca. 12 % - offene und teilweise offene Bauten ca. 15 % - freistehende Tragwerke ohne Wetterschutz ca. 18 %

  • Ausgleichsmasse
    Ausgleichsmasse
    auch: Ausgleichspachtel, Ausgleichsmassen

    Zähflüssige bis pastöse Masse, die insbesondere ausgebracht wird, um Bodenunebenheiten in alten Estrichen auszugleichen. Je nach Konsistenz kann eine Ausgleichsmasse auch ein selbstverlaufender Fließspachtel sein. Und je nach bauchemischer Zusammensetzung der Ausgleichsmasse kann diese auch auf unebenen und alten Holzuntergründen eingesetzt werden, damit darauf ein neuer Oberbelag verlegt werden kann.

  • Ausgleichspachtel
    Ausgleichspachtel

    siehe Ausgleichsmasse.

  • Ausgleichsputze
    Ausgleichsputze

    Mit Ausgleichsputzen lässt sich unebenes Mauerwerk ausgleichen. Besonders bei der nachträglichen Vertikalabdichtung mit bahnenförmigen Abdichtungsstoffen oder bei Sanierputzsystemen spielen sie eine Rolle. Bei der Ausgleichsschicht im erdberührten Bereich unter Abdichtungsschichten müssen diese Ausgleichsputze in der Regel eine Druckfestigkeit von 10 N/mm² besitzen. Unter Sanierputzen haben Ausgleichsputze sanierputzähnliche Eigenschaften.

  • Ausgleichsschüttung
    Ausgleichsschüttung
    auch: Schüttung
    ausgleichss.gif

    Eine Ausgleichsschüttung, die gleichzietig auch immer eine Schüttdämmung ist, wird erforderlich, wenn unebene Geschoßdecken, insbesondere die in Altbauten vielfach anzutreffenden Holzdecken, bei Renovierungsmaßnahmen ausgeglichen werden sollen. Für Ausgleichsschüttungen, auf die in der Regel ein Trockenestrich ausgebracht wird, bietet die Industrie unterschiedliches Schüttgut an, z.B. Blähton, Perlite, Blähglas-Granulat, Zelluloseflocken oder Korkgranulat. Je nach Beschaffenheit des Schüttguts, muss dieses 5 oder 10 cm höher ausgebracht und dann verdichtet werden. Unsere Zeichnung zeigt eine Ausgleichsschüttung bei großen Niveau-Unterschieden.

  • Aushub
    Aushub

    Bezeichnung für die Erd- und Gesteinsmassen, die beim Auskoffern einer Straße oder bei der Anlage einer Baugrube oder eines Kanalschachts anfallen. Der Ausbub wird in der Regel sofort abgefahren, wobei der Mutterboden getrennt verwertet wird oder auf dem Gelände für die spätere Anlage des Gartens verbleibt. Der Aushub kontaminierter Böden ist ein Sonderfall. Belastete Böden werden entweder getrennt entsorgt oder industriell gereinigt und aufbereitet.

  • Aushubmulde
    Aushubmulde
    aushubmulde.jpg

    Nicht immer lassen es die räumlichen Verhältnisse zu, dass Bagger und LKW nebeneinander auf einer Baustelle stehen können. In diesen Fällen wird beispielsweise der Aushub einer Baugrube zunächst in eine Aushubmulde gekippt, die dann von einem Kran hochgezogen wird. Aushubmulden sind so konstruiert, dass sie aufgrund eines klappbaren Aufzugbügels nur von einem Mann bedient werden können. Aushubmulden sind in der Regel stapelbar.

  • auskoffern
    auskoffern
    auch: Auskofferung

    Eine Auskofferung bezeichnet im Bauwesen, v.a. im Gleis- und Straßenbau, den Vorgang des Bodenaushubs bis zur für den Unterbau nötigen Tiefe. Der Begriff leitet sich von der länglichen Form der anzulegenden Grube ab. Das Wort hat auch Einzug in andere Bereiche des Bauwesens gefunden, so wird das Ausheben einer Kellergrube und insbesondere das Ausbaggern von kontaminierten Erdreich (z. B. bei Altlasten), das prinzipiell unabhängig von einer bestimmten Mindestaushubtiefe ist, ebenfalls als „Auskoffern“ bezeichnet.

  • Auslegeware
    Auslegeware

    Auslegeware ist der Sammelbegriff für Teppichböden, die als "Endlos"-Ware auf Rollen geliefert und in der Wohnung bzw. im Objektbereich ausgelegt (daher der Name) und dann zugeschnitten wird. Als Untergrund muss ein Estrich vorhanden sein; die Verlegung auf anderen Untergründen ist möglich, aber problematisch. Auslegeware kann lose verlegt und mit Verlegebändern oder Klettbändern fixiert, wie auch vollflächig verklebt oder mittels Holzrahmen verspannt werden. Wie alle Textilien, kann auch Auslegeware speziell "ausgerüstet" werden, etwa indem ihr Fungizide beigemischt werden, um sie gegen (Schimmel)Pilzbefall resistent zu machen.

  • Ausschreibung
    Ausschreibung
    auch: Ausschreibungen

    Bevor Bauaufträge erteilt werden, die über kleinere Maßnahmen wie dem Decken eines Garagendachs hinausgehen, erfolgt immer eine Ausschreibung. Bei Bauvorhaben von Behörden und öffentlichen Körperschaften ist dieses sogar eine gesetzlich verankerte Pflicht. Durch die Ausschreibung soll der billigste Anbieter gefunden werden. Ob dieser auch der Beste ist, steht auf einem anderen Blatt. Insbesondere bei der Ausschreibung von großen Bauaufträgen für die sog. "öffentliche Hand" kommt es immer wieder zu Schmiergeldzahlungen, die bei einer Aufdeckung in Strafprozesse wegen Bestechung münden.

  • Außenabdichtung
    Außenabdichtung
    auch: Außenabdichtungen

    Unter einer Außenabdichtung versteht man eine Flächen- oder Vertikalabdichtung auf der erdberührten Seite des Grund- oder Kellermauerwerkes. Eine Außenabdichtung stellt die beste Form einer Vertikalabdichtung dar und ist einer Innenabdichtung, wenn objektbezogen, technisch und wirtschaftlich möglich, immer vorzuziehen. Für die Außenabdichtung werden entweder bituminöse Systeme mit entsprechender Flexibilität in Form von Bitumendickbeschichtungen, Bitumen- oder Kunststoffbahnen oder zementgebundene Systeme in Form so genannter Sperrputze oder mineralische Dichtungsschlämmen eingesetzt. Sie werden auch in Kombination eingesetzt. Der Putz bzw. die Dichtungsschlämme dienen dann als Dichtungsträger, die bituminöse Beschichtung übernimmt die Abdichtungsfunktion und ist eine zusätzliche Sicherung gegen Rissbildungen in der Gesamtabdichtung. Alternativen sind nur zulässig, wenn sie sich langfristig bewährt haben. Schutz-schichten dürfen sowohl beim Verfüllen als auch durch Setzungen keine Schäden an der Abdichtung hervorrufen. Bei Auftreten von Stau- oder Sickerwasser (auch sporadisch) muss eine Drainage angeordnet werden. Ist eine Wärmedämmung vorgesehen, so kann diese auf die erdberührten Wandflächen (Perimeterdämmung) erfolgen. Konstruktionsbedingt übernimmt dieses System neben der Wärmedämmung auch eine Schutz- oder eine Dränfunktion.

  • Außenanlage
    Außenanlage
    auch: Außenanlagen

    Innerhalb eines Flächennutzungsplanes wird auch festgelegt, an welcher Stelle Außenanlagen anzulegen sind. Das sind in erster Linie Kinderspielplätze und öffentliche Grünanlagen. Im privaten Wohnungsbau werden unter "Außenanlagen" Gärten, Terrassen, Wege, Außentreppen oder Zaunanlagen verstanden. Auch die Leitungen und Rohre für Strom, Wasser, Telekommunikation und Gas zählen zu den Außenanlagen, soweit sie sich außerhalb des Wohngebäudes befinden.

  • Außenbereich
    Außenbereich
    auch: Aussenbereich

    Unter Außenbereich wird planungsrechtlich jene Fläche verstanden, die nicht geschlossen bebaut ist und für die auch kein Bebaungsplan vorliegt. Hier die Baugenehmigung für einen privat genutzten Neubau zu erlangen, ist außerordentlich schwierig. Der Gesetzgeber will grundsätzlich verhindern, daß die Landschaft zersiedelt wird. Aus diesem Grund werden von den dafür zuständigen Landesregierungen immer mehr Landschaftsschutzgebiete und Naturschutzgebiete ausgewiesen, in denen Neubaumaßnahmen bis auf solche ausgeschlossen sind, bei denen es sich um sog. privilegierte Bauvorhaben handelt.

  • Aussendämmung
    Aussendämmung
    auch: Aussendämmungen

    Als Aussendämmung wird diejenige Dämmung bezeichnet, die aussen an der Fassade angebracht wird. Geeignet zur Fassadendämmung sind nahezu alle Fassadendämmplatten oder -matten aus Kork, Polystyrol, PUR, Mineralwolle, Holzfaser etc.. Häufig werden auch komplette Wärmedämmverbundsysteme verwendet. EPS und PUR-dämmplatten haben einen hohen Dampfdiffusionswiderstand. Es ist darauf zu achten, daß anfallendes Kondensat im Sommer wieder abtrocknen kann. Die Dämmstoffe werden auf der Fassade aufgebracht. Für den nötigen Schutz sorgen Putzschichten oder andere wetter- und windabweisende Schichten. Die Aussendämmung hat im Vergleich zur Innendämmung oder Kerndämmung die meisten Vorteile, so dass ihr, wenn möglich, den Vorzug gegeben werden sollte. Da bei der Aussendämmung die massive Wand auf der warmen Innenseite liegt, ist man vor Schäden durch Tauwasserbildung in der Regel sicher. Sollte die Heizung mal streiken, bleibt das Gebäude länger warm. Fensterbänke, Außentür- und Fensterlaibungen können in die Dämmung mit einbezogen werden. Bestehende Wärmebrücken können weitgehend beseitigt werden.

  • Außenfensterbank
    Außenfensterbank
    auch: Außenfensterbänke

    Außenfensterbänke haben vor allem die Aufgabe, das darunterliegende Mauerwerk sicher vor dem vom Fenster ablaufenden Wasser zu schützen. Sie sollen das Wasser so von der Wand ableiten, dass es nicht zu Streifenbildung und Verfärbungen unter dem Fenster am Außenmauerwerk kommt. In der Vergangenheit wurden die Außenfensterbänke gemauert und verputz. Bei Verblendermauerwerk wird diese Arbeitsweise infolge vorhandener Formstücke wieder stärker angewandt. Außenfensterbänke werden aus Naturstein, Kunststein, Faserzement, Pressholz oder Aluminium hergestellt.

  • Außenjalousie
    Außenjalousie
    auch: Außenjalousien

    Außenjalousien funktionieren nach demselben Prinzip wie alle Jalousien, allerdings werden die Lamellen nur aus verzinktem Eisen- oder Aluminiumblech gefertigt. Außenjalousien kommen an Gebäuden mit Glasfassaden und vielen Fenstern wie Kranken- und Bürohäusern zum Einsatz, wobei die Bedienung durch elektrische Steuerung und eine automatische Verschattung durch Sensoren erfolgen kann. Außenjalousien können auf diesem Weg im oberen Teil auf Lichtflutung, im unteren Teil auf Verschattung gestellt werden. Von Außenjalousien kann bei Wind eine spürbare Geräuschbelästigung ausgehen, die Reinigung etwa von Taubendreck ist umständlich.

  • Außenladen
    Außenladen
    auch: Außenläden

    Hauptsächliche Variante eines Fensterladens. Er wird im Gegensatz zum Innenladen außen an einem Gebäude angebracht.

  • Außentreppe
    Außentreppe
    auch: Außentreppen, Aussentreppe, Aussentreppen
    aussentreppe.jpg

    Außentreppen gehören zu den repräsentativen Bauteilen eines Gebäudes und sind den Einflüssen von Hitze, Kälte und Wasser ausgesetzt. Dies führt dazu, dass es bei unfachgerechter Ausführung zu Abplatzungen und Frostschäden kommen kann. Außentreppen an Wohngebäuden sind meist aus massiven Stufen aus Beton oder Naturstein. Bei der Stufenform unterscheidet man zum Beispiel zwischen Blockstufen und Winkelstufen. Außentreppen an gewerblich genutzten Gebäuden bestehen meistens aus Edelstahl, die Stufen aus Gitterrosten, was die Frostbildung erschwert und die Rutschsicherheit erhöht. Generell kommt bei Außentreppen der Frage der Rutschsicherheit eine große Bedeutung zu.

  • Außentür
    Außentür
    auch: Außentüren

    Als Außentür bezeichnet man eine Tür an der Außenwand eines Gebäudes oder einer Einfriedung. Außentüren können beispielsweise Wohnungseingangstüren, Hauseingangstüren, Garagentore, Balkon- und Terrassentüren, Stalltüren, Scheunentore, Hoftüren oder Hoftore sein.

  • Außenverkleidung
    Außenverkleidung
    auch: Außenverkleidungen

    Andere, verkürzte Bezeichnung für Außenwandbekleidung

  • Außenwand
    Außenwand
    auch: Aussenwände

    Die Außenwand stellt die schützende Hülle eines Gebäudes dar und ist eines der wichtigsten und kompliziertesten Bauteile. Eine Außenwand schließt zur Außenluft, zum Erdreich oder zum Nachbargebäude ab und muss dementsprechend frostbeständig und gegen Niederschlag widerstandsfähig aufgebaut sein. Auch Schall- und Wärmedämmung sowie Brandschutz spielen bei der Außenwand eine sehr große Rolle. Die entsprechenden bautechnischen Anforderungen sind in einer Vielzahl von Gesetzen, Regeln und Normen niedergelegt. einschaliges Mauerwerk und zweischaliges Mauerwerk sind die üblichen Varianten einer Außenwand. Wärmedämmverbundsysteme spielen in den Fällen eine wichtige Rolle, in denen die Außenwände von Altbauten mit einer zeitgerechten Wärmedämmung ausgestattet werden sollen.

  • Außenwandbekleidung
    Außenwandbekleidung
    auch: Außenwandverkleidung, Außenwandbekleidungen

    Außenwandbekleidungen werden an tragenden Wandkonstruktionen aus schuppen- oder tafelförmig angebrachten ebenen oder profilierten klein- oder großformatigen Elementen hergestellt. Sie werden auch Fassadenbekleidung, Außenwandverkleidung oder nur Außenverkleidung genannt. Außenwandbekleidungen erbringen den Regenschutz, schützen gegen andere Einwirkungen aus der Atmosphäre sowie gegen mechanische Beanspruchungen und dienen der Gestaltung und vferbessern die Wärmedämmung. Die Außenwandbekleidung kann direkt auf der Fassade befestigt werden oder hinterlüftet hergestellt werden. Bei einer Hinterlüftung werden die Bekleidungen auf einer Unterkonstruktion aus Holz (im Einfamilienhausbau) oder aus Metall (im Gewerbebau) befestigt. Unterschieden werden die sichtbare Befestigung und die verdeckte Befestigung einer Außenwandbekleidung.

  • Außenwandverkleidung
    Außenwandverkleidung
    auch: Außenwandverkleidungen

    siehe Außenwandbekleidung.

  • Ausstellladen
    Ausstellladen
    auch: Ausstellläden, Ausstell-Laden, Ausstell-Läden
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    Der Ausstellladen ist eine Sonderform des Klappladens. Dabei kann die Füllung, die aus Lamellen, einer Holzkassette oder einer sonstigen Konstruktion bestehen kann, "ausgestellt", also in Kippstellung gebracht werden. Wie bei einem Fenster in Kippstellung, dient auch der ausgestellte Klappladen dazu, eine Dauerbelüftung zu gewährleisten. Dies wird beim sog. Jalousieladen sowieso schon erreicht. Ist die Füllung bei einem Ausstellladen identisch mit der eines Jalousieladens, wird sozusagen ein Optimum an Belüftung erreicht bei gleichzeitigem Sichtschutz von außen nach innen.

  • Ausstiegsfenster
    Ausstiegsfenster
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    Ausstiegsfenster müssen, wo behördlich vorgeschrieben, als Notausstieg für einen zweiten Fluchtweg eingebaut werden. In Gefälle- und Steildächern ist der Einbau außerordentlich sinnvoll, falls sich unter dem Fenster ein Balkon oder das Flachdach eines Anbaus befindet, auf das man sich im Brandfall retten kann. Solche Fenster sind mit einem Notausstiegshebel versehen, der den Fensterflügel selbständig anhebt. Angeboten werden auch Ausstiegsfenster mit einer Türfunktion. Der Fensterflügel klappt dann nicht hoch, sondern zur Seite.

  • Automatikschloss
    Automatikschloss
    auch: Automatikschlösser

    Das Automatikschloss mach das zusätzliche Abschließen überflüssig, da es schon beim einfachen Zuziehen der Tür den oberen und unteren Schwenkriegel verriegelt. Dabei greifen die Schwenkriegel in die entsprechende Schließplatte und verhindern so das Aufstemmen der Tür. Die Schwenkriegel befinden sich bei einer geöffneten Tür in Ruhestellung. Erst wenn die Tür geschlossen wird, wird die Verriegelung durch einen Steuermechanismus aktiviert. Ein zusätzliches Sichern durch die übliche Schlüsselumdrehung entfällt bei dieser neuen funktionellen Technik. Hinzu kommt, dass trotz dieser gesteigerten Sicherheit die Tür von innen wie gewohnt über die Türklinke geöffnet werden kann.