Lexikon

  • G
  • Gabione

    Gabione

    auch: Gabionen
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    Gabionen sind Stahlgitterkörbe bzw. Drahtschotterkörbe, die mit Steinen oder Schotter gefüllt werden. Verschiedene Hersteller vermeiden jedoch den fremdsprachlichen Begriff und sprechen von Steinkörben. Man verwendet sie nach dem Prinzip von Schwergewichtsmauern zur Hangsicherung und Hangverbauung. Für den Zusammenhalt der Steine sorgt allerdings nicht der Mauerverband, sondern der Gitterkorb. Die Beständigkeit der Gitterkörbe ist daher von entscheidender Bedeutung. Sie werden meist in feuerverzinkter Qualität oder rostfreiem Edelstahl hergestellt. Die Korbgrößen variieren von 50 x 50 x 50 cm bis zu 200 x 100 x 100 cm. Gabionen lassen sich auch begrünen, dadurch fügen sie sich natürlich in die Landschaft ein. Das Wurzelwerk der Pflanzen sorgt für einen zusätzlichen Zusammenhalt der Steine. Die Einsatzgebiete von Gabionen sind vielfältig. Man findet sie im Wasser- und Flußbau sowie im Straßen- oder Gartenbau. Je nach Aufbauhöhe wird eine Frostschutzschicht oder ein bewehrtes Betonfundament angelegt.

  • GaLa-Bau

    GaLa-Bau

    auch: Galabau

    Gängige Abkürzung und Bezeichnung für den Wirtschaftszweig des Garten- und Landschaftsbaus. In den Bereich fallen die Planung, Gestaltung und Pflege von privaten und öffentlichen Grünanlagen, Parks und Spielplätzen, aber auch die Anlage von ökologischen Lärmschutzwällen und -wänden, die Rekultivierung von Brachland und die Begrüng öffentlicher Verkehrswege, Wasserstraßen usw. Unter dem Begriff "GalaBau" wird auch eine Fachmesse durchgeführt.

  • Galerie

    Galerie

    Eine Galerie stellt eine offene, balkonadige Wohnraumgestaltung dar, die beispielsweise in Treppenhäusern, Dielen oder in Wohn- und Schlafbereichen zu finden ist. Sie befindet sich, von der unteren Bezugsetage gesehen, auf einer um ein halbes oder auch ein ganzes Stockwerk höher gelegenen Ebene. Um ausreichende Sicherheit zu gewährleisten, muss die Galerie durch ein Geländer oder eine durchsichtige Brüstung abgetrennt sein.

  • Galgenfenster

    Galgenfenster

    Galgenfenster bezeichnet eine Fensterkonstruktion, die vor allem im Historismus Standard war. Das Fenster besteht aus zwei Flügeln und einem ungeteilten Oberlicht. Die Anordnung der Sprossen ist t-förmig, was einem Galgen doch recht nahe kommt und deshalb namensgebend wirkte.

  • Ganzglasdusche

    Ganzglasdusche

    auch: Ganzglasduschen
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    Im Gegensatz zur Duschkabine kommt die Ganzglasdusche (Foto: Hersteller Breuer) aus Sicherheitsglas ohne Rahmenkonstruktion aus. Ganzglasduschen können rundum aus Glas bestehen oder nur aus zwei gewölbten Seitenteilen, die einseitig in der Wand verankert sind und als Pendeltüren fungieren. Die Glaselemente einer Ganzglasdusche bestehen zwar meistens aus gewölbtem Glas. Die Industrie bietet aber auch Ganzglasduschen aus normalem Sicherheitsglas in einer sechs- oder achteckigen Konstruktion an.

  • Ganzglastür

    Ganzglastür

    auch: Ganzglastüren

    siehe Glastür.

  • Ganzglaswaschtisch

    Ganzglaswaschtisch

    auch: Ganzglaswaschtische
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    Ganzglaswaschtische bestehen aus bis zu 20 mm starkem Floatglas, das in erhitztem Zustand auf eine ausgeschnittene Form gebracht wird. Durch das Eigengewicht des Glases senkt es sich an der vorgesehenen Stelle in die Form, wobei auf diese Weise in die Ganzglasplatte ein gläsernes Waschbecken integriert wird. Speziell italienische Hersteller bieten Ganzglaswaschtische in verschiedensten Farbvarianten an.

  • Ganzheitlichkeit

    Ganzheitlichkeit

    Ein ganzheitlicher Ansatz betrachtet die Bautechnik in einem komplexeren Umfeld. Praktisch heißt das die Verknüpfung der Bautechnik mit der Bauökologie (Bewertung über Ökobilanzierung), der Humanbiologie (Ausschluss bzw. Minimierung von Emissionen) und dem energiesparenden Bauen (innovative Gebäudehülle und Haustechnik). Ganzheitlichkeit beinhaltet zugleich auch kooperatives Planen und Ausführen.

  • Garage

    Garage

    auch: Garagen

    Raum zum Einstellen von Kraftfahrzeugen. Eine Garage kann entweder ins Wohngebäude integriert, an einem separaten Ort auf dem Grundstück (mit oder ohne direkten Zugang von der Garage zum Haus) oder an einem Ort außerhalb des Grundstücks (z.B. Sammelgaragen) erbaut oder aufgestellt sein. Hat eine Garage eine direkte Verbindung zum Haus, so muss eine Brandschutztür eingebaut werden. Wenn auch Garagen in der Regel nur recht schmucklose, eingeschossige Kubusbauten sind, so ist jedoch immer eine Baugenehmigung erforderlich - auch bei der Aufstellung von Fertiggaragen. Aufgrund der verdichteten Bauweise und/oder der teuren Grundstückspreise ist der Bau einer Doppelgarage nicht immer möglich. Als Alternativen bieten sich an Doppelparker-Garagen und unter bestimmten Voraussetzungen auch Doppelstockgaragen.

  • Garage mit Keller

    Garage mit Keller

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    Garagen mit eigenem Kellergeschoss werden selten gebaut, sind aber eine Möglichkeit, Lagerraum hinzu zu gewinnen. Solche Garagen verfügen über eine Einstiegsluke mit anschließender Treppe. Eine sinnvolle Nutzung des Klellers ist jedoch nur dann möglich, wenn mindestens ein Kellerfenster eingebaut wird, was wiederum bedeutet, daß das Kellerelement zu einer Seite hin abgeböscht werden muss. Für jeden Garagenbau ist eine Baugenehmigung erforderlich, für eine solche mit Keller natürlich erst recht. Garagen mit Keller werden auch in Fertigteil-Bauweise angeboten (Zeichnung IBW-Garagen).

  • Garagenentlüftung

    Garagenentlüftung

    da in Garagen durch die Verbrennungsmotoren giftige Abgase entstehen, müssen diese, soweit eine natürliche Lüftung nicht ausreicht, ständig abgesaugt werden. Durch die aus dem Freien nachströmende Frischluft muss gewährleistet sein, dass die zulässigen MAK-Werte in der Garagenluft nicht überschritten werden.

  • Garagen-Flügeltor

    Garagen-Flügeltor

    auch: Garagen-Flügeltore
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    Das Garagen-Flügeltor ist der Urtyp unter den Garagentoren. Es wird serienmäßig hergestellt, ist aber oft auch Individualarbeit eines Schreinerbetriebes. Das Flügeltor besteht üblicherweise aus einem zweiflügeligem Element, nämlich dem Stellflügel und dem Gehflügel. Dreiflügelige Toranlagen werden aber auch hergestellt. Der Vorteil des Garagen-Flügeltors besteht darin, daß das ganze Tor nicht geöffnet zu werden braucht, nur weil eine Person "durchschlüpfen" will. Ein weiterer Vorteil ist, daß eine solche Toranlage wuchtig und schwer wie eine Sicherheits-Haustür gebaut werden kann bei absoluter Winddichtigkeit, so daß kein Straßenstaub hineinwirbeln kann. Üblicherweise werden die Tore stumpf in der Laibung eingebaut und die Füllungen auf einem Stahlrohrrahmen aufgebracht, aber auch reine Holzkonstruktionen sind möglich. Da sich die Flügel nach außen öffnen, darf die Einfahrt nicht ansteigen. Von Nachteil ist - ähnlich wie beim Garagen-Schwingtor -, dass vor dem Tor keine Gegenstände abgestellt werden können.

  • Garagen-Kipptor

    Garagen-Kipptor

    auch: Garagen-Kipptore

    andere Bezeichnung für Garagen-Schwingtor.

  • Garagen-Rolltor

    Garagen-Rolltor

    auch: Garagen-Rolltore, Rolltor

    Vom Konstruktionsprinzip her entspricht das Rolltor einem Rolladen, allerdings kann das Rolltor aus Gewichtsgründen nicht per Hand mit einem Rolladengurt hochgezogen werden. Dies übernimmt ein elektrischer Antrieb, der ferngesteuert werden kann. Da sich ein Rolltor über dem Torsturz aufwickelt, ist der Einbau eines Rolltores in Standardgaragen wegen der zu geringen Raumhöhe nicht möglich. Dies ist auch der Grund, weshalb Rolltore relativ selten in Garagen eingebaut werden. Von Vorteil ist allerdings, daß anders als beim Garagen-Schwingtor oder Garagen-Sektionaltor Decke und/oder Wand nicht von einem Führungsgestänge beansprucht werden, der Garagenbesitzer also Wände und Decke für beliebige Einbauten nutzen kann.

  • Garagen-Schwingtor

    Garagen-Schwingtor

    auch: Garagen-Schwingtore
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    Das Garagen-Schwingtor, auch Kipptor genannt, ist das am meisten verbreitete Garagentor. Seitliche Hebelarme mit Ausgleichsfedern aus Stahl sorgen für ein relativ müheloses Hochschieben des Torflügels, wobei natürlich auch Schwingtore mit einem elektrischen Torantrieb ausgestattet werden können. Generell besteht das Schwingtor aus einem einflügeligen, verzinkten Stahlblechelement, wobei das Stahlblech meistens "gesickt" ist. Darunter ist zu verstehen, daß das Blech lamellenförmig "geprägt" wurde, wodurch eine paneelartige Optik entsteht. Angeboten werden aber auch Torflügel in Kassetten- oder Fischgrätoptik oder in anderen Mustern. Schwingtore aus Stahlblech werden werksseitig pulverbeschichtet, wobei neben Standardfarben wie verkehrsweiß, grau oder sepiabraun auch anderen RAL-Farben erhältlich sind. Schwingtore werden auch mit Holzfüllungen produziert. Schwingtore sind die preiswertesten Garagentore, haben aber den Nachteil, daß sie beim Öffnen oder Schließen nach außen aufschwingen und dabei vor dem Tor abgestellte Gegenstände - z.B. Fahrräder - umgeworfen oder beschädigt werden können.

  • Garagen-Sektionaltor

    Garagen-Sektionaltor

    auch: Garagen-Sektionaltore
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    Das Sektionaltor, gelegentlich auch Elementschiebetor genannt, besteht aus rechteckigen Einzelelementen, den sog. Sektionen. Diese sind mit einem Gelenkmechanismus verbunden, wodurch das Tor zurückgeschoben werden kann, ohne daß ein Schwenkraum wie beim Garagen-Schwingtor benötigt wird. Sowohl beim Decken-Sektionaltor, als auch beim Seiten-Sektionaltor laufen die Sektionen über Rollen in ein Führungsgestänge, sie werden also nicht etwa aufgewickelt wie bei einem Rolltor, sondern horizontal oder vertikal unter die Decke oder an eine Seitenwand geschoben. Selbstverständlich können auch Sektionaltore mit einem elektrischen Torantrieb versehen werden. Seiten-Sektionaltore haben den Vorteil, daß sie nur partiell geöffnet werden können, also eine "Türöffnung" für Personen entsteht. Der Nachteil ist dann aber, daß an einer Garagenwand nichts abgestellt werden kann. Sektionaltore werden aus Stahlblech, Holz, Aluminium und anderen Materialien gefertigt. Angeboten werden auch Sektionaltore mit Wärmedämmung und solche, bei denen die oberste Sektion zu Lüftungszwecken aufgekippt oder sogar mit einem Durchsichtfenster ausgestattet werden kann.

  • Garagentor

    Garagentor

    auch: Garagentore
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    Garagen-Schwingtore, auch Kipptore genannt, sind die gebräuchlichsten Garagentore. Sektionaltore, deren "Sektionen" unter die Decke oder aber an eine Wandseite geschoben werden, zählen zur Komfortklasse und werden sogar mit Lüftungs-öffnungen und Fenstereinsätzen geliefert. Flügeltore, die aus zwei oder drei Torflügeln bestehen, sowie Rolltore werden ebenfalls in Garagen eingebaut. Stahlblech, Holz und Aluminium sind die bevorzugten Materialien, aber Tore aus Kupfer oder Titanzink werden ebenfalls serienmäßig produziert. Garagentore können mit einem (ferngesteuerten) Torantrieb ausgestattet werden, bestimmte Modelle auch mit einer Wärmedämmung. Verschiedene Hersteller bieten auch sogenannte Nebeneingangstüren an, die dem Design der Garagentür entsprechen.

  • Garagentor-Antrieb

    Garagentor-Antrieb

    auch: Garagentor-Antriebe, Garagentorantriebe, Garagentorantrieb

    siehe Torantriebe

  • Garagentorfeder

    Garagentorfeder

    auch: Garagentorfedern
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    Die meistverbreiteten Garagentore sind Schwingtore, auch Kipptore genannt. Das Tor muss zum Öffnen mit der Hand hochgeschwungen werden. Oder ein Elektroantrieb übernimmt diese Arbeit. Ist das Tor geschlossen, ist die Feder "gespannt"; sie steht also fast immer unter enormer Spannung, da Garagentore ja meistens geschlossen sind. Wird das Tor per Hand oder über einen elektrischen Torantrieb geöffnet, zieht sich die Feder zusammen. Ältere Garagentore werden über eine einfache Spiralzugfeder geöffnet (linkes Foto) oder geschlossen. Modernere Tore verfügen über ein 3-, 4- oder 5-fach Federpaket (rechtes Foto). Je nach Gewicht des Torflügels, müssen unterschiedliche Federn eingesetzt werden. Diese sind je nach Zugkraft farblich markiert. Bei einem Bruch der Feder sollte nur eine neue mit derselben Farbmarkierung eingesetzt werden. Ist die Feder zu schwach, reißt der Stahl, die Feder kann dann durch die Garage schleudern und Menschen sogar erheblich verletzen. Diese Gefahr besteht auch bei Materialermüdungen, weshalb Fachleute dazu raten, durch die Feder ein Stahlseil zu führen und dieses in der Wand zu verdübeln oder am Metallrahmen zu verschrauben.

  • Garten

    Garten

    Entwicklungsgeschichtlich ist der Garten eine direkt an die Behausung angrenzende Fläche, die vor allem die Gefährtin des Urmenschen mit Nutzpflanzen bebaut hat, während jener auf die Jagd ging. Aus einem solchen Nutzgarten entwickelten sich im Laufe der Menschheitsgeschichte der Ziergarten und zahlreiche Sonderformen vom Schloßgarten bis zum Schrebergarten. Baurechtlich gehört der Garten heutzutage zu den Außenanlagen, er dient den Menschen vor allem zur Erholung und Freizeitgestaltung. Bei den meisten Gartenbesitzern nimmt der Rasen über 50 % der Gartenfläche ein. Zur Rasen- und Gartenpflege hat die Industrie umfangreiches Werkzeug und Gerät erfunden. Beliebte Einrichtungen im Garten sind in Deutschland der Gartenteich, das Gartenhaus und der Grillplatz, bei Familien mit Kleinkindern auch Klettergrüste, Sandkästen oder Spielhäuser. Selbstverständlich ist in jedem Garten die Gartenterrasse, die den Übergang vom Haus in den Garten bildet. Der Garten ist in Deutschland jedoch nicht nur eine Oase der Erholung, sondern auch häufiger Streitauslöser mit den Nachbarn, wenn es um die Höhe der Hecken, die Grenzabstände von Hecken und Bäumen oder auch um den Samenflug aus Naturgärten geht. Etwa 4.000 Bücher aktuell vorrätige Bücher widmen sich dem häuslichen Garten, dem Nutzgarten oder dem Erwerbsgartenbau. Wer seinen Garten nicht selbst anlegen will, bedient sich eines Gartenarchitekten und eines Gartenbauunternehmens.

  • Gartenarchitekt

    Gartenarchitekt

    auch: Gartenarchitektin, Gartenarchitekten

    siehe Landschaftsarchitekt

  • Gartenhaus

    Gartenhaus

    auch: Gartenhäuser

    Baugesetzlich nicht geregeltes "Haus" im Garten, das jedoch nicht zu Wohnzwecken genutzt werden darf. Gartenhäuser bestehen aus unterschiedlichsten Materialien, vor allem aus Holz. Sie werden "an jeder Ecke" angeboten, vor allem als sog. Blockhäuser, häufig jedoch auch in Eigenleistung erstellt. Die Größe eines Holzhauses bestimmt jedoch nicht unbedingt der Eigentümer, sondern das Bauordnungsamt der Gemeinde, weshalb u.U. eine Baugenehmigung einzuholen ist.

  • Gartenhofhaus

    Gartenhofhaus

    auch: Gartenhofhäuser

    Bezeichnung für einen in den 80-er Jahren aufgekommenen mehrgeschossigen Haustyp, der ähnlich wie ein Atrium über einen Innenhof verfügt. Die enormen Grundstückspreise vor allen in Ballungsgebieten haben dazu geführt, daß bei Einfamilienhäusern in die Höhe gebaut wird. Die kleinen "Gartenhöfe" sollen dem Bauherren das Gefühl einer gewissen baulichen Intimität vermitteln.

  • Gartenholz

    Gartenholz

    auch: Gartenhölzer

    Gartenholz, auch "Gartenbauholz" genannt, ist eine allgemeine Bezeichnung für Holz, das witterungsbeständig ist und sich deshalb insbesondere für den Einsatz im Garten eignet. Gute Gartenhölzer sind: Bangkirai, Iroko, Massaranduba und andere als harte, tropische Hölzer, die nicht behandelt zu werden brauchen, nahezu unverwüstlich und für alle Zwecke geeignet sind, insbesondere für die Beplankung von Terrassen und den Einbau in der Erde, ferner Douglasie als robustes Holz für Sichtzäune, Bänke, Zaunanlagen, Pflanzkästen, dann Teak als "regenfestes" Holz insbesondere für Gartenmöbel, ferner die Lärche als wetterfestes, hartes, heimisches Gartenholz, das allerdings nicht in der Erde verbaut werden sollte und kesseldruckimprägnierte Kiefer und vor allem Fichte als vielseitiges Holz für Zäune, Pfähle, Holzfliesen, Rankgerüste usw., das aufgrund der Imprägnierung auch bei Erdkontakt lange haltbar ist.

  • Gartenteich

    Gartenteich

    auch: Gartenteiche

    Gartenteiche schaffen nicht nur eine faszinierende Bereicherung des Gartens, sondern auch einen kleinen Ausgleich für die vielen natürlichen Kleingewässer, die in den letzten Jahren mehr und mehr aus der Natur verschwunden sind. Es entsteht ein neuer Lebensraum für eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt. Teichfolie oder Fertigteich stellen die beiden Möglichkeiten dar, die Abdichtung des Teiches sicherzustellen. Die Entscheidung für eine der beiden Materialien hängt zum Teil von der Größe der Wasserfläche ab. Beträgt die Größe weniger als 7 Quadratmeter, dann bietet der Fertigteich die einzig sinnvolle Lösung, denn nur so kann eine ausreichende Tiefe und genügend Wasserinhalt erreicht werden. Zudem gewährleistet die sehr hohe Stabilität eine lange Lebensdauer. Hingegen stellt bei größeren Gewässern der Folienteich eine interessante Alternative dar. Neben den geringeren Anschaffungskosten ist besonders die Freiheit bei der Gestaltung sehr reizvoll. Die Bepflanzung rundet das harmonische Bild des Gartenteichs ab. Am besten läßt man sich in einem guten Fachgeschäft beraten! Allerdings sollte die Bepflanzung sparsam sein, um spontane Besiedelungen zu ermöglichen. Auf keinen Fall sollten Pflanzen in die frostfreie Zone gesetzt werden: Im Winter verbrauchen sie unter einer Eisdecke den Sauerstoff und gefährden damit die im Teich überwinternden Tiere. Die Lebewesen im Teich siedeln sich bei einer naturnahen Gestaltung von selber an. Problematisch ist das Einsetzen von Fischen, unter anderem deshalb, weil das Wasser durch Fischfutter und Kot überdüngt wird. Wer Amphibien in seinem Teich beheimatet sehen will, sollte deshalb auf Fische verzichten, weil sie die Eier und Larven der Amphibien und Wasserinsekten fressen.

  • Gaube

    Gaube

    auch: Gauben

    Aus der Dachfläche herausragender eckiger, runder oder gewölbter Dacheinbau mit Fenster. Gauben werden in verschiedenen Formen ausgeführt wie beispielsweise als Satteldachgaube, Walmdachgaube, Tonnendachgaube, Schleppgaube, Segmentbogendachgaube, Spitzgaube(%, (%Fledermausgaube, Giebelgaube, Trapezgaube, Flachgaube, Panoramagaube, Dreiecksgaube und Walmdach-Panoramagaube. Rückt die Gaube an die Außenwand, spricht man von einem Zwerchhaus (Lukarne).

  • Gaupe

    Gaupe

    auch: Gaupen

    Andere Schreibweise für Gaube

  • Gebäudeabsteckung

    Gebäudeabsteckung

    auch: Absteckungsbescheinigung

    Vor Baubeginn wird das Bauprojekt auf dem Grundstück entsprechend der genehmigten Planung von einer Vermessungsstelle oder einem Vermessungsingenieur abgesteckt. Die Fluchten des Gebäudes werden auf Schnurgerüste übertragen. Die Absteckungsbescheinigung ist bei der Rohbauabnahme der Baubehörde vorzulegen.

  • Gebäudeausrichtung

    Gebäudeausrichtung

    Die Gebäudeausrichtung ist eine der wichtigsten Entscheidungen beim Planungsprozess eines Hauses. Die Orientierung von Gebäuden hat einen wesentlichen Einfluss auf die Tageslichtbeleuchtung, die passive Nutzung von Solarenergie und die Haltbarkeit der verwendeten Baumaterialien. Es sollten möglichst viele Flächen nach Süden, und möglichst wenige Flächen im Norden, d.H. der Sonne abgewandt liegen. Im Winter und der Übergangszeit sollten die südlichen Fenster nicht im Schatten liegen, damit möglichst viel solarer Zugewinn möglich ist. Im Sommer muss eine gezielte Verschattung erfolgen. Das Kann zum Beispiel durch Jalousie, Rolladen oder Markise passieren.

  • Gebäudeerder

    Gebäudeerder

    siehe Fundamenterder.

  • Gebäudegrundriss

    Gebäudegrundriss

    auch: Grundriss, Gebäudegrundrisse

    Der Gebäudegrundriss ist die maßstabsgerechte zeichnerische Darstellung einer Gebäudegrundfläche. Darüber hinaus gibt der Grundriss noch Auskunft über die Zweckbestimmungen der einzelnen Räume (Küche, Bad, Wohnzimmer, Schlafzimmer etc.). Zu den Bauunterlagen gehören Grundrisszeichnungen von allen Stockwerken. Der Grundriss liefert eine Ansicht des Baus von oben mit einem vorgestellten horizontalen Schnitt durch das Mauerwerk. Eine frontale Ansicht hingegen liefert der Aufriss.

  • Gebäudehebung

    Gebäudehebung

    auch: Gebäudehebungen

    Gebäude, die durch welche Gründe auch immer in Schieflage gekommen sind, müssen wieder horizontal ausgerichtet und aus diesem Grund angehoben werden. Dies geschieht meistens zusammen mit einer Nachgründung und zwar mittels stählerner Segmentpfähle, die in hydraulische Zylinder greifen, die zuvor in Hubkammern des bestehenden Mauerwerks eingebracht worden sind. Die Hebung wird von Pfahl zu Pfahl elektronisch gesteuert.

  • Gebäudehöhe

    Gebäudehöhe

    Die Höhe eines Gebäudes vom gewachsenen Boden bis zur Firsthöhe.Im Bebauungsplan ist die Gebäudehöhe fast immer vorgeschrieben.

  • Gebäudehülle

    Gebäudehülle

    auch: Gebäudehüllen

    Man spricht von Gebäudehüllen, wenn man Gebäude meint, die rundum geschlossen sind. Alles das, was das Wesentliche an einem Gebäude ausmacht, ist vorhanden: die Bodenplatte, die Außenwände und das Dach. Natürlich sind bei einer Gebäudehülle auch Fenster und Türen eingebaut, sonst hätte die "Hülle" ja Löcher. Der Begriff der Gebäudehülle wird sehr allgemein in der Architektur verwendet, zum Beispiel, wenn von einer Gebäudehülle aus Stahl und Glas die Rede ist. Hauptsächlich betrifft dieser Begriff jedoch das Ausbauhaus in Fertigbauweise. Hier stellen die Hersteller tatsächlich eine Gebäudehülle auf die Bodenplatte, wobei der nachfolgende Innenausbau dem Bauherrn überlassen bleibt.

  • Gebäudeleittechnik

    Gebäudeleittechnik

    Ursprünglich gab es die Gebäudeleittechnik nur in großen Gebäuden. Gebäudeleittechnik bedeutet die zentrale Überwachung und Steuerung der technischen Anlagen wie Heizung, Lüftung, Aufzüge oder Alarmeinrichtungen. Dank EIB (siehe Europäischer Installations Bus) hat die Gebäudeleittechnik auch in den privaten Haushalt Einzug gehalten. Bei dieser intelligenten Form der Elektroinstallation können viele zu steuernde Geräte, wie z. B. Heizung, Lüftung, Klima, Rollladen und Lampen integriert werden.

  • Gebäudenutzung

    Gebäudenutzung

    auch: Nutzung, Gebäudenutzungen

    Gebäudenutzung ergibt sich durch die vorhandene oder geplante Nutzung, z. B. durch Wohnen, Arbeiten oder Lagern. Genutzte Flächen sind Bauteilflächen, die für den Aufenthalt von Personen oder für die Nutzung durch Verkehr vorgesehen sind. Nicht genutzte Flächen sind Bauteilflächen, die nur gelegentlich betreten werden sollen, z. B. zum Zwecke der Wartung und Instandhaltung.

  • Gebäude-Pass

    Gebäude-Pass

    auch: Gebäudepass

    Der LGA-Gebäude-Pass wird für Häuser bzw. Gebäude vergeben, die auf ihren baulichen und technischen Zustand geprüft worden sind. Grundlage für die Zeichenvergabe ist zum einen eine ausführliche Beschreibung des Bauvorhabens bzw. des Gebäudes. Diese beinhaltet sämtliche Planungs- und Ausführungsunterlagen mit z.B. Listen über die verwendeten Materialien oder die beauftragten Firmen sowie Angaben zu Vertrags-bestimmungen, Sondervereinbarungen etc. Zum anderen wird die gesamte Bausubstanz anhand von bis zu 14 Modulen zertifiziert. Das Zertifikat "LGA-Gebäude-Pass" wird von der Landesgewerbeanstalt Bayern (LGA) an Baufirmen und Bauträger nach Fertigstellung der Bauausführung vergeben.

  • Gebrauchsabnahme

    Gebrauchsabnahme

    siehe Abnahme.

  • Gebrauchsfeuchte

    Gebrauchsfeuchte

    siehe Ausgleichsfeuchte.

  • Gebrauchslast

    Gebrauchslast

    auch: Gebrauchslasten

    Die Gebrauchslast ist die gesamte Belastung auf ein Bauwerk bei Inanspruchnahme. Sie setz sich zusammen aus dem Eigengewicht des Bauwerks, der Nutzlast, sowie Lasten aus Wind, Schnee, Erddruck, Temperaturänderung, Schwinden und Kriechen.

  • Gefache

    Gefache

    Als Gefache bezeichnet man die Zwischenräume bei einem Fachwerkhaus oder bei einem Haus in Ständerbauweise. Es handelt sich um die Leerräume, welche zwischen den aufgestellten Balken (dem Gerüst des Hauses) später durch entsprechende Materialien aufgefüllt werden. Früher wurden die Gefache beispielsweise mit Holzstakung und Lehm gefüllt. Heutzutage werden die Gefache eher mit Ziegeln oder Porenbeton ausgemauert.

  • Gefährdungsklassen

    Gefährdungsklassen

    auch: Holzgefährdungsklassen

    Begriff aus DIN 68 800 und (der neueren) DIN EN 335 zur Einteilung von Holz und Holzprodukten nach den unterschiedlich starken Beanspruchungen und Gefährdungen. Es werden fünf Gefährdungsklassen unterschieden: Gefährdungsklasse 0 für innen verbautes Holz, das ständig trocken ist, d.h., das bei maximalen Luftfeuchten bis 70 % ständig unter 20 % Holzfeuchte aufweist und mit Bedingungen, die den Befall durch holzzerstörende Insekten ausschließen. In der Gefährdungsklasse 0 ist kein chemischer Holzschutz erforderlich. Gefährdungsklasse 1 für innen verbautes Holz, das ständig trocken ist, d.h., das bei maximalen Luftfeuchten bis 70 % ständig unter 20 % Holzfeuchte aufweist und mit Bedingungen, die einen Befall durch holzzerstörende Insekten nicht ausschließen. In der Gefährdungsklasse 1 ist ein insektenvorbeugender Schutz (Iv) notwendig. Gefährdungsklasse 2 für Holz, das vorübergehenden Befeuchtungen, aber nicht dem Erdkontakt, direkter Bewitterung oder Auswaschung ausgesetzt ist. Bei der Gefahrenklasse 2 ist insektenvorbeugender und pilzwidriger (Iv, P) Holzschutz notwendig. Gefährdungsklasse 3 für der Witterung oder Kondensation, aber nicht dem Erdkontakt ausgesetztes Holz. Bei der Gefährdungsklasse 3 ist witterungsbeständiger, insektenvorbeugender und pilzwidriger (Iv, P, W) Holzschutz notwendig. Gefährdungsklasse 4 für Holz mit dauerndem Erdkontakt und/oder ständiger starker Befeuchtung. Bei der Gefährdungsklasse 4 ist witterungsbeständiger, moderfäulewidriger, insektenvorbeugender und pilzwidriger (Iv, P, W, E) Holzschutz notwendig.

  • Gefälle

    Gefälle

    Ein Gefälle ist sowohl im Hoch-, als auch im Tiefbau zwingend erforderlich, damit das Regenwasser vom Gebäude oder von Straßen und Wegen abfließen kann. Bei Gebäuden in Hanglage muss man sich keine Gedanken darüber machen, ansonsten muss ein Gefälle mindestens 1 % (also 1 cm pro laufendem Meter) betragen, damit das Wasser abfließen kann. Ein Gefälle von 3 % ist in Regionen notwendig, in denen es stark regnet oder sich nach Schneefällen viel Tauwasser bildet. Beim sogenannten Gefälledach beträgt die Dachneigung mindestens 2 %. Auch Abwasserrohre müssen ein leichtes Gefälle aufweisen, damit das Abwasser ablaufen kann. Wer glaubt: "Je mehr Gefälle, desto besser" irrt. Wasser fließt schneller als das ein oder andere was durch die Rohre muss. Das Wasser soll aber auch die festen Bestandteile des Abwassers mitführen. Ein Mindestgefälle von ca. 2cm /m sollte eingehalten werden.

  • Gefälledach

    Gefälledach

    auch: Gefälledächer

    Ein Gefälledach ist ein mit keilförmigen Dämmplatten hergestelltes Gefälle auf dem Flachdach. Das Gefälle muss mindestens 2 % betragen. Bei einem Gefälledach kann das Oberflächenwasser rascher abfließen. Abgelagerter Staub, Blütensamen und dgl. werden beim nächsten Regen weggeschwemmt. Beim gefällelosen Dach können dagegen Schlammablagerungen den Nährboden für einen wilden Bewuchs bilden und beeinflussen die Lebenserwartung der Dachhaut.

  • Gefälleestrich

    Gefälleestrich

    auch: Gefälleestriche

    Ein Gefälleestrich ist von seinen Eigenschaften nicht wesentlich von normalen Estrich zu unterscheiden. Anwendungsbereiche sind jedoch alle Böden und Unterträger mit Neigung oder Gefälle. Beispiele hierfür sind Garagen, Terrassen oder Auffahrten. Entscheidend ist eine sorgfältige und genaue Bearbeitung, um die gleichmäßige Bedeckung der Fläche zu gewährleisten.

  • Gefälleplatten

    Gefälleplatten

    Gefälleplatten sind vorgefertigte Platten aus unterschiedlichen Materialien; meistens handelt es sich um Schaumglasplatten. Gefälleplatten werden als Unterbau verwendet, um auf Terrassen und Flachdächern, aber auch in Duschräumen für das nötige Gefälle zu sorgen. Die Neigungswinkel liegen zwischen ca. 1 und 2°, die Platten selbst sind bis 6 x 6 m groß.

  • Gegenlattung

    Gegenlattung

    andere Bezeichnung für Konterlattung.

  • Gehrung

    Gehrung

    Unter einem Winkel aufeinander stoßende Rahmen- und Kastenteile (allgemein unter 45°, aber auch beliebig kleiner 90°). Mit Gehrungsmaß und Gehrungssäge lassen sich exakte Gehrungen herstellen.

  • Gehschall

    Gehschall

    siehe Trittschall

  • geklebte Sprossen

    geklebte Sprossen

    auch: geklebten, Sprossen

    Schmale Holzleisten, die von außen auf die Scheibe geklebt werden, um den Effekt eines Sprossenfensters zu erzielen.

  • geklebte Verglasung

    geklebte Verglasung

    auch: Verglasungen

    Bei Ganzglasfassaden können die Glaselemente auf einen Metallrahmen geklebt werden, wobei die Verklebung vor allem die Windlasten auffangen muss, während das Eigengewicht durch Klotzung abgetragen wird. Geklebte Glasfassaden sind auch in Deutschland zulässig, aber nur in stark eingeschränktem Maße, wobei je nach Einzelfall und ab Einbauhöhen von mehr als 8 m eine zusätzliche mechanische Befestigung vorgeschrieben wird.

  • gekröpfter Giebel

    gekröpfter Giebel

    siehe gesprengter Giebel.

  • Geländer

    Geländer

    Ein Geländer hat in erster Linie die Aufgabe der Absturzsicherung bei Treppen, Balkonen oder Brücken. Je nach dem, ob Menschen oder Fahrzeuge vor dem Absturz bewahrt werden sollen, muss das Geländer entsprechend stabil sein. Das Geländer besteht aus Pfosten, Handlauf und Geländerfüllung. Treppengeländer müssen mindestens 90 cm hoch sein (in Arbeitsstätten 100 cm, bei Absturzhöhen von mehr als 12 m mindestens 110 cm). Sind Kinder im Haus, so sollte das Geländer so gestaltet sein, daß ein Überklettern ("Leitereffekt") erschwert wird. Füllstabgeländer sind daher Knieleistengeländern vorzuziehen. Dabei darf der Abstand von Geländerteilen in einer Richtung nicht mehr als 12 cm betragen. Neben Füllstabgeländer und Knieleistengeländer gibt es noch zahlreiche andere Geländerarten wie beispielsweise Stahlrohrgeländer, Stahlseilgeländer, Lamellengeländer oder Glasgeländer.

  • Geländerfüllung

    Geländerfüllung

    auch: Geländerfüllungen

    Als Füllung bezeichnet man im Bauwesen einen Einbauteil in eine wie auch immer geartete Rahmenkonstruktion (Beispiel Türfüllung). Bei der Treppe wird der Rahmen aus der Treppenwange, den Pfosten und dem Handlauf gebildet. Die Füllung selbst kann aus Holz- oder Glasscheiben oder anderen Materialien bestehen, es können aber auch Holz- oder Metallstäbe eingesetzt werden. Bei Stäben darf der Abstand von Stab zu Stab keineswegs weniger als 12 cm betragen, damit Kleinkinder ihre Köpfchen nicht durchstecken können.

  • Geländerstab

    Geländerstab

    auch: Geländerstäbe

    siehe Geländerfüllung

  • Gelenkarm-Markise

    Gelenkarm-Markise

    auch: Gelenkarm-Markisen, Gelenkarmmarkisen

    Von der Art der Ausführung werden Markisen unterschieden in Gelankarm-Markisen, Fallarm-Markisen und Korbmarkisen. Am meisten verkauft werden Gelenkarm-Markisen, wobei das aufgerollte Gewebe und die Gelenkarme meistens in einer geschlossenen Kassette untergebracht sind, die sich beim Ausfahren der Markise öffnet. Die "offene Gelenkarm-Markise" weist keine schützende Kassette auf. Ist eine solche jedoch vorhanden, sprechen verschiedene Hersteller statt von einer Gelenkarm- auch von einer Cassetten- oder Kasettenmarkise. Gelenkarm-Markisen sind freitragend und nur im Bereich der Tuchwelle befestigt, die Gelenkarme befinden sich direkt darunter. Sonst gibt es keinerlei Unterstützung.

  • Gemarkung

    Gemarkung

    Gemarkung (Markung) ist die Bezeichnung für ein durch Marksteine oder andere Grenzmarkierungen festgelegtes Gemeindegebiet. Die Gemarkung setzt sich aus mehreren Fluren zusammen.

  • gemischt belegter Schornstein

    gemischt belegter Schornstein

    auch: gemischt, belegte, Schornsteine

    Gemischt belegte Schornsteine sind gemeinsame Schornsteine, an die außer Feuerstätten für feste oder flüssige Brennstoffe auch Feuerstätten für gasförmige Brennstoffe angeschlossen sind. Die Einleitung der Abgase von Gasfeuerstätten in Schornsteine, an die Feuerstätten für feste oder flüssige Brennstoffe angeschlossen sind, ist dabei nur zulässig, wenn hierfür eine baurechtliche Ausnahme erteilt ist (DIN 18160-1).

  • genähtes Dach

    genähtes Dach

    auch: genähte, Dächer

    siehe genähte Deckung.

  • Genehmigungsbedürftigkeit

    Genehmigungsbedürftigkeit

    siehe Genehmigungspflicht

  • Genehmigungsbescheid

    Genehmigungsbescheid

    siehe Baugenehmigung.

  • Genehmigungsfreiheit

    Genehmigungsfreiheit

    Begriff aus dem Baurecht. In den Landesbauordnungen wird festgelegt, welche Baumaßnahmen genehmigungsfrei ausgeführt werden dürfen. Dazu zählen je nach Bundesland Gartenlauben bis zu einer bestimmten Größe, Zaunanlagen bis zu einer bestimmten Höhe usw., usf. Je nach Bundesland sind auch Wohnhausbebauungen z.B. in Kleinsiedlungsgebieten genehmigungsfrei, müssen aber dem Bauamt von einem Entwurfsverfasser angezeigt werden. Das ist in der Regel ein Architekt oder Bauingenieur, der mit der Mitteilung an die Baubehörde auch die Veranwortung dafür übernimmt, daß die Baumaßnahme den baurechtlichen Bestimmungen entspricht. Der Ausbau eines Dachgeschosses für Wohnzwecke ist übrigens in aller Regel genehmigungsfrei.

  • Genehmigungsfreistellung

    Genehmigungsfreistellung

    siehe Freistellungsverfahren

  • Genehmigungsfreistellungsverfahren

    Genehmigungsfreistellungsverfahren

    siehe Freistellungsverfahren.

  • Genehmigungspflicht

    Genehmigungspflicht

    Jede Baumaßnahme ist grundsätzlich genehmigungspflichtig bis auf eine kleine Anzahl von vom Volumen her eher geringen Maßnahmen, für die Genehmigungsfreiheit besteht. Dabei wird unter einer Baumaßnahme keinewegs nur der Neubau verstanden, sondern auch der Umbau, der Anbau, der Abbruch oder auch die Nutzungsänderung eines bestehenden Bauobjekts. Unter einer Baumaßnahme wird auch keineswegs nur der Haus- oder Gewerbebau verstanden. Auch das Aufstellen einer Fertiggarage oder einer Werbeablage zählen beispielsweise dazu. Für die "Umwidmung" einer Olmühle in ein Loft oder eines Hotels in ein Fitness-Studio muss ebenso eine Baugenehmigung eingeholt werden, wie für das Umfunktionieren von Kellerräumen in Wohnräume. Auch für das Aufbrechen einer Fassade, um eine große Schiebetüranlage zum Garten einzubauen, muss eine Baugenehmigung eingeholt werden und genauso für den Wintergarten, der an ein Haus angebaut wird. Im Zweifelsfall ist eine Gespräch mit der Baubehörde sinnvoll.

  • Genehmigungsplanung

    Genehmigungsplanung

    auch: Genehmigungsplanungen

    Die vierte Leistungsphase der in der HOAI geregelten Arbeit eines Architekten beschäftigt sich mit der Genehmigungsplanung. Sie stellt eine Fortsetzung der Entwurfsplanung im Maßstab 1:100 dar und schließt mit der Stellung des Bauantrags gemäß Bauordnung ab. In dieser Phase hat der Architekt insbesondere darauf zu achten, daß die zur Prüfung eingereichten Vorlagen und somit der Entwurf nach den öffentlich-rechtlichen Vorschriften genehmigungsfähig sind. Andernfalls sind Anträge auf Ausnahmen und Befreiungen einschließlich zugehöriger Begründungen zu stellen. Sechs Prozent der Gebühren nach HOAI werden für die Entwurfsplanung fällig.

  • Generalübernehmer

    Generalübernehmer

    Im Baugeschäft ist Generalübernehmer, wer die Vorbereitung und Durchführung eines Bauvorhabens ganz (oder teilweise) in eigenem Namen und auf eigene Rechnung, aber auf dem Grundstück des Bauherrn organisiert. Er selbst erbringt keine Bauleistungen, sondern schaltet hierfür ausschließlich Subunternehmer ein.

  • Generalunternehmer

    Generalunternehmer

    auch: Hauptunternehmer

    Ein General- bzw. Hauptunternehmer ist in der Regel ein Bauunternehmen, das gegenüber dem Bauherrn als einziger Vertragspartner bei der Durchführung eines Bauvorhabens auftritt. Für vom ihm nicht selbst erbrachten Bauleistungen schaltet er auf eigene Rechnung Subunternehmer ein.

  • Generator

    Generator

    auch: Generatoren

    Generatoren wandeln eine Energie in eine andere um. Schon zu Beginn des Industriezeitalters wurden in Gasgeneratoren Kohle oder Holz in Gas umgewandelt, die Kohle wurde also vergast. Diese Gasgewinnung hat heute im Zeitalter des Erdgases keine wirtschaftliche Bedeutung mehr. Anders ist es mit den Generatoren, in denen Diesel, Heizöl oder Benzin in elektrische Energie umgewandelt wird und die auf vielen Baustellen anzutreffen sind, siehe dazu unter Stromerzeuger.

  • Geruchsabsorption

    Geruchsabsorption

    Von Geruchsabsorption wird gesprochen, wenn unangenehme Gerüche durch bestimmte Materialien oder Stoffe aufgenommen und nicht wieder abgeben werden, weil diese z.B. durch chemische Reaktion gebunden werden. Geruchsabsorption findet man z.B. häufig bei Textilien, die dann nicht mehr so schnell nach Schweiß oder Rauch stinken. Im Baubereich gibt es auch Materialien, die zu einer Geruchsabsorption fähig sind, sogenannte Absorbervliese. Diese sorgen dafür, dass der Geruch von Zigarettenrauch, Reinigungsmittel, Kochdünste oder auch Ausdünstungen aus Wand- und Bodenbelägen oder aus Möbelstücken absorbiert, also gebunden werden.

  • Geruchsprobleme

    Geruchsprobleme

    Geruchsprobleme treten häufig bei älteren Fertighäusern auf, man spricht in diesem Fall von Fertighausgeruch. Geruchsprobleme gibt es aber auch bei Massivhäusern, denn auch dort wurden oder werden häufig Materialien verbaut, die Schadstoffe enthalten, die im Laufe der Jahre ausdünsten. Sind die Schadstoffe gesundheitsgefährdend, ist eine Schadstoffsanierung notwendig.

  • Gerüste

    Gerüste

    auch: Gerüst

    Gerüste sind Einrichtungen, von denen aus Arbeiten an der Fassade eines Bauwerk durchgeführt werden können oder die dem Schutz von Personen und Geräten dienen. Man unterscheidet daher Schutzgerüste und Arbeitsgerüste. Gerüste werden an der Baustelle vom Gerüstbauer aus Einzelteilen zusammengesetzt und nach ihrer Verwendung wieder demontiert. Gerüste bestanden früher aus Holz; in Südostasien werden sie auch heute noch aus Bambusrohren zusammen gebunden. Gerüste, wie sie heutzutage in Mitteleuropa Standard sind, bestehen aus Stahl oder Aluminium.

  • Gesamtenergiedurchlässigkeit

    Gesamtenergiedurchlässigkeit

    auch: Gesamtenergiedurchlässigkeiten

    siehe g-Wert.

  • geschlossene Bauweise

    geschlossene Bauweise

    Im Bebauungsplan kann die Bauweise als geschlossene oder offene Bauweise festgesetzt werden. In der geschlossenen Bauweise werden die Gebäude ohne seitlichen Grenzabstand errichtet, das heißt Wand an Wand (z.B. Reihenhäuser). Wenn die vorhandene Bebauung eine Abweichung erfordert, kann davon auch abgewichen werden.

  • Geschoss

    Geschoss

    auch: Geschosse

    Wenn im öffentlichen Baurecht von Geschossen die Rede ist, geht es fast ausschließlich um Vollgeschosse. Bei einem Dachgeschoss handelt es sich allerdings nicht zwangsläufig um ein Vollgeschoss.

  • Geschoßbalkenlage

    Geschoßbalkenlage

    auch: Geschoßbalkenlagen

    Als Geschoßbalkenlage wird die Balkenlage bezeichnet, die zwei Geschosse voneinander trennt.

  • Geschossfläche

    Geschossfläche

    auch: Geschosßäche, Geschoßflächen, Geschossflächen

    Summe der Flächen aller Vollgeschosse nach den Außenmaßen der Gebäude zuzüglich der Flächen der in Dach- und Kellergeschossen zugelassenen Aufenthaltsräume einschließlich ihrer Umfassungswände.

  • Geschossflächenzahl

    Geschossflächenzahl

    auch: Geschoßflächenzahl

    Die Geschossflächenzahl gibt an, wieviel Quadratmeter Geschossfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche zulässig sind. Hat das Grundstück beispielsweise eine Fläche von 500 m² und die GFZ beträgt 0,5 darf das Gebäude, verteilt auf alle Geschosse, höchstens eine Fläche von 250 m² haben.

  • Geschosshöhe

    Geschosshöhe

    auch: Geschosshöhen

    Die Geschosshöhe ist der senkrechte Abstand zwischen der Oberkante Fußboden eines Geschosses und der Oberkante Fußboden des darüberliegenden Geschosses. Das Maß umfaßt die Gesamtdicke der Geschossdecke plus Deckenputz und Fußbodenaufbau plus lichte Raumhöhe. Sie ist vor allem für die Treppenbauer von besonderer Wichtigkeit, weil ein Treppenpodest mm-genau mit der Geschossdecke des oberen Geschosses abschließen muss. Die Geschosshöhen liegen in der Regel zwischen 2,60 und 3,20.

  • Gespärre

    Gespärre

    Als Gespärre bezeichnet der Zimmermann ein aus zwei einander gegenüberliegenden Sparren gebildetes Sparrenpaar.

  • Gestaltungssatzung

    Gestaltungssatzung

    auch: Gestaltungssatzungen

    Zu den Hoheitsaufgaben der Gemeinden und Städte gehört, Baugebiete auszuweisen und Bebauungspläne zu entwickeln, die sich wiederum an die Vorgaben eines (möglicherweise ortsübergreifenden) Flächenutzungsplans halten müssen. Auch sind die Kommunen berechtigt (und machen davon auch üblicherweise Gebrauch), sog. Gestaltungssatzungen festzulegen. Solche Satzungen betreffen häufig die innerstädtische Bebauung bzw. Restaurierung alter Gebäude, wobei den Bauherren erhebliche Grenzen in der architektonischen Gestaltung auferlegt werden können. Gestaltungssatzungen regeln z.B. die Gliederung und Höhe der Baukörper, die Höhe der Geschosse, das Material und die Farben der Fassaden, die Dachgestaltung, aber auch die Frage, ob Antennen, Markisen oder Rolladen angebracht werden dürfen. An diese Vorgaben muss sich der Bauherr halten, sonst kann die Kommune einen Rückbau verwaltungsgerichtlich durchsetzen.

  • gestemmte Treppe

    gestemmte Treppe

    auch: gestemmten, Treppe, gestemmte, Treppen
    gesttreppe.jpg

    Gestemmte Treppen sind eine Bauform der Wangentreppe. Sie haben Tritt- und Setzstufen, die Stufen sind also geschlossen. Sowohl die Trittstufen als auch die Setzstufen sind in die Wangen eingefräst. Oben sind die Setzstufen in die Unterfläche der Trittstufen eingenutet. Unten läuft die Setzstufe meist hinter der Trittstufe vorbei und wird mit dieser durch Nägel oder Schrauben verbunden.

  • Gesteuerte Armaturen

    Gesteuerte Armaturen

    auch: Armatur

    Man unterscheidet hydraulisch gesteuerte Armaturen und berührungslose Armaturen. Hydraulisch gesteuerte Armaturen öffnen und sperren den Wasserdurchfluss durch Wasserdruck. Bei der Mehrzahl der Armaturen wird der Vorgang des Öffnens von Hand eingeleitet. Nach einer bestimmten Zeit schließen sie selbsttätig, weshalb sie auch als Selbstschlussarmaturen bezeichnet werden. Hydraulisch gesteuerte Armaturen findet man an WC's und Urinalen, aber auch bei Auslaufventilen oder Mischbatterieen an Waschtischen und Duschen in öffentlichen Sanitärräumen oder Sportanlagen. Bei berührungslosen Armaturen wird die Wasserabgabe elektronisch gesteuert. Eine Annäherungselektronik erfasst Hände oder andere Körperteile und läßt das Wasser sprudeln, ohne dass die Armatur berührt werden muss. Diese Armaturen bieten ein Höchstmaß an Hygiene. In Großküchen, Metzgereien, milchverarbeitenden Betrieben und im Bereich der Medizin ist der Einbau berührungsloser Armaturen daher vorgeschrieben.

  • Gewächshaus

    Gewächshaus

    auch: Gewächshäuser
    gewaechshaus.jpg

    Gewächshäuser dienen der regengeschützten Aufzucht von Pflanzen. Sie bestehen in der Regal aus einem Grundgerüst aus Metall, das mit lichtdurchlässigen Hohlkammerplatten ausgefüllt ist. Da sich bei Sonnenschein ein Gewächshaus relativ schnell erwärmt, sollte eine Möglichkeit der Belüftung bestehen. Diese wird meist mit Dach- oder Giebelfenstern realisiert. Diese Fenster werden meist mit manuellen, aber auch mit thermostatgesteuerten Ausstellern betrieben. Wer ein Gewächshaus anschaffen will, sollte vorher klar entscheiden, wie er es nutzen will, entweder ganzjährig als so genanntes Warmhaus bzw. Treibhaus ( nachts, mind. 17-18° C, tagsüber 23-25 °C), als temperiertes Gewächshaus ( nachts mind. 10°, tagsüber um 15 °c) oder als Kalthaus, das bei Bedarf frostfrei gehalten wird. Bei einem Warmhaus ist ein erheblicher Energieaufwand nötig, der durch die Auswahl eines hochwertigen Gewächshauses mit thermisch getrennten Profilen in Verbindung mit Doppelstegplatten deutlich gesenkt werden kann.

  • Gewährleistung

    Gewährleistung

    Architekt und Bauunternehmer haben zeitlich befristet für die ordnungsgemäße und vertragsgemäße Erfüllung ihrer Leistungspflichten einzustehen (= Gewährleistung). Die Frist dafür ist gesetzlich oder einzelvertraglich begrenzt. Nach dem BGB beträgt die Gewährleistungsfrist 5 Jahre, nach der VOB 2 Jahre nach erfolgter Abnahme oder entsprechenden Vorgängen, z.B. der Schlusszahlung. Innerhalb der Gewährleistungsfrist hat der Auftraggeber einen Anspruch auf Beseitigung von Mängeln (Baumangel), die auf eine vertragswidrige Leistung zurückzuführen sind.

  • Gewässerhaftpflichtversicherung

    Gewässerhaftpflichtversicherung

    auch: Gewässerhaftpflichtversicherungen, Gewässer-Haftpflichtversicherung, Gewässer-Haftpflichtversicherungen

    deckt die Schäden ab, die beispielsweise bei Grundwasserverseuchung auftreten können, wie Ihr Heizöltank undicht geworden ist.

  • Gewebetapete

    Gewebetapete

    auch: Gewebetapeten

    siehe Textiltapete.

  • gewendelte Treppen

    gewendelte Treppen

    siehe einläufige Treppen.

  • Gewerk

    Gewerk

    auch: Gewerke

    Die fachspezifischen Handwerker, die an einem Bauvorhaben mitwirken, vertreten alle ein eigenes Gewerk. Der Begriff hat sich aus dem Zunftwesen entwickelt, in dem streng geregelt war, welcher Handwerker welche Tätigkeit ausüben durfte. Die Handwerksordnung baut im Prinzip auf diesem Zunftwesen auf und geht davon aus, dass nur der Geselle oder Meister eines Gewerks in diesem seinem Gewerk tätig sein darf und gerade wegen dieser Spezialisierung eine besonders gute Leistung erbringt. Inzwischen ist die Handwerksordnung insofern gelockert, als ein Installateur, der beispielsweise im Bad eine Wand aufstemmt, auch die Neuverlegung der Fliesen durchführen darf, (wenn er es denn will). Klassische Baugewerke sind z. B. das Tischler-, Zimmermanns-, Maurer-, Maler- oder Klempnerhandwerk. Modernere Gewerke sind z. B. das Bodenlegerhandwerk oder der Trockenbau.

  • GFK-Tank

    GFK-Tank

    auch: GFK-Tanks

    siehe Heizöl-Lagertank

  • GFZ

    GFZ

    Abkürzung für Geschossflächenzahl

  • Giebel

    Giebel

    Unter dem Giebel wird meist die dreieckige Fläche an der Stirnseite eines Hauses mit Satteldach verstanden. Diese Fläche wird durch die drei Eckpunkte Dachfirst und die beiden Traufen begrenzt. Neben diesem Dreieckgiebel gibt es aber, je nach Dachform auch andere Giebelarten wie der segmentförmige oder abgetreppte Giebel. Meist ist der Giebel mit einem Giebelfenster versehen.

  • Giebeldach

    Giebeldach

    auch: Giebeldächer

    Bei einem Giebel siehe Satteldach, bei zwei oder mehreren Giebeln siehe Paralleldach.

  • Giebelelement

    Giebelelement

    auch: Giebelelemente

    Darunter wird im Fensterbau eine Fenster-Tür-Anlage verstanden, die sich der Giebelform eines Steildachs anpassen und die aus zwei Fensterrahmen und einer dazwischen eingebauten Balkontür besteht. Üblicherweise wird die Balkontür neben der normalen Drehfunktion auch mit einer Kippstellung ausgestattet. Bauelement, das der Lichtzuführung und Belüftung eines Gebäudes dient. Die Blendrahmen(% und (%Flügelrahmen eines Fensters können aus unterschiedlichen Materialien bestehen wie Kunststoff, Holz, Aluminium oder der Materialkombination Holz-Aluminium. Der "Flügel selbst besteht immer aus Glas. Fenster müssen nicht nur hinsichtlich ihrer Rahmen und ihrer Verglasungsart der EnEV (Energieeinsparverordnung) entsprechen, sondern auch hinsichtlich ihres Einbaus und der Dichtigkeit der Maueranschlußfugen.

  • Giebelfenster

    Giebelfenster

    Das Giebelfenster ist ein meist kleines Fenster im Giebel. Es gibt sie in vielen Variationen vom runden bis rechteckigen Fenster. Es dient zur Lüftung und Belichtung des Dachraums. Ist das Dachgeschoss ausgebaut, fällt das Giebelfenster naturgemäß größer aus als wenn der Dachboden nicht ausgebaut ist. Früher diente ein Giebelfenster auch häufig als Fassadenschmuck.

  • Giebelgaube

    Giebelgaube

    auch: Satteldachgaube, Giebelgauben
    giebelg.gif

    Seit dem Mittelalter bekannte Form einer Gaube mit einem Satteldach. Diese Gauben werden daher auch als Satteldachgauben bezeichnet.

  • Gilardoniziegel

    Gilardoniziegel

    siehe Rautenfalzziegel.

  • Gips

    Gips

    auch: Gipse

    Gips ist das Produkt der Reaktion von Calcium (Kalk) mit Sulfat-Ionen. Dieser Prozess kann sowohl in der Natur (natürliche Gipsvorkommen, z.B. am Rande des Mittelgebirges Harz) als auch z.B. bei der chemischen Herstellung von organischen Säuren (z.B. Zitronensäure) erfolgen. In der Industrie fällt Gips bei der Rauchgasentschwefelung an. Bei der Zementherstellung reguliert Gips die Erstarrungszeit. Als Baugips ist er Bindemittel für Putz- und Estrichmörtel. Bei Baugipsen unterscheidet man Stuckgips, Putzgips oder Marmorgips. Gips ist feuchtigkeitsempfindlich und ist daher nur für den Innenbereich geeignet. Zudem ist Gips wichtiger Bestandteil von Gipskartonplatten, Gipsfaserplatten und Gips-Wandbauplatten.

  • Gipsbauplatte

    Gipsbauplatte

    auch: Gipsbauplatten

    Zur Gruppe der Gipsbauplatten zählen vor allem Gipskartonplatten und Gipsfaserplatten.

  • Gipsfaserplatte

    Gipsfaserplatte

    auch: Gipsfaserplatten
    gipsfaserplatte.jpg

    Gipsfaserplatten sind neben Gipskartonplatten die gebräuchlichsten Ausbauplatten im Innenbereich. Sie werden aus einem Gemisch von Gips und Zellulosefasern hergestellt und haben, im Gegensatz zu Gipskartonplatten, keine Ummantelung. Die Anwendungsbereiche jedoch sind grundsätzlich die gleichen. Gipsfaserplatten dienen als Wand- und Deckenbekleidung, als Decklage von Unterdecken sowie für die Bekleidung von Montagewänden. Sie sind nicht brennbar und können auch in Feuchträumen verwendet werden. In der modernen Holzrahmenbauweise und beim Fertighausbau finden homogene und schwere Gipsfaserplatten als mittragende oder aussteifende Beplankungen Verwendung. Das Zuschneiden der Platten erfolgt durch Sägen. Bei Platten bis 15 mm Dicke ist auch Ritzen mit einem speziellen Plattenreißer und Brechen möglich. Die Platten können weiter durch Bohren und Schleifen bearbeitet werden. Durch Fräsen lassen sich profilierte Kanten herstellen. Gipsfaserplatten sind für das Befestigen mittels Schrauben, Klammern und Nägeln geeignet. Mitunter werden auch rückseitig aufgebrachte Klemm- und Hängesysteme verwendet.

  • Gipskarton-Akustikplatte

    Gipskarton-Akustikplatte

    auch: Gipskarton-Akustikplatten

    Gipskarton-Akustikplatten zählen zu den Gipskartonplatten. Im Unterschied zu anderen Gipskartonplatten sind sie allerdings in verschiedenen Variationen gelocht oder geschlitzt. Durch die Wahl der Loch- und Schlitzbilder läßt sich die gewünschte akustische Raumwirkung erzielen. Die Platten tragen zu einer raumspezifischen Nachhallzeitregelung bei. Wegen ihrer unterschiedlichen Perforationsmuster werden sie oft, unabhängig von ihren akustischen Eigenschaften, als besonderes Gestaltungsmittel für den Deckenbereich eingesetzt.

  • Gipskartonplatte

    Gipskartonplatte

    auch: Rigipsplatte, Gipskartonplatten, Gipskarton-Platte, Gipskarton-Platten
    gipskartonplatte.jpg

    Sehr gerne zum Innenausbau verwendet werden Gipskartonplatten. Sie bestehen aus einem Gipskern, der mit Karton ummantelt ist. Die meisten Platten haben auf der Sichtseite eine abgerundete Längskante, die das Verspachteln der Fugen erleichtert. Je nach Einsatzbereich werden von den Herstellern verschiedene Varianten angeboten. So gibt es spezielle Gipskarton-Feuerschutzplatten, Gipskarton-Putzträgerplatten, Gipskarton-Akustikplatten oder beschichtete Gipskartonplatten. Gipskartonplatten sind nach dem Anritzen des Kartons einfach zu brechen und leicht durch Sägen, Fräsen und Bohren zu bearbeiten. Durch Einfräsen einer Kerbe bis auf den äußeren Karton können die Platten zu sauberen Kanten geknickt werden. Im feuchten Zustand lassen sich in Vorrichtungen runde und gebogene Formen herstellen. Gipskartonplatten werden üblicherweíse durch Schrauben (ohne Vorbohren) oder Ansetzmörtel befestigt. Abhängig vom Untergrund ist auch Nageln, Klammern und Leimen möglich. Auf Gipskartonplatten können nach Herstellerangaben geeignete Anstriche, Tapeten und keramische Beläge aufgebracht werden.

  • Gipsmarke

    Gipsmarke

    auch: Gipsmarken

    Gipsmarken bzw. Rissmarken sind einfache Hilfsmittel zur Kontrolle von Rissuferbewegungen. Dabei wird ein Streifen aus Gips quer über den zu dokumentierenden Riss auf sauberen, festen Untergrund aufgetragen und mit einer Linienmarkierung und dem Anbringungsdatum versehen. Jede Rissaufweitung führt zum Reißen der Gipsmarke, wobei sich das Maß der Rissbewegung aus dem Abstand der Rissufer und dem Versatz der Linienmarkierung ersehen lässt. Rissveringerungen zeigen sich als Zerstörung oder Ablösung der Gipsmarke. Vor jeder Kontrolle der etwaigen Rissveränderung ist dabei durch Abklopfen zu prüfen, ob die Gipsmarke noch fest auf dem Untergrund haftet.

  • Gipsputz

    Gipsputz

    auch: Gipsputze

    Gipsputze sind Mörtel der Mörtelgruppe IV und eignen sich als Wand- und Deckenputze für sämtliche Innenräume, die nicht dauernder Feuchtigkeitsbelastung ausgesetzt sind. Gipsputze sind in der Lage, die anfallenden Oberflächenfeuchtigkeit aufzunehmen und bei klimatischen Änderungen wieder abzugeben. Demgegenüber sind sie gegen Spritzwasser und ständige Durchfeuchtungen empfindlich. Gipsputze eignen sich besonders gut bei erhöhten Anforderungen in Bezug auf lot- und fluchtgerechte Flächen und/oder wenn diese Flächen anschließend mit Stuckmarmor oder anderen Stuckverzierungen versehen werden sollen. Die gleichmäßigen Eigenschaften der zu verwendeten Gipse ermöglichen die zuverlässige und fachgerechte Verarbeitung. Aufgrund der Tatsache, dass diesen Mörtel nur noch Wasser zugegeben werden muss, ist das Risiko von Mischfehlern oder falschen Mischungsverhältnissen auf ein absolutes Minimum reduziert bis ausgeschlossen.

  • Gipsspachtelmasse

    Gipsspachtelmasse

    auch: Gipsspachtelmassen

    Ausgleichsmasse auf Gipsbasis. Gipsspachtelmassen werden mit Zusätzen von Zelluloseleim oder wasserlöslichen Kunstharzen in Pulverform geliefert und mit Wasser angeteigt. Sie sind nur für den Innenbereich geeignet und werden zur Glättung schadhafter Putzflächen und zur Herstellung glatter Untergründe verwendet. Gipsspachtelmassen eignen sich zudem zum vollflächigen Glätten sowie zum Verkleben und Verfugen von Gipskarton- und Gipsfaser-Platten auch ohne Bewehrungsstreifen.

  • Gips-Wandbauplatten

    Gips-Wandbauplatten

    auch: Gips-Wandbauplatte, Gipswandbauplatten, Gipswandbauplatte
    gips_wbplatten.jpg

    Bauplatten aus Gips für den Innenausbau, die im Gegensatz zur Gipskartonplatte keine Trägerkonstruktion benötigen. Die Platten können einfach zu stabilen Trennwänden zusammengesetzt werden. Bei einem zweischaligen Aufbau werden sehr gute Wärmedämm- und Schallschutzwerte erreicht. Gips-Wandbauplatten verfügen über eine hohe Dampfdiffusionsfähigkeit und bieten einen sehr guten Brandschutz. Kleinere Maueröffnungen können nachträglich gesägt werden (siehe Foto). Bei Türöffnungen ist üblich, zuerst die Zarge aufzustellen und dann die Wand aus Gipsplatten anzubauen.

  • Gittermattenzaun

    Gittermattenzaun

    auch: Gittermattenzäune
    gitter.gif

    Gittermatten bestehen aus waagerecht verlaufenden, gelochten, U-förmigen Stahlprofilen und senkrecht durchgesteckten und verschweißten Rundstäben, in der Regel 6 mm stark. Je enger die Maschenweite, je geringer die Möglichkeit, den Zaun zu übersteigen. Aus diesem Grund können die senkrechten Gitterstäbe auch über das oberste U-Profil hinausragen. Die Gitterhöhe kann sehr unterschiedlich sein und zwischen 63 und 243 cm betragen. Gittermattenzäune werden zur Abgrenzung von Sportstätten und überall dort eingesetzt, wo der Zutritt unbefugter Personen verhindert werden soll.

  • Gitterrost

    Gitterrost

    Gitterroste sind tragfähige, plattenförmige Körper, deren Flachseiten viele durchgehende Öffnungen in regelmäßigen Abständen besitzen. Sie bestehen aus Tragstäben und Verteilerstäben aus Flachstahl. Die Tragstäbe übertragen die Last auf das Auflager. Gitteroste finden im Baubereich vielfach Anwendung, z.B. als Lichtschachtabdeckung, Zwischendecken,Treppenstufen oder Podeste. Gründe für ihre Verwendung sind ihre gute Licht- und Luftsurchlässigkeit, ihre hohe Tragfähigkeit bei geringem Eigengewicht, ihr einfacher Ein- und Ausbau, ihre vergleichsweise rutschhemmende Oberfläche und der Umstand, dass Flüssigkeiten und Schmutz sich nicht ablagern können. Man unterscheidet Schweisspressroste, Pressroste und Einsteckroste. Bei den Schweissrosten sind die Querstäbe, meist verdrillte Vierkantstäbe, in die Tragstäbe eingepresst und an jedem Knotenpunkt verschweißt sind. In die geschlitzten Tragstäbe der Pressroste werden ungeschwächte Querstäbe mit hohem Druck eingepresst. Der hohe Druck und die Schlitzausbildung der Tragstäbe garantieren ein festes, verwindungssteifes Gittergefüge. Bei Einsteckrosten sind entweder nur die Tragstäbe oder die Trag- und Querstäbe (Verteilerstäbe) geschlitzt. Die feste Verbindung wird dabei durch Formschluss oder Verschweissen geschaffen.

  • Glas

    Glas

    auch: Gläser

    Die Geschichte des Glases geht weit in die Vorzeit zurück. Schon 1.500 Jahre vor unserer Zeit hatte Glas eine beachtliche Bedeutung. Zur Glasherstellung gibt es mehrere Verfahren. Fensterglas ist heute zum überwiegenden aus Floatglas. Floatglas wird aus Quarzsand, Sulfat, Soda, Dolomit und Feldspat hergestellt. Diese Zutaten werden in der richtigen wird bei etwa 1.500 °C zum Schmelzen gebracht. Die auf 1.000 °C abgekühlte Glasschmelze "schwimmt" auf einem beheizten Zinnbad. So erhält sie eine ebene Oberfläche, bevor sie zum Abkühlen zum Band erstarrt. Durch Walzen wird das Glasband auf die gewünschte Dicke gezogen, weiter abgekühlt und in Tafeln zerteilt. Das so hergestellte Spiegelglas gehört zu den Flachglasarten. Nach Art der Verwendung unterscheidet man Wärmeschutzglas, Schallschutzglas, Brandschutzglas oder Isolierglas. Durch Beimengungen von Glasbildnern (vorwiegend Oxide) kann Glas in seinen Eigenschaften verändert werden. So wird durch Boroxid und Aluminiumoxid die Widerstandsfähigkeit gegen chemisch wirksame Stoffe und große Hitze erhöht (Stichwort Jenaer Glas). Bei Beimengung von Schwermetalloxiden erhält man gefärbte Gläser, wie Flaschenglas (durch Eisenoxid), Kobaltglas (durch Kobaltoxid), Rubinglas (feinstes verteiltes Gold) und Kristallglas (durch Bleioxid), das die Lichtbrechung erhöht. Die drei großen Gruppen, auf die rund 95 Prozent des erschmolzenes Glases entfallen, sind Kalknatronglas, Bleiglas und Borosilicatglas.

  • Glasbaustein

    Glasbaustein

    auch: Glasbausteine

    siehe Glasstein

  • Glasdach

    Glasdach

    auch: Glasdächer

    Glasdächer sind häufig bei Hallenbauten oder als Überdachung von Innenhöfen oder Passagen anzutreffen. Der überglaste Bereich wirkt im Winter als Pufferzone und reduziert den Wärmeverlust der anschließenden Gebäude. Glasdächer sorgen für eine natürliche Belichtung der darunter liegenden Räume ebenso wie für die Nutzung solarer Energiegewinne durch ein entsprechendes Lüftungskonzept. Zu beachten sind Maßnahmen gegen die sommerliche Überhitzung, wie ausreichender Sonnenschutz auf den Dachflächen. Zur Lüftung sollten mindestens 6 - 10% der Dachfläche zu öffnen zu sein. Bei den zu verwendenden Scheiben ist auf die Bruchsicherheit zu achten. So sollte an der Rauminnenseite Verbund-Sicherheitsgla und gegebenenfalls als äußere Scheibe Einscheiben-Sicherheitsglas verwendet werden. Glasdächer können mit aktiven Solaranlagen, wie z.B. Photovoltaik ausgestattet werden.

  • Glasdachstein

    Glasdachstein

    auch: Glasdachziegel, Glasdachsteine

    Glasdachsteine bzw. Glasdachziegel werden aus Pressglas hergestellt. Sie dienen der Belichtung und Bedeckung von nicht bewohnten Dachräumen. Heute gibt es fast zu jedem Dachstein bzw. Dachziegel einen Glasdachstein, der je nach Bedarf in die Dachfläche eingesetzt werden kann.

  • Glasdachziegel

    Glasdachziegel

    siehe Glasdachstein.

  • Glaser

    Glaser

    auch: Fensterbauer

    Glaserinnen bzw. Glaser erlernen ihr Handwerk in einer dreijährigen Ausbildung. Sie arbeiten sowohl im technischen als auch im künstlerischen Bereich. Zur Vorbereitung ihrer Arbeit fertigen sie Entwürfe an. Ihre Tätigkeit reicht vom Verglasen von Fenstern, Türen, Schaufenstern und Vitrinen bis zum Rahmen von Bildern und Montieren von Spiegeln. Auch anspruchsvolle Kunstverglasungen nehmen sie vor, indem sie bei Kirchenfenstern die Farbglasteile mit Blei- und Messingsprossen verbinden. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Glasveredelung durch Gravur- und Schleifarbeiten. In einigen Regionen ist die Grenze vom Glaser zum Fensterbauer fließend. Zu den Aufgaben gehören Rahmenkonstruktionen aus Holz, Aluminium und Kunststoff bzw. aus diesen Werkstoffkombinationen. In diesem Beruf kommt es nicht nur auf die Fähigkeiten in der Verarbeitung an, sondern auch auf Kenntnisse über Trends der Zeit. Denn Glas nimmt eine immer bedeutendere Rolle am Bau ein.

  • Glasgeländer

    Glasgeländer

    glasgelaender.jpg

    Bei einem Glasgeländer besteht die Füllung aus Glas bzw. Plexiglas. Der Handlauf kann, wie auf der Abbildung, aus Edelstahl, Holz oder Aluminium gearbeitet sein. Das Glas wird zwischen senkrechten Pfosten eingespannt. Es kann aber auch im Boden befestigt sein.

  • Glasrahmentür

    Glasrahmentür

    auch: Glasrahmentüren
    glasrahmentuer.jpg

    Die Glasrahmentür ist eine Glastür mit einem Rahmen, in den eine Glasfüllung eingesetzt wird. Sie ist demnach nicht komplett aus Glas. Das Licht kann je nach Wahl der Glasart ungehindert oder beispielsweise durch ein satiniertes Glas "abgesoftet" in den Raum eindringen. Der Begriff ist in diesem Sinne missverständlich, dass es bei der Glasrahmentür eben nicht um eine Tür mit Glasrahmen, sondern mit Glasfüllung handelt. Der Rahmen wird in der Regel aus Holz gefertigt. Glasrahmentüren findet man häufig auch bei Möbelstücken.

  • Glasschiebetür

    Glasschiebetür

    auch: Glasschiebetüren
    glasschiebetuer.jpg

    Glasschiebetüren sind, wie bereits der Name sagt, Schiebetüren, die fast vollkommen aus Glas bestehen. Sie können überall dort verwendet werden, wo es auf eine besondere Optik ankommt und das natürliche Tageslicht zum Einsatz kommen soll. Glasschiebetüren findet man beispielsweise häufig in Arztpraxen, aber auch im Eingangsbereich von Privathäusern. Auch begehbare Kleiderschränke können mit einer Glasschiebetür ausgestattet sein. Es kommen unterschiedliche Arten von Glas wie Ornamentglas oder satiniertes bzw. geätztes Glas zum Einsatz. Befestigt werden Glasschiebetüren häufig in einer hängenden Konstruktion, die unten bis auf eine kleine Führungshalterung vollkommen frei hängt. Somit gibt es keine unteren Lauf- oder Schmutzschienen. Die obere Halteschiene kann in der Decke oder an der Wand montiert werden.

  • Glasschiebewand

    Glasschiebewand

    auch: Glasschiebewände
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    Getrennt und doch vereint. Unter diesem Motto könnte die Glasschiebewand stehen. Anders als bei der Glasschiebetür ist bei der Glasschiebewand nicht nur ein Teil der Wand mit einem Schiebeelement ausgestattet. Glasschiebewände trennen zum Beispiel den Wintergarten vom Wohnbereich, andere Wohnräume oder Räume in Gewerbebauten. Glasschiebewände können auch mit einem Motor versehen sein, so dass sie sich automatisch öffnen und schließen lassen. Mit satiniertem oder geätztem Glas kann dabei eine freie Durchsicht verhindert werden. Glasschiebewände bestehen meist aus einzelnen Wandelementen und/oder Türelementen, die zu einer festen Glastrennwand zusammengefahren werden.

  • Glassprossenfenster

    Glassprossenfenster

    siehe Sprossenfenster.

  • Glasstein

    Glasstein

    auch: Glassteine
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    Ob als lichtdurchflutete Raumtrennung, als komplette Duschecke oder als Fliesenersatz: Glassteine eröffnen nahezu in jedem Bereich des Bauens ungeahnte Möglichkeiten, weil sie lichtdurchlässig und pflegeleicht sind. Sowohl in der Küche und im Bad, als auch im Wohn- und Arbeitsbereich kommen die Steine zur Anwendung. Auch im Außenbereich sind Glassteine eine willkommene Gestaltungsalternative zu herkömmlichen Baustoffen - vor allem deshalb, weil es sie in vielen Farbvarianten gibt. Glasbaustein und Glasstein sind im übrigen ein- und dasselbe. Die Industrie bemüht sich jedoch, den Begriff des "Bausteins" zu eliminieren, da Glassteine keine Bausteine sind, also auch keine baustatischen Anforderungen hinsichtlich der Tragfähigkeit erfüllen, sondern "nur" Gestaltungselemente sind.

  • Glastreppe

    Glastreppe

    auch: Glastreppen

    Während Treppen mit gläsernen Geländern häufiger in Häusern zu finden sind, bleiben Treppen, die komplett aus Glas gestaltet sind, eher eine Rarität. Die reine Glastreppe gibt es nicht, da "Glastreppen" aus einer gekonnten Mischung diverser Materialien bestehen. Meist sind Glastreppen aus Plexiglas gefertigt.

  • Glastür

    Glastür

    auch: Ganzglastür, Glastüren
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    Bei Glastüren wird zwischen Ganzglastüren und Türen mit Glasfüllung unterschieden. Als Glas kommt beispielsweise Floatglas, Strukturglas oder siebbedrucktes Glas mit unterschiedlichen grafischen Musterungen zum Einsatz. Dieses kann man mit verschiedenartigen Beschlägen (siehe Glastürscharniere, Glastürbänder, Glastürschloss) frei kombinieren. Auch in Verbindung mit anderen Materialien wie Aluminium, Stahl oder Holz entstehen wahlweise harmonische Effekte oder bewusste Kontrapunkte. Die Anwendungsmöglichkeiten von Glastürem reichen von der Zimmertür über die Pendel- und Anschlagtür bis hin zur Schiebetür. Auch nachträglich lässt sich ein Einbau von Ganzglastüren in bereits vorhandene Zargen problemlos durchführen.

  • Glasversicherung

    Glasversicherung

    auch: Glasversicherungen

    sehr sinnvolle Versicherung bei Glasbruch an Fenstern und Türen.

  • Glaswaschtisch

    Glaswaschtisch

    auch: Glaswaschtische
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    Glaswaschtische bestehen aus bis zu 20 mm starkem Floatglas, welches auf Format geschnitten wird. Dabei werden entweder kreisförmige, ovale oder andersartige Ausschnitte hergestellt, in die Waschbecken aus Keramik, Emaille oder Edelstahl eingelassen werden. In die Gruppe der Glaswaschtische gehört auch der Ganzglaswaschtisch.

  • Glaswolle

    Glaswolle

    Glaswolle wird zusammen mit der Steinwolle zu dem Oberbegriff Mineralwolle zusammengefasst. Glaswolle besteht im Gegensatz zur Steinwolle zu einem Großteil aus Altglas. Bei der Herstellung entsteht ein Gespinst, das unverrottbar und gegen Schimmel, Fäulnis und Ungeziefer resistent ist. Zur Feuchte- und Formstabilisierung der Fasern werden Kunstharzbinder verwendet. Bei Glasfasern werden zwischen 4 bis 8 %, bei Steinwolle 0,7 bis 3,2 % Gewichtsanteile Phenolformaldehydharz eingesetzt. Beim Kauf von Glaswolle-Dämmstoffen ist auf Produkte mit dem Hinweis "KI 40" und auf das Umweltzeichen "Blauer Engel" zu achten. Produkte, die mit dem RAL-Gütezeichen "Erzeugnisse aus Mineralwolle" versehen sind, erfüllen ebenfalls das Kriterium von "KI 40". Die Verwendung ist bei Glaswolle und Steinwolle identisch. Näheres daher unter dem Stichwort Mineralwolle.

  • Gleichgewichtsfeuchte

    Gleichgewichtsfeuchte

    Wassergehalt von Holz in Luft bei konstanter Temperatur und Luftfeuchte.

  • Gleichstrom

    Gleichstrom

    Strom fließt nur in einer Richtung mit gleich bleibender Stärke. Beispiele sind Batterie, Akku, Stromversorgung elektrischer und elektronischer Geräte, Fernsehbildröhre. Gleichstrom hat bei der Übertragung, mit der gleichen Spannung wie Wechselstrom, über große Entfernungen geringere Übertragungsverluste gegenüber Wechselstrom, weil induktive Widerstände durch Selbstinduktion nicht auftreten.

  • Gleitstange

    Gleitstange

    Die Gleitstange ist eine Stange aus Metall, die an der Duschwand befestigt wird. An ihr wird wiederum die Handbrause befestigt, die an der Stange nach oben und unten gleiten kann.

  • Gleittür

    Gleittür

    auch: Gleittüren

    Von Gleittüren spricht man nur, wenn man die Schiebetüren in Duschkabinen fachlich richtig bezeichnen will. Duschkabinen, die mit Gleittüren ausgestattet sind, gelten als preiswerte Variante dieser Spezies. Die Aluminiumrahmen gleiten in mit Kunststoff ausgekleideten Führungsschienen. Um diese reinigen zu können, muss die Gleittür ausgehangen werden, was ohne Mühe möglich ist. Dennoch sind gerade diese Führungsprofile ideale Brutstätten für den Schimmelpilz.

  • Gliederbogen

    Gliederbogen

    auch: Gliederbögen

    Zur Überbrückung von Traufenüberständen können bei den Regenfallleitungen Gliederbogen eingesetzt werden. Diese bestehen aus zusammengelöteten einwärts oder auswärts geschwungenen Rohrteilstücken.

  • Glockendach

    Glockendach

    auch: Glockendächer
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    Das Glockendach besitzt eine haubenförmige Dachform mit geschweiftem Umriss. Die Dachflächen sind im oberen Teil konvex, im unteren Teil konkav geschweift. Beim Zwiebeldach verhält sich das genau umgekehrt.

  • Glühbirne

    Glühbirne

    auch: Glühbirnen

    siehe Glühlampe.

  • Glühlampe

    Glühlampe

    auch: Glühlampen

    Glühlampen, häufig als Glühbirnen bezeichnet, obwohl die Form unterschiedlich sein kann, bestehen aus einem Wendel aus Wolframdraht, einem Glaskolben und einem Sockel. Der Wolframdraht ist einfach oder doppelt gewendelt und kann bis zu einem Meter lang sein. Im Inneren des Glaskolbens befindet sich entweder ein Vakuum oder eine chemisch inaktive Gasatmosphäre. Meist handelt es sich hierbei um ein Gasgemisch aus Stickstoff und den Edelgasen Argon oder Krypton. Durch das Edelgas wird bei gleichem Stromverbrauch mehr Licht erzeugt. Der größte Teil der Energie geht jedoch als Wärme verloren. Bei einer normalen Glühlampe wird nur etwa 5 Prozent der eingesetzten Energie in Licht umgewandelt. Die Lebensdauer einer Glühlampe wird mit 1.000 Stunden beziffert. Bei der im Privathaushalt üblichen Brenndauer von etwa 3 Stunden pro Tag, muss die Glühbirne somit einmal im Jahr ausgetauscht werden. Dabei hat das häufige Ein- und Ausschalten des Lichts, ganz im Gegensatz zur Energiesparlampe, keinen Einfluß auf die Lebensdauer der Glühlampe. Um die Hälfte verkürzt wird die Lebensdauer jedoch durch eine konstante Überspannung von 5%. Sie beträgt demnach nur noch 500 Stunden. Normalerweise sind Glühlampen für eine Netzspannung von 230 V ausgelegt. Liegt die Netzspannung ständig darüber, fallen die Glühlampen schneller aus. Abhilfe schafft eine Glühlampe für 240 V oder das Vorschalten eines Dimmers (Standard-Phasenanschnitt-Dimmer).

  • Glühverlust

    Glühverlust

    auch: Glühverluste

    Der Glühverlust bezeichnet den Anteil an organischer Substanz einer (Boden-) Probe. Um ihn zu bestimmen, wird die Probe bei Temperaturen größer 500°C (bei Brennstoffen nach DIN 815°C, bei z.B. Deponieabfällen 550°C) so lange geglüht, bis keine Gewichtsabnahme mehr festzustellen ist. Die Differenz zwischen der aufgegebenen Gesamtmasse, abzüglich des Glührückstandes, zur aufgegebenen Gesamtmasse bildet den Glühverlust. Ein hoher Glühverlust deutet auf einen hohen Anteil an organischer Substanz in der Probe hin. Der mineralische Anteil wird über den Glührückstand bestimmt. Weiterhin wird der Glühverlust für die bodenmechanische Beurteilung und Klassifizierung von Böden für Bautechnische Zwecke benötigt. Die Bestimmung des Glühverlustes ist unter anderem bei der Analyse von Klärschlämmen und Hausmüll von Bedeutung, wird aber auch bei zahlreichen technischen Prozessen zur Auswertung der Ergebnisse verwendet.

  • Grabendach

    Grabendach

    auch: Grabendächer
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    Das Grabendach ist ähnlich dem Paralleldach durch ein ständiges auf und ab der Dachflächen gekennzeichnet. Beim Grabendach fällt das Dach allerdings von den Seitenmauern zur Hausmitte ab. Das Grabendach findet man beispielsweise in dichtbebauten Innenstädten oder bei Fabrikhallen. Bei Wohnhäusern wird das Grabendach häufig durch einen Blendgiebel verdeckt.

  • Granit-Pflasterstein

    Granit-Pflasterstein

    Verschiedenfarbiger Natursteinpflasterstein von hoher Druckfestigkeit.

  • Grasdach

    Grasdach

    auch: Grasdächer

    siehe Gründach.

  • Grassodendach

    Grassodendach

    auch: Grassodendächer

    In Skandinavien oder Island sind Grassodendächer bzw. Torfsodendächer Jahrhunderte alte Tradition. Die Dächer verschiedener Volksstämme in Tansania halten durch ihre grasbewachsene Erdschicht das Innenklima der Häuser in angenehmen Bereichen. In Deutschland fanden die Grassodendächer zunächst lediglich bei den Köhlerhütten Verwendung. Heute werden nicht mehr nur einfache Gründächer nach klassischem Vorbild gebaut, sondern auch vielfältige Garten-Dachlandschaften.

  • Grat

    Grat

    auch: Grate
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    Grate sind zum einen die außenliegenden Verschneidungslinien von zwei Dachflächen. Beim Walmdach beispielsweise die vom First zu einer Gebäudeecke verlaufende Schnittlinie zweier Dachflächen. Ein Grat in der Metallbearbeitung ist eine scharfkantige Erhöhung, die z.B. beim Fräsen von Metall entsteht. Diese hochstehende Kante muss abgeschliffen werden. Diesen Vorgang nennt man entgraten.

  • Gratanfänger

    Gratanfänger

    siehe Dachgratanfänger.

  • Gratziegel

    Gratziegel

    siehe Dachgratziegel.

  • Grauwasser

    Grauwasser

    Bezeichnung für das Abwasser aus Badewanne, Dusche und Handwaschbecken. Bislang gelangt Grauwasser fast ausnahmlos in die Kanalisation. Nachdem aber Regenwassergewinnung und -nutzung ein Thema geworden ist, macht sich die Industrie auch Gedanken, wie Grauwasser für eine Weiternutzung verwendet und in Klarwasser umgewandelt werden kann. Das Ergebnis sind kleine Grauwasser-Recyclinganlagen, in denen das Grauwasser zunächst belüftet und dann durch Mikrofiltration ohne Zusatz von Chemikalien zu einem Wasser umgewandelt wird, das zur Toilettenspülung, für die Waschmaschine und vor allem für die Gartenbewässerung verwendet werden kann.

  • gravimetrische Feuchtemessung

    gravimetrische Feuchtemessung

    auch: Feuchtemessungen

    Mit der gravimetrischen Feuchtemessung, auch als Darr-Methode bekannt, läßt sich der Feuchtegehalt von Bauteilen ermitteln. Dabei wird vom Baustoff eine Probe genommen. Diese Probe wird zuerst gewogen und anschließend bei etwa 105°C in einem Trockenofen getrocknet (Anhydrit-Fließestrich bei etwa 40°C). Dabei entweicht das in der Probe enthaltene freie Wasser. Höhere Temperaturen würden auch das gebundene Wasser freisetzen. Nach dem Trocknen kann nach erneutem Wiegen der Wassergehalt festgestellt werden. Wässert man anschließend die Probe und wiegt sie, bekommt man die Sättigungsfeuchte. Damit hat man den Durchfeuchtungsgrad und die maximale Wasseraufnahmefähigkeit des Baustoffes ermittelt. Mit der Darr-Methode läßt sich der Feuchtegehalt von Baustoffen sehr genau bestimmen. Neben Holz und mineralischen Baustoffen ist das Verfahren auch für Dämmstoffe sehr gut geeignet. Es läßt sich allerdings nicht auf der Baustelle durchführen und bringt keine schnellen Ergebnisse, da sich die Probe mindestens 24 Stunden im Trockenschrank befinden muss. Zudem wirkt das Verfahren zerstörend, es wird schließlich eine Probe genommen. In der Praxis findet es daher nur Beachtung, wenn sehr genaue Feuchtewerte benötigt werden.

  • Gravitationsleitung

    Gravitationsleitung

    siehe Freispiegelleitung.

  • Grenzabmaß

    Grenzabmaß

    Im Bauwesen die Differenz zwischen Größtmaß und Nennmaß oder Kleinstmaß und Nennmaß.

  • Grenzabstand

    Grenzabstand

    auch: Grenzabstände

    Darunter ist der Abstand zu verstehen, der bei Neubauten zum Nachbargrundstück eingehalten werden muss, sofern es sich um freistehende Gebäude handelt. Die Mindest-Grenzabstände werden in den jeweiligen Landesbauordnungen festgelegt. Der Grenzabstand beträgt in der Regel mindestens 3 m, muss aber für jedes einzelne Bauvorhaben gesondert berechnet werden, da der im Einzelfall gültige Grenzabstand auch von der Größe und der Anzahl der Stockwerke des geplanten Neubaus abhängig ist.

  • Grenzbebauung

    Grenzbebauung

    Fast immer bedarf die Errichtung eines Gebäudes, einer Mauer oder eines Zaunes, direkt an die Grenze eines Grundstückes, des Einverständnisses des Nachbarn und der Genehmigung durch die Baubehörde. Ausnahmen sind in fast allen Bundesländern sogenannte Grenzgaragen, die das Privileg der Grenzbebauung genießen und auch keiner Zustimmung des Nachbarn bedürfen. Eine weitere Ausnahme kann z.B. sein, dass sich bereits ein Gebäude des Nachbarn mit einer Brandwand an der Grenze befindet. In diesem Fall ist es recht unproblematisch im Bereich dieses Nachbargebäudes ebenfalls an die Grenze zu bauen. Zu Beachten ist dabei dann lediglich die Profilgleichheit (Anbauverpflichtung), falls dies eine Baulast ist. In der Regel sind für Gebäude Mindestabstände von drei Metern und mehr gefordert, die genauer durch die Landesbauordnungen geregelt werden. An die Grenze eines Grundstückes darf ansonsten nur in genehmigten Ausnahmefällen und mit Einverständnis des Nachbarn gebaut werden. Grenzbebauungsrechte können auch im Grundbuch eingetragen werden, um künftigen Eigentümern dieses Recht zu sichern und bei einem Eigentümerwechsel keinen Streitfall auszulösen.

  • Grenzfeststellung

    Grenzfeststellung

    siehe Abmarkung.

  • Grenzzeichen

    Grenzzeichen

    Grenzzeichen sind symbolische Marken, die den Verlauf von Grundstücksgrenzen anzeigen. Als Grenzzeichen kommen zur Verwendung Grenzsteine aus Granit, Grenzpfähle aus bewehrtem Beton oder Holz, Grenzbolzen aus nicht oxidierendem Metall sowie Grenzmarken aus Kunststoff oder Metall. Das Grenzzeichen ist auch ein Eisenbahnsignal. Es kennzeichnet im Eisenbahnwesen die Grenze, bis zu der bei zusammenlaufenden Gleisen das Gleis besetzt werden darf. Das jeweils andere Gleis darf nur befahren werden, wenn das besetzte Gleis "grenzzeichenfrei" ist.

  • Grobkeramik

    Grobkeramik

    Auch als "Baukeramik für statische und architektonische Bauteile" bezeichnet. Poren, Körner, Glasbereiche etc. sind im Gegensatz zur Feinkeramik mit bloßem Auge zu erkennen. Zur Grobkeramik zählen Mauerziegel, Dachziegel oder Bodenklinkerplatten.

  • Großfalzziegel

    Großfalzziegel

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    Der Großfalzziegel ist ein großflächiger Dachziegel, der vor allem zur kostengünstigen Umdeckung von Dächern entwickelt wurde. Die zwei ausgeprägten tiefen Seitenfalze mit Wasserweiche am unteren Ende garantieren dem Pressdachziegel bei allen Verlegearten einen sicheren Wasserablauf. Ein Überlaufen wird dadurch ebenso verhindert wie das Eindringen von Feuchtigkeit in das Dachinnere. Die besonders dicht schließende Rundumverfalzung ermöglicht das Verlegen bei flachen Dachneigungen. Das symmetrisch kantige Profil, das dem Doppelmuldenfalzziegel ähnelt, passt harmonisch in jede Dachlandschaft.

  • Großflächenziegel

    Großflächenziegel

    Der Großfalzziegel ist ein Dachziegel mit besonders großen Abmessungen. Er wird hauptsächlich zur Sanierung und Umdeckung großer Dachflächen wie Industriebauten oder Stallungen verwendet. Form und Farbe des Großflächenziegels können variieren. Es gibt die Ziegel beispielsweise als Flachdachziegel, Hohlfalzziegel oder Doppelmuldenfalzziegel.

  • Großpflaster

    Großpflaster

    Natursteinpflaster in fünf Größensortierungen und zwei Sortierungsklassen. Kopffläche Zul. Abweichung der Abmessung Größe Breite/Länge/Höhe Klasse 1 Klasse 2 1 160/160-220/160 +/- 10 --- 2 160/160-220/140 +/- 10 --- 3 140/140-200/150 --- +/- 15 4 140/140-200/130 --- +/- 15 5 120/120-180/130 --- +/- 15

  • Großtafelbau

    Großtafelbau

    auch: Grosstafelbau

    Beim Großtafelbau werden im Werk raumgroße Deckenplatten und Wandtafeln mit eingesetzten Fenstern und Türen gebrauchsfertig hergestellt und auf der Baustelle zusammengesetzt.

  • Großziegel

    Großziegel

    siehe Großfalzziegel

  • Gründach

    Gründach

    auch: Grasdach, Gründächer

    Ein Flachdach oder leichtes Gefälledach, das sorgfältig abgedichtet und vor Durchwurzelung geschützt ist. In speziellen Pflanzerden, den sog. Substraten, werden wasserspeichernde Pflanzen gesetzt, die auch Trockenperioden überstehen, so z.B. Sedum. In diesem Fall spricht man von Extensivbegrünung. Eine Intensivbegrünung bis hin zum Dachgarten mit Büschen und kleinen Bäumen ist ebenfalls möglich, wenn dies die Statik zuläßt. Gründächer tragen zur Klimaverbesserung und zur Wärmedämmung bei. Insbesondere leisten sie einen Beitrag, um Schäden durch die zunehmende Verdichtung von Grünflächen auszugleichen. Bei Gewerbe-Neubauten mit Flachdächern werden aus diesem Grund immer mehr Gründächer bauamtlich vorgeschrieben.

  • Gründung

    Gründung

    Eine Gründung hat die Aufgabe, die Standsicherheit des Bauwerks zu gewährleisten und ungleichmäßige Setzungen zu verhindern. Die Gründung nimmt die Lasten aus dem Bauwerk aus und leitet sie in den Baugrund weiter. Nach der Kraftanleitung in den Baugrund wird zwischen Flächengründung und Pfahlgründung unterschieden. Nach Lage der tragfähigen Bodenschicht unterscheidet man zwischen Flachgründung und Tiefgründung.

  • Gründungssanierung

    Gründungssanierung

    auch: Gründungssanierungen

    siehe Nachgründung.

  • Grüner Strom

    Grüner Strom

    siehe Ökostrom.

  • Grundbau

    Grundbau

    Grundbau ist das Teilgebiet des Bauingenieurwesens, das sich mit dem Bauen im Boden beschäftigt, also mit der Planung, Berechnung, Ausführung und Sicherung von Gründungenen, Stützbauwerken, Baugruben und ähnlichen Baumaßnahmen. Auch Tunnels, Böschungen, Staudämme und Deponien gehören zum Aufgabengebiet des Grundbaus. Die Bauaktivitäten des Grundbaus finden somit überwiegend unterhalb der Geländeoberfläche statt. Im Unterschied zum Felsbau handelt es sich beim Grundbau um das Bauen im Lockergestein.

  • Grundbuch

    Grundbuch

    auch: Bestandsverzeichnis

    Das Grundbuch wird bei den Amtsgerichten geführt und ist das Verzeichnis aller Grundstücke eines Amtsgerichtsbezirks, der in der Regel mehrere Gemeindebezirke oder einzelne Bezirke einer Großstadt umfaßt. Der Begriff "Buch" ist mißverständlich. Denn für jedes Grundstück (nicht für den jeweiligen Eigentümer) wird ein Grundbuchblatt angelegt. Dieses Blatt ist das Grundbuch. In ihm sind - oft Generationen zurück - alle Eintragungen vermerkt, die das Grundstück betreffen. Auch gelöschte Eintragungen bleiben sichtbar, sie werden rot unterstrichen, was bedeutet, daß die entsprechenden Eintragungen nicht mehr rechtsgültig sind. Das Grundbuch ist in ein Bestandsverzeichnis und drei Abteilungen gegliedert.

  • Grundbuch-Abteilungen

    Grundbuch-Abteilungen

    Das Wort "Abteilung" ist ein unsinniger juristischer Begriff, besser müßte es heißen "Rubrik". Jedenfalls wird im Grundbuch eine Rubrik geführt, nämlich Abteilung I, aus der die Eigentümerverhältnisse hervorgehen. In der Abteilung II sind Lasten und Beschränkungen verzeichnet. Das kann ein Nießbrauch sein, eine Grunddienstbarkeit - z.B. eine Durchfahrtsrecht zu einem rückwärtigen Grundstück - oder Anordnungen zur Nacherbfolge bzw. Testamentsvollstreckung. Interessant für den Käufer ist die Abteilung III, aus der die Grundschulden hervorgehen, die der Verkäufer bei den Kreditinstituten und seltener bei Privatpersonen hat. Firmen und Privatpersonen können auch Kredite gewähren und zur Absicherung ein Grundpfandrecht - eben eine Grundschuld - eintragen lassen. Dabei sind alle Gläubiger, vor allem die Banken, bemüht, die Grundschuld an erster Stelle, also "erstrangig", eintragen zu lassen, um im Falle einer Versteigerung auch als erste aus dem Versteigerungserlös bedient zu werden. Sollte für den Kauf eines Grundstücks schon eine Bank eine Grundschuld im ersten Rang eingetragen haben, ist es nahezu ausgeschlossen, eine weitere Bank zu finden, die den eigentlichen Hausbau finanziert und mit einer Grundschuld im zweiten Rang zufrieden ist.

  • Grundbuchauszug

    Grundbuchauszug

    Der Auszug aus dem Grundbuch wird bei den Verhandlungen mit Geldgebern und bei der Bewertung eines Grundstückes benötigt, da dieser aktuelle und klare Auskünfte über die Rechtsverhältnisse und Belastungen am Grundstück beinhaltet. Der Grundstückseigentümer kann deshalb vom Grundbuchamt die Erstellung eines Grundbuchauszugs verlangen, in welchem der Inhalt des Grundbuchs noch einmal wiedergegeben wird. In der Praxis handelt es sich dabei um eine Kopie des betreffenden Grundbuchblatts, die auch in beglaubigter Form ausgegeben werden kann.

  • Grundbucheintrag

    Grundbucheintrag

    auch: Grundbucheinträge

    Eintragungen ins Grundbuch sind rechtsverbindlich und können sich sowohl auf Eigentumsverhältnisse wie auch Vermessungsdaten des Grundstücks beziehen. Bei einer Baufinanzierung verlangt der Darlehensgeber in der Regel eine Eintragung der sog. Grundschuld zur Absicherung des Darlehens.

  • Grunddienstbarkeit

    Grunddienstbarkeit

    Die Grunddienstbarkeit ist die Belastung eines Grundstückes zugunsten des jeweiligen Eigentümers eines anderen Grundstücks, z.B. Leitungsrechte (Strom, Gas, Wasser, etc.), Wegerechte. Der Eigentümer des belasteten Grundstücks ist durch die Grunddienstbarkeit verpflichtet, die Benutzung durch den Berechtigten auf seinem Grundstück zu dulden. Grunddienstbarkeiten werden in das Grundbuch eingetragen.

  • Grunderwerbsteuer

    Grunderwerbsteuer

    Grunderwerbsteuer ist beim Kauf eines bebauten oder unbebauten Grundstücks zu entrichten. Sie beträgt derzeit 3,5 % vom Kaufpreis. Wer ein neu zu errichtendes Haus von einem Bauträger erwerben will, sollte prüfen, ob es nicht möglich ist, zunächst das Grundstück zu erwerben und dann anschließend erst bauen zu lassen (kann auch der Bauträger sein). Auf diese Weise ist nur für das Grundstück, nicht aber für das Gebäude Grundsteuer zu entrichten. Nicht zu verwechseln ist die Grunderwerbsteuer übrigens mit der Grundsteuer.

  • Grundflächenzahl

    Grundflächenzahl

    Die Grundflächenzahl (Abkürzung GRZ) gibt an, wie groß der Anteil der bebauten Fläche an der Gesamtfläche ist. Sie wird im Bebauungsplan festgelegt und schränkt die Bebauung eines Grundstücks ein. So kann die Gemeinde festlegen, dass noch genügend Garten- bzw. Grünfläche vorhanden bleibt.

  • Grundlattung

    Grundlattung

    siehe Traglattung

  • Grundpfandkredit

    Grundpfandkredit

    auch: Grundpfandkredite

    siehe Hypothekendarlehen.

  • Grundpfandrecht

    Grundpfandrecht

    auch: Grundpfandrechte

    Unter Grundpfandrechten sind Sicherungsrechte an einem Grundstück zu verstehen, die normalerweise als Sicherheit für ein Darlehen eingeräumt werden. Eine Bank wird ein Darlehen erst dann ausbezahlen, wenn ihr der Bauherr eine Sicherheit in Form eines Grundpfandrechts einräumt. In der Praxis wird meist eine Grundschuld oder eine Hypothek im Grundbuch eingetragen.

  • Grundplatte

    Grundplatte

    auch: Grundplatten

    andere Bezeichnung für Bodenplatte.

  • Grundputz

    Grundputz

    auch: Grundputze

    Grundputz wird ein- oder mehrlagig aufgetragen, um ebene Flächen herzustellen. Auf den Grundputz kommen dann Wandbeläge wie Dekorputze oder Edelputze. Eine andere Bezeichnung für Grundputz ist Unterputz. Je nach Weiterbearbeitung besteht er aus mineralischen Mitteln wie Kalk, Zement, Gips oder Kunstharzbindemitteln sowie anderen Zuschlagstoffen. Das Mauerwerk muss sauber, trocken und saugend sein. Notfalls muss mit einer Haftbrücke grundiert werden. Fugen oder stabile Risse im Mauerwerk können mit Netzen überspannt und verputzt werden.

  • Grundriss

    Grundriss

    auch: Grundrisse

    siehe Gebäudegrundriss.

  • Grundschuld

    Grundschuld

    Grundschuld ist die im Grundbuch eingetragene Forderung einer Bausparkasse aus einem Vorausdarlehen, einem Bauspardarlehen oder Zwischenkrediten. Sie dient der Absicherung des Darlehens.

  • Grundstein

    Grundstein

    Anders als etwa der Schlußstein hat der Grundstein keine statischen oder sonstigen architektonischen Aufgaben, sondern allenfalls einen Symbolwert. Ursprünglich war der Grundstein der erste Stein, der bei der Gründung eines Gebäudes gesetzt wurde. Da jedes Bauvorhaben von vielen guten Wünschen begleitet wird, vollzug sich das Setzen dieses Steins im Rahmen einer kleinen oder größeren Zeremonie. Das ist bei größeren Bauwerken, insbesondere öffentlichen Bauwerken, auch heute noch so, man spricht dann von der Grundsteinlegung. Im privaten Eigenheimbau verzichtet man heutezutage auf solche Reminiszenzen und feiert stattdesen (wenn überhaupt) ein Richtfest.

  • Grundsteinlegung

    Grundsteinlegung

    Symbolische Zeremonie, die insbesondere bei Baubeginn öffentlicher Gebäude wie Schulen oder Museen abgehalten wird. Dabei wird natürlich kein echter Grundstein von einem "Würdenträger" gesetzt, sondern ein vorbereiteter Stein in eine vorbereitete Lücke irgendeiner Mauer gefügt. Das geht einher mit symbolischen Hammerschlägen, guten Wünschen, manchmal langen Reden, Musik und dem Konsum von alkoholischen Getränken. Fast immer wird unter dem Grundstein eine runde Kassette aus Kupfer mit eingemauert, in die zuvor eine Gründungsurkunde, eine aktuelle Tageszeitung und ein paar Münzen eingefügt worden sind. Falls nach 400 Jahren das Gebäude geschleift wird, können die Nachfahren dann immer noch nachlesen, an welchem Tag der Grundstein gesetzt worden ist, was sich an diesem Tag in der Stadt ereignet hat und welches Kleingeld damals in Umlauf war.

  • Grundsteuer

    Grundsteuer

    auch: Einheitswert

    Die Grundsteuer ist eine Gemeindesteuer auf Grundvermögen in jeglicher Form. Die Grundsteuer wird nach einheitlichen Grundsätzen berechnet, aber je nach Gemeinde in unterschiedlicher Höhe erhoben. Die Höhe ist im wesentlichen u.a. abhängig von dem Einheitswert und dem jeweiligen Hebesatz der Gemeinde. Grundlagen bei der Berechnung des Einheitwertes bei bebauten Grundstücken sind u.a.: Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche; die Bauart; das Baujahr; die bauliche Ausstattung sowie die Förderungsart (öffentliche Mittel/frei finanziert).

  • Grundstück

    Grundstück

    auch: Grundstücke

    Ein Grundstück ist eine räumlich abgegrenzte Bodenfläche. Sie ist im Bestandsverzeichnis eines Grundbuchblattes unter einer besonderen Nummer eingetragen. Ein Grundstück kann ein oder mehrere Flurstücke umfassen.

  • Grundstücksamt

    Grundstücksamt

    Wird in der Regel als Liegenschaftsamt bezeichnet.

  • Grundstückskauf

    Grundstückskauf

    Beim Grundstückskauf handelt es sich um den von einem Notar abgeschlossenen Erwerb einer räumlich abgegrenzten Bodenfläche..

  • Grundstückskaufvertrag

    Grundstückskaufvertrag

    Bei dem Grundstückskaufvertrag handelt es sich um einen Kaufvertrag, der den Erwerb von Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten oder Erbbaurechten beinhaltet.

  • Grundstückskläranlage

    Grundstückskläranlage

    auch: Grundstückskläranlagen

    siehe Kleinkläranlage.

  • Grundstücksvermittlung

    Grundstücksvermittlung

  • Grundversiegelung

    Grundversiegelung

    Parkett bzw. Holzboden bekommt vor der eigentlichen Versiegelung eine Grundversiegelung. Diese hellt den Farbton auf und neutralisiert die in den Hölzern evt. vorhandenen holzspezifischen Stoffe. Grundsiegel sollen die Poren des Parketts nach unten schließen und gleichzeitig verhindern, dass sich die Holzfarbe verändert, wenn der Decksiegel aufgetragen wird. Grundsiegel trocknen wie die anderen Siegel wie Öl-Kunstharzversiegelung, Polyurethan-Versiegelung oder Säurehärtende Versiegelung durch Verdunstung der darin enthaltenen Lösemittel. Grundsiegel sollten nur im System mit dem nachfolgenden Endsiegel oder zumindest darauf abgestimmt eingesetzt werden.

  • Grundwasser

    Grundwasser

    Grundwasser ist im Boden vor Jahrzehnten versickertes Niederschlagswasser, das sich an wasserundurchlässigen Schichten. Es ist normalerweise hygienisch einwandfrei, geschmacklos, frisch, klar und kühl, das ideale Trinkwasser also. Dem Hausbesitzer bereitet es jedoch manchmal Kummer, nämlich dann, wenn es zu hoch steht und gegen die Bodenplatte drückt. Bei einer Flutkatastrophe kann das Grundwasser beispielsweise ansteigen und eine Gefahr für das Haus darstellen. Das Grundwasser kann aber auch als Wärmequelle dienen und zur Beheizung des Gebäudes beitragen.

  • Grundwasserabsenkung

    Grundwasserabsenkung

    Die Grundwasserabsenkung ist eine gewollte oder ungewollte Absenkung des Grundwasserspiegels. Die Grundwasserabsenkung kann natürliche Ursachen haben, wenn die wasserführenden Schichten beispielsweise durch Erdbeben verändert werden. Für die meisten Grundwasserspiegeländerungen ist aber der Mensch verantwortlich. Wenn beispielsweise durch Brunnen mehr Wasser entnommen wird, als der Grundwasserstrom zuführt, ist eine Grundwasserabsenkung unausweichlich. Im Tagebau oder während Bauarbeiten kann eine Grundwasserabsenkung hingegen durchaus gewollt sein. Die Absenkung wird durch Brunnen rund um die Baugrube vorgenommen. Ungewollt kommt es häufig bei Tiefbauarbeiten wie Tunnelarbeiten zu Änderungen des Grundwasserspiegels. Dies muss nicht immer eine Absenkung zur Folge haben, sondern kann auch genau zum Gegenteil führen, zu der Grundwassererhöhung. Der Grund dafür ist, dass durch die Bauarbeiten wasserundurchlässige Schichten durchstoßen werden und damit keine Trennung der unterschiedlichen Grundwasserströme mehr vorhanden ist.

  • Grundwasseranreicherung

    Grundwasseranreicherung

    Durch das Verfahren der Grundwasseranreicherung wird die Menge an Grundwasser durch gezielte Versickerung von Oberflächenwasser mittels Versickerungsbrunnne oder Versickerungsteichen künstlich erhöht. Verwendet wird hierfür beispielsweise vorgereinigtes Flusswasser oder geklärtes Abwasser. Eventuell noch bestehende Schadstoffe werden bei der Versickerung durch den Boden adsorbiert und teilweise abgebaut. Angewandt wird das Verfahren der Grundwasseranreicherung in der Regel dann, wenn die natürliche Grundwassermenge nicht mehr ausreicht. Ein Vorteil der Grundwasseranreicherung gegenüber der Uferfiltration liegt in der größeren Unabhängigkeit von der Qualität des Flusswassers.

  • Gütegemeinschaft

    Gütegemeinschaft

    Eine Gütegemeinschaft ist ein freiwilliger Zusammenschluss besonders qualitätsbewusster Hersteller und Dienstleister in der Form eines rechtsfähigen Vereins. Sie ist mit der Organisation zur Durchführung und Überwachung - durch Eigen- und stetige neutrale Fremdüberwachung - beauftragt. Als Ausweis der Einhaltung der Gütesicherung vergibt die Gütegemeinschaft ein RAL-Gütezeichen an die Hersteller oder Dienstleistungsanbieter, die die Anforderungen an die Gütesicherung erfüllen. Gütegemeinschaften beschäftigen oder beauftragen Güteprüfer mit der Kontrolle der Standards.

  • Güteprüfer

    Güteprüfer

    Gütegemeinschaft(%en, die ein (%Gütezeichen auf den Markt gebracht haben, beschäftigen oder beauftragen sog. Güteprüfer mit der Kontrolle der festgelegten Standards. Güteprüfer ist kein erlernbarer Beruf. Diese Tätigkeit wird im Baubereich von Bauingenieuren, Architekten, Baubiologen, Bauphysikern, Bauchemikern usw. ausgeführt. Nicht selten gehört ein Güteprüfer selbst zu dem Kreis, der die Gütegemeinschaft ins Leben gerufen hat. Inwieweit Güteprüfer tatsächlich völlig unabhängig arbeiten, ist in der Branche umstritten.

  • Gütezeichen

    Gütezeichen

    auch: RAL-Gütezeichen

    Gütezeichen kennzeichnen solche Produkte und Dienstleistungen, die nach hohen festgelegten Qualitätskriterien hergestellt oder angeboten werden. Sie werden in einem besonderen Verfahren - unter Einschaltung unter anderem der von der Gütesicherung betroffenen Fach- und Verkehrskreise - errichtet und unterliegen einer stetig neutralen Überwachung. Die Kompetenz zur Schaffung von Gütezeichen liegt ausschließlich bei RAL, dem Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung. RAL-Gütezeichen gibt es für viele Produkt- und Dienstleistungsbereiche. Im Baubereich gibt es eine Vielzahl von Gütezeichen, zum Beispiel für Tapeten, Fenster, den Trockenbau, den Kanalbau oder Holzbauteile. Darüber hinaus ist im Bauwesen ist vor allem die Normierung von Farben "nach RAL" wichtig, etwa für Fenster- oder Fassadenbeschichtungen.

  • Gully

    Gully

    auch: Gullys

    siehe Bodenablauf.

  • Gusseisen

    Gusseisen

    auch: Gußeisen

    siehe Eisen.

  • Gusseisenbadewanne

    Gusseisenbadewanne

    auch: Gusseisenbadewannen
    gusseisenbadewanne.jpg

    Ende des 19. Jahrhunderts wurde erstmalig Gusseisen für die Herstellung von Badewannen verwendet. Damit war das erste Mal auch Massenproduktion angesagt. Bislang musste jede Wanne in mühevoller Handarbeit gefertigt werden. Bis in die 1950er Jahre waren Gusseisenbadewannen dann in den meisten Badezimmern angesagt. Auch Gusseisenbadewannen waren bereits mit einer Emailschicht versehen, die für einen guten Korrosionschutz sorgte. In manchen älteren Mietwohnungen findet man auch heute noch Exemplare dieser Gattung Badewanne. Dort ist die Emailschicht häufig schon ziemlich abgebröckelt und sorgt für keinen angenehmen Badespaß. Wer nostalgisch veranlagt ist, braucht auf eine gußeiserne Wanne allerdings nicht verzichten. Der englische Hersteller Heritage vertreibt beispielsweise diese traditionellen Wannen auch in Deutschland (siehe Foto).

  • Gusseisenfenster

    Gusseisenfenster

    siehe Eisenfenster.

  • Gussglas

    Gussglas

    auch: Gußglas

    Gussglas - auch als Ornamentglas bekannt - wird im Walzverfahren hergestellt, typisch sind die ein- oder beidseitig strukturierten, unebenen Oberflächen. Gussglas wird vor allem als Sichtschutzglas eingesetzt, wobei es vier Durchsichtsklassen gibt. In Klasse I wird ein hinter der Scheibe aufgestellter Gegenstand noch gut erkannt, in Klasse IV ist er nur noch sehr verschwommen wahrzunehmen. Gussglas wird farblos oder farbig angeboten und auch mit einer netzartigen Stahldrahteinlage. Dadurch werden die Brucheigenschaften verbessert und die Verletzungsgefahren vermindert, ein wirkungsvoller Einbruchschutz geht davon aber im Gegensatz zu den Sicherheits-Verbundgläsern nicht aus.

  • Gutachterausschuß

    Gutachterausschuß

    auch: Gutachterausschüsse

    Gutachterausschüsse sind in vielen Bereichen des Bauwesens aktiv, u. a. bei der DIN e.V. Per Gesetz sind bei allen Gemeinden und Städten Gutachterauschüsse aktiv, die ihre Geschäftsstellen bei den jeweiligen Liegenschafts- und Katasterämtern haben. Diese Ausschüsse ermitteln nach den Bestimmungen des Baugesetzbuches und der Wertermittlungsverordnung die Bodenrichtwerte.

  • g-Wert

    g-Wert

    auch: g-Werte

    Glas kann wie kein anderes Material aus der natürlichen Sonneneinstrahlung passiv Solarenergie gewinnen und so für kostenlose Heizwärme zu sorgen. Die Gesamtenergiedurchlässigkeit, auch g-Wert genannt, gibt den Anteil des Sonnenlichts an, der durch eine Verglasung dringt. Bei der modernen Doppelverglasung liegt der g-Wert bei etwa 0,6. Das bedeutet, daß 60 % der eingestrahlten Sonnenenergie in den Raum dringen. Bei Einfachverglasungen liegt dieser Wert bei etwa 0,75. Der Rest wird reflektiert oder von der Scheibe absorbiert. Je höher der g-Wert, desto größer ist der Energiegewinn.