Lexikon

  • R
  • Rabbat

    Rabbat

    auch: Rabbate

    Unter "Rabbat" versteht man im Bauwesen nicht irgendeinen Preisnachlass, sondern den Übergang von einem Oberflächenmaterial zur umgebenden Fläche. Besonders auffällig sind die Rabbate beim Fachwerkhaus, wo die meist verputzten Gefache an die Holzbalken anschließen. Da diese Übergangsbereiche besonders sensibel für Bauschäden sind, ist großes handwerkliches Können und Wissen erforderlich.

  • Radiator

    Radiator

    auch: Radiatoren
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    Aus Gußeisen hergestellte Wand- oder Standheizkörper, die in unterschiedlichen Größen hergestellt werden und rippenförmige Röhren aufweisen, durch die das Warmwasser der Zentralheizungsanlage fließt. Radiatoren arbeiten nach dem Prinzip der Konvektionsheizung. Der allgemein bekannte klassische Röhrenradiator (links oben) wird inzwischen auch in verschiedenen modernen Varianten hergestellt (links unten) oder ist sogar zu einem Vielzweckmöbel mit Designcharakter mutiert. Radiatoren werden dann unter solchen Bezeichnungen wir Röhrenradiator, Kreuzrohrradiator oder Lamellenradiator angeboten.

  • Radon

    Radon

    Dieses Edelgas ist unter Normalbedingungen farblos und geruchlos. Es besitzt eine sehr hohe Dichte. Es ist das schwerste aller Gase und ist etwa siebenmal so schwer wie Luft. Im Dunkeln leuchtet Radon. Die Einsatzmöglichkeiten im Baubereich sind sehr gering. Unterirdische Gasleitungen können mit Radon auf undichte Stellen überprüft werden. Zudem kann das Edelgas in verschiedenen Baustoffen wie Beton, Mauerwerk oder Zement in gewissen Dosen vorkommen. Da durch Radon Lungenkrebs entstehen kann (siehe Radon-Gefahr), stellt sich weniger die Frage nach den Einsatzmöglichkeiten von Radon, sondern wie Radon aus dem Haus ferngehalten werden kann (Radondichtigkeit). Die Radonkonzentration in Gebäuden kann mit Hilfe entsprechender Messgeräte festgestellt werden.

  • Radon-Gefahr

    Radon-Gefahr

    auch: Radon-Gefahren,, Radongefahren

    Die wichtigste Ursache für Lungenkrebs ist das Rauchen. Das ist allgemein bekannt. Die zweitwichtigste Ursache kennen nur wenige: Es ist Radon. Ein radioaktives Gas aus den Tiefen der Erde. Durch undichte Stellen im Fundament dringt es in Kellerräume und Wohnungen. Das Gas kann durch kleinste Ritzen und Fugen in den Fundamenten in die Häuser gelangen und dort bedrohliche Konzentrationen erreichen. Oft wissen die Betroffenen nichts davon. Jahr für Jahr erkranken in Deutschland etwa 2 500 Menschen durch Radon. Vor allem in den Mittelgebirgsregionen Deutschlands strömt Radon aus dem Untergrund. Auch größere Bereiche in Süddeutschland und einige kleinere Gebiete in Schleswig-Holstein weisen hohe Messwerte auf.

  • Rähme

    Rähme

    auch: Rähmen, Rähm
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    Horizontaler Balken beim Fachwerkhaus, der die Lasten für das jeweils nächste Stockwerk aufnimmt - daher auch der weitere Begriff Stockschwelle. Die Rähme (auch: der Rähm) verläuft rahmenartig um jedes Geschoss. Im Fachwerkbau sind - je nach Landschaft - auch weitere Begriffe für die Rähme geläufig, nämlich Rahmholz, Rieschholz, Riechholz, Rießholz, Blattstück, Oberschwelle oder Oberlegholz.

  • Räuchereiche

    Räuchereiche

    raeuchereiche.jpg

    In einer Räucherei behandeltes Eichenholz, dass durch das Räuchern eine dunkelbraune Optik angenommen hat. Räuchereiche wird vor allem zur Herstellung hochwertigsten Massivparketts verwendet. Parkett aus Räuchereiche ist so robust, dass es auch als Industrieboden verlegt wird.

  • räuchern

    räuchern

    siehe Räucherei.

  • Raffgardine

    Raffgardine

    auch: Raffgardinen

    Die Raffgardine gleicht dem Falt-Stores und erfüllt auch die selben Zwecke. Allerdings besteht sie nicht aus einem gefalteten Gewebe. Vielmehr wird das Gewebe bei Betätigen des Schnurzugs "zusammengerafft". Raffgardinen sind bei Frauen und insbesondere Innenarchitektinnen beliebt, weil sie einem Fenster einen romantischen Akzent verleihen können.

  • Raffrollo

    Raffrollo

    auch: Raffrollos, Raff-Rollo

    siehe Raffgardine

  • Rahmen

    Rahmen

    Geknicktes Tragwerk aus Holz, Stahl oder Stahlbeton mit biegesteifen Ecken. Dies ist ein statisch unbestimmtes System, das durch den Einbau eines Gelenkes statisch bestimmt und dadurch einfacher berechnen läßt. Rahmen kommen beispielsweise im Skelettbau, z.B. als gelenkiger Stockwerkrahmen vor. Als Rahmen wird auch der Fensterrahmen bezeichnet.

  • Rahmen-Innentür

    Rahmen-Innentür

    auch: Rahmeninnentüren, Rahmen-Innentüren

    Bezeichnung für eine Innentür, bei der eine Rahmenkonstruktion das tragende und eine Türfüllung das dekorative Teil ist. Der Türrahmen besteht in der Regel aus Holz oder Holzwerkstoff. Die Türfüllung besteht oft aus Holz mit Aufleistungen, um der Tür eine rustikale oder Landhausoptik zu verleihen. Ebenso werden Glasfüllungen unterschiedlichster Art angeboten, zum Beispiel mit getöntem Glas, mit Fenstersprossen oder in Bleiverglasung.

  • Rahmholz

    Rahmholz

    siehe Rähme

  • RAL-Gütezeichen

    RAL-Gütezeichen

    siehe Gütezeichen.

  • Randdämmstreifen

    Randdämmstreifen

    auch: Randstreifen, Estrichrandstreifen, Dämmstreifen, Rand-Dämmstreifen
    rdstreifen.jpg

    Randdämmstreifen müssen zwingend zwischen Schüttdämmungen und Trockenestrichen bzw. normalen Estrichen einerseits und der Wand, an die die Estriche oder Schüttdämmungen andererseits stoßen, eingebaut werden. Die Randstreifen sind aus aufgeschäumtem PE oder, falls Brandschutzauflagen zu erfüllen sind, aus Mineralwolle. Nach dem Ausbringen des Estrichs überstehende Teile des Randdämmstreifens werden mit einem Teppichmesser abgeschnitten (siehe Foto). Randdämmstreifen verhindern die Schallübertragung vom Estrich auf die angrenzenden Wände.

  • Randfugen

    Randfugen

    Fugen, die einen Estrich von seitlich angrenzenden Bauteilen trennen. Randfugen sind an Wänden und anderen aufgehenden Bauteilen vorzusehen, um die Bewegungen der Estrichplatte aus Quell- und Temperaturverformung aufzunehmen (Ausnahme DIN 18560: Verbundestrich). Die Ausbildung der Randfugen erfolgt, vor dem Einbau des Estrichs, durch das Anordnen schalldämmender Randstreifen.

  • Randstreifen

    Randstreifen

    siehe Randdämmstreifen.

  • Rasen

    Rasen

    Künstlich angelegte Wiese aus speziellen Grassamen wie etwa der Rasensorte "Berliner Tiergarten". Rasensamen kann von Frühjahr bis Herbst ausgesät werden. Die richtige Pflege wie z. B. das Vertikutieren, vor allem aber die regelmäßige Maht und eine ausreichende Düngung sorgen für einen gleichmäßigen Rasenteppich. Für schattige Gärten mit Baumbestand bietet der Gartenhandel einen Grassamen an, der als Schattenrasen verkauft wird. Beliebt sind auch Grassorten, die mit den Samen von Blühpflanzen und Kräutern vermischt sind und somit ein "Verpflegungslager" für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten bieten.

  • Rasengittersteine

    Rasengittersteine

    auch: Rasengitterstein
    rgitter.gif

    Genormter Betonstein, der wie ein Betonplasterstein verlegt werden kann, im Gegensatz zu diesem aber zwischen seinem gitterförmigen Aufbau über Öffnungen verfügt, die mit Erdreich aufgefüllt und mit Rasensamen eingesät werden. Ähnlich wie beim Rasengitter verhindert der Rasengitterstein eine Verdichtung des Bodens, da Regenwasser vom Rasen aufgesogen wird und überschüssiges Wasser versickern kann.

  • Rasenpflasterstein

    Rasenpflasterstein

    auch: Rasen-Pflastersteine
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    Rasenpflastersteine wirken der Versiegelung von Flächen entgegen. In den Fugen dieser Pflastersteine lässt sich Gras säen, Regenwasser kann versickern und der Boden wird gut belüftet. Dennoch ist die Begeh- und Befahrbarkeit ausgezeichnet. Die Steine sind somit auch für Parkplätze sehr gut geeignet.

  • Rasensteine

    Rasensteine

    auch: Rasenstein

    Kleinformatige Betonteile mit Aussparungen für eine Begrünung. Anwendung finden Rasensteine beispielsweise bei Garagenzufahrten, Parkplätzen oder Grabenbefestigungen. Großformatige Betonteile dieser Art nennt man Rasenplatten.

  • Rattan

    Rattan

    Rattan oder auch Peddigrohr sind die bis zu 4,5 cm dicken Sprossen der Rotangpalme. Das Stangengewächs wächst sehr schnell aus der Wurzel nach und kann eine Länge von bis zu 100 m erreichen. Nach dem Fällen werden die Sprossen geschält und eingefärbt. Rattan wiegt sehr viel weniger als Holz, ist aber ebenso haltbar, massiv und belastbar. Zusätzlich ist es noch sehr biegefähig und wird daher sehr gerne zum Herstellen von Korbmöbeln verwendet. Rattanmöbel sind sehr pflegeleicht und lassen sich einfach mit einem feuchten Tuch abwischen.

  • Rattensperre

    Rattensperre

    auch: Rattensperren

    Rattensperren sind Vorrichtungen aus Metall oder Kunststoff, die das Vordringen von Ratten aus der Kanalisation in die Wohnung verhindern. Es soll schon vorgekommen sein, dass Ratten im 5.Stock eines Hochhauses aus der Toilettenschüssel geblinzelt haben. Ein wirksamer Schutz vor Ratten sind auch Rückstauverschlüsse. Die dort eingebauten Klappen schützen ebenfalls vor ungebetenen Eindringlingen.

  • Rauch

    Rauch

    Bei einem Brand geht die größte Gefahr für Leib und Leben nicht von der Brandhitze, sondern vielmehr von den sich meist sehr schnell ausbreitenden Rauchgasen aus. Bei Industrie- und Gewerbegebäuden sind Beschädigungen durch aggressive Rauchgase oft ebenso schlimm wie die reinen Feuerschäden und nicht selten sogar kostspieliger. Deshalb muss sowohl bei der Entwicklung von Brandschutzkonzepten als auch bei Planung, Ausführung und Betrieb von Brandschutzmaßnahmen bzw. -einrichtungen immer auch darauf geachtet werden, dass eine Übertragung von Feuer und Rauch in andere Abschnitte verhindert wird. Auch in den Landesbauordnungen (siehe sinngemäß § 17 MBO) wird unter anderem ausdrücklich gefordert, dass gegen die Ausbreitung von Feuer und Rauch vorgebeugt wird.

  • Rauchgasuntersuchung

    Rauchgasuntersuchung

    auch: Rauchgasuntersuchungen

    Rauchgasuntersuchungen werden zur Leckortung bei Flachdächern verwendet. Insbesondere die Dichtigkeit der Anbindungsbereiche an Wänden, Lichtkuppeln, Lüftungsrohren und -schächten etc. wird mit dieser Methode überprüft. Außerdem lässt sich dadurch sehr wirkungsvoll die Rückstausicherheit der Gullys überprüfen.

  • Rauchmelder

    Rauchmelder

    Rauchmelder dienen zur Früherkennung von Bränden. Sie registrieren die erste Rauchentwicklung und melden den Brand automatisch weiter an die Brandmeldeanlage. Rauchmelder werden auch an selbstschließende Feuerschutztüren eingesetzt, die betriebsbedingt offen stehen müssen, wie z.B. in Krankenhäusern oder in Fabrikationsgebäuden. Im Brandfall gibt der Rauchmelder ein Signal an ein Steuergerät, welches den Stromkreislauf zu den Magneten unterbricht; die Türen schließen sich damit selbsttätig. Unerlässlich sind Rauchmelder bei Türen in innenliegenden Brandwänden.

  • Raufaser-Tapete

    Raufaser-Tapete

    auch: Raufasertapeten

    Richtige Schreibweise nach neuer deutscher Rechtschreibung für Rauhfaser-Tapete.

  • Rauhfaser-Tapete

    Rauhfaser-Tapete

    auch: Rauhfaser, Rauhfasertapete, Rauhfaser-Tapeten

    Vielseitig verwendbare, oft überstreichbare Tapete, die aus drei Schichten besteht. Auf die Unterschicht aus Papier werden feine bis gröbere Holzspäne aufgebracht, die der Tapete ihre gekörnte Struktúr verleihen. Darauf kommt dann wieder eine Papierlage. Neben dieser "ungestrichenen", also naturfarbenen Grundversion gibt es auch Rauhfaser, deren Papier direkt bei der Produktion durchgefärbt wird.

  • Rauhputz

    Rauhputz

    auch: Rauhputze

    Rauhputz bezeichnet die Putzweise eines Putzes und hat nichts mit der Zusammensetzung des Putzes (mineralischer Putz, Kunstharzputz usw.) zu tun. Rauhputz ist wie der Scheibenputz ein strukturierter Putz. Die Strukturen werden durch das Reiben mit einem entsprechenden Reibebrett erzeugt. Dadurch werden die Körner des Putzes (Korngröße 2 bis 5 mm) auf dem Untergrund gerieben und es entstehen die charakteristischen Riefen. Was unter einem Rauhputz verstanden wird, kann allerdings in verschiedenen Regionen Deutschlands unterschiedlich sein. Ein sehr bekannter und beliebter Rauhputz ist der Münchner Rauhputz.

  • Raumakustik

    Raumakustik

    Die Raumakustik ist neben der Bauakustik ein Teilgebiet der Akustik. Sie beschäftigt sich mit der Schalldämpfung bzw. Schallabsorption. Je mehr Schall durch Absorption innerhalb des Raumes gedämpft wird, desto weniger Schall kann in den angrenzenden Raum übertragen werden. Die Raumakustik trägt also auch immer zur Bauakustik bei. Die Schalldämpfung entsteht durch Reibungsverluste im Träger und Schwingungsmedium Luft. Besonders gut funktioniert sie bei offenporigen, absorbierenden Materialien, die eine Reflexion verhindern. Dabei wird Bewegung in Wärme umgewandelt. Bei einem Umzug hat jeder die Folgen einer schlechten Raumakustik sicherlich bereits einmal am eigenen Leib erfahren. In leer geräumten Zimmern hallt die Stimme immer etwas nach. Dies verliert sich, sobald die Möbel stehen und die Vorhänge aufgehängt sind. Möbel, Vorhänge und auch Teppichböden können den Schall schlucken bzw. dämpfen. Man spricht dann auch von Schallabsorption. In größeren Räumen ist der Nachhall allerdings ein großes Problem. Eine schlechte Raumakustik erfordert eine höhere Konzentration beim Zuhören. Dies führt zu raschen Ermüdungen oder auch zum Verlust von Informationen aus beispielsweise komplizierten und geschachtelten Sätzen. In der Schule, im Theater oder im Büro ist das natürlich denkbar schlecht. Die Aufgaben der Schallabsorption können im wesentlichen durch Akustikdecken gelöst werden.

  • Raumausstatter

    Raumausstatter

    auch: Raumaustatterin

    Raumaustatter ist ein Lehrberuf mit dreijähriger Ausbildung. Wer diesen Beruf ergreift, sollte kunsthandwerkliches Geschick besitzen, ein Gefühl für Farbe haben und mit Menschen umgehen können. Raumausstatter beraten Kunden über die Ausstattung von Wohn- und Geschäftsräumen. Sie planen die Raumausstattung und bereiten sie vor. Sie wählen beispielsweise die Materialien aus und ermitteln die Kosten. Sie verlegen Bodenbeläge und kleiden Wände und Decken mit Stoffen und Tapeten aus. Zu ihren Aufgaben gehören auch die Durchführung von Fenster- und Raumdekorationen sowie die Herstellung und Reparatur von Polstermöbeln.

  • Raumklima

    Raumklima

    Zum Raumklima tragen Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Oberflächentemperatur der Bauteile, Luftbewegung, Luftzusammensetzung und Licht einem Raum bei.

  • Raumluftvlies

    Raumluftvlies

    siehe Absorbervlies.

  • Raumspartreppe

    Raumspartreppe

    auch: Raumspartreppe

    Bezeichnung für eine platzsparend konstruierte Treppe, deren nutzbare Stufenbreite allerdings 80 cm nicht unterschreiten darf. Raumspartreppen werden meistens als viertelgewendelte Treppen ausgeführt. Auch die Spindeltreppe gilt als Raumspartreppe.

  • Raumteiler

    Raumteiler

    Sehr universell gebrauchte Bezeichnung für feste oder mobile Bau- oder Möbelteile, mit denen ein größerer Raum in zwei kleinere Zimmer geteilt werden kann. Ein Raumteiler kann ebenso eine Schrankwand sein, die zwischen zwei Zimmern eingebaut wird, wie eine mobile Wand oder eine Faltwand. Ein Raumteiler kann, muss aber nicht einen Raum komplett von Wand zu Wand unterteilen. Auch eine optische Teilung etwa durch eine Spanische Wand fällt unter den Oberbegriff Raumteiler.

  • Raumtemperatur

    Raumtemperatur

    Die Raumtemperatur ist die empfundene Temperatur in einem Raum, die sich aus der Temperatur der Raumluft und den Oberflächentemperaturen der raumbegrenzenden Flächen ergibt. Ob die Raumtemperatur als angenehm empfunden wird, hängt sehr stark von der Oberflächentemperatur ab. Je höher diese, desto niedriger kann die Raumluft sein. Zunutze macht sich dieses Prinzip die sogenannte Wandheizung aber auch der Kachelofen.

  • Raumzellenbauweise

    Raumzellenbauweise

    auch: Raumzellenbauweisen

    Eine hohe Stufe der Vorfertigung von Fertighäusern ist die Herstellung von Raumzellen. Diese bestehen aus Wänden, Decken, Böden, Innenausbauten, Installationen, Fenstern, Türen usw. Die Zellen werden auf der Baustelle mit dem Kran aneinandergereiht, wobei von der Transportmöglichkeit die Größe der Zellen abhängt. Für die Raumzellenbauweise ist ein hoher Planungsaufwand notwendig. Dieser macht sich aber bezahlt, wenn das Bauwerk aus vielen gleichen Modulen besteht oder das Grundmodul so vielseitig ist, dass es an die unterschiedlichen Nutzungen leicht angepasst werden kann.

  • Rauputz

    Rauputz

    auch: Rauputze

    Richtige Schreibweise für Rauhputz nach neuer deutscher Rechtschreibung.

  • Rautendach

    Rautendach

    auch: Rautendächer

    siehe Rhombendach.

  • Rautenfalzziegel

    Rautenfalzziegel

    Der Rautenfalzziegel ist der erste eigentliche Falzziegel. Er wurde von den Gebrüdern Gilardoni 1841 im Elsass entwickelt. Der Rautenfalzziegel hat eine einfache Kopf- und Seitenverfalzung. In der Mitte trägt er eine längliche Raute als Verzierung. Dadurch hat er sogar eingeschränkte Schneestoppeigenschaften. Der Rautenfalzziegel ist auch unter den Bezeichnungen Herzfalzziegel, Herzziegel, Rautenziegel und Gilardoniziegel auf dem Markt.

  • Rautenziegel

    Rautenziegel

    siehe Rautenfalzziegel.

  • Realkredit

    Realkredit

    Ein Realkredit ist ein Darlehen, bei dem man der Bank als Sicherheit seine Immobilie verpfändet. Da dies für die Bank eine hohe Sicherheit darstellt, sind derartige Kredite vergleichsweise günstig. Kann der Kreditnehmer den Kredit auf Grund unvorhersehbarer Ereignisse nicht zurückzahlen, kann die Bank die Immobilie verkaufen und den Kredit mit dem Verkaufserlös tilgen. Realkredite von Banken und Sparkassen werden grundsätzlich an erster Rangstelle im Grundbuch abgesichert, Darlehen von Bausparkassen an zweiter Rangstelle.

  • Realteilung

    Realteilung

    Bei einer Realteilung handelt es sich um die Aufteilung eines Grundstücks in zwei separate Grundstücke. Anders als als bei einer Begründung von Wohnungseigentum, bei der der Wohnungseigentümer am Grundstück nur einen ideellen Anteil erwirbt, wird ein Grundstück bei der Realteilung wirklich aufgeteilt.

  • Rechteckdeckung

    Rechteckdeckung

    auch: Rechteckdoppeldeckung
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    Die Rechteckdeckung bzw. Rechteckdoppeldeckung mit Schiefer bietet sowohl bei Neubau als auch bei Sanierung von Dächern und Fassaden eine gleichermaßen wirtschaftliche wie attraktive Variante. Mit ihrer geraden Linienführung und der geordneten Struktur eignet sich die Rechteck-Deckung ideal bei einem sachlichen, klaren Baustil. Diese Deckungsart zählt mit einem Preis zwischen 45 und 65 Euro pro Quadratmeter zu den preisgünstigen Varianten. Die Rechteckdoppeldeckung wird mit rechteckigen oder quadratischen Schieferschablonen im halben Verband mit einer Stoßfuge ausgeführt. Die Stoßfuge besitzt eine Breite von 3 bis 6 mm und entspricht somit annähernd der Materialdicke. Zur Befestigung der Schiefer können entweder Einschlaghaken oder mindestens zwei Schiefernägel oder -stifte zum Einsatz kommen. Bei der Deckung auf Lattung können zur Befestigung Klammerhaken verwendet werden.

  • Rechteckdoppeldeckung

    Rechteckdoppeldeckung

    siehe Rechteckdeckung.

  • Rechtskremper

    Rechtskremper

    siehe Krempziegel.

  • Rechtsschutzversicherung

    Rechtsschutzversicherung

    auch: Rechtsschutzversicherungen

    es gibt spezielle Rechtsschutzversicherungen für Hausbesitzer, durch die die Verfahrenskosten bei etwaigen Streitigkeiten mit Nachbarn, Bauämtern usw. abgedeckt werden. Eine derartige Versicherung für Bauherren, um das Prozessrisiko bei Streitigkeiten mit Bauunternehmern abzudecken, gibt es jedoch in Deutschland nicht.

  • Recycling

    Recycling

    Das Recycling, also die Rückführung von wieder verwertbaren Materialien in den Wirtschaftskreislauf, hat im Bauwesen eine sehr hohe Bedeutung. Bei Abbrucharbeiten müssen die unterschiedlichen Materialien wie Eisen oder Kupferrohre, vor allem aber Materialien aus Kunststoff aussortiert werden. Bausteine und Beton können jedoch ebenfalls recycelt werden; bei großen Abbruchmaßnahmen werden schwere Brechanlagen installiert, die in einem mehrstufigen Prozess aus Beton und Stein körniges Material für den Straßenbau herstellen. Alte Aluminiumfenster z.B. sind ohne Qualitätsverlust recycelbar; aus ihnen entstehen neue Fenster, wobei der Energieaufwand für das Recycling nur 5 % des Energieverbrauchs bei der Neuproduktion ausmacht.

  • Reet

    Reet

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    Reet ist ein Schilfrohrgewächs, das an den Uferzonen von Seen und Feuchtgebieten wächst. Es wächst im Wasser und enthält daher eine Menge Silicium. Dadurch weist es eine gute Wetterfestigkeit auf und ist schwer entflammbar. Wegen dieser Eigenschaften wird Reet gerne zur Eindeckung eines Reetdaches verwendet. Es gibt jedoch auch Reetmatten zum Sicht- und Baumschutz oder zu Abdeckung von Beeten zum Schutz vor Frost. Insbesondere im Lehmbau verwendet man Reetmatten auch als Putzbewehrung. Reet ist auch unter den Bezeichnungen Reit, Ried oder Rieth bekannt.

  • Reetdach

    Reetdach

    auch: Reetdächer

    Reetdächer gibt es im gesamten nord- und mitteleuropäischen Raum wie beispielsweise Niederlande, England, Dänemark oder Frankreich. In Deutschland findet man Reetdächer vor allem in nördlichen Regionen. Ein Dach mit Reet eindecken, kann nicht jeder Dachdecker. Reetdachdecker ist ein eigener Lehrberuf. Das Reet wird bündelweise auf das Dach gebracht und befestigt. Man unterscheidet gebundene Deckung, genähte Deckung und geschraubte Deckung. Wichtige Hilfsmittel des Reetdachdeckers sind Deckstuhl und Klopfbrett. Da Reet ein brennbares Material ist, muss beim Reetdach besonderer Wert auf den Brandschutz gelegt werden. So müssen in den meisten Bundesländern bei einem reetgedeckten Haus besondere Grenzabstände eingehalten werden. Durch spezielle feuerhemmende Produkte läßt sich der Entflammungspunkt von Reetdächern erhöhen. Als Folge von Funkenflug sollen die Chancen für das Ausbrechen eines Feuers dann kaum höher liegen, als bei einem Pfannendach.

  • Reetdachdecker

    Reetdachdecker

    Reetdächer werden vom Reet- und Rohrdecker gedeckt. Das ist ein eigener Lehrberuf, in dem natürlich nur dort ausgebildet wird, wo Reetdächer landschaftstypisch sind. Der normale Dach- und Schiefdecker wird nicht dazu ausgebildet, um Reetdächer herzustellen. Umgekehrt wird der Reetdachdecker nicht dazu ausgebildet, um ein Dach mit Dachsteinen zu decken oder ein Flachdach abzudichten.

  • Reformziegel

    Reformziegel

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    Der Reformziegel ist ein klassischer Verschiebeziegel, der aus dem Falzziegel entwickelt wurde. Die Verlegung des Ziegels ist innerhalb des Verschiebebereichs unabhängig vom Lattenabstand möglich. Das hat besondere Vorteile bei Sanierungsarbeiten auf vorhandenen Latten. Durch seine betont schlichte, zurückhaltende Flächenwirkung erfreut sich der Reformziegel allgemeiner Beliebtheit, insbesondere bei Neubauten. Zudem läßt er sich leicht und schnell verlegen.

  • Regeldachneigung

    Regeldachneigung

    Die Regeldachneigung gibt an, wie stark das Gefälle eines Dachs mindestens sein muss, damit es als regensicher gilt. Sie bezeichnet also nicht die „ideale“ beziehungsweise „übliche“ Dachneigung.

  • Regeln der Baukunst

    Regeln der Baukunst

    siehe Allgemein anerkannter Stand der Technik

  • Regelsparbeitrag

    Regelsparbeitrag

    Der Betrag, den der Bausparer jeden Monat auf seinen Bausparvertrag einzahlt. Je nach Bausparkassen-Tarif nimmt dieser Betrag einen bestimmten Promillesatz der Bausparsumme ein, meist zwischen drei und zehn Prozent der Ansparsumme. Der Bausparer kann aber auch einen geringeren oder höheren Regelsparbeitrag einzahlen. Wann die Bausparsumme voraussichtlich zuteilungsreif ist, kann mit Hilfe einer Hochrechnung auf Basis der Regelsparbeiträge ermittelt werden.

  • regenerierbare Energie

    regenerierbare Energie

    auch: regenerierbare, Energien

    Unter dem Sammelbegriff "erneuerbare/regenerierbare Energien" sind die Energiequellen und Energieträger zusammengefasst, die nach menschlichen Zeitbegriffen unerschöpflich sind. Dazu gehören Windenergie, Sonnenstrahlung, Wasserkraft, Umweltwärme, Gezeitenenergie, Erdwärme, Biomasse und Biogas. Sie stehen im Gegensatz zu den "erschöpflichen" Energieträgern, den fossilen Brennstoffen Kohle, Erdöl und Erdgas, die heute noch die Grundlage unserer Energieversorgung bilden. Entstanden in einem Jahrmillionen dauernden Prozess verbrauchen wir sie, erdgeschichtlich betrachtet, in wenigen Augenblicken. Auch Holz zählt zu den erneuerbaren Energien. Davon spricht man, wenn ein Kreislauf entsteht, in dem sich die Energie wieder regeneriert. Der Zeitraum zur Regenerierung dafür liegt bei maximal 80 Jahren: Verbrennen Sie ein Stück Holz - in max. 80 Jahren ist es wieder da.

  • Regenfallleitung

    Regenfallleitung

    auch: Regenfallleitungen

    Regenfallleitungen, die überwiegend außerhalb des Gebäudes liegen, bestehen aus Regenfallrohren und Zubehör. Regenfallleitungen, die innerhalb des Gebäudes verlegt werden, müssen aus zugelassenen Entwässerungssystemen hergestellt werden. Systeme für innenliegende Regenwasserleitungen können auch außerhalb des Gebäudes verlegt werden.

  • Regenfallrohr

    Regenfallrohr

    auch: Regenfallrohre

    Regenfallrohre leiten das Regenwasser auf dem kürzesten Weg zur Grundleitung. Sie können außen oder innen verlegt werden. Innenliegende Regenfallrohre sind wie Schmutzwasserleitungen zu verlegen. Sie benötigen eine Wärmedämmung, um Schmutzwasserbildung zu verhindern. Regenfallrohre haben meist kreisförmige oder quadratische Querschnitte. Sonderformen müssen mindestens den gleichen Querschnitt wie das entsprechende Rohr mit kreisförmigem Querschnitt aufweisen. Die Regenfallrohr-Bezeichnung ergibt sich aus der Rohrform, der Nenngröße, dem verwendeten Metall und der Art der Längsnaht. Die Nenngröße ergibt sich bei runden Rohren aus dem Durchmesser und bei quadratischen Rohren aus der Seitenlänge. Für die Abmessungen der Regenfallrohre aus Kunststoff gelten die Angaben der Hersteller.

  • Regenrinne

    Regenrinne

    auch: Regenrinnen

    siehe Dachrinne.

  • Regenwasser

    Regenwasser

    Regenwasser setzt sich zusammen aus dem atmosphärischen Niederschlag und Stoffen, die sich während des Niederschlags ansammeln. Aus der Luft werden Schadstoffe aufgenommen, man spricht dann von saurer Regen. Besonders in städtischen Gebieten befindet sich im Regenwasser auch viel Schmutz aus Oberflächen von Gebäuden, Straßen oder Fahrzeugen. Sind die Dachflächen nicht zu sehr verschmutzt, läßt sich das Regenwasser im eigenen Haushalt zur Gartenbewässerung und zur Toilettenspülung verwenden. Um der zunehmenden Flächenversiegelung entgegenzuwirken, kann man Regenwasser auch gezielt versickern. Das geschieht mit Flächenversickerung, Schachtversickerung, Muldenversickerung oder Rohrversickerung. Auch mit Porenpflaster, Rasengittersteinen, Holzpflaster, Schotterrasen, Rasenfugenpflaster oder Splittfugenpflaster lassen sich Flächen entsiegeln. Für einen sicheren Abfluss des Regenwassers in Kanalisation, Regenwasser-Nutzungsanlage oder Regenwasser-Versickerungsanlage sorgen die Dachrinne und das Regenfallrohr.

  • Regenwassernutzungsanlage

    Regenwassernutzungsanlage

    auch: Regenwassernutzungsanlagen

    Bei einer Regenwassernutzungsanlage wird das Regenwasser von den Dachflächen aufgefangen und über Fallrohre in den Speichertank geleitet. Der Speichertank kann entweder aus Beton oder aus Kunststoff (PE), im Garten oder im Gebäude untergebracht sein. Den Tank im Garten unterzubringen ist jedoch auf alle Fälle die bessere Lösung. Erstens nimmt er keinen Platz im Gebäude weg und zweitens sollte Wasser von draußen nicht in das Gebäudeinnere geleitet werden. Kommt der Tank dennoch ins Gebäude, muss er auf alle Fälle aus Kunststoff sein. Eine Regenwassernutzungsanlage hilft den Verbrauch von Trinkwasser zu reduzieren. Das aufgefangene Regenwasser kann zum Beispiel zur Toilettenspülung oder zur Gartenbewässerung genutzt werden.

  • Regnauer Hausbau

    Regnauer Hausbau

    Zum Herstellerporträt von Regnauer Hausbau

  • Reibeputz

    Reibeputz

    auch: Reibeputze
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    Reibeputze sind als mineralischer Putze und Kunstharzputze erhältlich. Ihnen sind Zuschläge von Rundkorn zugegeben. Beim Abreiben mit dem Reibebrett entsteht dadurch je nach Reibrichtung die typische Struktur. Reibeputz gibt es für innen und außen.

  • Reifbildung

    Reifbildung

    auch: Reifbildungen
    reifbil.jpg

    Von Reifbildung oder Frosting spricht man bei einer weißen, salzartigen Substanz auf der Anstrichoberfläche (siehe Foto von Paint Quality Institute. Sie kann bei jedem Farbton vorkommen, ist jedoch auf weißer Farbe oder helleren Farbtönen nicht so gut zu sehen. Auf Mauerwerk kann diese Erscheinung fälschlicherweise für Ausblühungen gehalten werden. Reifbildung ist meist in geschützten Bereichen zu finden (z.B. unter Dachgesimsen und an Verandadecken), die nicht der reinigenden Wirkung von Regen, Tau anderen Feuchtigkeitsquellen ausgesetzt sind. Gefördert wird Reifbildung durch die Verwendung von Anstrichstoffen mit dunklem Farbton, die mit einem Calciumcarbonat-Füllstoff formuliert wurden. Der „Reif“ kann oft nicht ohne weiteres abgewaschen werden. Außerdem kann das Phänomen wieder auftreten – auch in Form von Durchbluten, wenn ein neuer Deckanstrich aufgetragen wurde. In extremen Fällen kann auch die Haftung des Anstrichs beeinträchtigt werden. Das beste Gegenmittel ist die Entfernung mit der Drahtbürste (auf Mauerwerk) oder mit Schleifpapier (von Holzoberflächen); danach abspülen und eine Grundierung auf Alkydharzbasis auftragen, bevor der Anstrich mit einen qualitativ hochwertigen Reinacrylat-Außenfarbe erfolgt.

  • Reihenbungalow

    Reihenbungalow

    auch: Reihenbungalows
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    Der Reihenbungalow ist eine spezielle Variante des Bungalows. Anders als beim Reihenhaus erlaubt diese Bauweise, bei der die Häuser L-förmig aneinander gebaut werden, eine gewisse private Sphäre ohne Einblick der Nachbarn, da die Rückwand des Nachbar-Bungalows keine Fenster haben darf und somit von Bungalow zu Bungalow eine Art Atrium entsteht. Diese Bauweise wurde und wird auch häufig in Ferienwohnungsanlagen angewendet. Eine andere Bezeichnung für den Reihenbunalow ist "Kettenbungalow".

  • Reihendeckung

    Reihendeckung

    auch: Reihendeckungen

    Bei der Reihendeckung erfolgt die Deckung der Deckwerkstoffe z. B. Dachziegel, Dachsteine, Schiefer in senkrechten Reihen (nicht seitlich versetzt). Die senkrechten Linien der Deckwerkstoffe laufen durch.

  • Reiheneckhaus

    Reiheneckhaus

    auch: Reiheneckhäuser

    Reiheneckhäuser stehen am Anfang oder am Ende einer Baureihe aus Reihenhäusern und haben eine gemeinsame Trennwand zu den Nachbarhäusern. Hinsichtlich der Trennwände sind besondere Auflagen zu erfüllen, insbesondere die der Schalldämmung. Reiheneckhäuser verfügen über etwas größere Grundstücke als das Reihenhaus; der Garten kann direkt durch ein Seitentor betreten werden.

  • Reihenhaus

    Reihenhaus

    auch: Reihenhäuser

    Bezeichnung für Häuser gleicher Bauausführung und gleichen Haustyps, die in einer Reihe gebaut werden. Dabei ist der Begriff "Reihe" nicht wörtlich zu nehmen. Die Häuser können auch "verspringen", also gegeneinander versetzt gebaut werden. Stehen die Häuser tatsächlich in einer Reihe, so haben sie zwei gemeinsame Trennwände zu den Nachbarhäusern. Hinsichtlich der Trennwände sind besondere Auflagen zu erfüllen, insbesondere die der Schalldämmung. Reihenhäuser sind die preiswerte Alternative für Familien, die nicht individuell bauen können. Die Grundstücke sind schmal und in der Regel auch nicht tief, was sich günstig auf den Preis auswirkt.

  • Reines Wohngebiet

    Reines Wohngebiet

    auch: Reine, Wohngebiete

    Reine Wohngebiete sind Baugebiete, die nach der Baunutzungsverordnung dem Wohnen dienen. Sie werden im Bebauungsplan mit WR gekennzeichnet.

  • relative Luftfeuchte

    relative Luftfeuchte

    siehe Luftfeuchtigkeit.

  • Relinggeländer

    Relinggeländer

    siehe Knieleistengeländer.

  • Rems-Murr-Holzhaus

    Rems-Murr-Holzhaus

    Zum Herstellerporträt von Rems-Murr-Holzhaus

  • RENSCH HAUS

    RENSCH HAUS

    Zum Herstellerporträt von Rensch-Haus

  • Reparaturmörtel

    Reparaturmörtel

    Reparaturmörtel ist ein nach Wasserzugabe gebrauchsfertiger, besonders leicht verarbeitbarer Fertigmörtel für viele Anwendungen im Innen- und Außenbereich. Verwendet wird er beispielsweise bei Ausbrüchen an Beton, Putz, Mauerwerk, zum Mauern von Ziegeln, zum Reparieren von Löchern, zum Einsetzen von Brausetassen, zum Versetzen von Zargen, Türen und Fenstern oder zum Ausgleichen von Unebeneheiten.

  • Reparaturspachtel

    Reparaturspachtel

    siehe Ausgleichmasse.

  • Resonanz

    Resonanz

    In der Physik bezeichnet Resonanz die Übereinstimmung der Frequenz einer Anregung mit der Eigenfrequenz eines Systems. Bei schalldämmenden Systemen führt das zu einer deutlich verminderten Schalldämmung. Ein schalldämmendes Bauteil sollte daher so dimensioniert werden, dass Resonanzfrequenzen möglichst außerhalb des bauakustischen Frequenzbereiches liegen.

  • Resonanzkörperdämpfung

    Resonanzkörperdämpfung

    Hohlräume können Resonanzkörper bilden und dadurch Schwingungen verstärken. Dies tritt besonders gravierend bei Geschossdecken auf. Hohlräume werden in ihrer Resonanzschallbildung gedämmt, indem in der Regel auf halber Konstruktionsbreite ein Dämmstoff eingebaut wird. Bei Deckenbalken sind 10 bis 15 cm üblich. Wichtig ist der saubere Flankenanschluss des Dämmstoffs an den Balken.

  • Restaurationsglas

    Restaurationsglas

    auch: Restaurationsgläser

    siehe Antikglas.

  • Restaurator

    Restaurator

    auch: Restauratoren

    Restauratoren beschäftigen sich im Baubereich mit der Wiederherstellung oder Rekonstruktion von künstlerischen oder kunsthandwerklichen Bauteilen wie z.B. von Fresken, Glasmalereien, Wandbehängen, Stuckdecken, Tapeten, Holz- oder Steinmetzarbeiten. Je nach Fachrichtung werden Restauratoren auf den Fachschulen der Glaser, Steinmetze, Stukkateure, Zimmerleute usw. nach Ablegung ihrer Gesellen- oder Meisterprüfung ausgebildet. Da es speziell im Baubereich an Restauratoren für bestimmte Gewerke fehlt, werden häufig Handwerker aus Italien und insbesondere aus Polen eingesetzt. Polnische Restaurator-Kolonnen sind weltweit im Einsatz.

  • Restaurierung

    Restaurierung

    Bezeichnung für die Wiederherstellung beschädigter, verwitterter oder verwaschener Bauteile insbesondere von dekorativem Charakter. Die Restaurierung kann ebenso die Fassade oder ein historisches Ziegeldach umfassen, wie die Wiederherstellung eines Portals oder ganz allgemein die Instandsetzung antiker Bodenbeläge, Decken- oder Wandverkleidungen usw. Mit der Restaurierung beschäftigt sind die Restauratoren.

  • Rettungsbalkon

    Rettungsbalkon

    auch: Rettungsbalkone

    Ein Rettungsbalkon ist ein extra zur Rettung von Menschen errichteter Balkon. Man findet ihn hauptsächlich bei mehrgeschossigen, horizontal ausgerichteten Gebäuden. Ein Rettungsbalkon muss dann angeordnet werden, wenn die zulässige Länge der üblichen Rettungswege in Gebäuden, wie allgemein zugängliche Flure, überschritten wird. In Krankenhäusern, Gaststätten und Versammlungsräumen ist eine Länge von in der Regel 30 m und in Waren- und Geschäftshäusern von 35 m maßgebend (je nach Länderbauordnung). Im üblichen Wohnungsbau sind dagegen Rettungsbalkone entbehrlich, da die zulässige Länge der Rettungswege innerhalb eines Gebäudes relativ einfach eingehalten werden kann, z.B. durch den Einbau eines weiteren Treppenhauses.

  • Rettungsfenster

    Rettungsfenster

    Rettungsfenster sind neben Rettungsbalkone mögliche Rettungswege im Brandfall. Zur zügigen Rettung von Personen im Brandfall muss ein Rettungsfenster eine Mindestgröße aufweisen, die in den Bauordnungen ländespezifisch festgelegt sind. Das Rettungsfenster muss so beschaffen sein, dass es jederzeit und vollständig geöffnet werden kann. Rettungsfenster müssen so angeordnet werden, dass in einem Gebäude befindliche Personen sich zu öffentlichen Verkehrsflächen (zur Straße) hin bemerkbar machen und sie mit Rettungsgeräten der Feuerwehr auch wirklich erreicht werden können. Daraus folgt auch, dass ein Rettungsfenster zu einem innen liegenden Gartenhof (z.B. in einem Atriumhaus) nicht zulässig ist.

  • Revisionsöffnung

    Revisionsöffnung

    auch: Revisionsöffnungen

    Revisionsöffnungen erlauben den Zugang zu versteckten oder verkleideten Installationen, z.B. zu einer Rückstauklappe im Bereich der häuslichen Abwasserleitung. Revisionsöffnungen erleichtern somit die Wartung oder Reparatur der dahinter liegenden Installationen. Revisionsöffnungen sollten überall dort vorgesehen werden, wo es aus bestimmten Gründen erforderlich werden kann, ansonsten versteckte Rohre (z.B. für Gas, Wasser, Abwasser), Strom- und Kommunikationsleitungen oder andere Bauteile zu warten oder zu reparieren, ohne damit die Verkleidung mechanisch zu zerstören.

  • Revisionsschacht

    Revisionsschacht

    auch: Revisionsschächte

    Eigentlich ist der Revisionsschacht der letzte Kontrollschacht auf einer Parzelle, der vor dem Anschluss an die öffentliche Kanalisationsleitung liegt. Im normalen Sprachgebrauch werden Revisionsschacht und Kontrollschacht jedoch gleichgesetzt.

  • Rhombendach

    Rhombendach

    auch: Rautendach, Rhombendächer
    rhombendach.gif

    Das Rhomben- bzw. Rautendach ist aus vier rautenförmigen Dachseiten zusammengesetzt. Dementsprechend besitzt es auch vier Giebel. Es eignet sich für quadratische Umrisse und ist daher häufig bei Türmen (z.B. bei alten Kirchtürmen) zu finden.

  • Richtfest

    Richtfest

    auch: Richtfeste

    Altüberlieferter Brauch im Bauhandwerk, wobei nach Aufrichten des Dachstuhls ein bändergeschmückter Richtkranz an der Firstpfette aufgehängt und anschließend vom Zimmermeister oder -polier der Richtspruch gesprochen wird. Abends ist dann ein zünftiges Richtfest mit deftiger Kost und reichlich Bier fällig. Allerdings hat diese Tradition nachgelassen, immer öfters wird stattdessen an die beteiligten Handwerker ein Geldbetrag ausgezahlt. Erlebt man aber noch ein richtig großes Richtfest, wird man mit Erstaunen feststellen, welche älten Gesänge und Schnaderhüpferl insbesondere die Zimmerleute kennen. Ein Rechtsanspruch auf das Abhalten eines Richtfestes oder das Auszahlen eines Geldbetrags haben die Bauhandwerker nicht, aber es ist der Bauqualität sicherlich nicht förderlich, wenn man die Bauhandwerker leer ausgehen läßt. Im bayerischen wird das Richtfest auch als „Hebauffeier“ bezeichnet.

  • Richtlatte

    Richtlatte

    auch: Richtlatten
    richtlatte.jpg

    Die Richtlatte ist ein Werkzeug zur einfachen Überprüfung der Ebenheit eines Bauteils bzw. einer Straßenfläche. Sie war früher aus Holz und wird heutzutage meist aus Aluminium gefertigt. Manchmal besitzt eine Richtlatte auch Libellen, so dass sie zusätzlich als Wasserwaage verwendet werden kann. Richtlatten sind in der Regel mindestens zwei Meter lang, sie können aber auch bis zu 6 m lang sein. Häufig werden Richtlatten, vor allem die aus Aluminium, auch zum Abziehen des frisch eingebrachten Betons, zum Beispiel bei einer Bodenplatte, verwendet.

  • Richtscheit

    Richtscheit

    auch: Richtscheite
    richtscheit.jpg

    Langes, flaches Werkzeug aus Holz oder Metall. Im Baubereich gibt es für den Richtscheit verschiedene Anwendungsgebiete. Das Scheit wird beispielsweise zum Ausmessen von Höhenunterschieden bei unebenen Untergründen oder als Ersatz für eine Kartätsche verwendet.(Abbildung: quick-mix)

  • Riegel

    Riegel

    fachwerk.gif

    Der Begriff "Riegel" hat eine mehrfache Bedeutung. Darunter werden in der Holzwirtschaft quer zum Faserverlauf angeordnete Streifen verstanden, die nur bei Laubhölzern anzutreffen sind, insbesondere beim Riegelahorn. Außerdem ist "Riegel" eine andere Bezeichnung für Kämpfer, einem Bauteil aus bestimmten Fensterkonstruktionen. Und nicht wegzudenken ist der Riegel auch beim Fachwerkhaus, wo er für eine horizontale Stabilisierung der Ständer sorgt. Und schließlich ist "Riegel" die altbekannte Bezeichnung für den Schließ-Schieberiegel bei einfachen Schlössern. Daher auch der Ausdruck "Hinter Schloß und Riegel".

  • Riemchen

    Riemchen

    Riemchen bzw. Flachverblender sind ca. 4-5 mm dicke, längliche Klinker-, Keramik-, Naturstein- oder Ziegelplatten. Werden ähnlich wie Fliesen auf den Untergrund geklebt. Riemchen sind ein guter, langlebiger Witterungsschutz für Fassade sowei ein rustikales Gestaltungsmittel für Innenwände. Eine weitere Bezeichnung für Riemchen ist Längsquartier.

  • Rieselschutz

    Rieselschutz

    Ein Rieselschutz ist notwendig, wenn durch Öffnungen (z.B. Abstand zwischen den Dielenhölzern oder Beschädigungen) die Schüttdämmung in den Deckenhohlraum rieseln kann. Als Rieselschutz kommen Pappen, PE-Folien, Natronpapier, Kraftpapier oder Bitumenpapier in Frage. Ein Rieselschutz ist notwendig zum Beispiel bei Dachisolierungen und Holzbalkendecken. Bei Mineralfaserdämmstoffen kommt Rieselschutz zum Schutz vor Staubpartikeln und Fasern zum Einsatz.

  • Rieth

    Rieth

    siehe Reet

  • Riffelbohlen

    Riffelbohlen

    auch: Riffelbohle
    riffelbohlen.jpg

    Die Riffelbohle unterschiedet sich vom Riffelbrett nur durch die größere Stärke, sie sind "dicker" als Riffelbretter. Die Einsatzzwecke sind aber identisch. Bei der Befestigung werden die Schrauben naturgemäß in den Vertiefungen versenkt. Riffelbohlen werden angeboten in Stärken bis 100 mm bei Breiten bis 230 mm bei unterschiedlichen Längen. Gängige Formate für Riffelbohlen liegen bei einer Stärke von 24 bis 26 mm und Längen von 135 bis 142 mm. Riffelbohlen werden insbesondere aus Bongossi und aus Thermoholz hergestellt. Die Zeichnungen zeigen verschiedene Arten der Riffelung.

  • Riffelbrett

    Riffelbrett

    auch: Riffelbretter
    riffelbr.jpg

    Riffelbretter werden speziell für den Außenbereich hergestellt, nämlich für den Bau von Terrassen aus Holz bzw. für den Belag von Balkonen. Der Holzhandel führt hauptsächlich einseitig geriffelte und kesseldruckimprägnierte Riffelbretter aus nordischer Kiefer mit Stärken zwischen 22 bis 28 mm, Breiten zwischen 95 und 170 mm und Längen von 450 cm. Wegen ihrer Unverwüstlichkeit stark gefragt, wenn auch wesentlich teurer, sind Riffelbretter und geriffelte Balken aus tropischem Bangkirai, die auch zwei- und vierseitig geriffelt angeboten werden.

  • Rigipsplatte

    Rigipsplatte

    auch: Rigipsplatten, Rigips-Platte, Rigips-Platten

    siehe Gipskartonplatte.

  • Rillenbahn

    Rillenbahn

    auch: Rillenbahnen
    rillenbahn.jpg

    Für die Ausbesserung oder Erneuerung von Flachdachabdichtungen durch Bitumenbahnen wird durch Einsatz der Rillenbahn der sonst zu erwartenden Blasenbildung durch entstehenden Dampfdruck vorgebeugt. Die in die Bahn eingeformten Rillen ermöglichen den Dampfdruckausgleich nach beiden Seiten, ohne dass sich Blasen bilden. Diese Dampfdruckausgleichsschicht wird zwischen die schadhafte und die neu aufzubringende Dachdichtung eingebaut.

  • Ringdränung

    Ringdränung

    auch: Ringdrainage
    draen4.gif

    Frostfrei verlegte geschlossene Ringleitung um die Fundamente, bei der das Wasser aus der Dränschicht gesammelt und meist versickert wird. Ringdränungen sind erforderlich bei schwach durchlässigem Baugrund oder bei Hanglagen mit starkem Wasseranfall.

  • Ringdrainage

    Ringdrainage

    siehe Ringdränung.

  • Ringkanalisation

    Ringkanalisation

    Die Ringkanalisation ist eine zum Schutz größerer Seen vor Abwassereinleitungen um den See herumführende Kanalisationsanlage. In diese Kanalisation wird das Abwasser aller am See liegender Ortschaften eingeleitet und unterhalb des Seeabflusses in einer Kläranlage gereinigt.

  • Ringpultdach

    Ringpultdach

    auch: Ringpultdächer
    ringpultdach.gif

    Das Ringpultdach ist ein Pultdach auf einem kreisförmigen Grundriss. Es ist wie das Zwiebeldach oder Glockendach beispielsweise bei repräsentativen Sakralbauten anzutreffen.

  • Rinne

    Rinne

    Man unterscheidet Rinnen nach ihrem Verwendungszweck wie zum Beispiel Dachrinne, Terrassenrinne oder Schwerlastrinne.

  • Rinnenheizung

    Rinnenheizung

    auch: Rinnenheizungen

    Rinnen- oder Dachflächenheizungen werden eingesetzt, um Vereisungen von Dachrinnen, Dachgräben, Regenfallrohren oder Dachtraufen zu verhindern, damit das Schmelzwasser ungehindert ablaufen kann. Die selbstregelnden elektrischen Heizanlagen werden über Temperatur- und/oder Feuchtefühler gesteuert.

  • Rinnenkessel

    Rinnenkessel

    rinnenkessel.jpg

    Bei starken Regenfällen sind die Dachrinnen schnell überfordert. In einem Rinnenkessel bzw. Wasserfangkasten wird das Regenwasser gesammelt und von der Regenrinne in das Regenfallrohr geleitet. Speziell Rinnenkessel aus Kupfer sind häufig mit reichhaltigen Verzierungen versehen.

  • Rinnenkollektor

    Rinnenkollektor

    Ein Rinnenkollektor ist eine besondere Art von Solarkollektor. Er besteht aus einem langgestreckten rinnenförmigen Hohlspiegel, in dessen Brennpunkt sich ein Absorberrohr aus Metall oder Glas befindet. Der Kollektor wird dem Lauf der Sonne einachsig nachgeführt. Es können bei Rinnenkollektoren eine bis zu 200-fache Konzentration der einfallenden Sonnenstrahlung und somit Temperaturen von 400 bis 500 °C erreicht werden. Rinnenkollektoren werden nicht für die Brauchwassererwärmung oder zu Heizzwecken eingesetzt.

  • Rippenbau

    Rippenbau

    siehe Rippenbauweise.

  • Rippenbauweise

    Rippenbauweise

    auch: Rippenbau

    Ein Rippenbau besteht aus einem Verbund aus Rippen oder Ständern, meist aus Kanthölzern und aussteifender Beplankung aus Holzplatten. Dazu gehören die Holzrahmenbauweise, die Holztafelbauweise, bei der ganze Wände vorgefertigt werden und die Raumzellenbauweise mit vorgefertigten Räumen.

  • Rispenband

    Rispenband

    auch: Windrispenband, Windrispe, Rispenbänder
    rispenband.jpg

    Rispenbänder sind gelochte Endlosbänder aus Stahlblech, das 2 mm stark und üblicherweise 40 mm breit ist, wobei auch 60 mm breite Bänder erhältlich sind. Die Bänder werden in Rollenform geliefert, wobei die Rollen auch in einen Rispenbandabroller eingehängt werden können. Die Bänder dienen nach DIN 1052 der Aussteifung eines Dachstuhls. Windrispenbänder aus Stahl stellen die verbreitetste Variante zur Aussteifung der Giebelwände und zur Stabilisierung der Dachkonstruktion dar. Diese müssen stets paarweise mit gegenläufiger Neigung angeordnet werden, da sie nur Zugkräfte aufnehmen können. Sie werden angenagelt und müssen straff gespannt werden. Dies geschieht mit speziellen Rispenband-Spannclips oder einem Rispenbandspanner.

  • Risse

    Risse

    auch: Riß

    Risse treten im Bauwesen an unterschiedlichsten Stellen auf und müssen keineswegs auf falsche Konstruktion oder minderwertiges Baumaterial zurückzuführen sein. Auch höhere Gewalt, z. B. Bergschäden, können Risse im Mauerwerk oder im Fundament auslösen. Risse im Holz werden meistens durch Trocknungsvorgänge, Spannungen oder Belastungen verursacht, wobei Gütemerkmale beim Schnittholz festlegen, welche Rißart zu welcher Minderung führt. Doch auch Holzrisse, die der Laie möglicherweise als gefährlich einstuft, müssen nicht unedingt die Tragfähigkeit beeinträchtigen. Relativ häufig kommen Risse bei fließenden Estrichen vor, auch nicht selten sind an aufsteigendem Mauerwerk Setzrisse zu sehen. An der Putzfassade findet man wiederum verschiedene Putzrisse. Größere Risse im Beton sind in jedem Fall Anlaß, einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Als Gütemerkmal von Schnittholz wird beispielsweise unterschieden nach der Art der Risse (Kernriß, Frostriß, Trockenriß, Ringriß bzw. Ringschäle, Schilferriß) oder nach Lage der Risse (Seitenriß, Kantenflächeriß, Endriß) oder nach der Tiefe der Risse (Oberflächenriß bzw. Haarriß, tiefer Riß, durchgehender Riß).

  • Ritterdach

    Ritterdach

    siehe Biberschwanzkronendeckung.

  • Röhrenkollektor

    Röhrenkollektor

    auch: Röhrenkollektoren

    Der Röhrenkollektor ist ein Solarkollektor. Er unterscheidet sich von einem Flachkollektor dadurch, dass ein luftleerer Bereich zwischen Abdeckung und Absorber für eine besonders gute Isolierung sorgt. Daher wird der Röhrenkollektor auch Vakuumröhrenkollektor genannt. Er hat einen etwa 30 Prozent höheren Wirkungsgrad als der Standard-Flachkollektor und arbeitet deshalb auch bei leicht bedecktem Himmel sehr gut. Beim Röhrenkollektor befindet sich der Absorberstreifen in einer evakuierten, druckfesten Glasröhre. Ähnlich wie bei einer Thermoskanne besitzt das Vakuum gute Wärmedämmeigenschaften. Der Wärmeträger durchströmt den Absorber entweder direkt in einem U-Rohr oder im Gegenstrom durch ein Rohr-im-Rohr-System. Ein Kollektor besteht aus mehreren hintereinandergeschalteten oder über eine Sammelleitung verbundenen Röhren. Zwei Arten der Kollektoranbindung an den Solarkreislauf können unterschieden werden. Ragt ein Wärmetauscher in das Sammelrohr hinein, spricht man von "nasser Anbindung". Ist der Wärmetauscher wärmeleitend mit dem Sammelrohr verbunden, spricht man von "trockener Anbindung".

  • Röhrenradiator

    Röhrenradiator

    auch: Röhrenradiatoren

    Fachbezeichnung für den Radiator.

  • Röhrenspanplatte

    Röhrenspanplatte

    auch: Röhrenspanplatten

    Röhrenspanplatten dienen als Mittellage bei einer Innentür im mittleren Preissegment. Sie bestehen aus Spanplatten, in die beim Herstellungsprozess röhrenförme Luftlöcher eingelassen wurden. Demenstprechend ist eine solche Mittellage preiswerter als eine Zwischenschicht aus einer Vollspanplatte.

  • römisches Bad

    römisches Bad

    auch: römische, Bäder, römischen, Bades

    Ein römisches Bad besitzt mehrere Räume mit unterschiedlichen Funktionen. Auf alle Fälle gibt es ein Tepidarium, ein Caldarium und ein Lanconicum. Häufig findet man in einem römischen Bad aber auch ein Dampfbad, ein Odorium oder ein Frigidarium vor.

  • Rohbauhaus

    Rohbauhaus

    auch: Rohbauhäuser

    Das Rohbauhaus ist eine (wenig gebräuchliche) Variante des Ausbauhauses. Der Hersteller liefert neben dem Rohbau noch den Dachstuhl, das Unterdach und die Dacheindeckung. Um die weitere Fertigstellung samt aller sonstigen Einbauten kümmert sich dann der Bauherr selbst.

  • Rohbauland

    Rohbauland

    Damit ist Bauland gemeint, dessen Erschließung noch nicht gesichert ist. Denn in der Regel müssen noch die Grundstücke parzelliert oder Grenzen umgelegt werden, damit sie bebaut werden dürfen. Ist diese Parzellierung abgeschlossen, das Areal allerdings noch nicht erschlossen, spricht man von Nettorohbauland.

  • Rohbaulichte

    Rohbaulichte

    auch: Lichte Breite, Lichte Höhe

    Maßangabe in Breite oder Höhe für eine Maueröffnung (z. B.für Türen oder Fenster). Die Rohbaulichte ist immer größer als die Lichte Breite (LB) oder Lichte Höhe (LH), weil auf der Rohbauwand noch Aufbauten vorgenommen werden müssen (z.B. Putz oder Türzarge, nach deren Fertigstellung sich erst die Maße LB bzw. LH ergeben.

  • Rohbautreppe

    Rohbautreppe

    auch: Rohbautreppen

    Unter Rohbautreppe wird eine Fertigteil-Betontreppe oder eine Betontreppe verstanden, die auf der Baustelle hergestellt wird. Die Rohbautreppe dient fast immer als Unterkonstruktion für den späteren Einbau von Treppenstufen.

  • Rohdichte

    Rohdichte

    Damit wird das spezifische Gewicht von Holz und Holzwerkstoffen bezeichnet. Die Rohdichte wird errechnet, indem die Masse (=Gewicht) eines Holzkörpers durch sein Volumen dividiert wird. Die Masse wird durch Wiegen und das Volumen entweder aus den räumlichen Abmaßen oder durch Flüssigkeitsverdrängung bestimmt.

  • Rohrabschottung

    Rohrabschottung

    Damit Brandschutzwände auch bei brennbaren Installationen ein Übergreifen von Feuer und Rauch verhindern oder erschweren, sind Rohrabschottungen zwischen den Brandabschnitten erforderlich. Die Abschottungen von Rohrleitungen für Gas, Trinkwasser, Abwasser und Regenwasser sind in der Regel so auszubilden, dass Feuer und Rauch während einer Zeit von 90 Minuten nicht durch die Brandwand übertragen werden. Deshalb sind die meisten Abschottungen für Bauteile mit einer Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten zugelassen. Dementsprechend werden zugelassene Rohrabschottungen der Feuerwiderstandsklasse R90 zugeordnet. Rohrabschottungen können Verkleidungen oder Brandschutzmanschetten sein. Verkleidungen und Dämmungen von Rohren müssen im Bereich der Brandwanddurchführungen aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen. Bei Rohrleitungen mit brennbaren Verkleidungen sind diese Umhüllungen im Bereich von Durchführungen durch Brandschutzwände zu unterbrechen und durch nichtbrennbare, formbeständige Baustoffe zu ersetzen.

  • Rohrbruch

    Rohrbruch

    auch: Wasserrohrbruch, Rohrbrüche

    Das Wasserverteilungsnetz ist mitunter schon sehr alt und besteht aus den unterschiedlichsten Rohrmaterialien. Durch den immer stärker werdenden Verkehr auf den Strassen werden die Rohre dort häufig mürbe. Dann muss das Wasserversorgungsunternehmen ausrücken und den Rohrbruch mit einer Rohrbruchdichtungsschelle abdichten. Nicht nur der Straßenverkehr ist für die Rohrbrüche verantwortlich auch der in den Boden gehende Frost bzw. der herausgehende Frost schadet den Rohrleitungen. Wasserrohrbrüche in Wohnungen sind für den Bewohner extrem ärgerlich, steht dann doch häufig die ganze Wohnung unter Wasser. Auch die Bausubstanz kann dadurch geschädigt werden. Eine aufwändige Sanierung ist dann die Folge. Häufige Ursache für Rohrbrüche ist Korrosion(%. Daher ist auf einen ausreichenden (%Rohrschutz zu achten.

  • Rohrdämmung

    Rohrdämmung

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    Die Energieeinsparverordnung fordert die Begrenzung der Wärmeabgabe bei Heizungsrohren und Trinkwasserleitungen. Darüber hinaus übernimmt die Rohrdämmung die Aufgabe des Schallschutzes. Fallrohre und Trinkwasserrohre werden schallgedämmt. Als Materialien für die Rohrdämmung werden Dämmstoffe aus PVC, Mineralwolle oder Polyethylen eingesetzt. Wichtig ist, dass außer den geraden Rohrkomponenten auch Winkel und T-Stücke sowie die Anschlüsse bis zur Armatur verkleidet werden. Durch die erhöhten Anforderungen der Energieeinsparverordnung werden zudem vermehrt Rohre mit werksseitiger Rohrdämmung im Handel angeboten. Diese haben den Vorteil, das z. B. das nachträgliche Aufziehen von Dämmhülsen entfällt und die Zahl der Stoßstellen minimiert wird.

  • Rohrdeckung

    Rohrdeckung

    Die Höhendifferenz zwischen der Oberkante eines Rohres und der Erdoberfläche wird als Rohrdeckung bezeichnet. Diese muss bei Trinkwasserleitungen in Deutschland mindestens 80 cm betragen, damit das Wasser in den Rohren bei Frost nicht gefriert. Wird die Rohrdeckung nicht eingehalten, droht ein Rohrbruch.

  • Rohrdurchführung

    Rohrdurchführung

    auch: Rohrdurchführungen

    siehe Leitungsdurchführung.

  • Rohrversickerung

    Rohrversickerung

    rohrversickerung.jpg

    Es gibt mehrere Möglichkeiten der gezielten Regenwasserversickerung, eine davon ist die Rohrversickerung. Dabei wird das Niederschlagswasser durch ein in Feinkies oder Grobsand gebettetes, perforiertes Versickerungsrohr unterirdisch zugeführt und versickert. Das Wasser wird sowohl im Rohr als auch in der Kiesfüllung zwischengespeichert und - in Abhängigkeit von der Versickerungsfähigkeit des umgebenden Bodens - verzögert in den Untergrund abgegeben.

  • Rohspanplatte

    Rohspanplatte

    auch: Rohspanplatten

    umweltschonend aus Resthölzern hergestellte, biologisch unbedenkliche Spanplatte, die als Trägerplatte in allen Bereichen der Möbelindustrie und anderen Betrieben eingesetzt wird.

  • Rohwasser

    Rohwasser

    Rohwasser ist Wasser vor der Aufbereitung. Dies kann zum Beispiel Grundwasser oder Wasser aus einer Talsperre oder einem anderen Gewässer sein. In einem Wasserwerk durchläuft das Rohwasser verschiedene Reinigungsstufen und wird so zu Reinwasser.

  • Rolladen

    Rolladen

    auch: Rolläden
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    Der Rolladen ist die am meisten verbreitete Art, die Fenster mit einem Sicht-, Kälte- und Einbruchschutz auszustatten, wobei allerdings nicht jeder Rolladen wärmedämmend und einbruchhemmend ausgestattet ist. Rolladen bestehen aus einem lamellenartigen Profil, das aus Aluminium, PVC, Holz oder Stahl bestehen kann, wobei es einwandige und zweiwandige Rolladen gibt, die mit oder ohne Licht- und Lüftungsschlitzen versehen sein können. Zweiwandige Profile sind häufig mit einer Wärmedämmung ausgestattet und/oder mit einer Einlage versehen, die die Lamellen aussteift. Stahlrolladen bieten - ähnlich wie bei Rolltoren - ein hohes Maß an Sicherheit. Moderne Rolladen kommen nicht in Einheitsgrau daher, sondern sind in sehr vielen Farben erhältlich, so dass Rolladen auch ein interessntes Mittel sein können, eine eher langweilige Fassade zu beleben. Fachlich unterschieden werden Neubau-Rolladen, Aufsatz-Rolladen, Vorbau-Rolladen und (%Schrägrolladen.

  • Rolladenkasten

    Rolladenkasten

    auch: Rolladenkästen
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    Im Rolladenkasten wird der Rolladen aufgerollt, wenn er nicht benutzt wird. Er kann aus örtlich hergestelltem Beton oder als Fertigteil im Material der Außenwand eingebracht oder auch aufgebracht sein. Der Einbau von Rollladenkästen stellt in vielen Fällen eine konstruktiv bedingte Wärmebrücke dar. Jedem Bauherren ist daher zu empfehlen, Rollädenkästen zu verwenden, die den gesetzlichen Bestimmungen der gültigen Engergie-Einsparverordnung (EnEV) entsprechen. So müssen Rolladenkästen zum Beispiel wind- und luftdicht eingebaut werden. Häufig fungieren Rolladenkästen zugleich als Sturz. Zudem kann in den Rolladenkasten die Wärmedämmung bereits eingebaut sein.

  • Rollenfallenschloss

    Rollenfallenschloss

    auch: Rollenfallenschlösser

    Eine Rollenfalle ist eine Schlossfalle, die in Form einer runden und drehbaren Falle federnd gelagert ist. Eine mit einer Rollenfalle ausgerüstete Tür lässt sich daher auch im geschlossenen Zustand immer wieder mit leichtem Kraftaufwand aufdrücken. Das ist z.B. bei Pendeltüren erwünscht.

  • Rollenschiebetor

    Rollenschiebetor

    auch: Rollenschiebetore, Rollen-Schiebetor, Rollen-Schiebetore
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    Schiebetore werden, wie der Name schon sagt, aufgeschoben. Das kann per "Handdruck" erfolgen, kraftschonend über einen Kurbelantrieb oder ganz bequem über einen elektrischen Torantrieb. Unterschieden wird zwischen freitragenden Schiebetoren und Rollenschiebetoren. Schiebetore dienen hauptsächlich der Absperrung von Freigeländen, Fabrikhöfen usw.; sie werden fast ausschließlich aus Stahlrohr gefertigt. Bei den freitragenden Schiebetoren wird das Torblatt einseitig in einem Laufrahmen gehalten, beim Rollenschiebetor ist eine Laufschiene über die ganze Breite der Toröffnung angebracht, über die sich das mit Laufrollen versehene Torblatt beim Öffnen und Schließen bewegt. Hinsichtlich der Sicherheitsmaßnahmen siehe kraftbetätigte Tore.

  • Rollenschließriegel

    Rollenschließriegel

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    Der Rollenschließriegel bzw. Schubriegel ist ein angewinkeltes Flacheisen, das auf einer Unterkonstruktion gehalten nach vorn oder nach hinten geschoben werden kann. Ein solcher Riegel (zum Beispiel oft an Gefängnistüren eingesetzt) kann einen einfachen aber robusten Verriegelungseffekt erzielen.

  • Rollkork

    Rollkork

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    Rollkork besteht aus einem dauerelastischen, verrottungsfesten Verbundmaterial aus Korkgranulat. Rollkork wird zur Trittschalldämmung eingesetzt. Die Verbesserung beträgt je nach Stärke zwischen 15 db und 19 db. Rollkork ist als Unterlage für schwimmend zu verlegende Böden wie Fertigparkett und Laminat geeignet. Die Stärke des Rollkorks ( zwischen 2 mm und 6 mm) richtet sich nach der Art des zu verlegenden Bodens.

  • Rollo

    Rollo

    auch: Rollos
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    Das Rollo ist die preiswürdigste Variante der Verschattung. In der billigsten Version wird Spezialpapier verwendet, das sich mittels eines Federmechanismus um einen Holz-Rundstab aufwickelt. Die etwas teureren Varianten bestehen aus kunststoffbeschichteten Textilgeweben. Rollos werden in der Regel in der Fensterlaibung hinter dem Fenster montiert und mechanisch herabgezogen, wobei der Federmechanismus das Rollo in senkrechter Position arretiert. Wird das Rollo schräg gestellt und angezogen, löst sich die Arretierung und das Papier bzw. Gewebe wickelt sich auf. Rollos werden insbesondere bei Dachwohnfenstern schon werksseitig montiert. In diesem Fall verfügen sie am unteren Ende über eine Halterung, damit das Rollo auch in "Schräglage" parallel zur Fensterscheibe sitzt.

  • Rollputz

    Rollputz

    auch: Rollputze
    rollputz.jpg

    Rollputz ist eine Art von Dekorputz. Er erhält seine strukturierte Oberfläche mit einer Strukturolle, die unterschiedliche Profile besitzen kann. Rollputz kann aber auch mit einer ganzen Reihe anderer Instrumente "in Form" gebracht werden, zum Beispiel mit Pinsel, Kammspachtel, Kelle, Schwamm oder sogar einfach mit den Fingern. (Abbildung: Knauf)

  • Rosenheimer Richtlinien

    Rosenheimer Richtlinien

    Richtlinien, die das in Rosenheim/Bayern anässige Institut für Fenstertechnik für den Fensterbau und die Fensteranstriche entwickelt hat und an die sich die Fensterhersteller fast ausnahmslos halten. Das Institut verleiht auch Prüfsiegel für von ihm getestete Fenster.

  • Roßkopf Holzhäuser

    Roßkopf Holzhäuser

    Zum Herstellerporträt von Roßkopf Holzhäuser

  • Rost

    Rost

    Eisen rostet unter der Einwirkung von Feuchtigkeit und Sauerstoff. Dabei dehnt sich das Metall aus, Lack und Farben können abplatzen. Daher sollte man bei Bauteilen, die der Witterung ausgesetzt sind, unbedingt Rostschutz verwenden. Ärgerlich ist es auch, wenn Schrauben festgerostet sind. Da hilft häufig nur ein Rostlöser, den man in jedem Baumarkt kaufen kann. Ein Rost ist zudem eine meist gitterförmige Abdeckung von Bodenvertiefungen (siehe Roste). Ein Rost (von althochdt. rost für Scheiterhaufen) ist nicht zuletzt aber auch eine durchbrochene Fläche bei Feuerungsanlagen, die zur Auflage von Brennmaterial dient. Man unterscheidet je nach Brennstoff und Anwendung feste oder bewegliche Roste aus Metall oder Schamottsteinen. Vom gleichen Wortstamm kommen Gitter-Roste zur Aufnahme von Fleisch, Wurst etc. zum Grillen oder Rösten über einer Hitzequelle

  • Roste

    Roste

    Roste werden unterschieden nach Art der Herstellung (siehe Gitterrost) oder nach dem Verwendungszweck (z.B. Terrassenrost).

  • Rostlöser

    Rostlöser

    Wenn die Schraube oder der Bolzen zugerostet ist, hat man mit reiner Muskelkraft keine Möglichkeit mehr, diese zu lösen. Dann kommen zum Beispiel Rostlöser zum Einsatz. Diese werden als Spray oder Fluid aufgetragen, unterkriechen äußerst wirksam auch lange aufgebaute, dicke Korrosionsschichten, lösen diese und ermöglichen das saubere Lösen auch sehr festsitzender Verbindungen. Gleichzeitig wirken viele dieser Mittel als langanhaltende Schmiermittel, Kontaktverbesserer für elektrische Kontakte und Langzeitschutz gegen erneute Korrosion.

  • Rostschutz

    Rostschutz

    Der beste Schutz vor Rost ist, diesen zu verhindern. Das geschieht beispielsweise durch die Verwendung von Edelstahl, feuerverzinkt, eloxiert (siehe Eloxierung) oder verzinkt bzw. mit Kunststoff überzogen. Doch was ist zu tun, wenn der Rost bereits zugeschlagen hat? Früher gab es da nur Drahtbürste, Sandpapier und diverse andere Schleifmittel, bis alles blank und für einen neuen Anstrich bereit war. Der Fortschritt moderner Rostschutztechnologie ermöglicht den weitgehenden Fortfall all diesen Mühsals. Sie werden einfach auf die alten Rostschichten aufgetragen (Achtung, dicke Rostschichten können die mechanische Stabilität des Teils beeinflussen, dann hilft auch kein nachträglicher Rostschutz mehr - austauschen!), wandeln den Rost um, bilden eine gute Grundierung für einen neuen Lackanstrich und lassen sich oft sogar auf feuchtem Untergrund verarbeiten. Auch Rostlöser können zum Rostschutz beitragen.

  • Rückbau

    Rückbau

    Unter Rückbau wird erstens in der Architektur verstanden, dass an den ursprünglichen Baukörper später hinzugekommene Anbauten und Ausbauten abgerissen werden und der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt wird. Bei historischen Gebäuden wird dies oftmals von den Denkmalschutzbehörden verlangt. Zu Rückbauten kommt es besonders dann, wenn Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte später erfolgte Aus- und Anbauten als Fremdkörper wirken oder sogar aufgrund unterschiedlicher Baumaterialien und Bauweisen in die Substanz des ursprünglichen Bauwerks eingreifen. Zum zweiten wird unter einem Rückbau aber auch eine Zwangsmaßnahme verstanden, wenn An- oder Ausbauten als Schwarzbau erfolgt sind. Die örtlichen Baubehörden können einen solchen Rückbau verlangen und notfalls gerichtlich durchsetzen. Insbesondere, wenn das Nachbarschaftsrecht verletzt wurde, sind die Chancen gering, sich erfolgreich gegen eine Anordnung auf Rückbau zu wehren. Zum dritten werden unter Rückbau auch Maßnahmen landschaftsgestalterischer Art wie etwa die Rekultivierung verstanden.

  • Rückbaugebot

    Rückbaugebot

    siehe Abbruchgebot.

  • Rückflussverhinderer

    Rückflussverhinderer

    auch: Wasserrückflussverhinderer
    rfverhi.jpg

    Rückflussverhinderer zählen zu den Sicherungsarmaturen. Sie werden zur selbständigen Verhinderung des Rückdrückens, Rückfließens und Rücksaugens von Wasser unmittelbar hinter der Wasserzähleranlage für zentrale Wasserversorgungsanlagen verwendet. Sie können aber auch für gewerbliche, industrielle und ähnliche Verbrauchsanlagen eingebaut werden, wo ein Rückdrücken, Rückfließen und Rücksaugen verhindert werden soll.

  • Rücklauftemperatur

    Rücklauftemperatur

    auch: Rücklauftemperaturen

    siehe Vorlauftemperatur.

  • Rückstauverschluss

    Rückstauverschluss

    auch: Rückstauverschlüsse
    rueckstauverschluss.gif

    Rückstauverschlüsse sichern durch mindestens zwei unabhängig voneinander wirkende Schließeinrichtungen gegen Rückstau. Sie können eingesetzt werden, wenn Abwasser von rückstaugefährdeten Abläufen mit Gefälle abgeleitet werden kann. Dabei wird unterschieden zwischen Rückstauverschlüssen für fäkalienhaltiges und fäkalienfreies Abwasser. Rückstauverschlüsse für fäkalienhaltiges Abwasser können verwendet werden, wenn der Benutzerkreis der Anlage klein ist und mindestens ein WC oberhalb der Rückstauebene zur Verfügung steht. Er kann zur Sicherung mehrerer Ablaufstellen verwendet werden, da er immer geöffnet werden darf, aber bei Rückstau innerhalb von 60 Sekunden schließt. Rückstauverschlüsse für fäkalienfreies Schmutzwasser dienen zur Sicherung einzelner, rückstaugefährdeter Ablaufstellen. Sie sind entweder mit einer Klappe oder einer Schwimmerkugel ausgestattet, die im Falle eines Rückstaus selbsttätig schließt. Rückstauverschlüsse müssen mindestens monatlich einer Inspektion durch den Betreiber unterzogen werden. Außerdem müssen sie mindestens zweimal jährlich durch Fachkundige gereinigt, gewartet und auf einwandfreie Funktion geprüft werden.

  • Rücktrittsrecht

    Rücktrittsrecht

    auch: Rücktrittsrechte

    Rücktrittsrechte im Baubereich sind nur dann wirksam, wenn sie vorher vertraglich vereinbart sind. Rücktrittsrechte können mit Bauunternehmern, Fertighausherstellern, Handwerkern usw. vereinbart werden für den Fall, daß diese bestimmte Fristen nicht einhalten. Im Notarvertrag kann auch ein Rücktrittsrecht vereinbart werden für den Fall, daß eine Finanzierung scheitert oder Fördermittel, die in die Finanzierung eingebaut worden sind, nicht ausgezahlt werden. Denkbar ist auch die Vereinbarung eines Rücktritts vom Kaufvertrag, wenn die vom Verkäufer zugesicherte Bebaubarkeit des Grundstücks nicht eintritt.

  • rückwärtige Bebauung

    rückwärtige Bebauung

    Ein Gebäude, das auf einem Grundstück ohne direkte Anbindung an eine öffentliche Straße steht, fällt unter den Begriff der rückwärtigen Bebaung. Die Zufahrt muss dann über ein anderes Grundstück erfolgen, was nur möglich ist, wenn eine entsprechende Verkehrslast im Grundbuch des anderen Grundstückbesitzers verankert ist. Rückwärtige Bebauungen sind so selten nicht, sie können auch Vorzüge haben, weil z.B. der Straßenlärm nur nur gedämpft wahrnehmbar ist. Ein Nachteil sind aber die wesentlich höheren Erschließungskosten, wenn ein neues Grundstück für rückwärtige Bebauung gekauft werden soll, weil dann Abwassser-, Versorgungs- und Kabelleitungen von den Versorgungsunternehmen bis an die Grundstücksgrenze gelegt werden müssen, also 50 oder mehr Meter zu überwinden und damit zu bezahlen sind.

  • Rundblockbohle

    Rundblockbohle

    auch: Rundblockbohlen

    Rundstammbohlen werden meistens für den Bau von Blockhäusern verwendet. Geläufig sind auch die Bezeichnungen Rundstammbohle oder Rundbohle. Die Rundblockbohlen werden so zugerichtet, dass eine breite Nut in der Unterseite in eine ebenso breite Feder auf der Stammoberseite paßt. Die Nut dient auch als Entlastungsschnitt, um der Rißbildung vorzubeugen. Die Stärke einer Rundblockbohle hängt vom Verwendungszweck ab. Für ein Gartenhaus sind 95 mm ausreichend, für ein Wohnblockhaus jedoch kommen Stärken von 200 bis 250 mm zum Einsatz.

  • Rundbogenfenster

    Rundbogenfenster

    Fenster, dessen oberer Teil halbkreisförmig konstruiert worden ist. Solche Fenster werden vor allem bei Sanierungsmaßnahmen in repräsentativen Altbauten - siehe Patrizierhaus - gebraucht. Oft ist der Rundbogen auch als 1§Oberlicht%) ausgebildet. Bauelement, das der Lichtzuführung und Belüftung eines Gebäudes dient. Die Blendrahmen(% und (%Flügelrahmen eines Fensters können aus unterschiedlichen Materialien bestehen wie Kunststoff, Holz, Aluminium oder der Materialkombination Holz-Aluminium. Der "Flügel selbst besteht immer aus Glas. Fenster müssen nicht nur hinsichtlich ihrer Rahmen und ihrer Verglasungsart der EnEV (Energieeinsparverordnung) entsprechen, sondern auch hinsichtlich ihres Einbaus und der Dichtigkeit der Maueranschlußfugen.

  • Rundbogentür

    Rundbogentür

    auch: Rundbogentüren, Rundbogen-Tür, Rundbogen-Türen
    rundbogentuer.gif

    Tür, deren Zarge und demenstprechend auch deren Türblatt oben halbkreisförmig ausgebildet ist.

  • Rundbohlen

    Rundbohlen

    siehe Rundblockbohlen

  • Runddachgaube

    Runddachgaube

    auch: Runddachgauben

    siehe Tonnendachgaube.

  • Rundfenster

    Rundfenster

    siehe Okulus.

  • Rundholz

    Rundholz

    auch: Rundhölzer
    rundholz.jpg

    Der gesägte und von Zweigen und Ästen befreite Baumstamm wird in der Forstwirtschaft und im Holzhandel als Rundholz bezeichnet. Entrindete Rundhölzer werden u.a. zu Holzpalisaden, rustikalen Gartenmöbeln und vor allem zu Blockhäusern verarbeitet; in letzterem Fall wird auch von Rundblockbohlen oder Rundstammbohlen gesprochen. In Österreich ist der Begriff des Rundholzhauses anstelle des Blockhauses geläufig.

  • Rundholzhaus

    Rundholzhaus

    auch: Rundholzhäuser

    Vor allem in Österreich gebräuchliche Bezeichnung für ein Blockhaus aus Rundhölzern.

  • Rundstammbohlen

    Rundstammbohlen

    siehe Rundblockbohlen

  • Rundzylinder

    Rundzylinder

    rzylinder.gif

    Schliesszylinder werden nach ihren äußeren Form unterschieden. Neben dem Rundzylinder sind Ovalzylinder und Profilzylinder gebräuchlich.

  • Runzelbildung

    Runzelbildung

    auch: Runzelbildungen
    runzbildung.jpg

    Auf einer Anstrichoberfläche können sich durch die Bildung einer Haut Runzeln bilden (siehe Abbildung Paint Quality Institute). Ein Grund dafür kann sein, dass die Farbe zu dick aufgetragen wurde. Diese Gefahr besteht vor allem bei Kunstharz-Farben. Auch der Anstrich auf eine heiße Oberfläche oder bei sehr heißem Wetter kann zur Runzelbildung beitragen. Das Gleiche gilt, wenn die nicht ausgehärtete Farbe Regen, Tau, Nebel oder hoher Feuchtigkeit ausgesetzt wurde. Wenn der erste Anstrich nicht richtig getrocknet ist, können sich nach dem Deckanstrich Falten bilden. Weiterhin kann dies geschehen, wenn der Untergrund vor dem Anstrich nicht gesäubert wurde.

  • Rustikalputz

    Rustikalputz

    auch: Rustikalputze

    Der Rustikalputz zählt zur Gruppe der Edelputze. Die Kornstärke beträgt zumeist 5 mm. Er wird mit der Traufel bzw. dem Glätter aufgebracht. Die rustikale, grobe Struktur entsteht durch die Bearbeitung mit einem Schwammbrett oder einer Strukturrolle.

  • Rutschhemmung

    Rutschhemmung

    auch: rutschhemmend

    siehe Trittsicherheit

  • RWA-Anlage

    RWA-Anlage

    auch: RWA-Anlagen

    In der Bundesrepublik verlieren jedes Jahr 500 bis 600 Menschen Ihr Leben durch Brände, die Zahl der Verletzten ist um ein Vielfaches höher. Hauptursache für Personenschäden sind allerdings nicht etwa direkte Kontakte mit dem Feuer, sondern mit stark toxischen Rauchmengen durchsetzte Flucht- und Rettungswege wie z. B. Treppenhäuser. Verrauchte Flucht- und Rettungswege behindern und gefährden aber ebenso die Arbeit der Feuerwehr erheblich. Verzögerungen bei der Brandbekämpfung und damit höhere Brandschäden an Gebäuden und Sachwerten sind die Folge. Eine der wichtigsten Aufgaben des vorbeugenden Brandschutz ist daher, die Flucht - und Rettungswege von Beginn des Brandes an rauchfrei zu halten. Die Aufgaben einer Rauch- und Wärmeabzugsanlagen ( RWA-Anlagen ) sind: - Sicherung der Fluchtwege und damit Rettung von Menschenleben - Ermöglichung eines schnellen und gezielten Feuerwehreinsatzes - Verhinderung bzw. Verzögerung einer explosionsartigen Durchzündung - thermische Entlastung der Gebäudekonstruktion - Verringerung der Gefahr eines frühzeitigen Einsturzes - Vermeidung des vollständigen Verrauchens von Gebäuden - Reduzierung von Brandfolgeschäden