Lexikon

  • U
  • Überbaubare Grundstücksfläche

    Überbaubare Grundstücksfläche

    auch: Überbaubare, Grundstücksflächen

    Laut Baunutzungsverordnung können die überbaubaren Grundstücksflächen durch die Festsetzung von Baulinien, Baugrenzen oder Bebauungstiefen bestimmt werden. Ansonsten wird die überbaubare Grundstücksfläche von der Grundflächenzahl bestimmt.

  • Überdach

    Überdach

    siehe Dachreiter.

  • Überfallmelder

    Überfallmelder

    siehe Alarmanlage.

  • Überkopfverglasung

    Überkopfverglasung

    auch: Überkopf-Verglasungen

    Schräg- bzw. Überkopfverglasungen sind heute in fast jedem Neubau wie beispielsweise bei Vordächern, Wintergärten oder Dachflächenfenstern zu finden. Bei Neigung von Fensterwänden mit einer Größe von über 300 mm muss Glas mit Sicherheitseigenschaften verwendet werden. Da geneigte Verglasungen der Witterung, hohen Temperaturschwankungen und mechanischer Belastung (u.a. Winddruck und sogenannter Schneelast, Hagel) entsprechend stark ausgesetzt sind, müssen sie besonders sorgfältig geplant und ausgeführt werden. Neben den bereits genannten Anwendungsfällen Wintergärten und Vordächer werden Überkopfverglasungen zur Überdachung von Passagen, Ladenstraßen, Innenhöfen und Atrien eingesetzt.

  • Überspannungs-Ableiter

    Überspannungs-Ableiter

    siehe Ableiter.

  • Überspannungsschutz

    Überspannungsschutz

    Maßnahmen an der Blitzschutzanlage, die verhindern sollen, daß eine gefährliche Überspannung entsteht. Folgende Maßnahmen sind bei einer Blitzschutzanlage zweckmäßig: Vermehrung der Fangleitungen und Ableitungen auf möglichst geringe Abstände, etwa auf 5 bis 7 m. Ausbildung von Metallfassaden zur Abschirmung. Anschluss der Bewehrungen aller Decken, Wände und Fußböden an die Blitzschutzanlage. Vermaschung der Erdungsanlagen zwischen denjenigen Gebäuden, die über Starkstrom- oder Fernmeldeleitungen verbunden sind. Weiterhin findet man einen Überspannungsschutz beim Schutz von empfindlichen elektronischen Bauteilen vor Überspannungen im Stromnetz oder als Folge von Blitzschlag, als Steckdosen mit Überspannungsschutz (auch als Tisch-Steckdosenleiste), Zwischenstecker oder Kombinationszwischenstecker. Tritt eine Überspannung auf, wird das nachgeschaltete elektronische Gerät innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde vom Netz getrennt.

  • Überwachungsarten

    Überwachungsarten

    siehe Alarmanlage.

  • Ü-Zeichen

    Ü-Zeichen

    siehe Übereinstimmungszeichen.

  • Umkehrdach

    Umkehrdach

    auch: Umkehrdächer

    Umkehrdächer sind eine Alternative des Warmdachs. Beim Umkehrdach werden die Dachbahnen (in der Regel zwei Lagen Polymerbitumenbahnen) direkt auf das Tragwerk aufgebracht, darauf erfolgt dann die Wärmedämmung durch regen- und frostsichere Dämmplatten. Von Vorteil ist dabei, daß die Dachhaut vor Sonneneinstrahlung geschützt und Blasenbildung weitgehend vermieden wird. Die Dämmschicht kann sogar als Schutzschicht für ein Gründach verwendet werden.

  • Umwälzpumpe

    Umwälzpumpe

    auch: Umwälzpumpen

    Eine Umwälzpumpe befördert heißes Wasser vom Heizkessel zum Heizkörper. Dort kühlt es ab und fließt zum Heizkessel zurück. Ein neuer Umlauf beginnt. Umwälzpumpen finden auch in anderen Bereichen (z.B. Schwimmbeckenfilteranlagen) und mit anderen Flüssigkeiten (z.B. Öl) Verwendung. Das Prinzip ist überall das gleiche: Die Pumpe hält eine Flüssigkeit in Umlauf.

  • Umweltverträglichkeitsprüfung

    Umweltverträglichkeitsprüfung

    Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ist ein systematisches Prüfverfahren, mit dem die unmittelbaren und mittelbaren Auswirkungen eines Vorhabens auf die Umwelt bereits im Planungsstadium nachvollziehbar festgestellt, beschrieben und bewertet werden. Die Notwendigkeit einer UVP ist nur dann gegeben, wenn „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ mit erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt zu rechnen ist, beispielsweise bei Kerntechnischen Anlagen, Abfallentsorgungsanlagen, Flugplätzen, Feriendörfern und Hotelkomplexen sowie bei gewerblichen Betrieben und Anlagen. Wird bereits bei der Aufstellung eines Bebbauungsplans eine UVP durchgeführt, muss eine solche bei einem späteren Bauvorhaben nicht nochmals durchgeführt werden, es sei denn, die von diesem konkreten Projekt ausgehenden Umweltauswirkungen waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Bebauungsplans nicht erkennbar. In „normalen“ Bebauungsplänen wird in der Regel keine UVP durchgeführt, beispielsweise bei reinen Wohngebieten, da von diesen keine negativen Umwelteinwirkungen ausgehen.

  • Umwidmung

    Umwidmung

    siehe Nutzungsänderung

  • Unterdach

    Unterdach

    auch: Unterdächer

    Unterdächer sind eigenständige Dichtungs-/ Deckungsschichten, die unter der eigentlichen Dachdeckung angeordnet sind. Sie werden dann eingesetzt, wenn die Anforderungen eine höhere Dichtheit der Gesamteindeckung nötig machen bzw. aufgrund einer geringen Dachneigung. Mit Hilfe des Unterdaches wird eine zweite Entwässerungsebene angeordnet, die durch die Haupteindeckung eindringende Feuchtigkeit (Tauwasser, Stauwasser, Treibwasser...) sicher abführt. Das Unterdach kommt bei Unterschreitung von Regeldachneigungen oder aus Gründen der Dacheindeckung oder spezifischen Planung zur Anwendung. Dabei wird zwischen Unterdichtungen, Unterdeckungen und Vordeckungen unterschieden.

  • Unterdeckbahn

    Unterdeckbahn

    auch: Unterdeckbahnen
    udbahn.jpg

    Folie aus Kunststoff, die den wassereintritt in Bauteile verhindern soll. Unterdeckbahnen werden beispielsweise bei Steildächern auf der Schalung befestigt. Auch als Trennlage und wasserabführende Schicht unter Blechdächer, an Wänden und überall dort, wo kein Wasser hinkommen soll, ist eine Unterdeckbahn geeignet. Unterdeckbahnen lassen zwar kein Wasser durch, dafür aber Wasserdampf, denn sie sind meist diffusionsoffen aufgebaut. Somit kann Feuchtigkeit aus dem Bauteil ins Freie gelangen und es durchfeuchtet nicht, was zu Schimmelbildung und Bauschäden führen kann.(Foto: Hersteller Klöber)

  • Unterdecke

    Unterdecke

    auch: Unterdecken

    Die DIN 18168 unterscheidet zwei Arten von Unterdecken. Zum einen die abgehängte Decke und zum anderen die leichte Deckenbekleidung. Hierbei wird die Unterdecke direkt am tragenden Deckenteil befestigt. Dies kann durch Kleben geschehen oder durch das Anschrauben an eine Traglattung. Als leichte Deckenbekleidung kommen Holz und diverses Plattenmaterial zum Einsatz. Akustikdecken zählen auch zu den Unterdecken, sie werden eingesetzt, wenn besondere Anforderungen an die Schallausbreitung gestellt werden wie beispielsweise in Konzertsäalen oder Klassenzimmern.

  • Unterdeckplatte

    Unterdeckplatte

    auch: Unterdeckplatten
    unterdeckplatte.jpg

    Diese Holzfaserplatte übernimmt neben zwei Aufgaben. Erstens verhindert sie wie die Unterdeckbahn den Wassereintritt in den Dachraum und sorgt für Winddichtigkeit. Zweitens verbessert die Unterdeckplatte den Schall- und Wärmeschutz. Vor allem der Schutz vor sommerlicher Hitze wird durch die Platten spürbar verbessert. Die Unterdeckplatten werden mit zugelassenen Befestigungsmitteln auf dem Sparren befestigt. Sie sind diffusionsoffen und können größere Feuchtigkeitsmengen aufnehmen und kontrolliert an die Außenluft abgeben. Sie können sowohl bei der Sanierung als auch beim Neubau eingesetzt werden.

  • Unterdruckentwässerung

    Unterdruckentwässerung

    siehe Vakuumkanalisation.

  • Unterkellerung

    Unterkellerung

    auch: Unterkellerungen

    siehe Keller.

  • Unterlicht

    Unterlicht

    auch: Unterlichte, Unterlichter

    Entspricht dem Oberlicht, wird jedoch unterhalb des Hauptfensters und damit über der Fensterbank eingebaut. Eine in Altbauten anzutreffende Fensterform, die vor allem Belüftungszwecken dient.

  • Unterputz

    Unterputz

    armatur2.jpg

    Putze gibt es fast wie Sand am Meer, aber es gibt keinen speziellen Unterputz. Lediglich die erste Putzlage, die der Putzer zum Ausgleich von Unebenheiten oder zur Verbesserung der Haftung aufträgt, wird im Fachhandwerk so bezeichnet. Der Begriff hat aber in Verbindung mit anderen Bauteilen eine größere Bedeuung, wenn unterschieden werden soll zwischen einer Montage "auf Putz" oder "unter Putz". Insofern gibt es im Bereich der Elektroinstallation beispielsweise Unterputz-Dosen, Unterputz-Abzweigkästen oder abgeschirmte Unterputz-Kabel, im Bereich der sanitären Installation Unterputz-Wannenbatterien oder Unterputz-Spülkästen. Bei einer Unterputz-Briefkastenanlage, Unterputz-Wannenbatterie oder Unterputz-Lüftungsanlage darf nicht übersehen werden, daß die entsprechenden Einbauteile eigentlich i n der Wand und damit auch i m Putz liegen, nicht jedoch u n t e r dem Putz. Dann würde ein Unterputz-Radio (und solche gibt es tatsächlich) ja auch nicht in Betrieb gesetzt werden können. Der Begriff "Unterputz" hat sich jedoch in dem Sinne verselbständigt, als damit alle Einbauteile gemeint sind, die tatsächlich unter Putz liegen oder rundum eingeputzt sind, während die eigentlichen Bedienteile durchaus über die verputzte Ebene hinausragen können. Das Foto zeigt eine Wannenbatterie des Herstellers GROHE für Unterputzmontage.

  • Unterrähmgefüge

    Unterrähmgefüge

    siehe Ankerbalkenbauweise.

  • Unterrähmkonstruktion

    Unterrähmkonstruktion

    siehe Ankerbalkenbauweise.

  • Unterrähmverzimmerung

    Unterrähmverzimmerung

    siehe Ankerbalkenbauweise.

  • Unterspannbahn

    Unterspannbahn

    auch: Unterspannbahnen

    siehe Dachunterspannbahn.

  • Untersparrendämmung

    Untersparrendämmung

    Aufgrund immer steigender Anforderungen an die Wärmedämmung reicht die Sparrendicke trotz Vollfüllung häufig nicht mehr aus. Aus diesem Grund muss zusätzlich zur Zwischensparrendämmung noch ein Untersparrendämmung eingebracht werden. Dazu wird senkrecht zu den Sparren eine Konterlattung über der folienverkleideten Zwischensparrendämmung angebracht. Zwischen die Latten wird als Dämmstoff zum Beispiel ein Klemmfilz oder Dämmkeile eingeklemmt. Alternativ zu dem System mit Konterlattung und Klemmfilz können auch Holzfaserplatten direkt an die Sparren geschraubt werden. Da durch die Untersparrendämmung viel Wohnraum verloren geht, empfiehlt sich soweit möglich eine Aufsparrendämmung.

  • Unterzug

    Unterzug

    auch: Unterzüge

    Ein Unterzug ist ein lineares Tragglied in Form eines Balkens, welcher die Lasten einer auf ihm liegenden Wand oder Decke aufnimmt und dadurch einen freien Durchgang schafft. Er nimmt die Last auf und leitet sie weiter in Wände, Pfeiler oder Stützen. Unterzüge werden entweder an Ort und Stelle betoniert oder es wird ein Bauteil aus Fertigbeton, Stahl oder Holz verwendet. Unterzüge werden sichtbar oder deckengleich eingebaut, dies insbesondere in Stahlbetondecken, um die Aufnahme besonderer Punkt- oder Linienlasten zu ermöglichen. Durch einen Unterzug kann die Tragkraft oder die Spannweite auch nachträglich erhöht werden. Zum betonieren eines Unterzugs werden sog. U-Schalungen verwendet.

  • Urinal

    Urinal

    auch: Urinale
    urinal.jpg

    Wandhängendes Becken aus Sanitärkeramik oder Edelstahl, in das der Mann stehend sein "kleines Geschäft" verrichtet. Urinale gehören zur Pflichtausstattung öffentlicher Sanitärräume und sind einerseits eine sehr zweckmäßige Einrichtung, andererseits aber insofern ein Problemfall, als das Umfeld des Urinals fast immer verschmutzt ist, weil viele Männer nur nachlässig ihren Harnstrahl in die richtige Richtung lenken. Die sanitärkeramische Industrie versucht dem beizukommen, in dem sie Silhouetten von Fliegen, Bomben und dergleichen aufdruckt, um in Spekulation auf das "Kind im Manne" die Treffsicherheit zu erhöhen. Der Verunreinigung vor allem durch Zigarettenkippen versucht man durch Urinalschutzsiebe entgegenzuwirken. Urinale in öffentlichen Toiletten sind vielfach mit sog. Schamwänden unterteilt und in der Regel mit einem Geruchsverschluss ausgestattet. Der Harn wird dabei über ein Absaugsiphon abgesaugt, anschließend wird der Geruchsverschluss mit sauberem Wasser nachgespült und gefüllt. Im privaten Wohnbereich, insbesondere in Familien mit mehreren männlichen Angehörigen, werden überwiegend Urinale mit Klappdeckeln aus Kunststoff eingebaut.

  • UV-Beständigkeit

    UV-Beständigkeit

    Der Begriff UV-Beständigkeit wird gerne verwendet, wenn die Hersteller von Baustoffen oder Bauteilen darauf hinweisen wollen, dass ihre Produkte gegen die Einwirkung der UV-Strahlung "beständig" sind. "Beständig" bedeutet jedoch nicht unangreifbar. Um Baumaterialien, insbesondere Holzbauteile, vor den Folgen von Bewitterung und UV-Strahlung zu schützen, werden Beschichtungen und speziell bei Holz hochdeckende Anstriche verwendet. Holzlasuren sind je nach Farbton mehr oder weniger UV-beständig.

  • UV-Strahlung

    UV-Strahlung

    Ultraviolette Strahlung unterhalb des für das menschliche Auge sichtbaren Lichtspektrums. Die UV-Strahlung trägt in erheblichem Maße dazu bei, dass Oberflächen von Baumaterialien und -stoffen geschädigt werden. Dies gilt für die Rahmen von Kunststofffenstern ebenso wie für Baustoffe aus Holz, wo die UV-Strahlung bei unzureichendem Schutz einen Ligninabbau in der Holzoberfläche und damit Haftungsverluste und Abplatzungen verursachen kann.

  • U-Wert

    U-Wert

    auch: U-Werte

    siehe Wärmedurchgangskoeffizient.