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Porträt Kitzlinger - Öko
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Ökohaus bauen: Kosten, Anbieter & Tipps für nachhaltiges Bauen

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Celine Hausenstein
Aktualisiert am 2. Februar 2026

Unter den vielen Haustypen nimmt das Ökohaus eine besondere Stellung ein: Es ist konsequent auf Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Wohngesundheit und den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen ausgelegt – und kann je nach Ausstattung zu einem echten Energiesparhaus werden.

Ein Ökohaus (Biohaus) ist ideal für alle, die naturnah bauen und Wert auf schadstoffarme Materialien sowie ein gesundes Raumklima legen. Auch Menschen, die ein möglichst funkarmes Wohnumfeld bevorzugen, finden in ökologischen Baukonzepten passende Lösungen. Dabei gilt: Ob Fertig- oder Massivbauweise – ein auf Ökologie ausgerichtetes Haus verbindet diese Anforderungen mit großer Gestaltungsfreiheit bei Größe, Grundriss, Form und Baustil.

Gerade das Block- und Fertighaus eignen sich besonders gut für umweltfreundliche Bauprojekte: Denn durch die Holzbauweise – Holz ist ein zentraler, nachwachsender Baustoff – lassen sich ökologische Standards effizient umsetzen und präzise planen.

Celine Hausenstein
Aktualisiert am 2. Februar 2026

Zusammenfassung: Ökohaus in Kürze

  • Nachhaltig gebautes Wohnhaus

  • Natürliche Baustoffe wie Holz, Lehm oder Stroh

  • Hohe Energieeffizienz, wohngesundes Raumklima & Schadstofffreiheit

  • Kosten ca. 3.000-4.000 Euro/qm für schlüsselfertige Biohäuser, Förderung über KfW & regionale Programme möglich.

  • Beliebte Anbieter: ÖHS, Bio-Solar-Haus, SchwörerHaus, WeberHaus

Was versteht man unter einem Ökohaus?

Ein Ökohaus (auch Biohaus genannt) ist ein Wohnhaus, das vollumfänglich auf Ökologie, Energieeffizienz und Wohngesundheit ausgerichtet ist. Im Mittelpunkt steht der Einsatz von natürlichen, schadstoffarmen Baustoffen. Dadurch entsteht ein angenehmes, zuträgliches Raumklima, das sich besonders für Allergiker eignet.

Biohaus: Tragender Baustoff Holz

Bei einem Ökohaus kommt primär Holz aus nachhaltiger, regionaler Forstwirtschaft zum Einsatz. Bevorzugt werden heimische Nadelhölzer wie Fichte, Tanne und Lärche für tragende Konstruktionen sowie Douglasie oder Lärche für wetterexponierte Außenfassaden. Diese Holzarten stammen idealerweise aus PEFC- oder FSC-zertifizierten Wäldern im Umkreis von maximal 200 Kilometern – kurze Transportwege minimieren zusätzlich den ökologischen Fußabdruck.

Holz ist der klimafreundlichste Baustoff: Während ihres Wachstums binden Bäume durch Photosynthese CO₂ aus der Atmosphäre und speichern den Kohlenstoff dauerhaft im Holz. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus aus Holz speichert etwa 40 bis 80 Tonnen CO₂ (Quelle: Augsburger Allgemeine) – mehr als bei der Herstellung, Verarbeitung und dem Transport des Holzes freigesetzt wird. Die CO₂-Bilanz ist damit deutlich positiv.

Durch nachhaltige Forstwirtschaft wird sichergestellt, dass nur so viel Holz geerntet wird, wie nachwächst. Trotz der Waldschäden durch Dürre, Stürme und Borkenkäferbefall in den letzten Jahren (Quelle: Statistisches Bundesamt/Destatis 2025) bleibt die Waldfläche mit einem Drittel der Landesfläche (Quelle: Destatis 2025) weitgehend stabil. Langfristig hat Deutschland laut Bundeswaldinventur seine Waldfläche durch konsequenten Schutz und Aufforstung sogar leicht ausbauen können. Dieser regenerative Kreislauf macht Holz zum idealen Material für zukunftsorientiertes, klimaneutrales Bauen mit besonders geringen Effekten auf die Umwelt, wie eine aktuelle Studie des Umweltbundesamts bestätigt.

Lehm und Stroh für den Innenausbau

Ergänzt wird das Baumaterial Holz je nach Konzept durch

  • Lehm, ein natürliches Schluff-Sand-Ton-Gemisch, als Innenputz oder als gebrannte Ziegel
  • Als Dämmmaterial Stroh, Hanf, Zellulose, Schafwolle oder Holzfaser
  • Kork für effektive Wärmedämmung und Schallschutz (Trittschall- & Lärmdämmung in Fußböden bzw. Zwischenwänden)
  • Naturfarben aus nachwachsenden, pflanzlichen oder mineralischen Rohstoffen wie Kalk, Lehm, Pflanzenölen, Harzen und natürlichen Pigmenten zum Streichen der Wände. Diese verzichten auf synthetische Bindemittel und Konservierungsstoffe, was sie atmungsaktiv, schadstofffrei und ideal für Allergiker macht.

Für den ökologischen Hausbau werden diese Baustoffe über den gesamten Lebenszyklus nicht mit chemischen Mitteln behandelt und lassen sich nach einem eventuellen Abriss vollständig recyceln.

Baumaterialien wie Holz, Lehm, und Schafwolle wirken beim Ökohaus hervorragend feuchtigkeitsregulierend und beugen so Schimmel vor – Kork ist sogar an sich schimmelresistent. Lehmputz kann dabei bis zu neunmal mehr Feuchtigkeit aufnehmen als Gipsputz und gibt diese bei Bedarf wieder an die Raumluft ab. Holz als diffusionsoffenes Material ergänzt diese Eigenschaft ideal.

Darüber hinaus profitiert das Raumklima von den luftreinigenden Eigenschaften des Lehms: Seine offenporige Struktur bindet Feinstaubpartikel, Gerüche und bestimmte Schadstoffe aus der Raumluft – wie auch Schafwolle.

Die Wärmedämmung eines Ökohauses resultiert zwar nicht ausschließlich aus dem Holz selbst – mit einer zwar niedrigen Wärmeleitfähigkeit von 0,12 bis 0,18 W/(mK) ist Holz trotzdem kein Dämmstoff im eigentlichen Sinne –, sondern aus der Gesamtkonstruktion mit hochwertiger natürlicher Dämmung aus Holzfaser, Zellulose, Hanf oder Schafwolle. Diese ökologischen Dämmstoffe erreichen Werte von 0,035 bis 0,050 W/(mK) und sorgen in Kombination mit der Holzkonstruktion dafür, dass sich die Räume weder im Sommer übermäßig aufheizen, noch im Winter schnell auskühlen.

Das Zusammenspiel aus diffusionsoffenen Materialien, Feuchtigkeitsregulierung und schadstoffbindenden Eigenschaften schafft ein angenehmes, wohngesundes Raumklima – ideal für Allergiker und gesundheitsbewusste Bauleute.

Naturhaus: Künstliche Baustoffe werden gemieden

Typisch für ein Ökohaus ist außerdem, dass künstliche Baustoffe wie Kunststoffe, Verbundwerkstoffe oder stark versiegelnde Materialien im Innenausbau weitestgehend gemieden werden, um die Schadstoffbelastung niedrig zu halten und Allergene von vornherein auszuschließen. So schafft ein Biohaus ein gesundes Wohnumfeld für die ganze Familie.

Ökologischer Hausbau: Nachhaltige Bau- und Dämmstoffe wählen

Ökologisch unbedenkliche Baustoffe minimieren das Gesundheitsrisiko, da sie schadstoffarm verarbeitet werden und in der Regel aus rein natürlichen Rohstoffen bestehen.

Vermiedene Materialien beim Ökohaus:

  • PVC-Bodenbeläge und Kunststoffteppiche – sie können Weichmacher (Phthalate) und flüchtige organische Verbindungen (VOC) ausdünsten
  • Lösungsmittelhaltige Lacke, Farben und Kleber – enthalten oft Formaldehyd und andere allergieauslösende Stoffe
  • OSB-Platten und konventionelle Spanplatten mit formaldehydhaltigen Leimen
  • Kunstharzbasierte Versiegelungen für Böden und Möbel
  • Mineralwolle-Dämmstoffe mit synthetischen Bindemitteln
  • Polystyrol-Dämmstoffe (Styropor/Styrodur) mit Flammschutzmitteln

Stattdessen kommen beim Biohaus zum Einsatz:

  • Massivholzböden geölt oder gewachst statt lackiert
  • Naturfarben auf Basis von Leinöl, Casein oder Kalkfarben
  • Holzfaserdämmung, Zellulose, Hanf oder Schafwolle ohne synthetische Bindemittel
  • Leimfreie oder leimarme Holzverbindungen (z.B. formaldehyd-freie Leime der Klasse E0)
  • Natursteinböden, Linoleum oder Korkböden statt Vinyl
  • Lehm- oder Kalkputze statt Gipsputze mit Kunststoffzusätzen

Bei konsequenter Materialauswahl lassen sich VOC-Werte deutlich unter dem vom Umweltbundesamt empfohlenen Vorsorgewert von 950 µg/m³ erreichen. Geprüfte wohngesunde Häuser erreichen Werte deutlich unter 300 µg/m³ – dem Richtwert für "hygienisch unbedenkliche" Raumluft laut Umweltbundesamt. Zum Vergleich: Nachhaltige Bauzertifizierungen wie DGNB fordern für die beste Bewertung Werte unter 500 µg/m³.

Besonders profitieren:

  • Allergiker und Asthmatiker durch Vermeidung von Hausstaubmilben-fördernden Materialien und Schadstoffen
  • Chemikaliensensible Menschen (MCS) durch Verzicht auf Ausdünstungen
  • Familien mit Kleinkindern, da Kinder besonders empfindlich auf Schadstoffe reagieren
  • Ältere Menschen mit geschwächtem Immunsystem

Viele Ökohaus-Anbieter lassen ihre Häuser zusätzlich durch unabhängige Institute wie den TÜV oder das Sentinel Haus Institut prüfen und zertifizieren. Diese wohnmedizinischen Prüfungen messen die tatsächliche Raumluftqualität nach Fertigstellung und garantieren definierte Grenzwerte für Schadstoffe.

Tabelle: Übersicht der wichtigsten ökologischen Baustoffe
BaustoffVerwendungVorteileNachteile
HolzTragwerk, Fassade, InnenausbauNachwachsend, CO2-Speicher, gute DämmungHolzschutz erforderlich
LehmInnenputz, ZiegelFeuchteregulierung, schadstoffbindendwitterungsempfindlich beim Bau, feuchtigkeitsempfindlich
StrohDämmung, WandfüllungGünstig, sehr gute DämmungBrandschutz beachten
HanfDämmungSchnellwachsend, schimmelresistentHöherer Preis
ZelluloseEinblasdämmungRecyceltes Material, gute DämmungFeuchteschutz nötig
KorkDämmung, BodenbelagLanglebig, trittschalldämmend, fäulnisresistentTeuer
SchafwolleDämmungFeuchteregulierung, Raumluftverbesserung, natürlichMottenschutz erforderlich

Wodurch zeichnen sich ökologische Baustoffe aus?

Unter ökologischen Baustoffen versteht man Materialien, die über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg – von der Gewinnung über die Verarbeitung bis zur Entsorgung – besonders umweltschonend sind und eine niedrige CO₂-Bilanz aufweisen. Die folgenden Kriterien definieren, was einen Baustoff wirklich ökologisch macht:

Ökologische Häuser: Mehr zu vertrauenswürdigen Siegeln & Zertifikaten

Was kostet ein Ökohaus?

Die Kosten für ein schlüsselfertiges Ökohaus liegen zwischen 3.000 und 4.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Diese Preisspanne liegt etwa 15-25 % über konventionellen Fertighäusern und ergibt sich durch die Verwendung hochwertiger ökologischer Baustoffe, eine besonders energieeffiziente Gebäudehülle und nachhaltige Haustechnik-Komponenten.

Die wichtigsten Preisfaktoren sind die Ausbaustufe, Ausstattungsqualität, Wohnfläche, Dachform & Details wie Gauben, Komplexität des Grundrisses (z.B. Erker, Wintergarten, Balkone) und Extrawünsche wie Kamin, größere PV-Anlage (10 kWp statt 6 kWp), Stromspeicher, Regenwasserzisterne oder Smart-Home-Komplettpaket.

Rechenbeispiel: Für ein 140 qm großes Ökohaus als schlüsselfertiges Fertighaus sollten Sie im Schnitt mit 420.000 bis 560.000 Euro rechnen (ohne Grundstück, Baunebenkosten, Bodenplatte bzw. Keller und Außenanlagen wie Garten, Garage und Zufahrt).

Warum sind Ökohäuser teurer als konventionelle Häuser?

Die Mehrkosten von Ökohäusern haben konkrete Gründe:

  1. Hochwertige ökologische Baustoffe Naturbelassenes Holz aus zertifizierter Forstwirtschaft, schadstoffgeprüfte Holzfaserdämmung, Lehmputze und natürliche Farben kosten 20-30 % mehr als konventionelle Baumaterialien. Dafür erhalten Sie jedoch schadstofffreie, langlebige Materialien mit positiver Ökobilanz.
  2. Höherer Energiestandard Die meisten Ökohäuser werden als KfW-Effizienzhaus 40 oder besser gebaut. Die dickere Dämmung (oft 30-40 cm), hochwertige Dreifachverglasung und spezielle Luftdichtungskonzepte erhöhen die Baukosten um etwa 200-300 Euro pro qm.
  3. Aufwendigere Haustechnik Wärmepumpen, kontrollierte Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, Photovoltaikanlagen und Stromspeicher gehören oft zur Standardausstattung und schlagen mit 30.000 bis 60.000 Euro zusätzlich zu Buche.
  4. Spezialisierte Handwerksarbeit Der Einbau ökologischer Baustoffe erfordert geschulte Fachkräfte. Nicht alle Bauunternehmen haben diese Expertise, was zu höheren Arbeitskosten führt.

Ökohaus bauen: Lohnt sich die Investition?

Ökohäuser sind in der Anschaffung teurer, amortisieren sich aber langfristig durch niedrige Betriebskosten, staatliche Förderung und hohen Wiederverkaufswert (Tendenz steigend durch verschärfte Klimaauflagen).

Ökohaus-Kosten: Beispielrechnung

Um Ihnen greifbare Richtwerte für die gesamten Kosten eines Ökohauses an die Hand zu geben, finden Sie im Folgenden eine Beispielrechnung mit allen Posten rund um den Hausbau.

Wir gehen dabei von einem Biohaus mit 120 qm zu einem Quadratmeterpreis von 4.000 Euro aus. In die Rechnung fließen zusätzlich die Ausgaben für ein Grundstück mit 500 qm in Baden-Württemberg ein (durchschnittlicher Preis für baureifes Wohnbauland laut Destatis: 362 Euro). Außerdem berechnen wir eine Thermobodenplatte zu 300 Euro/qm, eine Teilunterkellerung von 40 Quadratmetern zur Unterbringung von Haustechnik, Stauraum und Hauswirtschaftsräumen zu 1.000 Euro/qm, 20 % der Bausumme an Baunebenkosten sowie 10 % für die Außenanlage, beispielsweise Carport und Gartenhaus.

Ebenfalls eingeschlossen ist ein zusätzlicher Puffer für weitere Kosten rund um den Bau Ihres Ökohauses, etwa ein Umzugs-Unternehmen, neue Einrichtung, Richtfest, Entsorgung von Abfällen, Trinkgelder für Handwerker und Ähnliches.

Ökologisches Holzhaus mit KfW 40 Standard von Dammann-Haus
Ökologisches Holzhaus mit KfW 40 Standard von Dammann-Haus
Tabelle: Kosten eines Ökohauses mit 120 qm aufgeschlüsselt
KOSTENFAKTORPREIS
Ökohaus-Preis480.000 Euro
Grundstück181.000 Euro
Bodenplatte24.000 Euro
Teilkeller40.000 Euro
Außenanlage48.000 Euro
Baunebenkosten96.000 Euro
Sonstige Kosten15.000 Euro
= Kosten Ökohaus gesamt:884.000 Euro

Was sollte bei der Ausrichtung eines Ökohauses beachtet werden?

Einer der bedeutendsten Überlegungen beim Ausrichten eines Ökohauses auf dem Grundstück ist die Nutzung natürlich vorhandener Energiequellen. Deshalb sollten schon bei der Planung einige Details festgemacht werden:

  • Wichtigste Wohnräume zur Südseite ausrichten (Wohn-Essbereich, Küche) - optimale Beleuchtung durch Sonneneinstrahlung
  • Große Fenster in häufig genutzten Wohnräumen einsetzen - zur ausreichenden Belüftung
  • Wenig genutzte Räume auf Nordseite platzieren (Technikraum, Schlafzimmer, Gästezimmer) - spart Heizungs- und Stromkosten
Ausführliche Infos zum Thema

Ökohaus-Planungs-Checkliste:

  • Grundstück nach Süden ausgerichtet für passive Solargewinne
  • Kompakte Bauform (A/V-Verhältnis) für niedrigen Energieverlust
  • Große Fensterflächen nach Süden (Wohnräume)
  • Kleine Fensterflächen nach Norden (Nebenräume)
  • Holz aus regionaler, zertifizierter Forstwirtschaft (PEFC/FSC)
  • Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • Photovoltaikanlage für Eigenstromerzeugung
  • Regenwassernutzung für Garten und WC
  • Flächenheizung (Fußboden-/Wandheizung) statt Heizkörper
  • Zertifizierung planen (z.B. QNG-Siegel für KfW-Förderung)
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Allergikerhaus: Allergikerfreundlich bauen

Ein erheblicher Teil der Bevölkerung ist von Allergien betroffen; laut Bundesgesundheitsblatt wurde bei rund 30 % der Erwachsenen mindestens eine allergische Erkrankung jemals ärztlich diagnostiziert (z. B. Heuschnupfen, Hausstaubmilbenallergie).

Konventionell gebaute Häuser enthalten oft viele unterschiedliche Baustoffe, darunter Kleber, Dichtstoffe, Lösungsmittel und Lacke, die über längere Zeit VOC (flüchtige organische Verbindungen) in die Raumluft abgeben können. Ein allergikerfreundliches Ökohaus minimiert diese Belastungen durch durchdachte Materialwahl und passende Technik.

Bei diesem energiesparenden Fertighaus von SchwörerHaus sorgt die besondere Frischluft- & Lüftungstechnik für beste Voraussetzungen für Allergiker.
Bei diesem energiesparenden Fertighaus von SchwörerHaus sorgt die besondere Frischluft- & Lüftungstechnik für beste Voraussetzungen für Allergiker.

Allergikerhaus: Baustoffe mit potenziell reizender/allergener Wirkung vermeiden

Die Materialwahl entscheidet über die Wohngesundheit. Kritisch (je nach Produkt/Empfindlichkeit) können sein:

  • Lösungsmittelhaltige Farben und Lacke (VOC-Emissionen)
  • PU-Schäume als Dicht-/Montagematerial (v. a. während Verarbeitung/Aushärtung relevant; Produktdaten beachten)
  • Formaldehyd aus bestimmten Holzwerkstoffen/Klebstoffen (insb. großflächiger Einsatz)
  • Weichmacher in PVC-Böden und bestimmten Kunststoffen
  • Terpene (z. B. aus terpenreichen Nadelhölzern) können bei empfindlichen Personen Reizungen begünstigen

Allergikerfreundliche Alternativen:

  • Massivholzdielen statt PVC (bei Holz: Oberflächen/Öle/Lacke emissionsarm wählen)
  • Mineralische Putze und Naturfarben ohne/mit sehr geringen Lösemitteln
  • Naturdämmstoffe wie Holzfaser, Zellulose oder Schafwolle (prüfkammergeprüfte Produkte bevorzugen)
  • Holzwerkstoffe mindestens Emissionsklasse E1 (ggf. E0/F0 nur mit belastbarem Nachweis, je nach System)
  • Zertifizierte/prüfkammergeprüfte Produkte (z. B. natureplus, TÜV, weitere anerkannte Siegel je nach Produktgruppe)

Lüftungs- und Filtertechnik für Pollenallergiker

Für Pollenallergiker ist eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit geeigneter Filterung sinnvoll.

  • Zulufilter nach ISO 16890: ISO ePM1 (häufig als „Pollenfilter“ vermarktet)
  • Reduziert den Eintrag von Außenallergenen über die Zuluft deutlich (die tatsächliche Wirkung hängt auch von Geräte-Dichtheit, Wartung und Filterwechsel ab)
  • Eine „Schleuse“/Garderobenlösung kann den Eintrag über Kleidung reduzieren
  • Lüftungsstrategie kann automatisiert an Pollenflugzeiten angepasst werden

Heizungstechnik: Flächenheizungen statt Konvektoren

Flächenheizungen (Fußboden-, Wand- oder Deckenheizung) sind für Allergiker oft vorteilhaft:

  • Häufig niedrigere Vorlauftemperaturen (typisch ca. 30–35 °C, systemabhängig) → tendenziell weniger Konvektion und Staubbewegung
  • Gleichmäßige Strahlungswärme kann Temperatur- und Feuchtespitzen reduzieren
  • Gleichmäßig temperierte Oberflächen können helfen, Feuchteprobleme (und damit Schimmelrisiken) zu verringern (ersetzt aber keine Feuchte-/Lüftungsplanung).

Was kennzeichnet ein geprüftes Allergikerhaus?

  • Schadstoffgeprüfte Baustoffe (Emissionsprüfungen/Prüfkammerdaten)
  • Raumluftmessung vor Übergabe (je nach Standard mit definierten Zielwerten)
  • Unabhängige Bewertung/Zertifizierung – z. B. Sentinel Haus Institut / TÜV
  • Kontrollierte Wohnraumlüftung mit geeigneter Filterklasse (z. B. ISO ePM1 nach ISO 16890)
  • Flächenheizung (Fußboden- oder Wandheizung)
  • Glatte, gut zu reinigende Oberflächen (weniger Staubablagerungen in Fugen/Profilen)

Ökohäuser: Vorteile und Nachteile

Biohaus Vorteile

  • Verwendung natürlicher, unbelasteter, recyclingfähiger Baustoffe

  • Erweiterung durch alternative Energiequellen möglich

  • Kurze Bauzeit (Ökohaus-Fertighaus) und überwiegend trockene Bauweise

  • Optimales Wohnklima, bessere Luftqualität

  • Für Allergiker geeignet

  • Hoher Wiederverkaufswert durch Nachhaltigkeitstrend

  • Staatliche Förderung für energieeffiziente Neubauten

  • Angenehme Akustik durch natürliche Materialien

  • CO2-Bindung statt CO2-Emission

Biohaus Nachteile

  • Kosten: 10-25 % Mehrkosten gegenüber Standardhäusern

  • Planungsaufwand: Spezialisierte Anbieter erforderlich, nicht alle Baufirmen bauen ökologisch

  • Wartung: Holzfassaden benötigen regelmäßige Pflege (alle 5-10 Jahre streichen)

Die verschiedenen Bauweisen für ein ökologisches Holzhaus

Ökologische Häuser in Fertigbauweise oder als Blockhaus können mit modernen Energiesparstandards leicht mithalten und übertreffen meist die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes für Energieeffizienzhäuser.

Zusätzlich werden Biohäuser mit einer umweltbewussten Heiztechnik und Solaranlage ausgestattet, die im Idealfall schon so viel Energie erzeugt, wie die Bewohner verbrauchen und mit einem Plus-Energie-Haus den Eigenbedarf sogar deutlich übersteigt.

CO2-neutrales Blockhaus Frammelsberger Holzbau
CO2-neutrales Blockhaus von Frammelsberger Holzbau

Förderungen für ökologisches Bauen

Der Bau eines Ökohauses wird durch Bund, Länder und Kommunen mit zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen gefördert. Die wichtigsten Förderprogramme im Überblick:

Bundesförderung über die KfW

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (kurz KfW) ist die zentrale Anlaufstelle für Neubauförderung in Deutschland. Folgende Programme unterstützen gezielt nachhaltiges und energieeffizientes Bauen mit günstigen Krediten:

Landesförderungen

Viele Bundesländer bieten eigene Förderprogramme, die mit KfW kombinierbar sind, z.B. Bayern-Darlehen oder Hessengeld. Tipp: Informieren Sie sich bei Ihrer Landesförderbank, da Programme häufig wechseln.

Kommunale Förderungen

Einige Kommunen bieten zusätzliche Anreize:

Ökohaus-Förderung: Praktische Tipps zur Antragstellung

  1. Antrag VOR Baubeginn stellen – sonst verfällt die Förderung
  2. Energieeffizienz-Expertin einbinden – oft Pflicht für KfW-Förderung
  3. QNG-Zertifizierer frühzeitig beauftragen – am besten in der Planungsphase
  4. Förderprogramme kombinieren – KfW + Landesförderung oft möglich
  5. Aktualität prüfen – Förderprogramme ändern sich jährlich

Empfohlene Anbieter für Ökohäuser

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In unserem Quiz können Sie wichtige Eckdaten festlegen, verstehen, welches Haus zu Ihnen passt und herausfinden, welche Baupartner es am besten bauen können.

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Grundrisse von Ökohäusern und Biohäusern

Ökohaus bauen: Checkliste im Angebotsvergleich

Zum Abschluss wollen wir Ihnen noch eine praxisnahe Bewertungstabelle für ökologische Häuser zur Verfügung stellen. So können Sie schnell überprüfen, ob es sich bei dem angebotenen Haus tatsächlich um Biohäuser bzw. Ökohäuser handelt und ob baurechtlich nicht festgelegte Kernbegriffe wie wohngesund oder allergikerfreundlich zurecht verwendet werden.

Tabelle: Bewertungskriterien für Angebote für Ökohäuser
KriteriumNachweise/ZertifikateWelche Belege anfordern
1) Gebäudebewertung (gesamt)QNG-Nachweis oder DGNB-Zertifizierung für (kleine) WohngebäudeZertifikat/Registrierung, Auditbericht/Score
2) Ökobilanz/CO₂ (Herstellung)LCA/EPDs + Zielwerte/Optimierung (z. B. QNG-/DGNB-relevant)EPDs, LCA-Auszug, Bauteilkatalog
3) Innenraumluft/EmissionenMess-/Prüfkonzept + konsequent Blauer Engel / eco-INSTITUT / natureplus für InnenraumprodukteRaumluft-/Emissionsnachweise, Produktlisten
4) Natur-/nachwachsende Baustoffehoher Anteil Holz/Naturdämmung + klare DeklarationBaubeschreibung, Datenblätter
5) Holzherkunft / Chain-of-CustodyFSC/PEFC belegbar (Holz & ggf. Werkstoffe)CoC-Zertifikate, Lieferscheine/Labels
6) Energie-Standard (Betrieb)z. B. Passivhaus-Zertifizierung oder klarer, nachweisbarer StandardPHI-Zertifikat/PHPP, Energieausweis
7) Luftdichtheit & Ausführungsystematische Qualitätssicherung (Blower-Door, Wärmebrücken-Konzept)Protokolle, Detailpläne
8) Rückbau/Kreislauf/Sortenreinheitdemontierbare Konstruktion, Materialtrennung dokumentiertRückbaukonzept, Materialpass
9) Schadstoff-/ChemikalienpolitikAusschlusslisten (VOC, Formaldehyd, Weichmacher etc.) + Produktlabelinterne Standards, Produktfreigaben
10) Lieferkette/Transparenzvollständige Nachweisführung, Auditbereitschaftvollständige Doku

Ökologisches Haus bauen: Häufige Fragen

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