Dunkler Keller

Ist eine Teilunterkellerung sinnvoll?

Von Wolfram Wolbring Am 29. November 2021

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Ein Keller kann einige Vorteile verschaffen. Doch er verteuert auch die Baukosten und ist daher ein Kriterium, über das potenzielle Bauherren oftmals wochenlang nachdenken. Ehe Sie sich näher mit der Planung beschäftigen, sollten Sie darüber nachdenken, wofür und aus welchen Gründen Sie einen Keller benötigen. Denn anhand dieser Gedankengänge finden Sie heraus, ob Ihr Haus voll- oder teilunterkellert werden sollte - oder ob Sie überhaupt keinen Keller benötigen und auf einer Bodenplatte bauen. Wir möchten Sie bei der Entscheidungsfindung unterstützen und Ihnen in diesem Beitrag erläutern, welche Vorteile eine Teilunterkellerung mitbringt und woran Sie Ihre Entscheidung ausrichten sollten.

Was bedeutet Teilunterkellerung?

Wenn Sie teilunterkellert bauen, gibt es einige Möglichkeiten und damit einige Varianten, wie Sie den Kellerausbau vornehmen. Prinzipiell sollten Sie nicht davon ausgehen, dass es beim Teilunterkellern hauptsächlich darum geht, nur eine Hälfte oder nur ein Drittel Ihrer Immobilie mit einem Keller auszustatten. Denn der Begriff beinhaltet einige weitere Facetten, an die Sie im ersten Moment wahrscheinlich nicht einmal denken.

Wenn es um ein teilunterkellert gebautes Haus geht, kann das zum Beispiel auch bedeuten, dass Ihr Keller nicht völlig unterirdisch liegt - sondern mit Fenstern zu einer Souterrainwohnung ausgebaut wird. Um diese Nutzung zu ermöglichen, sollte der Keller allerdings aus Stein oder aus Beton gefertigt sein.

Kellerfläche ist kleiner als die Grundfläche des Hauses
Grundsätzlich ist ein Teilkeller immer ein ganz oder halb unter der Erde liegende Raum, der nicht genauso groß wie die darüber liegende Wohnfläche im Erdgeschoss ist. Wenn Sie zum Beispiel auf abschüssigem Gelände bauen, kann eine Teilunterkellerung die Kosten senken, während eine Vollunterkellerung für den Anstieg der Baukosten sorgt.

Was muss bei einer Teilunterkellerung beachtet werden?

Allgemeinhin geht man davon aus, dass ein Vollkeller allein anhand der Grundfläche teurer als ein Teilkeller ist. Doch wenn Sie planen, sollten Sie eine Gegenüberstellung vornehmen und sich ein Angebot für die Voll- und Teilunterkellerung zu den Kosten im Verhältnis zur Kellergröße einholen. Es gibt Fälle, wo ein Teilkeller teurer als eine Vollunterkellerung ist und Sie vor die Frage stellt, ob sich die Vollunterkellerung nicht doch lohnt.

Eine fundierte Entscheidung können Sie nur treffen, in dem Sie einen Vergleich heranziehen und sich zum Angebot für die Teilunterkellerung auch ein Angebot für ein voll unterkellertes Haus einholen.

Bedenken Sie auch, dass ein teilunterkellert gebautes Haus weniger Raumkapazitäten beinhaltet als das gleiche Objekt mit Vollunterkellerung. Im Endeffekt sollten Sie abwägen, welche Variante sich für Sie lohnt und welche Form der Unterkellerung Ihnen den größten Nutzen verschafft.

Wie verhält es sich mit den Kosten - Bodenplatte vs. Vollkeller?

Fakt ist, dass Sie mit einer Bodenplatte günstiger bauen als mit einem Aushub, der für einen Voll- oder Teilkeller nötig ist. Dennoch sollten Sie abwägen, welche Bauweise sich für Ihre Familie lohnt und ob Sie den zusätzlichen Stauraum im Keller benötigen. Allein für die Heizungsanlage kann sich eine vollständige Unterkellerung oder eine teilweise Unterkellerung lohnen. Denn wenn Sie die Heizungsanlage in den überirdischen Räumen platzieren müssen, geht dieser Platz von der Wohnfläche verloren.

Für die gewonnene Raumfläche bei einer Teilunterkellerung können die Kosten deutlich günstiger sein als für eine Planung, in der Sie sonst unter der Erde liegende Nutzräume in Ihren Wohnbereich integrieren müssen. Wenn Sie zum Beispiel mit Pellets heizen möchten, sollten Sie wenigstens teilunterkellert bauen und so einen Lagerraum für den natürlichen Rohstoff schaffen. Dennoch sollten Sie bedenken, dass ein Teil- oder Vollkeller bis zu 50.000 Euro teurer sein kann als ein Haus, das Sie auf einer Bodenplatte ohne Unterkellerung bauen. Die unterirdische Nutzfläche entfällt dann jedoch auch.

Wie groß muss ein Keller mindestens sein?

Seit 2016 muss die teilweise Unterkellerung mindestens 6 Quadratmeter betragen. Sie brauchen die Fläche nicht zusammenhängend erstellen, doch Sie müssen das Mindestmaß einhalten. Wenn Sie neu bauen, ist diese Vorgabe einzuhalten. Sanieren Sie hingegen eine Bestandsimmobilie, gelten die Vorgaben, die zum Errichtungsjahr des Hauses aktuell waren. Damit Sie Ihren Keller wirklich nutzen können, sollten Sie überlegen, wie groß die Heizungsanlage ist und ob Sie zusätzlichen Raum für die Lagerung von Brennstoffen (zum Beispiel Pellets) benötigen.

Fazit: Lohnt sich Teilunterkellerung?
Ein teilunterkellert gebautes Haus lohnt sich für die meisten Eigentümer. Wenn Sie zum Beispiel die Wärmetechnik nicht zu Lasten der Wohnfläche verbaue möchten, ist ein entsprechend großer Keller wichtig. Auch wenn Sie bei einer Teilunterkellerung mit Kosten, die zusätzlich anfallen rechnen müssen, zahlt sich Ihre Entscheidung im Endeffekt aus. Heizen Sie ausschließlich mit Solarstrom, benötigen Sie keinen Lagerplatz für andere Brennstoffe und können somit durch den Verzicht auf eine Voll- oder Teilunterkellerung Kosten sparen.

Häufige Fragen zur Teilunterkellerung:

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