Die Ausstattung: Von einem gelöstem Problem bis zur Bemusterung

Hallo ihr lieben Häuslebauer und Baubegleiter,

die Zeit vergeht wie im Flug. Jetzt ist das Jahr schon fast vorbei und wir stehen kurz vor Weihnachten. Für uns hoffentlich das letzte Weihnachten in unserer Wohnung. :-) Seit dem letzten Baubericht ist wieder so einiges passiert. Vielen Dank an euch, dass ihr euch auch diesmal für unseren Bericht zum Hausbau interessiert!

Fangen wir mit der Küche an. Anfang September haben wir unsere Traumküche gekauft. Für uns ein riesiger Schritt. Es ist zwar nicht unsere erste eigene Küche, allerdings ist es die Küche für unser Traumhäuschen. Wir haben uns aus drei Küchenstudios je ein Angebot eingeholt. Das dritte Studio „Küche Aktiv“ hat uns das beste Angebot gemacht und war uns eine super Unterstützung während der Küchenplanung. Wir haben uns für eine offene Küche mit Kochinsel und Hochschränken entschieden. Hochglanz weiß und grifflose Fronten, sowie die schwarze Granitplatte auf der Insel waren für uns von Anfang an klar. Während der Küchenplanung haben wir noch einiges verändert. Aus einer kleinen Kochinsel mitten im Raum, wurde eine tolle große Insel inkl. Blanco Spülbecken aus Silgranit, Bora Kochfeld und Spülmaschine. Das Beste daran ist, dass Küche Aktiv eng mit FingerHaus zusammenarbeitet, die Abläufe schon kennt und wir zur Werkvertragsunterschrift einen kleinen Küchengutschein von FingerHaus bekommen hatten. Diesen konnten wir dann hier direkt einlösen. Worauf wir uns am meisten bei unserer Küche freuen? Das ist wirklich schwer zu sagen, jedoch freuen wir uns schon sehr darauf das Bora Kochfeld mit integriertem Dunstabzug in Betrieb zu nehmen. Auch schöne Kochabende mit Freunden werden schon sehnlichst herbeigewünscht. Durch den offenen Küchen- und Essbereich wird das sicherlich ein tolles Erlebnis werden. Stolz wie Oskar und überglücklich hatten wir also den Küchenvertrag unterschrieben.

Es läuft nicht immer alles nach Plan

Faltwerktreppe mit anthrazitfarbenen Geländer

Nachdem es nun etwas ruhiger um den Hausbau wurde und wir ungeduldig auf unsere Bemusterung im Dezember gewartet haben, gab es Anfang November einen kleinen Dämpfer. Wir bekamen von FingerHaus die Info, dass der Architekt die Treppe leider falsch gezeichnet hat. Wer mir auf Instagram folgt, weiß vielleicht, dass wir eine Faltwerktreppe aus Echtholz planen. Die Tücke dieser Treppe ist, dass die Stufen keinen Untertritt haben. Dies wurde bei der Grundrisszeichnung leider nicht berücksichtigt, weshalb die Treppe dann ca. 50cm zu kurz eingezeichnet wurde. Es gab nur zwei Varianten das Problem „schnell“ zu lösen. Die erste, eine Treppe mit Setzstufen einzubauen, kam für uns auf keinen Fall in Frage. Wir wollten nicht auf unsere geliebte Faltwerktreppe verzichten. Die zweite Variante bestand darin, den Grundriss in sich zu verändern. Auch diese Variante war für uns nicht möglich, da das Haus bzw. die Galerie am Ende komplett unsymmetrisch geworden wäre und auch die Zimmer, das Gäste-WC und die Garderobe am Ende viel zu klein wären. Doch der Hauptgrund gegen die Grundrissverschiebung war, dass unsere bereits gekaufte Küche, nicht mehr reingepasst hätte.

Für mich gab es nur eine Lösung: Das Haus wird breiter. Wir haben quasi über Nacht einen neuen Grundriss gezeichnet - das Haus um 25 cm verbreitert und die Zimmer im OG komplett neu aufgeteilt. Sehr kurze Nacht für uns gewesen - aber der Grundriss war am Ende eine super Lösung! Diese Variante haben wir FingerHaus geschickt und siehe da – wir konnten uns in allen Belangen einigen. :-) Yeah! Gesagt, getan, wurde dann der neue Bauantrag fertig gestellt, welchen wir Ende November bei unserer Gemeinde eingereicht haben. Die Genehmigung kam Gott sei Dank 14 Tage später, zwei Tage vor unserer Bemusterung, perfektes Timing würde ich sagen und Glück im Unglück! ;-)

Also unser Tipp an dieser Stelle:Bloß nicht gleich aufgeben! Das ist vor allem beim Haus bauen ganz wichtig! Es gibt immer eine „perfekte“ Lösung und man findet stets einen Kompromiss für alle Parteien, wenn man darüber spricht. :-) 

Die Hausausstattung bekommt ein Gesicht

Willkommensanzeige im Eingang für die Bauherren

So Stichwort Bemusterung, diese hatten wir jetzt genau vor einer Woche. Falls jemand nicht weiß, was das genau ist, das waren, in unserem Fall zwei Tage, in denen die gesamte Ausstattung des Häuschens festgelegt wird. Von der Fassadenfarbe bis zur Auswahl der Steckdosen und Lichtschalter. Wir fuhren am Sonntagnachmittag nach Frankenberg. Am Montagmorgen fuhren wir in das FingerHaus Werk, das direkt an die Ausstellung angrenzt. Die Ausstellung ist in unterschiedliche „Themen“ aufgeteilt: Fassadengestaltung inkl. Fenster, Heizung, Elektrik, Treppenmuster und die Bäderausstellung. Wir hatten uns im Vorfeld schon sehr viele Gedanken zu unserem Häuschen gemacht, welche Farben es werden sollen und was wir alles aufbemustern wollen bzw. können. Dementsprechend hatten wir auch im Vorfeld schon einiges an Kosten per E-Mail angefragt, um richtig kalkulieren zu können. Hier ist FingerHaus auch sehr kulant und gibt die Preise bei Nachfrage gerne bekannt.

Zu Beginn hatten wir ein kurzes Gespräch mit unserem Kundenberater. Er ging mit uns den kommenden Ablauf des Hausbaus durch, Baustellengespräche, Bauwasser und -strom sowie Baubeginn. Die Fertigstellung unserer Fundamentplatte ist jetzt für die KW13 geplant, das Häuschen soll in KW19 kommen, wie aufregend!

Verschiedenfarbige Dachziegel ausgestellt bei der Bemusterung

Nach diesem Eingangsgespräch ging es dann endlich mit der Bemusterung los. Wir starteten mit unserem Bemusterter bei unserer Fassade. Hier entschieden wir uns ganz klassisch für eine weiße Fassade mit anthrazitfarbenen Sockel und schwarzen Betondachsteinen. Die Sockelverputzung mussten wir aufbemustern, da diese nicht im Standard enthalten ist. Wir denken allerdings, dass es besser ist, diese von FingerHaus direkt mitmachen zu lassen.

 

Raffstores in Weißaluminium

Fenster und Haustüre sind auch aufbemustert. Bei der Haustür haben wir uns für eine Echtholz Kera Haustür entschieden, diese ist von innen und außen anthrazit. Unsere Fensteraußenfarbe wird auch anthrazit sein und alle Fenster werden mit elektrischen Raffstores (Sonnen- und Sichtschutz) ausgestattet sein. Bei der Farbe fiel die Wahl auf Weißaluminium, passend zu den aluminiumfarbenen Fensteraußenbänken. Ich liebe die Kombination aus „black and white and a touch of grey“, das wird so toll aussehen!

 

Zwei verschiedene Lüftungsgitter ausgestellt bei der Bemusterung

Als nächstes kam die Heizung dran, wir werden eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit zentraler Lüftungsanlage bekommen. Geheizt wird dann über eine Fußbodenheizung im ganzen Haus. Für diese haben wir eine Befüllstation aufbemustert. Diese „Station“ regelt konstant die Befüllung der Heizung, sodass hierfür kein Fachmann vorbeikommen muss. Da die Lüftungsgitter im Standard leider unschöne weiße Gitter sind, haben wir auch diese auf Edelstahlgitter geändert.

Weiter ging es mit der Treppe. Farblich haben wir uns ein dunkles Buchenmuster, keilgezinkt, ausgesucht. Unsere geliebte Faltwerktreppe hatten wir ja schon in den Werkvertrag aufnehmen lassen. Somit mussten wir hier mit keinen zusätzlichen Kosten mehr rechnen. Nach der Treppenbesprechung haben wir dann ganz entspannt gegen 13 Uhr eine Pause gemacht, die wir auch dazu genutzt hatten, um die nächsten Schritte zu besprechen. Am Nachmittag würden wir uns den Bädern widmen und am nächsten Tag wäre dann die Elektroplanung an der Reihe.

 

Badabteilung in der Ausstellung zur Bemusterung

Gesagt, getan, wir kamen zurück in die Ausstellung und begannen direkt mit dem Hauptbad. An dieser Stelle muss ich direkt mal sagen, ich bin heilfroh, dass wir die Auswahl der Sanitärobjekte zuhause schon gemacht hatten und somit gut vorbereitet in die Badbemusterung starten konnten. Ich bin nicht der Typ, der alles direkt spontan entscheiden kann. Hut ab vor denen, die das können! ;-) Für das Hauptbad haben wir uns für die freistehende Badewanne aus der White Serie von Vigour mit der Metropol Armatur von Hansgrohe entschieden. Ich bin jetzt schon verliebt in diese Wanne! Die Armaturenserie Metropol haben wir auch für den Waschtisch (aus der Wand ragend) und die Dusche ausgewählt, so passt alles sehr gut zusammen. Für unsere geflieste Waschtischkonstruktion haben wir das rechteckige Aufsatzwaschbecken der Serie Shift von VitrA ausgesucht - totally in love with it! Die bodengleiche Duschwanne, für meinen Buben das Herzstück des Bades, wird die Duravit Stonetto in Anthrazit. Wir haben uns bewusst gegen eine geflieste Dusche entschieden, da wir denken, eine Duschwanne wird leichter zu reinigen sein. Im Gäste-WC sieht es ähnlich aus, auch hier wird der geflieste Waschtisch gebaut. Wir haben uns für das Aufsatzwaschbecken Cape Cod von Duravit entschieden und passend dazu den Organic Wasserhahn von Starck by Axor. Wie wir finden, eine perfekte Kombi. Ach ja, die Toiletten haben wir sowohl oben als auch unten von Villeroy&Boch gewählt. Hier gab es ein super Angebot von FingerHaus.

Also wie gesagt, ich kann nur jedem empfehlen sich im Vorfeld Gedanken zur Sanitärauswahl zu machen. Es werden zwar einige Objekte ausgestellt, allerdings natürlich lange nicht alle. Neben einigen Sanitärausstellungen bei uns vor Ort, haben wir uns auch die Showrooms von Duravit und Hansgrohe bei Stuttgart, sowie den Showroom von VitrA in Köln angeschaut und zusätzlich Kataloge der einzelnen Marken besorgt. Wir sind quasi einmal durch Deutschland für das perfekte Bad gefahren - crazy Bauherren halt.

Nachdem wir ungefähr wussten wie die Bäder aussehen sollen, haben wir eine Sanitärliste erstellt und unserem Berater bei FingerHaus weitergeleitet. Dieser hat uns dann die Mehrpreise für die einzelnen Objekte eingetragen. So konnten wir ganz genau kalkulieren und wussten direkt, was uns unser Bad kosten wird. Und der Überraschungseffekt wird auch geringer gehalten. Selbst unser Berater meinte, dass wir sehr, sehr gut vorbereitet wären, ziemlich cool. ;-)

Das war so im Großen und Ganzen unser erster Tag im Werk. Sehr spannend, sehr interessant und vor allem, trotz guter Vorbereitung, noch ziemlich anstrengend. Zum Schluss haben wir dann das vorläufige Bemusterungsprotokoll bekommen, welches wir uns am Abend nochmals im Detail angeschaut haben.  

 

Lichtschalter und Steckdose in weiß bei der Bemusterung

Der zweite Tag war etwas trockener, denn es ging um die Elektro- und Lichtplanung. Auch hier hatten wir uns natürlich zuhause schon Gedanken gemacht und alles in unsere Pläne eingezeichnet. Diese Planung hat unser Bemusterer fast komplett übernommen. Es gab nur ein paar Kleinigkeiten, auf die er uns aufmerksam gemacht hatte, wie z.B., dass wir natürlich eine Steckdose neben dem TV-Anschluss benötigen - diese hatten wir wohl vor lauter Planung vergessen. Aufbemustert haben wir dann noch eine Cat 7 Dose im Arbeitszimmer. Zudem haben wir uns ganz spontan - sehr ungewöhnlich für mich - für ein Smart Home von „Somfy“ entschieden. Für meinen Herzbuben, der in der IT tätig ist, natürlich das Herzstück des Hauses. Aber auch ich freue mich schon darauf, die Raffstores zentral steuern zu können.

Naja, viel mehr gibt es zur Elektroplanung gar nicht zu sagen. Bzgl. der Lichtplanung haben wir uns entschieden, die Decken selbst mit Rigipsplatten zu verkleiden. So haben wir die Möglichkeit, direkt eine Konterlattung anzubringen und die Deckenspots selbst zu montieren. Das spart uns jede Menge Geld. Wir planen größtenteils im Haus mit Spots zu arbeiten und ein Spot hätte bei FingerHaus über 40 Euro gekostet. Da wäre das Budget schnell gesprengt gewesen. Aber auch das hatten wir schon im Vorfeld geklärt gehabt.

 

Bauherrenpaar auf dem Weihnachtsmarkt

So meine Lieben, das war‘s eigentlich zur Bemusterung. Im nächsten Schritt werden wir von unserem Bauleiter kontaktiert und werden den Termin für das Baustellengespräch festmachen. Natürlich werden wir euch darüber auf dem Laufenden halten.

Falls jemand Interesse an einzelnen Kostenpunkten hat, könnt ihr mich gerne kontaktieren!

In diesem Sinne wünschen wir euch Merry Christmas! Genießt die freien Tage mit euren Familien und startet gut ins Jahr 2018!

Eure Christina