Die Finanzierung: Von der Wahl des Kreditgebers bis zur Kostenaufstellung

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    Hallo liebe Leserinnen und Leser,

    eines der wichtigsten Themen beim Bauen ist - leider gleich zu Beginn - das Thema Baufinanzierung, denn ohne Moos ist bekanntlich nichts los.

    Sobald es an das Thema Kredit geht, erhält man von allen Seiten "den Tipp” überhaupt, denn die eigens gewählte Bank ist bekanntlich natürlich immer die Beste. Wir haben wirklich jeden Ratschlag wahrgenommen, um uns hinterher nichts nachsagen zu lassen. Außerdem haben wir über verschiedene Finanztests recherchiert, wer momentan "Spitzenreiter" ist, oder aber auch super Konditionen bieten kann. Und so sind wir letztlich bei vier unterschiedlichen Banken und Kreditvermittler gelandet.

    Es waren lustige, ernste, erfreuliche und negative Gespräche mit den Beratern. Teilweise sind wir mit gesenktem Kopf aus den Banken gelaufen und haben uns gefragt, wie wir diese Summen jemals zahlen sollen. Eine große Vermutung von uns war, dass alle anderen Bauherren im Lotto gewonnen haben mussten. Anders kann man sich es (anfangs) nicht vorstellen - kleiner Scherz!

    Dann sind aber auch wir irgendwann tanzend und mit einem breitem Grinsen aus dem Termin gekommen, weil wir auf einmal ein super und unschlagbares Angebot erhalten hatten. An alle Finanzierungssuchenden: Gebt die Hoffnung nicht auf! Wir kennen Eure Bedenken zu gut und können bestätigen, dass Durchhaltevermögen und Geduld sich auszahlen.

    Ein wichtiges Kriterium bei der Finanzierung war eine niedrige, auf uns angepasste Rate. Wir wollten nicht mit Bauchschmerzen in die Zukunft blicken und vorhersehen, dass wir den Gürtel ein oder zwei Schnallen enger ziehen müssen. Was bringt es denn, wenn das Haus und Grundstück schnell abbezahlt sind, aber jeder Cent zweimal umgedreht werden muss und z. B. den (geplanten) Kindern kein Urlaub oder kein kleines Extra ermöglicht werden kann? Uns ist wichtig, dass wir uns nebenbei auch ab und zu noch was Tolles leisten können.

    Es bot sich an, Haus und Grundstück zusammen als Paar zu finanzieren, da wir so schnell wie möglich mit dem Hausbau beginnen möchten. Es ist auch eher unwahrscheinlich, innerhalb eines Jahres zwei so große Kredite zu erhalten. Natürlich hoffen wir, dass wir nicht auf die bösen Bereitstellungszinsen treffen werden. Momentan sind wir aber gut im Plan. Wir haben uns 12 Monate ohne Bereitstellungszinsen sichern können.

    Des Weiteren haben wir uns das KfW-Förderprogramm sichern können, was eine tolle Nachricht war  - hierzu sprecht am besten euren persönlichen Bankberater an (Achtung ab dem 17.04.2018 gibt es eine Produktänderung - alle Details könnt ihr auf der offiziellen Seite der Kreditanstalt für Wiederaufbau einsehen). Das KfW-Förderprogramm begünstigt energieeffizientes Bauen, wodurch Bauherren besonders günstige Konditionen und einen Tilgungszuschuss bekommen. Es war seit dem ersten Beratungstermin mit SchwörerHaus bekannt, dass wir ein Effizienzhaus 55 bauen werden. Praktischerweise wurde unser ausgewähltes Aktionshaus von SchwörerHaus so angeboten, verkauft und schlussendlich werden wir es auch exakt so bauen, um uns die sehr hilfreiche Förderung zu sichern.

    Unter anderem war für uns auch eine lange Zinslaufzeit wichtig, damit wir die momentan niedrigen Zinsen möglichst lange für uns sichern können. Es ist leider immer sehr ungewiss, wie sich die Zinsschwankungen verhalten. Klettern sie wieder nach oben wie vor 20 Jahren oder bleiben sie noch eine Weile konstant? Am Ende konnten wir uns bei der KfW 10 Jahre und bei unserer Bank 15 Jahre Zinsbindung sichern.

    Übrigens gehen wir unseren Baufinanzierungsweg mit der Interhyp AG. Unser Bankberater hat uns aufmerksam zugehört, unsere Bedenken über Bord geworfen und uns über alles, was unklar war, aufgeklärt. Wir waren rundum zufrieden und sind auf Anhieb "auf einer Welle geschwommen". Auch jetzt wo wir die Kreditzusage erhalten haben, werden wir nach wie vor super weiter betreut. Hier ein großes Dankeschön an Herrn Michael Kolb.

     

    Zurückblickend fühlte sich das ganze Finanzierungsthema wie im Kreis drehen an. Anfangs müssen sämtliche Kosten bereits klar aufgestellt sein: Grundstück, Baunebenkosten, Haus, Außenanlage, Möbel, Carport (oder doch lieber eine Garage?) etc. Bloß nichts in der Kalkulation vergessen! Bereits da stellte sich uns die ein oder anderen Frage. Wo bekommen wir diese Informationen nur her? Reichen unsere berechneten Preise? Und haben wir auch an alle Kostenpunkte gedacht?

    Die Preiskalkulation einzelner Punkte haben wir teilweise direkt von SchwörerHaus durch den sogenannten Werkvertrag erhalten. Diesen haben wir schon vor dem Grundstückskauf unterschrieben. So konnten wir uns die angebotenen Preise sichern, bevor sie über den Jahreswechsel erhöht wurden. Die restlichen Preise haben wir teilweise selbst kalkuliert, mit unserem Bankberater besprochen und ggfs. erhöht oder verringert. Bei den ersten Terminen mit den Beratern wird noch geschätzt, wenn es dann ernster wird, werden auch die Zahlen deutlicher. Darüber hinaus haben wir uns passende Richtwerte auch bei anderen Bauherren mehr oder weniger abschauen können.

    So langsam realisieren wir, wie viel Geld auf dem Spiel steht und welche Aufgabe auf uns zukommt. Wir haben schon etwas Respekt vor der Herausforderung, aber die Freude auf unser kleines gemeinsames Haus steigt und überwiegt!

    Wir freuen uns auf unser Lebensprojekt, das ihr gerne bei Instagram verfolgen könnt: Lebensprojekt_

    Liebe Grüße wünschen die Bauherrin und der Bauherr von Lebensprojekt_

     

    Email: lebensprojekt-k@web.de

     

    Stand: April 2018

     

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