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Photovoltaikanlage - unser Projekt neben dem Hausbau

19.08.2019

Wir haben uns dazu entschlossen, uns den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen und ein Fertighaus zu bauen. Die Entscheidung dafür ist schnell gefallen: Ursprünglich wollten wir ein Haus kaufen. Auf dem Weg nach Hause vom Besichtigungstermin fuhren wir zufällig an einem Musterhauspark vorbei und haben dort einen spontanen Halt gemacht. Der erste Eindruck war so positiv, dass für uns danach direkt feststand, dass wir kein bestehendes Haus kaufen, sondern lieber selbst ein neues Haus bauen wollen. Also haben wir uns nach einigen Vergleichen an ein Bauunternehmen gewandt und unser Traumhaus mit diesem geplant.

Darum sollte es ein schlüsselfertiges Fertighaus sein

Uns war vor allem wichtig, dass alles aus einer Hand kommt und wir uns nicht um zuviel selbst kümmern müssen. An unseren jetzigen Wohnsitz sind wir vor ein paar Jahren gezogen und fühlen uns super wohl hier. Deshalb bauen wir hier in der Region auch unser Haus. Der Nachteil daran ist, dass all unsere handwerklich begabten Freunde weit weg in der Heimat sind und nicht hunderte Kilometer auf sich nehmen können, um uns zu helfen. Aus diesem Grund beschlossen wir schon zu Beginn der Planung, sämtliche Bau - und Ausbaumaßnahmen, von der Garage, über die Küche zur Terrasse bis zu den Böden, komplett vom Bauträger zu beziehen und installieren zu lassen. Der Gedanke an eine Photovoltaikanlage war hierbei noch nebensächlich.

Bauen mit externen Unternehmen

Während der folgenden Hausplanungsphase ist uns nach und nach aufgefallen, dass der Hausanbieter im Vergleich zu externen spezialisierten Unternehmen natürlich nicht den gleichen Umfang für die Errichtung einer Photovoltaikanlage oder auch anderer Anbauten wie z.B. eines Terrassendachs anbieten kann. Ein Fertighausanbieter ist schließlich auf Häuser und nicht auf Photovoltaik, Terrassendächer oder Ähnliches spezialisiert. Also suchten wir uns dann doch einen Spezialisten für Photovoltaik und ließen statt einer ganzen Photovoltaikanlage nur die Vorbereitung für diese über unseren Haushersteller planen. Der zukünftigen Anbringung einer PV-Anlage stand so nichts mehr im Wege.

Die lang ersehnte Bauphase erstreckte sich über Wochen mit zahlreichen Momenten des Wartens, des Staunens und des Überlegens. Das Dach unseres Hauses ist komplett Süd- Nord ausgerichtet, wodurch wir die gesamte Südhälfte für Photovoltaik-Module nutzen können. Mit einem Speicher ließe sich dann der erzeugte Strom speichern. Der gleichzeitige Erwerb von PV-Anlage und Speicher bietet aktuell die Möglichkeit, die Mehrwertsteuer auf den Anschaffungspreis zurück erstattet zu bekommen.

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Zukünftig können wir unseren Stromverbrauch nahezu komplett aus erneuerbaren Energien decken, indem wir die täglich vorhandene Sonnenenergie nutzen. Somit sparen wir nicht nur Geld, sondern reduzieren gleichzeitig auch unseren CO2-Ausstoß um ein Vielfaches.

Ausschlaggebend für den Kauf einer PV-Anlage war dann, dass wir eine Luft-Wasser-Wärmepumpe bekommen werden, welche in Verbindung mit einer PV-Anlage sehr energieeffizient ist.

Also ließen wir uns von unserem Hausanbieter und einigen externen Anbietern Angebote für die gewünschte PV-Anlage zusammenstellen und verglichen diese miteinander. Wir merkten jedoch schnell, dass die Planung der Anlage mit einem externen Partner mit vielen offenen Fragen verbunden ist: Wer kommt wann? Steht zum Zeitpunkt der Installation noch ein Gerüst? Kann man zu diesem Zeitpunkt überhaupt ins Haus oder trocknet da gerade der Estrich? Was ist, wenn irgendetwas kaputt geht - wer haftet am Ende? Der Fertighausbauer oder das externe Unternehmen? Die Planung mit einem externen Unternehmen beschaffte uns ein etwas ungutes Gefühl.

Preislich unterschieden sich die Angebote unseres Anbieters und dem externen Partner kaum, weshalb wir zunächst zu dem Angebot unseres Anbieters tendierten. Wir ließen beide Angebote von einem Freund, der sich gut mit PV-Anlagen auskennt, vergleichen. Nach seiner Einschätzung bot uns unser Anbieter zwar ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, jedoch war das Angebot des externen Anbieters individueller auf unsere Bedürfnisse und Gegebenheiten zugeschnitten. Also entschieden wir uns schlussendlich doch für das externe Unternehmen.

Installation der Photovoltaikanlage

Haus während der Bauphase mit Photovoltaikanlage

Mit unserem Bauleiter besprachen wir, wann der externe PV-Anbieter die PV-Anlage installieren kann. Am Tag der Hausstellung erhielten wir einen genauen Ablaufplan. Unser Bauleiter konnte in diesen Terminplan die PV-Installation super einpflegen, sodass alles reibungslos ablief und keines der befürchteten Probleme ist eingetreten. Wir konnten die PV-Anlage sogar schon zur Estrich-Trocknung nutzen, wodurch wir in den ersten Lauftagen der PV-Anlage bereits einiges an Geld eingespart haben. Daher unser Tipp:

PV-Anlage vor der Estrichtrocknung installieren

Falls man sich für Photovoltaik entscheidet, ist es sehr vorteilhaft, diese vor der Estrichtrocknung installieren zu lassen, da die Trocknung eine enorme Menge Strom verbraucht, der dann kostengünstig mithilfe der eigenen PV-Anlage erzeugt werden kann.

Ab wann gilt eine Steuerpflicht bei Photovoltaik?

Wenn man als PV-Anlagen-Betreiber Strom ins Netz einspeist, was natürlich beim Normalverbraucher zutrifft, ist man automatisch Unternehmer und dementsprechend einkommens- und umsatzsteuerpflichtig. In diesem Fall muss man sich mit einem großen Haufen Bürokratie auseinandersetzen. Denn die Umsatzsteuer wird nicht nur auf den verkauften, sondern auch auf den zusätzlich vom Netzbetreiber bezogenem Strom fällig. Da wir uns bisher nur einmal im Jahr, nämlich bei Erstellung der Einkommenssteuererklärung mit dem Thema Steuer auseinandergesetzt haben, mussten wir nun ein schnelles Selbststudium hinlegen.

Hier ist es nämlich wichtig, dass man vor Inbetriebnahme der PV-Anlage beim Finanzamt eine Umsatzsteuervoranmeldung durchführt. In diesem "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung für Einzelunternehmen" muss man nicht nur allgemeine Angaben zur eigenen Person machen, sondern auch z.B. zu den voraussichtlichen Einkünften. Und ganz wichtig, festlegen, ob die Kleinunternehmer-Regelung oder Regelbesteuerung angewendet werden soll. Für uns ergaben sich die meisten Vorteile unter der Regelbesteuerung, weshalb wir uns dafür entschieden haben. Die oben genannten Fakten fallen somit auch unter die Regelbesteuerung. Zudem bekommt man mit der Regelbesteuerung die Mehrwertsteuer auf den Anschaffungspreis der PV-Anlage zurück erstattet. Nur beim gleichzeitigen Erwerb von PV-Anlage und Speicher bietet sich auch die Möglichkeit auf den Speicher die Mehrwertsteuer zurück zu bekommen. Da all diese Angaben sehr individuell sind, sollte man sich selbst bestens mit dem Thema auskennen oder einen Steuerberater zur Hilfe holen.

Kleiner Tipp am Rande: Sobald man dann eine Umsatzsteuer ID vom Finanzamt erhalten hat, kann man in vielen Großmärkten einkaufen, die sonst nur Unternehmern vorbehalten sind. ;-)

Ein letzter Geheimtipp

Ein besonderer Tipp von uns, der auch immer wieder auf unserem Instagram-Profil von anderen Bauherren gelobt und bewundert wird: Wenn es euch möglich ist, sät euren Rasen während oder vor der Bauphase. Dies hält die Baustelle sauber, auch wenn der Rasen zwischendurch etwas leidet. Rasen kann man nachsähen und optisch wirkt das Haus gleich viel wohnlicher. Zudem haben Hund oder Kinder viel mehr Spaß auf der Baustelle auf einer schönen Wiese, als im Schlamm.

Anja und Simon

Wir sind bisher sehr zufrieden mit unserem Hausbau und würden alles genauso wieder machen, wie wir es bis zu diesem Punkt gemacht haben. Um den weiteren Verlauf unseres Bauprojekts zu verfolgen, schaut gerne auf unserem Instagram Account vorbei: fertighaus.bau

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