Alte amerikanische Südstaatenvilla in blau

Amerikanische Häuser und ihre Besonderheiten

Von Wolfram Wolbring Am 16. September 2021

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The American Way of Life begeistert Bauherren auf der ganzen Welt. Können Sie ein amerikanisches Haus in Deutschland bauen? Die Möglichkeit besteht durchaus, doch vorher sollten Sie sich mit den verschiedenen Stilen beschäftigen. Denn das eine Haus im amerikanischen Stil gibt es nicht. Vielmehr unterscheiden sich die Haustypen und Bauweisen in den USA von Nord nach Süd und zwischen den einzelnen Bundesstaaten.

Was ist ein Amerikanisches Haus?

Ein amerikanisches Haus ist ein Holzhaus mit großen Veranden, typischen Sprossenfenstern und einem offenen Wohnkonzept. Wenn von einem amerikanischen Haus die Rede ist, meinen die meisten Bauherren ein Holzhaus mit gemütlichen Räumen und einem liebevoll angelegten Vorgarten. Auch eine Veranda darf nicht fehlen, steht sie doch für den amerikanischen Traum und die abendliche Gemütlichkeit im Freien.

Unterschiede zu europäischen Häusern

Der Hauptunterschied zu europäischen Baustilen beruht auf der Basis. Wenn Sie ein amerikanisches Holzhaus bauen, entscheiden Sie sich für die Holzrahmenbauweise. Anders als bei europäischen Eigenheimen wird dieses Haus nicht nur mit Holz verkleidet, sondern hauptsächlich aus dem Naturrohstoff gebaut. Die meisten in den USA gebauten Häuser kommen ohne Fundament, also ohne Bodenplatte aus. Da das gegründete Fundament in Europa essentiell für die Erteilung einer Baugenehmigung ist, entscheiden sich viele Familien ein amerikanisches Haus zu bauen, das unterkellert oder auf einer Bodenplatte errichtet ist.

Stile amerikanischer Häuser

Wie bereits angesprochen, gibt es keinen alleinstehenden amerikanischen Baustil. Vielmehr können Sie ein amerikanisches Haus in verschiedenen Ausführungen und in dem von Ihnen favorisierten Stil errichten. Hier möchten wir Ihnen die wichtigsten Baustile vorstellen und Ihnen erläutern, welche Besonderheiten die einzelnen Haustypen aufweisen.

Bungalow

Hierbei handelt es sich um den Klassiker unter den amerikanischen Häusern. Die eingeschossige Bauweise mit ihrem quadratischen Grundriss und einer angebauten Garage erfreut sich auch hierzulande schon lange großer Beliebtheit. Bungalows werden mit einem Flachdach erbaut und sind im Regelfall barrierefrei - also schwellenlos und ohne Treppenstufen.

Colonial-House

Hier ist der Grundriss rechteckig und das Haus verfügt über mindestens zwei Etagen. Das spitze Giebeldach ist ein typisches Merkmal des Kolonial-Stils und verleiht der Außenansicht Ihres Eigenheims die typische Ausstrahlung, wenn Sie ein amerikanisches Haus bauen möchten.

Townhouse-Style

Die Bauweise spielt in Europa eine eher untergeordnete Rolle und ist in den USA hauptsächlich in städtischen Siedlungen zu finden. Das Haus ist schmal und erstreckt sich über mehrere Etagen. Die Fassade ist schlicht und einfach. Zu vergleichen ist der Townhouse-Style am ehesten mit Reihenhäusern, doch stehen die Stadthäuser in Amerika nicht "Wand an Wand" zusammen.

Südstaaten-Villa

Wollen Sie ein großes, herrschaftliches und mondänes amerikanisches Haus bauen, ist die Südstaaten-Villa genau das richtige Design. Ein großer Dachvorsprung und umlaufende Balkone, exklusive Steinsäule und viel Wohnfläche zeichnen diesen Stil aus.

Cape-Cod-House

Das an ein britisches Cottage erinnernde Landhaus wird freistehend auf einem großen Grundstück errichtet. Der quaderförmige Grundriss bietet viel Platz für die gewünschte Anzahl an Stockwerken und eignet sich auch, wenn Sie ein Mehrgenerationenhaus bauen wollen. Ein steiles Satteldach mit einem Schornstein verleihen diesem Haus seine harmonische und einladende Ausstrahlung.

Aufbau amerikanischer Häuser

Ein amerikanisches Holzhaus wird von außen nach innen gebaut. Zuerst stellt man den Holzrahmen, der Seite für Seite auf der Bodenplatte montiert werden. Steht das Holzgerüst, werden die Wandplatten montiert. In den USA ist es üblich, dass am ersten Tag das Erdgeschoss, am zweiten Tag die erste Etage und am dritten Tag das obere Geschoss gebaut wird. Nach einem Zeitraum von 14 Tagen soll der Rohbau stehen, beschreiben Anbieter die ein amerikanisches Haus bauen. Gibt es Erker und andere Anbauten, werden diese im Regelfall "fertig" an den dafür vorgesehenen Stellen montiert.

Besondere Grundrisse

Amerikanische Häuser haben einen offenen Grundriss und viel Grundfläche. Das heißt nicht unbedingt, dass die Wohnfläche größer als in europäischen Eigenheimen ist. Denn typisch für ein amerikanisches Haus sind zahlreiche Einbauschränke, die unendlichen Stauraum bieten. Eine offene Wohnküche ist essentiell und führt dazu, dass es auf der unteren Etage lediglich zwei Türen - die Haustür und eine Badezimmertür - gibt. Wichtig: Am wenigsten 20 m² großen Hauptschlafzimmer schließt sich das Masterbad an. Bauen Sie mit Garage, wird ein direkter Durchgang ins Haus eingeplant.

Bauliche & charakteristische Merkmale

In der Außenansicht fallen amerikanische Häuser durch ihre vor dem Hauseingang befindliche, von Säulen gestützte Veranda auf. Bei einigen Baustilen führt die Veranda ums ganze Haus herum. Auch Giebel und Gauben sind typisch, könnten beim amerikanischen Haus in Deutschland aber je nach Region klassischen Dachfenstern weichen müssen. Die Fassade ist meistens zweifarbig in hell- und dunkelblau oder in hellgrau und dunkelblau gehalten. Die Dächer und Schindeln sind grundsätzlich dunkel. Viel Tageslicht, Luft und Platz prägen den Innenausbau amerikanischer Häuser. Breite Fensterbänke, ein Kamin und Einbauschränke sind im offenen Familienbereich zu finden. Türen gibt es nur bei Schlafzimmern, Bädern und bei Kinderzimmern. Ein wichtiges Stilmittel sind Sprossenfenster. In Amerika handelt es sich um Schiebefenster, hier ist die Bauweise mit klassischen Kipp- und Schwenkfenstern im identischen Stil üblich.

Häufige Fragen zum Thema Amerikanische Häuser:

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