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Baustoffe – Preise 2026: Das sollten Sie wissen

Clara Hoffmann
Aktualisiert am 9. Januar 2026
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Beim Hausbau bleiben die Preise für Baumaterialien auch 2026 ein zentrales Thema. Nach den massiven Preissteigerungen 2021-2023 zeigt sich inzwischen ein gemischtes Bild: Während beispielsweise die Kosten für Holz nach einem deutlichen Preiseinbruch wieder langsam steigen, und auch Arbeiten rund um den Bau sich moderat verteuert haben, lassen sinkende Energiekosten auf Vergünstigungen bei Zement, Beton und anderen energieintensiven Materialien hoffen.

Auch die zuvor noch spürbaren Lieferengpässe und Produktionseinschränkungen aufgrund der Nachwirkungen der Corona-Pandemie und des Überfalls Russlands auf die Ukraine bestehen nicht länger. Gemeinsam mit der mittlerweile stabilen Inflation und mäßig gestiegenen Transportkosten wirken diese Tatsachen einem weiteren starken Anstieg der Baustoffpreise entgegen. Zudem dämpft die spürbar gesunkene Baunachfrage den Preisdruck.

Wir erklären im Folgenden, wie in Bezug auf die Baumaterial-Preisentwicklung die Prognose für 2026 aussieht und wie Sie als Baufamilie sich die Situation bestmöglich zunutze machen.

Baumaterialien-Preisentwicklung 2026: Das Wichtigste in Kürze

  • Preise für Baumaterialien stabilisieren sich 2026 zunehmend

  • Sinkende Energiekosten & günstige Industriestrompreise wirken sich positiv auf die Kosten von Baumaterialien aus

  • Handwerkskosten steigen weiter leicht

  • Transportkosten haben sich leicht verteuert

  • Inflationsrate zur Zeit stabil

  • Lieferketten & Materialversorgung weitestgehend normalisiert, Strukturen & Prozesse müssen aber zukunftsfähig angepasst werden

  • Festpreisgarantie und Full-Service-Anbieter schützen vor weiteren Preissteigerungen

Baupreise 2026: Prognose und Ausblick

Die Baumaterial-Preisentwicklung im letzten Jahr verlief recht heterogen, was einzelne Baustoffe angeht.

Der Erzeugerpreisindex belegt, dass sich einerseits einige energieintensiv produzierte Werkstoffe, darunter vor allem Metalle (+1,6 %) oder veredeltes und bearbeitetes Flachglas (+5,0 %), z.B. als Wärmeschutzfenster, von 2024 auf 2025 leicht verteuert haben (Quelle: Statistisches Bundesamt/Destatis Dezember 2025).

Aus dem Rahmen fallen allerdings nur die Baustoff-Preise für die Edelmetalle (+41,5 %), welche im Vergleich zum Vorjahresmonat signifikant gestiegen sind. Für Kupfer und Halbzeug daraus (+6,1 %) müssen Baufirmen gleichfalls etwas höhere Preise bezahlen. Zum Einsatz kommen Edelmetalle beim Hausbau allerdings nur punktuell, beispielsweise für die technische Gebäudeausrüstung (TGA) in Form von Kupferkabeln für Elektrik und Sanitär (Wasserleitungen) oder für Kontakte in elektronischen Geräten (z.B. in Hausautomationssystemen).

Andererseits zeigt sich gleichzeitig eine gegenläufige Entwicklung bei anderen Materialien, welche ebenfalls viel Energie zur Herstellung benötigen, beispielsweise bezüglich der Preise für Baumaterialien wie Betonstahl, welcher um 1,4 % preiswerter geworden ist. Generell haben sich Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen um 4,7 % verbilligt. Hier setzt sich ein wichtiger Trend fort, denn schon 2023 hatte sich Betonstahl in Stäben um 31,6 % vergünstigt, Betonstahlmatten waren 31,5 % preiswerter als im Vorjahr (Quelle: Destatis).

Auch chemische Grundstoffe sind günstiger geworden (-2,5 %). Bei Baumaterialien betrifft dies beispielsweise natürliche Mineralien wie Kalk (Calciumcarbonat), Ton, Gips (Calciumsulfat-Dihydrat), Quarz (Siliziumdioxid) und Sand, die Hauptbestandteile von Zement, Mörtel, Beton, Putz und Glas sind. Synthetische Polymere (Kunstharze, Kunststoffe) für Klebstoffe, Dichtstoffe, Farben, Beschichtungen und Dämmstoffe (z. B. PU, PE) sind ebenfalls essenziell.

Zum Teil fällt außerdem aber die leichte Verteuerung von Dieselkraftstoff (10/2024: rund 120 Euro/hl, 10/2025: rund 125 Euro/hl laut Destatis) aufgrund damit verbundener höherer Logistik- und Produktionskosten bei den Preisen für Baustoffe ins Gewicht. So erklärte das Statistische Bundesamt in einer Pressemeldung vom Dezember 2025, dass Dienstleistungen rund um Verkehr und Lagerei im dritten Quartal 2025 mit 0,3 % knapp über denen des Vorjahrquartals lagen.

Baumaterialen: Kosten sinken 2026 aufgrund niedrigerer Energiekosten

Aber: Die Energiekosten haben sich einerseits inzwischen wieder gut reguliert, andererseits hat Deutschland sich aus der beinahe unilateralen Gasversorgung von Russland losgelöst. Darüber hinaus gehen Wirtschaftsexpertinnen und -experten trotz angehobener CO2-Besteuerung für dieses Jahr (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) von einer weiteren Entspannung bei den Energiekosten aus. Laut einer Pressemitteilung von Destatis aus dem Dezember 2025 kostete zuletzt im Schnitt Erdgas über 14 % weniger und Strom ca. 12 % weniger als noch im Vorjahr. Auch insgesamt hat sich die Inflation inzwischen stabilisiert (Quelle: Statistisches Bundesamt Dezember 2025).

Besonders wichtig: Die Energiekosten werden 2026 durch die Bundesregierung stark gesenkt. Denn es gibt Zuschüsse für die Strom-Netzentgelte, die Gasspeicherumlage wird abgeschafft und die Stromsteuer für produzierende Unternehmen bleibt gesenkt. Im Umkehrschluss sollten sich auch die Kosten für energieintensiv hergestellte Baustoffe positiv entwickeln. Zudem gilt ab 2026 ein vergünstigter Industriestrompreis (Quelle: Die Zeit), den sich insbesondere Großunternehmen mit hohem Energiebedarf wie die Hersteller von Stahl, Beton und Zement zunutze machen können.

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Nicht zuletzt haben sich die Preise für Ausstattungselemente wie Heizungen und zentrale Wassererwärmungsanlagen (wie etwa Wärmepumpen) um 4,4 % leicht erhöht. Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnische Anlagen, z.B. Durchlauferhitzer und Kommunikationsanlagen, wurden 5,1 % teurer, Wärmedämm-Verbundsysteme kosten 3,3 % mehr (Quelle: Pressemeldung Destatis Oktober 2025).

Holz als Baumaterial: Preisentwicklung positiv

Insbesondere wissenswert für alle, die sich für Haus in Fertig- oder anderen Holzbauweisen interessieren: Die Baustoffpreise für Holz waren laut Destatis 2023 zum Teil beachtlich gesunken, so etwa für Konstruktionsvollholz, das sich im Vergleich zum Vorjahr um über ein Fünftel vergünstigt hat, Dachlatten, die über ein Viertel weniger kosten, sowie Bauschnittholz, das knapp ein Fünftel billiger ist. Mittlerweile gibt es, wie das Statistische Bundesamt im Dezember 2025 mitteilte, bei den Baumaterial-Kosten für Holz zwar wieder leichte Zuwächse (Nadelschnittholz +15,0 % und Laubschnittholz +2,0 %). Diese Anstiege sind aber noch so gering, dass Holzhäuser gerade noch immer preislich besonders attraktiv sind.

Tabelle: Preisentwicklung ausgewählter Baustoffe (2025 zu 2024)
Baumaterial/AusstattungselementPreisänderung
Metalle (gesamt)+ 1,6 %
Edelmetalle (punktueller Einsatz)+ 41,5 %
Kupfer und Halbzeug daraus+ 6,1 %
Flachglas (veredelt/bearbeitet, z. B. Wärmeschutzglas)+ 5 %
Nadelschnittholz (z. B. Konstruktionsvollholz oder Brettschichtholz)+ 15 %
Laubschnittholz (z.B. Wandverkleidungen, Treppen, Geländer oder Parkett)+ 2 %
Heizungen & zentrale Wassererwärmungsanlagen+ 4,4 %
Elektro-, Sicherheits- und informationstechnische Anlagen+ 5,1 %
Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS)+ 3,3 %
Betonstahl− 1,4 %
Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen− 4,7 %
Chemische Grundstoffe− 2,5 %

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Insgesamt zeigt sich demnach die prognostizierte Entwicklung der Baumaterial-Preise für 2026 deutlich stabiler als in den Vorjahren. Während es bei einzelnen Materialien weiterhin moderate Preissteigerungen gibt, wirken sinkende Energiepreise, staatliche Entlastungen und günstigere Kosten bei wichtigen Baustoffen klar dämpfend auf das Gesamtniveau. Besonders für Baufamilien, die auf moderne, energieeffiziente Bauweisen – etwa im Fertig- oder Holzhausbereich – setzen, ergeben sich aktuell attraktive Rahmenbedingungen (Hier im Bild: Lichtdurchflutetes, hocheffizientes Holz-Fertighaus Riedenthal von Regnauer Hausbau).

Preisentwicklung Gewerke 2026

Analog zu den Baustoffpreisen verläuft auch die Entwicklung der Kosten für Handwerksleistungen beim Bau verschieden. Hierzu tragen auch die Leistungen verschiedener Gewerke bei, darunter Maurerarbeiten, die im Vergleich zum letzten Jahr um 1,3 % anzogen, während die Kosten für Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten sich um 4,4 % vervielfachten, und Erdarbeiten 3,1 % teurer wurden. Bei den Metallbauarbeiten gab es gleichfalls einen geringen Preiszuwachs von 1,9 %. Nachdem sie zwei Jahre zuvor beträchtlich günstiger geworden waren, stiegen Betonarbeiten (1,2 %) und Zimmer- und Holzbauarbeiten (4,7 %) weiter leicht an. Die Preise für Rohbauarbeiten haben sich insgesamt moderat um 2,2 % verteuert, für Ausbauarbeiten um 3,6 % (Quelle: Pressemitteilung Destatis vom Oktober 2025).

Tabelle: Preisentwicklung ausgewählter Gewerke (2025 zu 2024)
Handwerksleistung / GewerkProzentuale Preisänderung (2024 → 2025)
Maurerarbeiten+1,3 %
Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten+4,4 %
Erdarbeiten+3,1 %
Metallbauarbeiten+1,9 %
Betonarbeiten+1,2 %
Zimmer- und Holzbauarbeiten+4,7 %
Rohbauarbeiten (gesamt)+2,2 %
Ausbauarbeiten (gesamt)+3,6 %

Baustoffe: Preise 2026 dank guter Materialversorgung konstant

Neben der nur mäßigen Verteuerung der Handwerksleistungen beim Bau besteht zur Zeit eine verlässliche Versorgung mit Baustoffen, was deren Preise ebenfalls positiv beeinflusst. Laut einer Untersuchung des Bundesinstituts für Bau- Stadt- und Raumforschung BBSR zu Lieferketten in der deutschen Bauwirtschaft und einem verwandten Forschungsprojekt des BBSR war die Material- und Rohstoffknappheit in den Jahren 2021/22 eine der größten Herausforderungen der Bauwirtschaft, die u. a. durch die COVID-19-Pandemie und damit einhergehende Lieferschwierigkeiten, hohe Baunachfrage und den Krieg in der Ukraine verschärft wurde; diese Faktoren trieben die Preise für Baustoffe und die Baukosten insgesamt in die Höhe. Spätere Berichte verweisen darauf, dass sich die Lage in den Folgejahren wieder entspannt hat; ein vielversprechendes Signal für die Baumaterial-Preisentwicklung 2026.

Die deutlich gesunkene Baunachfrage, ersichtlich an den immer weniger erteilten Baugenehmigungen, tut ihr Übriges. So ist aus der Statistik der Baugenehmigungen von Destatis ersichtlich, dass 2024 rund 46 % weniger Bauanträge für Wohngebäude insgesamt bewilligt wurden als noch 2022. Zwar haben sich laut einer Pressemeldung vom November 2025 die Baugenehmigungen bei Neubau-Wohngebäuden von Januar bis September 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wieder um 14,2 % erhöht. Noch immer besteht aber ein niedriges Niveau bei der Baunachfrage, was wiederum von Vorteil für die Versorgung mit Baumaterialien und somit die Preise der Baustoffe ist.

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Was beeinflusst die Baustoffpreise?

Die Preisentwicklung bei Baustoffen wirkt sich direkt auf Baupreise, Kalkulationen und die Finanzierbarkeit von Bauprojekten aus. Hierbei zeigen sich die Ursachen für Veränderungen bei den Baustoff-Preisen vielschichtig und sind das Ergebnis mehrerer zusammenwirkender Faktoren.

Energiekosten als zentraler Preisfaktor

Die Herstellung energieintensiver Baustoffe wie Zement, Kalk, Beton, Stahl, Glas und Ziegel hängt unmittelbar von Gas-, Strom- und Ölpreisen ab. Die vielversprechende Entwicklung der Energiekosten dank sinkender Energiepreise sollten demzufolge 2026 von Herstellern an den Baustoffhandel und letztlich an Bauunternehmen weitergegeben werden, trotz angehobener CO₂-Bepreisung.

Rohstoffverfügbarkeit und Materialversorgung

Die Verfügbarkeit zentraler Rohstoffe beeinflusst die Baustoffpreise erheblich (siehe vorheriger Abschnitt). Zusätzlich wirken sich die geopolitische Lage, Handelsbeziehungen und Lieferketten auf die Importverfügbarkeit und Preisstabilität aus. Das BBSR konstatiert hierzu, dass insbesondere eine Digitalisierung der Prozesse von Beschaffung über Logistik bis zur Auslieferung der Baumaterialien deren Versorgung in Zukunft gut absichern kann. Ebenfalls für eine bessere Rohstoffverfügbarkeit kann eine Reorientierung der Bauwirtschaft auf heimische, nachhaltige Ressourcen sorgen. Beispiele hierfür wären als Haupt-Baustoffe vor allem regionales Holz (Fichte, Kiefer, Eiche), Lehmziegel, Naturstein wie Sandstein oder als Dämmmaterialien Hanf, Holzfaser/Holzwolle, Stroh, Zellulose aus Altpapier, Flachs (Leinen) oder Schafwolle. Aber auch externe Faktoren wie die Klimakatastrophe und beispielsweise deren Einfluss auf regionale Holzbestände (Trockenheit, Schädlingsbefall) können die Verfügbarkeit von Baumaterial einschränken. Hier fordert das BBSR eine politische Lösung, beispielsweise durch eine 'Flächenplanung [mit] genug Risikopuffer für klimabedingte Ertragsrückgänge'. Noch wichtiger ist aber die Umstellung der deutschen Holzwirtschaft von klassischer Monokultur mit Komplettabholzung auf Mischwälder aus klimaresistenten, heimischen Arten sowie die Methode des Dauerwaldes mit Einzelentnahme und Totholzerhalt. So lässt sich Holz dauerhaft nachhaltig und somit kostensicher als Baustoff nutzen.

Logistik- und Transportkosten im Bau

Dieselpreise, die Personalsituation im Güterverkehr sowie Maut- und Betriebskosten wirken sich auf die Transportpreise aus. Da Baustoffe häufig über weite Strecken geliefert werden müssen, schlagen selbst moderate Kostensteigerungen spürbar auf den Endpreis durch – insbesondere bei schweren Materialien wie Betonfertigteilen, Ziegeln oder Dämmstoffen. Das Institut der deutschen Wirtschaft spricht in einer aktuellen Studie zudem davon, dass 'auslaufende Genehmigungen für den Abbau mineralischer Rohstoffe [...] zu weniger Gewinnungsstätten im Bundesgebiet und damit zu längeren Transporten führen' können. Trotzdem sind die Kosten für Logistik, wie weiter oben erwähnt, zuletzt nur leicht gestiegen. Langfristig empfiehlt sich jedoch eine Umorientierung auf geographisch näher gelegene Lieferquellen, um diesem Preisfaktor bei den Baumaterialien entgegenzuwirken. Auch Innovationen in Bezug auf Recycling von Baumaterialien und eine sinnvolle Kreislaufwirtschaft im Bau können hier und in Bezug auf die generelle Verfügbarkeit von Baustoffen Abhilfe schaffen. Insbesondere, wenn lokale Aufbereitungsmöglichkeiten bestehen, was wiederum zur Verringerung der Transportkosten beiträgt.

Inflation und Baukonjunktur

Die allgemeine Inflation beeinflusst Produktions-, Verwaltungs- und Finanzierungskosten entlang der gesamten Bauwertschöpfungskette. Dementsprechend hat die aktuelle Beständigkeit der Preissteigerungsrate einen positiven Effekt auf das Kostenbasisniveau der Hersteller und Händler. Auch wirkt die schwache Baunachfrage in den Jahren 2024 und 2025 preisdämpfend. Dies lässt eine stabile Preisentwicklung bei den Baustoffen erwarten.

Arbeits- und Personalkosten im Baugewerbe

Steigende Löhne, Tarifabschlüsse und der anhaltende Fachkräftemangel im Bau- und Produktionsbereich laut Arbeitskostenindex von Destatis erhöhen die Kosten sowohl bei Herstellern als auch im Bauhandwerk. Diese Entwicklung wirkt sich indirekt, aber dauerhaft auf Materialpreise und Baukosten aus.

Zinsniveau und Finanzierungskosten

Das zur Zeit leicht erhöhte Zinsniveau laut Bundesbank verteuert:

  • Investitionen in Produktionsanlagen
  • Lagerhaltung von Baustoffen
  • Vorfinanzierung großer Materialmengen

Diese Finanzierungskosten fließen zunehmend in die Preisgestaltung ein, auch wenn sie für Bauleute nicht immer unmittelbar sichtbar sind.

Währungsschwankungen im internationalen Handel

Viele Baustoffe und Rohstoffe werden importiert. Wechselkursschwankungen beeinflussen daher die Preise direkt. Ein starker US-Dollar verteuert beispielsweise Holz-, Metall- oder Energieimporte aus dem Ausland und wirkt preistreibend auf den deutschen Baustoffmarkt.

Als Zwischenfazit für Bauunternehmen und Bauleute bedeutet das: realistische Kalkulationen, flexible Planung und frühzeitige Materialbeschaffung gewinnen weiter an Bedeutung.

Preise Baumaterialien: Auswirkungen auf Baukosten

Wie zuvor erläutert deutet sich an, dass die Baustoffpreise 2026 und damit auch die generellen Baukosten weiter stabil bleiben werden. Denn wie weiter oben beschrieben ist mittlerweile wieder eine reguläre Versorgung mit Baumaterial und damit ein reibungsloser Ablauf auf den Baustellen geregelt, die Inflation hat sich entschärft, die Energiekosten für nicht-Haushaltskunden und damit einhergehend Herstellungs-, Betriebs- und Beförderungskosten sind gesunken und die Auftragslage bei den Bauunternehmen ist geprägt durch das vorherige Nachfragetief. So hat die Baubranche aufgrund der massiven Preissteigerungen der Vorjahre einen empfindlichen Nachfrage-Rückgang erlebt, was 2026 noch immer zu vermehrt offenen Kapazitäten bei den Baufirmen führt – und daher zu weiterer Konsolidierung bei den generellen Hausbau-Kosten.

Gerade diese Faktoren haben wiederum einen nachhaltigen Effekt auf die Baustoffpreise, was wiederum eine günstige Auswirkung auf die Kosten beim Hausbau zeigen sollte.

Abgesehen davon werden die Kosten für Handwerkslöhne und Bauleistungen wie auch weiterhin Wartezeiten durch Fachkräftemangel in der Baubranche einen Einfluss auf die Baukosten haben.

Alles in allem sind generell die Kosten für einen Neubau – auch im Zusammenhang mit Handwerks- und Baumaterial-Preisen – infolgedessen im dritten Quartal 2025 laut einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts um 3,1 % im Vergleich zum Vorjahresmonat hinaufgegangen. Allerdings bleibt dieser Anstieg deutlich unter der Verteuerung von 16,8 % Ende 2022. Einfacher ausgedrückt: Von 2024 bis 2025 ist der Preisanstieg bei Neubauten kontinuierlich auf niedrigem Niveau geblieben. Auch wenn die Baukosten insgesamt noch immer leicht steigen, ist die Entwicklung also moderat. Folglich erklärt Destatis beispielhaft, dass die Preise für Einfamilien-Fertighäuser 2024 nur um 0,5 % gestiegen sind.

Mehr zu Bau- und Immobilienpreisen mit einer Prognose für 2026 hier erfahren

Was bedeuten die aktuellen Preise für Baumaterialien für Bauunternehmen?

Unternehmen im gesamten Baugewerbe hatten in den letzten Jahren mit gestiegenen Preisen für Baumaterialien, Transport, Fachpersonal und Ähnlichem zu kämpfen. Zunehmend mussten sie die höheren Baukosten an ihre Baufamilien weitergeben, da sie die Baumaterial-Preisentwicklung alleine nicht mehr ausgleichen konnten, so lautet die Einschätzung des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie. Bei bereits abgeschlossenen Verträgen mussten Bauunternehmen Verluste durch Preiserhöhungen selbst tragen. Ausnahme sind Verträge mit Stoffpreisgleitung, bei denen Veränderungen bei den Baustoffpreisen berücksichtigt werden.

Mit der aktuellen Stabilisierung der Baumaterialpreise kehrt spürbar mehr Ruhe in den Markt zurück – eine Entwicklung, die sowohl Bauunternehmen entlastet als auch Bauinteressierten wieder mehr Sicherheit für ihre Bauentscheidung gibt.

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Was bedeutet die Baumaterial-Preisentwicklung für Baufamilien?

Die höheren Baumaterial-Preise der letzten Jahre haben bei den Hauspreisen zunehmend ihre Spuren hinterlassen. Viele Hausanbieter hatten zunächst versucht, steigende Ausgaben für Baustoffe nicht auf ihre Kund:innen umzulegen, sahen sich schlussendlich jedoch dazu gezwungen, die Preise ihrer Häuser anzuheben.

Aktuell befinden sich die Baustoffpreise im Umbruch, und diverse Anhaltspunkte weisen auf eine leichte Entspannung hin, genau wie die allgemeine Immobilienpreisentwicklung. Prognosen für die Bauwirtschaft gehen für 2026 von Preisstabilität für Rohstoffe und Baukosten aus. So erwartet das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung nur eine leichte Erhöhung der Hausbau-Kosten um 2,5 %.

Was sollten Baufamilien jetzt tun?

Wie viele Bauwillige werden Sie sich fragen, ob sich ein Neubau im Jahr 2026 lohnt. Gerade die zu erwartende Preisstabilität legt ein Angehen Ihres Hausbauprojekts in diesem Jahr nahe.

Stehen Sie gerade vor der Entscheidung, ein Haus zu bauen, empfiehlt es sich, schnell zu handeln, um von der aktuell positiven Entwicklung zu profitieren. Denn Sie können 2026 voraussichtlich von einer vergleichsweise guten Kalkulierbarkeit der Kosten und einer entspannten Marktlage ausgehen. Wenn Sie zeitnah einen Bau- oder Werkvertrag mit Festpreisgarantie abschließen, sind Sie auf der sicheren Seite. Der von vielen Hausbaufirmen angebotene Fixpreis bedeutet, dass der Hausbau nicht teurer als vereinbart werden darf, selbst wenn es wieder zu Anstiegen bei Baustoffpreisen und Lohnkosten kommen sollte.

Genau jetzt ist daher ein sinnvoller Zeitpunkt, konkrete Angebote einzuholen, Baukonzepte zu vergleichen und die nächsten Schritte zu gehen. Mit unserem Hausbau-Assistenten finden Bauinteressierte passende Hausangebote, erfahrene Baupartner und fundierte Orientierung, um den Traum vom Eigenheim gut informiert und planbar umzusetzen.

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Hausbau aus einer Hand für mehr preisliche Sicherheit

Bauunternehmen, die alle Bauleistungen aus einer Hand anbieten, sind für die Koordination und korrekte Ausführung aller Gewerke verantwortlich. Demnach stehen sie auch in der Verantwortung, wenn es zu Lieferengpässen und Bauverzögerungen kommt und tragen das Risiko von Preissteigerungen und Inflation. Wenn Sie hingegen als Baufamilie alle Gewerke selbst organisieren, liegt die Koordination und Haftung für Verzögerungen in Ihren Händen. In diesem Fall müssen Sie eigenständig Lösungen finden und für etwaige Verluste durch Materialpreissteigerungen aufkommen.

Fazit: Werden Baustoffe wieder billiger?

Zwar verläuft die Baustoff-Preisentwicklung aktuell uneinheitlich, dennoch zeigt sich bei bestimmten Baumaterial-Preisen genau wie bei Handwerkskosten tendenziell eher eine leichte Erhöhung. Auch wenn einige wichtige Baumaterial-Gruppen zuletzt günstiger geworden sind, ist es folglich sehr wahrscheinlich, dass sich die Baustoffpreise 2026 stabil seitwärts bewegen. Positiv werden sich aller Wahrscheinlichkeit nach vor allem sinkende Energiepreise auf energieintensiv produzierte Baustoffe und deren Preise auswirken.

Unsere Empfehlung: Bauen Sie möglichst rasch mit einem Full-Service-Anbieter und sichern Sie sich so relativ preiswerte Baustoffpreise im Jahr 2026. Vergleichen Sie Angebote mehrerer Anbieter, um den für Sie passendsten Bauvertrag abzuschließen.

Preise Baumaterialien: Häufige Fragen

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