Definition von Bausatzhaus und Mitbauhaus

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    Quelle: Quelle: Praktikhaus

    Sie werden als Rohbauhäuser, Bausatzhäuser, Mitbauhäuser oder Selbstbauhäuser angeboten - haben aber alle dieselbe Bedeutung: Der Rohbau des Eigenheims wird in Eigenleistung erstellt. Normalerweise bleibt es aber nicht beim selbst errichteten Rohbau, auch der Ausbau wird vom Bauherrn selbst übernommen.

    Jedes Bausatzhaus ist also auch ein Ausbauhaus, wenn man es genau nehmen will. Wer sich für ein Bausatzhaus entscheidet, sollte vor allem eines mitbringen - viel Zeit. Neun bis zwölf Monate oder 1.000 Arbeitsstunden kann es dauern, bis das Häuschen steht. Und wer mit zwei linken Händen geboren ist, bei dem braucht es noch länger. Wer die Zeit hat, für den lohnen sich die Mühen allerdings, schließlich können einige zehntausend Euro Baukosten gespart werden. Auf das Baumaterial und die Bauweise ist der Selbermacher dabei nicht festgelegt - fast alles vom Holz über Verfüllziegel bis hin zu Porenbeton ist möglich.

    System Wohnblockhaus

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    Quelle: Quelle: Sweethome.dk

    Eine Gemeinsamkeit haben aber alle Bausatzhäuser - sie werden in einem kompletten Bausatz für den Rohbau auf die Baustelle geliefert und der Bauherr muss dann schauen, wie er die einzelnen Teile zu einem vollständigen Haus zusammenfügt. Völlig auf sich alleine gestellt ist er dabei natürlich nicht. Viele Anbieter von Bausatzhäusern bieten Schulungskurse an. Dort werden die künftigen Hausbesitzer in die Grundlagen der Materie eingeführt. Und sollten während des Hausbaus Probleme auftreten, steht auf jeden Fall ein Bauleiter beratend zur Seite. Und ist der einmal nicht erreichbar, kann beim Hersteller telefonisch um Rat gefragt werden. Viele Hersteller haben eigens dafür eine Hotline eingerichtet.

    Bei Wohnblockhäusern sieht die Sache schon anders aus. 
    Die einzelnen Holzbohlen sind bereits so zugesägt und nummeriert, dass sie nur noch an- und aufeinander gefügt werden müssen. Die Teile sind leicht zusammenzusetzen und enthalten alles, was der Bauherr benötigt - von den Schrauben über Leisten bis zu den Beschlägen. Wer in den ersten Tagen etwas Hilfe braucht, kann sich einen so genannten Richtmeister engagieren, der mit Rat und Tat zur Seite steht.

    System Holzspandämmstein

    Beim Holzspandämmstein wurden die Vorteile des Baustoffes Holz mit den Vorteilen von Beton verbunden. Die Steine haben eine Hülle aus Holzspänen und sind innen hohl. Der Hohlraum in der fertigen Wand wird anschließend mit Beton verfüllt. Die Steine werden einfach, ohne zu kleben oder zu mörteln, trocken aufeinander gesetzt. Lediglich die erste Steinreihe kommt in eine Mörtelschicht. Hierbei erhält der Baulaie aber Hilfestellung vom Baustellen-Service. Der Stein ist leicht und lässt sich mit einer einfachen Säge durchtrennen. Für Selbermacher ist er daher ein sehr guter Baustoff.

    System Mantelbetonbauweise

    Das System Mantelbetonweise ähnelt dem System Holzspandämmstein. Anstelle der Holzspanhülle gibt es bei diesem System eine Hülle aus Styropor oder Neopor. Was Styropor ist, dürfte jeder wissen. Neopor stammt ebenfalls von der BASF und ist eine Weiterentwicklung des Styropors. Im Vergleich zu Styropor kann Neopor Wärmestrahlung deutlich besser abschirmen, so dass für die gleiche Dämmleistung ein deutlich geringerer Materialeinsatz erforderlich ist. Styropor bzw. Neopor sind zugleich Schalung und Wärmedämmung. Die einzelnen Elemente werden wie "Legosteine" aufeinander gesetzt, sind mit Noppen und Nuten versehen, die ineinander rasten und anschließend mit Füllbeton ausgegossen werden.

    System Massivbau

    Häuser aus KS-Plansteinen, Porenbeton oder Porotonziegeln lassen sich ohne Probleme in Selbstbauweise errichten. Das machen bereits viele Häuslebauer unabhängig von einem Bausatzhausanbieter. Hier kann man aber nicht von einem Bausatzhaus sprechen. Der Unterschied zum konventionellen Massivbau liegt nämlich darin, dass beim Bausatzhaus in Massivbauweise das gesamte Material, das zum Bau Ihres Hauses benötigt wird, vom Bausatzhausanbieter komplett auf die Baustelle geliefert wird. Vom ersten Sack Zement bis zum letzten Farbtopf. Der Bauherr muss also nicht Dauergast beim Baustoffhandel sein oder ein Dauerabo im Baumarkt einrichten. Er bekommt alles aus einer Hand. Das spart Zeit und Nerven.

    System Holzrahmenbauweise

    Bei Häusern in Holzrahmenbauweise sind alle Außenwand- und Innenwandelemente sowie die Decke und der Dachstuhl im Bausatz enthalten. Der Bauherr baut die riesigen Elemente, die mit dem Autokran versetzt werden, selbst mit seinem eigenen Team auf. Der Vorteil - der Rohbau lässt sich innerhalb eines Tages schaffen. Viel mit Selbermachen ist bei dieser Methode allerdings nicht. Zum Versetzen der Elemente ist ein Kran nebst Kranführer notwendig. Und die Teile sollten auch nicht ohne fachmännische Aufsicht zusammengefügt werden. Insgesamt ist das System Holzrahmenbauweise daher zwar möglich, wird aber nicht allzu häufig von Bauherren in Anspruch genommen.

    System Blähtonelemente

    Auch Bausatzhäuser aus Blähtonelementen werden angeboten. Hier ist es aber so ähnlich wie bei den Häusern in Holzrahmenbauweise. Die Elemente sind so groß, dass sie nur mit dem Kran montiert werden müssen. Auch erfolgt der Aufbau unter Mithilfe eines Richtmeisters, mit dem Selbermachen ist es also nicht so weit her - zumindest beim Aufbau. Eigenleistungen unter Anleitung sind möglich beim Vorbereiten der Sohle, der Kanalgräben, der Drainage, beim Betonieren der Sohle, Isolieren der Sohlplatte, bei der Montage und Isolierung der Fertigelemente, beim Verlegen der Fertigteildecken, beim Dachstuhl, wenn dieser aus isolierten Fertigelementen erstellt wird und natürlich bei den Fliesen,- Fußboden- und Malerarbeiten. Alle anderen Leistungen entsprechend den Fertigkeiten des Bauherrn und dessen Hilfskräfte.

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