Altbauhäuser

Wohnung oder Haus kaufen - Was ist besser?

Von Clara Flemming Am 22. September 2021

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Kleine, gemütliche Stadtwohnung oder großes Haus auf dem Land mit Garten? Es ist fast schon eine Glaubensfrage. Aber natürlich hängt mehr an der Entscheidung für Wohnung oder Haus mit Garten als die Vorliebe für Stadttrubel oder geruhsames Landleben.

Anschaffungskosten, Folgekosten, Größe des Wohnraums und die Infrastruktur sind bei der Entscheidungsfindung genauso wichtig wie die künftige Familienplanung. Ob man ein Haus oder eine Wohnung kaufen will, hängt außerdem von der Risikofreude ab: Bei einer Wohnung teilt man sich die Grundrechte mit vielen anderen Menschen. Das kann gut gehen, kann aber auch sehr anstrengend werden. Umgekehrt geht die Gestaltungsfreiheit beim eigenen Haus mit einem höheren finanziellen Risiko einher. Wie soll man da Prioritäten setzen? Wir haben einen Ratgeber zusammengestellt, der Schritt für Schritt durch die Auseinandersetzung mit dem Thema lenkt.

Wohnung oder Haus mit Garten - wonach richtet sich die Entscheidung?

Der Kauf eines Hauses oder einer Wohnung ist teuer - das leisten sich die meisten Menschen, wenn überhaupt, dann nur einmal im Leben. Aber trifft eine Wohnung die eigenen Bedürfnisse besser oder doch eher das Haus? Diese Entscheidung fällt niemand aus dem Bauch heraus oder auch nur über Nacht. Meist gehen wochen- oder gar jahrelange Gespräche voraus. Alle Vor- und Nachteile werden abgewogen. Auf dem Weg zum Eigenheim helfen ein paar Fragen, die die Denkprozesse in eine bestimmte Richtung leiten. Was genau will ich überhaupt, und warum ist das so?

Unser Fragenkatalog bringt Sie auf die richtige Spur:

  • Will ich lieber auf dem Land leben oder in der Stadt?
  • Brauche ich das Verkehrsnetz und die Infrastruktur der Stadt oder ist mir die Ruhe auf dem Land wichtiger?
  • Wie genau sehen die finanziellen Rahmenbedingungen aus? Kann ich es mir leisten, für laufende Kosten und Reparaturen immer alleine aufzukommen, oder sind mir Verwaltungskosten und geteiltes Risiko mit einer Wohnungseigentümergemeinschaft lieber?
  • Wie entwickelt sich mein Leben in der Zukunft? Will ich Kinder haben oder meinen Ruhestand mit Hund in der Natur verbringen?
  • Damit verbunden: Wie viel Wohnraum brauche ich eigentlich, und in vielen voneinander abgetrennten Zimmern soll der sich befinden?
  • Will ich mein Wohnumfeld (Wohnung, Haus, Fassade, Garten, Balkon etc.) nach meinen eigenen Vorstellungen gestalten, oder kann ich mit eingeschränkten Gestaltungsrechten leben?
  • Wie sieht die Finanzierung aus? Traue ich mir eher das Haus mit Garten oder eine kleine Wohnung zu?

Hauskauf vs. Wohnungskauf: Vorteile und Nachteile gegenübergestellt

Egal, ob Haus oder Wohnung: Der Kauf ist mit einer hohen finanziellen Belastung verbunden. Es wäre allerdings zu einseitig, nur die finanzielle Verantwortung zu sehen. Denn tatsächlich macht es nicht nur einen finanziellen Unterschied, ob man ein Haus oder eine Eigentumswohnung kaufen will. Wir haben die verschiedenen Vorteile (+) und Nachteile (-) gegenübergestellt, die beim Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung bedacht werden sollten.

Haus mit GartenEigentumswohnung
Anschaffungskosten- In der Anschaffung oft kostenintensiver als die Wohnung, denn der Grundstückspreis kann höher sein als die Kosten für das Haus selbst. Zudem können die Sanierungskosten für ein bestehendes Haus weitaus höher ausfallen als für eine Eigentumswohnung.+ In der Anschaffung oft kostengünstiger als ein Haus mit Garten.
Planungssicherheit- Baukosten sind bei einem Neubau nicht genau kalkulierbar, außer man baut ein Fertighaus.+ Planungssicherheit, denn die Kosten lassen sich gut kalkulieren.
Laufende Kosten+ Es gibt keine monatlichen Kosten wie Hausgeld oder Verwaltungsgebühren. Allerdings ist man für Reparaturen, Instandhaltung und dergleichen selbst verantwortlich und sollte Rücklagen dafür bilden.+ Laufende Kosten werden in einem monatlichen Hausgeld beglichen, zu dem eine Rücklage für Instandhaltung kommt. Das gibt finanzielle Sicherheit.
Wohnraum+ Ein Haus bietet in der Regel mehr Wohnraum, oft inklusive Außengelände wie Garten, Terrasse und/oder Balkon. Mehr Wohnraum bedeutet aber auch immer, höherer Aufwand für Ordnung und Pflege.- Wohnungen bieten oft weniger Wohnraum als ein Haus, ein vorhandener Garten wird im günstigsten Fall gemeinschaftlich mit den anderen Wohnungseigentümern des Hauses genutzt. Balkon oder Terrasse sind ebenfalls nicht immer gewährleistet.
Flexibilität+ Viele Zimmer bedeuten, dass die Nutzung des vorhandenen Wohnraums flexibel ist. Gästezimmer, Arbeitszimmer, Hobbyräume oder zusätzliche Kinderzimmer sind kein Problem.Durch die geringe Anzahl Zimmer wenig Flexibilität in der Nutzung.
Gestalungsfreiheit+ Bei einem eignen Haus schränken nur Vorgaben des Bebauungsplan die Gestaltung ein, ansonsten können eigene Wünsche problemlos umgesetzt werden.- Änderungen an einer Wohnung nur mit Zustimmung der anderen Eigentümer, da die Wohnung zum Bauplan des Hauses passen muss.
Garten+/- Zum Haus gehört oft ein größere Außenanlage. Ein Garten ist zwar schön, muss aber auch gepflegt werden. Und das bedeutet zeitliche und finanzielle Investitionen.+/- Zur Wohnung gehört in der Regel kein Garten. Wer gerne im Grünen ist, sieht das als Nachteil. Ein Garten macht aber auch Arbeit, weshalb manche Menschen das als Vorteil der Wohnung werten.
Nachbarn+ In einem freistehenden Haus hat man seine Ruhe. Wer seine Nachbarn nicht sehen, hören oder riechen will, macht einfach Türen und Fenster zu.- In einem Haus mit mehreren Wohnungen ist immer Rücksicht auf die Nachbarn gefordert, vor allem hinsichtlich Sauberkeit im Treppenhaus und Lärm oder lauter Musik sowie Küchengerüche. Umgekehrt kann man sich schlecht aus dem Weg gehen, wenn die anderen weniger rücksichtsvoll sind.
Infrastruktur- In Stadtrandgebieten und auf dem Land sind Infrastruktur und Verkehrsanbindungen weniger gut ausgelegt.+ Wohnungen in städtischen Gebieten sind hervorragend ans Verkehrsnetz angebunden, die Infrastruktur vor Ort ist gut.

Welche Kosten fallen bei einem eigenen Haus an?

Neben dem Preis für das Grundstück fallen Kosten für das Haus selbst an. Das kann ein schwer kalkulierbarer Neubau sein. Oder es handelt sich um die Kaufkosten für das Gebäude. Die sind zwar kalkulierbar, aber oft hoch. Dazu kommen bei einer Bestandsimmobilie die Sanierungskosten, die ebenfalls sehr unterschiedlich hoch ausfallen können. Weiterhin müssen Sie Kaufnebenkosten wie beispielsweise für Notar und Grundbucheintrag, die Grunderwerbsteuer, Provision für den Makler sowie ein Gutachterhonorar einrechnen. Bei einem Neubau sind die Baunebenkosten nicht außer acht zu lassen. Beispiele dafür sind die Erschließungskosten und Ausgaben für die Baugenehmigung.

Neben den Anschaffungskosten sind mit dem Haus laufende Kosten verbunden. Das sind beispielsweise Versicherungen und Grundsteuer, eine Rücklage für die Instandhaltung und Abgaben an die Gemeinde.

Welche Kosten fallen bei einer Eigentumswohnung an?

Die Anschaffungskosten der Eigentumswohnung setzen sich aus dem Wohnungspreis und einem Anteil am Grundstückspreis zusammen. Kaufnebenkosten gehören ebenfalls dazu: Notargebühren und Grundbuchkosten müssen genauso entrichtet werden wie die Grunderwerbsteuer und vielleicht eine Maklerprovision. Gutachter erheben zusätzlich Gebühren. Wird die Wohnung schlüsselfertig erworben, ist das alles in einem Gesamtkaufpreis zusammengefasst.

Die laufenden Kosten sind bei einer Wohnung im Hausgeld und eventuellen Sonderumlagen zusammengefasst.

Häufige Fragen zu Wohneigentum

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