Definition von Bausatzhaus und Mitbauhaus

Der Kauf eines Hauses ist oft die größte Investition im Leben - eine Entscheidung mit Langzeitwirkung, bei der es um hohe Summen geht. Da versteht es sich von selbst, dass beim Kaufvertrag nichts dem Zufall überlassen werden darf. Was ist bei Immobilien-Kaufverträgen im Zusammenhang mit Neubauten zu beachten? Mehr dazu erfahren Sie hier.

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Alle werden (fast) alleine aufgebaut

Eine Gemeinsamkeit haben aber alle Bausatzhäuser - sie werden in einem kompletten Bausatz für den Rohbau auf die Baustelle geliefert und der Bauherr muss dann schauen, wie er die einzelnen Teile zu einem vollständigen Haus zusammenfügt. Völlig auf sich alleine gestellt ist er dabei natürlich nicht. Viele Anbieter von Bausatzhäusern bieten Schulungskurse an. Dort werden die künftigen Hausbesitzer in die Grundlagen der Materie eingeführt. Und sollten während des Hausbaus Probleme auftreten, steht auf jeden Fall ein Bauleiter beratend zur Seite. Und ist der einmal nicht erreichbar, kann beim Hersteller telefonisch um Rat gefragt werden.

Wohnblockhaus

Bei Wohnblockhäusern sieht die Sache schon anders aus. Die einzelnen Holzbohlen sind bereits so zugesägt und nummeriert, dass sie nur noch an- und aufeinander gefügt werden müssen. Die Teile sind leicht zusammenzusetzen und enthalten alles, was der Bauherr benötigt - von den Schrauben über Leisten bis zu den Beschlägen. Wer in den ersten Tagen etwas Hilfe braucht, kann sich einen so genannten Richtmeister engagieren, der mit Rat und Tat zur Seite steht.

Holzspandämmstein

Beim Holzspandämmstein System wurden die Vorteile des Baustoffes Holz mit den Vorteilen von Beton verbunden. Die Steine haben eine Hülle aus Holzspänen und sind innen hohl. Der Hohlraum in der fertigen Wand wird anschließend mit Beton verfüllt. Die Steine werden einfach, ohne zu kleben oder zu mörteln, trocken aufeinandergesetzt. Lediglich die erste Steinreihe kommt in eine Mörtelschicht. Hierbei erhält der Bauherr aber Hilfestellung vom Baustellen-Service. Der Stein ist leicht und lässt sich mit einer einfachen Säge durchtrennen. Für Selbermacher ist er daher ein sehr guter Baustoff.

Mantelbetonbauweise

Das System Mantelbetonweise ähnelt dem Holzspandämmstein. Anstelle der Holzspanhülle gibt es bei diesem System eine Hülle aus Styropor oder Neopor. Was Styropor ist, dürfte jeder wissen. Neopor stammt ebenfalls von der BASF und ist eine Weiterentwicklung des Styropors. Im Vergleich zu Styropor kann Neopor Wärmestrahlung deutlich besser abschirmen, so dass für die gleiche Dämmleistung ein deutlich geringerer Materialeinsatz erforderlich ist. Styropor bzw. Neopor sind Schalung und Wärmedämmung zugleich. Die einzelnen Elemente werden wie "Legosteine" aufeinandergesetzt, sind mit Noppen und Nuten versehen, die ineinander rasten und anschließend mit Füllbeton ausgegossen werden.

Massivbausatz

Häuser aus KS-Plansteinen, Porenbeton oder Porotonziegeln lassen sich ohne Probleme in Selbstbauweise errichten. Das machen bereits viele Häuslebauer unabhängig von einem Bausatzhausanbieter. Hier kann man aber nicht von einem Bausatzhaus sprechen. Der Unterschied zum konventionellen Massivbau liegt nämlich darin, dass beim Bausatzhaus in Massivbauweise das gesamte Material, das zum Bau Ihres Hauses benötigt wird, vom Bausatzhausanbieter komplett auf die Baustelle geliefert wird. Vom ersten Sack Zement bis zum letzten Farbtopf. Der Bauherr muss also nicht Dauergast beim Baustoffhandel sein oder ein Dauerabo im Baumarkt einrichten. Er bekommt alles aus einer Hand. Das spart Zeit und Nerven.

Holzrahmenbauweise

Bei Bausatzhäusern in Holzrahmenbauweise sind alle Außenwand- und Innenwandelemente sowie die Decke und der Dachstuhl in der Lieferug enthalten. Der Bauherr baut die riesigen Elemente, die mit dem Autokran versetzt werden, selbst mit seinem eigenen Team auf. Der Vorteil - der Rohbau lässt sich innerhalb eines Tages schaffen. Viel mit Selbermachen ist bei dieser Methode allerdings nicht. Zum Versetzen der Elemente ist ein Kran nebst Kranführer notwendig. Und die Teile sollten auch nicht ohne fachmännische Aufsicht zusammengefügt werden. Insgesamt ist das System Holzrahmenbauweise daher zwar möglich, wird aber nicht allzu häufig von Bauherren in Anspruch genommen.

Blähtonelemente

Auch Bausatzhäuser aus Blähtonelementen werden angeboten. Hier ist es aber so ähnlich wie bei den Häusern in Holzrahmenbauweise. Die Elemente sind so groß, dass sie nur mit einem Kran montiert werden können. Auch erfolgt der Aufbau unter Mithilfe eines Richtmeisters, mit dem Selbermachen ist es also nicht so weit her - zumindest beim Aufbau. Eigenleistungen unter Anleitung sind möglich bei folgenden Schritten:

  • Vorbereiten der Sohle, Kanalgräben und Drainage
  • Betonieren der Sohle
  • Isolieren der Sohlplatte
  • Montage und Isolierung der Fertigelemente
  • Verlegen der Fertigteildecken
  • Dachstuhl, wenn dieser aus isolierten Fertigelementen erstellt wird
  • Fliesen,- Fußboden- und Malerarbeiten

Alle anderen Leistungen richten sich nach den Fertigkeiten des Bauherrn und dessen Hilfskräfte.

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