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Top 3 Grundriss-Tipps: Haus planen leicht gemacht

Von Celine Hausenstein Am 5. September 2022

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Sie haben die Möglichkeit, ein Haus nach Ihren Wünschen zu bauen? Das ist großartig!

Wir empfehlen Ihnen, gedanklich genug Zeit in den Grundriss zu investieren, denn er sollte ja auch für die Zukunft auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten und auf Ihre Ansprüche angepasst sein.

Hierfür haben wir 3 grundlegende Tipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen helfen sollen, den richtigen Anfang zu finden, um richtig kreativ zu werden.

Tipp 1: Woran muss sich Ihre Hausgestaltung orientieren - Bebauungsplan oder §34?

Wenn Sie ein Grundstück kaufen, gibt es je nach Gebiet Vorschriften, an die Sie sich halten müssen, wenn Sie ein Haus bauen möchten.

In der Regel gibt es einen Bebauungsplan (auch B-Plan genannt), in dem vom zuständigen Bauamt festgelegt wurde, wie das Haus auszusehen hat - Gesamtgröße, Geschosszahl und Dachform sind hier meist vorgegeben. Dies erleichtert Ihnen im ersten Schritt herauszufinden, wie Ihr Haus grob aussehen wird. Möchten Sie hier allerdings vom B-Plan abweichen, kann dies bedeuten, dass Sie sich intensiv und kostspielig mit dem Bauamt auseinandersetzen müssen. Stellen Sie sich also die Frage, ob es den Aufwand wirklich wert ist.

Gibt es keinen B-Plan, so müssen Sie sich sehr wahrscheinlich an §34 BauGB halten, der so viel besagt, wie, dass sich das Haus in der Art, Größe, Form und Farbe an die umgebende Bebauung anpassen muss. (Das heißt: Gibt es in der Umgebung nur Bungalows, könnte es schwierig werden, eine Stadtvilla genehmigt zu bekommen.)

Wünschen Sie sich ein Haus, das anders aussieht als die Umgebung, dann kann das ebenso viel Zeit und Arbeit in der Auseinandersetzung mit dem Bauamt bedeuten. Hier macht es Sinn, sich Unterstützung zu suchen oder beim Bauamt nachzufragen, ob es eine Möglichkeit gibt, Ihre Wünsche genehmigt zu bekommen.

Gibt es allerdings ein ähnliches Haus in Ihrer unmittelbaren Nähe (in der gleichen Straße), dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Sie Ihr Haus an diesem orientieren dürfen. Versuchen Sie also, sich genug Zeit zu nehmen, um Ihre Umgebung zu studieren. Dies könnte Ihnen bei der Planung eine große Hilfe sein.

Tipp 2: Kurze Wege ersparen Kosten

Wenn Sie nun also wissen, wie Ihr Haus grob von außen aussieht, können Sie sich dem Inneren widmen. Versuchen Sie hierbei am besten immer, die Wege der Installationsanschlüsse und Leitungen so kurz wie möglich zu erhalten. Heißt: Planen Sie Bäder übereinander, wenn Sie mehr als ein Geschoss bauen oder siedeln Sie die Küche neben dem Hausanschlussraum/ Technikraum oder dem Bad an. Somit vermeiden Sie lange Wege, die Ihren Grundriss kompakter werden lassen und Ihnen somit aufwändige Installationskosten ersparen.

Dies hilft Ihnen ebenfalls, die anderen Räume anzuordnen. Empfehlenswert ist es, auf jeden Fall das Wohnzimmer in den Garten blicken zu lassen und Flure in den dunkleren Teil des Hauses zu setzen. Bei einer Ausrichtung des Hauses nach Süden bietet sich demnach idealerweise die Nordseite zur Platzierung der Flure und Treppe an.

Tipp 3: Eine clevere Raumaufteilung nutzt Quadratmeter optimal aus

Versuchen Sie sich im ersten Schritt zu überlegen, was wirklich wichtig ist für Ihren Grundriss und was Sie tatsächlich brauchen. Versuchen Sie, alles zu hinterfragen, um sich das Leben nicht unnötig schwer zu machen. Es kann sinnvoll sein, sich an Minimalangaben von Raumgrößen zu orientieren und anhand dessen zu schauen, was für Sie wirklich nötig ist. Wenn Sie unsicher sind, wie groß ein Raum sein sollte, lassen Sie sich auf unserer Seite von Grundriss-Beispielen inspirieren oder informieren Sie sich in unserem Ratgeber zu Beispielangaben.

Generell ist es empfehlenswert, wenn Sie eher wenige große Räume planen, als viele kleine. Versuchen Sie, nicht nutzbare Verkehrsflächen wie lange Flure, große Galerien oder unnötige Nischen zu vermeiden.

Ebenso empfehlen wir für Ihre Treppe, so wenig Platz wie möglich in Anspruch zu nehmen. Gerade Treppen sind zwar charmant, nehmen allerdings viel wertvolle Wohnfläche in Anspruch. Wenn Sie also auf jeden Quadratmeter zählen müssen, empfiehlt es sich, eine L-förmige oder eine gewendelte Treppe zu wählen. Dann bleibt Ihnen mehr Wohnfläche in Schlaf- oder Wohnzimmern.

Fazit
Wichtig ist, dass Sie immer Ihre Prioritäten im Auge behalten. Es kann schnell passieren, sich im Detail zu verlieren. Sind kleine Räume, wie Abstell- oder Ankleideräume, wirklich notwendig, wenn das Budget begrenzt ist? Was brauche ich für die Zukunft? Planen und bauen Sie deshalb am besten nur so viel, wie Sie wirklich benötigen und halten Sie sich an Grundrisse, die Ihrer Idee und Vorstellungen vom Traumhaus nahe kommen. In diesem Sinne: Viel Erfolg und Spaß beim Planen Ihres Grundrisses!

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