Zwölf Tipps für einen gelungenen Umzug und erfolgreiche Vermietung

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    Viele Aufgaben tun sich auf, wenn es darum geht, den Wohnort zu wechseln. Lässt man den Umzug mittels Unternehmen bewerkstelligen oder kann man über Freunde und Familie, den Transport selbst stemmen? Sind alle Unternehmen in Kenntnis gesetzt, alles gepackt, Anbieter gewechselt? Es gibt vor, während und nach dem Umzug viel zu planen und zu bedenken. Mit dieser Liste behält man in jeder Phase den Überblick und erhält hilfreiche Tipps.

    Tipp 1: Das Umzugsfahrzeug rechtzeitig organisieren

    Umzugsfahrzeug

    Quelle: yulyla / fotolia.com

    Es gibt Wochenenden im Jahr, da scheint es als würde die halbe Stadt umziehen. Nicht ganz zufällig handelt es sich dabei um das erste oder das letzte Wochenende eines Monats. Wer einen Transporter für eines dieser Wochenenden mieten möchte, sollte sich also frühzeitig darum kümmern. Sonst steht das Umzugsdatum fest, aber es lässt sich kein Transporter auftreiben. Ebenso sollte man abklären, ob Spanngurte im Transporter liegen, um die Ladung zu sichern oder ob man selber zuvor welche besorgen muss. Auch Decken gehören dazu, um die die Oberflächen der Möbel vor Kratzern zu schützen.

    Um sich am Umzugstag selber Stress zu ersparen, sollte man das Umzugsfahrzeug ein oder zwei Tage länger mieten und schon am Abend vor dem Umzug abholen. Muss man es zudem erst am Tag nach dem Umzug zurückgeben, ist man zeitlich etwas flexibler.

    Tipp 2: Sortieren Sie aus

    Ein Umzug ist eine wunderbare Gelegenheit, jedes Buch, jedes Kleidungsstück und jedes Küchenutensil sowie Vorräte noch einmal einzeln in die Hand zu nehmen. Sortieren Sie beim Einpacken aus, nicht beim Auspacken. Selbst wenn Sie auf viele Helfer zurückgreifen können, sind diese froh um jedes Kilo, das sie weniger tragen müssen und um jede Tour, die man sich mit dem Umzugstransporter spart. Manches passt vielleicht auch stilistisch nicht mehr in das neue Heim. Vielleicht lässt sich der ein oder andere Einrichtungsgegenstand im Vorfeld verkaufen und bessert so die Umzugskasse auf. Unter Umständen lohnt sich sogar, den Sperrmüll zu bestellen. Entsprechend weit im Voraus sollte man also mit dem Ausmisten anfangen.

    Tipp 3: Verträge kündigen, sich ummelden

    Verträge kündigen

    Quelle: dessauer / fotolia.com

    Nicht nur beim Mietvertrag gibt es eine Kündigungsfrist zu beachten. Auch der Telefon- oder Kabelanschluss müssen um- oder abgemeldet werden. Ämter, Banken und Sparkassen, Vertragspartner für Mobilfunk und Versicherungen, der Arbeitgeber, Vereine müssen ebenfalls über die neue Adresse informiert werden. Die Versorgungsunternehmen darf man ebenfalls nicht vergessen. Zeitungs- und Zeitschriftenabonnements sollten rechtzeitig umgemeldet werden. Zusätzlich sollte bei der Post ein Nachsendeauftrag beantragt werden, um Paket- und Briefzustellungen an die neue Adresse umzuleiten. Es ist möglich, dem Absender, die Umleitung an die neue Adresse mitteilen zu lassen, so dass auch vergessene Unternehmen in den Kreis der Eingeweihten aufgenommen werden.

    Tipp 4: Kartons vorher packen

    Wenn Helfer in das leerzuziehende Haus oder die leerzuziehende Wohnung kommen und nichts auf einen Auszug hindeutet, ist deren Motivation erst einmal im Keller. Alles was man am Umzugstag selbst nicht benötigt, sollte sich bereits in Kartons oder Taschen befinden.

    Was braucht man ggf. noch in der alten Wohnung?

    • Bettwäsche
    • Alles für die Morgentoilette
    • Kleidung für den Tag 
    • Frühstück
    • Reinigungsmittel, um Wohnung oder Haus zumindest besenrein zu hinterlassen
    • Getränke und Essen für die Helfer
    • Lampen
    • Mülleimer 

     

    Kartons sollten nicht zwingend voll und schon gar nicht zu schwer gepackt werden. Einen mit Büchern vollgefüllten Umzugskarton kann eine Person alleine kaum tragen. Viele Kartonagen sind auch nicht stabil genug, diese Lasten unbeschadet zu transportieren. Leere Obstkartons – gratis aus dem Supermarkt – sind ein exzellentes Behältnis, um Bücher in ausreichender Menge zu verstauen.

    Zerbrechliche Gegenstände wie Porzellan oder Glas sollten jeweils zusätzlich noch einzeln in Papier eingewickelt und Zwischenräume in den Kartons ebenfalls mit Papier ausgestopft werden. So überstehen sie den Transport unbeschadet. Diese Kartons sollten extra gekennzeichnet werden, damit die Helfer sie entsprechend pfleglich behandeln. Handtücher oder Kleidungsstücke sind ebenfalls gute Polster zwischen zerbrechlichen Objekten.

    Tipp 5: Möbel bereits auseinander bauen

    Möbel abbauen

    Quelle: Zlatan Durakovic / fotolia.com

    Sobald die Regale und Schränke leergeräumt sind, kann man diese, sofern für den Transport nötig, auseinanderschrauben – zumindest soweit man das alleine schafft. Das spart den Helfern Zeit, Kraft und Nerven. Die auseinandergenommenen Möbel kann man dann ordentlich an eine Wand lehnen. Markieren mit gekennzeichnetem Malerkrepp helfen beim Wiederzusammenbauen. 

    Extra-Tipp: Dazugehörige Schrauben und Schlüssel in Gefrierbeutel packen und mit Klebeband an den Möbelteilen befestigen. So spart man sich lästiges Suchen und zuordnen beim Aufbau.

    Tipp 6: Geräte abklemmen

    Geräte wie Waschmaschine oder Geschirrspüler sollten, sofern sie nicht mehr gebraucht werden und mit umziehen, abgeklemmt werden. Auch Gefrier- und Kühlschränke sollten zuvor abtauen, damit den Helfern kein Wasser entgegenkommt oder man im neuen Haus das Treppenhaus wischen muss, währen der Umzug noch im vollen Gange ist. Natürlich sollte man Geschirrspüler und Kühlschrank zuvor ausräumen.

    Extra zur Waschmaschine: Beim Transport unvermeidliche Schwingungen können der Trommel im inneren der Maschine schaden und sie unbrauchbar machen. Es gibt dafür Transportsicherungen, die man an der Rückseite eindrehen kann, um so die Waschtrommel zu fixieren. Wichtig ist nur, die Sicherung vor Inbetriebnahme wieder zu entfernen.

    Tipp 7: Zuvor schon Kartons und Möbel zum Haus fahren

    Fast jedes Auto bietet Platz für den einen oder anderen Karton. Wer zuvor zum neuen Haus fährt, um beispielsweise die Arbeiten zu begutachten oder selber zu tapezieren oder zu streichen, kann bereits einige Kartons oder Kleinmöbel mitnehmen. Taschen mit wichtigen Dokumenten oder technische Geräte können ebenfalls bereits mittels PKW zum neuen Haus gefahren werden.

    Tipp 8: Karton, Möbel und Zimmer beschriften

    Umzugskartons Beschriftung

    Quelle: lagom / fotolia.com

    Eine deutliche Beschriftung auf den Kartons und Zettel an den Möbeln helfen bei der Zuordnung zu den Zimmern. Die fleißigen Helfer müssen so nicht für jede Lampe und jeden Karton nachfragen, in welches Zimmer dieser kommt und arbeiten so schneller. Steht auf dem z.B. „1. OG Kinderzimmer 2“ oder „Keller Hobbyraum links“ wissen die Helfer direkt, wohin zu laufen haben. Man kann auch selber besser mit anpacken, wenn man nicht ständig als Ansprechpartner bereitstehen muss. Ein markierter Plan des Hauses hilft noch besser, bedeutet jedoch mehr Vorarbeit.

    Tun Sie sich selbst den Gefallen und schreiben sie auf den Karton, was sich in diesem befindet. Das erleichtert das Auspacken und Einräumen ungemein. 

    Auch an den Türrahmen der Zimmer sollte eine Bezeichnung hängen, da sich viele Helfer sicher zum ersten oder zweiten Mal in dem neuen Haus sind, und nicht wissen können, welcher Raum als Arbeitszimmer, Elternschlafzimmer oder Kinderzimmer gedacht ist. Ein Hausplan im Eingangsbereich hilft ebenfalls bei der Orientierung.

    Tipp 9: Das neue Eigenheim vorbereiten

    Selbst wenn man bis zum letzten Abend vor dem Umzug Wände gestrichen und Fußleisten angebracht hat, sollte das Haus auf den Umzug vorbereitet werden. Befürchtet man zum Beispiel, dass die Umzugshelfer die neuen Treppenstufen zerkratzen könnten, sollte man diese zuvor rutschfest(!) mit Pappe oder Malervlies abkleben. Auch Parkett sollte abgedeckt werden, wenn zu befürchten ist, dass schwere Möbel beim Umzug Kratzer auf dem empfindlichen Untergrund hinterlassen.  Im Idealfall ist schon alles gewischt und der letzte Baustaub entfernt, so dass die Helfer nur noch die Kartons in die betreffenden Zimmer tragen und die Möbel aufstellen müssen.

    Wenn der Umzug an nassen Tagen stattfindet, empfiehlt sich eine großflächige, saugfähige Matte, die ebenfalls rutschfest ausgelegt werden sollte. Man verringert damit die Rutschgefahr, Verletzungs- und Schadensrisiko. Und sauberer ist es auch.

    Tipp 10: Klare Aufgabenverteilung

    Machen Sie sich im Vorfeld Gedanken darüber, wer wie eingesetzt werden kann: 

    • Wer soll noch ein letztes Mal durch die einzurichtenden Zimmer wischen?
    • Wer kann im alten Heim Möbel abbauen, wer baut sie im neuen Haus auf?
    • Wer montiert Lampen ab und schließt sie, wenn nötig, wieder an?
    • Wer fährt den oder die Umzugswagen? 
    • Wer kümmert sich um die Verpflegung?

    Auch sollte man festlegen, welches Zimmer welche Priorität hat und die Möbel und Kartons entsprechend vorsortieren. 

    Ganz wichtig: Das passende Werkzeug sollte vor Ort sein – wenn parallel gearbeitet wird, also sowohl am Auszugsort als auch im neuen Haus.

    Tipp 11: Verpflegung

    Verpflegung

    Quelle: StefanieB. / fotolia.com

    Sorgen Sie mit geschmierten Brötchen, Kaffee, Mineralwasser und zum Mittag oder nach getaner Arbeit zum Abend hin mit Pizza oder was auch immer das Herz begehrt dafür, dass die die Helfer bei Laune bleiben. Natürlich sollte das Essen nicht zu schwer im Magen liegen. Selbstverständlich erwartet niemand, dass man über Stunden in der Küche etwas vorbereitet hat oder, dass Sie sich in Unkosten stürzen. Aber etwas grundlegende Verpflegung ist bei den hart arbeitenden Helfern stets willkommen. Auch das ist eine Form, sich für die Hilfe zu bedanken.

    Tipp 12: Das alte Heim so hinterlassen, wie man es vereinbart hat

    Viele Renovierungsklauseln in Mietverträgen wurden in den letzten Jahren gestrichen. Besonders, wenn diese starre Fristen enthalten, kann man davon ausgehen, dass eine Renovierung nicht zwingend erforderlich ist. Es liegt jedoch im eigenen Interesse, dass die Wohnung nicht mehr als die üblichen Abnutzungserscheinungen aufweist. Eine saubere Wohnung hinterlässt beim nun ehemaligen Vermieter einen besseren Eindruck und die Übergabe der Wohnung läuft reibungsloser ab.

    Wer haftet, wenn etwas kaputtgeht?

    Kein Helfer wird den teuren und schweren Schrank durch ein frisch gestrichenes Treppenhaus tragen wollen, wenn er davon ausgehen muss, dass er für eventuelle Schäden aufkommen müsste. Auch wenn es grundsätzlich so ist, dass immer derjenige haftet, der den Schaden verursacht hat, gibt es für Gefälligkeiten eine Ausnahme. Juristen sprechen bei freundschaftlichen Gefälligkeiten wie der Hilfe bei einem Umzug von einem „stillschweigenden Haftungsausschluss“. Es wird angenommen, dass nichts vorsätzlich zerstört wird und sich um fahrlässige Missgeschicke handelt. Für unabsichtlich verursachte Schäden können Helfer nicht in Anspruch genommen werden, weil sie uneigennützig halfen. Gerade bei neueren Verträgen sind deswegen Schäden, die bei einer Gefälligkeit entstehen, über die private Haftpflichtversicherung abgedeckt. Das gilt auch für Schäden, die Dritten zugefügt werden, also wenn z.B. beim Tragen einer sperrigen Schranktür das Auto des Nachbarn verkratzt wird.

    Wenn man hingegen ein Umzugsunternehmen beauftragt hat, haftet dieses für entstehende Schäden.

    Wenn man im neuen Haus eine Wohnung vermietet

    Bereits bevor man ein Haus baut und die Finanzierung durchplant, sollte feststehen, ob man das Haus vollständig vermietet oder auch selber bewohnt. Manche Fördergelder gibt es nur, wenn man selbst in dem Haus wohnt. Allerdings stehen Vermietern dafür auch andere Fördertöpfe offen.

    Manchmal gehören kalkulierte Mieteinnahmen zum Finanzierungskonzept des Hauses. Weil mehr Wohnfläche entsteht, kommen auf einen als Immobilienbesitzer natürlich höhere Kosten zu. So ist eine größere Heizung nötig. Jedoch kann man diese Kosten natürlich auf die Miete umlegen. Ob sich eine solche Investition lohnt, ist auch von der Lage des Hauses abhängig. In und um Ballungszentren herum, ist mit höheren Mieteinnahmen zu rechnen als auf dem Land. Zudem gibt es weitaus mehr Mietinteressenten, so dass aller Voraussicht nach nicht allzu lange mit Leerstand zu rechnen ist.

    Die Wohnung frühzeitig anbieten

    Auch wenn das Haus noch nicht ganz fertiggestellt ist, kann man die Wohnung bereits anbieten. Natürlich ist es für die Vermietung immer besser Mietinteressenten die Wohnung schon präsentieren zu können. Man kann den Mietern aber - soweit möglich - auch die Baustelle und geplante Einrichtung präsentieren. Es ist durchaus ein Qualitätsmerkmal, wenn der Mieter Erstbezieher ist und er wird das zu schätzen wissen. Gerade im Fertighausbau lässt sich die Fertigstellung des Mietobjekts sehr genau kalkulieren, so dass man den Mietvertrag frühzeitig abschließen kann. Beginnt man erst nach Fertigstellung mit der Mietersuche, fehlt auch mindestens eine Monatsmiete.

    Weitere Tipps zu Gestaltung des Mietvertrags und Wissenswertes zu den Rechten und Pflichten eines Vermieters finden Sie hier.

    Die besten Gründe für einen Umzug

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    Was ist ein Richtfest,was muss man da tun, wie soll man sich verhalten und wie viel Geld kriegt der Maurerpolier zur späteren Verteilung? Das Richtfest ist im Bauhandwerk, vor allem im Zimmermannshandwerk, fest verwurzelt. Sobald der Dachstuhl aufgerichtet ist, wird daran der Richtkranz mit seinen bunten Bändern befestigt und ein Zimmermann spricht den Richtspruch. An diesem schönen Brauch sollte man festhalten und wenn es irgend geht, auch ein Richtfest feiern - also mit zünftiger Schweinshaxe und entsprechenden Getränken. Die Angst vor Führerscheinentzug, aber auch der Drang zu "Barem" hat die Unsitte aufkommen lassen, daß Geldscheine verteilt werden. Wenn Häuser von auswärtigen Kolonnen gebaut bzw. gerichtet werden (z.B. im Fertighausbau), kann der Geldschein schon angemessen sein, denn die Männer vom Bau, die sich für Ihr Haus krumm gelegt haben, wollen verständlicherweise schnell wieder nach Hause. Sprechen Sie mit Ihrem Architekten, wie verfahren werden soll. Richten Sie sich darauf ein, daß bei der Verteilung von Barem oder beim Feiern des Richtfestes auch "Bauhelfer" auftauchen, die sie nie auf der Baustelle gesehen, die den Braten aber im Wortsinn gerochen haben.
    Stromfresser im Haushalt
    Stromfresser im Haushalt
    Fast alle Geräte im Haushalt benötigen heute Elektroenergie. Dennoch kann auch hier eine ganze Menge eingespart werden, ohne dass auf etwas verzichtet werden muss. Vor allem ältere Geräte verbrauchen meist unverhältnismäßig viel Strom. Aber Vorsicht: Nicht alle Neugeräte sind verbrauchsarm - es gibt große Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen. Erkundigen Sie sich deshalb vor der Anschaffung über den Stromverbrauch. Letztendlich ist das Thema Energieeinsparung in aller Munde, dabei aber kreisen die Gedanken eher um das Thema Wärmedämmung, als darum, die Stromfresser zu bekämpfen.  Für Haushaltsgroßgeräte, die zum Kauf angeboten werden, besteht eine Kennzeichnungspflicht (EU-Energieaufkleber). Diese umfasst die Ausstattung mit einheitlichen Aufklebern und Datenblättern. Damit soll Ihnen als Verbraucher vor allem die Suche nach energiesparenden Geräten erleichtert werden. Betroffen sind Kühl- und Gefriergeräte und deren Kombinationen, Waschmaschinen, Wäschetrockner und Wasch-Trockenautomaten sowie Geschirrspüler. Sofern die Geräte ausgestellt werden, sind sie gut sichtbar mit Aufklebern zu versehen. Auf diesen finden Sie die Angabe, zu welcher Energieverbrauchsklasse das jeweilige Gerät gehört. Die Klassen sind mit den Buchstaben A bis G bezeichnet, wobei A für niedrigen und G für sehr hohen Verbrauch steht. Außerdem finden sich Angaben zum Beispiel zum Wasserverbrauch oder zu Gebrauchseigenschaften. Auch wenn Geräte nicht ausgestellt, sondern über den Versandhandel, in Katalogen oder auf einem anderen Weg angeboten werden, muss der Anbieter die Interessenten mit den auf den Aufklebern enthaltenen Informationen sowie bestimmten weiteren Angaben versorgen. Die Einteilung der Energieverbrauchsklassen wurde vor mehreren Jahren vorgenommen und spiegelt deshalb nicht unbedingt das heutige Marktangebot wider. Aufgrund der Weiterentwicklung der Technik steigt damit die Zahl der Geräte, die den oberen Klassen zuzuordnen sind, ohne dass sie nach heutigem Stand noch als sehr gut zu bezeichnen wären. Die Energieaufkleber bieten somit nur eine erste Orientierung. Außerdem können scheinbar kleine Verbrauchsunterschiede im Laufe der Lebensdauer der Geräte (im allgemeinen bis zu 15 Jahre) über die Betriebskosten sich deutlich bemerkbar machen. In der Anschaffung günstige Geräte können so zu einer Belastung werden. Es lohnt sich also, genauer hinzuschauen.  Am Ende dieses Artikels haben wir noch eine praktische Infografik für Sie zusammengestellt, bei der die Ersparnisse kurz und anschaulich zusammengefasst sind. Kühl- und Gefriergeräte verbrauchen etwa ein Fünftel des Stromes eines Haushaltes. Ihr Energieverbrauch hängt vor allem davon ab, wie viel Wärme in das Innere gelangt und dann unter Energieaufwand wieder nach außen gebracht werden muss, damit im Innern die gewünschte Temperatur erreicht wird. Die folgenden Hinweise helfen Ihnen beim Energiesparen: Die Geräte sollten möglichst in ungeheizten Räumen aufgestellt werden (Gefriergeräte zum Beispiel im Keller). Eine Anordnung neben Wärmequellen wie Herden und Heizkörpern oder an Stellen mit direkter Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden. Lebensmittel sollten erst abgekühlt werden, bevor sie in den Kühlschrank gestellt oder im Gefriergerät eingefroren werden. Gute Übersicht in den Kühl- und Gefriergeräten beugt langem Suchen vor und verhindert, dass die Tür lange geöffnet bleibt und dadurch warme Luft in das Gerät gelangt. Beschädigte Türdichtungen sollten sofort ausgewechselt werden. Je tiefer die Kühl- oder Gefriertemperatur ist, um so mehr Energie muss aufgewendet werden, um sie zu halten. Eine Lagertemperatur von 7° C im Kühlschrank und minus 18° C im Gefriergerät reicht im allgemeinen völlig aus. Während des Jahresurlaubes kann der Kühlschrank auf kleinster Stufe laufen oder selbst Urlaub machen. Im zweiten Falle sollte die Tür des abgeschalteten Kühlgerätes offen bleiben, da sich sonst Schimmel bilden kann. Der Größe und der Aufstellung bei Kühl- und Gefriergeräten kommt eine besondere Bedeutung zu. Aus Wasser in den Lebensmitteln und in der Luft bildet sich in Kühl- und Gefriergeräten Reif. Je dicker die Reifschicht ist, um so mehr muss das Gerät arbeiten, deshalb: Lebensmittel nur abgedeckt in den Kühlschrank stellen und nur gut verpackt einfrieren. Die Gerätetür möglichst nur kurz öffnen, damit wenig feuchte Außenluft in das Gerät gelangen kann. Regelmäßig abtauen. Wichitg ist auch, dass das Gerät seine Wärme nach außen gut abgeben kann:  Das Lüftungsgitter bei Stand- und Unterbaugeräten sollte frei sein, damit die Luft leicht über die Kühlschlangen streichen kann Ein Teil der Gefriergeräte hat keine außenliegenden Kühlschlangen, sondern gibt die Wärme über eine Gerätewand ab. In diesen Fällen sollte das Gerät so aufgestellt werden, dass Luft an dieser Wand vorbeistreichen kann. Herd und Backofen Beim Kochen sollte auf folgendes geachtet werden:  Gasherde kochen wesentlich umweltfreundlicher als Elektroherde, da bei Elektroherden nur etwa 34 % der im Kraftwerk eingesetzten Energie in Strom umgewandelt werden. Töpfe und Pfannen immer mit Deckel verschließen. Ohne Deckel entweicht mehr Wärme und der Kochvorgang dauert länger. Nicht mehr Wasser als nötig erhitzen. Kartoffeln und Gemüse müssen nicht im Wasser schwimmen. Zum Garen genügen wenige Zentimeter Wasser. Schnellkochtöpfe (Dampfdrucktöpfe) sparen bis zu 50 % Energie und Zeit. Für Elektroherde gilt außerdem:  Nur Töpfe und Pfannen mit ebenen Böden verwenden. Wählen Sie eine Kochgeschirrgröße, die zu dem Kochplattendurchmesser passt. Elektroplatten kochen wirtschaftlicher, wenn die Höchstleistung nur zum anfänglichen Erhitzen eingeschaltet wird. Speisen garen dann auch auf niedrigeren Stufen weiter. Platten kurz vor Beendigung des Kochvorganges ausstellen und die Restwärme nutzen. Beim Backen können Sie auf das Vorheizen meist verzichten. Nutzen Sie die Backröhre möglichst für das Garen mehrerer Gerichte. Waschmaschine und Trockner Die Waschmaschine sollte möglichst immer voll beladen werden. Zwar besitzen einige neuere Modelle eine Mengenautomatik, die den Wasser- und Stromverbrauch der Wäschemenge anpasst. Eine vollbeladene Waschmaschine wäscht trotzdem immer noch am günstigsten. Für normal verschmutzte Wäsche reichen in aller Regel 60° C (etwa 30 % Energieeinsparung gegenüber 95° C !). Wäschetrockner verbrauchen besonders viel Strom. In jedem Fall billiger und umweltfreundlicher ist das Trocknen der Wäsche im Freien oder auf dem Trockenboden. Im Winter, oder wenn kein Trockenboden vorhanden ist, kann die Wäsche dennoch mit wenig Energie getrocknet werden, wenn man sie im Keller oder einem anderen geeigneten Raum auf den Wäscheständer hängt und einen 25-Watt-Ventilator (Anschaffungskosten etwa 10 Euro) so aufstellt, dass die Luft zwischen den Wäschestücken hindurchstreicht und diese leicht bewegt. Dabei gibt die Wäsche, wie beim Trocknen im Freien, Wasser an die vorbeiströmende Luft ab. Gut geschleuderte Wäsche ist mit diesem Trick, je nach Stoffdicke, innerhalb eines Tages oder schon nach wenigen Stunden trocken. Angenehmer Nebeneffekt: Durch die ständige Bewegung wird die Wäsche weich und glatt wie in einem Wäschetrockner.     Licht erzeugen Glühlampen nur mit hohen Verlusten: Mehr als 90 % des aufgenommenen Stromes wird nutzlos in- Wärme umgewandelt. Leuchtstofflampen haben eine erheblich höhere Ausbeute. Seit einiger Zeit gibt es Kompakt- Leuchtstofflampen, auch Energiesparlampen genannt, die rund 80 % weniger Strom verbrauchen als normale Glühlampen. Ihr Einsatz ist dort angebracht, wo das Licht für nicht nur jeweils wenige Minuten gebraucht wird.  Es gibt zwei Typen von Kompakt-Leuchtstofflampen: Während die sogenannten Warmstarter nach dem Einschalten erst mit Verzögerung Licht abgeben, strahlen die Kaltstarter (Lampen ohne Elektrodenvorheizung) gleich. Dies erscheint zunächst als Vorteil. Der Verzicht auf das Vorheizen hat aber zur Folge, dass die Kaltstarter beim Einschalten schneller verschleißen und dadurch weniger Schaltvorgänge verkraften. Glühlampen halten meist nur 1.000 Stunden. Bei Kompakt-Leuchtstofflampen ist die Lebensdauer bei Billigprodukten zum Teil nicht wesentlich höher als bei Glühlampen, bei Markenprodukten beträgt sie hingegen 8.000 bis 12.000 Stunden. Achten Sie also beim Kauf auf die Lebensdauer. Dann sparen die Lampen trotz höherer Anschaffungskosten im Laufe ihres Lebens nicht nur Strom, sondern auch bares Geld. Aus diesem Grund hat der langsame Abschied von der Glühbirne eingesetzt, wobei der EU-Stufenplan zu diesem Thema ab 2016 voll greift. Leerlaufverluste sind bei vielen Elektrogeräten ein Problem: Die Geräte verbrauchen auch dann Strom, wenn sie ihre eigentliche Funktion nicht erfüllen. Bereitschaftshaltung, englisch "Standby", ist die bekannteste Form dieser Energievergeudung, aber bei weitem nicht die einzige. Leerlaufverluste treten zum Beispiel auch dann auf, wenn Geräte nicht vollkommen ausgeschaltet werden können, weil der Hauptschalter auf der Niederspannungsseite angeordnet ist oder sogar ganz fehlt. Viele Geräte laufen unbemerkt "nebenher" und vergeuden dabei Energie: Außer Fernseh- und Videogeräte sind es Warmwasserspeicher, die rund um die Uhr Wasser warm halten, Satellitenempfänger, Steckernetzteile, Anrufbeantworter, Dimmer mit Fernbedienung, Umspanner/Transformatoren für Halogenlampen, die nach dem scheinbaren Ausschalten sinnlos Strom in Wärme umsetzen, EDV-Geräte, Heizungsumwälzpumpen, die nach der Heizperiode nicht ausgeschaltet wurden und im Sommer kaltes Wasser durch die Rohre jagen und so weiter. Bereits ein durchschnittlich mit Elektrogeräten ausgestatteter Haushalt vergeudet auf diese Weise an die 100 Euro oder auch mehr pro Jahr. Haushalte mit gehobener Ausstattung kommen leicht auf das Doppelte. So machen Sie dem Treiben der Energieräuber ein Ende: Stellen Sie fest, welche Ihrer Geräte betroffen sind. Stromziehende Trafos erkennt man, wenn diese nach dem Abschalten der an sie angeschlossenen Geräte weiterhin warm bleiben. Auch wenn der Trafo nach dem Abschalten des Gerätes weiterhin brummt, ist das ein untrügliches Zeichen für Energieräuberei! Im Zweifelsfall können Sie sich von Ihrer Verbraucher- und Energieberatungsstelle, Ihrem Stadtwerk oder Ihrem Stromlieferanten ein Strommessgerät (einen sogenannten Energiekostenmonitor) leihen. Den gibt es natürlich auch im Fachhandel (Baumärkte etc.) zu kaufen. Die billigste Lösung: Geräte abschalten  Eine wirksame Senkung der Leerlaufverluste erreichen Sie durch Abschalten der betreffenden Geräte. Das kostet Sie nichts, ist aber am Anfang vielleicht ein wenig unbequem. Manche Leute scheuen sich, Ihr Fernsehgerät am Ende des Fernsehabends vom Netz zu trennen. Statt dessen halten sie es lieber in Bereitschaftsstellung. Sie glauben, dass der Standby-Betrieb die Lebensdauer ihres Fernsehers erhöht oder das Abschalten zu Lasten der Lebensdauer des Gerätes gehen würde. Dafür gibt es jedoch keine Hinweise. Die Bereitschaftshaltung dient nur dem Komfort und geht zu Lasten von Geldbeutel und Energieverbrauch. Auch etliche Hersteller empfehlen bei längeren Nutzungspausen das Abschalten des Gerätes. Die moderne Informationstechnologie frisst Strom, was demjenigen, der seinen PC, seinen Drucker und den Monitor im Stand-by-Betrieb laufen lässt, meistens gar nicht so recht bewusst wird.  Der Abschalter Dort, wo es keinen Ausschalter gibt (bestimmte HiFi-Geräte, Steckernetzteile, Modems u. a.), kann man diesen gegebenenfalls durch einen Kabelschalter oder durch schaltbare Steckdosen, Steckerleisten und ähnliches nachrüsten. Netzteile in schaltbaren Steckerdosen werden nach dem Abschalten der Steckerdose ebenfalls vollständig vom Netz getrennt, so dass Sie diese nicht extra herausnehmen müssen!  Mit einer schaltbaren Steckerleiste können Sie mit einem Fingerdruck auch mehrere Geräte (und Steckernetzteile) gleichzeitig vom Netz trennen und wieder einschalten. Das gilt zum Beispiel für HiFi-Anlagen, Computer mit ihren verschiedenen Komponenten wie Rechner, Monitor, Scanner, Modem, Steckernetzteile u. a. Die Kosten für eine solche schaltbare Steckerleiste liegen zwar je nach Ausführung bei 5 bis 20 Euro, machen sich aber bei vielen Anlagen bereits nach kurzer Zeit bezahlt.  Die komfortable Lösung: Zusatz- und Vorschaltgeräte Wenn Sie auf den gewohnten Komfort nicht verzichten wollen und weiterhin Ihre Geräte mit der Fernbedienung bedienen möchten, können Sie dennoch Energie sparen, wenn Sie geeignete Zusatzgeräte zwischen Steckdose und Fernseher, HiFi-Anlage usw. schalten. Das Zusatzgerät sorgt dann dafür, dass das Hauptgerät über die Fernbedienung abgeschaltet wird. Andere Zusatzgeräte trennen das Hauptgerät erst nach einer bestimmten, wählbaren Zeit der Bereitschaftshaltung vom Stromnetz. Das Einschalten erfolgt dann wieder ganz normal über die Fernbedienung. Das funktioniert auch bei Monitoren, Druckern, Anrufbeantwortern, dafür geeigneten Faxgeräten sowie Warmwasserspeichern. Auch hier können Sie mit geeigneten Vorschaltgeräten Energie und Geld sparen. Viele Zusatzgeräte benötigen zwar ebenfalls Strom, meistens aber deutlich weniger als das Hauptgerät. Dadurch können die Verluste und Kosten für den Leerlauf gesenkt werden. Allerdings sollten Sie wissen, dass die Nutzung solcher Zusatzgeräte nicht den Idealfall, sondern nur eine Übergangslösung darstellen kann, bis das Problem durch Neuanschaffung umweltschonend ausgelegter Geräte zufriedenstellend gelöst wird. Auch sollten Sie beachten, dass diese Zusatzgeräte Geld kosten und ihrerseits bei Produktion, Betrieb und Entsorgung Umweltprobleme bewirken.  Übrigens gibt es Stromversorger, die Zuschüsse für solche Zusatzgeräte gewähren. Bevor Sie an die Anschaffung dieser Geräte denken, fragen Sie doch bei Ihrem Stromversorgungsunternehmen nach!  Vorschaltgeräte- rechnen sich die? Die Leerlaufverluste elektrischer Warmwasser- Speichergeräte wurden bisher kaum beachtet, dabei beträgt ihr Anteil an den Leerlaufverlusten der Privathaushalte immerhin 17 Prozent! Bei Geräten mit einem Fassungsvermögen von 5 bis 15 Litern lassen sich durch ein Vorschaltgerät rund 135 Kilowattstunden pro Jahr einsparen (berechnet nach den Durchschnittswerten der Geräte, die heute in den Haushalten zu finden sind). Das erbringt eine Ersparnis von etwa 20 Euro. Ein Vorschaltgerät, dessen Anschaffungspreis etwa gleich hoch ist, hat sich somit nach etwa einem Jahr amortisiert.  Und darauf sollten Sie beim Neukauf von Geräten achten: Achten Sie beim Neukauf von Geräten auf eventuell entstehende Leerlaufverlustwerte. Geräte mit geringen Leerlaufverlusten können Sie an dem GEA-Zeichen erkennen. Damit werden die energiesparsamsten Geräte ausgezeichnet. GEAZeichen gibt es zum Beispiel für Fernsehund Videogeräte, Hifi-Anlagen, Rechner, EDV-Bildschirme, Drucker, Kopierer, Multifunktionsgeräte (zum Beispiel Geräte, die kopieren und drucken können) und Faxgeräte. In den Geschäften sind nicht alle betreffenden Geräte mit dem GEA-Zeichen versehen. Besorgen Sie sich deshalb vor dem Kauf die neueste Liste der Gemeinschaft Energielabel Deutschland (GED), die das Zeichen in Deutschland vergibt.