Moderne Vorstellbalkone

Mit einem Vorstellbalkon das Eigenheim aufwerten

Von Wolfram Wolbring Am 20. August 2021

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Ein Balkon erhöht Ihre Lebensqualität und den Wert der Immobilie. Doch was tun, wenn Ihr Haus keinen Balkon hat und wenn Sie ihn nachrüsten wollen? Ein selbsttragender Vorstellbalkon ist eine Lösung, die Sie kostengünstig und verhältnismäßig einfach realisieren können. Dennoch gibt es einige Überlegungen, die Sie im Vorfeld zum Vorstellbalkon und den Kosten, den Materialien sowie der Genehmigung durch die zuständige Baubehörde anstellen sollten. Hier erfahren Sie, warum ein Vorstell- oder Anbaubalkon eine gute Idee ist und wie Sie das Projekt umsetzen können.

Besonderheiten eines Vorstellbalkons

Ein Vorstellbalkon kann aus Stahl, aus Holz oder aus Aluminium und aus Beton bestehen. Die Bezeichnung Vorstellbalkon beruht auf seiner Montage auf mindestens 4 Stützen. Die Besonderheit, die ein selbsttragender Vorstellbalkon mitbringt, liegt in seiner für sich stehenden Statik begründet. Wenn Sie einen Vorstellbalkon aus Holz oder aus einem anderen Material anbauen, wird die Hauptlast von den Pfosten getragen. Eine Verbindung mit der Fassade erfolgt nur punktuell.

Notwendige Genehmigungen

Egal ob Sie einen Vorstellbalkon mit Treppe oder einen kleinen Vorstellbalkon aus Stahl anbauen möchten: Eine Baugenehmigung ist in Deutschland notwendig. In den meisten Bundesländern werden Vorstell- und Anbaubalkone als "wichtige Bauteile" eingestuft und sind somit genehmigungspflichtig. Es gibt nur wenige Ausnahmen, damit ein selbsttragender Vorstellbalkon als untergeordnetes Bauteil betrachtet wird. Um eine Unterbrechung der Bauphase oder den Rückbau auszuschließen, sollten Sie Ihr Vorhaben immer beim Bauamt vortragen. Hier kann man Ihnen mitteilen, ob der Vorstellbalkon genehmigungspflichtig oder in Ihrem Fall genehmigungsfrei ist. Tipp: Auch hinter dem Haus können Sie den Vorstellbalkon mit Treppe, aus Holz oder aus Stahl nicht "einfach so" aufstellen.

Vorteile und Nachteile eines Anbaubalkons

Die Vorteile eines Vorstellbalkons sind vielseitig. Sie entscheiden sich für eine Aufwertung der Immobilie, die durch ihre selbsttragende Bauweise unabhängig von der Gebäudestatik ist. Ein Vorstellbalkon aus Stahl oder Holz hält bis zu 40 Jahre und ist eine günstige Lösung, die Sie jederzeit ohne große Bauphase nachrüsten können. Der Aufbau ist je nach örtlichen Gegebenheiten und handwerklichem Know-how ohne Monteure möglich. Sie können zum Beispiel einen Vorstellbalkon mit Treppe als Bausatz kaufen und ihn anhand der Herstelleranleitung aufstellen. Beim Vorstellbalkon sind die Kosten günstig und die Möglichkeiten vielseitig. Bei entsprechender Größe kann ein selbsttragender Vorstellbalkon als Carport oder als Überdachung für die Terrasse genutzt und selbst ebenfalls überdacht werden. Dennoch gibt es einige Nachteile, wie zum Beispiel das Risiko der Beschädigung Ihrer Fassadendämmung bei unsachgemäßer Montage. Der Platz unter dem Vorstellbalkon aus Holz oder Stahl ist nicht mehr frei nutzbar, da sich dort die Pfosten des nachträglichen Anbaus befinden. Bei unfachmännischem Anbau kann es zu Feuchteschäden in den Bereichen kommen, in denen der Balkon die Fassade berührt. In puncto Design sind die Möglichkeiten begrenzt, sodass die einzige Individualisierung bei Bausätzen durch die Optik des Geländers erfolgt.

Mit diesen Kosten sollten Sie rechnen

Bei den reinen Anschaffungskosten für einen klassischen Vorstellbalkon sollen Sie rund 1.000 EUR / m² einkalkulieren. Dazu kommen die Kosten für einen Wanddurchbruch und die Balkontür, die fachmännisch eingebaut werden muss. Die Genehmigung kostet rund 90 EUR, der Lohn für die Monteure und das Fundament müssen ebenfalls bedacht werden. Tipp: Je größer ein selbsttragender Vorstellbalkon ist, desto günstiger sind die Preise pro Quadratmeter. Wenn Sie einen komfortablen Freisitz mit 6 m² bauen, lohnt sich Ihr Investment in die Balkonnachrüstung finanziell und durch die Aufwertung Ihres Zuhauses.

Montage eines Vorstellbalkons

Kaufen Sie einen Bausatz, ist die Montage eines Vorstellbalkons in den meisten Fällen einfach. Bedenken Sie, dass ein selbsttragender Balkon stabil positioniert werden muss. Das heißt, dass Sie im Falle eines ungeeigneten Bodens eine Gründung erstellen und ein Fundament bauen sollten. Um Schäden an der Gebäudesubstanz auszuschließen, ist eine absolut gerade und feste Montage nötig. Im Folgenden erhalten Sie 9 Tipps, mit denen Ihr Projekt gelingt.

9 Tipps

  1. Stabilität braucht ein Fundament: Stellen Sie die Pfosten des Balkons nicht auf die Wiese
  2. zuerst werden die beiden gebäudenahen Pfosten montiert
  3. nach der Verbindung mit dem Mittelbalken erfolgt die Befestigung an der Fassade
  4. weitere Stützen aufstellen und mit den Mittelstücken verbinden
  5. die Querbalken und der Mittelbalken für den Boden werden eingezogen
  6. Anbringung der Längsstreben und Stabilisierungsstreben
  7. auf der verbundenen Seite das Geländer montieren und Boden verlegen
  8. zweites seitliches Geländer und Frontgeländer anbringen
  9. Standfestigkeit prüfen und nun gegebenenfalls Überdachung oder Sichtschutz anbringen

Häufige Fragen zum Thema Vorstellbalkone:

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