Viele bunte Türen

Das sollten Sie bei Haustüren beachten

Von Wolfram Wolbring Am 5. August 2021

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Wenn Sie eine Haustür kaufen, spielt die Ästhetik im Zusammenhang mit der Fassade eine ganz entscheidende Rolle. Schließlich ist sie der Teil des Hauses, der einladend aussehen und Sie Zuhause willkommen heißen soll. Doch neben der Optik kommt es bei Haustüren sprichwörtlich auf die inneren Werte an. Was macht eine gute Eingangstür aus und wie schützt die Tür am besten vor unbefugtem Begehen? Hier erfahren Sie mehr!

Wann ist eine Haustür eine gute Haustür?

Fakt ist: Eine gute Haus- und Nebeneingangstür ist in erster Linie stabil. Sie hält mechanischen Beanspruchungen und allen Witterungseinflüssen stand. Haustüren können aus Holz, aus Kunststoff oder Glas und aus Alu bestehen. Ein sicherer Schließmechanismus und die richtigen Maße sind ebenso wichtig wie die Widerstandsklasse. Beachten Sie folgende Details, werden Sie eine Haustür kaufen, die Ihnen Sicherheit und ein gutes Gefühl gibt.

Hohe Anforderungen

Haustüren leisten täglich echte Schwerstarbeit. Funktionssicherheit und die Witterungsbeständigkeit gehören neben den stabilen Eigenschaften zu den wichtigsten Merkmalen aller Haus- und Nebeneingangstüren. Eine hochwertige Tür widersteht mechanischen Einwirkungen, verzieht sich bei Temperaturschwankungen nicht und lässt den Außenlärm nicht in Ihr Zuhause. Ebenso wichtig ist eine gute Energieeffizienz, damit die Heizwärme im Haus bleibt und nicht durch die Tür nach außen dringt. Neben dem robusten Türblatt kommt es auf eine hochwertige, fachmännisch montierte Zarge an. Anders als bei Innentüren müssen die Beschläge und Bänder äußerst belastbar und korrosionsbeständig sein.

Türmaße

Das Mindestmaß einer Eingangstür sollte 2 Meter in der Höhe und 95 cm in der Breite nicht unterschreiten. Sie wird nach hinten versetzt in der Fassadenfront montiert und lässt sich nach innen öffnen. Klassische Haustüren haben ein durchschnittliches Blendrahmen-Außenmaß von 210 cm Höhe und 110 cm Breite. Optional können die Maße marginal abweichen, da jeder Hersteller seine "eigenen Standardmaße" hat. Führt die Tür in eine große und geräumige Diele, können Sie eine zweiflügelige Haustür kaufen. Achten Sie in diesem Fall darauf, dass die Durchgangsbreite des Einzelflügels nicht zu schmal ist.

Schall- und Lärmschutzfunktion

Haus- und Nebeneingangstüren sperren Straßenlärm aus. Entscheidend dafür ist der RW-Wert, welcher die Minderung des Luftschalls angibt. Neben einem entsprechenden Türblatt spielt die fachmännische Abdichtung eine sehr wichtige Rolle. Wirklich effektive Dichtungen sind zwischen 3 und 5 Millimeter dick und bestehen aus Vollgummi.

Unterschiedliche Schließmechanismen

Mit einer Einfachverriegelung sind vor allem ältere Haustüren aus Holz ausgestattet. Wenn Sie eine neue Tür kaufen oder Ihre vorhandene Eingangstür einbruchsicher umrüsten möchten, empfehlen sich Mehrfach-Sicherheitsverriegelungen. Je nach Sicherheitsbedürfnis können Sie zwischen Dreifach-, Fünffach- sowie Sieben- bis Neunfach-Verriegelungen wählen. Eine sichere Alternative sind elektronische Zugänge, die in vielen modernen Häusern heute hauptsächlich zum Einsatz kommen.

Smarte Türen

Eine Umrüstung klassischer Schließmechanismen auf eine Smart-Home Eingangstür ist jederzeit möglich. Hier gibt es verschiedene Varianten ohne Schlüssel. Zahlenschlösser, Fingerprint- Zutrittskontrollen oder elektronische Zylinder mit Smartphone-Steuerung werden seit einigen Jahren immer beliebter. Da Sie die Einlasskontrolle individuell programmieren können und ein Alarmsystem integrieren können, sinkt das Einbruchrisiko durch smarte Haustüren deutlich.

Was muss bei der Wärmedämmung der Tür beachtet werden?

Die Dicke und das Material entscheiden maßgeblich darüber, wie gut die Tür selbst in puncto Wärmedämmung ist. Doch ebenso wichtig ist die richtige Montage. Kommt es zu Kältebrücken zwischen dem Rahmen und dem Mauerwerk oder im Bereich der Türdichtungen, sinkt der Dämmeffekt um ein Vielfaches. Bei Glastüren sollten Sie auf Wärmeschutzglas nach GEG (ehemals EnEV) achten.

Widerstandsklassen und Sicherheit

Eingangstüren werden in die Widerstandsklassen R1 bis R6 unterteilt. Gute und sichere Haustüren weisen mindestens R2, besser aber R3 bis R5 auf. Einbruchhemmende Türen sind KfW-förderfähig und erhöhen Ihre Sicherheit nachhaltig. Wichtig: Um sich rundum vor Einbruchdiebstählen zu schützen, sollten Sie auch die Nebeneingangstür, die Fenster und Lichtschächte sowie Keller- und Garagentüren nach den gleichen Qualitätskriterien auswählen und zusätzlich absichern.

Diese Materialien eignen sich für eine Tür

Kunststoff

Kunststofftüren sind preiswert, robust und dank Mehrkammersystem wärmedämmend. Wenn sie über einen umliegenden Stahlkern verfügen, bieten sie Ihnen auch Jahre nach dem Einbau die gleichhohe Sicherheit wie zum Kaufzeitpunkt.

Holz

Haustüren aus Holz sind langlebig und verfügen über eine optimale Wärmedämmung. Es gibt sie in allen Ausführungen und in verschiedenen Farben. Holz muss in regelmäßigen Abständen gestrichen und witterungsschützend behandelt werden.

Glas

Wärmedämmendes Sicherheitsglas ist ideal für Haustüren, die Licht in den Flur lassen und dennoch einbruchsicher sind. Vor allem Türen aus einer Materialkombination mit Holz oder Aluminium und Glas erfreuen sich im modernen Neubau großer Beliebtheit.

Aluminium

Möchten Sie eine Alu-Haustür kaufen, sollten Sie auf die Wärmeschutzvorgaben nach DIN 4108 achten. In puncto Einbruchschutz erfüllen Aluminiumtüren alle Sicherheitsstandards. Unter allen Haustüren sind Modelle aus Aluminium besonders hochpreisig.

Wartung und Pflege

Bezüglich der Pflege richten Sie sich nach dem Material Ihrer Haustür. Die wöchentliche Reinigung kann grundsätzlich mit einem weichen Schwamm und neutraler Seife erfolgen. Prüfen Sie in regelmäßigen Abständen die Stabilität der Bänder und Beschläge. Ziehen Sie lockere Schrauben nach und vergessen nicht, die beweglichen Stahlteile mit einem hochwertigen Schmierfett zu behandeln.

Das muss beim Einbau beachtet werden

  1. Türanschlag festlegen - rechts oder links?
  2. Aufmaß nehmen, Tiefe der Zarge nicht vergessen und rundherum 10 Millimeter "Einbauluft" abziehen
  3. Holztüren vor dem Einbau lackieren / lasieren
  4. Zarge nach Wasserwaage einbauen und mit Holzkeilen fixieren
  5. Zarge durchbohren und nach Herstellervorgaben montieren
  6. feste Fixierung im Mauerkern vornehmen, Tür einhängen und Funktion prüfen

Häufige Fragen zum Thema Haustüren:

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