Holz außen schützen

Holzlasur, Holzfarbe, Holzöl oder Holzlack: Was bietet den besten Holzschutz außen?

Von Clara Flemming Am 1. Juli 2021

Für welche Hausart interessieren Sie sich?

Hausbau-Assistenten starten

Das Naturmaterial Holz benötigt im Außenbereich eine witterungsschützende Behandlung. Um Terrassen, Holzzäune oder Holzwände vor der Verwitterung und Feuchtigkeitsschäden zu schützen, können Sie eine Holzschutzlasur, einen Lack oder ein Öl verwenden. Welche Behandlung hält am längsten und bietet den besten Schutz gegen äußere Einflüsse? Wichtig: Die optimale Holzbehandlung richtet sich nach der Holzart.

Warum muss man Holz außen schützen?

Holz hat eine poröse, saugfähige Oberfläche und verzieht sich, wenn es der Witterung schutzlos ausgesetzt wird. Verarbeiten Sie das Naturmaterial im Außenbereich, sind spezielle Schutzmaßnahmen für den Erhalt der Ästhetik und der Funktionalität essenziell. Damit Schädlinge, Pilze und Regen, Frost und Sonneneinstrahlung Ihren Holzmöbel oder Fassadenverkleidungen und Zäunen nicht schaden, ist eine Behandlung mit Holzschutzfarbe oder Holzlasur für Außen nötig.

Wichtig ist auch, dass Sie bei Holz für Baumaßnahmen im Freien am besten robuste Holzarten verwenden. Die Behandlung mit Holzschutzmitteln sollten Sie dennoch nicht vernachlässigen und sie in regelmäßigen Abständen wiederholen.

Was ist konstruktiver Holzschutz und worauf ist dabei zu achten?

Die Bezeichnung konstruktiv bezieht sich im Holzschutz auf bautechnische Maßnahmen, mit denen Sie dem der Beschädigung des Materials vorbeugen. Bei Terrassen und Carports sollten Sie eine Neigung einplanen, damit Regenwasser ablaufen und sich nicht auf dem Holz stauen kann. Der Witterung ausgesetzte Bauteile aus Holz verkleiden Sie mit einem wasserabweisenden Schutz. Holzzäune setzen Sie nicht unmittelbar auf dem Erdboden auf, da sie dort frühzeitig verwittern und faulen können. Zu den konstruktiven Maßnahmen im baulichen Holzschutz gehören obendrein alle Arbeiten zur Verkleidung, durch die Sonne und Regen keinen unmittelbaren Kontakt mit dem Naturstoff haben.

Die Vermeidung von Bodenkontakt schaffen Sie mit Punktfundamenten, Pfostenschuhen oder Einschlaghülsen aus korrosionsbeständigem Metall. Beim Terrassenbau können Sie den Bodenkontakt des Unterfundaments aus Holz vermeiden, in dem Sie ein Punktfundament errichten und zwischen der Kies- oder Sandauffüllung und der Unterkonstruktion Luft lassen.

Welche Möglichkeiten für Holzschutz außen gibt es?

Nachdem Sie die baulichen Schutzmaßnahmen beachtet haben, steht der unmittelbare Materialschutz auf der Agenda. Wenn Sie sich zum ersten Mal der Holzbearbeitung widmen, stehen Sie automatisch vor der Frage, ob eine Holzlasur, ein Holzöl oder ein Holzlack die beste Entscheidung ist. Alle drei Varianten beugen Verwitterungsschäden vor und eignen sich daher für die Schutzbehandlung von Holz im Außenbereich. Je nachdem, ob Sie den Naturton des Holzes erhalten oder eine farbliche Nuancierung erzeugen möchten, können Sie Lack, Holzfarbe und Holzlasur in Weiß, farblos oder in zahlreichen anderen Farben auftragen.

Holzlasur

Eine Holzschutzlasur zieht ins Material ein und schützt es von innen. Dabei bleibt die natürliche Maserung sichtbar, wodurch dieser Holzschutz für außen bei vielen Bauherren die erste Wahl ist. Holzlasur ist in vielen Farben und als farblose Schutzschicht erhältlich. Wichtig ist, dass Sie eine gleichmäßige Schicht auftragen und die Behandlung zweimal wiederholen.

Für effektiven Verwitterungs- und Schädlingsschutz sollten Sie eine hochwertige 2in1 Holzschutzlasur zu einem durchschnittlichen Preis ab 25 Euro / 2,5 Liter wählen.

Holzfarbe

Bei Holzfarbe handelt es sich um eine Witterungsschutzbehandlung auf Lackbasis. Anders als eine Holzlasur, sind Farben deckend und lassen die Holzmaserung nach der Auftragung nicht mehr erkennen. Wenn Sie einen natürlichen Look erhalten möchten, ist die Holzfarbe daher weniger geeignet. Allerdings haben Sie bei Farbauftragungen den Vorteil, dass sich der Aufwand in der Holzpflege verringert und dass die Schicht vor Verschmutzung und Kratzern schützt.

Gute Holzfarben kosten ab 20 Euro / Liter und sind in vielen RAL-Farbtönen erhältlich.

Holzöl

Öl ist die natürlichste Art, Holz witterungsbeständig zu machen und es geschmeidig zu halten. Wichtig ist, dass Sie ein hochwertiges Holzöl verwenden und darauf achten, dass das Produkt zur Holzart passt. Mit Öl betonen Sie die natürliche Holzfarbe und alle Details des Materials bleiben sichtbar. Bei stark saugenden Hölzern sind aber mehrere Behandlungen nötig, sodass Sie mehr Geld in den Witterungsschutz investieren.

Gutes Holzöl ist ab 35 Euro / 2 Liter erhältlich sorgt dafür, dass Ihr Holz trotz Wetterschutz atmungsaktiv bleibt.

Holzlack

Mit Holzlack erzeugen Sie eine dichte Oberfläche mit seidenmattem oder starkem Glanz. Wenn Sie einen Klarlack verwenden, bleiben die Maserungen und Besonderheiten des Holzes sichtbar. Mit farbigen Lacken erzeugen Sie eine witterungsschützende UND blickdichte Schicht auf dem Holz. Lacke sind die preisgünstigste Variante zur Behandlung von Hölzern im Außenbereich.

Ab 15 Euro / Liter erhalten Sie hochwertigen Holzlack auf Wasserbasis.

Welcher Holzschutz für welche Holzart?

Verwenden Sie im Außenbau am besten ausschließlich harte Hölzer. Ihr natürlicher Ölgehalt macht aufwendige Holzschutzbehandlungen unnötig. Im Frühjahr und im Herbst ölen Sie Ihre Terrassenmöbel. Eine Lackierung ist nicht notwendig. Wenn Sie Weichhölzer, beispielsweise für die Fassadenverkleidung von Holzhäusern verwenden, sollten Sie den Witterungsschutz mit einer hochwertigen Holzlasur oder mit einem Holzlack / einer Holzschutzfarbe vornehmen.

Häufige Fragen zum Thema Holzschutz

Für welche Hausart interessieren Sie sich?

Hausbau-Assistenten starten
Kostenlos & unverbindlich
4,4 / 5 von 50.000+ Kunden

Sind Sie bereit, Ihr Traumhaus zu finden?

Hausbau-Assistenten starten