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Begehbarer Kleiderschrank: Tipps für die optimale Planung

Von Celine Hausenstein Am 4. Mai 2022

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Kleidung vor Staub und Licht schützen, Ordnung halten, für Sauberkeit sorgen: Das sind die Funktionen eines Kleiderschranks. Besonders angenehm ist es, wenn ein begehbarer Kleiderschrank auch noch die Trennung von verschiedenen, sorgfältig zusammengestellten Outfits erlaubt. Aber was genau ist ein begehbarer Kleiderschrank? Und wie plant man so etwas?

Kurz gefasst, können Sie den Kleiderschrank betreten wie einen Raum, wenn er begehbar ist. Meist ist das Ganze nämlich eine optisch abgetrennte Ecke des Schlafzimmers, die an zwei oder drei Seiten mit Schränken bestückt ist. Die vierte Seite ist der Zugang. Haben Sie gerne die Übersicht und erfreuen sich am Anblick Ihrer verschiedenen Garderoben, ist ein offener Kleiderschrank an mindestens einer der Seiten sinnvoll. Geschlossene Schränke (mit Türen und Schubladen) schützen Ihre Kleidung zwar besser vor Staub und Licht, nehmen Ihnen aber auch die Sicht auf die verschiedenen Optionen.

Was ist ein begehbarer Kleiderschrank?

Wie genau grenzen Sie einen begehbaren Kleiderschrank von einem Ankleidezimmer (mit Schrank) ab? Normalerweise werden die Begriffe schlicht synonym gebraucht. Nimmt man es genau, handelt es sich beim Ankleidezimmer um einen separaten Raum, der architektonisch schon als Raum gestaltet ist. Der begehbare Kleiderschrank dagegen kann rein durch die Möblierung geschaffen sein.

Die Unterscheidung fällt im Alltag allerdings kaum auf. In beiden Fällen werden Sie das Gefühl haben, für die Auswahl des täglichen Outfits und das Be- und Entkleiden einen intimen Raum zur Verfügung zu haben. Bleibt die Frage: Wie gestalten Sie so einen Raum?

Wie viel Platz brauche ich für einen begehbaren Kleiderschrank?

Es gibt keine pauschale Antwort auf diese Frage. Ihr Kleiderschrank ist so groß, wie Sie ihn wünschen und planen. Bei der Planung bewegen Sie sich zwischen zwei Vorgaben: Sie müssen Raum für Ihre Kleider und sich selbst haben. Idealerweise können Sie sich im begehbaren Kleiderschrank um die eigene Achse drehen und bequem be- oder entkleiden, ohne sich an Regalbrettern blaue Flecken zu holen. Der zweite Eckpunkt ist der zur Verfügung stehende Platz in Ihrem Schlafzimmer oder einem separaten Raum. Ihr offener Kleiderschrank muss da hineinpassen. Mindestens drei bis vier Quadratmetern Fläche sollten Sie für einen begehbaren Kleiderschrank einplanen. Separate Ankleidezimmer haben im Schnitt sechs bis acht Quadratmeter.

Wenn Sie ein kleines Schlafzimmer haben oder Dachschrägen einplanen müssen, machen Sie sich keine Sorgen. Beides steht einem begehbaren Kleiderschrank nicht im Weg. Selbst wenn Ihr Schlafzimmer nur 14 Quadratmeter misst, können Sie ein kleines Ankleidezimmer darin einrichten. Es gibt einen einfachen Trick dabei: Sie nutzen nicht die üblichen dreitürigen Schränke aus dem Möbelkatalog, sondern finden eine individuelle Lösung. Stellen Sie drei offene Regale so auf, dass sich zwischen ihnen ein offener Raum mit einer Breite von wenigstens 60 Zentimetern ergibt - und schon haben Sie ein kleines Ankleidezimmer geschaffen.

Schlafzimmer werden heute immer noch etwas stiefmütterlich behandelt. Gibt es in der Wohnung Dachschrägen, sind sie meist im Schlafraum besonders ausgeprägt. Raumhöhen von 85, 120 oder 150 Zentimetern taugen für fast nichts - im Ankleidezimmer können Sie sie jedoch nutzen. Ein begehbarer Kleiderschrank unter einer Dachschräge ist zwar Maßarbeit, aber er ist möglich. Niedrige Regale und Schränke für Schuhwerk oder Accessoires passen unter die Dachschräge und nutzen die niedrigen Raumhöhen maximal aus.

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6 Tipps, wie man ein Ankleidezimmer optimal einrichtet

Planen Sie Ihren Kleiderschrank individuell. Lassen Sie sich nicht von Möbeltrends verrückt machen. Natürlich hat ein minimalistisch gestaltetes Ankleidezimmer mit vielen leeren Regalfächern und einem Spotlight auf dem einzigen Hut auf der Ablage eine ganz aparte Ausstrahlung. Aber hat das für Sie wirklich praktischen Nutzen? Gehen Sie bei der Gestaltung Ihres Ankleidebereichs lieber von Ihren individuellen Vorlieben aus. Ankleidezimmer Ideen dürfen Sie sich natürlich trotzdem in Magazinen und auf Websites holen.

Tipp 1: Ausmisten

Selbstverständlich wertschätzen Sie Ihre Kleidung so sehr, dass Sie für Hemden, Jacken, Röcke und Hosen am liebsten einen ganzen Palast bauen würden. Das ist gut. Denn wenn Sie Ihre Kleidung wertschätzen, achten Sie auf die einzelnen Stücke und pflegen sie gut. Misten Sie trotzdem aus. Nach einer gründlichen Entrümpelung merken Sie nämlich, dass der begehbare Kleiderschrank ein gutes Stück schlanker ausfallen darf.

Überlegen Sie zudem vorab, welche Kleidung Sie in Ihrer Ankleide unterbringen wollen. Sind es lediglich jeweils saisonale Kleidungsstücke, während der Rest im Keller aufbewahrt wird? Oder soll Ihre gesamten Kleidungsstücke untergebracht werden? Wie sieht es mit Schuhen, Taschen und sonstigen Accessoires aus? Nach dem Umfang Ihrer Garderobe richtet sich auch die Größe Ihres begehbaren Kleiderschranks.

Tipp 2: Nachhaltig denken

Mode und Nachhaltigkeit, das verträgt sich nicht immer. Bei der Einrichtung Ihres Ankleidezimmers kommen die beiden aber doch zusammen. Sie behalten Ihre Lieblingsstücke, die Sie im neuen, begehbaren Kleiderschrank so richtig in Szene setzen. Die Stücke, die Sie nicht mehr tragen, spenden Sie oder nehmen sie zur nächsten Kleidertauschparty mit. Und dann vermessen Sie den Platz, der Ihnen zur Verfügung steht. Sie haben noch eine alte Kommode von Ihrer Oma im Keller? Ihre Freunde haben ein paar Regale aus Studienzeiten, von denen sie sich eigentlich nicht trennen wollen, für die aber der Platz fehlt? Daraus können Sie Ihren begehbaren Kleiderschrank selber bauen. Stellen Sie Regal, Schränke und Vitrinen so zusammen, dass Sie an alles gut herankommen. Für Sie bedeutet das eine enorme Kostenersparnis, denn der in Eigenregie zusammengestellte Kleiderschrank kann auch noch selbst aufgebaut werden.

Tipp 3: Licht bedenken

Manche Farbtöne wirken bei künstlicher Beleuchtung ganz anders als im natürlichen Licht. Wenn Sie in Ihrem Ankleidezimmer ein Fenster für den natürlichen Lichteinfall haben, denken Sie an eine Möglichkeit, das zu verdunkeln. Lampen müssen sein. Denn Sie werden manchmal Outfits für den Abend (also bei ausschließlich künstlichem Licht) und manchmal für den Tag (ausschließlich Sonnenlicht) zusammenstellen müssen. Damit die Farben wirklich passen und nicht komisch wirken, sollten Sie im Ankleidezimmer beide Lichtquellen zur Verfügung haben.

Kleidung vor dem Ausbleichen schützen
Licht lässt Ihre Kleidung ausbleichen und verändert die Farben. Insbesondere dunkle Oberbekleidung sollten Sie daher in einem geschlossenen Schrank aufbewahren. Planen Sie daher im Ankleidezimmer mit Fenster Schränke mit Türen ein.
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Tipp 4: Auf die Farben achten

Wandflächen, Decken und Böden werfen das Licht zurück und verändern die Lichtfarbe. Wenn Sie Ihr Schlafzimmer mit einer Ankleide versehen, achten Sie auf die Farbgebung. Für Ihren begehbaren Kleiderschrank ist ein neutraler Hintergrund ideal. Gegebenenfalls sollten Sie also Wände und Decke im Ankleidebereich neu streichen. Es muss nicht Weiß sein, Pastelltöne oder ein helles Grau erfüllen den gleichen Zweck.

Tipp 5: Raum gut nutzen

Leerer Raum ist zweifelsohne ein Statement in Sachen Stil. Wenn Sie ein großes Schlafzimmer oder ein separates Ankleidezimmer zur Verfügung haben, dürfen Sie sich diesen Luxus auch erlauben. Die meisten Menschen werden sich aber eher ein Schlafzimmer mit Ankleide in einer Ecke einrichten. Und da bietet es sich wirklich an, die ansonsten ungenutzten Winkel einzubeziehen. Ein begehbarer Kleiderschrank ist unter der Dachschräge sehr gut aufgehoben. Deshalb finden Sie auch so viele Ankleidezimmer Ideen mit abgetreppten Regalen und unterschiedlich hohen Schränken und Kommoden. Die Abgrenzung Ihres begehbaren Kleiderschranks kann durch folgende Maßnahmen erfolgen:

  • Schrankrückwände
  • Vorhänge
  • Gipskartonwände

Tipp 6: Kleidung optimal aufbewahren

Erarbeiten Sie sich ein Ordnungssystem für Ihren begehbaren Kleiderschrank. Hängen Sie wenn möglich den Großteil Ihrer Klamotten auf Bügel. Besonders Blusen, Kleider, Hemden und Jacken sollten immer ordentlich aufgehängt werden. Auch für Röcke, Hosen, T-Shirts und Pullover ist es besser, wenn diese nicht zusammengefaltet werden. Planen Sie daher also lieber mehr Stangen auf verschiedenen Höhen anstelle von Regalflächen ein. Lediglich Unterwäsche kann klein gefaltet in Kommoden verstaut werden. Zur besseren Orientierung kann eine Sortierung nach Farben oder nach Sommer- und Winterbekleidung hilfreich sein. Oder Sie haben bereits Ihr ganz eigenes System zur Ordnung entwickelt.

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Die wichtigsten Fragen zum Thema Ankleidezimmer

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