Alter Holzkessel

Mit einem Scheitholzkessel klimafreundlich und preiswert heizen

Von Wolfram Wolbring Am 29. Juli 2021

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Scheitholzkessel sind eine moderne, an das traditionelle Holzheizsystem angelehnte Lösung für klimafreundliche Heizwärme. Sicherlich denken Sie beim Hausbau oder bei der Umrüstung Ihrer bestehenden Heizungsanlage nicht in erster Linie an Holz. Anders als der Kamin geht es nicht um den dekorativen Effekt, sondern um die günstigen Anschaffungskosten des Heizmaterials und um eine umweltbewusste Heizung für Ihr ganzes Haus. Hier erfahren Sie, warum sich das Heizsystem lohnt und ideal für Ihren modernen Neubau ist.

Funktion und Technik des Scheitholzkessels

Grundsätzlich handelt es sich bei allen Scheitholzkesseln um Festbrennstoffbehälter, in denen Sie längs gespaltenes Scheitholz verbrennen. Vor dem Kauf sollten Sie wissen, dass es verschiedene Ausführungen und Techniken gibt. Ob Sie sich für einen Holzvergaserkessel oder für einen Kombikessel entscheiden, hängt davon ab, ob Sie nur mit Scheitholz heizen oder verschiedene Heizsysteme verbinden möchten. Im Folgenden erfahren Sie in Kürze, wie die Holzheizung funktioniert und welche technischen Details bei der Auswahl wichtig sind.

Holzvergaserkessel

Holzvergaser sind besonders klimafreundlich und sparsam im Verbrauch. Durch den dreiphasigen Verbrennungsprozess wird nicht nur das Scheitholz selbst, sondern auch das abgegebene Holzgas für die Wärmegewinnung genutzt. Bei diesem Scheitholzkessel sind die Preise für Verbrauchsmaterialien somit äußerst günstig, was nicht zuletzt zur deutlichen Heizkostensenkung führt. Die drei Prozesse setzen sich aus der Trocknungsphase, der Entgasungsphase und der eigentlichen Verbrennungsphase zusammen. Bei einer Temperatur von 250°C setzen die Holzvergasung sowie die Verbrennung der leichten Gasbestandteile und des Stückholzes ein. Das schwere Holzgas wird in die darunterliegende Brennkammer geleitet und bei Temperaturen von 1.100°C verbrannt.

Kombikessel

Fakt ist natürlich, dass ein Scheitholzkessel weniger Nutzerkomfort als andere Heizsysteme aufweist. Denn die Scheite werden manuell in den entsprechenden Brennraum des Kessels gelegt. Auch eine gelegentliche Leerung des Aschekastens ist nicht vermeidbar. Sie wünschen sich mehr Komfort, ohne dass Sie auf die umweltfreundliche Holzheizung verzichten möchten? Dann besteht die Möglichkeit, einen Kombikessel zu kaufen und Ihr Öl- oder Gas Brennwertsystem mit dem Scheitholzkessel zu verbinden. In diesem Fall entscheiden Sie selbst, ob Sie Holzscheite einlegen oder ob die automatische Heizung Wärme spenden soll. Durch eine automatische Umschaltung zum anderen Heizsystem haben Sie bei einem Kombikessel die Sicherheit, dass es trotz verbranntem Holz nicht zur Heizunterbrechung kommt.

Tipp: Sie können die Kombination eines Scheitholzkessel auch mit einer Pelletheizung oder einer Solaranlage vornehmen. Letztere Kombination erfreut sich wachsender Beliebtheit, da Sie Ihr Brauchwasser durch eine Solarthermieanlage in der Sommer- und Übergangszeit ganz ohne Inbetriebnahme des Heizkessels erhalten.

Vorteile eines Scheitholzkessel

Es gibt einige gute Gründe, die für einen klimafreundlichen Holzvergaserkessel oder Kombikessel sprechen. Durch einen Scheitholzkessel sind die Preise am Öl- und Gasmarkt für Sie nicht länger relevant. Sie können mit gutem Gewissen heizen, da die Hauptverbrennung sauber und effizient ist. Da das Nachlegen neuer Holzscheite jederzeit - auch im Kesselbetrieb - möglich ist, braucht Ihre Holzheizung praktisch gar nicht ausgehen. Die Kombination mit alternativen Heizmethoden ist möglich und bietet Ihnen die freie Wahl, zwischen der Wärmegewinnung durch Holzverbrennung oder Heizwärme und Warmwasser über Ihr zusätzliches Heizsystem zu entscheiden.

Nachteile eines Scheitholzkessel

Die Anschaffung eines Scheitholzkessels ist nicht günstig. Doch der hauptsächliche Nachteil begründet sich in der Notwendigkeit einer Lagermöglichkeit für Ihr Brennholz. In nicht unterkellerten Neubauten mit einem kleinen Grundstück kann der Kauf eines Scheitholzkessels an der fehlenden Lagermöglichkeit für Holz scheitern. Eine trockene Lagerung ist wichtig, da feuchtes Holz weniger Energie freisetzt. Bei frisch geschlagenem Feuerholz sollten Sie eine Trocknungsphase von ein bis zwei Jahren einrechnen.

Das kostet ein Scheitholzkessel

Kaufen Sie einen Scheitholzkessel, sind Preise ab 5.000 EUR möglich. Besonders exklusive Modelle sind für durchschnittlich 10.000 EUR zu haben und wenn Sie sich für eine komplette Holzheizungsanlage mit Pufferspeicher entscheiden, fallen zwischen 8.000 und 12.000 EUR Anschaffungskosten an. Für sehr leistungsstarke Modelle mit 40 kW werden Preise von durchschnittlich 14.000 EUR aufgerufen. Eine pauschale Angabe ist daher nicht möglich, sodass Sie Ihr bestes Angebot über einen Vergleich verschiedener Hersteller- und Händlerangebote finden.

Fördermöglichkeiten im Auge behalten

Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie für die Umrüstung von Öl und Gas auf Scheitholz eine BAFA-Förderung erhalten. Um von den möglichen Fördermitteln zu profitieren, ist die Installation eines Pufferspeichers notwendig. Hier gibt es konkrete Vorgaben, wie viel Volumen je Kilowatt zur Verfügung stehen muss. Eine weitere Grundvoraussetzung ist der Einbau einer Heizungspumpe mit Energieeffizienzklasse A oder höher. Am besten erkundigen Sie sich vor der Anschaffung, welche aktuellen Bedingungen an die Förderung für die Anschaffung eines Scheitholzkessels geknüpft sind.

Häufige Fragen zum Thema Scheitholzkessel:

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