Hausbau Preisatlas 2026: Quadratmeterpreise für Neubau-Angebote
Was kostet ein neues Haus pro Quadratmeter – und wie stark hängt der Preis von Haustyp, Bauweise und Ausbaustufe ab? Der Fertighaus.de Hauspreisindex beantwortet diese Fragen mit Daten statt Schätzungen. Hierfür haben wir alle 2.579 aktiven Hausangebote von 117 Anbietern ausgewertet, die zum Stichtag April 2026 auf Fertighaus.de gelistet waren. Ein schlüsselfertiges Neubau-Angebot kostet demnach im Median 2.695 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, ohne Grundstück und Baunebenkosten.
Auf dieser Seite finden Sie die Quadratmeterpreise für Einfamilien-, Doppel-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser, aufgeschlüsselt nach Bauweise, Ausbaustufe, Wohnfläche, Haustyp und Dachform. Am Ende erklären wir, wie die Werte entstehen und wo ihre Grenzen liegen, damit Sie jede Zahl richtig einordnen können.
Hauspreisatlas: Das Wichtigste auf einen Blick
Schlüsselfertige Angebote für Häuer rufen über alle Haustypen im Median 2.695 €/m² (2.296 Angebote, 103 Anbieter) auf. 80 % liegen zwischen 2.144 und 3.478 €/m².
Ein schlüsselfertiges Einfamilienhaus kostet im Median 2.698 €/m², der mittlere Hauspreis beträgt rund 386.000 Euro für 146 m².
Massivhäuser sind im Angebot günstiger als Fertighäuser: 2.402 statt 2.816 €/m² beim Einfamilienhaus. Das sind 15 % roh und rund 11 % nach Bereinigung um Premium-Angebote.
Die Ausbaustufe wirkt stärker als die Bauweise: Ausbauhäuser liegen rund 31 %, Bausatzhäuser rund 54 % unter schlüsselfertig – bei geringerem Leistungsumfang.
Pro Quadratmeter am günstigsten sind Einfamilienhäuser mit 100 bis 150 m² (2.664 €/m²). Unter 50 m² sind es 3.981 €/m².
Das Flachdach ist die teuerste Dachform: Beim Fertighaus kostet es 11 % mehr pro Quadratmeter als das Satteldach.
Stadtvilla und Satteldach-Klassiker sind pro Quadratmeter die günstigsten Hausformen (rund 2.580 bis 2.600 €/m²), das Cubushaus die teuerste (2.938 €/m²)
Alle Werte sind Angebotspreise der Anbieter für Standardmodelle und damit Mindestpreise, ohne Grundstück, Stand April 2026. Der tatsächliche Hauspreis liegt je nach Ausstattung und Energiestandard oft höher.
Was ist der Fertighaus.de Hauspreisindex?
Der Fertighaus.de Hauspreisindex ist eine Auswertung der Angebotspreise aller aktiven Häuser im Portfolio unserer Baupartner. Er zeigt, was Haushersteller und Baufirmen für ihre Hausmodelle verlangen – getrennt nach Haustyp, Nutzungsart, Bauweise, Ausbaustufe, Wohnfläche und Dachform. Grundlage sind 2.579 Angebote von 117 Anbietern mit Stand April 2026.
Dabei weist der Index den Median aus, nicht den Durchschnitt. Der Median ist der mittlere Wert, das heißt, die Hälfte der Angebote liegt darunter, die andere Hälfte darüber. Einzelne sehr teure Architektenhäuser oder ungewöhnlich günstige Angebote verzerren ihn deshalb kaum. Zusätzlich nennen wir die typische Spanne, in welche die mittleren 80 Prozent der Angebote fallen.
Alle Werte im Fertighaus.de Hauspreisindex sind Angebotspreise der Anbieter, also die „ab“-Preise ihrer Standardmodelle in Basisausstattung. Sie sind als Mindestpreise zu verstehen. Der Preis, den Sie am Ende für Ihr Haus bezahlen, kann davon teils massiv abweichen.
Höher wird er vor allem durch individuelle Anpassungen und Ergänzungen:
- Bauform und Grundriss: zusätzliche Gauben, Erker, ein Keller statt Bodenplatte oder ein geänderter Grundriss
- Ausstattung: hochwertigere Böden, Fliesen, Sanitärobjekte oder Fenster bei der Bemusterung
- Energiestandard: bessere Dämmung, Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Photovoltaik
- Leistungsumfang: Bodenplatte, Fußböden oder Malerarbeiten, die je nach Anbieter nicht enthalten sind
Grundstück, Baunebenkosten und Außenanlagen kommen in jedem Fall hinzu. Der Index zeigt Ihnen daher die realistische Untergrenze und die Preisdimensionen, aber keinen Festpreis. Stichhaltig wird Ihre Kalkulation erst mit konkreten Angeboten für Ihr Wunschhaus.
Was kostet ein Neubau pro Quadratmeter?
Ein schlüsselfertiger Neubau kostet laut unserem Hauspreisindex im Median 2.695 Euro pro Quadratmeter. Dagegen belaufen sich Angebotspreise für Ausbauhäuser auf rund 1.824 Euro, für Bausatzhäuser 1.179 Euro pro Quadratmeter. Die Werte gelten über alle Haustypen hinweg; für konkrete Planungen sind die Werte nach Haustyp und Größe weiter unten aussagekräftiger.
| Ausbaustufe | Angebote | Anbieter | Median €/m² | Typische Spanne €/m² | Median Hauspreis |
|---|---|---|---|---|---|
| Schlüsselfertig | 2.296 | 103 | 2.695 € | 2.144–3.478 € | rund 393.000 € |
| Ausbauhaus | 871 | 49 | 1.824 € | 1.232–2.403 € | rund 263.000 € |
| Bausatzhaus | 168 | 10 | 1.179 € | 289–2.074 € | rund 153.000 € |
Ein Angebot kann Preise für mehrere Ausbaustufen enthalten. Was die drei Ausbaustufen jeweils umfassen, erklärt der folgende Kasten. Quelle: Fertighaus.de Hauspreisindex, Stand 04/2026.
Schlüsselfertig: Der Anbieter errichtet das Haus weitgehend, meist ohne Fußböden und Malerarbeiten ab Oberkante Bodenplatte. Was genau enthalten ist, unterscheidet sich je nach Anbieter.
Ausbauhaus: Der Anbieter stellt die Gebäudehülle. Den Innenausbau, etwa Estrich, Elektroinstallation, Fliesen oder Trockenbau, übernehmen Sie selbst oder beauftragen ihn separat.
Bausatzhaus: Sie erhalten das Material bzw. vorgefertigte Bauteile für den Rohbau und organisieren Montage und Ausbau weitgehend selbst. Der Leistungsumfang schwankt hier am stärksten.
Wie verteilen sich die Angebote auf Preiskategorien?
Gut ein Drittel der schlüsselfertigen Angebote ist mittelpreisig und liegt zwischen 2.500 und 3.000 Euro pro Quadratmeter. Das Luxussegment ab 4.000 Euro macht nur rund 4 Prozent aus. Beim Einfamilienhaus sieht die Verteilung fast identisch aus.
| Preiskategorie | Spanne €/m² | Alle Häuser | Anteil | Einfamilienhaus | Anteil |
|---|---|---|---|---|---|
| sehr günstig | unter 2.200 € | 309 | 13 % | 264 | 14 % |
| günstig | 2.200 bis unter 2.500 € | 530 | 23 % | 443 | 23 % |
| mittelpreisig | 2.500 bis 3.000 € | 831 | 36 % | 722 | 37 % |
| gehoben | über 3.000 bis unter 4.000 € | 537 | 23 % | 444 | 23 % |
| luxuriös | ab 4.000 € | 89 | 4 % | 67 | 3 % |
| Gesamt | – | 2.296 | 100 % | 1.940 | 100 % |
Rundungsdifferenzen möglich. Quelle: Fertighaus.de Hauspreisindex, Stand 04/2026.
Was kostet ein Einfamilienhaus pro Quadratmeter?
Ein schlüsselfertiges Einfamilienhaus kostet im Median 2.698 Euro pro Quadratmeter. Bei einer typischen Wohnfläche von 146 m² entspricht das einem mittleren Hauspreis von rund 386.000 Euro. Insgesamt repräsentiert das Einfamilienhaus mit 1.940 schlüsselfertigen Angeboten von 96 Anbietern das mit Abstand größte Segment des Index.
| Ausbaustufe | Angebote | Anbieter | Median €/m² | Typische Spanne €/m² | Median Hauspreis | Median Fläche |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Schlüsselfertig | 1.940 | 96 | 2.698 € | 2.142–3.453 € | rund 386.000 € | 146 m² |
| Ausbauhaus | 741 | 44 | 1.849 € | 1.284–2.444 € | rund 265.000 € | 144 m² |
| Bausatzhaus | 154 | 10 | 1.237 € | 307–2.115 € | rund 156.000 € | 140 m² |
| Bausatzhaus ohne reine Wandbausätze¹ | 125 | 8 | 1.432 € | 923–2.236 € | rund 195.000 € | – |
¹ Ohne Angebote, die im Wesentlichen nur das Wandmaterial umfassen (siehe Abschnitt „Warum schwanken die Preise für Bausatzhäuser so stark?“). Quelle: Fertighaus.de Hauspreisindex, Stand 04/2026.
Ausbauhäuser kosten pro Quadratmeter rund 31 Prozent weniger als schlüsselfertige Häuser, Bausatzhäuser rund 54 Prozent. Diese Differenz ist allerdings keine reine Ersparnis: Material und Handwerksleistungen für den Innenausbau tragen Sie selbst, beim Bausatzhaus auch bezüglich des Rohbaus. Wer Estrich, Fliesen, Sanitär und Malerarbeiten realistisch kalkuliert und die eigene Arbeitszeit ehrlich einrechnet, spart beim Ausbauhaus am Ende meist rund 15.000 bis 45.000 Euro statt der gut 100.000 Euro, die der reine Preisunterschied nahelegt.
Einfamilienhaus nach Bauweise
Massivhäuser sind im schlüsselfertigen Angebot rund 15 Prozent günstiger als Fertighäuser: 2.402 gegenüber 2.816 Euro pro Quadratmeter. Ein Teil dieses Abstands geht auf die Anbieter-Struktur zurück, weil die meisten Premium-Hersteller in Fertigbauweise bauen. Rechnet man diesen Effekt vorsichtig heraus, bleibt ein Unterschied von rund 304 Euro bzw. 11 Prozent. Beim Ausbauhaus gibt es praktisch keinen Unterschied zwischen den Bauweisen.
| Bauweise | Schlüsselfertig | Ausbauhaus | Bausatzhaus |
|---|---|---|---|
| Fertighaus | 2.816 € (n = 1.414) | 1.820 € (n = 575) | 1.569 € (n = 63)² |
| Massivhaus | 2.402 € (n = 525) | 1.852 € (n = 142) | 342 € (n = 47)³ |
| Blockhaus | 2.564 € (n = 1)⁴ | 2.335 € (n = 24) | 1.190 € (n = 44) |
| Differenz Massiv- zu Fertighaus | −414 € (−15 %), bereinigt −304 € (−11 %) | +32 € (+2 %) | nicht sinnvoll vergleichbar |
² Nur zwei Anbieter. ³ Überwiegend reine Wandbausätze, siehe Bausatz-Abschnitt. ⁴ Einzelangebot, nicht repräsentativ. Bereinigung: Vergleich ohne hochpreisige Premium-Anbieter, Details in der Methodik. Quelle: Fertighaus.de Hauspreisindex, Stand 04/2026.
Einfamilienhaus nach Wohnfläche (schlüsselfertig)
Pro Quadratmeter am günstigsten sind Einfamilienhäuser mit 100 bis 150 m² Wohnfläche, da der Median hier 2.664 Euro beträgt. Kleine Häuser unter 50 m² kosten mit 3.981 Euro pro Quadratmeter fast 50 Prozent mehr, weil sich Fixkosten wie Planung, Haustechnik, Bad und Küche auf wenig Fläche verteilen. Bei sehr großen Häusern steigt der Quadratmeterpreis wieder leicht, oft aufgrund von hochwertigerer Ausstattung. Das Muster gilt für Fertig- und Massivhäuser gleichermaßen.
| Wohnfläche | Angebote | Median €/m² | Typische Spanne €/m² | Median Hauspreis | Fertighaus €/m² | Massivhaus €/m² |
|---|---|---|---|---|---|---|
| unter 50 m² | 24 | 3.981 € | 2.108–4.839 € | rund 179.000 € | 4.103 € (19) | 3.909 € (5)⁵ |
| 50 bis 100 m² | 117 | 3.044 € | 2.244–3.936 € | rund 259.000 € | 3.242 € (78) | 2.631 € (39) |
| 100 bis 150 m² | 914 | 2.664 € | 2.099–3.305 € | rund 343.000 € | 2.839 € (603) | 2.410 € (311) |
| 150 bis 200 m² | 737 | 2.698 € | 2.158–3.413 € | rund 446.000 € | 2.773 € (590) | 2.308 € (146) |
| über 200 m² | 148 | 2.790 € | 2.232–3.581 € | rund 628.000 € | 2.845 € (124) | 2.623 € (24) |
⁵ Nur fünf Angebote von drei Anbietern, wenig belastbar. Quelle: Fertighaus.de Hauspreisindex, Stand 04/2026.
Wichtig für Ihre Planung: Der niedrigste Quadratmeterpreis ist nicht der niedrigste Gesamtpreis. Ein kleineres Haus kostet trotz höherem Quadratmeterpreis in Summe weniger. Größer zu bauen lohnt sich nur, wenn Sie die zusätzliche Fläche wirklich brauchen.
Was kosten Doppelhaus, Zweifamilienhaus und Mehrfamilienhaus?
Doppel- und Zweifamilienhäuser liegen im schlüsselfertigen Angebot mit 2.662 bzw. 2.650 Euro pro Quadratmeter nur 1 bis 2 Prozent unter dem Einfamilienhaus. Beim Mehrfamilienhaus ist der Median mit 3.858 Euro rund 43 Prozent höher. Das hängt aber vor allem mit der Zusammensetzung der Angebote zusammen: Ohne die Modelle zweier Premium-Hersteller sinkt der Median auf 2.838 Euro und liegt damit nur noch rund 5 Prozent über dem Einfamilienhaus.
| Haustyp | Schlüsselfertig | Ausbauhaus | Bausatzhaus | Median Hauspreis SF | Median Fläche SF |
|---|---|---|---|---|---|
| Einfamilienhaus | 2.698 € (1.940 / 96) | 1.849 € (741 / 44) | 1.237 € (154 / 10) | rund 386.000 € | 146 m² |
| Doppelhaus⁶ | 2.662 € (177 / 48) | 1.792 € (69 / 20) | 387 € (6 / 4)⁷ | rund 347.000 € | 128 m² |
| Zweifamilienhaus | 2.650 € (143 / 36) | 1.561 € (53 / 16) | 281 € (8 / 4)⁷ | rund 525.000 € | 206 m² |
| Mehrfamilienhaus⁸ | 3.858 € (36 / 10) | 1.571 € (8 / 3) | keine Angebote | rund 1,19 Mio. € | 368 m² |
⁶ Wohnfläche und Preis beziehen sich bei den meisten Angeboten auf eine Haushälfte; der Quadratmeterpreis ist davon unabhängig. ⁷ Überwiegend reine Wandbausätze, siehe nächster Abschnitt. ⁸ Kleine Stichprobe mit starker Anbieterkonzentration, siehe Text. Quelle: Fertighaus.de Hauspreisindex, Stand 04/2026.
Der schlüsselfertige Median von 3.858 €/m² beruht auf nur 36 Angeboten von 10 Anbietern. 15 dieser Angebote, also 42 Prozent, stammen von zwei Premium-Herstellern im Holzfertigbau. Allein ihre Angebote liegen im Median bei 4.367 €/m², die übrigen 21 Angebote bei 2.838 €/m². Dadurch liegt der Gesamtmedian rund 1.000 Euro bzw. 36 Prozent über dem der übrigen 21 Angebote (2.838 €/m²). Der Wert beschreibt folglich das Angebot für Mehrfamilienhäuser zum Auswertungszeitpunkt auf Fertighaus.de, nicht den deutschen Mehrfamilienhaus-Markt.
Noch schmaler ist die Basis beim Mehrfamilien-Ausbauhaus: 8 Angebote von 3 Anbietern. Für eine eigene Kalkulation sollten Sie beim Mehrfamilienhaus deshalb immer mehrere konkrete Angebote einholen.
Warum schwanken die Preise für Bausatzhäuser so stark?
Unter dem Begriff „Bausatzhaus“ werden sehr unterschiedliche Leistungen angeboten. Das erklärt Medianwerte von unter 400 Euro pro Quadratmeter beim Massiv-, Doppel- und Zweifamilienhaus. Im Index stecken zwei Angebotstypen:
- Bausätze mit vorgefertigten Bauteilen, vor allem im Holzfertig- und Blockhausbau. Je nach Anbieter umfassen sie Wand-, Decken- und Dachelemente, teils auch Fenster und Türen.
- Reine Wandbausätze: Basisbausätze mit stark begrenztem Materialumfang, im Wesentlichen Schalungs- oder Trockenmauersteine für die Außen- und Innenwände. Dach, Fenster, Haustechnik, Montage und Innenausbau sind in der Regel nicht enthalten.
| Angebotstyp | Angebote | Anbieter | Median €/m² | Typische Spanne €/m² | Median Preis |
|---|---|---|---|---|---|
| Bausatzhaus gesamt | 168 | 10 | 1.179 € | 289–2.074 € | rund 153.000 € |
| davon reine Wandbausätze | 39 | 2 | 293 € | 244–400 € | rund 45.000 € |
| davon übrige Bausätze | 129 | 8 | 1.391 € | 917–2.212 € | rund 195.000 € |
Beim Massivhaus-Bausatz (n = 47) sind 29 Angebote reine Wandbausätze, beim Doppelhaus 4 von 6 und beim Zweifamilienhaus 6 von 8. Quelle: Fertighaus.de Hauspreisindex, Stand 04/2026.
Für Ihren Vergleich heißt das wie auch bei anderen Ausbaustufen: Ein Bausatzpreis ist erst aussagekräftig, wenn Sie wissen, welche Bauteile er umfasst. Prüfen Sie in der Leistungsbeschreibung, ob Dachkonstruktion, Fenster, Dämmung und Montage enthalten sind.
Caro und Damian haben ihren massiven Bungalow bei Rostock 2019 als Bausatzhaus gebaut. Material, Fenster und Dachstuhl kamen vom Anbieter. Bodenplatte, Mauerwerk, Dach, Fliesen und Innenausbau haben die beiden weitgehend selbst übernommen. Heizung, Sanitär, Elektro-Ausführung und Putz haben sie an Fachfirmen vergeben.
Damians eigene Bilanz nach sieben Jahren: „Ich würde sagen, durch die Eigenleistung haben wir 50.000 bis 100.000 Euro gespart.“ Der Preis dafür waren monatelang fast tägliche Arbeit beim Hausbau neben dem eigentlichen Alltag, 12- bis 14-Stunden-Tage während des sechswöchigen Jahresurlaubs auf der Baustelle und ein Einzug in den Rohbau.
Was kosten Bungalow, Stadtvilla und andere Haustypen?
Stadtvilla und klassisches Satteldachhaus sind pro Quadratmeter die günstigsten Hausformen: Schlüsselfertig kosten sie im Median 2.578 bzw. 2.595 Euro. Am teuersten ist das Cubushaus mit 2.938 Euro pro Quadratmeter. Der Bungalow liegt mit 2.846 Euro dazwischen, ist mit rund 317.000 Euro im Median aber die Hausform mit dem niedrigsten Gesamtpreis, weil er mit gängigen 113 Quadratmetern rund ein Viertel kleiner als die übrigen Hausformen angeboten wird, die im Median zwischen 148 und 160 Quadratmetern liegen.
| Hausform | Angebote | Anbieter | Median €/m² | Typische Spanne €/m² | Median Fläche | Median Hauspreis |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stadtvilla | 336 | 75 | 2.578 € | 2.126–3.152 € | 157 m² | rund 399.000 € |
| Satteldach-Klassiker | 897 | 86 | 2.595 € | 2.099–3.188 € | 148 m² | rund 381.000 € |
| Bungalow | 358 | 73 | 2.846 € | 2.212–3.846 € | 113 m² | rund 317.000 € |
| Cubushaus | 181 | 61 | 2.938 € | 2.314–3.729 € | 160 m² | rund 460.000 € |
Schlüsselfertige Einfamilienhäuser über alle Wohnflächen. Nicht dargestellt: Blockhaus (7 Angebote) und Fachwerkhaus (8 Angebote); bei 55 Einfamilienhäusern fehlt die Hausform-Angabe. Quelle: Fertighaus.de Hauspreisindex, Stand 04/2026.
Wie unterscheiden sich die Hausformen bei gleicher Größe?
Weil Bungalows im Schnitt rund 35 bis 47 m² kleiner sind als die übrigen Hausformen, ist ein Teil ihres höheren Quadratmeterpreises dem Effekt kleiner Wohnflächen auf den Hauspreis geschuldet. Vergleicht man nur Häuser mit 140 bis 160 m² Wohnfläche, kostet der Bungalow rund 7 Prozent mehr als der Satteldach-Klassiker (Einfamilienhaus mit Satteldach, überwiegend mit ausgebautem Dachgeschoss und 1,5 Etagen). Der Grund: Bei nur einem Geschoss entfallen mehr Fundament- und Dachfläche auf jeden Quadratmeter Wohnfläche.
| Hausform (140–160 m²) | Angebote | Median €/m² | vs. Satteldachhaus | Median Hauspreis |
|---|---|---|---|---|
| Stadtvilla | 106 | 2.493 € | −2 % | rund 372.000 € |
| Satteldach-Klassiker | 291 | 2.545 € | Referenz | rund 382.000 € |
| Bungalow | 42 | 2.730 € | +7 % | rund 406.000 € |
| Cubushaus | 46 | 2.859 € | +12 % | rund 427.000 € |
Schlüsselfertige Einfamilienhäuser mit 140 bis 160 m² Wohnfläche, alle Bauweisen. Quelle: Fertighaus.de Hauspreisindex, Stand 04/2026.
Welche Rolle spielt die Bauweise bei den Hausformen?
Bei allen Hausformen sind Massivhäuser im Angebot günstiger als Fertighäuser. Am größten ist der Abstand beim Bungalow mit rund 21 Prozent, am kleinsten beim Cubushaus mit 8 Prozent.
| Hausform | Fertighaus €/m² | Massivhaus €/m² | Differenz (roh) |
|---|---|---|---|
| Stadtvilla | 2.732 € (217) | 2.332 € (119) | −15 % |
| Satteldach-Klassiker | 2.722 € (688) | 2.310 € (209) | −15 % |
| Bungalow | 3.098 € (237) | 2.455 € (121) | −21 % |
| Cubushaus | 3.005 € (132) | 2.775 € (49) | −8 % |
Median €/m², schlüsselfertige Einfamilienhäuser, Anzahl Angebote in Klammern. Rohe Differenz ohne Bereinigung um Anbieter aus dem Premiumsegment. Quelle: Fertighaus.de Hauspreisindex, Stand 04/2026.
Wie beeinflusst die Dachform den Quadratmeterpreis?
Das Flachdach ist bei beiden Bauweisen die teuerste Dachform. Als Fertighaus kostet ein Haus mit Flachdach im Median 3.063 Euro pro Quadratmeter, 11 Prozent mehr als mit Satteldach. Walm- und Satteldach liegen innerhalb derselben Bauweise nahezu gleichauf. Dass das Walmdach im Gesamtmarkt etwas günstiger wirkt, liegt am höheren Anteil günstigerer Massivhäuser bei dieser Dachform.
| Dachform | Fertighaus Angebote | Fertighaus €/m² | vs. Satteldach | Massivhaus Angebote | Massivhaus €/m² | vs. Satteldach |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Satteldach | 784 | 2.748 € | Referenz | 221 | 2.340 € | Referenz |
| Walmdach | 288 | 2.781 € | +1 % | 185 | 2.394 € | +2 % |
| Zeltdach | 21 | 2.972 € | +8 % | 19 | 2.200 € | −6 % |
| Pultdach | 98 | 2.808 € | +2 % | 34 | 2.747 € | +17 % |
| Flachdach | 207 | 3.063 € | +11 % | 60 | 2.763 € | +18 % |
Median €/m², schlüsselfertige Einfamilienhäuser über alle Wohnflächen. Zeltdach mit kleiner Stichprobe. Nicht dargestellt: Krüppelwalmdach (9 Angebote: Fertighaus 2.796 €/m², n = 4; Massivhaus 2.130 €/m², n = 5) und Runddach (4 Angebote). Bei 9 Einfamilienhäusern fehlt die Dachform-Angabe. Quelle: Fertighaus.de Hauspreisindex, Stand 04/2026.
Ein Teil der Unterschiede geht nicht auf das Dach selbst zurück, weil Häuser mit Flach- oder Pultdach häufig moderne Entwürfe mit großen Glasflächen und gehobener Ausstattung darstellen.
Wie nutzen Sie den Index für Ihre Kostenplanung?
Unser Preisatlas liefert realistische Größenordnungen für Ihren Hauspreis. Für eine fundierte Planung gehen Sie am besten in fünf Schritten vor:
- Passenden Wert wählen: Nehmen Sie den Wert für Ihren Haustyp, Ihre Bauweise und Ihre geplante Wohnfläche, nicht den Gesamtwert.
- Hauspreis abschätzen: Multiplizieren Sie den Quadratmeterpreis mit Ihrer geplanten Wohnfläche oder nutzen Sie direkt den Median des Hauspreises der entsprechenden Größenklasse.
- Leistungsumfang prüfen: Klären Sie bei jedem Angebot, welcher Energiestandard, welche Sanitär- und Bodenqualität sowie welche konkrete Ausstattung im Preis enthalten sind.
- Weitere Kosten ergänzen: Grundstück und ggf. Erschließung, Fundament bzw. Keller, Außenanlagen und Baunebenkosten kommen hinzu. Für die Baunebenkosten setzen wir als Faustwert rund 20 Prozent des Hauspreises an.
- Preisentwicklung berücksichtigen: Die Baupreise für Wohngebäude lagen im August 2026 laut Destatis um 5,5 Prozent über dem Vorjahresmonat. Angebote, die Sie heute einholen, können daher über den Werten vom April liegen.
Ein schlüsselfertiges Fertighaus mit 140 m² fällt in die Klasse 100 bis 150 m². Der Median liegt dort bei 2.839 €/m². Daraus ergibt sich ein Hauspreis von rund 397.500 Euro. Mit rund 20 Prozent Baunebenkosten (etwa 79.500 Euro) kommen Sie auf rund 477.000 Euro – noch ohne Grundstück und Außenanlage sowie ohne Bodenplatte, falls diese nicht im Angebot enthalten ist.
Methodik: Wie entsteht der Fertighaus.de Hauspreisindex?
Unser Hauspreisindex beruht auf einer Vollerhebung aller aktiven Hausangebote auf Fertighaus.de zum Stichtag. Er bildet damit das Angebot der gelisteten Anbieter ab, nicht den gesamten deutschen Neubaumarkt.
Datenbasis
- Umfang: 2.579 aktive Hausangebote von 117 Anbietern, Datenabzug vom 23. April 2026.
- Preise: Angebots- bzw. Listenpreise der Anbieter („ab“-Preise für das Standardmodell), keine Verkaufs- oder Abschlusspreise. Ein Angebot kann Preise für bis zu drei Ausbaustufen enthalten; daher summieren sich die Fallzahlen nicht auf 2.579.
- Kennzahl: Angebotspreis geteilt durch die vom Anbieter angegebene Wohnfläche. Ausgewiesen werden Median und typische Spanne.
- Typische Spanne: In diesem Bereich liegen 80 Prozent der Angebote. Die günstigsten und die teuersten 10 Prozent sind ausgeklammert (statistisch: 10. bis 90. Perzentil).
- Segmente: Hausnutzung (Einfamilien-, Doppel-, Zwei-, Mehrfamilienhaus), Haustyp (z. B. Bungalow, Stadtvilla) Bauweise (Fertig-, Massiv-, Blockhaus), Ausbaustufe, Wohnflächenklasse und Dachform laut Anbieterangabe.
Preiskategorien
Schlüsselfertige Angebote ordnen wir fünf festen Preiskategorien zu (siehe Tabelle oben). Für Ausbau- und Bausatzhäuser gelten wegen des anderen Preisniveaus eigene Kategorien, die die Angebote in drei etwa gleich große Gruppen teilen: Ausbauhaus preisgünstig unter 1.700 €/m², mittelpreisig 1.700 bis unter 2.000 €/m², gehoben ab 2.000 €/m²; Bausatzhaus preisgünstig unter 950 €/m², mittelpreisig 950 bis unter 1.500 €/m², gehoben ab 1.500 €/m².
Vergleich nach Bauweise und Bereinigung
Der rohe Abstand zwischen Massiv- und Fertighaus beträgt beim schlüsselfertigen Einfamilienhaus 414 €/m² (15 Prozent). Diese Differenz bleibt innerhalb gleicher Wohnflächenklassen bestehen, zwischen 100 und 200 m² liegt sie bei 429 bis 465 €/m². Die Wohnfläche verfälscht den Vergleich also nicht. Weil hochpreisige Premium-Anbieter fast ausschließlich Fertighäuser bauen, haben wir zusätzlich nur günstige und mittelpreisige Anbieter verglichen. Dabei bleibt ein Abstand von 304 €/m² (rund 11 Prozent). Die Unterschiede sind statistisch signifikant (Mann-Whitney-U-Test). Vollständig trennen lassen sich Bauweise und Anbieter nicht, da kaum ein Hersteller beide Bauweisen anbietet.
Größenbereinigter Vergleich
Hausformen unterscheiden sich stark in ihrer typischen Wohnfläche. Kleine Häuser sind pro Quadratmeter teurer, da bestimmte Kosten unabhängig von der Hausgröße anfallen. Damit dieser Effekt den Vergleich nicht beeinflusst, weisen wir die Hausformen zusätzlich für den Bereich 140 bis 160 m² aus, in dem für alle Hausformen ausreichend Angebote vorliegen.
Was der Index nicht abbildet
- Grundstück, Erschließung, Baunebenkosten, Keller und Außenanlagen sind nicht enthalten. Die Bodenplatte ist teils enthalten, teils nicht.
- „Schlüsselfertig“ ist nicht einheitlich definiert. Ausstattung und Energiestandard unterscheiden sich je nach Anbieter; individuelle Änderungen kosten meist Aufpreis.
- Das Portfolio ist nicht repräsentativ für den Gesamtmarkt. Fertighäuser sind darin stärker vertreten als im deutschen Neubau insgesamt.
- Segmente mit weniger als zehn Angeboten oder sehr wenigen Anbietern kennzeichnen wir in den Fußnoten. Sie eignen sich nur als grobe Orientierung.
Aktualisierung und Zitierweise
Die Werte bilden den Stand April 2026 ab. Wir aktualisieren den Index regelmäßig; künftige Ausgaben ermöglichen dann auch Vergleiche zum Vorjahr. Bei Verwendung der Daten bitten wir um folgende Quellenangabe: Fertighaus.de Hauspreisindex 2026, Datenstand April 2026, mit Verlinkung auf diese Seite.
Häufige Fragen zu Quadratmeterpreisen im Neubau