Geldmünzen und Hausfigur

Leitzinserhöhung durch die EZB: Auswirkungen auf Ihre Baufinanzierung

Von Celine Hausenstein Am 18. September 2023

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Um der anhaltend hohen Inflationsrate entgegenzuwirken, hat die EZB den Leitzins im September 2023 um weitere 0,25 % auf insgesamt 4,5 % erhöht. Mittelfristiges Ziel ist Stabilisierung der Preise auf Normalniveau anstatt der von Destatis für August 2023 attestierten 6,1 % starken Teuerungsrate. Besonders fatal sind aktuell massiv steigende Energie- (+ 8,3 %) und Lebensmittelpreise (+ 9 %), denen die Leitzinserhöhung einen Riegel vorschieben soll.

Doch auch die Leitzinserhöhung birgt Risiken, darunter eine mögliche Verteuerung von Hypothekendarlehen und Bauzinsen. Was Sie zu dem Thema Leitzinserhöhung und Baufinanzierung wissen sollten, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Erneute Anhebung des Leitzinses im September 2023

Seit Juli 2022 wurde der Leitzins von der EZB nach jahrelangen Negativzinsen nun zum zehnten Mal auf aktuell 4,5 % angehoben. Für die Zukunft wird erwartet, dass der Leitzins noch weiter ansteigt, um die Inflation auf das Ziel von 2 % auszubremsen – auch wenn ebenfalls eine vorläufige Zinspause diskutiert wird.

Doch was genau bewirkt eine Erhöhung des Leitzinses durch die EZB? Erhöhte Leitzinsen verteuern Kredite und drücken damit die Nachfrage – dementsprechend sinken bei gleichbleibendem Angebot die Preise. Gleichzeitig leihen sich Banken weniger Geld von der Europäischen Zentralbank, da hierfür höhere Zinsen anfallen. So ist insgesamt weniger Geld im Umlauf und der Euro gewinnt somit an Wert zurück. Das heißt, je höher der Leitzins, desto stärker der Effekt auf die Preisregulation.

Hier informieren: Aktuelle Preisentwicklungen beim Hausbau

Was bedeutet die Leitzinserhöhung für Ihre Baufinanzierung?

Durch die Erhöhung des Leitzins werden Kredite generell teurer, was sich ebenfalls auf die Zinslage für Baufinanzierungen auswirken könnte.

Zinsbindung: So finanzieren Sie optimal Ihr Zuhause

Dennoch wird die kurzfristige Leitzinserhöhung nicht unmittelbar für Baukredite weitergegeben, da Baufinanzierungen langfristig geplant und an eine Refinanzierung durch Pfandbriefe durch die Bank gekoppelt werden.

Die Pfandbriefzinssätze wiederum hängen mit den Zinsen für deutsche Staatsanleihen zusammen, nicht mit dem Leitzins. Was bedeutet dies genau? Ein steigender Leitzins bedingt vermehrte Investitionen im Geldmarkt anstelle von Staatsanleihen – die Nachfrage bei letzteren sinkt. Damit erhöhen sich die Zinsen für Staatsanleihen.

Zwar steigen deshalb bei erhöhtem Leitzins letztendlich auch die Zinsen für Pfandbriefe und damit Baukredite, allerdings zeitlich verzögert und nicht synchron zur Leitzinserhöhung. Dennoch ist zu erwarten, dass die Bauzinsen tendenziell weiter teurer werden – wer über genügend Eigenkapital verfügt, sollte also sein Bauprojekt so früh wie möglich starten, um sich eine Baufinanzierung zu günstigen Konditionen wie auch aktuelle Neubauförderungen zu sichern.

Fixpreisgarantie bei Anbietern mit Full-Service

Der Preisinflation gelassen entgegensehen können Sie beim Hausbau, wenn Sie sich für einen Haushersteller mit Alles-aus-einer-Hand-Service und Festpreisgarantie entscheiden. Inflationsbedingte erhöhte Material- und Lohnkosten werden hier nicht an Baufamilien weitergegeben. Zudem bieten entsprechende Bauunternehmen meist auch eine Finanzierungsberatung und -vermittlung an, sodass Sie einen Baukredit zu optimalen Konditionen angepasst auf Ihr Eigenheim erhalten.

Artikel erstmalig veröffentlicht am 03. April 2023, zuletzt überarbeitet am 18.09.2023

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