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Wer sich ein Eigenheim zulegt, denkt nach der Unterbringung der eigenen Familie nicht selten auch an die des eigenen Autos. Sicher geschützte Fahrzeuge verlieren deutlich langsamer an Wert, wenn ihr ständiger Stellplatz eine Garage oder ein Carport ist. Auch der allgemeine Komfort wächst in nicht unerheblichem Maße, wenn man auch bei stärkstem Regen von der Haustür zum Steuer trocken bleibt.

Verschiedene Anbieter bieten nicht nur Garagen und Carports an, sondern können bereits vorhandene Schuppen umwandeln, Doppelcarports errichten oder sogar mit einer Fertiggarage dienen. Als Kelleralternative, Wertanlage oder geschützter Parkplatz können Garagen oder Carports perfekt ans bestehende Haus angepasst werden und so ein stimmiges, funktionales Gesamtbild ergeben.

 

Passende Garagen und Carports für das Eigenheim

Ein eigenes Haus ist der Traum vieler Menschen. In den meisten Fällen gehört eine Garage in der heutigen Zeit beinahe zur Grundausstattung, die von vielen Hausbesitzern gewünscht wird.

Doch auch ein Carport kann - bei guter Platzierung - einen enormen Schutz für das eigene Fahrzeug bieten. So lässt sich der Stellplatz am Haus deutlich sicherer gestalten. Darüber hinaus steigt auch bei einem einfachen oder einem Doppelcarport der Komfort erheblich an.

Schließlich sind die Fahrzeuge in einem Carport nicht nur vor elementaren Schäden wie Hagelschlägen besser geschützt, sondern auch im Winter deutlich weniger der Witterung ausgesetzt.

 

Was kostet ein Carport?

Je nach Ausstattung und Größe kommen für einen Carport oder Doppelcarport unterschiedliche Kosten auf den Hausbesitzer zu. Die Kosten unterscheiden sich zum einen nach Hersteller, aber auch nach den verwendeten Materialien oftmals erheblich.

Ein hochwertiger Carport aus Holz, der mit Metall verstärkt und entsprechend gut gegen die Witterung geschützt ist, ist eine meist günstige, solide und häufige Wahl. Ausschlaggebend für die Kosten ist die Qualität und Oberflächenbehandlung des Holzes. Optimal eignen sich druckimprägnierte Nadelhölzer. Ein solcher Carport ist über viele Jahre ein Garant für einen sicheren Stellplatz und enorm flexibel einsetzbar. Auch optisch ist der Holzcarport die von vielen Menschen bevorzugte Variante. Nachteilig ist, dass das Holz regelmäßig durch Imprägnierung oder Lasierung gewartet werden muss.

Carports aus Metall hingegen sind in der Pflege weniger aufwendig sowie mindestens genau so stabil und langlebig wie solche aus Holz, kosten jedoch auch erheblich mehr. Günstige Modelle aus Aluminium sind bereits ab etwa 1.000 € erhältlich, natürlich gibt es aber auch Luxusvarianten, die bis zu 10.000€ kosten. Weitere denkbare Materialien sind Polycarbonat oder Glas.

Auch die Größe spielt natürlich bei der Bestimmung der Kosten des Carports eine bedeutende Rolle. Während Einzelcarports aus Holz in ganz einfacher Ausführung bereits für 200 € zu haben sind, muss man beispielsweise für ein Doppelcarport aus Metall mit Abstellraum mindestens 2.500 € einkalkulieren.

Wer Autosammler ist oder sich mit den Nachbarn ein Carport teilen will und daher ein Reihencarport bauen möchte, muss ebenso mit 2.500 € rechnen. Größere Carports für Wohnwagen, Wohnmobil oder Caravan gibt es ab etwa 1.000 €.

Mit der Wahl der Dachform und Dachdeckung lässt sich ebenfalls der Preis beeinflussen. Ob man sich für ein Satteldach, Pultdach oder Flachdach entscheidet, ist natürlich größtenteils eine Frage des Geschmacks. Aber auch pragmatische sowie finanzielle Überlegungen können hier angestellt werden. Das typische Flachdach-Carport ist beispielsweise günstiger als ein Carport mit Pultdach oder Satteldach, lässt sich am einfachsten selbst bauen und passt optisch zu fast jedem Haus.

Um beim Bau eines Carports mit Satteldach ein optisch ansprechendes Ergebnis zu erhalten, ist es wichtig, für das Dach Materialien zu wählen, die zu denen des Hauses passen. Ein Pultdach hingegen ist besonders dann praktisch, wenn das Carport als Anbau am Haus steht. Dann kann es gleichzeitig als Überdachung des Eingangsbereiches fungieren. Bei passender Ausrichtung des Carports haben Sie hier auch die Möglichkeit, Solarzellen auf dem Pultdach anzubringen.

Für die Dachdeckung sind zum Beispiel Dachpfannen aus Ton oder Beton, Stegplatten aus Polycarbonat oder Trapezblech, Dachpappe, Wellblech oder Bitumenbahnen oder -schindeln denkbar. Generell sind hier die Kunststoffvarianten am günstigsten. Schneit es bei Ihnen im Winter regelmäßig viel, sollten Sie sich für ein Dach mit besonders hoher Belastungsfähigkeit entscheiden.

Schließlich gilt es, auch die Kosten für den Carport- oder Garagenboden / das Fundament in die Rechnung miteinzubeziehen. Am zeitsparendsten und günstigsten sind Punktfundamente. Diese sind jedoch nicht für jede Art von Carport geeignet. Ist zum Beispiel eine massive Bodenplatte vorgesehen, wird ein teureres Streifenfundament benötigt. Auch für Reihen- oder Doppelcarports ist ein Punktfundament in der Regel nicht ausreichend. Denkbar sind außerdem Schraub- sowie Rammfundament.

Um eine grobe Vorstellung davon zu bekommen, mit welchen Kosten Sie für ihre individuellen Wunschvorstellungen rechnen müssen, ist es hilfreich sich eines der von diversen Carport-Herstellern angebotenen Carport-Konfiguratoren zu bedienen.

 

Braucht man eine Baugenehmigung für den Carportbau?

Da das relevante Baurecht auf Landesebene geregelt ist, unterscheiden sich die rechtlichen Anforderungen an den Carportbau von Bundesland zu Bundesland. Während in Bayern beispielsweise eine Baugenehmigung für ein Carport eingeholt werden muss, reicht es in einigen anderen Bundesländern aus, die allgemeinen Regelungen für Bauvorhaben einzuhalten. Dazu zählt zum Beispiel der erforderliche Mindestabstand zur Grundstücksgrenze. Auskunft darüber erhalten Sie beim zuständigen Bauamt.

 

Was kostet eine Garage?

Eine eigene Garage am Haus kann viele Vorteile bieten. Sogar finanzielle. Denn viele Versicherungen bieten spezielle Tarife, wenn das eigene Fahrzeug im Normalfall innerhalb der eigenen Garage abgestellt wird. Somit können die Kosten für die Garage sogar spürbar gesenkt werden, wenn beispielsweise bei einer Doppelgarage beide Fahrzeuge mit einem entsprechenden Tarif versichert werden.

Für eine Einzelgarage muss man in der Regel mit Kosten von 1.500 – 10.000 € rechnen. Diese breite Spanne ist durch die vielen Wahlmöglichkeiten hinsichtlich Garagenart, Größe, Material, Hersteller und Art des Garagentorantriebs bedingt. Dadurch können Käufer einen großen Einfluss auf den Preis der Garage nehmen.

Auch liegt das daran, dass mittlerweile viele Anbieter und Hersteller auf den Markt drängen und somit für eine gesunde Konkurrenzsituation sorgen. Wer beispielsweise eine Fertiggarage ordern möchte, kann dies nicht nur bei verschiedenen Herstellern tun, sondern deren Komponenten in vielen Fällen auch selber bestimmen. So lassen sich über die Wahl der Garagentorantriebe und der Größe, Art und Bauweise der Garage die Preise teilweise deutlich korrigieren.

Ein wesentlicher Faktor ist natürlich die Bauweise. Selbst massive Fertiggaragen, also aus Beton oder Stahl, sind häufig deutlich günstiger als gemauerte Garagen. Lediglich bei sehr besonderen individuellen Ansprüchen kann die gemauerte Option preiswerter sein. Noch mehr Kosten spart man selbstverständlich, wenn man sich einen Garagenbausatz zur Selbstmontage liefern lässt.

Hinsichtlich Art und Größe hat man die Wahl zwischen Breitraumgarage, Reihengarage, Doppelgarage und Einzelgarage. Hier gilt es, die individuellen Bedürfnisse, auch mit Blick auf die Zukunft, abzuschätzen. Auch wenn dies zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht geplant ist, kann man die Anschaffung eines weiteren Autos oftmals nicht vollständig ausschließen. Außerdem sollte man die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten einer Garage im Kopf behalten. Eine Nutzung als Werkstatt oder als Stellplatz für beispielsweise Fahrräder oder Gartenmöbel ist ebenfalls denkbar.

Wie bei Carports hängen die Kosten auch bei Garagen in hohem Maße vom verwendeten Material ab. In Frage kommen Stahlbeton, Leichtbeton, Stahl, Aluminium, Blech, Kunststoff oder Holz bei Fertig- beziehungsweise Fertigteilgaragen und Kalksandstein, Porenbeton sowie Leicht- oder Gasbetonsteine bei gemauerten Garagen. Generell sind Blechgaragen am günstigsten und gemauerte Garagen am teuersten, während Garagen aus Holz im Mittelfeld anzusiedeln sind.

Egal für welche Bauweise und für welches Material Sie sich entscheiden – Ihre Garage muss auf einem Fundament stehen. Die Gesamtkosten dafür sind natürlich in erster Linie stark von der Größe des geplanten Fundaments abhängig, weshalb es sinnvoll ist, den Preis pro Quadratmeter zu betrachten. Wenn Sie eine Baufirma beauftragen, müssen Sie mit Kosten in Höhe von 70 bis 100 € pro Quadratmeter rechnen. Wollen Sie das Fundament in Eigenleistung erstellen, fallen natürlich nur die Materialkosten von 30 bis 60 € pro Quadratmeter an.

Umfassende Informationen zu den verschiedenen Angeboten erhält man von vielen Herstellern bereits im Internet oder auf Anfrage.

 

Was gibt es beim Garagenbau zu beachten?

Zunächst sollten Sie natürlich darauf achten, genügend Platz einzuplanen, damit das Einparken nicht jedes Mal zu einer Herausforderung wird. Auch als Stellplatz für Fahrräder oder ähnliches benötigte Fläche gilt es einzukalkulieren. Beim Finden der richtigen Garagenmaße können Ihnen Garagenplaner (Personen) oder -konfiguratoren (Software) behilflich sein. Ebenfalls sehr individuell sind die benötigten Funktionalitäten und Bestandteile, wie beispielsweise die Wahl der Garageneinrichtung, Nebentür, Lüftung, Schloss, Heizung oder Fliesen. Auch eine Garagentür zum Hausinneren ist denkbar, nur sollte diese idealerweise beim Hausbau berücksichtigt werden.

Oft hängt die Entscheidung für eine Art von Garagentor vom vorhandenen Platz im Innenraum ab. Garagentore gibt es als Sektionaltor, Schwingtor oder Flügeltor. Der Vorteil von Sektionaltoren und Rolltoren ist die Platzersparnis, da sie beim Öffnen des Tores im Gegensatz zu Schwing- oder Flügeltoren keinen Schwenkraum benötigen.  Mittlerweile gibt es für jede Art von Toren elektrische Garagentorantriebe. Solch einen Garagentoröffner sollte man definitiv in Betracht ziehen, da er sich im Alltag als sehr komfortabel erweisen kann.

Um rechtskonform zu handeln sollten Sie die Garagenverordnung Ihres Bundeslandes beachten und gegebenenfalls eine Baugenehmigung einholen. Die Garagenverordnung gilt in jedem Fall und regelt beispielsweise den Mindestabstand der Garage zur öffentlichen Verkehrsfläche. Ob Sie eine Baugenehmigung benötigen, erfahren Sie in Ihrer Landesbauordnung (LBO).

 

In welchen Fällen sollte man über einen Carport oder eine Garage nachdenken?

Wer unschlüssig ist, ob eine solche Ergänzung sinnvoll ist, sollte sich vor Augen führen, welcher Bedarf besteht. Anhand dieser Checkliste kann man schnell und einfach ermitteln, ob eine solche Erweiterung für einen persönlich in Frage kommt.

 

Ein Carport ist sinnvoll wenn:

- Das eigene Fahrzeug geschützt werden soll

- Keine Parkplätze in der näheren Umgebung vorhanden sind

- Die Fläche auch als überdachter Schutzbereich genutzt werden kann

- Eine gute Zufahrtsmöglichkeit zum Grundstück besteht.

 

Eine Garage ist sinnvoll wenn:

- Die Versicherungskosten für das Fahrzeug minimiert werden sollen

- Eine schnelle Verfügbarkeit des eigenen Autos gegeben sein muss

- Eiskratzen der Vergangenheit angehören soll

- Weiterer Stauraum geschaffen werden soll

 

Bereits vorhandene Bauten verändern

Wer beispielsweise auf dem eigenen Gelände über ein Gerätehaus oder einen stabilen und großen Schuppen verfügt, der kann diesen mit wenig Aufwand ebenfalls in eine Garage verwandeln.

Oftmals muss die Zufahrt entsprechend angepasst und ein richtiger Torantrieb verbaut werden. Somit können die Kosten für eine Garage nochmals spürbar gesenkt werden. Darüber hinaus können Schuppen oder Gerätehaus auch ohne Fahrzeug weiterhin genutzt werden.

Ebenso nutzen viele Menschen eine Garage, ohne ein Fahrzeug darin unterzubringen. Denn eine Garage am Haus dient unter anderem zum Abstellen des Fahrrades, als Abstellfläche oder sogar als kleine Hobby-Werkstatt. Vor allem bei einem Eigenheim ohne Keller kann eine solche Ergänzung sinnvoll sein und die Flexibilität erhöhen.