Pflanze wächst aus einem Glas mit Geld

KfW-Förderung für Neubauten startet wieder im April 2022

Von Celine Hausenstein Am 7. April 2022

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Nachdem es Anfang des Jahres zu einem abrupten Förderstopp für energieeffiziente Häuser kam und die Förderung für das Effizienzhaus 55 komplett eingestellt wurde, gibt es nun gute Neuigkeiten für Bauherren: Ab dem 20. April können Zuschüsse für den Bau eines Effizienzhauses 40 (EH40) wieder beantragt werden. Allerdings sind die Fördermittel diesmal begrenzt.

Fördergelder waren nach nur wenigen Stunden ausgeschöpft
Der Andrang auf die EH40 Förderung war zur Wiedereinführung am 20. April so groß, dass das Budget von 1 Milliarde Euro bereits am Mittag aufgebraucht war. Die Neubauförderung wurde daher wieder kurzfristig eingestellt. Von nun an können Sie bis zum Jahresende nur noch einen Antrag für ein Effizienzhaus 40 NH stellen. Mehr dazu lesen Sie weiter unten in diesem Artikel.

Energieeffizientes Bauen wird wieder gefördert

Wie das Bundeswirtschaftsministerium Anfang dieser Woche bekannt gab, wird das Förderprogramm der KfW für das Effizienzhaus 40 wieder aufgenommen. Somit soll neben energieeffizienten Sanierungsprojekten nun auch wieder der Neubau bezuschusst werden. Es sei “eine Maßnahme, um bei Neubauten den Energieverbrauch zu senken.”, so Bundesminister Robert Habeck.

Es gibt nur einen kleinen Haken: Die Mittel sind auf eine Milliarde Euro begrenzt. Damit dennoch möglichst viele Baufamilien die Chance auf einen KfW Zuschuss bekommen, entschied man sich für eine Reduzierung der Fördersätze. Zudem gab es Anpassungen bei den Bedingungen. Dazu erläuterte Habeck: “Wir beenden unter anderem einen Anachronismus und fördern künftig nicht mehr den Einbau von Gasheizungen.” Schritt für Schritt soll nun der Weg zu einem neuen Programm eingeleitet werden.

Wie wird das Förderprogramm neu aufgesetzt?

Es wurde ein Drei-Stufen-Plan zur Überarbeitung der KfW Neubauförderung erarbeitet:

  1. Der erste Schritt ist die Wiederaufnahme der EH40 Förderung am 20.4.2022. Die gesamte Fördersumme ist auf eine Milliarde Euro begrenzt. Daher werden die Mittel schnell aufgebraucht sein.
  2. Sollte das Budget wie erwartet vor Jahresende ausgeschöpft sein, wird im zweiten Schritt ein erweitertes Programm mit höheren Anforderungen eingeführt: das Effizienzhaus 40-Nachhaltigkeit (EH40-NH). Hierbei wird eine Neubauförderung nur noch dann gewährleistet, wenn das bisher optionale Qualitätssiegel für nachhaltiges Bauen (QNG) nach BEG vorhanden ist. Dieses Programm gilt nur bis zum 31.12.2022.
  3. Im dritten Schritt wird ab Januar 2023 voraussichtlich ein umfangreich ausgearbeitetes neues Programm mit dem Namen “Klimafreundliches Bauen” starten. Wie die neue Förderung dann aussieht und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, ist noch nicht entschieden. Fest steht, dass die Reduzierung der Treibhausgasemissionen von Gebäuden im Vordergrund steht sowie die Weiterentwicklung des QNG.

Wie lange werden die Fördermittel diesmal reichen?

Anlass für den plötzlichen Förderstopp im Januar diesen Jahres war die Antragsflut für die auslaufende Effizienzhaus 50 Förderung. Die Mittel wurden dabei stark ausgereizt, weshalb die Bundesregierung eine Notbremse zog. Für viele Bauherren war dies ein Schock. Anfang Februar bewilligte die KfW dann doch die Bearbeitung aller Anträge, die noch bis zum 24. Januar eingegangen waren. Die Eröffnung des neuen Förderbudgets Ende April ist zunächst eine gute Nachricht, doch womöglich nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Da viele Bauherren ihre Baupläne vom ursprünglichen EH50 auf den höheren EH40 Standard umgeplant haben, ist voraussichtlich mit einer immensen Anzahl an Anträgen innerhalb kürzester Zeit zu rechnen. Laut Experten ist die Summe von einer Milliarde Euro dafür zu gering. Es dürfte daher erneut zu Enttäuschungen seitens der Antragsteller kommen. Wir raten Ihnen dennoch, einen Förderantrag zu stellen, sofern Sie die Bedingungen erfüllen.

Wie hoch sind die neuen KfW Zuschüsse?

Pro Wohneinheit ist maximal eine Kreditsumme von 150.000 Euro förderfähig. Durch die Reduzierung der Fördersummen erhalten Sie für einen Neubau nach EH40 EE nun nur noch einen 10 Prozent Tilgungszuschuss (vorher gab es 20 Prozent), das ergibt einen maximalen Zuschuss von 15.000 Euro.

Für das EH40 NH und EH40 Plus liegt der Tilgungszuschuss bei 12,5 Prozent, wodurch Sie mit einer Förderung von maximal 18.750 Euro rechnen können. Zuvor gab es hier bis zu 33.750 Euro für EH40 NH und sogar 37.500 Euro für EH40 Plus.

Infografik zeigt die möglichen Fördersummen für energieeffiziente Neubauten

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