Flachdächer - grundsätzlicher Aufbau und Wirkungsweisen

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    Flachdächer sind aus dem heutigen Landschaftsbild nicht mehr wegzudenken. Neben dem Einsatz bei gewerblichen Bauten, hat sich das Flachdach auch längst einen Platz im privaten Wohnungsbau erobert. Doch was ist ein Flachdach? Als Flachdach bezeichnet man einen mehrschichtigen Dachaufbau, der kein oder nur ein geringes Gefälle aufweist. Genauer gesagt, muß ein Mindestgefälle von etwa 3° vorhanden sein, damit sich kein Wasser ansammeln und gefrieren kann oder der Wuchs von Algen und Pflanzen gefördert wird. Flachdächer sind sehr sensibel hinsichtlich ihrer Ausführung. Es muß sehr viel Wert auf die Abdichtung gelegt werden, damit die Feuchtigkeit nicht in die Konstruktion gelangen kann. Diese Konstruktion kann auf verschiedene Weise ausgeführt sein: als nichtbelüftetes oder belüftetes Flachdach. Hinsichtlich ihrer Temperatur bezeichnet man diese auch als "Warmdach" und "Kaltdach". Eine Sonderform des Warmdachs ist das Umkehrdach. Ein Flachdach eignet sich zudem sehr gut zur Nutzung als Aufenthaltsort für Personen. Durch eine Begrünung wird das Dach zur Alternative zu einem herkömmlichen Garten - vorteilhaft gerade auch in Zeiten teurer Grundstückspreise und leerer Geldbeutel.

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    Das unbelüftete Flachdach (Warmdach)

    Grundsätzlich besteht ein unbelüftetes Flachdach aus einer Tragkonstruktion beispielsweise aus Stahlbeton, Holz oder Stahltrapezprofilen, auf welche die Wärmedämmung und die Dachhaut bündig anschließen. Schaut man sich den Aufbau einmal etwas genauer an, sieht man, aus wie vielen Schichten ein Warmdach wirklich besteht.

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    • Um die benötigte Neigung des Daches zu bekommen, wird bei Betonkonstruktionen (Decke des Gebäudes) eine Schicht Gefällebeton (Gefälleestrich) aufgebracht. Dies ist natürlich mit einer nicht erwünschten Gewichtszunahme verbunden. Man verwendet dazu entweder unbewehrten Normalbeton oder Leichtbeton. Es gibt jedoch auch Gefälledämmplatten, die diese Funktion übernehmen können. Bei Holz- und Trapezblechdachkonstruktionen kann man dagegen das Gefälle ohne großen technischen Aufwand erreichen.

    • Die Tragkonstruktion hat neben der raumtrennenden Funktion noch die Aufgaben, Lasten aufzunehmen und abzutragen sowie Schall- und Brandschutz zu gewährleisten. Tragkonstruktionen aus Stahlbeton und Profilblechen erhalten auf ihrer Oberfläche einen Voranstrich aus Bitumenemulsion oder Bitumenlösung. Der Voranstrich wird aufgetragen zur Verbesserung der Haftfähigkeit der Klebstoffe. Zudem bindet er den vorhandenen Staub und hat eine wasserabweisende Wirkung.

    • Es folgt eine Ausgleichs- bzw. Trennschicht. Sie hat die Aufgabe, unverträgliche Werkstoffe zu trennen und dient zudem als Gleitschicht. Die Trennschicht kann beispielsweise aus Lochglasvlies-Bitumenbahnen oder Bitumendachbahnen mit einer Einlage aus Aluminium- oder Kupferfolie bestehen.

    • Für die darauf folgende Dampfbremse oder Dampfsperre empfiehlt sich eine PE-Folie oder Dachbahnen mit je nach Erfordernis unterschiedlicher Trägereinlage.
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    • Diese Dampfbremse/ Dampfsperre soll die Diffusion von Wasserdampf in die Wärmedämmung und unter die Abdichtung verzögern bzw. verhindern.

    • Zur Wärmedämmung eignen sich beispielsweise Mineralfaser, Polystyrol PS, expandiertes Polystyrol EPS, extrudiertes Polystyrol XPS und Schaumglas. Bei Schaumglas auf Betonkonstruktionen ist eine Dampfsperre nicht erforderlich, da es stark druckbelastbar und nach dem Einbau feuchteunempfindlich ist. Wie bereits erwähnt, kann die Wärmedämmschicht auch zur Herstellung des benötigten Mindestgefälles dienen.

    • Die Aufgabe der Dampfdruckausgleichsschicht ist es, örtlichen Dampfdruck, der bei Erwärmung aus eingeschlossener oder eingewanderter Feuchtigkeit entsteht, zu verteilen und dadurch zu entspannen. Sie ermöglicht zudem Relativbewegungen zwischen Dachabdichtung (Dachhaut) und Wärmedämmung. Die Ausgleichsschicht hat meist einen mehrlagigen Aufbau. Als Werkstoffe werden beispielsweise Lochglasvlies-Bitumenbahnen oder Bitumendachbahnen mit einer Einlage aus Aluminium- oder Kupferfolie.

    • Um die Konstruktion wasserdicht zu bekommen, gibt es grob gesagt zwei Möglichkeiten: der bituminöse Aufbau und der Folienaufbau. Mindestens zweilagig sind die bituminösen Aufbauten, während Folienabdichtungen grundsätzlich einlagig ausgeführt werden. 

    • Eine Kiesschicht mit einer Dicke von 5 bis 10 cm dient dem Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung, Windsog und mechanischer Beschädigung. Beachten Sie dazu den Absatz "Kies auf dem Dach - ja oder nein?" Als Oberflächenschutz finden allerdings auch Plattenbeläge, Begrünungen, Schiefersplitt und keramische Einstreuungen Verwendung.

    Das Gründach

    Ein Gründach bietet die Möglichkeit, der zunehmenden Versiegelung entgegenzuwirken und etwas Natur zurückzugewinnen. Eine Dachbegrünung hat neben dem ökologischen Aspekt auch noch bautechnische Vorteile. Das Dach wird vor extremen Temperaturen und Windsog besser geschützt und auch der Schall- und Wärmeschutz wird erhöht. Durch die Begrünung muß der Schichtenaufbau im Vergleich zu anderen Flachdächern natürlich ein anderer sein.

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    Neben dem bei bei Flachdächern üblichen Schichtenaufbau sind weitere Funktionsschichten für den Grünaufbau nötig. Zunächst ist dies die wurzelfeste Abdichtung, gefolgt von der Trennschicht und der Schutzschicht, der Dränschicht, der Filterschicht (Filtervlies) sowie der Vegetationschicht und der Bepflanzung.

    Mehr und Ausführlicheres zum Thema Gründach finden Sie in unserem Beitrag "Dachbegrünung und Dachnutzung".

    Das belüftete Flachdach (Kaltdach)

    Das "Kaltdach" ist eine Dachkonstruktion mit einer oberen und einer unteren Schale mit einem dazwischenliegenden, von außen belüfteten Dachraum. Die obere Schale übernimmt die Abdichtung gegen Niederschlag und die untere Schale sorgt für die Wärmedämmung.

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    Das Funktionsprinzip eines Kaltdachs ist so zu erklären: Im Sommer wird die durch Sonneneinstrahlung aufgewärmte Dachhaut durch Hinterlüftung mit kalter Außenluft gekühlt. Allerdings nur, wenn die Luft auch ohne Behinderung durch die Lüftungsebene ziehen kann, denn dies ist bei Kaltdächern häufig ein Problem. Behinderungen können beispielsweise Bäume vor den Lüftungsöffnungen, quer zur Lüftungsebene verlaufende Träger oder eine aufgequollene Wärmedämmung sein. Bei einer funktionierenden Hinterlüftung ist der sommerlicher Wärmeschutz dagegen besser, als bei einem Warmdach. Allerdings läßt sich nachträglich die Dämmstoffdicke nur sehr aufwendig erhöhen. Dazu müßte zunächst die Schalung entfernt, der Sparren bzw. Dachbalken aufgestockt und anschließend die Schalung wieder befestigt werden.

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    Als weiteres Merkmal eines Kaltdaches ist zu bemerken, daß der Wasserdampf aus dem Innern des Gebäudes durch die Tragkonstruktion bzw. die Wärmedämmung diffundiert und abgeleitet wird, bevor er die Dachhaut erreicht. Dies ist im Winter von Vorteil, da der Wasserdampf auch bei fehlender Dampfsperre abgeleitet wird. Außerdem können feuchte Dachmaterialien austrocknen. Trotz all dieser Vorteile, wird das Kaltdach weit weniger häufig ausgeführt als das Warmdach. Dies liegt zum einen an der aufwendigeren Dachkonstruktion, beispielsweise durch eine ausreichend tragfähige Dachhaut bei der Nutzung des Dachs als Gründach. Zum anderen sind Kaltdächer auch teurer als Warmdächer.

    Das Umkehrdach

    Eine Untergruppierung des einschaligen Warmdachs ist das Umkehrdach. Im Unterschied zum Kalt- und Warmdach ist die Wärmedämmung oberhalb der Dachhaut angeordnet. Die Schichtenfolge ist gegenüber den herkömmlichen Dächern umgekehrt.

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    Zunächst wird beim Umkehrdach so vorgegangen, wie beim Warmdach. Für das notwendige Gefälle bei Stahlbetonkonstruktionen sorgt wieder der Gefällebeton, es folgen Voranstrich und Ausgleichsschicht. Nun kommt aber nicht, wie beim Warmdach, die Wärmedämmung, sondern die Dachabdichtung. Die Abdichtung bei Umkehrdächern wird vorzugsweise mit zwei Lagen Polymerbitumenbahnen ausgeführt. Erst danach kommt die Wärmedämmung. Da diese komplett der Witterung ausgesetzt ist, kann natürlich nicht jeder Dämmstoff verwendet werden. Mineralwolle beispielsweise würde sich mit Wasser vollsaugen und wäre unbrauchbar. Extrudiertes Polystyrol ist wasserfest und eignet sich auch als Umkehrdämmung.

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    Bei fachgerechter Ausführung bietet ein Umkehrdach einige Vorteile gegenüber dem herkömmlichen Warmdach. Dies beginnt bereits in der Bauphase. Dadurch, daß die Dachabdichtung als erstes erfolgt, ist man in den weiteren Bauphasen nicht mehr abhängig von der Witterung. Die Verlegung der Dämmplatten und z.B. der Kiesschicht (beachten Sie dazu den Abschnitt "Kies auf dem Dach - ja oder nein?) kann auch bei schlechtem Wetter erfolgen. Sind die Dämmplatten verlegt, kann sich die Dachabdichtung durch die Sonne nicht mehr aufheizen. Auch Blasenbildung in der Abdichtung durch eingeschlossene Feuchtigkeit wird weitestgehend vermieden. Durch die Dämmschicht ist die Abdichtung zudem vor mechanischen Einwirkungen geschützt. So ist es bei Gründächern zum Beispiel nicht mehr notwendig, eine teure zusätzliche Schutzschicht einzubauen. Die Wärmedämmung übernimmt diese Funktion. Auch eine Dampfsperre ist bei einem Umkehrdach nicht notwendig. Da die Dämmstoffplatten in der Regel lose verlegt werden, ist zudem ein einfacher Rückbau möglich. Die Platten können dann anschließend sogar wiederverwendet werden.

    Kies auf dem Dach - ja oder nein?

    Wenn Sie auf unseren Zeichnungen Kiesschichten sehen, so wollen wir doch darauf hinweisen, daß diese Methode umstritten ist und mehr und mehr aus der Mode kommt. Grundsätzlich hat der Rollkies die Aufgabe, die Dachhaut vor aggressiver UV-Einstrahlung zu schützen. Die Kiesschicht hat aber auch gravierende Nachteile: Kies ist "bleischwer", die Dachkonstruktion muß also entsprechend aufwändiger ausfallen. Kies erschwert aber auch das Auffinden von Lecks. Man muß ihn erst beiseiteräumen, also u.U. mehrere Tonnen Kies entfernen, im Garten lagern, das Leck suchen, den Kies wieder hoch hieven. Außerdem setzt sich zwischen den Kiessteinen Schmutz fest, das Wasser läuft nicht mehr ab - es bilden sich Pfützen. Befindet sich ausgerechnet ein Leck in der Pfütze, saugt sich das ganze Dach voll Wasser. Insofern werden heutzutage nur noch selten "Kiesdächer" angelegt, zumal die Dachbahnen immer resistenter gegen Frost und Hitze geworden sind.

    Dachentlüftung muß auch beim Flachdach sein

    Ein weiteres Problem bei Flachdächern sind die Durchgänge für die Entlüftung von Bad oder Küche. Regen, Schnee und sonstige Feuchtigkeit dürfen nicht unter die Dachhaut eindringen. Die Anschlüsse müssen absolut dicht sein. Dafür bieten verschiedene Hersteller Produkte für den ein- oder zweischaligen Aufbau an. Jedes Flachdach benötigt zudem mindestens zwei Gullys, um das Regenwasser in die Kanalisation abzuleiten. Auch hier müssen die Anschlüsse vollkommen dicht sein. Feuchtigkeit, die nicht abgeleitet wird, ist das eine Problem. Ein großer Feind des Flachdachs ist jedoch auch Feuchtigkeit, die nicht entweichen kann. Oben verhindert die Abdichtung und unten die Dampfsperre das Entweichen der Feuchtigkeit. Feuchtigkeit, die beispielsweise bereits beim Einbau oder durch eine fehlerhafte Ausführung in die Wärmedämmung gelangt ist. Um dies zu verhindern und den Dampfdruck in der Dachfläche zu mindern, werden Entspannungslüfter eingebaut. So kann die Feuchtigkeit aus der Konstruktion an die Oberfläche gelangen und Dämmung und Dichtung bleiben funktionsfähig.

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