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Bauanleitung mit freundlicher Unterstützung von Alpina Farben
Das Puppenhaus ist ein traditionelles Kinderspielzeug,
das sich einfach selbst nachbauen läßt. Das hat den Vorteil, über Größe und
Anzahl der Zimmer selbst entscheiden zu können. Zudem ist es bei einem
selbstgebauten Puppenhaus auch gut möglich, die Fassade individuell zu
gestalten. Die Front des Puppenhauses kann komplett geöffnet und das Dach
abgenommen werden, so daß alle Räume gut zu erreichen sind.
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Für den Bau des Fachwerkhauses wird zunächst
die 100 x 52 cm große Spanoplan-Platte an den vorderen Ecken mit der
AEG-Stichsäge abgerundet und nachträglich mit dem
Schwingschleifer geglättet. Auf diese Bodenplatte lassen sich die
Seitenwände des Hauses aufsetzen, die aus Sperrholz bestehen. Die
Rückwand wird entsprechend der Giebelform von beiden Seiten abgeschrägt,
was sich mit einer AEG-Stichsäge gut bewerkstelligen läßt. Auf den
Schnittkanten könnten bereits jetzt die Streichleisten
(je 25 cm lang aus 25 x 25 mm Dreikantleisten) für die
Dachkonstruktion mit UHU coll express mittig aufgeleimt werden. Rechts
und links von der Rückwand lassen sich die beiden 41,5 x 33,0 cm
großen Seitenwände ansetzen, und zwar mit umweltschonendem
UHU coll express-Holzleim, der frei von Lösemitteln ist.
Die so montierten Wände werden an der Bodenplatte aufgeleimt, wobei
der Abstand vor der hinteren Kante sechs Zentimeter betragen soll.
Das ist nötig, weil das gesamte Dach zum Öffnen der Front nach hinten
verschoben werden muß
Die beiden Zimmer im Untergeschoß lassen sich mit Decken
(29,5 x 32,0 cm) schließen, die mit lösemittelfreiem UHU coll express
fixiert werden. Dazwischen wird ein 28,0 x 7,0 cm großes Podest
eingeleimt, das als Anschlagpunkt der Treppe dient. Diese besteht aus
einer 26,0 x 7,0 cm großen Sperrholzplatte (4 mm dick) und wird mit
abgelängten Dreikantleisten (20 x 20 mm) versehen. Das Geländer
entsteht aus 3 x 10 mm starken Fichtenholzleisten.
Die beiden oberen Seitenwände können nun eingepaßt werden. Die obere
Decke (78,0 x 32 cm) wird auf die Seitenwände aufgelegt, und die
Verbindungsstellen werden mit einem Bleistift markiert, weil diese
Streifen 5 mm tief ausgearbeitet werden sollen. Das hat den Zweck,
daß die Zimmerdecken plan aufliegen und nicht verrutschen können.
Seitlichen Halt finden sie an Regalbodenträgern, die später an den
Seitenwänden des Puppenhauses eingeschlagen werden.
In die Deckenplatte wird eine Luke eingeschnitten, die den Zugang
zum Dachboden darstellt. Er ist über eine Leiter zu erreichen,
die aus 3 x 10 mm Holzleisten sowie sieben Sprossen
(4 cm lang aus 3 x 3 mm Fichte) zusammengesetzt wird, wobei UHU
coll express dauerhafte Verbindung erzielt. Die Dachluke
(12,0 x 7,0 cm) kann mit einem drehbaren Holzbrett (aus Verschnitt)
abgedeckt werden.
Aus den beiden 61,0 x 44,5 cm großen Sperrholzplatten lassen sich
die Tür-Formen der Fachwerkfront mit der AEG-Stichsäge zuschneiden.
Jetzt ist es auch gut möglich, die Konturen für die spätere
Lackierung gemäß der Konstruktionszeichnung zu markieren.
Das abnehmbare Dach des Fachwerkhauses besteht aus einer
70,8 x 38,0 cm sowie einer 70,0 x 38 cm großen Sperrholzplatte, die
im First miteinander verleimt und verstiftet werden. In den so
entstandenen Winkel wird eine dreieckige Giebelverblendung - aus
einer 35,0 x 35,0 cm großen Verschnittplatte - eingepaßt, die aber
noch nicht befestigt werden soll, weil sie andersfarbig lackiert
wird.
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Stabilität erhält die Dachkonstruktion, wenn im
Inneren drei Querbalken (50 cm lang) eingeleimt werden, die an den Enden
um 45 Grad abgeschrägt wurden (entsprechend der Dachneigung). Sie können
ebenfalls mit UHU coll express eingeleimt werden. Die vorderen
Schnittkanten der Dachplatten lassen sich mit Holzleisten (10 x 20 mm)
versehen, so daß eine Giebel-Verbretterung entsteht.
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Festen Halt findet das gesamte Dach auf dem
Haus-Unterbau an zwei 25 x 25 mm starken Dreikantleisten,
die mit UHU coll express an die Innenseite des Daches
geleimt werden, und zwar exakt dort, wo die Dachschrägen auf die
Seitenwände des Hauses treffen (Schnitt B).
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Vor dem Lackieren können probehalber die großen
Türen der Fachwerkfront mit Hilfe von Scharnieren angeschlagen werden,
die 270 Grad weit zu öffnen sind. Beim Befestigen sollten
Senkkopfschrauben mit entsprechenden Muttern verwendet werden.
Gegebenenfalls läßt sich jetzt nacharbeiten.
Zum Lackieren der Holzplatten ist es empfehlenswert, das Sperrholz mit
einem Voranstrich zu isolieren, damit braunfärbende Holzinhaltsstoffe
die Lackoberfläche nicht beeinflussen können. Zum Streichen des Hauses
empfiehlt sich umweltschonender Capacryl-Lack, der mit dem Umweltzeichen
"Blauer Engel" gekennzeichnet ist. Es gibt diese wasserhaltigen
Lackwerkstoffe in vielen verschiedenen Farbtönen, weshalb es einfach
ist, die Fachwerkfassade des Puppenhauses originalgetreu in Farbe zu
setzen.
Am einfachsten ist es, zunächst die Fachwerkbalken auszumalen, weil
diese besser abgeklebt werden können, wenn die Gefache- und
Fensterflächen gestrichen werden. Die Putzfelder erhalten einen Anstrich
mit Capacryl-Weiß, während die Glassscheiben der Fenster in silber
lackiert werden. Eine Pappschablone hilft dabei, die Glasflächen mit
umweltschonendem Disbocolor-Sprühlack anzulegen.
Die Giebelverbindung sowie das große Tor werden zunächst wie lackiert.
Mit Tesakrepp lassen sich die Fugenbereiche abdecken, wenn die Flächen
mit grünem Disbocolor-Sprühlack gespritzt werden. Noch während die
Oberflächen des Sprühlacks feucht sind, werden die Klebebänder entfernt.
Wenn die Dachflächen fertig lackiert sind, kann die dreiecksförmige
Giebelverbindung eingeleimt werden. Bei der Gestaltung des Daches ist es
möglich, wiederum mit Hilfe einer Pappschablone und Sprühlack
Ziegelformen aufzuspritzen. Die Innenseiten des Daches sowie die dort
angebrachten Dachbalken lassen sich gut mit Capacryl-Siegellack
behandeln, der eine glasklare, strapazierfähige Oberfläche erzielt, die
sich gut reinigen läßt. Sind alle Lackoberflächen trocken, können die
zwei großen Türen wieder angeschraubt werden, ebenso wie die Bodenträger,
auf denen der obere Fußboden liegt.
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Materialliste zum Puppenhaus mit romantischer Fachwerk-Fassade
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Anzahl |
Bezeichnung |
Maße |
Material |
1 |
Bodenplatte |
100,0 x 52,0 cm |
13 mm Spanoplan |
1 |
Hausrückwand |
85,0 x 87,0 cm |
10 mm Sperrholz |
1 |
Giebel vorn |
35,0 x 35,0 cm |
10 mm Sperrholz aus Verschnitt |
2 |
Front-Türen |
61,0 x 44,5 cm |
10 mm Sperrholz |
2 |
Hausseiten |
41,5 x 33,0 cm |
10 mm Sperrholz |
4 |
Zimmerwände |
20,0 x 32,0 cm |
10 mm Sperrholz |
2 |
Raumdecken unten |
29,5 x 32,0 cm |
10 mm Sperrholz |
1 |
Flur-Podest |
28,0 x 7,0 cm |
10 mm Sperrholz |
1 |
Raumdecke oben |
78,0 x 32,0 cm |
10 mm Sperrholz |
1 |
Dachboden-Luke |
12,0 x 7,0 cm |
10 mm Sperrholz aus Verschnitt |
1 |
Dachhälfte links |
70,8 x 38,0 cm |
8 mm Sperrholz |
1 |
Dachhälfte rechts |
70,0 x 38,0 cm |
8 mm Sperrholz |
2 |
Treppe |
26,0 x 7,0 cm |
4 mm Sperrholz |
2 |
Dachleisten |
73,0 cm lang |
10 x 20 mm Fichtenholz |
3 |
Dachbalken quer |
50,0 cm lang |
20 x 30 mm Fichte |
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Geländer + Leiterleisten |
120,0 cm lang |
3 x 10 mm Dreikantholz |
10 |
Treppenstufen |
7,0 cm lang |
20 x 20 mm Dreikantholz |
2 |
Gleitleisten/Dach |
25,0 cm lang |
25 x 25 mm Dreikantholz |
7 |
Leitersprossen |
4,0 cm lang |
3 x 3 mm Fichte |
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