Mit Ziegelpflaster dekorative Wege und Terrassen gestalten |
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Daß man mit Ziegelsteinen wunderschöne Häuser bauen
kann, weiß jedermann. Nicht immer denkt man aber darüber nach, daß der
Baustoffhandel auch besonders hochwertige, hart gebrannte Ziegelpflaster
(= Pflasterklinker) anbietet, mit denen Zufahrten, Wege und Terrassen
dekorativ gepflastert werden können. Das gilt auch für den Innenbereich,
beispielsweise die Kellerbar oder den Wintergarten. Da Ziegelpflaster
auch in verschiedenen Farben hergestellt werden, ist die
Gestaltungsvielfalt sehr groß. Doch wie verlegt man Ziegelpflaster? Der
Verband Österreichischer Ziegelwerke
(www.ziegel.at)
hat uns dankenswerterweise diese Anleitung zur Verfügung gestellt.
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Die Verlegung erfolgt im Freien fast immer im
Sandbett, während in Innenräumen die Verlegung im Mörtelbett überwiegt.
In jedem Fall ist aber ein geeigneter Untergrund bzw. Unterbau die
Voraussetzung für eine dauerhafte Pflasterklinkerfläche mit hoher
Belastbarkeit und langer Lebensdauer. Die Fugenbreite soll bei der
Verlegung im Mörtelbett ca. 10 mm, bei der Sandbettverlegung jedoch nur
ca. 4 mm betragen, um eine gute Verbundwirkung durch die Sandfüllung zu
erreichen.
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Untergrund - Unterbau
Der natürlich gewachsene Boden wird als Untergrund, Bodenschüttungen und
Betonflächen als Unterbau bezeichnet. In jedem Fall muß der Unterbau eben
sein und ein Gefälle von mindestens 2 aufweisen, um eine einwandfreie
Entwässerung zu ermöglichen. Frostsicherheit des Untergrundes bzw. des
Unterbaues ist erforderlich, um spätere Verwerfungen zu vermeiden.
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Verlegung im Sandbett
Bodenschüttungen sind gut zu verdichten (gegebenenfalls mit einer leichten
Rüttelplatte). Vor dem Verlegen der Pflasterklinker muß die
Pflasterbettung in der geforderten Querneigung und dem gleichen
Genauigkeitsgrad wie die fertige Pflasterung abgezogen werden. Eine
entsprechende Überhöhung von etwa 1 cm ist vorzusehen, damit nach dem
Rütteln die Sollhöhe genau erreicht wird. Die Pflasterklinker werden in
Sand (ohne Feinteile), feinkörnigem Kies, Splitt oder Brechsand mit einem
Größtkorn von 8 mm verlegt. Die Dicke des Sandbettes soll im verdichteten
Zustand mindestens 3 cm und höchstens 5 cm betragen, um Verformungen
unter dem Einfluß der Verkehrslasten zu verhindern. Die Sande müssen frei
von abschlämmbaren Bestandteilen und ausblühfähigen Stoffen sein.
Nach dem Verlegen der Pflasterklinker wird Quarzsand mit einer Korngröße von
0-2 mm in die Fugen eingekehrt und danach die Fläche mit einer leichten
Rüttelplatte verdichtet. Danach werden die Fugen durch Einkehren von
Fugensand vollständig verfüllt.
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Verlegung für Flächen ohne PKW-Verkehrslast auf
wasserdurchlässigem Untergrund (Sand, Schotter)
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Frostsichere Ausführung für Gartenwege und
Terrassen ohne PKW-Verkehrslast
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Frostsichere Ausführung für Flächen mit
PKW-Verkehrslast
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Verlegung im Mörtelbett
Diese Verlegeart erfolgt immer auf Beton als Unterbau. Auf diesen
Unterbeton wird ein Mörtelbett von 1,5 bis 2,0 cm Dicke aufgebracht, in
welches die Pflasterklinker verlegt werden. Die Fugen werden nach
ausreichender Erhärtung des Mörtels, der keine ausblühfähigen Stoffe
enthalten darf, verfüllt, verdichtet und mit einem Stück Schlauch oder
einem geeigneten Fugeisen hohlkehlenförmig geglättet. Es empfiehlt sich,
einen fabriksmäßig hergestellten Klinkermörtel zu verwenden, der in
Säcken angeliefert und an der Baustelle nur mehr mit Wasser anzumischen
ist.
Dehnfugen sollen in einem Abstand von 5 m in jeder Richtung angeordnet
werden und bis in den Unterbau reichen. Sie werden mit bituminösen
Vergußmassen oder anderen geeigneten dauerelastischen Materialien
(z. B. Silikonkautschuk) verfüllt.
Nach dem Verfugen ist die Pflasterklinkerfläche mindestens drei Tage lang
feucht zu halten. Eventuelle Mörtelverunreinigungen können mit einem
Zementschleierentferner von der gut vorgenäßten Pflasterung mittels
Bürste und sofortigem Spülen mit klarem Wasser abgewaschen werden.
In jedem Fall sind die Verlegeanleitungen der jeweiligen Hersteller der
Pflasterklinker genau zu beachten.
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