Kugel-Laufbahn in Eigenproduktion

Kugelbahnen sind bei Kindern sehr beliebt, sei es in Form einer Burg im Sandkasten oder in der "Schlecht-Wetter-Variante", aus Holz gebaut, für zu Hause. Der Nachbau dieses Spielzeuges sollte mit Hilfe der Anleitung und der Bauzeichnung gelingen. Die Materialliste kann gleichzeitig als Hilfe beim Einkauf der benötigten Materialien und Werkzeuge dienen.

 

Schritt 1:
Wir beginnen den Bau mit dem "Fundament", dem Unterrahmen, auf dem die Kugelbahn später aufgebaut wird. Laut Materialliste werden die sechs Einzelteile aus den gehobelten Fichtenbrettern 143 x 27 mm zugeschnitten und mit Holzleim (UHU coll wasserfest) stumpf zusammengeleimt. Bis zur vollständigen Trocknung der Leimflächen werden die einzelnen Elemente mit LUX Schraubzwingen in entsprechenden Größen verpresst. Dabei ist es ratsam, immer wieder die Rechtwinkligkeit der Konstruktion zu prüfen, damit in den weiteren Baustufen alles zusammenpasst.

 

Schritt 2:
Leisten aus Fichten- oder Kiefernholz für die Kugellaufbahnen können fertig gekauft werden. Mit einer LUX Gehrungssäge werden die Leisten 40 x 10 mm und 50 x 10 mm auf die Längen zugeschnitten, wie sie in der Materialliste angegeben sind. Im Bild sind die Laufbahnen in verschiedenen Arbeitsstufen zu sehen. Vorn liegen die Einzelteile einer Bahn, in der Bildmitte liegen drei fertige Bahnen und hinten wird gerade die obere Bahn (11) mit dem längeren Boden mittels LUX Schraubzwingen verpresst. Der Boden muss länger sein, weil er in den Transportturm hineinreichen soll, um hier die mit dem Transporter nach oben beförderte Kugel zum Beginn der Fahrt aufzunehmen. Jeweils am Ende einer Laufbahn soll die Kugel durch ein Loch in die darunter liegende Bahn fallen. Die dazu nötigen Löcher werden mit einem 35 mm LUX Forstnerbohrer von unten durch den Boden der Laufbahnen gebohrt. Für diese Arbeiten wird eine in einen Bohrständer eingespannte Bohrmaschine eingesetzt. Damit das Loch nicht ausfranst, kann ein Holzklotz untergelegt werden.

 

Schritt 3:
Der Transportturm aus den beiden Seitenteilen und den Querstücken (7b) wird so zusammengeleimt, dass die Öffnung dort entsteht, wo die Kugel ihren Lauf beginnen soll. Auch die Gleitleisten (7A) werden nun zu beiden Seiten aufgeleimt. Im Bild ist hinter der Turmöffnung der Kugeltransporter zu erkennen. Vor dem Verleimen müssen in diesen Transporter noch Nuten in beide Seiten eingearbeitet werden (siehe Zeichnung Blatt 2, Schnitt A-B). Hinten links im Bild ist schon das Endteil (17) zusammengeleimt, und rechts davon steht der Stützenfuß (10A).Vor dem Transportturm liegt die schon ausgeklinkte, untere Turmhalterung (7C). Auch die Kordelrollen werden in diesem Arbeitsschritt mit der Stichsäge zugeschnitten und für die Verleimung vorbereitet. Sie werden später für das Auf und Ab des Kugeltransporters nötig sein.

 

Schritt 4:

Jetzt müssen die Stützen 8, 9 und 10 auf das exakte Längenmaß zugeschnitten werden. Anschließend werden diese wie in der Zeichnung angegeben in den Unterrahmen eingeleimt. Die Rollen für die Kordel werden "mit Luft" montiert. Das heißt, der Abstand zum Turm sollte so groß sein, dass sich die Rollen auch nach der Lackierung - ob klar oder farbig - noch einwandfrei leicht bewegen lassen. Das gilt ebenso für die Beweglichkeit des Kugeltransporters auf den Gleitleisten des Turmes. Danach wird auch der Transportturm mit dem Unterrahmen verbunden. Nun werden die Laufbahnen montiert. Es empfiehlt sich, diese mit kleinen LUX Schraubzwingen zunächst "trocken" anzubringen, um zu überprüfen, ob die 30 mm-Kugel richtig rollt. Wenn das klappt, können alle Verbindungen verleimt und verpresst werden.

 

Schritt 5:
Hier ist jetzt auch der Kugeltransportwagen in Position. Ob dieser unten auf dem Boden abgesetzt werden kann oder durch einen untergelegten Klotz etwas höher abgebremst werden muss, hängt vom Gewicht der verwendeten Kugel ab, die - wenn alles richtig funktioniert - aus dem Endteil (17) im Bogen in den Transportbehälter fällt. In die obere Kante des Wagens sind Ringösen eingedreht, an denen die Kordel festgeknüpft ist. Diese läuft an der Turmspitze durch eine Ringöse, dann über die Kodelrolle und zurück wieder durch eine Ringöse zur Kabelrolle. Damit der Transportwagen gleichmäßig läuft und nicht unterwegs verkantet, gibt es je eine Kordel zu beiden Seiten des Turmes. (Für die Kordelrollen haben wir zwei 25 mm-Konusplättchen verwendet, die sonst zum Ausflicken von schwarzen Ästen dienen. Mit einem LUX Schnitzmesser wurde vorgearbeitet und mit einer Feile der umlaufenden Hohlkehle der Feinschliff verpasst. In Bastelläden sind ähnliche Rollen aber auch aus Metall oder Kunststoff zu bekommen.)

 

Zur Betonung der Holzmaserung kann das ganze Spielgerät komplett mit Klarlack (z.B. Bootslack von Alpina) behandelt werden. Wer es lieber farbig mag, kann seiner Phantasie bei der Gestaltung freien Lauf lassen. Dabei sollte wasserlöslicher Acryllack zum Einsatz kommen. In dieser Ausführung enthalten Lacke keine chemischen Lösemittel. Damit der Farbauftrag gelingt, sollten spezielle Pinsel (LUX ProAqua) verwendet werden, die für Acryl-Lacke geeignet sind.





Zeichnung Blatt 1

 

Zeichnung Blatt 2





Materialliste

1

1

Unterrahmenteil

530 mm lang

143 x 27 mm Fichte

2

1

Unterrahmenteil

440 mm lang

143 x 27 mm Fichte

3

1

Unterrahmenteil

505 mm lang

143 x 27 mm Fichte

4

1

Unterrahmenteil

147 mm lang

143 x 27 mm Fichte

5

1

Unterrahmenteil

30 mm lang

143 x 27 mm Fichte

6

1

Unterrahmenteil

320 mm lang

143 x 27 mm Fichte

 

 

 

 

 

7

2

Transportturmseiten

1000 x 150 / 35 mm

12 mm Multiplex

7A

2

Gleitleisten

960 mm lang

10 x 5 mm Fichte

7B

1

Transportturm-Querstück

740 x 40 mm lang

12 mm Multiplex

 

1

Transportturm-Querstück

220 x 40 mm lang

12 mm Multiplex

7C

1

untere Turmhalterung

522 mm lang

40 / 23 x 27 mm Fichte

 

 

 

 

 

8

2

Stützen

770 mm lang

30 x 30 mm Fichte

9

2

Stützen

570 mm lang

30 x 30 mm Fichte

10

1

Stütze

690 mm lang

30 x 30 mm Fichte

10A

1

Stützenfuß

170 x 100 mm lang

27 mm Fichte

 

 

 

 

 

11

2

Kugellaufbahn-Seiten

375 mm lang

50 x 10 mm Fichte

 

1

Kugellaufbahn-Boden

440 mm lang

40 x 10 mm Fichte

 

1

Kugellaufbahn-Endstück

40 mm lang

40 x 10 mm Fichte

12

2

Kugellaufbahn-Seiten

535 mm lang

50 x 10 mm Fichte

 

1

Kugellaufbahn-Boden

535 mm lang

40 x 10 mm Fichte

 

2

Kugellaufbahn-Endstücke

40 mm lang

40 x 10 mm Fichte

13

2

Kugellaufbahn-Seiten

500 mm lang

50 x 10 mm Fichte

 

1

Kugellaufbahn-Boden

500 mm lang

40 x 10 mm Fichte

 

2

Kugellaufbahn-Endstücke

40 mm lang

40 x 10 mm Fichte

14

2

Kugellaufbahn-Seiten

330 mm lang

50 x 10 mm Fichte

 

1

Kugellaufbahn-Boden

330 mm lang

40 x 10 mm Fichte

 

2

Kugellaufbahn-Endstücke

40 mm lang

40 x 10 mm Fichte

15

2

Kugellaufbahn-Seiten

420 mm lang

50 x 10 mm Fichte

 

1

Kugellaufbahn-Boden

420 mm lang

40 x 10 mm Fichte

 

2

Kugellaufbahn-Endstücke

40 mm lang

40 x 10 mm Fichte

16

2

Kugellaufbahn-Seiten

475 mm lang

50 x 10 mm Fichte

 

1

Kugellaufbahn-Boden

475 mm lang

40 x 10 mm Fichte

 

2

Kugellaufbahn-Endstücke

40 mm lang

40 x 10 mm Fichte

17

2

Endteil-Seiten

180 x 130 mm lang

12 mm Multiplex

 

1

Endteil-Boden

180 x 40 mm lang

12 mm Multiplex

 

1

Endteil-Rückseite

85 x 40 mm lang

12 mm Multiplex

 

1

Endteil-Verbindung

130 x 55 mm lang

12 mm Multiplex

 

 

 

 

 

18

2

Kugeltransporter-Seiten

85 x 80 mm lang

12 mm Multiplex

18A

1

Kugeltransporter-Rückwand

85 x 65 mm lang

12 mm Multiplex

18B

1

Kugeltransporter-Boden

36 x 65 mm lang

12 mm Multiplex


Weiterhin werden benötigt:

  • 1 Rolle für Kordel außen aus: 2 x Durchmesser 110 mm und 1 x Durchmesser 80 mm, jeweils aus 12 mm Multiplex
  • 1 Rolle für Kordel innen aus: 2 x Durchmesser 110 mm, jeweils aus 5 mm Multiplex und 1 x Durchmesser 80 mm aus 12 mm Multiplex
  • 1 Achse 130 mm lang mit Durchmesser 16 mm
  • 1 Kurbel 80 mm lang und 12 mm rund, 2 Kordelrollen 25 mm, 6 Ring-Schraubösen, ca. 4 bis 5 m dünne, feste Kordelschnur.

Werkzeuge und weitere Materialien für die Arbeit:

  • LUX: Schraubzwingen, Gehrungssäge, 35 mm-Forstnerbohrer, Schnitzmesser, Feile, ProAqua-Pinsel für Acryl-Farben
  • UHU: UHU coll wasserfest
  • Bosch: Stichsäge, Bohrmaschine und Bohrständer
  • Alpina: wasserlöslicher Acryllack in verschiedenen Farben oder Alpina Klarlack

Diese Anleitung wurde uns von Emil Lux Werkzeuge zur Verfügung gestellt.






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