Dachausbau leicht gemacht
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(Mit freundlicher Unterstützung der Firma Novus Befestigungstechnik)
Ganz klar: Als Rumpelkammer ist der Dachboden viel zu schade. Auch unter handwerklichen Gesichtspunkten ist der Umbau problemloser, als häufig angenommen wird. Vor Beginn der Ausbauarbeiten ist eine Prüfung ratsam, ob das Dach überall dicht ist. Leckstellen sind nach Fertigstellung der Arbeiten nur unter großen Schwierigkeiten zu beseitigen. |
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Gestaltungsplan
Nach einer Maß-Aufnahme sollten Sie sich am besten einen maßstabsgerechten Grundriß- und Gestaltungsplan
erstellen. Darin sollten bereits die wesentlichen Bauteile, wie Fenster, Türen, Wasser- und
Elektroanschlüsse eingezeichnet sein. Viele Dachstühle bieten gerade durch ihre Balkenkonstruktion reizvolle
Gestaltungsmöglichkeiten, die sich darüber hinaus oft gut nutzen lassen. Entfernen sie niemals einzelne Balken
oder Teile davon ohne Genehmigung und statischen Nachweis.
Facharbeiten
Wenn Sie keine Ausbildung oder Fachwissen mit ausreichend handwerklichem Können für Mauerarbeiten,
Elektro- und Wasseranschlüsse haben, dann sollten Sie damit unbedingt einen Fachmann beauftragen.
Materialwahl und -bedarf
Bei der Berechnung des Dämmaterials wird die lichte Breite zwischen den Sparren gemessen. Der Handel bietet Dämmstoffe mit unterschiedlicher Isolierwirkung an -
unterteilt nach Wärmeleitfähigkeitsgruppen. Diese variieren je nach Art und Aufbau.Auf den Seiten 55-56
werden Ihnen drei unterschiedliche Verkleidungsarten mit Dämmstoffen und Profilholz erklärt.
Die Isolierung steht am Anfang
Für den nachträglichen Ausbau von Dachgeschossen werden seit 1984 erhöhte gesetzliche Anforderungen nach der
Wärmeschutzverordnung gestellt. Der Wärme-Durchgangskoeffizient von Dachschrägen und Decken unter nicht ausgebauten Dachräumen sollte höchstens Kd
ffi 0,3 W/(m2 K) betragen. Diese Forderung kann beispielsweise mit einer 140 mm dicken (oder stärkeren)
Mineralfasermatte der Wärmeleitfähigkeitsgruppe 035 erfüllt werden. Die wärmeübertragenden Außenflächen eines Gebäudes (Wände und Dächer) sollten luftdicht
ausgeführt werden. Die sicherste Dichtung gegen Luftzug ist immer eine allseitig befestigte, an den Überlappungen überdichtete Polyäthylenfolie. Nicht
belüftete Dächer müssen mit einer Dampfsperrschicht unter der Wärmedämmung versehen sein.
Auch diese Forderung kann durch den fachgerechten Einbau aluminiumkaschierter Dämmstoffe
bzw. von PE-Folien unter der Dämmschicht erfüllt werden. Sorgen Sie also zunächst für eine ausreichende Wärmedämmung im Bereich der Dachhaut. Die Dicke des zu
verwendenden Dämmstoffes ist abhängig von der betreffenden Wärmeleitfähigkeitsgruppe und dem zur
Verfügung stehenden Raum zwischen der Unterkante der Sparren und der Dacheindeckung. Die Befestigung der
Folien bzw. aluminiumkaschierten Mineralfasermatten können Sie mit Flach- und Feindrahtklammern und
üblichen Handtackern ausführen. Schneller und leichter geht es jedoch mit Elektrotackern.
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- Maßaufnahme
Messen Sie genau die lichten Sparrenabstände
Ihres Daches. Beachten Sie, daß diese Abstände Sparren zu Sparren gleich sind. Besonders an den Giebelwandanschlüssen und im Bereich von Kaminen sind unterschiedliche Abstände vorhanden.
- Zuschnitt
Schneiden Sie den Dämmstoff - auch feste
Dämmstoffplatten aus Polystyrol-Hartschaum - grundsätzlich 1-2 cm breiter als den ausgemessenen lichten Sparrenabstand.
Mineralfasermatten schneiden Sie am besten mit einem großen Küchenmesser entlang einer
Holzlatte. Feste Dämmstoffplatten sägen Sie mit einem eingezahnten Fuchsschwanz entlang einer gezogenen Linie.
- Befestigung
Aluminiumkaschierte Mineralfasermatten sind schnell an der überstehenden verstärkten Randfolie mit einem Hand- oder Elektrotacker befestigt. Setzen Sie hierbei alle 5-10 cm eine Tackerklammer. Kleben Sie über die Bahnenstöße die dazugehörigen geeignetenFolienklebestreifen.

Legende A Dachpfannen, B Vierkantleiste, C
Unterspannbahn, D Dachsparren, E Dämmschicht, F Dampfsperre, G Konterlattung, H Span- oder Holzfaserplatte, I Profilholz |
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Feste Dämmstoffplatten werden zwischen die
Sparren gepreßt. Die Anschlußplatten müssen hierbei dicht aneinander gestoßen werden. Spannen Sie über die gesamte Fläche eine geeignete PE-Folie, die Sie in kurzen Abständen mit Tackerklammern auf den Dachsparren befestigen.
An den Wandanschlüssen ist es notwendig, die Aluminiumkaschierung bzw. die PE-Folie an gedübelten Leisten (Dachlatten) zu befestigen.Wenn Sie eine Verlegung von Profilbret-tern zwischen den Sparren vorgesehen haben, werden unter der Dämmstoffschicht Dachlatten an die Sparren genagelt. Daran befestigen Sie dann die PE-Folie und die Profilbretter.
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Drei Verkleidungsarten mit Dämmstoff und Profilholz (vgl. Grafiken)
1.WaagerechteVerkleidung mit verdeckten Sparren
Bei dieser gewählten Form werden die Sparren mit dem Profilholz waagerecht überdeckt. Die Isolierung wird
dabei meistens mit einer aluminiumkaschierten Randleistenmatte ausgeführt.
Arbeitsablauf:
- Dachlatten von 2,8 x 4,8 cm um Dämmstoffdicke zurückversetzt innenseitig an die Sparren nageln.
- Dämmstoff, ca. 12 cm dick, stramm zwischen die Sparren einpassen.
- Darüber eine 0,2 mm dicke Polyäthylen-folie (PE-Folie) als Dampfsperre spannen und anheften (entfällt bei aluminium-kaschierten Randleistenmatten).
- Profilholz anbringen.
- Nicht fluchtgerecht verlaufende Sparren mit Latten und Sperrholzplättchen ausgleichen (erforderlich bei Klemmfilz).
2. WaagerechteVerkleidung mit sichtbaren Sparren
Hier werden Isolierung und Verkleidung zwischen den Sparren eingepaßt. Dadurch ergibt sich eine reizvolle
Unterteilung der Dachschräge. Isoliermatten und Profilholz werden an den am Dachsparren befestigten
Latten gehalten. Eine weitere elegante Möglichkeit ist die Berücksichtigung einer Schattenfuge, rechts und
links etwa 12-15 mm Zwischenraum. Nicht vergessen, vorher die Schattenfugenlatte zu streichen! Diese Ausführungen
eignen sich als hinterlüftende Schalung - mit zusätzlichem Einbau einer Dampfsperre unter den Profilbrettern - auch für Feuchträumen.
3. Senkrechte Verkleidung mit verdeckten Sparren
Durch diese Art ergibt sich eine vom First bis zum Boden ununterbrochene Verkleidung, welche die Raumhöhe betont.
Zwischen den Sparren wird eine Dämmstoffschicht mit einer Dicke von 12-14 cm fest eingeklemmt. Waagerecht
aufgebrachte Dachlatten im Abstand von etwa 60 cm nehmen die Befestigung der senkrechten Profilholzbretter auf.

Die Abbildungen zeigen, wie Schalungen am Außenbau und in Feuchträumen hinterlüftet werden. Die dargestellten
Abstände gelten selbstverständlich auch für Holzverkleidungen, hinter denen Dämmstoffe eingebaut
wurden. Hier muß die Luft zwischen der Dämmstoffschicht und der Verkleidung ausreichend zirkulieren können. Als Mindestabstand sind 2 cm vorzusehen.
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