Dachformen: Ihre Fragen beantwortet

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    Um wieviel teurer ist ein Mansarddach als ein Satteldach?

    Sie wollen wissen, um wieviel teuer ein Mansarddach als ein Satteldach ist. Ein Mansarddach ist von der Konstruktion her aufwändiger. Die Frage, mit wieviel Sie für ein Einfamilienhaus rechnen müssen, ist genauso "gut" zu beantworten wie die Frage "Was kostet ein Auto?". Sie müssen den Fertighaushersteller fragen, der Ihr Haus bauen soll (welche Grundfläche hat dieses denn überhaupt, das wäre schon einmal eine Berechnungsgrundlage?). Liegt eine Bauplanung vor, müssen Sie bzw. Ihr Architekt eine Ausschreibung machen. Diese kostet nichts, verschiedene Handwerker geben den Preis ab, der billigste bekommt den Zuschlag. Dürfen Sie auf Ihrem Grundstück aber überhaupt ein Mansarddach bauen? Meistens wird die Dachform genau vorgeschrieben. Sie müssen also beim Bauamt nachfragen. Grundsätzlich dürfte ein Mansarddach 30 - 40 % teurer werden, da die Dachdecker- und Zimmermannsarbeiten schwieriger sind, als bei einem Satteldach.

    Satteldach auf Flachdach-Winkelbungalow - haben Sie Prospekte?

    Sie wollen auf Ihren Flachdach-Winkelbungalow ein Satteldach aufsetzen und fragen uns nach Prospekten. Wir stellen weder Häuser noch Dachstühle her. Wir haben aber eine Rubrik für diesen Zweck und die nennt sich "Aufstockungen". Dort finden Sie Firmen, die solche Arbeiten vornehmen und an die Sie sich wenden können.

    Steildach mit ausgebautem Dachboden

    Ich habe schon viele Zeitschriften durchgeschaut, habe aber nie ein Fertighaus mit einem Dachboden (Dachstudio) gesehen. Ich möchte den Dachboden z.B. später ausbauen, um für meinen Sohn eine kleine Wohnung einzurichten. Gibt es denn bei Fertighäusern keinen Dachboden? Ich meine nicht das Obergeschoß.

    Das übliche deutsche Einfamilienhaus, ob in Massiv- oder Fertigbauweise, ist ein Haus mit Satteldach. Wird das Dachgeschoß nicht ausgebaut, dann ist es ein Dachboden oder - von mir aus - ein nicht ausgebautes Dachgeschoß. Wenn Sie über dem Dachgeschoß noch einen (weiteren) Dachboden haben wollen, dann muß Ihr Haus ein Steildach erhalten. Das sieht eher dürftig aus und vor allen Dingen wird es auch von den Baubehörden nicht erlaubt. Wohin soll Ihr Sohn flüchten, wenn es im Dachgeschoß brennt? Die Bebauungspläne schreiben rechtsverbindlich meistens auch die Dachneigung vor. Das können weder Sie noch ein Architekt noch ein Fertighaushersteller bestimmen. Die Baubehörden sehen solche spitzen Dächer, wie Sie sie im Kopf haben, in ihren Bebauungsplänen einfach nicht vor.

    Ist eine Dachneigung von unter 20 Grad möglich?

    Sie wollen ein mediterranes Haus bauen. Das können Sie, denn einige unserer Hersteller bieten solche Häuser an - siehe unsere Rubrik "Haustypen". Dann wollen Sie - wie in südlichen Ländern - eine Dachneigung von weniger als 20° und fragen an, ob das "bei uns" auch geht. Dazu sagt unser Bauingenieur: Die geringste mögliche Dachneigung bekommen Sie mit sogenannten "Flachdachziegeln". Diese haben eine Regeldachneigung von mindestens 22°. Bei Unterschreitung der Regeldachneigung müssen zusätzliche Maßnahmen, z.B. Unterdächer, Unterdeckungen, Unterspannungen, geplant und ausgeführt werden. Nun, es handelt sich dabei um eine routinemäßige Facharbeit eines jeden Dachdeckers.

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