Dachformen: Eine Einführung

Das Dach dient einem Haus nicht allein als Regenschutz. Es ist Charaktermerkmal, Vorzeigeobjekt, raumbestimmend und für verschiedene Aufgaben geschaffen. 

Es kann mit Solaranlagen ausgestattet werden, mit Fenstern zum Sternenhimmel ausgestattet sein, als Terrasse genutzt oder von Schornsteinen verziert werden. Die Wahl des Daches ist sicher eine Frage des Geschmacks, aber auch eine der Nutzung. 

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Übersicht der Dachformen

Flachdach

Dachform Flachdach

Ein Haus mit Flachdach schließt gerade und raumsparend ab, gibt ihm eine pragmatische Eleganz und lässt bei richtigem Ausbau zu, die Terrasse über dem Wohnzimmer statt daneben zu realisieren. 

Ein Dachfenster in einem Flachdach verleiht dem Haus neben ausgezeichneter Lichtdurchflutung einen traumhaften Ausblick in den Sternenhimmel. Auch für Solaranlagen wie Photovoltaik oder Solarthermie eignet sich die ebene Form hervorragend, wenn man sich nicht an den zur Sonne ausgerichteten Halterungen stört.

Flachdächer sind typisch für Bungalows, Kubushäuser und vereinzelt für Stadtvillen.

Satteldach

Dachform Satteldach

Zwei Seiten und ein Giebel zieren das Haus, das Kinder auf Papier bringen, Erwachsene sich beim Wort Eigenheim vorstellen und mit Fachbegriff Satteldachhaus genannt wird. Das Satteldach ist der klassische Vertreter für Einfamilienhäuser und kann je nach Neigung seine optische Erscheinung variieren. 

Neben seiner Außenwirkung bietet der Neigungswinkel, den praktischen Nutzen in besonders steiler Form ausgesprochen beständig gegen Nässe durch Regen zu sein. In Schneegebieten sollte der Neigungsgrad flacher ausfallen, um nicht mit unkontrolliert herabstürzenden Schnee vom Dach rechnen zu müssen. Ganz unabhängig von klimatischen Bedingungen lässt sich bei einer Neigung zwischen 38 und 45 Grad der Dachbodewohnraum auf optimale Weise verwirklichen. 

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Pultdach

Dachform Pultdach

Ein Pultdach ist eine langgezogene, durchgehende Dachfläche, die nicht bloß das Äußere eines Wohnhauses verändert, sondern auch verschiede Eigenschaften mit sich bringt. Das A und O eines Hauses mit Pultdach ist die richtige Ausrichtung. Bei guter Planung finden Photovoltaikanlagen ihren Platz an der Sonne, Wind und Kälte wird im Rahmen der Möglichkeiten abgeleitet, während Sonnenwärme über die hohe Hausseite besonders gut aufgenommen werden kann. Das spart im Winter Heizkosten, kann im Sommer jedoch zu ungewünschter Hitze führen.

Die Regenwassernutzung lässt sich leichter umsetzen als bei anderen Dachformen, jedoch erfordert die Abdichtung des Pultdaches etwas mehr Aufwand als bei anderen Abdeckungen.

Walmdach

Dachform Walmdach

Traditionell, schick, praktisch und beliebt. Das Dach für alle Fälle, das Wind wenig Angriffsfläche bietet, große Dachgeschossräume zulässt und stilistisch ins Bild vieler Gemeinden passt. Als Abdeckung für Bungalows, Einfamilien- oder Reihenhäuser ist das Walmdach zum modernen Klassiker geworden, wenn es darum geht seine vier Wände oben abzuschließen.

Seine Vorteile gegenüber dem Satteldach liegen in der Stärke seiner Konstruktion. Seitliche Gratsparren bilden an der Stirnseite des Hauses kombiniert mit der Traufe eine stabile Dreiecksform, die der Langlebigkeit des Daches zuträglich ist. Der Nachteil zeigt sich durch vergleichbar weniger Wohnfläche im Dachgeschoss.

Krüppelwalmdach

Dachform Krueppelwalmdach

Das Krüppelwalmdach räumt einige Nachteile des Walmdaches aus, ohne auf die seine Vorteile verzichten zu müssen. Auch das Krüppelwalmdach ist in seiner Konstruktion stabiler und somit vermeintlich langlebiger als ein Satteldach, verschwendet durch die im Innenraum fehlende Dachneigung keinen kostbaren Wohnraum.

Jedoch gestaltet sich die Planung und Anschaffung des Krüppelwalmdachs als aufwendiger und kostspieliger. Die Kosten der Beschaffung sind im Vergleich zum Satteldach höher, jedoch sind Wartungs- und Reparaturarbeiten niedriger und seltener, wodurch sich das Dach über Zeit rechnen kann.

Zeltdach

Dachform Zeltdach

Ein Dach, das Symmetrie verkörpert. In der Regel laufen drei oder vier Dachseiten spitz zur Mitte zusammen und verleihen dem Haus Eigenheit und Stringenz. Das Zeltdach ist häufig Teil eines stilistisch mediterran orientierten Hauses, jedoch gestaltet sich das Dach in dieser Ausprägung als besonders flach. 

Der Dachinnenraum lässt sich nicht besonders gut nutzen, weil es durch seinen Unterbau kaum Platz für zweckmäßige Raumnutzung bietet.

Schleppdach

Dachform Schleppdach

Als Anhang an Hauptdächer findet man das Schleppdach häufig an Pultdächern oder Satteldächern. Das Schleppdach ist eine einzelne Fläche, die an ein bestehendes Dach anknüpft und beispielsweise Eingangsbereiche, angebaute Erker oder Wintergärten überdeckt oder Terrassen mit Dach versieht – gewissermaßen als ständige Markise in Dachform. 

Optisch scheiden sich die Geister und Geschmäcker an dieser Dachform, doch ist sie als besonderer architektonischer Akzent ebenso geeignet, wie als praktisches und günstiges Konstrukt für Anbauten und Verlängerung verschiedener Dachseiten.

Mansarddach oder Mansardendach

Dachform Mansarddach

Das aus Frankreich stammende Mansarddach darf bei der Überlegung für bewohnbare Dachgeschosse in der ersten Planung nicht unerwähnt bleiben. Das Dach nimmt durch seine kurzen Schrägen ein Minimum an Wohnfläche für sich ein und hinterlässt viel Platz unter den Ziegeln. 

Neben rationaler Betrachtung der Vorteile, überträgt die Erscheinung von Mansarddächern Persönlichkeit auf das gesamte Haus.

Kuppeldach

Dachform Kuppeldach

Die vermutlich berühmteste Vorlage eines Kuppeldachs prangt auf dem deutschen Parlamentsgebäude, dem Reichstag. Das Konstrukt ist gleichermaßen extravagant wie aufwendig und auffällig. 

Eigenheime mit Kuppel haben Seltenheitswert und sind heutzutage wenig verbreitet. Für individuelle Designlösung ein Element, mit dem das Grundstück zum Gesprächsthema wird.

Runddach

Dachform Runddach

Es ist eher übergeordneter Begriff als festdefinierte Dachform. Zu Runddächer zählen Kegeldächer, Turmdächer, Bogendächer, ja sogar Tonnendächer – jene Formen, die man mit runden Bedeckungen von Häusern assoziiert. 

Wir fassen diese in einer Kategorie zusammen, weil das Angebot an Runddächern vergleichsweise gering ausfällt und die Übergänge sehr stark ineinander übergehen. 

Zwerchgiebeldach 

Dachform ZwerchdachVon einem Zwerchgiebel spricht man, wenn ein Giebel quer zum Hauptdach verläuft, aber nicht bis zum First hochgezogen ist. Oder für Laien: wenn die Hauswand über einen Teil des Daches hinausgeht und eigens überdacht ist.  Der Zweck: die Vergrößerung des Wohnraums.

Diese Dachform ist so prägend, dass mitunter von einem eigenen Haustyp (“Zwerchhhaus”) die Rede ist. Zum Teil findet man auch den Begriff “Lukarne”, wobei dieser recht ungenau ist, da er besonders im Schweizer Sprachraum auch als Synonym für eine Gaube verwendet wird.

Zusammenfassung

Fazit

Die Entscheidung für oder gegen eine Dachform sollte neben optischer Vorlieben und Budgetrahmen auch von Überlegungen beeinflusst werden, die sich um Langlebigkeit, Dämmung, Abdichtung und Schallschutz drehen. 

Manche Dachform ist durch ihre Konstruktion stabiler und langlebiger als andere, so dass sich initiale Mehrkosten über Jahre wieder vergessen machen. Eine schöne Wölbung auf dem Haus kann unsichtbare Mehrkosten für teure Deckung mit sich bringen.

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