Bedeutung des gesunden und ökologischen Wohnens wächst mit der Wahl des Haustyps

Das Bewusstsein für das Problem der Feuchtigkeit in Wohnräumen hat sich aufgrund der Vielzahl an alarmierenden Nachrichten über schimmelbefallene Wohnungen und Schulen und die damit einhergehenden Atmungswegeerkrankungen verstärkt, womit die Bedeutung gesunder Wohnlösungen stetig zunimmt. Immer öfter wählen Eigenheim- oder Ferienhaus-Bauherren aus gesundheitlichen Gründen ein sicheres und natürliches Material. Dann liegt es nahe, sich für ein Massivholzhaus in Blockbauweise zu entscheiden.

Atmungsaktive Holzkonstrucktion

Der Grund ist die gute Raumluftqualität, die mit den nachweislich feuchtigkeitsresistenten, massiven Blockbohlen erzielt wird. Holz hat die Eigenschaft, dass es die Feuchtigkeit der Raumluft absorbiert und beim Trocknen der Raumluft wieder an sie abgibt. Massive Blockholzbohlen atmen auf natürliche Weise, indem sie dem Wasserdampf erlauben, frei in die Wandkonstruktion und wieder aus ihr heraus zu diffundieren. Ist die relative Luftfeuchtigkeit im Raum ausgeglichen, wird das Wachstum der schädlichen Bakterien und Schimmelpilze gebremst.

Die Raumluft darf nicht zu trocken und nicht zu feucht sein

Wegen der natürlichen, Feuchtigkeit ausgleichenden Eigenschaften von Massivholz eignet es sich ausgezeichnet für empfindliche Zielgruppen wie Kinder und Personen mit Atmungsbeschwerden. Zu trockene Luft verstärkt zum Beispiel Entzündungen der Atmungswege und das Auftreten von allergischem Schnupfen. Zu feuchte Bedingungen wiederum fördern das Wachstum von Hausstaubmilben, Bakterien, Schimmel und Schimmelpilzen, die einen negativen Einfluss auf die Gesundheit ausüben. In Innenräumen ist das Wachstum der schädlichen Faktoren wie Schimmelpilze und Bakterien bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 30 - 55 % am geringsten.

Keine Kunststofffolien an der Wand

Die massiven Holzwände binden und geben natürlich Feuchtigkeit ab, sodass die Feuchtigkeit der Raumluft im gesunden Bereich bleibt, und Feucht­igkeits­schwank­ungen der Raumluft werden am besten durch Massivholz ausgeglichen. Der Einsatz von Kunststofffolien als Dampfsperre an den Wänden würde die natürliche Atmungsfähigkeit des Holzes behindern. Nur bei einer zusätzlichen Wärmedämmung auf Holzfaserbasis bleibt die Atmungsfähigkeit der Wandkonstruktion erhalten. In Einfamilienhäusern, die moderne Wärme­dämmungs­vor­schriften erfüllen, ist damit auch dann eine gute Raumluftqualität sichergestellt, wenn die Oberfläche der Wände nicht aus Massivholz besteht.

Die von Honkarakenne und dem VTT (Staatliches Technisches Forschungszentrum) gemeinsam entwickelte LowE-Fassadenkonstruktion ist nachgewiesen sicher gegen Feuchtigkeit. Dabei wird der Rahmen des Gebäudes von einem Massivholz-Baurahmen gebildet, der zusätzlich innen mit einem natürlichen Holzfaser-Dämmmaterial isoliert ist. In die Wärmedämmung wird das Lüftungskanalsystem „Smart Ventilation System“ eingelassen, das die feuchtigkeitstechnische Funktion der Konstruktion sicherstellt. Das Material für die Innenwände kann dann frei entsprechend dem gewünschten Einrichtungsstil gewählt werden.

Das sich mühelos in die moderne urbane Landschaft integrierende Massivholzhaus aus Blockbohlen ist eine sowohl feuchtigkeitssichere als auch ökologisch haltbare und energiesparende Wahl.

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