Wie kommt man an ein Musterhaus?

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    Kein Tag vergeht, an dem User nicht bei "www.fertighaus.de" anfragen: Wo und wie kann ich preiswert ein Musterhaus als Schnäppchen erwerben? Die Frage ist berechtigt - und oft auch noch "garniert" mit dem Hinweis: "Ich hab' da mal was im Fernsehen drüber gesehen...!" Nun muss man wissen, dass vieles, was im Fernsehen zu sehen ist, getürkt oder aus "dramaturgischen" Gründen geschönt oder verwässert ist. Die Redaktion von "fertighaus.de" hat sich deshalb einmal umgehört. Wichtigstes Ergebnis: Es gibt keine "Musterhaus-Börse" - auch nicht in unserem marktführenden Internetdienst. Warum eigentlich nicht? Weil die Firmen solche Häuser quasi "wie von selbst" verkaufen - wenn überhaupt. Bevor Sie sich mit dem Gedanken tragen, ein Musterhaus zu kaufen, lesen Sie aber unbedingt und intensiv die beiden nächsten Absätze! 

    Hausmuster für Bauinteressierte

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    Nicht jedes Musterhaus darf überall aufgebaut werden

    Wenn Sie tatsächlich ein Musterhaus irgendwo abbauen können, so können Sie es noch lange nicht "irgendwo" wieder aufstellen. Zunächst einmal ist der Aufbau eines "gebrauchten" Hauses an einer anderen Stelle baurechtlich ein Neubau. Es muss also eine Baugenehmigung eingeholt werden und alle Abläufe sind so zu "durchleiden", wie in unserem Beitrag geschildert.

    Es kann Ihnen nämlich schichtweg untersagt werden, dieses Haus aufzustellen. Das kann zwei Gründe haben. Die EnEV (Energieeinsparverordnung) legt für Neubauten ganz andere Vorschriften fest, als sie für das Musterhaus vor sieben oder zehn Jahren berücksichtigt werden mussten. Wahrscheinlich werden Sie Glück haben, denn die meisten Fertighäuser wuden auch vor zehn Jahren schon so hoch wärmegedämmt, dass die Vorschriften der EnEV erreicht werden oder das Haus nur noch in geringem Umfang nachgerüstet werden muss.

    Ist dieses jedoch  nicht  der Fall, müssen Sie zusätzliche Wärmedämmung auf das Haus "packen", ganz andere Fenster einsetzen usw. Dann ist es besser und billiger, gleich ein neues Fertighaus zu kaufen.

    Die andere Hürde liegt jedoch in den Bebauungsplänen, in denen jede Menge Vorgaben enthalten sein können. Jedenfalls kann in einem Neubaugebiet z. B. eine bestimmte Dachform Vorschrift sein - und wenn Ihr Musterhaus diese Form nicht hat, dann bekommen Sie eben keine Baugenehmigung. Auch die Bebauungsgrenzen sind festgelegt. Und wenn Ihr Musterhaus diese um 20 cm überschreitet, dann haben Sie eben Pech gehabt.

    Folgern Sie bitte daraus: Sie müssen erst die Vorgaben aus dem Bebaungsplan verinnerlichen und danach auf die Suche nach einem Musterhaus gehen.

    Sooo billig sind demontierte Musterhäuser auch wieder nicht!

    Ein demontiertes Fertighaus ist kein Fertighaus mehr, sondern - wenn die Hülle wieder steht - ein Ausbauhaus. Auf der Bodenplatte haben Sie zurücklassen müssen den Estrich und die ganzen Bodenbeläge des Erdgeschosses, also u.U. auch den edlen Marmor oder das teure Parkett. Ob Sie die Dachpfannen beschädigungslos abbauen können, ist die Frage. Womöglich bekommen Sie keine Ersatzpfannen im selben Farbton mehr. Alle Installationsleitungen müssen gekappt, die Heizung, die Badewanne, die Duschkabine, das WC, die Einbauküche - alles muss demontiert werden. Der Dachstuhl ist kein Fertigteil, sondern wird Balken für Balken abgebaut und genau so wieder aufgebaut. Das heißt also: Die Dämmung und Verkleidung (meistens mit Gipskartonplatten) muss herausgenommen werden und ist kaum noch einmal zu verwerten. Die Verfliesung der Bäder und der Küche löst sich sowieso durch die Vibrationen beim Transport oder sie reißt zwangsläufig an den Ecken auf, wenn die Wände demontiert werden. Rechnen Sie Demontage, Kranwagen, Transport, Fertighausmontage und viele Ausbauarbeiten hinzu, rechnet sich das Ganze nur, wenn Sie selbst ein sehr guter Heimwerker sind und Ihnen erfahrene Fachleute zur Hand gehen.

    Die Betriebsangehörigen haben Vorrang

    Wenn überhaupt Musterhäuser als Ganzes an einem bestimmten Standort verkauft oder aber Musterhäuser irgendwo abgebaut werden, dann geht die Nachricht natürlich innerhalb der Firmen "wie ein Lauffeuer um". In der Regel melden sich dann ganz von alleine Betriebsangehörige, die entweder das Haus an diesem Standort kaufen wollen  oder  die sich ganz besonders für die Abbau-Variante interessieren. Und da man ja vom Fach ist, hat man Kollegen, Zimmerleute und andere Bauspezialisten zur Hand, die das Haus demontieren. Einen Kran kann man sich leihen, den LKW für den Weitertransport leiht einem (vielleicht) der Arbeitgeber. Die Neumontage besorgt man dann wieder mit dem Kollegenteam. Das mag den Außenstehenden ärgern, aber Hand auf's Herz: Dass sich ein Arbeitgeber besonders seiner Mitarbeiter/innen annimmt, gehört ja auch zu der Sozialkomponente, die man von einem Unternehmer erwartet.

    Um Streit unter den Mitarbeiter/innen zu vermeiden, schreiben manche Firmen das Musterhaus intern aus gegen Höchstgebot. Alle Mitarbeiter werden also durch Aushang oder Rundbrief unterrichtet "Musterhaus in Bamberg-Süd zu verkaufen, Mindestgebot 55.000 €". Ein Verfahren also wie bei "ebay" - nur nicht für jedermann zugänglich gemacht.

    Musterhäuser aus einer Musterhaus-Ausstellung kaufen

    Musterhaus-Ausstellungen sind keine Einrichtungen für die Ewigkeit. Vielmehr lassen die Gemeinden/Städte eine solche Ausstellung nur befristet zu. Nach 10, 15 oder 20 Jahren müssen die Zäune, die die einzelnen Grundstücke umgeben, abgebaut und die Häuser an Interessenten verkauft werden. Aus der Musterhaus- wird dann eine richtige Wohnsiedlung. An Kaufwilligen herrscht kein Mangel. Die Interessenten erfahren bei ihren Besichtigungen, dass die Ausstellung bald aufgegeben wird und wenden sich von sich aus an die Hersteller, die oft in diesen Häusern auch eigene kleine Verkaufsbüros unterhalten. Manchmal inserieren die Hersteller aber auch wie bei ganz normalen Bauobjekten.

    Aber  es gibt auch Ausnahmen! Der eine oder andere Hersteller wechselt nach sieben oder acht Jahren den Haustyp aus. Auf die bestehende Bodenplatte kommt dann ein neues Haus in anderer (modernerer) Optik. Wenn der Trend auf einmal Richtung Holzhaus geht, dann wird eben das verputzte Haus ab- und ein Haus mit Holzfassade aufgebaut. Das verputzte Haus wird dann entweder "entsorgt" oder an einen Interessenten verkauft. In letzterem Fall haben die Hersteller auch keine großen Probleme, einen Käufer zu finden. Entweder meldet sich von sich aus ein Besucher der Ausstellung, der den Aushang gesehen hat - oder es meldet sich ein Betriebsangehöriger (siehe voriger Absatz). Der kauft das abzubauende Haus vielleicht noch nicht einmal für sich, sondern vermittelt es an Freunde und Verwandte.

    Freistehende Musterhäuser kaufen

    Es stehen viel mehr einzelne Musterhäuser "in der Landschaft", als in Musterhaus-Ausstellungen. Diese sind besonders gut ausgestattet (man will ja einen guten Eindruck auf die Besucher machen) und werden fast immer mit allem Mobiliar und allen Ausstattungsteilen verkauft - Einbauküche und Badausstattung inklusive. Da ein Zimmer dieser Häuser fast immer als Verkaufsbüro genutzt wird und auch über die Jahre ein gewisser Besucherstrom durch das Haus geht, nutzt sich dieses natürlich ab. Das wirkt sich etwas auf den Preis aus - aber nicht dramatisch. Denn andererseits braucht der Käufer nichts mehr zu tun. Selbst die Gardinen hängen und der Garten samt Gehweg und Terrasse ist angelegt.

    Freistehende Fertighäuser oder Holzhäuser können drei, fünf oder sieben Jahre als "Beratungshäuser" genutzt worden sein, ehe man sie in den Verkauf bringt. Da nutzt sich schon einiges ab, obwohl die Hersteller natürlich solche Abnutzungserscheinungen durch neue Teppichböden und neue Anstriche innen und außen mildern. Aber die Einbauküche ist dann eben doch sieben Jahre alt und der Baustil vielleicht auch nicht mehr so, wie er heutzutage "in" ist. Das muss also berücksichtigt werden. Möglicherweise entspricht auch die alte Heizungsanlage nicht mehr den heutigen Anforderungen.

    Wie handhaben die Hersteller Demontage und Neumontage?

    Nehmen wir einmal an, Sie gehören zum winzig kleinen Kreis, der ein Musterhaus kaufen und woanders wieder aufstellen kann. Was können Sie von den Fertighausanbietern erwarten? Dies ist von Hersteller zu Hersteller sehr unterschiedlich.

    Variante 1 - der Hersteller kümmert sich um nichts

    Diese Variante ist so unüblich nicht. Sie bekommen vom Hersteller zwar alle Pläne und ev. auch noch einen Monteur gestellt, der bei der Demontage fachliche Hinweise gibt. Der Rest geht auf Ihre Kappe! Natürlich übernimmt der Hersteller keinerlei Garantie mehr für das Haus.

    Variante 2 - der Hersteller stellt die "neue" Hülle auf

    Diese Variante ist üblicher. Das Unternehmen baut mit eigener Kolonne das Musterhaus ab und stellt die "Hülle" wieder auf - also Wände und Dach. Sie haben es dann also mit dem schon zitierten "Ausbauhaus" zu tun. Welche Gewährleistung der Hersteller dabei übernimmt, ist Verhandlungssache.

    Variante 3 - der Hersteller übernimmt alles

    Einige Hersteller bauen ab, bauen auf und übergeben das abgebaute Musterhaus dann wieder als "neues" Fertighaus. Hierbei wird dann auch die Gewährleistung nach VOB oder BGB - je nach Vertragsgestaltung - übernommen. Das ist natürlich die teuerste Variante und der Hauskäufer muss selbst ausrechnen, ob nicht ein richtiger Neubau (fast) so günstig ist. Der Aspekt der Wertsteigerung darf auch nicht übersehen werden. Bei einem späteren Verkauf erzielt ein ab- und wieder aufgebautes Haus erheblich schlechtere Preise.

    Fertighäuser nach Maß und Muster

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    Adagio 85 WD

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    87 m²

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    Duo 110

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    Ausbauhaus

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    221 m²

    E 10-087.1

    Schlüsselfertig

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    87 m²

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    Schlüsselfertig

    ab 295.940 €

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    Gemello SD 134

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    Haas O 130 A

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    MEDLEY 200 B - Musterhaus Frankenberg

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    ab 229.944 €

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    MH Georgensgmünd

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    Trend 4000.2

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    ab 482.027 €

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    Schlüsselfertig

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