Ausbaustufen beim Fertighaus: Bares Geld sparen durch Eigenleistungen

Index

    Viele Fertighäuser gibt es in verschiedenen Ausbaustufen. Die Fertighausanbieter bieten in der Regel drei bis vier Ausbaustufen an, manche differenzieren noch weiter.

    Der tatsächliche Umfang der Ausbaustufen variiert von Anbieter zu Anbieter, doch grob lassen sich drei Stufen feststellen. Vergleicht man die Anbieter miteinander, stellt man jedoch fest, dass die Grenzen zwischen den einzelnen Aubaustufen fließend sind, weshalb wir uns hier auf drei Ausbaustufen festgelegt haben.

    Schlüsselfertig kann je nach Vertrag mit bezugsfertig gleichgesetzt oder als fertig errichtetes Haus mit wenigen fehlenden Ausstattungselementen verstanden werden. Beispielsweise fehlende Teppichböden, Tapeten oder unvollständige Küche.

    Die Ausbaustufe Ausbauhaus wird gemeinhin ein witterungsbeständiges Haus deklariert, dessen Innenausbau vom Bauherrn selbst übernommen wird. Sei es durch eigene Arbeit oder durch Beauftragung selbst gewählter Fremdfirmen.

    Das Bausatzhaus ist die Ausbaustufe mit geringsten Kosten und höchstem Eigenanteil. Als Bauherr bekommt man den Bausatz des Hauses aufs Grundstück geliefert und ist für den gesamten Aufbau selbst verantwortlich. 

    Dach dämmen

    Quelle: Kzenon / fotolia.com

    Von "Bausatzhaus" bis "schlüsselfertig" - die einzelnen Ausbaustufen

    Eine Option, das Traumhaus zu bauen, auch wenn das Budget zunächst nicht auszureichen scheint, ist, das Fertighaus als Ausbauhaus zu bestellen. Ohne jegliches handwerkliches Geschick und Knowhow sollte man aber nicht an das Projekt herangehen.

    Ausbaustufe "Ausbauhaus": mehr als Rohbau plus Fenster

    Das Haus wurde vorgefertigt und montiert. Die Fenster sind bereits vorhanden und auch die Tür ist bereits eingebaut. Dies ist im Prinzip das typische Ausbauhaus. Selbst Rollläden können schon verbaut sein. Von außen wirkt es so gut wie fertig.

    Das Haus ist also etwas weiter vorgefertigt als ein unverputzter Rohbau und das Wetter kann dem Haus im Allgemeinen auch nicht mehr viel anhaben. Bei manchen Herstellern ist die Dämmung schon mit inbegriffen, bei anderen fehlt diese. In diesen Fällen sind die Wände von Innen nicht beplankt. Das hat einen guten Grund.

    Denn neben der Dämmung sind auch keine Elektro-, Gas-, Wasser- und Abwasserleitungen verlegt. Das bedeutet auch, dass die Heizung oder Belüftung fehlt. Mitunter wurden aber schon Leerrohre eingebaut, duch die sich die Leitungen führen lassen. Eine gewisse Eile ist beim Ausbau also geboten, wenn man nicht möchte, dass im Winter Feuchtigkeit in die Wände zieht.

    Bei manchen Herstellern sind Dämmung und sogar Sanitärinstallationen in der Wand bereits in dieser ersten Ausbaustufe enthalten.

    Die Zwischenstufe(n) – hier unterscheiden sich die Anbieter deutlich

    Anbieter von Ausbauhäusern bieten in der Regel eine oder mehrere Zwischenstufen an. Die Außenwände sind für gewöhnlich komplett, allerdings fehlen noch die Fußböden. Keine Angst - die Decken sind vorhanden, jedoch muss auf diesen – je nach Anbieter – noch ein Estrich ausgegossen werden.

    Zudem ist eine gewisse technische Ausstattung vorhanden. So gibt es Stromanschlüsse (die Steckdosen müssen unter Umständen selbst installiert werden) und die sie Anschlüsse für die sanitären Anlagen sind ebenfalls an Ort und Stelle. Allerdings müssen Waschbecken und Toiletten noch installiert werden. Auch die Innentüren und Innenfensterbänke müssen je nach Umfang der Ausbaustufe selbst eingebaut werden.

    Sämtliche Tätigkeiten, die das Haus wohnlich werden lassen, vom Verlegen der Fußböden, über Fliesenlegen oder das Verputzen, Tapezieren und Streichen der Wände sind ebenfalls in Eigenleistung zu erbringen.

    Manche Anbieter haben feste Ausbaustufen, anderen bieten Module oder Ausbaupakete an.

    Diese Module können variabel „gebucht“ werden. So können beispielsweise Putz- und Spachtelarbeiten vom Anbieter erledigt werden oder Bodenbeläge und Innentüren bereits eingebaut sein.

    Das kann sich lohnen, wenn man für bestimmte Aufgaben eh einen Handwerker beauftragt hätte. So muss man nicht gänzlich auf den Fertighausvorteil verzichten, „alles aus einer Hand“ zu erhalten. Auch werden die Baumaterialien mitunter vom Fertighausanbieter mitgeliefert, so dass man sich nur noch um den Einbau als solches kümmern muss. Das hat den Vorteil, dass die Materialien optimal aufeinander abgestimmt sind.

    „Schlüsselfertig“ – das klassische Fertighaus

    Auch hier unterscheiden sich die Fertighausanbieter. Bei dem einen Anbieter bedeutet „schlüsselfertig“ bzw. „bezugsfertig“ so viel wie „Sie müssen nur noch einziehen“. Eigenleistungen sind nicht zu erbringen. Das ist im Prinzip bei jedem Fertighausanbieter möglich. Möchte man noch selber die Teppichböden verlegen, Wände tapezieren oder streichen, verstehen auch das andere Anbieter unter „schlüsselfertig“, weil das Fehlen dieser leichten Tätigkeiten dem Status „schlüsselfertig“ noch am nächsten kommt. Es gibt aber auch Anbieter, bei denen diese gestalterischen Tätigkeiten eine eigene Ausbaustufe darstellen.

    Die Vergleichbarkeit der Angebote wird durch die unterschiedlichen Ausbaustufen und deren Umfang natürlich alles andere als erleichtert. Eine klare Definition der Begriffe und Ausbaustufen existiert nicht. Was ein Fertighausanbieter unter welcher Ausbaustufe versteht und mit welchen Vergünstigungen man zu rechnen hat, muss man deswegen beim jeweiligen Anbieter erfragen.

    Ein Ausbauhaus kostet Zeit

    Ein Faktor, den man schnell unterschätzt, ist die Zeit. In der Regel hat man bereits einen langen Arbeitstag hinter sich, wenn man sich den Arbeiten am Haus widmet. Da ist man naturgemäß nicht mehr so leistungsstark, wie wenn man die Arbeiten ausgeruht  angeht. Auch ist man als Laie nie so schnell wie ein professioneller Handwerker. Allein schon, weil die Übung fehlt.

    Es macht sich bemerkbar, wenn man nicht täglich handwerklich arbeitet. Jeder Arbeitsschritt muss im Zweifel recherchiert werden und geht letztlich weitaus langsamer von statten als bei Profihandwerkern. In der Summe zeigt sich, dass viele Arbeitsschritte nicht „mal eben“ zu erledigen sind und aus vielen kleinen Verzögerungen leicht mehrere Wochen werden können.

    Für bestimmte Arbeiten den Profi beauftragen?

    Handwerker

    Quelle: Kzenon / fotolia.com

    Es gibt Arbeiten, die man als Laie kaum stemmen kann und auch nicht versuchen sollte. Gerade Arbeiten, die die Versorgung mit Gas, Wasser und Elektrizität betreffen, sollten in fachkundige Hände gegeben werden. Natürlich kann man gewisse Vorarbeiten leisten, aber wenn man bei diesen Arbeiten einen Fehler macht, sind die Schäden schnell schwerwiegend bis irreparabel - auch das Unfallrisiko kann erheblich sein.

    Darüber hinaus sprechen Geschick und Werkzeuge für professionelle Hilfe im Aus- und Aufbau. Berufshandwerker üben ihr Fach in der Regel sicher und mithilfe spezieller Maschinen und Instrumente aus. Zwar kann man sich diese von Betrieben und Baumärkten leihen, doch wird die Zeitersparnis nie so groß ausfallen, wie mit Hilfe von Fachkräften.

    Sich nicht selbst überschätzen

    Auch wenn man theoretisch weiß, wie Putz auf eine Wand aufzutragen ist, sieht das in der Praxis meist anders aus. Es gibt Gründe, weshalb die meisten Gewerke eine mehrjährige Ausbildung erfordern. Der größte Unterschied zwischen einem Anfänger und einem Meister ist, dass der Meister schon viel häufiger gescheitert ist. Damit man sich nicht ein Leben lang über eine unebene Wand oder eine schief eingebaute Dusche ärgert, sollte man also weit im Vorfeld so ehrlich zu sich sein und klar benennen, welche Aufgaben man sich zutraut.

    Wie viel günstiger ist ein Ausbauhaus?

    Hier lässt sich keine Pauschale nennen. Zum einen kommt es natürlich auf das Haus an, zum anderen darauf, wieviel man selber macht – und nicht zuletzt, welche laufenden Kosten man hat. Bewohnt man bereits Eigentum oder wohnt man noch zur Miete? Wieviel Zeit ist neben dem Beruf für den Ausbau des zukünftigen Heimes übrig?

    Ob sich ein Ausbauhaus lohnt, hängt primär von den ganz persönlichen Lebensumständen ab und davon, ob man auch eine mehrmonatige Doppelbelastung mit der Bedienung des Kredits, der laufenden Miete und dem Kauf des Baumaterials stemmen kann beziehungsweise, ob sich die Zusatzkosten dann auch noch lohnen.

    Man sollte sich ausrechnen, wie hoch die Belastungen sind, ob man sich nicht vielleicht nicht nur in finanzieller Hinsicht übernimmt. Alternativ kann man zunächst auch die wichtigsten Räume wie Badezimmer, Küche und Schlaf- und Kinderzimmer fertigstellen und schon in das Haus einziehen. Die übrigen Räume lassen sich dann schrittweise ausbauen. Es spart nicht nur Zeit, wenn man direkt vor Ort ist, die Motivation, die Bauarbeiten zügig zu beenden, ist sicherlich höher.

    Bausatzhäuser

    Alle Häuser anzeigen

    Schlüsselfertig

    ab None €

    Bausatzhaus

    ab 104.230 €

    Ausbauhaus

    ab 151.890 €

    Ausbauhaus

    ab 151.890 €

    Wohnfläche

    156 m²

    Schlüsselfertig

    ab None €

    Bausatzhaus

    ab 102.310 €

    Ausbauhaus

    ab 152.570 €

    Ausbauhaus

    ab 152.570 €

    Wohnfläche

    156 m²

    Schlüsselfertig

    ab 260.000 €

    Bausatzhaus

    ab 130.000 €

    Ausbauhaus

    ab 170.000 €

    Schlüsselfertig

    ab 260.000 €

    Wohnfläche

    123 m²

    Schlüsselfertig

    ab 350.799 €

    Bausatzhaus

    ab None €

    Ausbauhaus

    ab 239.401 €

    Schlüsselfertig

    ab 350.799 €

    Wohnfläche

    234 m²

    Schlüsselfertig

    ab None €

    Bausatzhaus

    ab None €

    Ausbauhaus

    ab 157.999 €

    Ausbauhaus

    ab 157.999 €

    Wohnfläche

    160 m²

    Schlüsselfertig

    ab 254.000 €

    Bausatzhaus

    ab None €

    Ausbauhaus

    ab 142.000 €

    Schlüsselfertig

    ab 254.000 €

    Wohnfläche

    138 m²

    Schlüsselfertige Häuser

    Alle Häuser anzeigen

    Schlüsselfertig

    ab 195.611 €

    Bausatzhaus

    ab None €

    Ausbauhaus

    ab None €

    Schlüsselfertig

    ab 195.611 €

    Wohnfläche

    136 m²

    Schlüsselfertig

    ab 244.233 €

    Bausatzhaus

    ab None €

    Ausbauhaus

    ab 181.004 €

    Schlüsselfertig

    ab 244.233 €

    Wohnfläche

    171 m²

    Schlüsselfertig

    ab 463.566 €

    Bausatzhaus

    ab None €

    Ausbauhaus

    ab None €

    Schlüsselfertig

    ab 463.566 €

    Wohnfläche

    346 m²