Wände aus Gips-Wandbauplatten selbst herstellen (Einschalig)

Index

    ARBEITSABLAUF

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    1. Schritt: Anlegen der Wand
    Die Lage der Wand nach Bauzeichnung einmessen und anreißen. Als Lehre für den seitlichen Anschluß ein Richtscheit lotrecht anbringen. 

    Es empfiehlt sich, zur Einhaltung von Lot und Flucht Lehren zu verwenden. Beim Anlegen der Türöffnungen Meterriß beachten.

    Soll die Wand mit anderen Bauteilen fluchten, sollten Sie die Dicke der später vorgesehenen Wandbehänge (z.B. Putz oder Fliesen) berücksichtigen. Der Übergang unterschiedlicher Materialien zur Gipswand ist durch geeignete Maßnahmen zu trennen.

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    2. Schritt: Vorbereitung des Untergrundes 
    Für das zügige Erstellen lot- und flutrechter Wände ist eine sorgfältige Vorbereitung des Untergrundes Voraussetzung. Vor Beginn der Arbeiten Unterboden auf Ebenheit prüfen und gegebenenfalls ausgleichen. Bei Kellerböden und Bodenplatten kann es erforderlich sein, gegen aufsteigende Feuchtigkeit einen reichlich bemessenen Sperrstreifen auf dem Rohboden auszulegen (bis 50 cm Breite).

    3. Schritt: Anmachen des Gipses
    Grundsätzlich zum Verbinden der Platten untereinander nur Fugengips nach DIN 1168 verwenden. Anmachen des Gipses in sauberen Behältern mit sauberem Wasser. Fugengips gut verteilt in Wasser einstreuen und nach dem Einsumpfen zu einem klumpenfreien Brei anrühren.

    Beachten Sie die Hinweise auf der Verpackung und verarbeiten Sie Fugengips unmittelbar nach dem Anmachen. Gleiches gilt für das Anmachen von Stuckgips und Mischungen aus Stuck- und Fugengips. 

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    4. Schritt: Aufsetzen der ersten Plattenreihe
    Es empfiehlt sich, bereits die erste Reihe so zuzuschneiden, daß die letzte Plattenreihe ca. 4 cm unterhalb der Decke endet. 

    Die erste Plattenreihe müssen Sie nach der Vorbereitung des gewählten Anschlusses flucht- und lotrecht auf den Boden aufsetzen. Verwenden Sie ausreichend Fugengips und stoßen Sie die Einzelplatten dicht. Ausquellender Fugengips wird abgezogen.

    5. Schritt: Aufsetzen der folgenden Plattenreihen
    Die folgenden Plattenreihen werden im Verband aufgesetzt. Dafür werden einzelne Platten gegebenenfalls passend zugeschnitten. Die Platten können auch hochkant versetzt werden, zum Beispiel wenn die Raumhöhe dies sinnvoll erscheinen läßt.

    Bitte beachten Sie:

    Um eine einwandfreie Verbindung aller Platten untereinander zu erreichen, tragen Sie auf alle Lager- und Stoßflächen Fugengips so auf, daß die Federn der Platten "satt" in die Nuten eingreifen und der Gips leicht aus den Fugen quillt. 

    Den ausquellenden Gips ziehen Sie ab beziehungsweise verziehen ihn im Fugenbereich. Aber beachten Sie: Bei Wänden, die verfliest werden sollen, darf austretender Gips nicht verzogen werden. Lassen Sie hier den Gips abbinden – nicht austrocknen! – und stoßen Sie ihn dann ab.

    SO ENTSTEHEN VERBINDUNGEN VON GIPSPLATTENWÄNDEN

    1. Schritt: Der Anschluß
    An Wandstößen, Kreuzungen und Eckverbindungen werden die Platten vorzugsweise elastisch angeschlossen oder – sofern aus statischen Gründen erforderlich – verzahnt versetzt. 

    Wenn bei entsprechender Spannrichtung oder zu erwartender Durchbiegung der Decken oder bei angestrebter erhöhter Schalldämmung abgehende Wände elastisch oder gleitend angeschlossen werden müssen, ist dies zu berücksichtigen. 

    2. Schritt: Dämmstoffeinlagen bei zweischaligen Wänden
    Bei Äusführung zweischaliger Wandverbindungen werden die Dämmstoffeinlagen dicht gestoßen und abrutschsicher befestigt, um die Schall- bzw. Wärmedämmwirkung der Dämmstoffeinlagen nicht zu beeinträchtigen. 

    Das heißt, daß Platten abgehender beziehungsweise einbindender Wänder nur mit einer Wandschale verbunden werden.

    SO ENTSTEHEN ÖFFNUNGEN

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    1. Schritt: Große und kleine Öffnungen
    Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, Gips-Plattenwände mit Öffnungen zu versehen: 

    - Aussparen der Öffnungen beim Aufbau der Wand
    - Späteres Aussägen der Öffnung aus der geschlossenen Wand 

    Große Öffnungen wie für Türen legt man sinnvollerweise bereits beim Aufbau der Wand an. Wenn Öffnungen in ihren lichten Maßen kleiner als ein Viertel der Geschoßhöhe oder Wandbreite sind, oder unter 1/10 der gesamten Wandfläche bleiben, können sie auch nachträglich ausgesägt, ausgefräst oder gebohrt werden.

    Bitte beachten Sie:

    Öffnungen dürfen Sie auf keinen Fall ausstemmen!

    2. Schritt: Überdecken von Öffnungen
    Öffnungen werden im fortlaufenden Plattenverband überdeckt. Der Verband muß so angesetzt sein - oder das Aussägen so vorgenommen werden -, daß die beiden Randplatten oben etwa mit 1/3 neben der Öffnung aufliegen. Wenn nötig, wird für die verbleibende Restbreite ein Paßstück zugeschnitten und eingebaut (nur während des Aufbaus der Wand möglich, nicht beim späteren Ausschneiden). 

    Bei größeren Öffnungen kann je nach Größe und Lage der Wand eine Armierung erforderlich sein. In der Praxis haben sich ab ca. 1 m verzinkter Schlitzbandstahl (Breite 20 mm, Materialdicke 1,5 mm) oder verzinkte T-Profile oder doppelte Winkelprofile (Profilhöhe min. 45 mm, Materialdicke 1,5 mm) bewährt. Ist eine Armierung vorgesehen, wird diese über die Öffnung gegebenenfalls in speziell dafür gefräste Schlitze gelegt und beidseitig etwa 50 cm in die Wand eingebunden. 

    Schlitzbandstahl wird voll in Fugengips eingebettet. Bei größeren Raumhöhen kann es sinnvoll sein, die darüberliegende Plattenfuge mit einem weiteren Schlitzbandstahl zu armieren.

    SO WERDEN ZARGEN EINGESETZT

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    1. Einbau während und nach dem Wandaufbau
    Bei Stahl-Umfassungszargen gibt es zwei Möglichkeiten des Einbaus: 

    während oder nach dem Wandaufbau. Sollen die Zargen während des Wandaufbaus eingebaut werden, gehen Sie folgendermaßen vor: Zarge einmessen und bauseits angebrachten Meterriß mit Schlauchwaage oder Laser übertragen. Zarge aufstellen, Aufschlag- und Anschlagrichtung beachten. 

    Ziehen Sie die Wand beiderseits der Zarge hoch; dabei müssen die Platten ins Zargenmaul eingeführt und schichtweise mit Gipsmörtel verfüllt werden. Schlitze für feststehende Anker müssen Sie gegebenenfalls einschneiden – nicht stemmen! Einfacher lassen sich Zargen mit verschiebbaren Ankern einbauen. 

    WICHTIG: Schnittflächen der Platten und der Schlitze für Anker müssen gründlich von Staub gesäubert werden. Ankerschlitze werden mit Gips ausgedrückt und verspachtelt. Hohlräume zwischen Zarge und Platten werden mit Gipsmörtel ausgefüllt – dazu muß die Zarge gegen Durchbiegung verstrebt werden.

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    2. Nachträglicher Einbau

    Für den nachträglichen Einbau eignen sich vorzugsweise Zargen mit versetztem Spiegel. Stellen Sie das Öffnungsmaß her. Die Laibungen werden seitlich und oben angeschrägt und – wenn nötig – Schlitze für Zargenanker ausgeschnitten, nicht gestemmt. Entfernen Sie den Schnittstaub. 

    Die Zarge müssen Sie lot- und flutrecht einsetzen, aussteifen und fixieren. Hohlräume und Schlitze werden mit Gips gefüllt und verspachtelt. 

    3. Einbau mehrteiliger Holzzargen
    Stellen Sie das Öffnungsmaß her, und entfernen Sie den Schnittstaub. Die Zargenteile werden lot- und flutrecht eingemessen. Befestigen Sie die Zargenteile: entweder mit Spreizdübeln oder mit geeignetem Montageschaum (in der Regel ist hier eine Grundierung empfehlenswert).

    WICHTIG: Bei Verwendung von Spreizdübeln muß der Spreizdruck nach oben und nach unten wirken.

    Bitte beachten Sie:

    Der Einbau von Holzzargen ist normalerweise Arbeit des Schreiners beziehungsweise des Türenbauers.

    SO WIRD DIE WAND "FERTIG GEMACHT"

    1. Schritt: Einbau von Eckschutzprofilen 
    Es ist Zeit für den Einbau der Eckschutzprofile: Die verwendeten Metallprofile werden in Fugengips angesetzt und beigespachtelt. 

    2. Schritt: Spachtelung der Wandflächen
    Wände aus Gips-Wandbauplatten werden nach DIN 18202 Teil 5 (Maßtoleranzen im Hochbau) "flächenfertig" errichtet. 

    Die Oberfläche der Wände soll wie folgt beschaffen sein:

    • fugenverspachtelt, das heißt nur im Bereich von Fugen, Schlitzen oder ähnlichem verspachtelt (geeignet für übliche Tapeten und Dekorputze) 

    • flächenverspachtelt, das heißt vollflächig mit Fugengips oder Mischungen aus Fugen- und Stuckgips geglättet 

    • alternativ zu letzterem können Fugen planeben geschliffen sein, das heißt Fugenverspachtelung und eventuelle Ausbesserungen an den Plattenoberflächen sind ansatzlos geschliffen (geeignet für Anstriche und hochwertige Tapeten)

    Fugenverspachtelung beziehungsweise Glättschicht müssen einwandfrei an dem Untergrund haften. Welche Oberflächenbehandlung gewählt wird, hängt von der Art der späteren Beschichtung ab (siehe Abschnitt "Schöne Wand").

    Bitte beachten Sie:

    An Wandflächen, die verfliest werden, darf der austretende Fugengips nicht verspachtelt werden. Stoßen Sie ihn nach dem Abbinden - nicht nach dem Abtrocknen - einfach ab.

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