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Öl-Brennwertheizung mit Solarkomponente
für nur 43 Euro pro Monat

Eine effektive Möglichkeit, langfristig den gestiegenen Energiepreisen Herr zu werden, ist die Anschaffung effizienter Heiztechnik. Staatliche Förderung durch Direktzuschuss, Steuerbonus und zinsgünstige Finanzierungshilfe machen die Investition in ein sparsames Öl-Brennwertgerät mit Solarkomponente zurzeit besonders attraktiv. Das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) hat ausgerechnet: Eine umweltschonende Öl-Brennwertheizung mit Solar ist unterm Strich schon für 43 Euro im Monat zu haben. Sein Erspartes braucht man da gar nicht anzutasten.

Die den Modellrechnungen zugrunde gelegten Eckdaten: ein vor 1984 errichtetes Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern beheizter Wohnfläche und einem bisherigen Jahresheizölverbrauch von 3500 Litern. Die Optimallösung: der Ersatz des veralteten Ölstandardheizkessels durch einen effizienten Öl-Brennwertkessel mit einer solarthermischen Anlage, die nicht nur zur Warmwasserzeugung, sondern auch zur Heizungsunterstützung eingesetzt wird. Eine solche Kombination mit einem Energieeinsparpotenzial von bis zu 40 Prozent kostet im IWO-Beispiel einschließlich einer zehn Quadratmeter großen Solaranlage und eines 750 Liter fassenden bivalenten Warmwasserspeichers 14.100 Euro, worin insgesamt 3400 Euro handwerkliche Lohnkosten (1200 Euro für Kessel und 2200 Euro für Solarinstallation) enthalten sind.

An der Solaranlage beteiligt sich der Staat mit einem Direktzuschuss von 108 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche (Stand: 19. Mai 2006), also mit insgesamt 1080 Euro. Da zudem seit Anfang des Jahres ein Steuerbonus auf handwerkliche Lohnleistungen gewährt wird (pro Haushalt jährlich 20 Prozent von maximal 3000 Euro, mithin höchstens 600 Euro), reduziert sich der Gesamtaufwand im Beispiel um weitere 600 Euro. Der Steuerbonus unterliegt nämlich nicht dem persönlichen Steuersatz, sondern wird im Zuge der Jahreseinkommensteuererklärung direkt von der Steuerschuld abgezogen.

Verbleiben rund 12.400 Euro, die mit einem staatlichen Darlehen über die KfW-Förderbank (Programm "Wohnraum Modernisieren, Öko-Plus") zu einem auf zehn Jahre festgeschriebenen Zinssatz von nur 3,15 Prozent (Stand 19. Mai 2006) finanziert werden können. Bei zehnjähriger Laufzeit beträgt die Zins- und Tilgungsleistung nach einem (vorgeschriebenen) tilgungsfreien Anlaufjahr pro Quartal 396,92 Euro (monatlich rund 132 Euro). Nach den zehn Jahren ist die neue Heizanlage komplett bezahlt. Demgegenüber steht auf Basis des bundesdurchschnittlichen April-Heizölpreises von 63,6 Cent eine potenzielle Brennstoffkostenersparnis von jährlich 890 Euro (monatlich rund 74 Euro). Der zusätzliche Finanzaufwand für die sparsame Kombination Öl-Brennwertheizung mit Solar beträgt damit bei der Optimallösung nur 58 Euro pro Monat.

Wird die Solaranlage ausschließlich für die Warmwasserbereitung genutzt, fällt die Rechnung im selben Modellhaus noch günstiger aus. Öl-Brennwertgerät und Solarkomponente kosten dann nur 12.000 Euro, weil die Kollektorfläche mit 4,6 Quadratmeter kleiner ausfallen kann. Als Solarzuschuss gibt es aber lediglich 84 Euro je angefangenem Quadratmeter, insgesamt 420 Euro. Bei kleinerer Solaranlage sinkt zudem der handwerkliche Lohnkostenanteil auf insgesamt 2700 Euro, sodass 540 Euro von der Steuerschuld abgezogen werden können. Bleibt ein Finanzierungsbedarf von rund 11.000 Euro. Zu denselben KfW-Konditionen wie im ersten Beispiel und bei ebenso hohem Einsparpotenzial geht hier die Rechnung so auf: Die Quartalsrate für Zins und Tilgung beträgt 352,11 Euro. Das sind monatlich rund 117 Euro, abzüglich der Brennstoffkostenersparnis von 74 Euro je Monat ergibt sich: Öl-Brennwerttechnik mit Solar ist schon für rund 43 Euro im Monat zu haben. Auch in diesem Fall ist die Anlage nach zehn Jahren komplett bezahlt.

Wird ein Öl-Brennwertgerät ohne Solarunterstützung installiert, ist die Finanzierung über ein KfW-Darlehen ("Wohnraum Modernisieren, Standard") gleichfalls lohnend. Hier gelten zurzeit ein Festzinssatz von 3,05 Prozent und 4 Prozent Disagio. Bei einem Anschaffungspreis von 8500 Euro, 300 Euro Steuerbonus und einem Energieeinsparpotenzial bis zu 30 Prozent (jährlich 1050 Liter, 668 Euro) müssen in demselben Modellhaus pro Monat rund 35 Euro zusätzlich für die neue Ölheiztechnik aufgebracht werden. Wiederum ist die Anlage nach zehn Jahren voll bezahlt. Anschließend kommt in allen drei Beispielen die gesamte Brennstoffkostenersparnis dem Haushaltsbudget zugute.


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