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Das Idealhaus der deutschen Familie

"Viel Holz" als Trend im Hausbau
Vorstellungen hinsichtlich des Innenausbaus
Worüber sich Familien am meisten ärgern
Vorstellungen hinsichtlich der äußeren Optik
Vorstellungen hinsichtlich der technischen Ausstattung

Aufgrund tausender Fragen und Anregungen, die bei den baufachlichen Internetdiensten fertighaus.de, baumarkt.de und fachwerkhaus.de seit 1996 bearbeitet wurden, ergibt sich das Idealbild, wie sich die Durchschnittsfamilie ihr Haus wünscht. Das eigene Haus genießt nach wie vor höchste Priorität. Die durchschnittliche Familie ist bereit, für diesen Lebenswunsch an das finanzielle Limit zu gehen und sich zu "schinden", notfalls auch durch Einschränkung beim ansonsten unantastbaren Urlaub. Weil Grundstücke knapp und teuer sind, ist der Bauherr betont preisbewußt - mit der Gefahr, zweifelhaften Unternehmen aufzusitzen.


"Viel Holz" als Trend im Hausbau
Es besteht verstärkt seit 1999 ein Trend zum Haus "mit viel Holz". Das hat optische Gründe, weil man mit Holz interessante Akzente setzen kann, zum anderen hängt es mit ökologischen Aspekten zusammen. Dem Trend tragen Fertighaus- und Massiv-haushersteller Rechnung, indem sie viel sichtbares Holz verwenden. Reine Holz-häuser werden immer beliebter, wozu natürlich auch die Wohnblockhäuser zählen.

Vorstellungen hinsichtlich des Innenausbaus:
Die typische deutsche Familie hat bestimmte Vorstellungen entwickelt, wie ihr Haus innen aussehen und ausgestattet sein sollte:
  • Keller (oder Anbau) mit Hausarbeits- und "Universalraum"
  • Großzügiger Wohnbereich mit integriertem Eßbereich (zusammen +/- 40 qm)
  • zwei Badezimmer, wobei das zweite Bad auch als Gäste-WC dient. Eines der Bäder soll "groß" sein und eine Eckbadewanne aufweisen. "Wenn noch Geld da ist, hätte ich gerne Marmor statt Fliesen," lautet ein typischer Wunsch.
  • "wohnliche" Atmosphäre durch Holz- oder Laminatböden im Wohnbereich und/oder durch Holzdecken (sichtbare Balken)
  • "moderne Küche mit Holzfronten und großer Arbeitsplatte"-
  • Kaminofen oder offener Kamin oder Kachelofen
  • zwei Kinderzimmer, wobei bei Ein-Kind-Familien das zweite Zimmer als Heimbüro genutzt werden soll, u. U. als Kombination Heimbüro/Gästezimmer
  • Erker als "gemütliche Ecke", überdachte Terrasse oder Wintergarten, "wenn das Geld reicht."
Worüber sich Familien am meisten ärgern
Häufig beklagt wird von Familien, daß die Architekten keinen Gedanken darauf verschwenden, wo die Schuhe untergebracht werden sollen. Eine Mutter: "Bei uns sind oft drei oder vier Kinder zu Besuch - da stapeln sich im engen Flur Berge von Schuhen. Die Architekten tun gerade so, als ob die Menschen barfuß gingen."

Beklagt wird ebenso häufig, daß kein Zweitbad vorhanden ist oder nur mit großen Kosten zusätzlich eingebaut werden kann. Ein Vater: "Meine 12 und 14 Jahre alten Töchter gehen ins Gymnasium und müssen etwa zur selben Zeit ins Bad, in der ich mich dort rasieren will. Das ist ein täglicher Stress ohne Ende."
Vorstellungen hinsichtlich der äußeren Optik
Was die äußere Optik betrifft, haben sich diese Vorlieben herausgebildet:
  • das Haus soll nicht "langweilig" aussehen; verputzte Fassaden oder Fassaden aus Sichtmauerwerk sollten durch Holzverkleidungen aufgelockert sein (Beispiel: Giebel wird in Höhe des Steildaches mit Holz verkleidet).
  • ein Balkon wird gewünscht, insbesondere ein geschützter Balkon unter einem überkragenden Dach
  • Häuser mit Erker oder Wintergarten werden als besonders schön und wirkungsvoll empfunden
  • eine Mehrheit neigt zu "gemütlichen" Sprossenfenstern, statt zu einer "Glasarchitektur". Gleichwohl soll die Schiebetür zum Garten groß dimensioniert sein.
  • eine deutliche Mehrheit wünscht Rolläden vor den Fenstern
Vorstellungen hinsichtlich der technischen Ausstattung
  • moderne Energien (Solarenergie, Wärmerückgewinnung) werden fast ausnahmslos bejaht, "wenn wir Zuschüsse bekommen und das alles finanzierbar ist"
  • die Haustür soll "stabil" und einbruchhemmend sein
  • die Regenwassernutzung ist nur für eine Minderheit ein Thema
  • nur eine kleine Minderheit möchte sich die moderne Installationstechnik (EIB), also Displaysteuerung aller Licht-, Alarm- und sonstiger elektrischer Einrichtungen, einbauen lassen
  • eine Mehrheit wünscht Fußbodenheizung, "wenn das nicht zu teuer wird"

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